Gerüchten über das Wladiwostokgeschwader, das durch die Wiedereröffnung der Feindseligkeiten durch seine Torpedoboote von neuem Schrecken unter der seefahren den Bevölkerung des Inselreiches verbreitet hat. Man hai ausspioniert, daß die Kreuzer Rossija“ und„ Gromoboi" wieder ausgebessert sind, während„ Bogatyr" sich noch in unbrauchbarem Zustande befindet. Außerdem sind in Wladiwostok neun Torpedoboote und Material zum Bau von drei Torpedobootszerstörern, doch ist nicht bekannt, ob letztere schon gebaut sind. Der Bau von 5 Unterseebooten ist be
endet.
Die Bedeutung des Hafens von Wladiwostok wird in diesem Moment noch erhöht durch Nachrichten, die von einem Bevorstehenden russischen Einfall in Ko. rea zu berichten wissen. 15 000 Mann russischer Truppen sollen auf dem linken Ufer des Tumenflusses versammelt sein. Sie sollen die Verteidigung Wladiwoſtoks unterstützen.
Die Politik.
Die Verhandlungen der deutschen Bahnverwaltungen über die Personen- und Gepäcktarifreform, die kürzlich in Berlin gepflogen wurden, haben in den wesentlichsten Punk ten zu einer Einigung geführt. Die Genehmigung durc die einzelnen Bundesregierungen muß allerdings noch erfol gen. Die von Preußen vorgeschlagenen und von den Ver. tretern der verschiedenen Bahnverwaltungen angenommenen Vorschläge treffen folgende Bestimmungen:
Aufhebung der Rückfahrkarten und tunlichste Beseiti gung aller Sonderbegünstigungen; Beseitigung des Schnellzugszuschlags und Einführung eines Zonenzu schlags nach dem Vorbild der Plaßkarten in den D- Zügen; einheitlicher Tarif: Für die 1. I. 7 Bf., für die 2. Kl. 4,5 Pf, für die 3. Kl. 3 Pf. und für die 4. Kl. 2 Pf. für den Kilometer. Die Einführung der vierten Wagenklasse in Bayern ist nicht zur Bedingung einer Einigung gemachi worden; Bayern wird in Zukunft für die dritte Klasse in den Personenzügen 2 Pf für den Kilometer und für die dritte Klasse in Schnellzügen 3 Pf. erheben.
recht sei, den Geschworenen billig sein müsse. Deshalb könn die Frage in diesem Gesetze nicht geregelt werden. Länger Zeit nahm dann noch die Beratung der von vornherein cys sichtslosen sozialdemokratischen Anträge in Anspruch, die ein Einschränkung des staatsanwaltlichen Anklagemonopols be zwecken. Hingegen fand der Antrag der äußersten Linfen die Preßvergehen der Kompetenz der Schvurgerich'e 31 unterstellen, eine knappe Mehrheit. Jahre weiteren Anträge. die auf Abänderung der Strafrechtsprozeß- Ordnung gerich tet waren, wurden als nicht im Zusammenhang mit der Vorlage stehend zurückgewiesen.
Die Konferenz ist sich ferner auch einig geworden über die Revision des Gepäcktarifs. Ein Sendungstarif nach Zonen und Gewicht soll eingeführt werden. Mehrere Gepäck. stücke können dabei zu einer Sendung vereinigt werden. Es muß abgewartet werden, wie der Zonenzuschlag und der Gepäcktarif aufzufassen ist, che ein abschließendes Urteil ab. gegeben werden kann. Wahrscheinlich wird aber der neue Tarif in diesem Jahre nicht mehr in Kraft treten.
*
A Bei dem Schillerkommers in Bosen bezeichnete Minister von Rheinbaben Einigkeit in allen nationalen Fragen zur Förderung des gemeinsamen Ganzen als unabweisbare Pflicht aller Deutschen in der Ostmark. Nheinbaben schlof mit dem Rufe: ,, Seid einig, einig, einig!"
Russland.
Heer und flotte.
Der älteste Soldat der ehemaligen hannoverschen Armee ist in Hildesheim im 94. Lebensjahre verstorben. Es ist der frühere Bädermeister Sonder, der im Jahre 1832 in das zu Hildesheim garnisonierende 1. Bataillon des 3. hannoverschen Infanterieregiments eingetreten war,
Preussischer Landtag.
Haus der Abgeordneten.
daß der Arzt sich in erneuter Zeiten Lauf fügt und eine ver ständlichere, genauere Rechnung aufstellt, die Zahl der Ve. suche angibt, die er gemacht und empfangen, die Zahl der Untersuchungen, die er angestellt hat. Seine Würde leidet nicht darunter, wenn er einem Branch entsagt, der wohl ganz schön war, der aber das Einverständnis auch des anderen Teiles zur Voraussetzung haite.
Maififchfang am Rhein.
( Nachd. verb.)
Köln, 10. Mai
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Der wunderschöne Monat Mai bringt den Bewohnern der gesegneten Rheinufer nicht allein wie ihren Landsleuten in den übrigen Gauen Deutschlands Nachtigallenschlag und ronnesame Lüftchen, frischen Spargel und köstliche Wald. meisterbowlen, sondern auch einen durchaus nicht zu unter schätzenden Leckerbissen, den der alte sagenumwobene Strom selbst in seinen Wellen herbeiträgt. Es ist das der Mai fisch, wie er im Volksmunde genannt wird. Eigentlich heißt der verdienstvolle Flossenträger AIsen und bringt die übrige Zeit des Jahres in den unermessenen Meeresweiten zu. Der Alsen gehört zu der großen Familie der Heringe. Gleichwie diesen seinen kleineren Vetter lockt ihn der Natur trieb zur Frühlingszeit aus den fernen Gebieten des Lzeans zur Vereinigung mit den Stammesgenossen. Aber während der Hering sich nur in Fjorde und Schären der Meeresbuchten drängt, unternimmt der Alsen Entdeckungs. züge in die Flüsse, hinein bis tief ins Binnenland, um dori zu laichen und der jungen Brut eine ruhige und gesicherte Kinderstube zu verschaffen. Bei diesem für die Erhaltung der Art so nüglichen Geschäft kommt dem Fisch natürlich der Mensch in die Quere und bemüht sich unter Aufwendung des ihm nun einmal von der Natur verliehenen Scharfsinnes, für seinen eigenen Nußen und Gaumenfibel möglichst viel mus der Sache herauszuschlagen. Namentlich die Rheinlän der und die Anwohner der Nebenflüsse des Vaters Rhein bringen dem Erscheinen des Maifisches lebhafte Aufmerksam feit entgegen. Für viele Fischerdörfer ist der Fang sogar bon wichtiger wirtschaftlicher Bedeutung. Alle möglichen Arten von Reusen, Angeln und Neben werden angewandt, um dem fröhlichen Dasein des Alsen ein jähes Ende zu berciten und ihn als geschätzte Saisondelikatesse auf die Tafel zu bringen. Das ist ein Leben und Treiben in der jungfräulichen Frühlingsluft auf dem in der Sonne glizernden Fluß. Ganze Ortschaften sind aufgeboten, Mann und Weib, Kind und Greis, um den silberschillernden Segen einzuheimsen. Am Ufer wird die Beute auf Wagen geladen und nach den Städten gefahren, wo sie willige Stäufer findet. Der Kleinhandel entwickelt sich oft sogar an Ort und Stelle, neugierige Zuschauer erstehen für billiges Geld ein ihnen be sonders vertrauenswürdig erscheinendes Eremplar und tragen es triumphierend nach Hause. Mutter fängt an zu braten oder zu sieden und beim festlichen Mahle lobt männig. lich die gute Idee des verständigen Hausvaters.
RK Berlin, 10. Mai. ( 178. Sigung.) Recht matt und schläfrig setzte die heutige erste Sigung nach den Osterferien ein. Und diese Stimmung änderte sich bis zum Schluß kaum. Das lag zum Teil wohl an der recht minimalen Zahl der den schönen Reden Lauschenden, vornehmlich aber an dem Umstande, daß man über diese Sache Warenhaussteuer und Gewerbesteuerschon so sehr, sehr oft gesprochen hat, ohne einer Einigung näher zu kommen. Der Antrag der Handels- und Gewerbekommission, die Wa= renhaussteuer zu erhöhen und sie bereits bei einem Umsatz von 200 000 Marf eintreten zu lassen fand bei der Regierung, die nur durch Kommissare vertreten war, gar feine Gegenliebe. Vergebens legien sich mehrere Herren von der äußersten Rechten und dem Zentrum für den Antrag ins Zeug; vom Regierungstisch antwortete niemand mehr und die Nedner der Linken ereiferten sich in dem Bewußtsein, daß die Regierung hinter ihnen steht- auch nur bis zu einem gewissen Anstandsgrade. Die Nationalliberalen und Freikonservativen aber erklärten die Abstimmung über den Antrag bei dem Widerspruch der Regierung für zwecklos. So flossen vier und eine viertel Stunde still dahin. Zur Abstimmung kann es erst bei der zweiten Lesung kommen. Ueber den zweiten Punkt der Tagesordnung, einen freisinnigen Antrag auf Aenderung der Gewerbesteuer, sprachen nur der Abg. Funck als Antragsteller und ein Regierungskommissar in kaum verständlichem Ton. Dann wurde der Vorschlag der Kommission, statt jenes Antrags eine Resolution anzunehmen, die von den Gemeinden eine gerechtere Ausgestaltung der Gewerbesteuer fordert, fast einstimmig gebilligt. Die nächste Sigung findet morgen statt mit dem Programm: Sefundärbahnvorlage und KleinigFeiten
† Für die Maifeier erwartet man wieder Verstärkung der inneren Unruhen. In einer von 1000 Fabrikarbeitern besuchten Versammlung in Reval wurde beschlossen, aus Anlaß der Maifeier einen dreitägigen Ausstand zu veranstalten und an die Fabrikanten abermals Forderungen zu stellen, deren Nichterfüllung innerhalb 12 Stunden Brandstiftun gen in den Fabriken nach sich ziehen würden. Um die Versammlungsstätte waren Radfahrer aufgestellt, um die Ankunft der Polizei zu signalisieren. Diese fand sich jedoch nicht ein. An der Versammlung nahmen auch Deputationen aus Petersburg und mastierte Personen teil.- Der Priester Gapon soll sich in London befinden. Nach den blutigen Ereignissen im Januar flüchtete er und bildete in Lon. don eine Gesellschaft russischer Sozialisten und Revolutionäre, die als Zentralleitung sämtlicher revolutionären Aktionen dienen soll.
Oefterreich- Ungarn.
Nach einer Wählerversammlung in Florisdorf kam es zu großen Straßendemonstrationen in Wien. ChristlichSoziale und Sozialdemokraten stießen zusammen. Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Häuser angegriffen und Läden zerstört. Die Polizei wurde mit einem Steinhage! überschüttet. Zwei Polizisten erhielten schwere und 15 leichtere Verlegungen, sechs Pferde der Wachmannschaft trugen Messerstiche davon. Viele Personen wurden verhaftet, 20 Demonstranten verwundet.
Amerika.
Die aus Europa kommende Einwanderung in die Unionstaaten wächst in der letzten Zeit mächtig an. An einem Tage liefen zehn Schiffe mit 12 039 Einwanderern ein. Hauptsächlich kommen die Leute aus Rußland, aus den polnischen Gegenden und aus Italien. Deutsche sind gegenwärtig nur wenige darunter.
Deutscher Reichstag.
Soziales Leben.
[] Internationale Arbeiterschukkonferenz. Die in Bern eröffnete Konferenz wird sich mit der Verwendung weißen Phosphors bei der Zündhölzchenfabrikation und mit dem Verbot der gewerblichen Nachtarbeit der Frauen befassen.
[] Der Streif in Chikago. Die Bautätigkeit stockt, da auch die Kutscher der Krangesellschaft die Weisung erhalten haben, in den Ausstand zu treten. Die Krangesellschaft be. schäftigt auf Eisenwerk und Lager allein 25 000 Personen. Mehrfach kam es auf den Straßen zu Zusammenstößen, wobei scharf geschossen wurde.
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In früheren Jahren war der Maifisch viel häufiger wie heutzutage. Aber wie dem vornehmen Salm oder Lachs hat die Raubfischerei der Holländer mehr und mehr dem Al. sen den Weg versperrt und nimmt den größten Teil der Fische vorweg, ehe sie Gelegenheit hatten, für Fortpflanzung und Vermehrung der Gattung zu sorgen. Leider ist es so und infolge dieser Umstände gehören die Zeiten, wo man am Rhein den Maifisch sozusagen geschenkt bekam, zu den sagenhaften. Immerhin kauft sich auch heute noch der kleinste Mann und die ärmste Familie ihren Fisch oder ihr Fischlein, um sich den sonst so seltenen Genuß eines allerdings nun imitierten Flußfisches zu verschaffen. Denn eigentlich ist der Alsen ein Meeresbewohner und kehrt nach Beendigung de Laichgeschäftes in die sturmdurchtobte Nordsee zurück, wenn ihn vorher nicht das überall drohende Geschick ereilt.
Er trägt ein hübsches Kleid, der Vielbegehrte. Metallisch. grün auf dem Rücken, ist die Unterseite silberweiß. Die Riemendedel glänzen goldig und auf der Schulter_prang ein dunkler Fleck als auszeichnendes Achselstück. Zubereitet wird er auf mancherlei Art. Am meisten wohl iẞt man ihr warm, fein säuberlich in einer Hülle von Butter und Mehl gebraten. Auch geräuchert kommt er auf den Tisch, ferner ols Maifisch in Gelee. Feinschmecker rühmen den gebrate nen panierten Fisch, den man erkalten läßt und dann ir pikanter Brühe serviert. Und wenn ein gutes Glas Rauen taler oder Rüdesheimer dazu gegeben wird, soll das dem Genuß feinen Abbruch tun.
Es liegt im Zuge der Zeit: die Affordarbeit wird durch Ctückarbeit verdrängt, die Entlohnung soll der jeweiligen Leistung entsprechen. Das macht sich allmälig auch auf dem Gebiet der ärztlichen Hilfstätigkeit geltend, für die es in früheren Tagen nur ein„ Honorarium" gab, das in Gold entrichtet sein wollte. Dukaten und Friedrichsdor waren zu selten, nicht für jedermann zu erlangen, und so zahlte man dem Arzt wenigstens in Gold wert, ein Vielfaches von 3 Talern 10 Silbergroschen oder von 5 Talern 20 Silbergroschen. In England hat der Brauch sogar das Vorhandensein der Goldmünze selbst überdauert. Es gibt keinen Sovereign mehr, doch der Arzt erhält heute noch seine Bezahlung in Sovereigns, d. i. in 1 Pfund und 1 Schilling. Die Einrichtung des Pauschalhonorars für den Hausarzt, früher die Regel, ist in den Großstädten schon zur Ausnahme geworden, und auch in den kleineren Städten bürgert sich der Brauch ein, den Arzt nach dem Maß seiner Bemühung zu entlohnen. In den Großstädten findet sich die Rechnung des Arztes allvierteljährlich ein, in den kleineren Städten wartet der Arzt bis zum Jahresende, wohl auch noch etwas länger, ehe er sich in Erinnerung bringt. Und dann tut er es mit einem Lakonismus, der bloß deshalb nicht mehr auffällt, weil er herkömmlich ist. In den Großstädten zwar hat der Arzt schon angefangen, seine Forderung zu begründen. Er verlangt das und das Honorar für so und so viel Besuche. Das ist geschäftsmäßig und deutlich. Man weiß, wofür man die geforderte Summe schuldig ist. In kleineren Städten, wo die Menschen einander näher stehen, die Verhältnisse des einzelnen offen liegen und demzufolge Enttäuschungen seltener sind, geht es noch patriarchalischer zu. Der Arzt will dort auch in materiellen Dingen kein Geschäftsmann sein und vermeidet deshalb, eine Rechnung aufzustellen, wie es ein Kaufmann oder ein Rechtsanwalt oder ein Apotheker tut. Für ärztliche Bemühungen" das ist die sakramentale Formel, unter der er seine Forderung einreicht. Man ist damit bisher ausgekommen, beide Teile waren leidlich zufrieden. Auch die Patienten sahen in dem Arzi gern den Freund, zu dem sie in berzlichen und VertrauensLeziehungen, nicht in geschäftlichem Verkehr stehen wollten. Doch wie der„ Hausarzt" seltener geworden, der auch ungerusen fam, um sich nach dem Befinden von groß und klein zu erkundigen, so ist der ganze Verkehr mit dem Arzt nüch terner, geschäftsmäßiger geworden. Nicht daß man den Arzt weniger schätzte als vordem feineswegs!-, nur die persönliche Stellung zu ihm ist eine andere geworden. Die Ausbreitung des Kassenwesens hat wesentlich dazu beigetragen. Vielleicht noch mehr das Wachstum der ärztlichen Konkurrenz selbst. Jedenfalls gibt es in fleinen wie in großen Städten schon nicht wenige Personen, die es befremdet, eine so lakonische Rechnung zu erhalten; und die Befremdung führt zur Unzufriedenheit. Da ist es schon besser.
( 182. Sigung.) CB Berlin, 10. Mai. Der Zorn des Präsidenten über die Opposition der Mehrheit gegen seine geschäftlichen Dispositionen hat sic während der Ferien gelegt; er eröffnete die heutige Sigung mit einem freundlichen Gruße an die wenigen Abgeordneten, die sich eingefunden hatten. Nach Entgegennahme einer lan gen Reihe von geschäftlichen Mitteilungen erledigte das Haus ohne wesentliche Debatte mehrere Rechnungs. sachen und das auf der internationalen Konferenz in Paris abgeschlossene Sanitätsabkommen. Es folgt der wichtigste Gegenstand der Tagesordnung, die zweite Be ratung des von Mitgliedern aller Parteien eingebrachten Ge segentwurfs betreffend Aenderungen des richtsverfassungsgesezes. Die Vorlage selbst die durch Erweiterung der Kompetenz der Schöffengerichte einerseits dem Laienelement in der Rechtsprechung meht Spielraum gewähren, andererseits und wohl in erster Reihe die Straffenate des Reichsgerichts entlasten soll, fand in der Fassung der Kommission allgemeine Zustimmung, während einige Zusaganträge lebhaftere Erörterungen hervorriefen und auf Widerspruch stießen. So verfiel gleich die von der wirtschaftlichen Vereinigung aufgestellte Jorderung, in Zu funft den Schöffen außer den Reisekosten auch Tagegelder zu gewähren, obwohl sie grundsätzlich gebilligt wurde, der Ablehnung. Der Abg. Lattmann hatte sie mit fert Hinireis begründet, daß die durch die Vorlage bedingte Ver mehrung der Schöffen deren Auswahl erschweren würde. Staatssekretär Nieberding aber meinte,- und dari. stimmten ihm andere Redner bei- daz, was den Schöffen
Nab und ferm.
Der Verbandsteg deutscher Studentenvereine ist in Wein zusammengerreten. Es sind etwa hundert Des gierte erschienen, welche fast alle Universitäten und te nischen Hochschulen Deutschlands vertreten. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen, welche nicht öffentlich sind, bildet der Zwist zwischen der Charlottenburger Studentenschaft und der Hochschulenverwaltung betreffs der akademischen Freiheit, die die Mehrheit der Charlottenburger Hod schüler durch die Genehmigung konfessioneller Verbindungen für bedroht erklärt hat.
Bahl von öffer und das Thea gebung der St gen an.
Auch aus beben zu leide Strophen. Am lich die Erde z Stadt gelegen Personen sind der Stadt Be mehrere Türn Nachmittags ringen find find von Fur der Stadt. rabbas geleg haben.
Das Kind der Mörderin. Auf dem Wiener Landesgericht erschien eine Frau Julie Fabianicz aus Preßburg und bat, Franziska Klein, die zum Tode verurteilte Mörderin des Armenrats Sikora, sehen zu dürfen. Die Fabianicz hatte vor Jahren von einer gewissen Wanek ein Kind in Pflege genommen. Die Wanet ist verschollen und die Fabianicz will nun auf Grund der Zeitungsberichte und Bilder über den Prozeß Klein in der Klein die Mutter des Kindes erkannt haben. In den Berichten spielte ein Kind der Klein eine Rolle, das von einem hochgestellten Offizier abſtammen und an einem geheimgehaltenen Orte in Vension sein sollte. Das Landesgericht lehnte die Bitte der Fabianicz ab, da ihm ein Recht zur Einleitung einer Amtshandlung fehlt und eing Konfrontation zwecklos erscheint, da Franziska Klein ja doch leugnen würde. Sie will den Aufenthalt des Kindes nicht verraten.
Der in Kairo verhaftete italienische Anarchist ist be reits wieder freigelassen worden und hat sich nach Griechen. land eingeschifft. Saffci, se heißt er, verdankte seine n haftierung dem Umstande. daß er verdächtig ist, Mitschul. diger Brescis bei der Ermordung König Humberts zu sein Man hatte aber vergessen, daß Jaffei seinerzeit bereits we gen Mangels an Beweisen von italienischen Richtern freige sprochen worden ist. Aus diesen Gründen erfolgt jetzt seine Entlassung aus der Haft.
× Von einem Frren erschlagen wurde ein Patient des Salzburger St. Johannes- Spitals. Der Frre, der bishe ehenfalle im Shital untergebracht nemesen war. und nun i
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