starken Truppenabteilung notig machten. In Nikolajem haben Umzüge mit roten Fahnen unter Absingung revolu= tionärer Lieder stattgefunden, was einige Verhaftungen zur Folge hatte. In Noworossisk hat der Gouverneur in gemeinsamer Beratung mit Vertretern der Industrie feſtge= stellt, daß eine Arbeiterversicherung nach deutschem Muster, die Verleihung des Versammlungsrechts an die Arbeiter, die Einſegung eines gemischten Schiedsgerichts zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, die Schaffung einer Arbeiter- Unterstützungskasse und die Verminderung der Zahl der Feiertage um ein Zehntel wünschenswert sei. In 3arsfoje Selo soll ein zu dem Personal des kaiserlichen Hauses gehöriger Jäger verhaftet worden sein, als er einem Dritten eine genaue schriftliche Aufzeichnung der Zeiten überreichte, in denen der Zar feine Spaziergänge macht.
Afrika.
!! Die Eingeborenen von Kapland haben, 33 000 Mann starf, eine Petition an König Eduard unterschrieben, in der sie um Berücksichtigung ihrer Interessen bei Feststellung der neuen Verfassung für Transvaal bitten. Der König möge nicht alle Macht in die Hände der Weißen legen. Die Bittschrift ist ungefähr mit der Petition identisch, die die Uitländers vor Ausbruch des Burenkrieges an die Regierung gerichtet haben.
Amerika.
A Auf Ersuchen der Regierung der Vereinigten Staaten haben Deutschland und England sich bereit erklärt, je einen Ingenieur als Mitglied für den Beirat der VanamakaualKommission zu ernennen Tenennung wird ehestens erfolgen.
Nab und Fern.
De. sachwinter im Riesengebirge dauert weiter an. Die Hirsche treten rudelweise am hellen Tage von den Bergen in die Täler, bis dicht zu den Wohnungen herab, eine für die jetzige Jahreszeit ganz seltene Erscheinung. Wettererfahrene Leute schließen daraus auf noch mehr Schnee und Kälte.
† Die Genickstarre greift immer mehr um sich. In Kassel und in Braunschweig sind ein Mann und eine Frau an der Seuche gestorben. Aus Oesterreichisch- Schlesien, namentlich aus der Troppauer Gegend, werden 13 Todesfälle gemeldet.
* Dr. Müller- Sagan, der bekannte Reichstagsabgeordnete und Journalist, zurzeit Leiter der Deutschen Freien Presse"( der früheren Freisinnigen Zeitung") war von Hause aus nur ein schlichter Herr Dr. Müller. Zum Unterschiede von seinen vielen Namensvettern nannte er sich nach dem Wahlkreise, der ihn in den Reichstag entsandt hatte, und in parlamentarischen und politischen Kreisen war er unter dem Namen„ Müller- Sagan" allgemein bekannt. Jezt hat er das Recht auf diesen Namen auch amtlich erlangt. Auf seinen Antrag bei den zuständigen ministeriellen Stellen war ihm der Name„ Müller- Sagan" offiziell zuerkannt unter der Bedingung, daß der Magistrat der Stadt Sagan nichts dagegen einzuwenden habe. Dieser hat jetzt seine Zustimmung gegeben.
O Einen gefährlichen Kampf mit einem Reiler hatte ein Jagdaufseher bei Dangelsdorf zu bestehen. Er hatte am Abend auf dem Anstand einen starken Seiler angeschossen und fand am Morgen, daß das Tier sich in einer Schonung niedergetan hatte. Kaum aber hatte der Jäger diese betreten, als auch schon das verwundete Schwein ihn wütend angriff und ihn mit solcher Wucht zur Seite warf, daß ihm das Gewehr entfiel. Dann drehte der Keiler kurz um, kam zum zweiten Male und verwundete den Jäger nochmals am Bein. Der Kampf hätte wohl einen sehr ernsten Ausgang genommen, wenn nicht der Hund des Forstbeamten hinzugesprungen wäre. Jeßt ergriff der Keiler die Flucht. Es ist bis heute noch nicht gelungen, seiner Habhafi zu werden.
Zum Branerstreif in Köln wird aus dem Boykottschutzverband der rheinisch- westfälischen Brauereien mitgeteilt, die dort angesetzt geweſenen Verhandlungen über Beilegung des Boykotts und Streifs für die Kölner Brauereien seien wegen der seitens der Arbeiterschaft gestellten Forderungen vollständig ergebnislos verlaufen.
† Tertianer und Selbstmörder. Ein 17jähriger Tertianer in Danzig, der bei der Osterverseyung siken geblieben war, nahm sich diese Erfahrung derartig zu Herzen, daß er zum Revolver griff und seinem Leben durch einen Schuß in die Brust ein Ende machte.
Unglück in der Kirche. In der katholischen Kirche in Mulsch in der Nähe von Heidelberg stürzte während der abendlichen Betstunde eine Tribüne cin. Vier Kinder wurden unter den Trümmern begraben. Ein elfjähriges Mädchen ist seinen Verletzungen erlegen.
Das Versäumte
fann man noch nachholen. Wer unsere Beitung für das neue Quartal rechtzeitig zu bestellen vergessen hat, der kann das jetzt auch nach Beginn der neuen Bezugszeit immer noch tun. Die Poftanstalten, unsere Expedition und die Boten nehmen Bestellungen für die Monate April, Mai und Juni noch fortwährend entgegen. Bereits erschienene Nummern liefern fostenfrei nach.
Lokales.
12. April 1905
* Aushalten. Daheim bei der Mutter wars gut gewesen, aber jetzt stand er draußen im feindlichen Leben mit seinen vierzehn Jahren. Ver Meister war unerbitt lich streng und hart. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend mußte der Sunge in der Werkstatt stehen und„ ſchaffen wie ein Feind", daß ihm hören und Sehen verging. Eines Tages kam die Mutter unerwartet zugereist und trat undermutet in die Werkstatt. Wie geht's, Konrad?" vernahm er plöglich ihre Stimme hinter sich. Der Hobel flog zur Erde. Seine Arme schlangen sich um den Hals der Mutter. " Ich kann nicht mehr, es ist zu viel", rief er schluchzend, und die heißen Tränen stürzten ihm aus den Augen; zärt lich fuhr ihre Hand über den heißen Kepf ihres Lieblings, und sie tröstete ihn freundlich. Konrad nahm den Hobel wieder auf und arbeitete haftig darauf los.„ Ich fann nicht mehr, Mutter", sagte er wieder, der Meister ist ein harter, strenger Mann"." Kind ich fann Dir nicht helfen," sagte Ber sie traurig, sieh nur, daß Du es aushalten fannst. in der Jugend nicht hart daran muß, lernt es später nicht mehr und man muß sich tüchtig plagen, wenn man es vorwärts bringen will im Leben". Unter ihrem Zureden versiechten die Tränen. Konrad wußte wohl, daß die Mutter recht hatte. Er versprach, auszuhalten und nicht davonzuEr hat Wort gehalten und ist selbst ein tüchtiger Meister geworden, dem es gut geht. Seine Losung ist: Aushalten in allen Lebenslagen!
Das Erdbeben in Indien hat nach den neuesten Schätz. ungen eine schreckliche Menge Menschenleben dahingerafft. Im Bezirk Palampur sind ungefähr 3000 und im Bezirk Kangra ungefähr 10 000 Menschen umgekommen.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Zum Prozeß Biermann. Der in Oldenburg wegen Beleidigung des Minister Ruhstrat und dessen früheren Verteidigers zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilte Redakteur des Residenzboten", Bier mann, hat auf Einlegung der Revision gegen das Urteil verzichtet und seine Strafe angetreten.
§ Bebels Erbschaft. Gegen das Urteil des Landgerichts zu Ulm, durch das dem Abgeordneten Bebel die Hälfte der Hinterlassenschaft des früheren Leutnants Hollmann in Betrage von 400 000 Marf zugesprochen wurde, haben die Verwandten des Erblassers Berufung eingelegt.
** Der Großherzog hat dem Rechtsanwalt Ottomar Weidig in Gießen den Charakter als Justizrat erteilt; ferner dem Pfarrer Karl Eckstein zu Allendorf an der Lumda die evangelische Pfarrstelle zu Lengfeld, Defanat Reinheim, übertragen.
§ Von Stufe zu Stufe ist der frühere Leutnant, jebige Buchhalter Lehmann in Berlin gesunken. Nachdem er wegen zerrütteter Verhältnisse seines Vaters den Abschied nahm, begab er sich auf abschüssige Bahn. Zmeiml wurde er megen Betruges zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Trotzdem gelang es ihm im Jahre 1901 in einer Militäreffektenfabrik Stellung als Buchhalter zu finden. Dort hat er sich bis zum Jahre 1904 in 62 Fällen Unterschlagungen zu schulden kommen lassen, die ihn wieder vor die Schranken des Gerichts führten. Der verlorene Mann wurde zu 2½ Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.
** Der Bezirk Gießen der Kriegertamerad schaft ,, Hassia" hält am kommenden Sonntag, den 16. April, nachmittags 3 Uhr, im Lenz'schen Felsenkeller" setnen 1. Bezirkstag ab
"
K Raffe
bber
1. Bait
Benidftarre a
fft baran geft
Die W
Strauß
baben im
Tuberty nicht mit bas Fleifa basselbe hatten die wo diefelbe gebracht w Lunge, de
mit Eiter
Fleisch m
Bericht e
Treibens
fängnis u
Roften ber
Det m
Kleine
scheinend Flüchtigen zu stellen, geben aber mit Rücksicht auf ihr eigenes und das Wohl ihrer Gäule schnell nog ihr Beginnen auf. Einem fühnen Straßenpassanten, der der Bespannung des ersten Fuhrwerts in die Zügel fallen will, ergeht es ähnlich; die drohend geschwungene Peitsche der sich wieder auf sein Stahlroß geschwungen und eilte den Lenferin zeigt ihm, was ihm bevorsteht. Der Gendarm hat Dahinsausenden, die die Buschauer inzwischen als eines Trupp flüchtiger 8igeuner eifannt haben, mit neuem Mute nach. Kaum ist die wilde Jagd durch unter dem Viadukt, bietet sich ein neues Bild jenseits desselben, ein ebenso eigenartiges. Dumpfes Getute fündet das Nahen eines Automobils an, an dessen Seiten, wie die Feuerwehr das Nah leute am Sprißenwagen, drei Schußleute tängen. Sie hatten zusammen mit dem radelnden Amtsgenossen die Ver folgung der 3 geuner von Niederrad aus aufgenommen, um einen steckbrieflich verfolgten, der sich der Bande angeschlossa hatte, zu ergreifen, und waren schon im Begriff, das aus: sichtslose Rennen aufzugeben, als sie von einer Gesellschaft im Automobil überholt wurden, die mit Freuden der Bitte der Gendarmen nachtam, an der Verfolgung teilzunehmen. Mit voller Kraft saust das Automobil die Chaussee entlang, passiert den Viadukt, und wenige Sekunden noch, und es hat den letzten Wagen überholt, den dritten, den zweiten, es legt fich quer vor den ersten. Ein rasches Parieren der Gäule, und ehe die Gendarmen noch herunter sind von ihren luftigen Sißen, verlassen ein halb Dußend verdächtiger Gestalten die Wagen; ein paar mächtige Sprünge zur Seite, und sie sind im Walddickicht verschwunden. Und noch gewinnt die Szene an Lebhaftigkeit, denn nicht nur eine 8 geunerin, furchtbar zu schauen", sondern etwa acht Vertreterinnen des braunen Stammes flettern, umringt von zwei Dußend schmußstarrender Kinder, aus den Gefährten mit den dampfenden, erschöpften Gäulen, umringen die Gendarmen und überschütten sie mit einem Schwall von Bitten, Flüchen, Drohungen, Versprechungen. Die Schuljugend von Niederrad, die inzwischen eingetroffen ist, gibt das Galeriepublifum ab und begleitet die ganze Szene mit Beifallsfundgebungen und Hurrageschrei. Nunmehr schreiten Polizei und Passanten energisch ein, die ganze Gesellschaft, welche die Wagen verlassen hat, bis auf ein junges Weib, das stoisch- ironisch das Abenteuer wortlos vom Gefährt herab betrachtet, wird eingeladen, die Wagen umgedreht und plöglich bemerkt man, daß eines der Pferde spurlos verschwunden ist. Zwei Wagen werden mit Hilfe eines sachkundigen Frankfurter Herren, dem man den gedienten Artilleristen von weitem ansieht, zusammengetoppelt, und zurück gehts nach Niederrad unter polizeilicher der Entsprungenen aufnimmt. Zwei werden erwischt- leider Bedeckung, während ein Teil der Gedarmerie die Verfolgung die falschen, einen dritten stellt ein Förster leider wieder nicht den Gesuchten. Und die drei anderen wurden nicht mehr gesehen. Sie dürften wohl die ersehnte hessische Grenze, der die ganze Gesellschaft so eilig zustrebte, erreicht haben, während die Weiber und Wagen ein Opfer des Automobils wurden. Und es gibt doch noch Romantik auf der Landstrake.
*** Das Reichsgericht und die KretschmanBriefe. Der Geschäftsführer der Mainzer Volkszeitung", Döller, hatte gegen das Urteil der Straffammer von Mainz, das ihn wegen Beleidigung, begangen durch die Veröffentlichung der Kretschman- Briefe, Setr. die Hessen in Sens am 12/13. November 1870, zu 100 Mt. Geldstrafe, event. 20 Tagen Gefängnis und den Kosten verurteilt hatte, beim Reichsgericht Revision eingelegt. Diese ist nunmehr verworfen worden.
Aus den Entscheidungsgründen erscheinen uns folgende von Wichtigkeit:
1. Die Revision hatte in erster Linie die Berechtigung der antragstellenden 2 Offiziere und 17 Unteroffiziere und Jäger der damaligen 2. Rompagnie des 1. Heff.( Garde-) Jäger- Bataillons bestritten. Das Reichsgericht erkennt sie völlig an, da genau festzustellen sei, welche Offiziere und welcher Truppenteil die behaupteten Schändlichkeiten begangen haben sollte.
2. Das Reichsgericht stellt fest, daß die angebliche Plünderung von Sens durch die genannte Kompagnie mit allen von Kretschman angeführten Einzelheiten durchaus unwahr und durch die Hauptverhandlung als aus der Luft gegriffen erwiesen sei.
3. Die Behauptung der Revision, es liege von Seiten Kretschmans eine Verwechselung vor, die in den Briefen erwähnten Schandtaten seien von anderen Truppenteilen begangen worden, wird ebenfalls vem Reichsgericht zurückgewiesen, weil nicht erwiesen ist, daß Sens von anderen Truppen geplündert, und daß von nichthessischen Offizieren das, was im Briefe des Generals von Kretschman behauptet ist, begangen worden ist."
Damit dürfte wohl die Glaubwürdigkeit dieser Kriegsbriefe, trop Frau Lilly Brauns Broschüre Wahrheit oder Legende", endgültig abgetan sein.
** Besizwechsel. Das einzige Verkehrshemnis am Seltersweg zu Gießen, das früher Lampus'sche jetzt Winn'sche Haus, wird nun bald vom Erdboden verschwinden, nachdem heute nach langem Bemühen ein Streifen von 4,80 m Front, nach hinten mehr oder weniger eckig verlaufend zum Preise von 16 000 Mark ortsgerichtlich verkauft worden ist. Der Preis pro Quadratmeter kostet mehr wie 150 Mark.
* Moderne Landstraßeu- Romantik. Einer recht interssanten Landstraßenszene beizuwohnen hatten einige Frankfurter Herren Gelegenheit, die am vorigen Sonntag die Schneise vom Forsthaus nach Mitteldick passierten. Als die Gesellschaft am Viadukt vorüber war, machte sie eine sonderbare Wahrnehmung. Hinter ihr, noch ein Stück jenseits der Eisenbahnüberführung, rasten in voller Karriere vier eigenartige Fuhrwerte her, deren Bespannung durch einen Hagel von Beitschenhieben und schrilles Pfeifen und Schreien zur äußersten Kraftentfaltung angefeuert wurde. Neben dem dahinfliegenden Wagenzug ein Gendarm auf dem Zweirad, der soeben den letzten Wagen überholt, blißschnell abspringt. dem Pferde in den Bügel fällt. Ec wird umgeriffen, fliegt neben dem Wagen zur Ecde, und hussassa und horrido geht die wilde Jagd weiter dem Viadukt zu. Drei Herren zu Pferde versuchen, die an
-
-
§ Der hessische Wein. Wie jetzt befannt wird, hat auf der am 21. und 22. Februar von K. R. landwirtschaft. lichem Bezirks Verein Mistelbach Nieder- Desterreich veranstalteten Wein- Ausstellung die Großh. Weinbaudomänenverwaltung Mainz außerordentlich gut abgeschnitten, indem unter den ausländischen Weinen insbesondere ihre Gewächse ungeteilten Beifall fanden. Eine ehrende Anerkennung für den hessischen Weinbau!
*** Verein für Feuerbestattung, E. V. in Mainz. Im 1. Quartal 1905 wurden im Krematorium zu Mainz 53 Leichen eingeäschert, gegen 43 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Religion nach waren 34 evangelisch, 14 fatholisch, 2 altfatholisch, 3 israelitisch. Ver treter für Gießen und Umgegend ist Justus He d, Schreinermeister, Afterweg 46.
dem Bilbel Lina Benne ihrem Liebh 75 t. do und der Bo rauf diese handlung
ftellung de
Heinrich S
Feieraben
Feftellung
We fe ein Beleidigur
Schluffe Städt weg fängnis be fchaft ent
Landwirt
Gericht 30
Ein
fühlbarer
Wörterbu
( Abbrevia
Steinig in
biele Aufl und franfo
Fran notierten Mt. 18.00
A
empfiehlt in
Gießen
** Klein- Linden, 10. April. Erloschene Forderung. Prämii
Das Amtsgericht Gießen gibt bekannt, daß im Hypotheten. buch der Gemartung Kl.- Linden Bd. I Seite 1 die zu Gunsten von Ludwig Weigel 1. als Vormund der Anton We gel Kinder zu Klein- Linden eingetragene Hypothef erloschen ist. Eine Urkunde ist niat vorhanden und es ergeht an alle diejenigen, welche Ansprüche aus dieser Einschreibung erheben zu fönnen glauben, die Aufforderung, bis zum 3. Juui d. J. ihre Ansprüche geltend zu machen.
G. Klein- Linden. Haftentlassung. Nachdem die von Großh. Staatsanwaltschaft eingeleitete Boruntersuchung über die scheinbaren Verdachtsgründe der Brandstiftung bei den am 28. Januar d. J. ausgebrochenen Brande in der Kirchstraße dahier zu feinem sicheren Ergebnis geführt haben, wurde der seither inhaftierte Wagner J. W ber in dieser Woche wieder in Freiheit gesetzt. Das hier verbreitete Gerücht, seine Verwandten hätten anfangs ein: 10 000. betragende Kaution angeboten, ist völlig aus der Lust gegriffen.
?? Giesel, 11. April. Im sogen. Gieseler Graben traf man in einer Tiefe von 500 m auf ein starfes Salzlager.
*-* Marburg, 12. April. Wertzuwachssteuer. Adolf Damaschte, der bekannte Bodenreformer, spricht morgen, Donnerstag, im Freidhof'schen Saale dahier über die Wertzuwachssteuer.
K Frankfurt, 11. April. Wahnsinn. Im Wartezimmer des Bedürfnishäuschens an der Galluswarte wurde heute morgen ein völlig entkleideter Mann gefunden. Es stellte sich heraus, daß man es mit einem Frrsinnigen zu tun hatte, dessen Name Dornbusch ist.
K Frankfurt a. M., 11. April. Wider das vierte Gebot. Weil sie ihm fein Geld geben wollten, machte gestern Abend der in den 20er Jahren stehende Taglöhner Leopold Schwed im Hause Kaulbachstraße 26 einen Mordversuch auf seine Stifeltern. Während ein Schuß auf die Mutter fehlging, wurde der Vater durch 2 Schüsse und mehrere Messerstiche schwer verletzt. Der Täter wurde verhaftet.
Sie Renenweg
Drab
Ueber Eis
Gi Land
Alle
Unterzeic
gard
End sichert fir
Weißw
Rotwei
Sahlreiche Aner
Mate, preiswi
b
bon ca. 2
Ludw


