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Farben, ziehen sich Blumenranten in den gleichen Nuancen. Alle öffentlichen und viele Privatgebäude tragen Flaggen, der Potsdamer Bahnhof hat seine Front in ein festliches Gewand gehüllt und das ehrwürdige Brandenburger Tor prangt in bunten Tönen.

Das Menschengewoge erreicht um die Mittagsstunde eine beängstigende Intensivität, obwohl die via triumphalis und deren unmittelbare Umgebung abgesperrt sind. Zur Spalier­bildung ziehen die Schulen, Kriegervereine, Gewerke und Innnungen auf; die alten Mannschaften der Garnison Berlin rücken mit flingendem Spiel an, um vom Brandenburger Tor bis zum Schloß Aufstellung zu nehmen.

Die Ehrentompagnie auf dem Bahnsteig des Potsdamer Bahnhofs stellt das zweite Garde- Regiment. Hier finden sich von 2% Uhr ab ein der Kronprinz, die Prinzen des König­lichen Hauses und die in Berlin und Potsdam anwesenden Prinzen anderer souveräner deutscher Häuser; die Herren des Hauptquartiers, die Generale und Admirale der Garnison Berlin und die direkten Vorgesetzten der Ehrenkompagnie mit dem General- Feldmarschall v. Hahnke und dem komman­dierenden General v. Kessel an der Spize; ferner die Herren und Damen der spanischen Botschaft.

Die auf dem Pariser Platz und am Opernhause errich­teten Tribünen sind mit einer Jewählten Gesellschaft gefüllt.

Um 2 Uhr 50 Minuten lief der Zug mit dem König ein. Kaiser Wilhelm war schon vorher erschienen und promenierte auf dem Bahnsteig. Als König Alfons dem Wagen entstiegen war, umarmten sich die Monarchen, die Truppen präsentierten und die Musik spielte den spanischen Königsmarsch. Nach der Vorstellung des Gefolges defilierte die Ehrenkompagnie im Barademarsch vor bei und dann wurde die Fahrt nach dem Schloß angetreten.

Auf dem Pariser Platz begrüßte Oberbürgermeister Kirschner den König als Freund und Gast des Kaisers und des deutschen Volkes. König Alfons dankte in deutscher Sprache und sprach die lebhafte Freude darüber aus, nach seinem langgehegten Wunsche endlich in Berlin zu sein.

Unter jubelnden Zurufen der zahllosen Schaulustigen wurde die Fahrt nach dem Schloß fortgesetzt. Dort ange­tommen, empfing die Kaiserin den Gast unter herzlicher Begrüßung. Abends um 8 Uhr fand große Gajatafel statt.

Madagassen in Paris.

( Eig. Bericht.)

Paris, 5. November.

Der Wechsel auf dem Posten des Generalgouverneurs von Madagastar lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die verhält nismäßig große Anzahl von Eingeborenen Madagaskars, die sich in der Seinestadt aufhalten. Man weiß, wie sehr die entthronte Königin Ranavalo, der Zwangsaufenhalt in Algier angewiesen ist, sich nach den Freuden und Genüssen des Pariser Lebens sehnt. Mehr wie für die 20 000 Francs, mit der die Regierung ihr fürzlich das Ruhegehalt" aufbesserte, dankte sie den Machthabern für die Erlaubnis, einmal wieder Pariser Luft atmen zu dürfen. Ach so wenige Tage waren es, unbarmherzig mahnte die Zeit an die Rückkehr auf den heißen Boden Afrikas. Und die ehemaligen Untertanen der depossedierten Fürstin eifern ihr in der Vorliebe für Paris mach. Paris übt auf alle Madagassen, die einmal hier ge wesen sind, einen unwiderstehlichen Einfluß aus.

Die Eingeborenen der großen, von Frankreich eroberten Insel sind geborene Boulevardiers. Die meisten Madagassen sino natürlich zu Hause geblieben, aber seit der Ausstellung von 1900 sucht der Generalgouverneur jedes Jahr Ein geborene nach Paris zu schicken, damit sie sich in ihren Bes rufen vervollkommnen, und sie bilden manchmal eine ganze fleine Kolonie, deren Ueberwachung gewöhnlich dem Madagaskar­Komitee anvertraut wird. Die einen studieren Medizin- die anderen Mechanik; einer widmet sich der Jurvelierkunst, nebenbei auch der Kunst des Zahnziehens, während ein anderer sich mit Problemen der Elektrizität vertraut macht. Es gibt auch Musiker unter ihnen, der Madagasse ist nämlich sehr musik: liebend, und man erwartet gegenwärtig in der Violinklasse des Konservatoriums einen Schüler aus Madagaskar, der den vor einiger Zeit mit einem zweiten Preise bedachten jungen Ralalao ersetzen soll; Ralalao, dessen Name aus Musiknoten zusammengesezt zu sein scheint, war Flötenspieler. Was sie in Paris aber auch treiben oder spielen mögen, eines haben sie alle gemeinsam: sie schwärmen für das Pariser Leben. Sie bewegen sich natürlich nicht in den vornehmsten Kreisen, aber sie haben Glück bei Frauen und schnüffeln am Abend, wenn sie ihre Arbeit beendet haben, gern an den hell er leuchteten Schaufenstern der großen Warenhäuser umher. Jeder schnüffelt aber für sich, zuerst weil sie sich gegenseitig von ganzem Herzen verabscheuen, dann weil sie sich allein in ihrer Geckenrolle ernst nehmen können. Sie sind nämlich in ihrer Art wirkliche Gecken. Sie träumen von Jacketts nach der neuesten Mode und haben, wenn sie erst in Paris sind, nichts anderes im Sinn, als wie echte Pariser aufzu treten. Wie echte Pariser" ist allerdings mit Vorsicht auf: zunehmen; sie tragen nämlich mit Vorliebe gelbe Anzüge mil grünen Würfeln und Kravatten von einem beängstigenden Rot

Wie sehr sich die braunen Landsleute an europäische Mode und Uebermodebegriffe gewöhnt haben, beweist ein Vor tommnis der letzten Tage. Ein junger Madagasse, dessen Lehrzeit abgelaufen war, sollte Paris verlassen und nach Jamatave zurückfahren. Man schickte sich an ihn fortzubringen, beglich feine Rechnungen, bezahlte seine Miete usw.; als man sich aber bei ihm einfand, um ihn zum Bahnhof zu begleiten, erfuhr man, daß er verschwunden sei. Der braune Ranaivo hatte fich auf die Gefahr hin, den Zorn des General gouverneurs auf sein Haupt zu laden, versteckt und kam erst dann aus seinem Versteck hervor, als das nach Madagaskar fahrende Postschiff sich schon auf hohem Meere befand. Nun erst erfuhr man, warum er ausgerückt war; er hatte sich eine bunte Weste bestellt und der Schneider hatte sie ihm nicht zur rechten Zeit geliefert! Bei der nächsten Dampferabfahrt machte er nicht die geringsten Schwierigkeiten und ließ sich ruhig aufs Schiff bringen; jezt hatte er aber auch seini Weste.

Der französische Staat tann zufrieden sein, wenn die Bewohner der großen und schönen Insel ihm weiter keine Schwierigkeiten machen. Bunte Westen gibt man gern ein Land von dem Werte Madagaskars.

Soziales Leben.

× Generalstreit der französischen Arsenalarbeiter. In Frankreich steht eine größere Lohnbewegung bevor, wenn das Marineministerium den Forderungen der Arsenal- Arbeite nicht nachgibt. Infolge der Entlassung von Zeughausarbeitern in Brest und Lorient haben die Arbeiter der anderen franzö

sischen Arsenale ein Ultimatum an den Marineminister be schlossen, dessen Ablehnung den Generalausstand zu Folgi haben würde. Verlangt wird die Wiedereinstellung der ent lassenen Arbeiter und Gewährung des freien Versammlungs: und Wortrechtes. Eine Versammlung von über 3000 År: beitern in Toulon stimmte für den Streik.

Nab und Fern.

Ein ländlicher Othello. Jm Dorfe Radelübbe in Mecklenburg erschoß ein einundzwanzigjähriger Knecht wegen hoffnungsloser Liebe ein sechszehnjähriges Mädchen beim Gänserupfen. Als der erste Schuß versagte, holte der Mörder eine zweite Patrone und traf das Mädchen in das Herz.

Mord auf dem Jahrmarkt. In Gandersheim ge­rieten zwei auf dem Jahrmarkt musizierende Zigeuner- Gesell­schaften in Streit. Der Zigeuner Robert Schmidt aus Lobach erhielt einen Stich in den Unterleib, der seinen Tod herbei führte. Der Mörder entfloh, wurde aber nach heftiger Gegen wehr verhaftet.

Stätselhafter Tod. Bei einer Felddienstübung, die von einem Teile des 1. Hannoverschen Infanterie- Regiments Nr. 74 allgehalten tourde, waren auch Spielleute mit Gewehren eingetreten, und einer war als Beobachtungsposten aufgestellt. Er wurde mit einem Schuß in der Brust aufgefunden. Man nimmt an, daß er sich auf sein Gewehr gestützt und daß dieses sich durch einen unglücklichen Zufall entladen habe, wobei der Verschluß der Platzpatrone, mit der das Gewehr geladen war, ihm in die Brust drang.

Ein Räuber im Eichsfeld. Die Bewohner der Dörfer im Eichsfelde werden durch einen rabiaten Menschen derartig geängstigt, daß sie sich nicht mehr getrauen ihren Ort zu verlassen. Es ist ein früherer Techniker, der auf die Bahn des Verbrechens geraten und wegen verschiedener Dieb­stähle festgenommen war. Er entsprang seinem Transporteur und streift nun in den Wäldern umher, wo er sich den Ver­

Gauturneriha emeinde Bockenheim hat b berzutreten. Der Verein der größte des Main- T > Geiß- Nbda, 5. ftigen Schlag gegen bie

+ Weihnachtssendungen nach den deutschen Kolonien müssen jetzt abgesendet werden, worauf toir alle, die in diesen Gebieten Angehörige haben, besonders aufmerksam machen. Für Deutsch- Südwestafrika gehen die letzten Paketdampfer am schon am 11. November. Ueber Italien können hier indessen noch am 20. November Packete gesandt werden. Nach Kamerun und Togo sind die letzten Gelegenheiten am 10. und 13. No­vember ab Hamburg. Packete nach unseren anderen Kolonien würden nicht mehr zu Weihnachten ankommen, wohl aber Briefe, Zeitungen, Drucksachen. Die letzten Danipfer hierfür gehen am 7. November nach Neuguinea, am 21. November nach den Karolinen, am 10. November nach Samoa, am 8., 10. und 17. November 1 ch Kiautschau. Es ist also die höchste Zeit für den, der noch Liebesgaben an, ene Angehörige zu Weihnachten absenden will.

15. und 25. November ab Hamburg, für Deutsch- Ostafrika Unser Bürgermeister Lind

Lokales.

Brüche erlitt.

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Kelsterbach, 6. N bahnunglück ereignete bei der Einfahrtsweiche Mähe der Kunstfeidefabr 88 Uhr 50 Min. abende fehr befest ist, hatte gef Biaris starte Berspätung Gitrede nicht noch größer aus ein Borzug ab, der g Relfterbach eintraf Gin Geleife am Bahnhof rang

7. November 1905.

** Das Großherzogliche Paar ist gestern Abend von seiner Pariser Reise nach Darmstadt zurückgekehrt.

inzufahren, geriet mit der Shnellzuges. Ein furd Durch bie große Gefchwin fuhr, wurde ber Güterzug Bei dem Zufammenstoß w SanFranff. Gen. Ung," g

Konzert dieses Winters brachte ein selten schönes Programm.

X Konzert- Berein Gießen. Gleich das erste eine leicht verlegt. Die M

in Es und die Achte Symphonie" bildeten ein in sich ab- Bolinder sind zerschmettert, geschlossenes Ganze in vorzüglicher Zusammenstellung. Welche Güterwagens ist umgef Symphonie hätte sich wohl nach dem an Schönheiten in Ton di Höhe gehoben. Hinter folgungen der Gensdarmerie immer wieder zu entziehen gerade die achte mit ihrem fast wie Haydn anmutenden zerümmert ist und sofort und Farbe so reichen Klavier- Konzert besser geeignet, als juges befand sich ein lee ersten Sazz, dem Rokfoto Scherzando, gemuatlichen" geziet. Dieser Schuhwag

versteht. Bug- Zusammenstoß. In Station Kelsterbach, fuhr ein Schnellzug auf einen Güterzug. Die beiden Lokomotivführer und ein Heizer erlitten schwere Verletzungen. Zwei Reisende

wurden leichter verwundet.

Bei der Feuerwehrübung verunglückt. Am Rat­hause zu Bant fand eine gemeinsame Uebung der Feuerwehr von Bant und Wilhelmshaven statt. Dabei brach eine Schiebe­Leiter zusammen. Ein Werftarbeiter wurde getötet, zwei andere erlitten schwere Verlegungen.

Gefährdung des Orient- Expreßzuges. Kurz vor dem Rosensteintunnel in Württemberg zwischen Stuttgart und Kannstatt entgleisten zwei Güterzüge mit je einer Achse. Der auf einem anderen Geleise durch den Rosensteintunnel fahrende Orientexpreßzug Wien- Paris Streifte an den entgleisten Wagen, wodurch seine Lokomotive und seine Wagen, namentlich der Speisewagen Leschädigt wurden. Im Speisewagen entzündete sich das ausströmende Gas. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Die beiden Packwagen des Orientexpreßzuges sind entgleist. Vom Zugpersonal und den Reisenden wurde nie­mand verletzt. Ein Kellner des Speisewagens erlitt einen Bruch des linken Vorderarms. Der Sachschaden wird auf etwa 15 000 Mart geschätzt.

Mit Mann und Maus untergegangen. Bei hef­tigem Weststurm strandete in der Nordsee das pommersche Segelschiff Roland" das Schiff ging unter, und die ganze Mannschaft ertrank.

Erdsturz auf der Insel Möen. Auf der dänischen Insel Möen fand bei dem sogenannten kleinen Klint ein großer Erdsturz statt. Sechs Hektar Land stürzte in die Ostsee hinab und wurde zum größten Teil vom Wasser verschlungen. Allein der Wert der abgestürzten Wälder wird auf 10 000 Kr. geschätzt. Die Ursache des Erdsturzes ist in der Unter­minierung des Bodens durch unterirdische Quellen zu suchen. Kunstschäße durch Feuer vernichtet. In Ar brannte das historische Schloß Varennes bis auf den Grund nieder. Der Bewohner, Baron Forest, vermoche sich mit Mühe mit Frau und vier Kindern vor den Flammen zu retten. Die großen Kunstschätze des Schlosses wurden ein Raub des Feuers, darunter viele wertvolle Bilder, eine kost­bare Sammlung alter Fayencen und unersetzlichen Porzellans, sowie zwei kostbare alte Gobelins. Auch in Caen fielen im Museum Bilder im Werte von 30 000 Fres. den Flammen zum Opfer.

Ueberschwemmung in Konstantinopel. Die Um­gegend der türkischen Hauptstadt ist von einer Ueberschwemmung heimgesucht, die große Beste an Menschenleben und Vieh verursacht hat. Etwa 30 Ortschaften sind durch das Hoch­wasser in Mitleidenschaft gezogen, darunter Skutari, eine Vorstadt von Konstantinovel.

Vermischtes.

Städtegründungen durch Auktion find augen­blicklich in Amerika an der Tagesordnung. Im Laufe des Monats werden dort auf diese Weise zwei neue Orte ent: stehen, Heyburn und Rupert, die in einer bisher wüsten, jest urbar gemachten Gegend des Distrikts Idaho liegen. Die Orte erhalten sofort Eisenbahnanschluß. Die Besiedelung erfolgt in der Weise, daß die Terrains zu Bouzwecken meist bietend verauktioniert werden.

= Der Trick des ungetreuen Kassierers. Der Kassierer der Volksbank in Hamburg wurde wegen beträchtlicher Unter­schlagungen festgenommen. Er konnte seine Veruntreuungen Jahre lang dadurch verheimlichen, daß er bei den Kassen­revisionen die Geldrollen, die Zwanzigmarkstücke enthalten sollten, mit zweipfennigstücken ausstattete. Einen Teil des Gelbes hat der ungetreue Kassierer einem Tischlermeister, eine weitere Summe einen Strohhändler gegeben. Da beide wußten, daß es sich um Gelder der Bank handele, wurden auch sie in Haft genommen.

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Die Damenhüte im Theater. In Rom hat sich eine förmliche Vereinigung gebildet, die auf die Theater­direktoren und das Publikum öffentlich behufs Abschaffung der viel beklagten Unfitte einwirken und huttragende Damen nötigenfalls aus den Theatern jagen will, wie dies neulich bereits geschehen ist. Das italienische Theater frankt an vielen solcher Schäden z. B. wird dort das Haus nicht ver­dunkelt, das Orchester spielt auch bei tragischen Aufführungen lustige Tänze, man unterhält sich in den Loger während des Spiels laut und ungeniert 11. dgl. so daß den mutigen Vorfämpfern für eine dringende Reform der Dank aller Ver­nünftigen gebührt. Wer die modernen Damenhüte kennt, wird das Vergnügen der Zuschauer, die hinter solchen Un­getümen ſizen, würdigen und verstehen, wenn sich selbst in dem an Abnormaltäten gewöhnten Italien Stimmung da­gegen bemerkbar macht.

Menuett" und dem Finale, sprechend in allen Farben des Frohsinns Beethovenscher Beleuchtung. Selten glücklich war auch die Ausführung seitens des Orchesters. Hier und im von Frau Teresa Carreño meisterhaft gespielten, an Orchester- Einfäßen aller Charakter und Nuancen reichen Klavier Konzert besonders in die Augen fallend, darf Herr Universitäts- Direktor Trautmann mit Genugtuung auf eine wohlgelungene Aufführung zurückblicken. Nach Beethoven hatte noch in Klavier- Soli die Romantik das Wort, vertreten durch Chopin. Frau Carreño gab in den drei Stücken ,, Nocturno op. 62. Nr. 1", Etude op. 25. Nr. 9" und " As- dur- Polonaise" ein in raffinierter Steigerung aus­gearbeitetes Bild ihrer vielseitigen Vortragskunst. Natür lich konnte die Solistin sich bei dem beifallsfreudigen Publikum nur durch eine Zugabe von den Strapazen des Abends lostaufen. In diesem Falle allerdings und auch bet der Eymphonie war der Beifall vollauf berechtigt und wohlverdient. Mit besten Erwartungen aber erfüllt dies erste Konzert für alle seine Nachfolger in der Saison und verspricht den Gießener Musitfreunden einen an schönsten Genüssen gewiß reichen Pfad bis hinauf in die herrlich große Gedankenwelt Sebastian Bachs, bis zur H- moll- Messe.

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fernem Hinterteil in die zags. Von dem darauf

kechs Coupés eines Perfo woch hatte sich niemand crfte Hilfe bragte die Melterbach, die Freiwilli and die Feuerwehr von Bauffchritt mit Tragbahr gesellschaft und von Ch bolonne mit zwei Bagen. bahren in das Krankenzi und dort von Werzten b die Berlegten liegen, biet tomar die Strecke noch ni bffchäftigt, die Trümmer Die Arbeiter der Fabrik ibre aufopferungsvolle La Legte sofort, nachdem da Schlauchlinien an und Brand geraten war, nicht merbe. Der Großherzo mit seiner Gemahlin und Bug in Münfter am Stei bettiegen, der ihn über

** Wir weisen nochmals auf die heute Abend statt­findende Eröffnungsvorstellung des Zirkus Otto Mark hin, zu der ein besonderes glänzendes und fesselndes Programm aufgestellt ist. Dem Zirkus gehören nur erste Kräfte an, sodaß ein Besuch entschieden lohnend ist.

* Der Immobilienmakler Jacob von Gießen der zu sechs Monaten Gefängnis nebst dreijährigem Ehrverlust berurteilt wurde, hat Revision beim Reichsgericht eingelegt. Jacob, der trotz einer Raution von 10000 mt, die aller­dings von dritter Seite mit Arrest belegt ist, nach seiner Verurteilung in Untersuchunge haft genommen wurde, ist auf seine Beschwerde vom Oberlandesgericht auf freien Fuß ges gt worden.

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Eine Bezirks Turnfahrt nach Dutenhofen ( Jagdschlößchen) wurde am vergangenen Sonntag von den Turnern des 2. Bezirkes( Gießen und Umgegend) des Turngaues Hessen ausgeführt. 10 Vereine marschierten aus den verschiedenen Richtungen dem Ziele zu. Gegen 4 Uhr nachmittags waren etwa 250 Teilnehmer versammelt. Das gesellige Beisammensein im Jagdschlößchen hatte dann ben großen Vorzug, daß über den Stand des Turnens in den einzelnen besonders den neugegründeten Bereinen Annerod, Allendorf a. d. Lahn, Dutenhofen und Balbgirmes ge­sprochen und Anleitungen seitens der berufenen Turner ges geben wurden.

** Am Sonntag fand in Frankfurt eine Bich­händler Versammlung statt, zu der der Hessische Vieh­händlerverein- Mainz, der Oberhessische Verein- Alsfeld, der Nassauische Verein- Wiesbaden und der Deutsche Berein­Dierdorf Vertreter entsandt hatten. Die Versammlung be­schäftigte sich zunächst mit dem Anschluß der einzelnen Vereine an den Verband der Viehhändler Deutschlands. Die darauf gerichteten Bestrebungen scheiterten aber an dem größten Verein, dem Mitteldeutschen Biehhändler- Berband, der er flären Iteß, daß er an einer Versammlung nicht teilnehmen fönne, die sich gegen das Deffnen der Grenzen und gegen das gute Einvernehmen zwischen Megger und Händler richte. Danach ging die Versammlung auf die Fletschteuerung ein. Der Vorsigende des Verbandes der Bichhändler Deutsch­lands, Daniel, wies die Angriffe, die von agrarischer Seite und von der Regierung gegen die Händler gerichtet wurden, zurück. Die Stadtverwaltungen seien aufgefordert worden, die Fleischversorgung selbst in die Hand zu nehmen und den Zwischenhandel ganz auszuschalten. Die Borwürfe gegen die Händler als Fleischverteuerer seien aber unberechtigt; in Wirklichkeit hätten sie, wie die Metzger, unter der Teuerung zu leiden. Von der Grenzöffnung verspreche er sich nicht viel. Diese Ansicht murde auch von anderer Seite geteilt und der Borsigende des Oberhessischen Bichhändler­vereins, Lorsch- Alsfeld, sprach sich sogar ganz entschieden gegen die Deffnung der Grenzen aus. Schließlich nahm die Ver­sammlung eine Resolution an, die gegen die Beschuldigung protestiert, daß der Zwischenhandel an der Fleischteuerung Schuld trage.

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Zur Wahlbe Die Vorbereitungen fatfindenden hälftigen Boeiten Kammer, die fi hiberetten" Wahlsystem im Gange. Beit war al ba bie Wahlmännerwahle amberanmt find.

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