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die sachkundige Art der Stiche deutete auf einen Megger hin. Nachdem der Mord in den Zeitungen bekannt geworden war, lief bei uns die Mitteilung der Staats­anwaltschaft in Darmstadt ein, daß einen Monat vorher im

schiedene Fut pure Biarrhaus zu Heppenheim unter ganz ähnlichen Umständen haben gesprochen, die Beweisaufnahme ist geschlossen. Die

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von zwei Tätern ein Einbruch verübt worden sei und baß ein Mezgergeselle Dstar Hudde in Berdacht stehe, einer der Täter zu sein. Dann kamen die Meldungen von den Einbrüchen in die Pfarrhäuser in Garbeck und Klein­Schwalbrch im Taunus. J Oktober war bei einem Ein­bruch in Herdorf Dito Walter festgenommen worden und hotte schließlich, nachdem er zuerst als seinen Mitschuldigen einen Anton Berg aus Ugarn angegeben hatte, eingestanden, daß der andere bei den Einbrüchen Oskar Hudde gewesen set: Es war immer nach demselben Eystem eingebrochen worden: Der eine stieg durch ein Fenster ein und öffnete dem anderen von innen die Tür. Die Art der Ausführung ber Diebstähle, die mitgenommenen Gegenstände waren immer die gleichen. In allen Fällen hatten die Täter aus

Schwurgerichtef Datar Hudde ütterliche Ruhe u Otto Walter nim Anteil. Sigung fäßt d den Brugen Ju canffurt a. M., au D.St. Theoba iber Recherchen a

raum gefüllt und die Stifte der Preßvertreter gleiten schneller über das Papier hin. Man fühlt, es naht die Entscheidung. Wenige Stunden noch und das Urteil über Tod oder Leben ist gefällt. Die Zeugen sind vernommen, die Sachverständigen Plaidoyer sind bei Schluß der Redaktion in vollem Gange. Nach den Repliken wird Hudde noch einmal das Wort erteilt werden und dann ziehen die Geschworenen sich zur Beratung zurück. Kalt und ruhig sizt Hudde auf der Anflagebant, seine Maste ist in nichts verändert; feine Fiber zuckt an ihm. Er ist ein Verbrecher, der sein Mienenspiel - Die Urteils Verfündung dürfte in wunderbar beherrscht. Die Urteils Berfündung dürfte in den Abendstunden zu erwarten sein.

in einer Birtich der Küche Speisen und Getränke geholt und sichs gütlich veranstaltet.

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getas. Stets war am Tage voher die Gelegenheit ausge fundschaftet worden. Das alles stimmte mit den Fest­stellungen in Heldenbergen überein, wo auch am Tage vor her ein verdächtiger Mensch gesehen worden war. Sudde hatte sich in Frankfurt aufgehalten, er hatte dort eine Geliebte gehabt. Er war Radfahrer und es lag nahe, daß er von Frankfurt aus Touren unternommen hatte, nm günftig gelegene katholische Pfarthöfe auszufundschaften. Dann wurde Hudde festgenommen. Die Diebstähle, die er rit Walter unternommen hatte, gab er sofort zu, er wußte ja, daß Walter festgenommen war. Im übrigen sagte er: ich weiß nichts von Schwalbach, ich weiß nichts von Heldenbergen. Das muß hervorgehoben, weil Sie nach der Art, wie er am ersten Tag hier diese Diebstähle unum wunden dargestellt hat, denken fönnten, der Hudde sei doch schließlich ein ganz glaubwürdiger Mensch. In der Tat aber hat er aus Alugheit, falter Berechnung diese Diebstähle zugegeben.

( Fortsetzung folgt)

*

*

Das Bild des Rachmittags.

Je mehr die Verhandlung fortschreitet, je mehr Bublifum drängt in den Saal, zeitweilig erscheinen auch Uniformen. Bei besonders wirkungsvollen Perioden ist auch der Zeugen

-

Cokales.

*** Ein großes Sport- und Volksfest wird wie uns geschrieben wird und auch aus dem Inseratenteil ersicht lich, in den Tagen vom 1. bis 3. Juli vom Gießener Rad­fahrer- Berein 1885 anfäßlich seines 20jährigen Bestehens Der Verein fann auf eine an sportlichen Leistungen sehr erfolgreiche Vergangenheit zurückb.fen und erfreut sich großer Sympathie in allen Kreisen der Bürger­schaft. Die Konstituierung der Festausschüsse ist schon vor einiger Beit erfolgt und alle Vorbereitungen sind in vollem Gange, so daß auf bestes Gelingen des Festes wohl ge­rechnet weden tann. Alle vor dem 1. Juli stattfindenden radsportlichen Veranstaltungen sind mit obigem Fest nicht identisch.

** Einer ungemein starken Beteiligung erfreuten sich die diesjährigen Ausflüge der Gießener Eisenbahner. Das Biel war Marburg. Der erste Ausflug erfolgte am Himmel­fahrtstage und der andere am letzten Sonntage.

A Aus dem Kreise Gießen, 7. Juni. Drei Gemeinde= rechner sind dieser Tage in unserem Kreise gestorben. Rechner Schäfer Hattenrod starb im hohen Alter von 85 Jahren, er feierte 1904 sein 50jähriges Amts- Jubiläum. In Londorf verschied Rechner Schmidt am Schlaganfall und in Hausen entschlief, 64 Jahre alt, der Gemeinberechner Ph. Dern 2.

ARödgen, 6. Juni. Ein Fener brach bei Gastwirt Hensel aus, welches durch spielende Kinder entstand. Scheuer, Regelbahn und Stallung, sowie ein Teil des Wohnhauses wurden ein Raub der Flammen.

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A Laubach, 7. Juni. Die Errichtung einer ober-| bessischen Baszentrale in biefiger Stadt gilt nunmehr als

Sportplatz a. d. Hardt, Giessen.

Pfingst- Montag, nachmittags 3 Uhr:

Internationale

Rad- u.motorwettkämpfe

I. Grosser Preis von Giessen 600 Mk. bar.

Internationales Stunden- Rennen mit Motorschrittmachern.

2. Begrüßungsfahren

3. Vorgabefahren

4. Ausscheidungsfahren 5. Motorrennen

2000 Meter.

2000

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Preise der Plätze:

nummer. Bank, lag

Tribüne Sperrsiz, Sattelplatz

Vorverkauf Mt. 2.-; an der Kasse Mt. 2.50

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2.00

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1.-;

1.20

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1.20

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1. Plaz, nummer. 2. Plaz

Vorverkaufstellen:

Konditorei Hettler, Südanlage, Schreibmaterialienhandlung H. Noll, Mäusburg und Café Amend. Die Mitglieder des Kuratoriums wollen die ihnen zustehende Eintrittskarte in der Konditorei Hettler bis zum Renntage, mittags 12 Uhr, in Empfang nehmen.

Bekanntmachung.

Das 1. Ziel Gemeindeftener ist innerhalb

8 Tagen bei Vermeidung des Beitreibungsverfahrens

zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen.

Gießen, den 7. Juni 1905.

Der Stadtrechner: Dorpfer.

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Bekanntmachung.

Der Betrieb der Wirtschaft in der Festhalle zum 50jährigen Bestehen der beiden hiesigen Freiwilligen Samstag, den 10. Juni 1905, vorm 11. Uhr Feuerwehren soll an einen kautionsfähigen tüchtigen wird im Bürgermeistereigebäude die Grasnukung von Wirt verpachtet werden.

Die Halle faßt ca. 2000 Personen; der Betrieb be­steht in Wein, Bier, warmen und falten Speisen, Kaffee, auch findet ein Festessen statt.

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waldes öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, 5. Juni 1905.

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Gießen, den 6. Juni 1905.

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gesichert. Der Bau der Fabrik soll im Sommer begonnen darunter die Städte Hungen, Grünberg, Schotten, Ulrichstein werden, sie kommt in die Nähe des Bahnhofs. 16 Drte, A Laubach, 7. Juni. Das unter dem Namen Ausschuß und Laubach haben bereits ihren Anschluß erklärt. im Schüßengarten" ftatt. bekannte Volksfest der Laubacher findet in der Pfingstwoche

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A Wetterfeld, 7. Juni. Hier ist mit dem Neubau einer Molkerei begonnen worden, die zu 30 000 f. ver­anschlagt ist.

* Nieder- Wöllstadt. Am Sonntag herrschte in unserem Orte reges, turnerisches Leben; die Gauturnfahrt des Gaues Hessen führte Nieder- Wölstadt aus allen Orten des Gaues frische muntere Gesellen in stattlichen Scharen zu. Kurz nach 1 Uhr sammelten sie sich zum Fest­zuge, der eine halbe Stunde später durch unsere feftlich ge­schmückten Straßen sich zum Festplatz bewegte. Dort hielt Pfr. Orth eine packende Festrede, worauf der zweite Gau­vertreter Eidmann den Dank der Turnerschaft dem Feſt redner und dem Verein des Orts für den Empfang dar Das Wetturnen bestand in Freiweit, brachte. An den sich anschließenden Stabübungen beteiligten sich 143 Turner. Freihoch, Stabhochsprung und Steinstoßen. Als Sieger Schwarz- Gießen, M.- T.- V; 2. Pr. 341 P. Balth. gingen hervor mit dem 1. Breis mit 36 Punkten C. Dort- Großen- Buseck, 3. Pr. 33½ P. Gottl. Kujus- Mur­5. Pr. 32 P. Alb. Münch- Wezlar. Ferner erhielten noch burg T.- V; 4. Pr. 32½ P. C. Salzmann- Bad Nauheim; den 6. Preis Heinrich Hamel T.-V. Gießen, den 9. Preis Wilh. Schnidt- Launsbach, 10. Wilh. Wiederstein M.-T.-V. Gießen, 12. H. Hahn- Großen- Buseck, 14. Rich. Schubecker T.-V. Gießen, 15. Jakob Steinmüller M. T.-V. Rodheim, 17. Wilh. Menges- Leihgestern, und je einen 18. Preis Thöt M.-T.-V. Gießen. Sch. Wagner und W. Hoffmann- Großen- Linden und Wilh.

Siesemer landwirtschaftlicher Wetterbienft. Borausfitlige Bitterung in Hessen für Freitag, den 9. Juni. Vorwiegend wolkig. Temperatur ziemlich fühl. Binbig. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: 1b in Klein, für den übrigen Jubalt: Georg Horn, belde in Gisken.

Bekanntmachung,

die Umlagen der Stadt Gießen betreffend. Die Stadt Gießen erhebt für das Rechnungsjahr 1905 an Um­lagen 120 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer und den doppelteu Grundzahlen der Grund, Gewerbe- und Kapitalrenten­steuer.

Ferner kommen zur Erhebung:

1. von den Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde 10 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer und den doppelten Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Kapitalrentensteuer;

2. von den Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde dieselben Zuschläge.

Die Erhebung erfolgt in 6 Zielen, und zwar in den Monaten Mai, Juli, September November 1905, Januar und März 1906. Das Heberegister liegt vom 7. bis 15. Juni d. J. auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15- zur Einsicht eines jeden Be­teiligten offen.

-

Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis ge= bracht, daß Beschwerden gegen dasselbe nach Vorschrift des Artikel 96 der Städteordnung binnen 4 Wochen bei Großh. Kreisamt Gießen borzubringon sind, und daß später vorgebrachte Reklamationen keine Berücksichtigung finden können.

Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Bekanntmachung der Um­lagen durch Großb. Kreisamt Gießen im Regierungsblatt unterm 2. b. Mts. erfolgt ist, daß daher die Frist zur Vorbringung von Reklamationen, welche gegen Erhebung der Umlagen überhaupt ge= richtet sind, von diesem Tage und für Reklamationen, welche gegen die Beitrag spflicht oder das angenommene Beitragsverhältnis ge­richtet sind, vom Ende der Offenlegungsfrist ab läuft. Gießen, 6. Juni 1905.

P.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

J. V.: Curschmann.

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Alte Blumentöpfe, Kästen, Kübel, freies Land, auch schlechter Boden ist verwendbar: nach drei Tagen gehen die Samen auf, man hat später nichts weiter zu tun, als die Zwelge hoch zu binden und dann rankt es und blüht es den ganzen Sommer hindurch bis tief in den Herbst hinein. Die Aufträge sind zu richten an die Blumengärtnereien Peterseim Erfurt, welche Firma den Verkauf und den Versand vornimmt.

Der Verkauf wird am 19. Juni ge­schlossen. Aufträge werden nur noch bis zu diesem Tage entgegen­genommen, da der Samen- Vorrat zu Ende.diging m