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die Kraft zurüdtam, udringlich neugierige mütigung belaufchte, irm des leidenschaft: ihr jetzt ins Gesicht
and hoch aufgerichtet sogar ein Zweifel Przes. Keine Trane -Lippen gab Zeug
ei von Gram und Bug hatte sich in er Haltung ihres iges, das ihr bis Die Angit eines durch Sturm und gejagt hatte; wie
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unter Bitten und
de willen er fie bont eges zurüdging, war und Empfinden. ( Fortsetzung folgt.),
turfreundin.
Berg. Nachdrud berboten.)
da mit meinen glüd
Bas wird Alexander ng, ob mein Zidklein mutter bestimmt ist.
mir diesesmal wirt Lage.
zum Grübeln. Der
vill abgetrocknet sein. dieser Arbeit unterLebensmut und gibt lebhaften Ausdrud, , ich wehre hierhin
en Trubel öffnet sich
der Schwelle.
ir seltsame Gäste?"
rlegenheit befallen,
heit und sage nur,
n sich auf unserem sen, du wirst mich
iefer beiden wegen te einen brächtigen 1, so führe ich dich e Fahrzeit von hier
ge. Wohin so lange de Antwort erspart, zogene Kanapee ge grund betrachten zu n Füßen und benagt önen Teppich.
ft in Giess
alter
alsbald
,, Mein Gott, ich hatte vergessen, die Tiere werden hungrig sein! Bickelchen muß ins Freie, es stößt ja Gläser und Lampe um!" Schon war das Unglück geschehen, flirrende Scherben fallen zu Boden. Ich hole mit zitternden Händen meine Bandkassette hervor und knüpfe dem schlimmen Zidlein ein lichtblaues, dem schwarzen Hündchen ein hochrotes Seidenband als Leitseil um den Hals. So geht es hinab vors Haus, zum nächsten Kleefelde. Die Tiere springen wohl seelenvergnügt umher, aber zum Fressen fann ich Zidelchen troy allen Zuredens nicht bewegen. Endlich kommt mein Mann mir nach, ich klage ihm meine Not.
„ Ja, Kind, du vergißt, daß das Tier noch zu jung dazu ist." Wo die Alte fehlt, muß der Mensch künstlich eingreifen. Das Aufziehen junger Tiere in solchem Falle ist keine Kleinigkeit."
Das war es in der Tat nicht, aber ich gab mir redlich Mühe und wollte die übernommene Pflicht getreu erfüllen. Welche Ratschläge mein Leitfaden für angehende Landmirtinnen" mir auch erteilte, Zickelchen wollte an meinen Fingern die vorgesezte Milch nicht nehmen. Desto raschere Abnahme fand diese seitens unseres Othellos, wie wir seiner Farbe wegen den Hund getauft, wobei ich jedoch zu meinem Staunen bemerkte, daß, trotzdem Zickelchen jede Nahrungsaufnahme verweigerte, letzteres mit ersterem in freigebigster Weise den Boden unseres Zimmers als dungbedürftig zu betrachten schien.
So kam der Abend heran; das hübsche Gemach schien in einen Stall verwandelt. Ich hatte mir vom nächsten Stoppelfelde mit der Papierschere meines Mannes heimlich einen Schoß voll Streu verschafft und die Tiere darauf gebettet. Aber Zickelchen gab keine Ruhe und schrie noch kläglicher als am Morgen; ich mußte schon fürchten, es nur vor dem Schlachtmesser gerettet zu haben, um es einem noch grausameren Hungertode überliefert zu sehen.
Es waren qualvolle Stunden. Ich saß am Boden, beide Tiere auf dem Schoße, und fämpfte mit dem Schlafe und mühsam genug verhaltenen Tränen. Welche Nacht stand mir bevor! Und dabei sah ich mich in dieser Not von meinem Gatten verlassen, der sich längst vor all' dem Unheile geflüchtet hatte.
Doch nein, da kommt er ja, hinter ihm eine vierschrötige Bäuerin, die mich kritischen Blickes mustert. Ich springe erschrocken auf.
Liebes Kind, da bringe ich Hilfe, eine Kostfrau für deinen Schüßling! Es wird das Beste sein, du übergibst ihr das Zickelchen sofort zur Aufzucht."
Mir fällt ein Stein vom Herzen, dankbar blicke ich zu dem so schmählich Verkannten empor.
Wir fönnen später die Ziege ja immerhin auf unser Gut überführen!"
Gewiß, gewiß!"
Indessen hat die Bäuerin weit mehr Auge für mein lichtgraues Reisekleid als für das schneeweiße Zicklein.
,, Wie das Vieh aber der Frau ihr Kloadel herg'richt't hat, es is nit zum Anschau'n. Dös kann die Gnäd'ge eh nimmer tragen. Die Flecken, ah, ah!"
Die Alte läßt das Kleid gar nicht mehr aus den Händen. Ich wechsele einen Blick mit meinem Mann, er nicht, wir haben uns verstanden. Rasch trete ich zur Seite, streife das Kleid ab, ein anderes über und lege Zickelchen samt Reisefleid in die Arme der Bäuerin.
,, Da nehmt beides, aber schaut mir auf das liebe Tier, es soll euer Schaden nicht sein!"
Sie füßt mir die Hände.„ Ich werd's halten wie meinen Augapfel. Gott vergelt's tausendmal!"
Bäuerin und Zickelchen sind fort, ich falle meinem Gatten um den Hals, Othello winselt dazu und will auch mit Liebkosungen bedacht sein. Am anderen Morgen fahren wir nach dem bewußten Gute. Othello liegt mir schlafend im Schoße, der Wirt steht entblößten Hauptes in sehr devoter Haltung neben dem Wagen. Er füßt mir sogar die Hand. Alles aus Dankbarkeit. Kein Wunder, denn wir haben laut Rechnung für das Zicklein 5 Gulden und für den durch beide Tiere angerichteten Schaden weitere 25 Gulden bezahlt, das Doppelte von dem, was wir selber verbraucht.
„ Nun, Lehrgeld kommt immer teuer zu stehen," sage ich nur etwas kleinlaut zu Alexander. Ohne die Liebe zur Zierwelt wäre doch keine gute Landwirtin denkbar."
Feuerung ungezuri.
Das Peterhofer Dragoner- Regiment, eine Elite- Truppe der Garde, hat sich ohne Kampf den Aufrührern ergeben. Das Garde- Infanterie- Regiment wurde in einem furchtbaren Kampfe fast gänzlich aufgerieben.
Ob diese Meldung als eine Bestätigung der dunkein,
Besucht wilden Gerüchte aufzufassen ist, die von blutigen Kämpfen ndwirtschaft un ficht in Peterhof und auch in den Straßen von Petersburg zu en Arbeiten durchaus melden wissen, bleibt abzuwarten. Eine neue Unterbrechung Lohnansprüchen und des Verkehrs, die von dem Beschlusse der Beamten der
Blattes erbeten.
Joh, Seibel
Glessen Ludwigsplatz
Weinstube.
Ausschank v nur guten
reinen Tischweinen
Zimmer- Ha
aufe mein gut rent leiner Anzahlung. Her fchöner Garten. Nur fe
er wollen fich melden.
u. Nr. 8004 a. b.@
Lattes erbeten.
Warschau- Wiener- und der Weichselbahn, den Streik fortzusetzen, herrührt, droht für den Nachrichtendienst weitere Stockungen. Witte's Ministerium.
Es bleibt auch abzuwarten, ob durch die neuen Ereignisse Graf Witte's Werk eine Unterbrechung erleidet, da der Bar, falls er der Gefahr entrinnt, stark dadurch beeinflußt fein wird. Die Bildung des Ministeriums ist Witte in folgender Form gelungen:
Zu Ministern sind ernannt worden für die Finanzen Schipow, bisher Abteilungschef des Schazzamtes, für Ackerbau Kutler, bisher Gehilfe des Finanzministers, für Handel Timirjasew, bisher ebenfalls Gehilfe des Finanzministers, und für Verkehrswege Nemeschäff, zur Zeit Direktor der Südwestbahnen. Zum Reichskontrolleur wurde Filissofow, der Gehilfe des bisherigen Reichskontrolleurs, ernannt. Vielfach veröffentlichen die Gouverneure Erklärungen, in denen fie allen Polizeibeamten, die sich an Unruhen und Hebergriffen oder Verbrechen beteiligt haben oder beteiligen, firenge Strafen androhen. Auch werden schon Verhaftungen ungetreuer Beamter gemeldet.
Auch gegen die Radikalen wird vorgegangen. So ist die erste Nummer des sozialdemokratischen Organs„ Nowoja Schien" tonfisziert worden. Gegen der Redakteur wurde wegen Veröffentlichung des Programms seiner Partei Straf
Wirtschaf ter Lage, fann Meggerei mantrag gestellt.
Sen werben, fofort zu ber Kleine Anzahlung. Nu Refl. wollen fich melben 8003 an b. Erp. 6. Bl
Wir kommen aufs Gut. Ein prächtiges Herrenhaus, alter Park, weitgedehnte, massiv gebaute Stallungen mit den schönsten Pferden, herrlichem Rindvieh, wie mein Mann mir erzählt. Ich bin ganz entzückt. Auch der Besizer, ein junger Baron, macht einen sehr liebenswürdigen Führer. Nur in den Kuhstall scheint er mich nicht lassen zu wollen, und doch zieht es mich gerade dorthin. Erst spät am Nachmittage treten wir daselbst ein. Mir scheint der Raum fast unübersehbar.
Sechzig Stück Kühe," sagt der Baron, nicht ohne Selbstgefälligkeit.
Ich möchte laut aufjubeln: in der Abteilung für das Jungbieh stehen sieben reizende Kälbchen, drei davon noch auf zitternden Beinen.
Die sind erst heute gefallen," erklärt der Baron. Nun wird mir alles klar, ich streichle Othello auf meinen Armen und frage dabei nach den Müttern und warum die Kälber nicht bei diesen bleiben?
,, Sie müssen sich früh voneinander entwöhnen ler nen, sonst hörte der Jammer gar nicht auf."
Ich erschrecke nicht wenig. Wieso denn Jammer?" ,, Nun, die wenigsten Jungtiere werden bei uns zur Aufzucht behalten, die meisten verfallen dem Messer. Die Kühe sind aber sehr zärtliche Mütter und ahnen nur allzu bald das Schicksal ihrer Kinder." Dabei lachte der Baron.
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„ Das dürfen Sie meiner Frau nicht erzählen, lieber Kollege," wehrte mein Mann ab.„ Wenn Sie wüßten- Der junge Mann wandte sich an mich. Ich bitte um Verzeihung, gnädige Frau. Dürfte ich hoffen, etwas weniger grausam in Ihren Augen zu erscheinen, indem ich Sie bitte, unter den Kälbern zu wählen, welches Ihnen zu Ehren aufgezogen werden soll?"
Ist das Ihr Ernst?"
,, Auf Ehrenwort! Das Kalb, dessen Fell Ihre Hand mit farbigem Bande schmückt, bleibt verschont!"
,, Dann bitte ich, mir Zeit zu lassen bis morgen." Wir hatten nämlich zugesagt, ein paar Tage zu verweilen. Der Baron verneigte sich, ich reichte ihm die Hand, der Pakt war geschlossen, mein Plan gefaßt.
Im Weiterschreiten zeigte unser Führer auf eine prachtvolle Kuh, an deren Seite ein Stierkalb gemächlich wiederfäute.
,, Sehen Sie, die hat es verstanden, mich zum Nachgeben zu zwingen! Bei dem geringsten Versuch, ihr das Junge zu nehmen, hielt sie vom ersten Moment an die Milch zurück. Was wollten wir machen? Sie ist eine zu gute Zuchtmutter und Melferin, um sie zu opfern; wir mußten ihr das Kalb lassen. Darüber ist der Bengel fast vier Monate alt geworden und wird mir noch ganz über den Kopf wachsen.",
Wir lachten und verließen in bester Stimmung die Ställe.
Nachts fand ich wenig Schlaf. Alexander fuhr wiederholt aus füßen Träumen und fand mich immer noch in geheimnisvoller Tätigkeit.
Was machst du denn so spät um alles in der Welt? Geh' doch schlafen, Kind!"
Aber die Sonne stand eher auf, als seine Mahnung Ge. hör fand; trotzdem war ich früher im Kuhstall als die Her. ren, welche ich mit triumphierendem Lächeln empfing und zu der Kälberabteilung führte. Die Tiere streckten plärrend die Hälse empor, an allen sieben prangten ausnahmslos farbige Bänder. Meine Bandkassette war vollständig geplündert.
Der Baron war rasch gefaßt. Mit einer abermaligen Verbeugung erklärte er sich für besiegt. Dann trat er zu meinem Gatten und sagte unter liebenswürdigem Lächeln:
„ Ich gratuliere Ihnen zu dem Besize eines Herzens wie dasjenige Ihrer Frau Gemahlin, aber ich rate Ihnen entschieden von einem Gutskaufe ab. Mit solchem Gemüte wird man keine gute Landwirtin."
Er hat mehr als Recht behalten. Ich wurde nicht nur feine gute, sondern überhaupt keine Landwirtin. Mein Mann erfannte bald die Unüberwindlichkeit meiner Schwäche und opferte ihr seine fachmännischen Neigungen. Wir beschränkten uns darauf, enthusiastische Naturfreunde zu bleiben, wenn auch in passivster Form. Gegenwärtig sind es die Urenfel unseres Othellos, denen unsere liebevollste Pflege gehört.
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am meisten Eingang und Beliebtheit gefunden hat, in der großen Masse sogar entschieden mehr, als sein großer Freund Göthe. Es hat das vor allem deswegen etwas auffallendes, weil Schiller durchaus kein einfacher Kopf war und in seinem Denken sich von den Anschauungen des alltäglichen Lebens oft recht weit entfernte. Er ist durch und durch Philosoph und gerade die Philosophie pflegt doch als eine der unpraktischsten und fernliegendsten Wissenschaften betrachtet zu werden.
Man versteht aber die Aufgabe der Philosophie gewöhnlich ganz falsch; man denkt sich, daß sie ihre Lehrsäte, etwa ähnlich wie die Kirche ihre Glaubens säge, aufstellen wolle. In diesem Sinne ist natürlich Schiller so wenig wie irgend ein anderer großer Denker " Philosoph" gewesen. Er hat weder an irgend ein anderes System fich gläubig angeschlossen( auch gegenüber gewahrt), noch hat er von sich aus ein neues System zu begründen gesucht. Er war vielmehr Philosoph in der echten, ursprünglichen Bedeutung des Wortes, das einen Freund der Weisheit", einen Freund des Nachdenkens" bezeichnet. Daher ist auch ein vielseitiges gründliches Nachdenken der Grundton, der aus all seinen Werken, Gedichten und Dramen, Erzählungen und wissenschaftlichen Aufsäzen herausflingt. Auf welchem Standpunkte nun auch der Leser selbst stehen mag, er set katholisch oder protestantisch, konservativ oder liberal, wenn er selbst nur ehrlich nachdenken will, wird er bei Schiller stets Gedanken finden, die ihm entgegenkommen, die das berechtigte seines Standpunktes hervorheben, seine Mängel aufdecken, mit einem Wort, er wird von Schiller lernen fönnen. Schiller selbst ist ein redlich und eifrig suchender Mensch geblieben, bis zuletzt, und das ist es, was ihn zum Freunde aller anderer Menschen machen muß, die es mit dem Suchen auch noch ehrlich
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au
14. Jahrgang
18: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus irch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Oberheffische Familienzeitung( täglich) Bener Seifenblasen( wöchentlich). eint an allen Werktagen nachmittags.
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Beifung)
zen und Umgebung.
r Behörden von Oberheffen.
in einem kleinen Kreis von AnschauMale festgefroren sind. Das Selbstnach Schiller( Philos. Briefe) die o es muß uns wichtiger sein, auf dem it vorwärts zu kommen, als die eigene erändert behalten zu wollen. Da nun ide an der Betätigung des Verstandes tenschen angeboren ist, so wird auch unfte Schiller seine Anerkennung nicht mag er auch in noch so vielen Einzeleinung sein.
ein weiteres. Gerade, wenn wir uns halten, so gewinnen wir dadurch zwar a, andererseits aber behalten wir dabet mit unserer Erkenntnis der Welt nie Wir müssen uns in den Gedanken finden, en und Glauben Stückwerf bleibt. Das igendes, und um uns darüber zu trösten, hischen Briefe zum Schluß auf den einzigen ir die Unvollkommenheit menschlicher Weltas ist das Handeln." Träges Anschauen göttlichen Größe, fann nie ein höheres in edleren Menschen fehlt es nicht an in seiner Sphäre Schöpfer zu sein." So it, auf das Wirten mit der Menschheit chheit als Hauptinhalt unseres Lebens danke, der dann bei Schiller immer und ( Schluß folgt.)
Lokales.
11. November 1905. dtagswahl. Der heute mit seiner eses Jahr erschienene Stadtanzeiger" pize:
Heuchelheim, 10. Nov. 1905. ie Landtagswahlen hlmänner dazu, stehen kurz vor der ausschüsse der großen Parteien haben fentlicht, in welchen gewiß zur ler- dem direkten tautelencht das Wort geredet wird.
o für die kommende Wahlperiode andtag, der ohne Zweifel eine neue zu beraten hat, zu entsenden, die die te des Volkes mit Ueberzeugung bererhältnissen ihrer Kreise aufs engste inlichkeiten sich nicht festhalten, sondern
ab und zuzugeben wissen zur rechten Stunde. Im Wahlkreise Gießen Land stehen sich der Hospitant der Freien Vereinigung, der mehr nationalliberale Bürgermeister eun von Großen Linden und der Sozialdemokrat Vetters von Gießen gegenüber. Wir wollen hier kein Für und Wider über die Politik dieser beiden Herren sprechen, aber das steht fest, Bürgermeister Leun hat regen Anteil genommen an den Kammerverhandlungen, hat oft mit einer anerfennenswerten Sachlichkeit in die Debatten eingegriffen und hat initiativ die Interessen seines Wahlkreises zu wahren gesucht. Er ist aufgezogen und alt geworden im Kreis, er ist hier seßhaft, es wird also nicht der Fall eintreten fönnen, daß er den Wahlkreis verläßt. Bürgermeister Leun ist ein Anhänger der direkten Wahl, er ist Landwirt, Verwaltungsbeamter, mit den Interessen von Handel und Gewerbe hat er sehr enge Fühlung, was man wohl bedenken muß. Er fennt feinen Stolz, freundlich zu Jedermann, hilfsbereit dem Nächsten, das sind seine Empfehlungen, die die Wähler ihm hochanrechnen und ihm durch eine Wiederwahl das danken sollten.
wo. Edle Stiftung. Rentner Ludwig Büding zu Gießen beging am 8. d. M. in förperlicher und geistiger Frische seinen 90. Geburtstag. Oberbürgermeister Mecum hat dem alten Herrn, der vor Einführung der Städte- Ordnung Mitglied des Gemeinderats und Beigeordneter war, namens der Stadt aus diesem Anlaß gratuliert. Von der Entsendung einer Deputation an das Geburtstagskind mußte auf wunsch der Familie abgesehen werden. Gestern empfing der Oberbürgermeister folgenden den Stadtverordneten sofort in Abschrift mitgeteilten Brief unseres greifen Mitbürgers:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! Erfüllt von dem Gefühl der Dankbarkeit dafür, daß es mir vergönnt war, meinen 90jährigen Geburtstag gesund zu feiern,


