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Der Streit ist deswegen noch nicht ganz vorüber. Ge scheint, daß wenigstens einzelne Mitglieder des Bergbauber­eins die Streifführer von der Wiederanstellung ausschließen wollen. Sicher ist, daß die Bergwerksbesitzer ihren gan­zen, nicht geringen Einfluß aufbieten wollen, die Berggesetz­novelle nicht allzu arbeiterfreundlich werden zu lassen.

Die Politik.

Der Generalverbandstag der Raiffeisen- Genossen­schaften Deutschlands hat in Erfurt am Donnerstag die Ver­einigung mit dem Reichsverband ländlicher Genossenschaften beschlossen.

Die Verhandlungen über Vereinbarungen im pren­Fisch- sächsischen Eisenbahnwesen sind noch nicht zum Abschluß gekommen. Einstweilen aber ist wenigstens soweit eine Ver­ständigung erzielt, daß die Lokomotiven nicht mehr an der Grenze( Elsterwerda oder Röderau) Kehrt machen müssen, sondern auf der einen Seite bis Berlin, auf der anderen Seite bis Dresden und weiter durchfahren können. Jetzt können auch die Berlin- Dresdener Schnellzüge wieder ohne Aufenthalt verkehren.

Oefterreich- Ungarn.

In Maros- Basarhely, so wird von dort berichtet, soll sich ein hunnischer Verband" gebildet haben, der nach Art der italienischen Mafia in Siebenbürgen wirken, ungarisch­nationale Ziele verfolgen will. Ein ehemaliger siebenbiir­gischer Abgeordneter, heißt es, sei Oberhaupt des Geheim­verbands. Ein Hunnischer Verband" hat Ungarn ge­rade noch gefehlt.

Frankreich.

Die Sozialisten und Radikalen wollen in der Deputiertenkammer jetzt die Abschaffung der Ehren­legion und aller anderen Ordensauszeichnungen bean= tragen. Der Antrag ist noch nicht eingebracht und bleibt jedenfalls uneingebracht. Die Franzosen sind die letzten, die ohne Orden auskommen können.

Rufeland.

In Moskau haben die Studenten der landwirtschaft­lichen Hochschule beschlossen, die Arbeiten nicht vor Sep­tember wieder zu beginnen, und die Professoren haben dem­gemäß die Vorlesungen auf unbestimmte Zeit eingestellt. In Dorpat sind es die Professoren gewesen, die die vor­Täufige Einstellung der Vorlesungen herbeigeführt haben. General Tre pow, der Diktator von Petersburg, nahm sich dieser Tage heraus, den Landwirtschaftsminister Ter­molow zu sich zu zitieren, um mit ihm eine Besprechung in Sachen des vom Landwirtschaftsminister ressortierenden Montan- und Forstinstituts zu haben. Natürlich kam der Minister nicht. Dieser beschwerte sich vielmehr bei dem Zaren, der dem General Trepow Vorwürfe machte. Das Ministerkomitee hat einhellig beschlossen die Uebergriffe Trepows zurückzuweisen oder gemeinsam zu demissionieren. Amerika.

San Domingo ist von den Vereinigten Staaten jetzt in aller Form über geschluckt. Die Vereinigten Staaten haben für die Finanzen und die Zollverwaltung von San Domingo die Verantwortung" übernommen und gleich einen Teil der Zolleingänge für die Bezahlung der ausländischen Schulden abgezweigt. Die Genehmigung durch den Senat in Washing­ton und den dominikanischen Senat steht noch aus, darf aber als sicher angesehen werden.

Feer und flotte.

Der Verkauf unserer veralteten Kriegsschiffe wird vom Deutschen Flottenverein unter Hinweis auf Englands Vor­gehen empfohlen. Die englische Admiralität hat alle vor 1889 vom Stapel gelaufenen Schiffe, Kreuzer und Torpedo­bootszerstörer aus der Liste gestrichen und als guter Kauf­mann gerade in dem Moment zum Verkauf gestellt, wo die Aussichten, sie preiswert loszuschlagen, die allergünstigsten seien. Etwas über 20 000 Mann sind dadurch frei geworden, um auf vollwertigen Schiffen verwendet zu werden. Bei uns würden folgende Schiffe in Betracht kommen: Oldenburg", Baden", Württemberg" ,, Bayern", Sachsen und Sieg­fried", die bis 1889 vom Stapel gelaufen sind. Der Gefechts­wert dieser Schiffe( natürlich auch der übrigen 7 Schiffe der ,, Siegfried"-Klasse) ist aber bedeutend geringer, wie der der englischen ausrangierten Schiffe. Vielleicht könnten wir ge­rade jetzt willige Abnehmer finden!"

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Hof und Gesellschaft.

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Der Kaiser wohnte mit dem Prinzen von Bourbon und dem Fürsten von Bulgarien einem Vorererzieren bei dem 2. Garderegiment zu Fuß auf dem Kasernenhofe in der Karlstraße bei. Durch ein Spalier von Mannschaften begab sich der Kaiser mit seinen Gästen nach der Kaserne in der Friedrichstraße, wo im Offiziertasino des Regiments das Frühstück eingenommen wurde. Die Mittelmeerreise des Kaisers giebt schon jekt zu Gerüchten aller Art Veranlassung. Es heißt, der Kaiser werde mit der Kaiserin und dem Prinzen Eitel Friedrich Mitte März in Livorno eintreffen, wo sich dann auch der Kronprinz mit seiner Braut einfinden werde. Auch von einer Zusammenkunft mit dem König Viktor Emanuel in Neapel ist die Rede.

Adolf v. Menzel+.

Berlin, 9. Februar. Heut früh ver­starb nach kurzem schweren Leiden der Maler Adolf v. Menzel im 90. Lebens­jahr.

In Adolf v. Menzel ist ohne Frage der universellste deutsche Maler des 19. Jahrhunderts dahingegangen. Ihm ist ein glückliches Alter beschieden gewesen. Den Ruhm, der mit seinen Jahren wuchs, hat er nicht überlebt, Arbeits­fähigkeit und Arbeitsmille haben fast bis zuletzt bei ihm nicht abgenommen; die steigenden Ehren, die ihm zuteil wurden, durfte er immer auf sein gegenwärtiges. Können wie auf frühere Leistungen beziehen.

Schon durch Friedrich Wilhelm IV. in hohem Maß geschätzt und ausgezeichnet, wurde Menzel später Stanzler der Frie­densklasse des Ordens pour le mérite, wirklicher Geheimer Rat und Erzellenz, Ehrenbürger von Berlin und Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler. In Berlin gehörte er zu den populärsten Persönlichkeiten. Der kleine Menzel, der alte Menzel, oder auch die kleine Exzellenz", wie man

ihn nannte, begegnete überall, wo immer er sich zeigen mochte, liebender Ehrerbietung, und seine Eigenheiten wur­den überall als berechtigt respektiert. Und er hatte nicht eben wenig Eigenheiten, die er in allen Kreisen zur An­erkennung zu bringen wußte. Man erzählt von ihm, daß er von seinem Malergerüst aus sogar den alten Feldmarschall Wrangel zur Flucht gezwungen habe den Flichenden will man noch olle borstige Kröte!" haben rufen hören.

Adolf v. Menzel ist vor allem der Maler König Fried­richs des Großen gewesen. Nichts was den großen König anging, blieb seinem großem Nachbildner fremd. Dieser Sohn des 19. Jahrhunderts ging in der Darstellung des 18. Jahrhunderts auf. Den König selbst, seine Höflinge, seine Minister, Freunde, Generäle, seine Grenadiere stellte er mit Pinsel und Griffel lebendig wieder hin, mit minu­tiöser Genauigkeit auf die richtige Wiedergabe jedes Details achtend. Die Werke Friedrichs des Großen illustrierte er mit so viel Fleiß wie Meisterschaft. Die Blüte- und Glanz­tage von Sanssouci wurden durch Menzel ein zweites Mal geschaffen.

Doch damit ist Menzels Lebenswerk noch nicht erschöpft. Nicht einmal mit den zahlreichen anderen Hohenzollernbil­dern, die den Stolz der Nationalgalerie ausmachen. Er war ein ungewöhnlich fleißiger Arbeiter, fleißig wie das Genie selbst. Der Siebzehnjährige schon erregte durch seine litho­graphierten Blätter Aufsehen, mit zwanzig Jahren begann er, Delgemälde von dauerndem Wert zu schaffen. Unmög­lich, sie hier aufzuzählen. Die Holzschneidekunst hat ihm neuen Aufschwung zu danken, da er die Holzschnittausfüh= rung seiner Zeichnungen selbst überwachte. Auch abgesehen von den Gemälden, die Friedrich den Großen und dessen Zeit zum Gegenstand hatten, way Menzel Historienmaler von hohem Rang. Ebenso verstand er Bilder religiösen Inhalts in einer ganz eigenen Art auszuführen: mit inniger Fröm­migkeit und doch modern, mit der Gabe prophetischen Ge­sichts und doch realistisch. Ein realistischer Wirklichkeits­schilderer wiederum war er in seinen Bildern, die das Hof­leben wiedergaben. Seine Bilder aus der Gegenwart hob er zur Höhe von Historienbildern.

Er stand bereits auf der Höhe des Lebens, als er künst­lerisch eine Wandlung durchmachte. Das war im Jahre 1867. Er wurde durch den Wandel noch vielseitiger, ge­wann durch sie zu den alten noch neue Vorzüge.

Die Menge der von ihm gezeichneten Skizzen war Legion. Was er sah, das zeichnete er auf. Und er hielt das bei einem Maler für selbstverständlich. Als ein angehender Kunst­genosse erzählen wollte, was er gesehen, unterbrach er ihn mit dem Zuruf:" Zeigen Sie her!" Vor wenigen Monaten hat Begas im Auftrag des Kaisers die Hand modelliert, die so viele und große Werke geschaffen.

Ein Großer ist von uns gegangen. Satt an Jahren ist er geschieden, nachdem er seine Frucht gegeben. Wir sind stolz auf ihn gewesen. Wir freuen uns, daß wir ihn be­sessen und daß wir seinen Wert nicht verkannt haben.

Auf persönliche Anordnung des Kaisers wird die Leiche des Professors v. Menzel in der Rotunde des Alten Mu­feums aufgebahrt, von wo die Beerdigung Sonntag oder Montag stattfindet. Vor dem Sterbehaus zog ein Doppel­posten, gestellt vom 1. Grenadierregiment z. F. in der histo­rischen Riesenmüße, auf.

Deutfcher Reichstag.

CB Berlin, 9. Februar. ( 138. Sigung.) Das äußere Bild, das der Reichstag heute bot, entsprach mehr, als wenigstens am Anfang der Diskussion, den Erwar­tungen, die man auf die erste Beratung der Handels­berträge setzte. Nicht nur die Tribünen waren gut be­setzt das kommt ja öfter vor, sondern auch die Abge­ordneten hatten sich ausnahmsweise einmal in so großer Zahl eingefunden, daß vermutlich gleich zu Beginn der Sizung die Beschlußfähigkeit hätie fonstatiert werden können. Aber die Herren brachten dem Gegenstande der Tagesordnung. zunächst wenig Interesse entgegen, sie verursachten mit ihren Privatgesprächen eine so große Unruhe, daß der erste Redner, der Zentrumsabgeordnete Hero Id von Zeit zu Zeit völlig unverständlich wurde. Seine Ausführungen liefen darauf hinaus, daß durch die neuen Verträge zwar viele, aber nicht alte berechtigten Wünsche der Landwirschaft erfüllt würden, und daß bezüglich mancher Fragen, so namentlich bezüglich unseres Verhältnisses zu der Staaten, die die Meistbegün­stigung genießen, nähere Aufklärungen nötig seien. Aus diesem Grunde beantragte Herr Herold die Ueberweisung der Verträge an eine Kommission von 28 Mitgliedern. Der Sozialdemokrat Bernstein hörte aus dieser Rede trotz aller ihrer Vorbehalte doch heraus, daß das Zentrum mit den Verträgen außerordentlich einverstanden sei. Für seine Partei konnte er die gleiche Erklärung nicht abgeben, er be­fämpfte die Verträge, weil sie mit der Erhöhung der land­wirtschaftlichen Zölle die große Menge des Volkes über­mäßig belasteten und viele Bedürfnisse der Industrie_ver= nachläffigten. Auch Herr Bernstein hatte es nicht immer leicht, sich Gehör zu verschaffen. Aber ihn störte nicht dauernde Unruhe, wie den Vorredner, er wurde vielmehr aufmerksam angehört, sondern wiederholter lärmender Widerspruch der Mehrheit. Die Unterbrechungen häuften sich zeitweise derartig, daß sich der Präsident Graf Ballestrem beranlaßt sah, zugunsten des Redners einzugreifen, dem er eben hatte eine Rüge erteilen müssen wegen der Bemerkung, daß der neue Zolltarif nur unter Vergewaltigung der Ge­schäftsordnung im Reichstag zustande gekommen sei. Nach dem Vertreter der äußersten Linken sprach recht wirkungs­boll der Vertreter der Regierung, der Staatssekretär des In­nern Graf Posadowsky. Er suchte die Bedenken des Abgeordneten Herold zu zerstreuen, er wies auf die Schwie­rigkeiten hin, die bei Abschluß der Verträge zu überwinden waren, und hob die großen Vorteile hervor, die der Land­wirtschaft gegenüber den bestehenden Verhältnissen geboten würden und schloß unter lebhaftem Beifall mit einem war­men Appell an das Haus, sich gegenwärtig zu halten, daß die Erfüllung aller Wünsche ein Ding der Unmöglichkeit sei, und die Verträge zum Wohle des Landes anzunehmen.

Nab und fern.

)( Die Gräfin Montignoso beschäftigt wieder einmal die öffentliche Neugierde. Wie amtlichy mitgeteilt wird, hat sich der Justizrat Körner von Dresden nach Florenz, dem jezigen Wohnsitz der früheren Kronprinzessin von Sachsen, begeben, um..fich über die allgemeinen Verhältnisse" der Prinzessin

Anna Monica Bia zu unterrichten. Wie es heißt, will ran

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der Gräfin die Erziehung ihrer jüngsten Tochter jetzt abneh- Sperrung einer g men, nach einer Version, weil das Verhalten der ehemaligen anschluffes zu spr

Kronprinzessin bei ihrem neulichen plötzlichen Auftauchen in Dresden zu Bedenken für ihren Geisteszustand Anlaß gege­ben habe; nach einer anderen, weil sie sich in Florenz schon wieder in Liebesabenteuer eingelassen haben soll. Sie soll sich mit dem Grafen Carlo Gicciardini bedenklich kompro­mittiert haben. In besonders informierten sächsischen Kreisen legt man indes der Sache durchaus nicht diese ernste Bedeutung bei. Prinzessin Anna Monica Pia ist die Tochter des Königs und Herzogin von Sachsen; also ist es eigentlich selbstverständlich, daß der sächsische Hof sich von Zeit zu Zeit in angemessener Form davon überzeugt, in welcher Weise die Prinzessin untergebracht ist und wie sie er. zogen wird.

Aufgefischtes Kriegsmaterial. Am Nordstrande der Insel Juist wurden die verschiedensten Ausrüstungsgegen­stände von der See angespült und seitens der Bewohner ge­borgen. Es sind zwei sehr lange und schmale Landungsboote, elf Pferdesättel und eine Kiste mit der Aufschrift Beklei­dungsamt Swakopmund", sowie zertrümmerte Gewehrkisten mit der gleichen Aufschrift. Es handelt sich hier also um Gegenstände, die zu einer der Expeditionen nach Deutsch- Süd­westafrika gehören. Man geht wohl nicht fehl in der An­nahme, daß die angetriebenen Gegenstände, die alle voll­ständig ungebraucht sind, von dem Dampfer Belgrano" stammen, der in der Nordsee in schweres Wetter geriet und die Ruderkette beschädigte.

= Der amerikanische Blaubart ist tatsächlich als ein Deut­scher entlarvt. Er stammt aus dem Kreise Bingen am Rhein und heißt Jakob Schmidt. Schon in der Heimat hat er große Schwindeleien verübt und ist dann zu Anfang des Jahres 1895 nach Amerika abgedampft, indem er seine Frau und drei Kinder in hilflosem Elend zurückließ.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, den 9. Februar.

Präsident Ha a 8 eröffnet, nach der Darmst. 8tg.", die Sigung 91/2 Uhr mit der Mitteilung, daß von dem Großherzog ein Danttelegramm auf die telegraphischen Glückwünsche der Kammer eingelaufen sei. Von der Beratung der beschlossenen Adresse habe er vorläufig Abstand genommen, da eine Allerhöchste Botschaft in Aus­sicht stehe.

Hierauf wird die Generaldebatte über den Staatsvor anschlag für 1905 fortgefeßt.

Abg. Horn bringt Wünsche bezüglich der Gemeinde­jagdverpachtungen vor. Abg. Hirschel erklärt seine Be­friedigung über die bessere Finanzlage und bringt eine Reihe von Wünschen der Landwirtschaft vor. Das Vor­gehen der Regierung im Fall Bernerstorffer billige er. Staatsminister Rothe erwiderte auf einige Bemerkungen des Vorredners, daß die jeßige Organisation der Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe sich als segensreich erwiesen habe. Abg. Windecker spricht im Sinne der Ausführungen des Abg. Reinhart und polem fiert gegen die Ausführungen des Abg. Ulrich. Abg. Brauer schließt sich in längeren Ausführungen dem Abg. Hirschel an und rechtfertigt seine Stellungnahme bei den seinerzeitigen Beratungen über die Sonntagsruhe und Nachtarbeit in den Mühlen.

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Abg. Erf bringt lofale Eisenbahnwünsche ror und hält vor Erledigung des Gemeindesteuergesetzes eine Henderung des Kunstraßengefeßes erforderlich. Im übrigen schließt er sich den Ausführungen des Abg. Brauer an und begrüßt den allseitig bekundeten Willen nach Wahrung des konfessio­nellen Friedens. Finanzminister na uth geht auf einige Anregungen der Vorredner ein. Abg. Seelinger bringt verschiedene Wünsche spezieller Natur vor. Abg. Adelung beschwert sich über die Behandlung von Arbeiterorganisationen unter Anführung von Einzelfällen.

Abg. v. Brentano spricht seine volle Zustimmung zum Verhalten der Regierung im Fall Pernerstorffer aus. Ministerialrat Braun geht auf die im Laufe der Debatte zutage getretenen sozialpolitischen Wünsche ein und legt seinen Standpunkt in der Frage der Handelsverträge dar. Damit ist die Generaidebatte beendigt.

In der Spezialdebatte werden die Kapitel 1-7 be willigt. Ausges zt werden die Kapitel 2, Titel 1, I, Kameraldomänen, Titel 6 VI. Lokalverwaltungsfoften wegen der Forstverwaltung, Kapitel 3, Weinbaudomänen. Die weitere Beratung wird auf Freitag Vormittag 9 Uhr vertagt.

Sitzung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, den 9. Februar 1905 Das Stadtverordneten- Kollegium war fast vollzählig bersammelt; Beigeordneter Hyligenstaedt fehlte, da er in seiner Eigenschaft als Reichstagsabgeordneter den Sigungen in Berlin beiwohnt.

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Genehmigt wurde ein neuer Fluchtlinienplan file die Katharinengasse und das Baugesuch des Wirts und Meß­gers Becker II. in der Katharinengasse 14. Abgelehnt wurden die beiden von Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim eingereichten Baugesuche, eines für die Rodheimerstraße und

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des Fluchtlinienplanes für die Straße zwischen dem Mittel­weg und der Veterinärklinik wie auch die Enteignung von

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Gelände zum Ausbau des Weßlarerwegs wurden ausgesprochen. Biden für Sc Die Herstellung eines Riesbanketts auf der nördlichen aldinger für

Seite des Sch ffenbergerwegs und die Anbringung eines Geländes an der Treppe bei der katholischen Kirche wurden beschlossen. 8wei Sprengwagen und zwei Schlammwagen werden angeschafft.- Die Arbeiten für die Hausanschlüsse bei der Kanalisation, soweit solche von der Stadt auszuführen

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sind, werden den beiden Firmen Jaeger& Rumpf und auf den Zustan

H. W. Rinn übertragen.

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Stadtverordneter Kirch

Anatomie. G