Ausgabe 
11.2.1905 Erstes Blatt
 
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Seuchen- Konvention gegen die allgemeinen Vorwürfe, die am Laufe der Debatte erhoben sind. Im einzelnen überließ er die Antwort dem Unterstaatssekretär Wermuth.

Preufsifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 137. Sizung.) RK Berlin, 10. Februar. Heute war es womöglich noch leerer im Saal, war die Debatte über den Handels- und Gewerbe- Etat noch stiller, sachlicher und weniger interessant als gestern. Lotsen, Gewerbebeamte, Aichbeamte, Schiedsrichter zogen borüber, ohne einen wesentlichen Eindruck zu machen. Nur bei der Besprechung der staatlichen Bernsteinwerke kam es zu einer etwas lebhafteren Debatte, da ein geschäftlicher Streit zwischen deren Betriebsleiter und einem Fabrikanten zur Sprache gebracht wurde. Minister Möller und einer seiner Räte legten aber dar, daß man dem streitbaren Herrn gegenüber bereits eine übernatürliche Geduld gezeigt habe. Längere Zeit zog sich die im einzelnen kaum bemerkens­werte Debatte über das gewerbliche Fortbildungsschulwesen hin, so daß der Präsident sich genötigt sah, zur Eile zu mahnen, da man sonst bis morgen mit dem Etat nicht fertig werden könne. So ging man denn über den Posten ,, Lan­desgewerbeamt" ziemlich schnell hinweg, nachdem der Mi­nister den weiteren Ausbau des Amtes versprochen hatte, und erledigte das Ordinarium. Morgen soll der Efat nebst dem der Bergverwaltung zu Ende gebracht werden.

Kunft und Wiffenfchaft.

LM. Der Gelehrtenaustausch zwischen Deutschland and Amerika, den Kaiser Wilhelm vor kurzem in einer Unter­redung mit dem amerikanischen Botschafter anregte, hat be­reits seinen Anfang genommen. Wie aus Newyork gemeldet wird, ist Dr. Francis Peabody, Professor für christliche Moral an der Harvard- Universität in Cambridge, für das nächste akademische Halbjahr ausgewählt worden, um an der Uni­bersität Berlin über das Ethische der sozialen Fragen zu lesen.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, den 10. Februar. Präsident Ha a 3 eröffnet, nach der Darmst. 8tg.", die Sigung 91/2 Uhr.

Die Wahl des Abg. Dr. Weber wird ohne Debatte für gültig erklärt. Alsdann wird die Spezialberatung des Staatsvoranschlages fortgeseßt. Rapitel 13, Landstände, wird bewilligt.

Von verschiedenen Seiten wird dabei eine anderweite Regelung der Eisenbahnfahrt Vergütung der Abgeordneten angeregt und schließlich ein entsprechender Antrag gestellt.

Die 7. Hauptabteilung, Staatsministerium, wird im wesentlichen ohne Debatte genehmigt.

Schauspielhauses besetzt: Herr Bauer und Geschwistern in der gleichen Weise beschäftigten Ge- Ortenberg erfannte Hauptrollen von Mitgliedern des Frankfurter halt in deren Betrieben beschäftigt sind( ebenso die von Brief erblickte, Br des Theaterueubaues aufgeführt wird, ist in seinen bare Vergütung gegen Gewährung von freiem Unter- ibigung, bie er in Frl. Klindhammer spielen das Ehepaar Major schwister). Die Quittungsfarten zur Selbstversicherung fung einlegte. von Schlettor, Herr Ziegler, der erst seit dem werden von den Polizeirebieren bezw. Bürgermeistereien bandlung foll näd

Bei der 8. Hauptabteilung, Ministerium des Innern, änßern die Abgg. Wolf, Noack, Damm und Korell ver­schiedene Wünsche, auf die Oberregierungsrat Dr. Usinger und Ministerialrat Weber erwidern. Kapitel 23, Ministerium, wird bewilligt.

Bei Kapital 24 entsteht eine längere Debatte über die von Abg. Korell beantragte Streichung der gegen das Borjahr mehr angesezten 9000 Mt. für Vertretungs- und Aushilfekosten usw. Die Abstimmung ergibt Genehmigung des ganzen angeforderten Betrags. Die übrigen Kapitel des Abschnittes Zentralverwaltung" werden debattelos be­willigt.

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Bei Kapitel 30, Provinzialdirektionen und reisämter, entsteht eine längere Debatte über das Institut der Kreis­geometer, an der sich die Abgg. Häusel, Korell, Hauck, See­linger, Wolf, Dr. Frenay Bähr, Ministerialrat Dr. Becker und Geheimrat Braun teilnehmen.

Herbst in Frankfurt ist, und Frl. Sangora, die vor zwei Jahren Hamburg mit Frankfurt vertauschte, geben die Stebzehnjährigen. Von einigermaßen größeren

unentgeltlich verabfolgt.

** Der geborgene Kanal. Bei der Abstimmung über die Kanalvorlage im preußischen Abgeordnetenhause

Nach dem

Rollen enthält das Stück nur noch die des Großvaters, stimmten 9 furhessische Abgeordnete dafür und 4 dagegen. Eselsmüller den Herr Linzen spielen wird. Die Siebzehnjährigen" Im Gefolge dieser nun glücklich unter Dach und Fach ge- der Kerl doch r

Ministerialrat Best kommt auf die Ausführungen des Abg. Ulrich in der Generaldebatte, betr. die Nichtbestätigung eines Nachtwächters und Entlassung eines Dbfibaumwartes, zurück.

erlebten ihre Erstaufführung im Oftober im Lessing- brachten Vorlage ist aber nach Mitteilungen des Abg. Eckels verzahlt. Mr theater in Berlin, Frankfurt folgte Anfang November Hann. Münden auch die für die Weserschiffahrt so hoch faa Spaße, in Anbetracht des guten Zweckes, dem sie ihre Kräfte Budde hat sich bereits auf das Entschiedenste für dieses ahle Johr. nach. Hoffentlich spielen hier die Frankfurter Gäste bedeutsame Edcrtalsperre absolut gesichert. Minister Storchenäft S

Schließlich wird das Kapitel bewilligt und die Anträge, betr. das Kreisvermessungswesen, werden für erlidigt erklärt. Ein Antrag Möllinger, die Frage der Organisationsänderung der Kreisvermessungsämter auf ein Jahr zu verschieben, findet Annahme.

Hierauf tritt Bertagung auf Dienstag Vormittag ein.

Lokales.

widmen wollen, vor einem ausverkauften Hause.

-0- Bürgerverein Gießen. In den bisher statt. gehabten Sigungen des Vorstandes sind zunächst die Aemter verteilt worden. Der Vorstand besteht nun­mehr aus: Lehrer Val. Müller 1. Vorsitzender, Fabrikant Emil Horst 2. Vorsitzender, Gastwirt M. Jaskowsky 1. Schriftführer, Kaufmann Carl Seibel 2. Schriftführer, Fabrikant Gust. S. Mueller Rechner, Schreinermeister L. Beil, Möbelfabrikant Franz Brück, Dachdeckermeister H. Carlé, Bankier J. Grünewald, Prokurist Carl Hosch, Bibliothekar Dr. Koch, Bäckermeister P. Pfeiffer, Metzgermeister E. L. Sack, Uhrmacher Otto Schmidt, Landwirt G. Simon, Professor Dr. Sommer, Fabrikant 2. Troß und Bauunternehmer Winn, Beisitzer. Des Weiteren wurde die erste Vereins- und allgemeine Bürgerversammlung auf den 23. Februar cc. festgesetzt mit der Tagesordnung: Wie stellt sich die Gießener Bürgerschaft zu dem Theater und Gaalbau- Projekt? Die Referenten sind bereits gewonnen und dürfe gerade diese Versammlung das Interesse der gesamten Bürgerschaft in hohem Maße wachrufen. Als sonstige wichtige Fragen stellen sich für die nächste Zeit die Kanal gebühren, die Bahnprojekte Beuern Wieseck- Gießen sowie durch das Klee bachthal dar. Es ist als ein erfreulicher Fortschritt in unserem kommunalen Leben zu bezeichnen, daß in dem Bürgerverein eine Stelle gefunden ist, an der jeder Bürger und Steuerzahler seine Ansichten über städtische Angelegenheiten fund geben kann. Es ist zu wünschen, daß dem Verein stets neue Mitglieder bei­treten, derselbe zählt heute annähernd 500, und be­tonen wir nochmals, daß jeder volljährige im Besitz der Ehrenrechte befindliche Einwohner Mitglied des Vereins gegen Zahlung von Mt. 1,00 pro Jahr werden fann und daß Anmeldungen an den Vorstand zu richten sind.( In der letzten Stadtverordneten- Sizung wurde die Bertilgung der zur Sommerszeit höchst läftigen Schnafen mit angeregt; vielleicht ergreift auch hierzu der Bürgerbere in die Offensive. D. Red.)

11. Februar 1905. ** Unser)(- Korrospondent schreibt uns über den Aufenthalt des Großherzoglichen Paares in Romrod: Das hohe Paar weilt jezt bereits eine Woche in Romrod und hat unserer Stadt einen regen Verkehr mitgebracht. Täglich treffen hier Fremde ein. Die Poft hat einen be­sonders regen Verkehr, da noch täglich Gratulationen und Telegramme an das hohe Paar ankommen. In den ersten Tagen hatte das Bostamt bis zu 500 Telegrammen täglich zu befördern. Für nächsten Sonntag plant das hohe Baar einen Ausflug in den Vogels- berg per Automobil. Die Abreise des Großherzoglichen Paares nach Lich erfolgt nächsten Dienstag 14. d. Mts. nachmittags gegen 1/22 Uhr mittels Sonderzugs. Eine Abschiedsfeier ist seitens der Ein­wohnerschaft geplant.

** Nach einem in 2tch umlaufenden unbestimmten Gerüchte, für das wir bis lang feine Bestätigung erfahren fonnten, soll ein Arbeiter gestern im Walde auf den Fürsten von Solms- Hohensolms- Lich ge= schoffen haben. Wir geben diese Notiz unter allem Vorbehalt wieder.

** Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren wurde Hudde gestern zu einer konfrontierung nach Köln und darauf wieder nach hier zurücktransportiert. Der Untersuchungsrichter Wehner verbleibt noch bis auf weiteres in Köln.

F Die Siebzehnjährigen, das neue Schau­spiel von Mar Dreyer, das am Montag zum Besten

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** Morgen Sonntag Abend veranstaltet der Wohl­tätigkeits- Verein Gießener Bitherflub im Café Leib einen Maskenball, für den recht hübsche Ueberraschungen vorgesehen sind. Allen Anhängern karnevalistischer Freuden dürfte sich hier eine erwünschte Gelegenheit bieten, sich ein paar Stunden lang nach Herzenslust auszutummeln.

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** Im Bezirkslehrerverein Gießen wird Mittwoch, den 1. März Lehrer Volt von Offenbach über Volksbildung und Lehrerstand sprechen. Lehrer benachbarter Bezirke fönnen den Vortrag mit anhören.

? Der Hassia- Bezirk Alsfeld wird dem Groß­herzoglichen Paar nächsten Sonntag abend einen adelzug mit Serenade darbringen. An der Ovation werden sich 12 Striegervereine mit 400 Mitgliedern beteiligen.

* Mit dem 1. Februar ist ein abgeänderter Gebühren­tarif der Drts- und Polizeidiener sowie der Ausscheller bei Bekanntmachungen und Versteigerungen in Staats-, Ge­meinde und Brivatangelegenheiten in Kraft getreten. Die Gebühren bemessen sich hinsichtlich ihrer Höhe nach der Seelenzahl der Gemeinden.

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Projekt erklärt.

r Laubach, 10. Febr. Der kleine Erbgraf ist noch immer nicht außer Gefahr.

) Ettingshausen, 9. Febr. Eine merkwürdige Er­scheinung der letzten Jahre ist es, daß die Preise für die Jag den fast um das doppelte steigen. So wurde gestern die hiesige Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet. Höchstbietender ist der seitherige Bächter Ernst Balser Gießen mit 1345 Mit. jährlich, gegen seither 880 mt. Trok dieser hohen Summe hat der Ortsvorstand die Pachtung nicht genehmigt und berlangt 1500 Mt. In dem benachbarten kleinen Münster wurde die Jagd für 345 Mt. an Kaufmann Bieler- Gießen verpachtet, der seitherige Pachtpreis war 160 Mt.

Auf dem Donnerstag in Ecfurt abgehaltenen General­verbandstag der deutschen Raiffeisen- Genossen schaften wurde beschlossen, den Generalverband mit dem Reichsverband ländlicher Genossenschaften zu vereinigen.

> Lotterie. Der im kommenden Sommer in stattfindenden Landes- Industrie- und Oldenburg Gewerbeausstellung ist settens des Großherzoglichen Ministeriums die Erlaubnis erteilt, 150 000 Lose einer zu Gunsten dieser Ausstellung zu veranstaltenden Ver­lofung von Gegenständen der Kunst, des Kunstgewerbes, sowie der Industrie und des Handwerks innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.

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Rich, 10. Febr. Unsere Bürgerschaft beabsichtigt, dem hohen Paar bet seiner Ankunft in der Heimat der Großherzogin einen glänzenden Empfang zu beretten. Weylar, 10. Febr. Das hiesige Schöffengericht verhandelte u. A. gegen den gewerbelosen August S. von Gießen. Derselbe soll am 28. August v. J. in der wirtschaft Sorger zu Dutenhofen Bechprellerei verübt, haben,

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indem er logierte, und trant und nachher stillschweigend fortging, ohne zu bezahlen. Angeklagter gibt an, er habe nicht den Willen gehabt, durchzugehen, sondern wieder­zukommen beabsichtigt; dies sei ihm aber nicht möglich ge. wesen, da er inzwischen verhaftet wurde. Das Gericht schenkt ihm Glauben und spricht ihn fostenlos frei.

§ Wezlar, 10. Febr. Nach neuesten Aufstellungen be tragen die Kosten der Domrenovierung rund 1 Mill.Mk. von denen 650 000 Mt. durch die Lotterie und der verbleibende Rest von Staat, Provinz, Kreis, Stadt und der evangelischen sowie katholischen Gemeinde auf­gebracht werden.

K Frankfurt a. M., 10. Febr.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,00-3,40 Mt., Stroh 2,00-2,20 mt. Alles per 50 Kilo. Tendenz flau.

Invalidenversicherung auf dem Lande. Nach amtlichen Feststellungen wird in ländlichen Kreisen von dem Rechte der Selbstversicherung nicht so viel Gebrauch gemacht, als nach den Vorteilen, welche die Invalidenversicherung bietet, erwartet werden müßte. Berechtigt zum Eintritt in die freiwillige Versicherung find unter der Voraussetzung eines Alters von 16 bis 40 Jahren: a) alle landwirtschaftlichen Betriebsunter­nehmer( Landwirte, Witwen, unverheiratete weibliche Personen), wenn in ihrem Betriebe nicht regelmäßig mehr als zwei versicherungspflichtige Lohnarbeiter be­schäftigt werden; versicherungsberechtigt sind auch die Ehefrauen solcher männlichen Betriebsunternehmer, wenn sie in der Landwirtschaft regelmäßig mit tätig sind. b) alle Söhne oder Töchter von Landwirten( nicht nur der unter a aufgeführten), die von ihren Eltern ohne

> Mainz, 9. Februar. Nachdem der Stadt Mainz nunmehr der Antritt des Knapp'schen Begates im Betrage von 500 000 mt. gestattet worden ist, geht die Bürger­meisterei mit dem Plane um, eine Lungen heilstätte zu errichten.

Appetit.) In einem hiesigen Café verleibte sich ein K Bingen, 8. Februar.( Benet denswerter Herr innerhalb 29 Minuten 22 Berliner Pfannkuchen mit 3 Tassen Kaffee und 2 Gläschen Kirschwasser ein, obwohl er vorher schon bei einer Megelsuppe 2 Brat­würste, 2 Leber- und 2 Blutwürste mit Kartoffelsalat zu sich genommen hatte.

K Kassel, 10. Febr. Die 7000. 2okomotive wurde von der Maschinenfabrik Henschel& Rohn fertig­gestellt, nachdem am 15. September 1902 ote 6000te zur Ablieferung gelangt war. Aus diesem Anlaß wurde von der Firma folgende Zuwendungen an die Beamten und Arbeiter beschlossen, nämlich 100 000 Mart erhält die Beamten- Pensions- und Witwen- und Weisenfasse, die Arbeiter erhalten Gratifikationen im Gesamtbetrage bon 50 000 Mark.

Hus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

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Gießen, den 10. Februar 1905. Der Hausbursche Theodor Schütz von Dlotto web ist geständig, daß er gelegentlich eines Umzugs dem Kantinenwirt Dittert zu Hartmannshain ein Portemonnaie mit Inhalt und einige Kleidungsstücke entwendet hat. Die Vorstrafen wurden straffchärfend berücksichtigt und der Ange­flagte zu 2 Jahren Zuchthaus nnd 5 Jahren Ehrverlust berurteilt. Maurergeselle Ernst Fint von Alsfeld wurde wegen eines an einem 9jährigen Kinde begangenen Sittlichkeitsverbrechens zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Der vielfach bestrafte Taglöhner Jakob Kraus von Assenheim wurde durch das Schöffengericht Friedberg, wegen einer in der Hofraite der Witwe Schuhmann verübter Sachbeschädigung und wegen Hausfriedensbruchs

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2 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde mit Rücksicht auf das brutale Verhalten des Angeklagten auf 3 Monate erhöht und seine Berufung zurückgewiesen. Der Buchdrucker Friedrich Kühlemann aus Wimpfen, welcher 3. 3t. in Marienschloß eine achtjährige Buchthaus­strafe verbüßt, hat auf einen Aufseher einen tätlichen Angriff

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unternommen, wobei er demselben eine Verlegung an Bußbach.

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einer Hand beibrachte. Bei seiner Verbringung in die Dunkelzelle leift te er Widerstand und beschimpfte die Be­amten. Er wurde zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis ver­urteilt. Durch das Schöffengericht Alsfeld wurde der Weinreisende Adolf Goldschmidt von Frankfurt a. M. wegen Betrugs zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt, wogegen er Berufung einlegte. Er hatte unter falschen Vorspiegelungen dem Landwirt Schmalbach zu Brauerschwend zum Ankauf veranlaßt. einer größeren Quantität Wein . Der Landwirt Wilhelm Berufung wurde zurückgewiesen. app von Mittel Seemen hatte gegen den Flaschen. bierhändler Peter Wilhelm Bach dortselbst wegen einer Be­

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