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Aus dem Gerichtsfaal.

§ Das Reichsgerichtsurteil im Königsberger Hochverrats prozeß lautete auf Verwerfung sowohl der Revision der An­geflagten wie auch der des Staatsanwalts. Somit bleiben die f. 3t. megen Geheimbündelei gegen die Angeklagten er­fannten Gefängnisstrafen von 1 bis 3 Monaten bestehen. Was die Revision des Staatsanwalts anlangt, der die An­geflagten wegen Hochberrats verurteilt wissen wollte, so wurde ausgeführt, daß der§ 102 feine Anwendung finden tönne, weil die Gegenseitigkeit von Rußland weder durch einen besonderen Vertrag noch durch Gesetz verbürgt sei, und die Versicherung des russischen Botschafters, daß die Gegen­seitigkeit verbürgt werde, deshalb nicht in Betracht kommen fönne, weil die Gegenseitigkeit bereits zur Zeit der Tat ver­bürgt gewesen sein müsse.

Die Schiller- Feier in Gießen.

Der zweite Feftatt.

Die Musit- Aufführungen.

So feiert ihn! Denn was dem Mann das Leben Nur halb erteilt, soll ganz die Nachwelt geben Durch die weiche, warme Luft fallen rasch aufeinander zwet glodenhelle Töne. Halb fünf Uhr. Es ist noch früh, aber trogbem haben sich schon einige Festteilnehmer ein­gefunden, die eilig in das Bortal eintreten. Gleich darouf unterbricht ihr gedämpfter Schritt, faft faum vernehmbar, für Momente die ernste Ruhe des Saales. Und dann wieder Stile. Ernst und schweigend ruht der Saal wie zuvor und ernst und schweigend wölbt sich auch der Lorbeer um den deutschen Geistesheros und läuft die lebende Guirlande zum Drchefter hinauf. Das Ganze atmet schlichte Vornehmheit. Aber nicht lange währt die Ruhe mehr. Immer zahlreicher eilen die Festteilnehmer herbei und immer mehr füllt sich der weite Raum der Turnhalle, der zum Konzertsaal um­gewandelt ist. Das Bild gewinnt fortwährend an Farben und Abwechslung, an der Seite des schwarzen Rocks er­scheinen zarte, duftige Roben und streben gemeinschaftlich mit ihm den Bläßen zu. Auf allen Seiten wallt es jetzt auf und ab. Da mischen sich die Studenten- Berbindungen in vollem Wichs in das Treiben, zweifarbiges Tuch tritt ein und zum Bodium steigen Sänger und Sängerinnen, Rünftler und Künstlerinnen empor, Chor und Orchester nehmen ihre Plätze ein und werden immer lebhafter von der lebenden Guirlande umfaßt. Blöglich hört alle Bewegung auf und der Saal liegt in schweigender Erwartung da. Universitäts­Musikdirektor Trautmann hat den Dirigentenstab er­hoben und gleich darauf fezt das Orchester, die Kapelle unferer 116er, ein und die ersten Attorde der Goetschen Rompofition über Schillers" Ränie" rauschten auf, Soliften und Chor seßten ein und in wundervoller Harmonie fanden sich die Töne. Lautlos in Andacht versunken lauschte der Saal und löste diesen Bann auch nicht, als die Aufführung geendet. Erst Professor Dr. Behaghel brach durch seine Feftrede die Stille. Mit flarem, volltönenden Organ führte er den Werdegang des Dichters vor und deckte die Be ziehungen Schillers zum modernen Leben auf. Der Redner knüpfte an die Feier des hundertsten Schillerschen Geburts. tages in Gießen. Er erwähnte, daß der derzeitige Fest: redner mit Bezug auf die damalige politische Berrissenheit des deutschen Vaterlandes Schiller als einen Sonnenblid empfunden habe. Heute schlingt sich der eiserne Reif der Einigkeit um alle deutschen Stämme und Achtung gebietend wie nie zuvor steht das Reich da. Aber die Uneinigkeit hat in deutschen Landen nicht aufgehört, drohend hebt der innere Swift sein Haupt, um uns mit seinem Parteihader die idealen Güter zu entreißen. Der Grundton des modernen Beitgeistes ist auf Haft und Erwerb gestimmt, Korn, Eisen und Kohlen süllen den Tag aus. Da wird Schiller uns zu einem Ruhepunkt, an dem wir uns wieder sammeln können. Schon ziehen andere Strömungen durch

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die Welt und die Menschheit sehnt sich nach dem Idealizmus zurück. Als erfreuliches Beichen gilt es Professor Behaghel, daß die Studentenschaft, die Jugend, den Anlaß zu der Schiller- Ehrung gegeben hat und ihr Ruf an teiner Alters­grenze ungehört verhallt ist. Schiller gehört allen. Mag der moderne Mensch ihn auch nicht mehr in allen Punkten unterschreiben das ist natürlich, da ihn ganz andere Schwingungen umspielen so ist Schiller nichtsbestoweniger in seine gedankliche Welt und sein Leben verwoben. Schritt um Schritt ist Schiller vorgedrungen, immer herrlicher seinen Genius entfaltend. Beigen seine ersten Dramen nur ein­seitig den Angreifer oder Angegriffenen, so ftellt in Rabale und Liebe" sich doch schon die Gesellschaft voll zum Hieb und Gegenhieb und offenbart sich dadurch in ihrer ganzen Moral. Aber noch ist Schiller die Kunst das Mittel, zu den Massen zu reden, noch ist die Sprache stürmisch und drängend: der stärksten Leidenschaft gilt auch der stärkste Ausdruck. Dann tritt die große Ruhepause ein, der Dichter steigt aufs Katheder, schreibt Geschichte, liest Geschichte und liegt ästhetischen Studien ob. Das Pendel wendet und schlägt vom Weltbürgertum auf die Liebe zum Vaterlande zurück. Jezt springt der Quell von neuem auf und der Dichter schafft die Reihe seiner gewaltigen Meisterwerke. Alles ist jest geläutert und klar, die Formel stets auf den fürzesten Ausdruck gebracht. In fließenden, fest geschlossenen Perioden führte der Festredner den Aufstieg des Dichter. gestirns in das Zenith vor.

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Den Beschluß des Festaktes machte die Aufführung des Schlußsages der Beethovenschen neunten Eymphonie in D- moll

über Schillers Ode an die Freude. Auch hier vereinigten sich unter der umsichtigen Leitung des Musikdirektors Traut manu die Mitwirkenden zum hinreißenden Zusammenspiel und nur das Sopran- Solo differierte um fast etnen halben Ton. Doch vermochte dieses nicht, ernstlich die Wirkung zu beeinträchtigen. Es waren weihevolle Momente, dir durch den Saal gingen und alles in ihren Zauberbann schlugen. Und dann ist der Festakt zu Ende. Langsam leert sich das Haus und ernst und schweigend wölbt sich der Lorbeer wieder um das Haupt des Meisters.

Lokales.

8. Mai 1905.

** Der Großherzog empfing u.. am 6. Mai den Generalmajor von Schmidt, Kommandeur der 25. Ra­vallerie- Brigade( Großh. H ss.) und den Amtsrichter Gläser von Grünberg.

** Der Großherzog hat am 6. Mai den Bau­inspektor des Hochbauamts Gießen, Geheimen Baurat Karl Reuling zu Gießen auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Dienstnachfolgers an in den Ruhestand versezt und ihm aus dieser Anlaß die Krone zum Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Phil pps des Großmütigen verliehen.

** Der Großherzog hat den Bantbeamten Otto Seipp aus Büßfeld zu Direktions- Assistenten bei der Landes- Hypotetenbank ernannt.

*** Am Mittwoch, den 10. d. M., vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sihung des Provinzial ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages­Ordnung statt: 1. Hilfsbedürftigkeit des Ludwig Thalmann Eheleute in Burg- Gräfenrode; hier Klage der Ortearmen­verbandes Burg- Gräfenrode gegen den Landarmen verband Friedberg. 2 Gesuch des Johann Michael Desch zu Bleichenbach um Erlaubnis zum Betrieb einer aftwirtschaft. 3. Gesuch des Heinrich Luft III. zu Hart­mannshain um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein.

*** Am Freitag passierte der Reichstanzler Graf Bülow auf seiner Reise nach Karlsruhe Gießen mittels Salonwagens.

*. Geschworenenlikte. Bu der am 2. Juni 1905 in Gießen beginnenden Sizungsperiode des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen sind folgende Geschworenen ausgeloft worden: Landwirt Hch. Chr. Fauerbach in Büdesheim, Müller und Landwirt Karl Goppel in Pfordt, Landwirt Joh. Hensel 3. in Schwalheim, Landwirt Reinhard Diefen­bach in Freienseen, Landwirt Sch. Karl We th in Nieder­Wölstadt, Landwirt Ronrad Wagner in Odenhausen, Kreis Gießen, Kaufmann Herm. Dürbeck in Lauterbach, Landwirt Beter Görnert 3. in Queckborn, Landwirt Peter Well 3. in Ober- Breidenbach, Bankier Ludwig Radke in Gießen, Land­wirt Sch. Horst 3. in Ruppertenrod, Fabrikant Wilh. Wenzel in Lauterbach, Bürgermeister Leschhorn in Obbornhofen, Landwirt Ph. Stoll 2. in Echzell, Bankier Ph. Jöckel in Grünberg, Fabrikant Bruno Büttner auf Hof- Graß, Mehl­händler Karl Heinrich Rausch in Friedberg, Rechner Geift in Ober- Widdersheim, Ingenieur A. Julius Wezel in Nieder- Erlenbach, Bäder Jakob Thring- Lich, Landwirt Gg. Seyboldt 1. in Nieder- Eschbach, Bäcker Windisch in Fried­berg, Bankier Bücking in Alsfeld, Maurermeister Mezen­dorf in Schlitz, Delmüller Koch in Alsfeld, Pachter H. Kraft in Bonhausen, Möbelhändler Bindewald in Friedberg, Rentner Freiherr Riedesel zu Eisenbach in Sickendorf, Land­wirt Andreas Lepper 3. in 8ell.

* Die feierliche Neberreichung der Gesellen­briefe an diejenigen Prüflinge, welche innerhalb des Be= zirts Gießen beim Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevereins und demjenigen bei der Bäckerinnung in diesem Früh­jahr die Gesellenprüfung in praktischer und theoretischer Hin sicht bestanden hatten, fand gestern vormittags 11 Uhr in der Turnhalle der Höheren Mädchenschule statt. Der Vor­sigende des Prüfungsausschusses des Ortsgewerbevereins, Baumeister Traber, eröffnete die Feier mit einer Begrüßung der Gäste und Vertreter des Handwerks und wies_dann auf die große Bedeutung der Gesellenprüfung hin. Er be­tonte ganz besonders die nachteiligen Folgen, welche durch eine Nichtablegung dieser Prüfung für einen fünftigen selbst­ständig werden wollenden Handwerker nach sich ziehe. Ein solcher Handwerker darf dann z. B. teine Lehrlinge anlernen und darf insbesondere auch die Meister prüfung nicht ablegen. Die Brüflinge ermahnte er eindringlich, nicht etwa mit heute das Lernen als beendet anzusehen, sondern von jetzt ab sich zu bemühen zunächst erst ein tüchtiger Geselle zu werden, um später durch Ablegung der Meisterprüfung ein tüchtiger angesehener Handwerksmeister werden zu können. Hierauf sprach er die Prüflinge zu geseglich geprüften e- sellen in ihrem Handwerk. Anschließend beglückwünschte Rommerzienrat Heichelheim für die Handelskammer, Weißbindermeister 2. Petri im Auftrag der Handwerks. L. fammer, Rommerzienrat Heyligenstaedt für den Drts­gewerbeverein die Prüflinge und sprach der letztere besonders den Prüfungsmeistern seinen Danft aus für die ehrenamtlichen Bemühungen. Der Obermeister der Bäckerinnung dankte für bas Entgegenkommen, daß heute die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe in Gemeinschaft mit dem Prüfung aus­schusse des Ortsgewerbevereins stattfinden fönne und ermahnte alsdann seine Prüflinge in eindringlicher Weise im Streben nach Weiterbildung nicht zu erlahmen und tüchtige Gesellen zu werden. Nunmehr überreichte Schlossermeister Dörr mit einer feringen Ansprache die Gefellenbriefe und lies den Handschlag durch die beiden Altmeister Schreinermeister Beil, Schmiedemeister Heß, dem Jungmeister Wagnermeister Mühlich und dem Schreinergesellen Rintel vornehmen. Ein gleiches tat hierauf Bäckermeister Frey, den Handschlag nahmen hier Obermeister Pfeiffer und Bäckermeister Horn Zum Schluß sprach der Junggeselle Weigel den Dank aus für die Mühewaltungen der Prüfungsausschüsse. Bur diesjährigen Prüfung hatten sich zusammen 99 Prüflinge aus 29 verschiedenen Gewerben zur Prüfung gemeldet.

ab.

** Die tätowierte Dame. Miss Carri hat bei ihrem ersten Auftreten in Gießen, Restaurant Adler", sehr gut abgeschnitten, indem sich eine ganze Anzahl Bewunderer eingestellt hatten. Sehr angeneh berührte das Dezente und B scheidene in ihrem Wesen. Ein Besuch ist durchaus empfehlenswert.

** Gestern Vormittag verunglüdte in der Nähe der Ganseburg ein aus Gießen gebürtigter Radfahrer. Der selbe erhielt schwere Verlegungen am Kopfe und wurde, nachdem er von einem herbeigerufenen Heilgehilfen verbunden, mittels Droschte nach seine Wohnung verbracht.

Klein- Linden. Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde hier die 5. Schulftelle errichtet.

Infolge Heuchelheim. Verlorener Schmuck. der Feldbereinigung sind im Laufe des Winters die Bappel. und Erlenbäume im sogenannten Heßlar abgeholzt worden. Der von Spaziergängern so gerne aufgesuchte Heßlar hat dadurch seine ehemalige Schönheit vollständig eingebüßt.

A Steinbach, 7. Mai. Der Kriegerverein feiert am 21. Mai fein 30jähriges Bestehen und erhält die Raiserschleife.

Hungen. Dem seitherigen Schulverwalter Staubach in Gießen wurde eine Lehrerstelle an der hiesigen höheren Bürgerschule definitiv übertragen.

** Nieder Ohmen. Lehrer Massing, welcher längere Jahre hier tätig war, hat in Laubach die 3. Lehrstelle über­tragen bekommen. Schulverwalter De chau versieht vor­läufig provisorisch den Dienst bis später ein anderer Lehrer definitiv nach hier versetzt ist.

Homberg a. d. Ohm, 7. Mai. Lezten Dienstag fand im Lokale des Karl Schildwächter die fonftituierende Versammlung der hiesigen Gemeinnüßigen Baugenossenschaft" statt. Der Genossenschaft traten 39 Mitglieder bei.

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§ Strebendorf, 7. Mai. Auszeichnung. Der Groß­herzog hat die anläßlich seiner Vermählung geftiftete Medaille dem Präsidenten des hiesigen Kriegervereins August Schmid! verliehen.

Kriegerkameradschaft Hassia.

Dem vor kurzem erschienenen Jahresbericht der Krieger fameradschaft Dassia für 1904 entnehmen wir, daß die Hassia den stattlichen Zuwachs von 33 Vereinen mit 1780 aftiven und 115 passiven Mitgliedern zu verzeichnen hatte, sodaß sie Ende 1904 einen Gesamtbestand von 900 Vereinen mit 54 724 aftiven und 6940 passiven, zusammen 61 564 Mitgliedern zählte.

Von ihren Ehrenmitgliedern ist Seine Erlaucht der Graf Dito zu Solms- Laubach im Jahre 1904 verstorben. Neu erteilt wurde die Ehrenmitgliedschaft dem Herrn Grafen Driola in Büdesheim.

Das Gesamtvermögen des Verbandes und seiner Stiftungen hat sich um 12 957 Mt. erhöht und beträgt 182 329 Mt. Die einzelnen Vereine besaßen Ende 1903 ein Gesamtvermögen von 477 174 Mt., einen Inventarwert von 380 987 Mt.

Die Zahl der Abonnenten des Verbandsorgans Der Hessische Kamerad" ist von 1571 am 1. Januar 1903 auf 2636 am 1. Januar 1904 und auf 3600 am 1. Januar 1905 geftiegen. Hassia- Kalender wurden 42 629 abgesetzt. 86 Vereine find im verflossenen Jahre durch Verleihung der Kaiserlichen Fahnenschleife ausgezeichnet worden; 28 Vereinen wurde die Erlaubnis erteilt, das Großherzogliche Staate­wappen in ihrer Fahne zu führen.

Die Ehrentafel des Berbands gelangte an 59 Rameraden und 9 Vereine zur Verteilung.

Auf Kosten des Verbands wurden 332 Vorträge in den Vereinen gehalten und dafür 2120 Mt. verausgabt. Im Präsidium des Verbands traten folgende Benderungen ein: Der 1. Präsident, Oberstleutnant a. D. Cramolini und Erlaß Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs vom Landgerichtsrat Sandmann schieden aus. Durch Allerhöchsten 11. Januar 1905 wurde Se. Excellenz Generalleutnant z D. ersten Präsidenten ernannt. Als Präsidiai Erlaß Sr. Hof zum mitglieder traten neu ein die Kameraden Lehrer Will in Rendel

und Kreisamtmann Gagner in Mainz. An Unterſtüßungen wurden vom Verband 10115 Mt. ausgezahlt. Die Lokal bereine gaben hierfür im Jahre 1903 41 817 Mt., seit ihrem Bestehen 691 796 Mt. aus.

8ur Erinnerung an die Vermählung Sr. Königlicher Eleonore zum Solms- Hohensolms- Bich veranstaltete die Hassia Hohet des Großherzogs mit Ihrer Turchlaucht der Brinzessin eine Sammlung zur Errichtung einer Stiftung, deren Er­trägnis bedürftigen jüngeren Rameraden, welche sich verehe­lichen, zu Gute kommen soll. Es wurden 12 200 Mt. auf gebracht, welche die Ernst- Ludwig. Eleonoren- Stiftung bilder, deren Stiftungsurkunde von Sr. Königl. Hoheit dem Groß herzog am 8. April d. Js. erlassen worden ist.

Siegsacr landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, wärmer, zeitweise Windig.

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9. Mai. Seiter, nach fühlerer Nacht am Tage etwas

( Näheres durch die Gießener Wetterfaite.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente:: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beth. in Gieken.

Ehret Schiller durch einen Bei­

trag zur Schillerspende! Zweck derselben ist die Förderung der Volksbildung auf dem Lande. Gaben nimmt entgegen der Verlag dieses Blattes bezw. Herr Charles 2. Hallgarten in Frankfur: a. M., Neue Mainzerstr. 74.