Noch immer aber war man nicht am Ende der Hinder. nisse. Es stellte sich nämlich heraus, daß die 4 Brücken, die auf dieser Strecke den Fluß überspannten, zu niedrig waren. um das Boot mit seiner Fracht hindurch zu lassen. Der einzige Ausweg war, den Brahm so weit voll Wasser zu lassen, daß die Durchfahrt möglich wurde, ohne die ganze Geschichte zum Sinfen zu bringen. Dann mußte der Transport noch eine Schleuse passieren und schließlich noch einen freigeɣrisigen Bahnkörper. Trotzdem soll das Haus alle diese Reiseabenteuer in gutem Zustand überlebt haben.
Vermischtes.
=[ Der Krieg der Vögel.] Selbst die Vogelwel, wird in dem blutigen Ringen in Ostasien von den friegführenden Parteien mobil gemacht. Die Russen haben die Taubenpost sehr ausgebildet, und die einzelnen Korps bedienen sich der flinken Luftboten zur gegenseitigen Verständigung. Da erinnerte man sich in Japan der Falkenbeize, die dort als höfische Jagd noch gepflegt wird. Der Mikado selber_entsendet seine edlen Jagdfalken in die Mandschurei, daß sie dort den Russen den Verkehr mittelst Laubenpost verkürzen. Vorher mußten die Jagdvögel eine Probe ihrer Geschicklichkeit in Tokio ablegen. Sie wurde glänzend bestanden, und den russischen Brieftauben droht alsbald großes Unheil. =[ Den teuersten Ball,] der seit drei Jahren in New York gegeben wurde, veranstaltete der Multimillionär James Hazen Hyde am Dienstag bei Sherry. Er bewirtete 500 Gäste die in Kostümten aus der Zeit Ludwigs XV. und Ludwigs XVI. erschienen. Der Ballsaal stellte eine Szenerie in Versailles dar. Ein Tanz, den das Ballet der Metropolitan Opera ausführte, eröffnete den Ball. Mme. Réjane und ihre Truppe traten in einem Lustspiel auf, das für diese Gelegenheit besonders geschrieben wurde. Herren mit Bärten durften im Jagdkostüm erscheinen, denn in anderen Kostümen hätten sie dem Brauche der Zeit folgend mit glattrasierten Gesichtern kommen müssen. Der Ball fostete 120 000 Mark.
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[ Der Kronprinz in der Schwemme".] Auf der Durch. reise nach Italien hat der Kronprinz in München einige Stunden Station gemacht und im Café Luitpold das von Halle aus telegraphisch bestellte Abendessen eingenommen. München ist dem Kronprinzen nicht fremd. Auf der Reise zum Herzog Dr. Karl Theodor, dem berühmten Augenarzt, ist er mit seinem Bruder, dem Prinzen Eitel Friedrich. mehrfach dort gewesen. Beide Prinzen waren auch im Hofbräuhaus und holten sich selber ihr Bier in der Schwemme. Dieser Beweis echt bajuvarischer Bonhommie hatte seinerzeit den Prinzen die Herzen der Münchener erobert.
Gine geheimnisvolle Mordtat wird von der galizischen Grenze gemeldet. In der Wohnung des Reichsbank
Vergebung von Fuhrleistungen.
Die Anfuhr von Kies aus der städtischen Kiesgrube im Stadtwald während der Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 soll
Samstag, den 18. d. Mts., vorm. 11 Uhr
öffentlich vergeben werden.
Kommissars Chilewski in Czertkom erschien der Hauptmann Knöbel und erschoß nach kurzem Wechsel die junge, bildschöne Frau Chilewski. Dann jagte er sich selber eine Kugel durch den Kopf, so daß bei ihm nach einigen Stunden der Tod eintrat.
Schmuggler am Rhein. Am Oberrhein wird ein schwunghafter Schmuggel mit Sacharin aus der Schweiz nach Deutschland betrieben. Die Sache ist nicht ungefährlich, und die Schmuggler laufen dabei Lebensgefahr. So wurde im Kanton St. Gallen eine Leiche aus dem Rhein gefischt, die einen Rucksack mit Sachalin bei sich führte. Man vekognoszierte die Leiche als einen vermögenden Wirt aus Vorarlberg. Er war auf seiner Schmugglerfahrt in den Fluß gestürzt und ertrunken.
+ Ein wissenschaftliches Institut als Zielscheibe. Halbwüchsige Burschen gaben auf die meteorologische Station auf dem Drachenkopf bei Eberswalde drei Schüsse ab. Eine Anzahl Instrumente wurden zertrümmert.
)!( Weltmeister im Schlittschuhlauf. Bei den nordischen Spielen, die in Stockholm zum Austrag famen, wurde Salihow zum fünftenmale Weltmeister im Kunstschlittschuhlauf. Erster im internationalen Amateur- Preis wurde MeyerStockholm.
Der Landwirt.
le Hen als Hühnerfutter empfiehlt ein erfahrener Züchter. Er schreibt: Jeder Hühnerzüchter, der Hühner im Gatter hält, muß im Winter darauf bedacht sein, die Tiere zu beschäftigen. Dies erreiche ich seit vielen Jahren 1. durch EinStreuen von Körner Hirse und Weizen in einem trockenen, in einem Schuppen untergebrachten Haufen von Sand und Kalk, 2. durch Aufhängen von Runkelrüben täglich zwei etwa 40 Zentimeter über der Erde an einer Leiter und 3. durch Vorsetzen von Heu in einem 60 Zentimeter langen, 10 Zentimeter tiefen und 15 Zentimeter breiten Kasten, über den der Länge nach in der Mitte eine drei Zentimeter breite Latte befestigt ist. Dieses Heu ist aus dent mit der Grasmaschine geschnittenen kurzen Gras gewonnen. Jeden Tag stelle ich davon den Hühnern einen Kasten morgens in den Schuppen, und ich habe die Beobachtung gemacht, daß sie das Heu gern zwischen ihren gewöhnlichen Mahlzeiten, die morgens und mittags aus Weichfutter und abends aus Körnern bestehen, nehmen. Lange und dicke Halme fressen die Tiere nicht; sie suchen nur die weichen und kurzen Teile sich heraus. Noch nie habe ich bemerkt, daß ein Tier den Kropf zu voll und dadurch die Freßlust verloren hatte. Solange ich im Garten ausreichend Grünfutter habe, gebe ich den Hühnern natürlich kein Heu, und seit vielen Jahren erfreuen sie sich eines ausgezeichneten Gesundheitszustandes. Der Eierertrag war stets befriedigend.
Bekanntmachung.
Betc.: Die öffentliche Impfung.
Am Mittwoch, den 15. Februar 1905, nachmittags 2 bis 4 Uhr, wird im Jmpflokal( Schulgebäude, Neustadt 61)
ein öffentlicher Impftermin Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6, zur Einsicht auf. abgehalten, in welchem diejenigen Angehörtgen von JmpfAngebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find pflichtigen, welche Aufforderung erhalten haben, ihre spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns ein- Kinder fostenlos der Impfung unterziehen lassen können. zureichen.
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Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 9. Februar 1905.
Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
Vergebung von Fuhrleistungen. Das Fahren der Gießtäffer, der Kehrmaschine und des verdedten Kehrichtwagens während der Zeit bom 1. April 1905 bis 31. März 1906 soll
Samstag, den 18. d. Mts., vorm. 10% Uhr öffentlich bergeben werden.
Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 9. Februar 1905.
Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
Vergebung von Fuhrlöhnen.
Das Anfahren von Holz, Wellen u. s. w., sowie die Leistungen der Tagesfuhren für das Rechnungsjahr 1905/6 sollen
Samstag, d. 18. d. Mts., vorm. 10 Uhr Die Bedingungen liegen öffentlich vergeben werden. während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf und find Angebote auf Vordruck, der der daselbst erhältlich, spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1905.
Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
Vergebung von Fuhrleistungen.
Die Abfuhr von Straßenkehrricht nach verschiedenen städtischen Wiesen im Rechnungsjahr 1905/6 soll
Samstag, den 18. Februar, vorm. 112 Uhr öffentlich vergeben werden.
Die Abfuhr umfaßt etwa 1750 kbm., die in 3 Lose geteilt sind.
Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 9. Februar 1905.
Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem Landes- Impfinstitut vorgenommen. Die Kinder müssen rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden.
An dem darauf folgenden Termin, Mittwoch, den 22. Februar, um dieselbe Zeit, sind die am 15. Febr.
Geimpften zu der gefeßlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kinder, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem Impfarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden.
Die am Großherzoglichen Kreisgesundheitsamte abgegebenen Impfscheine müssen doct wieder abgeholt werden. Gießen, den 9. Februar 1905.
Großh. Bürgermeisteret Gießen. J. V.: Curschmann.
Frische, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz-, Kech, Hopew u. Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorseher, Verdampffchalen, Feuergeräteständer, Bohlenf» ller und-ßten, Kohlen öffel, Stocheisen, Alch- und Mülleimer.
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Edgar Borrmann, Giessen
Telephon 298.
Eisenhandlung.
Neustadt 11.
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
Geborene.
Am 28. Jan. Dem Dachdecker Heinrich Prang ein Sohn. Hans. 30. Lehrer Heinrich Schwöbel eine Tochter. Am 2. Febc. Hauptmann und Kompagniechef Georg Großmann ein Sohn. Weißbinder und Deforotionsmaler Karl Hollmann eine Tochter, Katharine Eleonore. Reichsbantfassediener Wilhelm Maisch eine Tochter, Lotte Paula. 3. Maschinisten August Deiß eine Tochter, Katharine. Weißbindermeister August Wilhelm Seipp ein Sohn. Sergeanten Adam Becker eine Tochter. Taglöhner Peter Schomber ein Sohn, Heinrich. 5. Taglöhner Friedrich Karl Kornmann eine Tochter. 8. Kunst- und Handelsgärtner Gustav Wittmann ein Sohn, Gustav.
Aufgebote.
Am 2. Febr. Karl Ferdinand Robel, Restaurateur dahier mit Anna Maria Theresia Schäfer in Heldenbergen. 7. Adam Döbus, Schuhmacher dahier mit Luise Katharine Münter hierselbst. 8. Gustav Müller, Megger dahier mit Elisabethe Schönhals hierselbst. Rarl Göbel, Gärtner dahier mit Elisabethe Stühler hierselbst.
Eheschließungen.
Am 4. Febr. Karl Konrad Rau, Maler und Lackierer dahier mit Berta Jda Otto hierselbst. 4. Franz Joseph Braun, Monteur dahier mit Emilie Buber hierselbst.
Gestorbene.
Am 6. Febr. Ernst August Albert Christophersen, 1 Jahr alt, Sohn des Kaufmanns August Peter Chriftophersen dahier. Johann Rosenbecker, 6 Mte. alt, Sohn des Taglöhners Johann Peter Rosenbecker dahier. 7. Augufte Elise Walter, 7 Wte. alt, Tochter des Schreiners Wilhelm Walter dahier. 9. Arthur Scharmann, 24 Jahre alt, Kaufmann dahier. Margarete Erle, 71 Jahre alt, Rentnerin dahier.
Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe zu Gießen.
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zu werden.
Die gute Mutter
waschen, und Mimmi
AUS FERNEN ZONEN
Nr. 36.
Samstag, ben 11. Februar
sche
Famili
1905.


