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Schlagt die Studenten!

Was sich in Rußland zu den Ordnungsparteien zählt, das hält sich ruhig, ist aber ebenso wie die anderen Bevölke. rungselemente zu jeder gewaltsamen Ausschreitung bereit, wenn die Polizei es befiehlt, oder wenigstens einen Win! gibt und erkennbar macht, gegen wen sich die obrigkeitliche Barbarei wenden darf. Nach Ueberwindung des ersten Schreckens über den Umfang der aufständischen Bewegung hat man nicht gezögert, die Studenten als die Repräsen tanten der Intelligenz dem handgreiflichen Unwillen der " Ordnungselemente" zu überliefern. Die orthodore Geist­lichkeit war angewiesen, gegen die Unruhestifter, die ihre Bil­dung mißbrauchen, von den Kanzeln zu predigen, und die Wirkung dieser autoritativen Belehrung zeigte sich an vielen Orten durch Angriffe auf die( in Rußland an ihrer Uni­form kenntlichen) Studenten und Schüler.

Unruhes in Eriwan.

Blutige Szenen spielten sich in Eriwan ab, hier nicht bon Schülern veranlaßt. Dieser Tage war ein Gouverne mentsarzt wie man sagt: aus politischen Gründen- auf der Straße ermordet worden. Sofort erschienen bewaffnete Banden, drei Armenier und ein Muselman wurden getötet. Die erschreckten Kaufleute schlossen ihre Läden. Am Diens­tag wurden sieben Moslim und ein Armenier umgebracht, achtzehn Personen verwundet. Natürlich hieß es am Mitt­woch, daß die Ruhe hergestellt sei. Auf wie lange, ist nicht gejagt.

Bauernaufstand bei Kiew.

In der Umgebung von Kiew haben Bauern die Land­mirtschaftsgebäude eines Edelmannes geplündert. Der Ge­schädigte ist Baron Megendorf, Kommandant der Leibgarde des Zaren. Die Bauern verteilten 10 000 Zentner Getreide unter sich. In Kiew sind die Läden gesperrt, weil man das Eindringen der aufständischen Bauern in die Stadt fürchtet. Der Generalstreik in Petersburg.

In Petersburg ist seit Beginn der Woche, wie voraus an­gekündigt worden, ein allgemeiner Streit ausgebrochen. Das ruft begreiflicherweise eine gedrückte Stimmung hervor. Man weiß nicht recht, was die Organisatoren des Streiks im Schilde führen. In den Kaiserlichen Palais sind jedenfalls die Wachen verstärkt worden, in den Arbeitervierteln befinden sich ansehnliche Kavalleriepatrouillen. Den Ladenbesitzern ist empfohlen worden, selbst für den Schuß ihrer Gewölbe zu sorgen. Daß Großfürst Alexis, der zweitälteste Oheim des Zaren, den Rat erhalten habe, bei seinen Ausfahrten Vor­sicht zu beobachten, ist ein Gerücht, das wahrscheinlich genug flingt. Der gleiche Rat ist jedenfalls allen Großfürsten ge­geben worden.

Die Stellung Wittes.

Viel unwahrscheinlicher klingt das andere Gerücht, daß Witte seine Entlassung als Präsident des Miniſterkomitees nachgesucht habe, weil er eine Mißtrauensfundgebung darin sehe, daß nicht er, sondern der Wirkliche Geheime Rat und Staatssekretär Graf Ssolssy mit der Vertretung des Zar n im Vorsitz des Ministerkonseils betraut worden. Herr von Witte dürfte gerade die jetzige Gelegenheit kaum für geignet gehalten haben, eine Art Kabinettsfrage zu stellen, noch dazu nachträglich. Der frühere Finanzminister hat in der ganzen jezigen Krisis vermieden, irgendwo hervorzutreten oder gar sich vorzudrängen. Er will als fünftiger Reichskanzler mög­lich bleiben. Dazu muß er bei der Hand sein. Im Minister­konseil, das übrigens mit dem Ministerkomitee nicht identisch ist, hat Witte eigentlich nichts zu tun. Als bloßer stellvertre­tender Vorsitzender hätte er dort nicht einmal eine Stimme, hätte er die vorgetragenen Meinungen nur ad referendum zu nehmen. Zwar darf man in Rußland zur Zeit nicht als unmöglich ansehen, aber an den Rücktritt Wittes braucht man nicht zu glauben, so lange nicht die amtliche Bestätigung vor­liegt. Und selbst dann wird man zu der Frage berechtigt sein: was hat sich Witte bei seinem Rücktrittsgesuch gedacht?

Der Krieg in Oftalien.

Das gewaltige Ringen um Mukden hält weiter in unge­schwächter Heftigkeit an. Die Verluste auf beiden Seiten sind schwer. Ueber den Verlauf der Operationen wider­sprechen sich die vorliegenden Nachrichten in derselben Weise wie bisher. Stammen sie aus russischer Quelle, so behaup­ten sie, daß die Russen noch standhaft ihre Stellungen feſt­halten. Kommen sie von japanischer oder japanfreundlicher Seite, so sprechen sie von Rückzug und Niederlage der Russen, mindestens aber von ständigem Vordringen der Japaner.

Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet über die Schlacht bei Mukden

bon dort unter dem Datum des 8. März:

In der Nacht des 6. März griffen die Japaner mit großen Streitkräften die vorgeschobene russische Stellung in Tschantschenpu auf der Bahnlinie an. Nach mehreren vergeblichen Angriffen stellten die Japaner den Vormarsch ein; beide Seiten erlitten große Verluste. Ebenso schlug die Abteilung Rennenkampfs abermals die Angriffe der Japaner ab. Augenblicklich ist keine Kanonade hörbar. Augenscheinlich ist es auch im Westen und an der Schaho­front ruhig.

Aus derselben Quelle verlautet weiter aus Petersburg, 8. März: Der zehntägige blutige Kampf läßt nicht nach, son­dern wird noch immer hartnäckiger. Nachdem die Russen ihre rechte Flanke nach Norden herumgebogen haben, stehen sie parallel zur japanischen Umgebungsfolonne. Beide Geg­ner halten standhaft ihre Stellungen; täglich werden japa nische Gefangene beigebracht. Im Laufe des Tages fanden bedeutende Stämpfe bei Juchuantun auf dem Wege nach Sin­minting statt. In der vergangenen Nacht griffen die Japaner neuerdings die Abteilung Rennenkampfs, den Rutulinpab und die Stellungen in der Nähe der Putilowhöhe an. Ganz anders lauten die Nachrichten aus Tofio. Dort ist man erstaunt, daß die Russen die japanischen Erfolge ab­leugnen und spricht bereits von einem

Rückzug der Russen nach Tielin?

Ein Londoner Blatt läßt sich aus Tokio über diese rus­sische Rückzugsbewegung, die den Anfang vom Ende dar­stellen würde, in folgendem Telegramm berichten:

Nach Nachrichten aus Inkau scheint sich die Haupt­macht der Russen bei Fuschan nach Tielin zurückzuziehen.

Die Verluste sind bedeutend. Alle russischen Hilfstruppen sind in nördlicher Richtung von Mukden abgesandt. Kuro­patkin hat sein Hauptquartier verlegt. Der japanische linke Flügel lagerte sich nach einem heftigen Kampfe am Montag nördlich von Mukden. Am Sonntag traf eine japanische Kavallerieabteilung mit mehr als 1000 Rosaken bei Jenfatou, 25 Meilen nördlich von Sinminting, zu­sammen. Die Russen flohen und ließen eine große An­zahl Tote zurück. Der linke Flügel von Kuropatkins Nach­trab, bestehend aus 20 000 Mann auserlesener Truppen, zieht sich zurück.

Das Reutersche Bureau meldet dazu weiter aus Mukden vom 7. März: Heute am sechsten Tage der Schlacht wütete der Kampf auf dem rechten Flügel unaufhörli bis zum Abend fort. Die Hauptschlachtlinie hatte wie gestern eine Ausdehnung von 6 Werst. Gegen abend hatten die Japaner eine gute Stellung eingenommen bei Matschiapu und dran­gen noch nach Norden vor, ohne jedoch, wie es scheint, ihrem Ziele näher zu kommen. Die Verluste der Russen in dieser Schlacht sind bereits bedeutender als in der Schlacht bei Lianjang, die, der Japaner hält man noch für größer. Um 2 Uhr nachmittags besetzte japanische Infanterie Menschitun. Die japanische Flankenbewegung

wird fortgesetzt. Eine japanische Division hat sich in der Richtung auf Tielin ausgebreitet; inzwischen setzen die Russen den Angriff auf die japanische Front fort. Sonntag nacht griffen die Japaner Schahopu, Er­tagu und Kantanjinsan im Osten an. Im Zentrum werden die Stellungen behauptet, im Südwesten gehen jedoch die Russen auf die zweiten Stellungen zurück. Um 2 Uhr morgens griffen die Japaner die russischen Stellungen am Hunho an. Das Artillerie­feuer hielt ununterbrochen an und wurde bei Tagesanbruch in nördlicher Richtung, fast bis zur Straße nach Sinminting, fortgesetzt, von wo verwundete chinesische Flüchtlinge jetzt eintreffen. Auch eine Anzahl japanischer Verwundeter ist ge­bracht worden. Längs der Sinmintingstraße war ebenfalls in weiter Entfernung nördlich der Stadt ein Kampf zu hören.

Die Dolitik

O Dem preußischen Abgeordnetenhaus ist die Berggeseh­novelle zugegangen. Die Novelle bestimmt u. a., daß bei einer Grubentemperatur von mehr als 22 Grad Celsius die regelmäßige tägliche Arbeitszeit vom 1. Oktober d. I. an 8%, vom 1. Oftober 1908 an 8 Stunden nicht übersteigen darf. Eine Hinausschiebung dieser Frist für 2 Jahre ist vorgesehen. Ücbersteigt die Temperatur 28 Grad, so ist 6 Stunden täglich die höchste Arbeitszeit

Die Budgetfommission des Reichstags hat die Mehr­forderungen für die Pioniere, die Verkehrstruppen und die Infanterie angenommen. Es folgt noch eine zweite Lesung, in der man zu einer Einigung über die bisher abgelehnten Kavallerieforderungen zu kommen hofft.

*

1 Die Budgetfommission des Abgeordnetenhauses hat die geforderten Minister- Gehaltszulagen von je 14 000 Mart bewilligt. Die preußischen Minister sollen in Zukunft 50 000 statt 36 000 Mark beziehen.

+ Eine Eingabe des Deportationsausschusses des deutschen Kolonialbundes an den Reichskanzler verwendet sich um Ein­führung der fakultativen Verschickung von Sträflingen. Nur Gewohnheitsverbrecher, die mit mindestens fünfjähriger Freiheitsstrafe belegt sind, sollen zur Deportation kommen. Der Ausschuß berechnet die Kosten für 500 Deportierte auf 1 Million Mark, während dieselben Häftlinge in Zucht­häusern 1,9 Millionen Kosten verursachen würden. Den Sträflingen soll bei guter Führung Ansiedelung in Aussicht gestellt werden.

Oesterreich- Ungarn.

Der österreichische Landesverteidigungsminister Gras Welsersheimb tritt zurück und wird durch den Feldzeugmeister Schönaich ersetzt. Welsersheimb war strenger Bertreter der einheitlichen Armeesprache. Sein Abschied wird den Magya­ren jedenfalls nicht unwillkommen sein.

Frankreich.

Frankreich hat zur Abwechselung einmal Schwierig­keiten in Algier. Im Süden der Provinz Dran an der Eisenbahnlinie Ben- Zirag Beschar ist es zwischen den über­wachenden Kavallerie- Patrouillen und Wüstenräubern zu einem Zusammenstoß gekommen. Diese hatten zwei Tote, von den Soldaten büßte einer das Leben ein.

Türkei.

In Mazedonien sind politische Räuberbanden fast un­ausgesetzt in Tätigkeit. Bald sind es als Bulgaren verklei­dete Serben, bald als Serben verkleidete Bulgaren. Die türkischen Soldaten sprengen die Banden, verjar sie aber am nächsten Taac sind sie wieder beieinander.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser nahm gestern in Wilhelmshaven die Vereidigung der dort neu eingestellten Marinerekruten vor. Bei seiner Ankunft um 11% Uhr wurde er am Bahnhof von dem Staatssekretär des Reichsmarineamts Admiral v. Tir­piz, dem Generalinspekteur der Marine, Admiral v. Köster, und dem Chef der Marinestation der Nordsee, Admiral v. Bendemann, empfangen. Nach der Begrüßung fuhr der Kaiser unter dem Hurrarufen der spalierbildenden Truppen und Schulkinder durch die geschmückten Hauptstraßen zum Ererzierhause, wo die Rekruten aufgestellt waren. Militär­geistliche beider Konfessionen sprachen über die Bedeutung des Fahneneides. Dann verlas der Adjutant der 2. Matro sendivision, unter die Kriegsflagge tretend, die Eides formel, die von den Refruten nachgesprochen wurde. Der Kaiser hielt darauf eine Ansprache an die Rekruten. Vom Exerzier­haus fuhr er nach dem Offizierkasino, wo das Frühstück ein­genommen wurde. Bevor der Kaiser sich nach Wilhelms haben begab, hatte er in Oldenburg Station gemacht. Aus dem Bahnhof wurde er vom Großherzog und dem Herzog Georg Ludwig begrüßt. Der Kaiser und der Großherzog begaben sich in geschlossenem Vierspänner nach dem Elisabeth­Annenpalais, wo das Frühstück eingenommen wurde. Die

Garnison bildete vom Bahnhof bis nach dem Schloß Spalter, Das Publikum bereitete dem Kaiser bei seiner Ankunft und Abfahrt Johhafte Huldigungen.

Deutleber Keichstag.

( 158. Sizung.)

CB Berlin, 8. März.

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Reihe von Fällen

Heute wurden die endlosen sozialpolitischen Debatten gelben des Direttor wieder einmal durch einen Schwerinstag unterbrochen. Es bon Seiten ber kamen Anträge der freisinnigen Volkspartei und der Polen Lehrer, der ihm

betreffend die Neueinteilung der Reichstags. wahlkreise unter Berücksichtigung der seit der Grün­dung des Reiches eingetretenen. Verschiebungen der Bevölke rung zur Beratung. Den ersten begründete eingehend unter Berufung auf Recht und Gerechtigkeit der Abg. Kopsch, den zweiten in demselben Sinne der Abg. Korfanty. Der Nationalliberale Dr. Paasche wollte in Anerkennung der Tatsache, daß sehr bedeutende Verschiedenheiten existieren, die Anträge nicht ablehnen, er wollte sie aber auch, da in ihnen bestimmte Vorschläge nicht gemacht sind, nicht annehmen und beantragte deshalb ihre Ueberweisung an die Regierung zur Erwägung. Die Antragsteller forderten demgegenüber min. destens Ueberweisung zur Berücksichtigung. Neue Gesichts­punkte wurden in der Debatte nicht zutage gefördert. Die Anhänger der Anträge warfen den Gegnern vor, daß sie nur aus Parteirücksichten Widerstand leisteten, aus Furcht vor Verlust von Mandaten; sie erhielten dafür den Vorwurf zu rück, daß sie nur den ländlichen Wählern das Wahlrecht ver fürzen wollten. Redner für die Anträge stellte nur die Linke, Rechte und Zentrum waren dagegen. Das Ergebnis der mehrstündigen Diskussion war die Ablehnung sämtlicher An­träge mit erheblicher Majorität.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, den 8. März.

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Die Sigung wird um halb 11 Uhr eröffnet. Bur die Gestellungs Tagesordnung steht die Beantwortung der Anfrage der bgg. und Klein- Lind

Dr. Schmitt, Molthan und Genossen, das Kohlenkontor betr. Staatsminister Rothe bemerkt, daß man versuche, die Froge gemeinsam mit den Landesregierungen zu regeln. Eine Res gierungsvorlage über den Geseßentwurf, die Errichtung und Leitung von technischen Privatunterrichtsanstalten wird dem Ausschuß überwiesen. Ebenso der Geseßentwurf, das Be­erdigungswesen betreffend. Hierauf kommt

die Affäre Schädel

zur Besprechung. Der Staatsminister Rothe beantwortet eine Anfrage des Abg. David, ob die Regierung geneigt sei, den Mitgliedern der zweiten Kammer Einblick zu gewähren in die Aften, die aus der Untersuchung der Verhältnisse am Gießener Gymnasium erwachsen sind? in ablehnender Weise und erklärt dann auf die Anfrage der Abgg. v. Brentano und Genossen, betr. die Untersuchung gegen den Gymnasial­direktor Prof. Dr. Schädel in Sießen, daß sich nach den stattgehabten Ermittelungen tein ausreichendes Material zur Einleitung einer Disziplinaruntersuchung ergeben habe, er stellt dabei fest, daß der Bruder des ältesten Oberlehrers am Gymnasium in Gießen, des Herrn Prof. Georg Noack, ein Herr Prof. Dr. Karl Road, der Dirigent einer Heilanstalt bei Dresden ist, die Mitteilungen über die Gießener Ver hältnisse, ohne Wissen seines Bruders an Dr. David machte. Der Abg. Dr. David erklärt, daß ihm diese Antwort nicht genügen fönne, solange ihm die Einsicht in die Akten verwehrt werde, denn nur an Hand der Aften tönne er feststellen, ob die Beschwerden begründet seien oder nicht. Da aus den Atten nur einzelne Bruchstülle nach dem Belieben der Regierung verlesen würden, sei es nicht mög lich den wahren Sachverhalt festzustellen. Dagegen fon­statiert der Redner, daß die in einer ganzen Reihe von Beitungen gegen ihn erfolgten Angriffe, wonach seine Quellen, aus denen er dieses Material geschöpft, unlauterer, politischer oder verleumderischer Art seien, jeder Grundlage vollständig entbehrten, denn schon damals habe er ausdrücklich konstatiert, daß seine Quellen nur den intimften Beziehungen, der von diesen Verhältnissen Betroffenen entspringe. Der mit ihm seit langen Jahren befreundete Prof. Karl Noat in Dresden habe ihm( dem Redner) die Mitteilungen ohne Wissen seines Bruders in Gießen gemacht, nachdem er sich als geborener Gießener an Ort und Stelle über die Verhältnisse orientiert habe, auch diesen könne daher fein Vorwurf treffen, denn derselbe stehe der Politik fern und sei nur von dem Motiv geleitet worden, als Arzt seinem Bruder zu helfen, nachdem er zu der Ueberzeugung gekommen war, daß ein anderer Ausweg nicht mehr vorhanden sei. Einsicht in die Aften erlangt hat, seine früheren Aussagen nicht reftifizieren. Ministerialrat Eisenhut stellt zunächst einige Mißverständnisse aus den Etatverhandlungen flar und giebt dann die Erklärung ab, daß nur die eigentümliche Lagerung des Falles die Regierung von ihrem prinzipiellen Recht, alle Disziplinargewalt selbst zu verantworten, abzugehen veranlasse Der Bruder des Professor Noad in Gießen hätte ihm, dem verantwortlichen Leiter der Hess. Schulabteilung mit Ver­trauen entgegenkommen sollen, dann wäre die Angelegenheit zur Zufriedenheit geschlichtet worden. Man müsse auch die schweren Schicksalsschläge berücksichtigen, die Prof. Schädel mitgemacht habe, dann werde sich manches leichter aufflären. Geh. Oberschulrat Nodnagel giebt nun an Hand der

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vorliegenden Aften und Protofolle eine Anzahl Ecklärungen Kriegerverband von Lehrern ab, die sich des Wohlwollens des Herrn Prof. ftatt. Dieselbe Schädel erfreuen, auch verließt er einige Stellen aus den girt Lich weite verschiedenen Protokollen der Lehrern, aus denen hervorgeht, angrenzenden

daß die Beschwerden nur ganz geringfügige Differenzen ganz

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allgemeiner Art zur Ursache hatten. Abg. Wolf hält das noch der erz Vorgehen des Abg. David auch für verfehlt, warauf Abg. Der Providentia

Dr. David erklärt, daß nach den Mitteilungen eines Ab­geordneten, den er für sehr vertrauenswürdig halte, die Angelegenheit schon vorher einmal mit der Regg. persönlich verhandelt worden sei, er war daher der Ueberzeugung, daß es für den Prof. Noack feinen anderen Weg mehr gebe, als sich in die Deffentlichkeit zu flüchten. Das Verfahren des

Balten die Firmen

Grünberg

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Spinnerei zu Geor

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Geh. Oberschulrat Nodnagel, das alles nur von der mil rantten Herrn

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