erscheinen würden. Die Arbeitszeit sei bis auf weiteres von täglich 9 bis 5 Uhr festgesetzt. Verschiedene dieser alten Arbeiter sollen der Aufforderung Folge geleistet haben. Die Arbeiter der Firma Siemens u. Halske haben der Direktion die Mitteilung zukommen Tassen, daß sie die Absicht haben, die Sparkasse, die unter der Leitung der Firma steht, aufzulösen. Dem Statut entsprechend soll die Auflösung am Montag erfolgen. Die gesparten Beträge werden an die Sparer zurückgegeben. Zahlreiche kleinere und mittlere Metallindustrielle sind wenig erfreut von der Aussicht, als Mitglieder des Metallfabrikanten- Verbandes den Betrieb einstellen zu sollen. Sie befürchten schwere Verluste. Die Automobil- Droschkenführer Berlins bekunden ebenfalls die Absicht zu streiken, da die Besitzer der Automobile eine Lohnreduktion beabsichtigen.
Streif im sächsisch- thüringischen Industriebezirk. In Gera beschlossen die Tertilarbeiter, in einer Anzahl von Betrieben zu kündigen. Die voraussichtliche Folge wird sein, daß die übrigen Betriebe des Webereiringes auf Grund des Konventionalbeschlusses zur Aussperrung schreiten. In Be tracht kommen 20 000 Arbeiter.
Kunft und Wiffenfchaft.
MO Das Behringsche Tuberkulose- Heilmittel. Professor Dr. von Behring erklärte einem fachmännischen Berichterstatter des Figaro", daß seine Aeußerungen über seine neue Heilmethode in bedauerlichster Weise entstellt worden seien. Es sei ihm durch ein neuartiges Verfahren gelungen, die grauen, mikrobenfreien sogenannten Bayleschen GranuTationen zu benutzen, um die Entwickelung der eigentlich gefährlichen käsigen bazillenhaltigen Zuberkulose zu hemmen. Ein Vortrag Professor Behrings über sein neues Tuberkulose- Heilmittel ist von dem Forscher für die heute stattfindende Plenarsizung des Antituberkulose- Kongresses in Aussicht gestellt worden. Professor von Behring will also seine Entdeckung nicht geheim halten. Man würde das auch weder in der ärztlichen noch in der Laienwelt verstanden haben.
RB Meteorologische Station am Bodensee. In Friedrichs hafen sind die Vertreter der Bodenseeuferstaaten zu einer meteorologischen Konferenz zusammengetreten, die über die Errichtung einer staatlichen Drachenstation am Ufer des Bodensees zu beraten hat. Unter Leitung Professors Dr. Hergesell aus Straßburg sollen auch Drachenaufstiege über dem See ausgeführt werden.
Heer und flotte.
Aenderungen bei den militärischen Bildungsanstalten. Die Vereinigte Artillerie- und Ingenieurschule ist der Militärtechnischen Akademie angegliedert und damit auch der Generalinspektion unterstellt worden. Der Studienplan beider Anstalten bleibt ziemlich der gleiche wie bisher; die Offiziere der Militärtechnischen Akademie hören nach wie bor eine Reihe von Vorlesungen an der Charlottenburger Technischen Hochschule.
Nab und fern.
† Cholera und Pest. In Berlin sind neue verdächtige Fälle beobachtet worden. Im Krankenhause Moabit ist eine Witwe Schäfer unter verdächtigen Erscheinungen gestorben, und ein Schmied namens Günther wurde in choleraverdächtigem Zustande dem Krankenhause zugeführt. In Russisch- Polen sind neun Cholerafälle festgestellt, von denen drei tödlich verliefen. In Chinde in Portugiesisch- Ostafrika ist die Boubonenpest ausgebrochen. Eine Anzahl Personen sind der Krankheit erlegen.
† Die Pläne der Berliner Straßenbahn. Die Große Berliner Straßenbahn hatte den Plan gefaßt, ihre Strecken von der Potsdamer Brücke nach dem Spittelmarkt zur Entlastung des Potsdamer Platzes und der Leipziger Straße als Untergrundbahn zu betreiben. Die Gesellschaft verlangte dafür eine Verlängerung ihrer Konzession auf 90 Jahre. Die Verkehrsdeputation der Stadt Berlin hat sich jezt gegen diese Konzessions- Verlängerung erklärt.
† Der Streif als Todesursache. Ein junger Arbeiter aus einem der durch den Lohnkampf in der Berliner Elektrizitäts- Industrie betroffenen Werke, der schon seit einiger Zeit nervenfrank war, war durch den Ausbruch des Streifs in hochgradige Aufregung geraten. Während seine Frau auf ihrer Aufwartestelle war, erhängte er sich an der Küchentür.
† Durch Gase vergiftet. In der Restauration ,, AltBayern" in der Potsdamer Straße in Berlin wollten drei Arbeiter an der Heizanlage einen Defekt ausbessern. Sie wurden in dem engen Schacht durch giftige Gase betäubt und bewußtlos herausgeschafft. Mit Mühe gelang es, sie wieder ins Leben zurückzurufen.
† Gewitter im Herbst. In der Umgegend von Bamberg wütete mehrere Tage ein Unwetter. Zwei Personen wurden vom Blitz erschlagen, eine dritte Person wurde betäubt.
† Eilverbindung zwischen Berlin und Alexandrien. Im Anschluß an einen Spezial- Luruszug, der zwischen Berlin und Neapel verkehren wird, richtet die Hamburg- AmerikaLinie einen Gildienst zwischen Neapel und Alexandrien ein. Sie kaufte dazu einen großen Schnelldampfer der UnionCastle- Linie, der den Namen„ Dzean" erhalten hat.
† Vom Eisenbahnzuge abgestürzt. Während der Nacht stürzten von einem Zuge der Main- Weser- Bahn bei der Station Allendorf ein Passagier aus dem Zuge und ein
Schaffner vom Trittbrett. Beide sind tot.
† Ein ungetrener Patentanwalt. In Erfurt wurde der Patentanwalt Meyer verhaftet, da er im Verdacht steht, bedeutende Unterschlagungen verübt zu haben. Der Vorfall erregt großes Aufsehen, da Meyer als ein sehr wohlhabender Mann galt und auch Mitglied der Erfurter Stadtverordnetenversammlung war.
† Bei der Jagd erschossen. Auf dem Gute Viernatki in der Provinz Posen wollte der Gutspächter Adamchewski seinen Jagdhund züchtigen. Als er sich bückte, ging die Jagdflinte, die er über der Schulter trug, los, und die Ladung drang einem daneben stehenden Landwirt in den Kopf. Der Tod trat auf der Stelle ein.
† Zugentgleisung. Zwischen Kirn und Münster am Stein entgleiste auf einem hohen Damm die Lokomotive des Metz
Frankfurter Schnellzuges. Zum Glück blieb die Maschine infolge einer Drehung mit dem Zuge auf dem Damme stehen, so daß die Entgleisung ohne Schaden an Menschenleben abging.
† Betrügerischer Kassierer. Der Bürgermeister Haas in Koppelrodeck in Baden stellte sich der Staatsanwaltschaft mit der Selbstanschuldigung, daß er als Kassierer des Vorschußvereins etwa 30 000 Mark unterschlagen und für etwa 60 000 Mark Wechsel gefälscht habe. Er gab an, daß er die Unterschlagungen seit etwa 15 Jahren betrieben habe.
† Neue Erdölquellen entdeckt. Im Nordwesten der sonst als völlig wüst und ertragslos geltenden Hochebene Karroo in Britisch- Südafrika ist Erdöl entdeckt worden. Ein Syndifat hat die Option auf drei Millionen Acres Land in dem betreffenden Distrikt erhalten und wird dort weitere Nachforschungen vornehmen.
† Einsturz während der Totenfeier. In der unweit Turin gelegenen Villa der Gräfin Tarditi- Mensio war die Familie um die Bahre des verstorbenen Sohnes der Gräfin bersammelt. In diesem Augenblicke stürztę mit furchtbarem Krach die Decke ein, zugleich brach auch der Fußboden, und Menschen, Balfen und Mauertrümmer fielen in die Kellerräume hinab. Erst der Feuerwehr gelang es, die Verschütteten zu befreien. Zwei sind tot, alle mehr oder weniger schwer verletzt. Die Ursache der Katastrophe ist darin zu suchen, daß ein Gewölbe nicht richtig errichtet war.
† Im Speisesaale erschossen. Im Speisesaale des Hotels Wilson in Pittsburg crschoß ohne jede Veranlassung ein Schwede namens Oleson den in seiner Nähe sitzenden reichen Tonwarenfabrikanten Hugh Hamilton, den er nie vorher gesehen hatte. Oleson scheint an Mord- Wahnsinn zu leiden.
† Haus- Einsturz in Petersburg. In der Meschtschansfaja stürzte ein im Bau befindliches fünfstöckiges Gebäude ein. Etwa hundert Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben, von denen eine Anzahl schwer verletzt geborgen wurden.
Beigelegter Streik in Lübeck. Der 16 Wochen an dauernde Bauarbeiterstreik hat mit der Niederlage der Ar beiter geendet nach der Vereinbarung eines zweijährigen Lohntarifs auf Grund der vor dem Streik von den Arbeit gebern angebotenen fünfprozentigen Lohnerhöhung zum April 1906.
Hochzeit in Korea. Wenn in Korea zwei Familien die Heirat ihrer Kinder vereinbart haben, so kommt am frühen Morgen der Führer des Bräutigams und bindet ihm den Zopf in einem Knoten auf dem Kopf zusammen. Von diesem Augenblick an gilt der so Gekennzeichnete als Mann, er mag auch noch ein Kind nicht viel über zehn Jahre sein, er hat bürgerliche Rechte und darf nicht mehr mit anderen Kindern spielen, sondern nur mit Männern verkehren. Wer dagegen auch als erwachsener Mann nicht in der Lage ist, sich ein eigenes Heim zu gründen und eine Frau heimzuführen, der muß seinen Zopf auf dem Rücken tragen, hat feine bürgerlichen Rechte und darf mit Drachen und Muscheln weiter spielen und kindliche Torheiten begehen. Die ganze Hochzeits- Zeremonie besteht in einer Prozession, nach deren Beendigung Braut und Bräutigam sich zum erstenmal von Angesicht zu Angesicht sehen. Sie machen sich eine Verbeugung, und der Ehestand ist unauflöslich geschlossen.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Freispruch in dem Prozeß wegen Raubanfalls auf eine Berliner Fahrkarten- Verkäuferin. Der frühere HochbahnSchaffner Schönborn stand vor dem Schwurgericht zu Berlin, angeklagt, die Billetverkäuferin Effenberg an der Station Zoologischer Garten überfallen und mit einem Beile verletzt zu haben zu dem Zwecke, die Kasse zu rauben. Die Staatsanwaltschaft hatte einen umfangreichen Indizienbeweis angetreten, die Geschworenen sprachen aber den Angeflagten frei.
§ Ein Bergwerksdirektor als Zuchthäusler. Der frühere Direktor Fügener der Lichtenauer Gruben„ Glückauf" wurde wegen schweren Diebstahls von der Straffammer zu Görlit zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt.
§ Entschädigung eines unschuldigen Untersuchungsgefangenen. Durch das anhaltische Staatsministerium ist zum erstenmal auf Grund des Reichsgesetzes vom 14. Juli 1904 eine Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft gewährt worden. Es handelt sich dabei um einen Dessauer Kolporteur, der von dem ihm zur Last gelegten Vergehen freigesprochen wurde. Nun ist dem Freigesprochenen auch eine Entschädigungssumme in der vollen Höhe, wie er seinen Schaden berechnete, gezahlt worden.
Lokales.
7. Oftober 1905.
** In den Ruhestand wurde versetzt am 21. Sept. der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Großen- Bus& Johannes Rückert auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. November. Ihm wurde aus diesem Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Der Großherzog hat den Stationsvorsteher 2. Klasse in der Hessisch Preußischen Eisenbahngemeinschaft Kenrad Wilhelm Hammel zu Grünberg auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Oktober in den Ruhe stand versezt und ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
verliehen.
** Ernannt wurde der Militäranwärter Heinrich Langsdorf aus Pohl- Göns mit Wirkung vom 1. Oktober zum Hauptsteueramtsdiener bei dem Hauptsteueramt Worms.
* Zur Gewerbesteuer im neuen Gemeindeumlage= gese hat nun auch die Handelskammer Bingen erneut Stellung genommen, indem sie beschloß, den von der Handelskammer Darmstadt an die Erste Kammer gerichteten Antrag zu unterstützen, wonach für die Berechnung der Gewerbesteuer in erster Linie der Nettoertrag in Berücksichtigung zu ziehen ist.
** Barlamentarisches. Wie man in politischen Rreisen jest bestimmt annimmt, wird die Gemeindefteuerreform
von der Ersten Kammer in ihrer Plenarsizung am 16. Oftober zu Fall gebracht werden, wie die Wahlrechtsvorlage bereits durch sie vereitelt ist. Der 8weiten Rammer bleiben aber nichtsdestoweniger noch wichtige Gegenstände zur Beratung zurück und so wird sie noch einmal vor den Wahlen zusammentreten.
Seifenpulver erhält man oh Wäsche. Ueber die Anwend Efgebrudie Gebrauchsanweisu Seifenpulver hergestellten Lay viel mühsames Reiben von größter Echonung der Wäsc Wäsche erhält durch Dr. angenehmer, frischen Geru Hände nach grober, fdmu Edeuern beim Hauf pag Dr. Thompson's Seifenpul aufe befte empfohlen werb meiften Drogen, Rolonial minderwertige Nachahmung genau auf den Namen Shuzmarte„ Schwan".
*** Neubau des Stadttheaters Gießen. Mit den Räumungs- und Abbruchsarbeiten auf dem Bauplay für unseren Theaterneubau wird nächste Woche bestimmt begonnen werden. Damit nimmt der lang gehegte Wunsch greifbare Gestalt an und wir möten recht sehr vom Herzen wünschen, daß es möglich wird, in ununterbrochener reger Tätigkeit den Bau zur Ausführung bringen zu können. Wer Gelegenheit hatte die angenehmen(!) Verhältnisse unseres jezigen Theaters bei der Eöffnungsvorstellung mitzumachen, wird erneut von dem Wunsche beseelt worden sein, daß der Theaterbau wirklich ein dringendes Bedürfnis ist. Die engen Size, auf denen man förmlich eingeteilt 4 Stunden ausharren mußte, denn an ein Herauskommen, selbst in den ost recht langen Zwischenpausen war nicht zu denken, wollte man nicht eine unliebsame Störung der ganzen Reihe hervorufer, lassen einem beinahe den Spaß am Theater vergehen und hat man gar noch das Glück auf seiner Reihe etwas wohlbeleibtere Freunde zu haben, so fann man jeden Versuch herauszukommen von vorneherein aufgeben. Von dem Kunderbund, der in der mustergültigen Garderobe herrschte und der ozonreinen Luft im Saal wollen wir gar nicht reden. Das Urteil würde nicht gut werden. Seien wir bescheiden und trösten uns auf bessere Beiten! Das was wir erhalten sollen verspricht nach den Plänen zus nächst gewiß das Beste. Was die architektonische Ausführung anbetrifft, so haben die ausführenden Baufirmen die Architekten Fellner& Helmer- Wien und Hans Meyer- Gießen tatsächlich etwas Gefälliges entworfen und der innere Ausbau wird den praktischen wie auch den bequemen Anforderungen vollauf Rechnung tragen. Leider war es in der kurzen Beit, wo die Pläne im Bürgermeistereibureau ausgestellt worden sind, vielen nicht möglich diese einzusehen, man hat sich des halb entschlossen das Hauptschaubild nochmals einige Tage im Fenster der Hirz'schen Kunshandlung am Selters weg auszustellen und möchten mir hierauf speziell hinweisen.
Mart
Stekes 7. Oftober. Auf dem ter Bf 110-115 M., dne St. 6-7 Bfg., Rafe te: St. 6- Grbfen per Ziter 21 Big., Linjen Mr. 0.80-1.00, ibner per Stud 0.80-1.80, Enter per 60-75 Pfa Dfenfleisch per per fb. 70-72 fg. per Pf. S fleti gefalzen per funb 0.90 Bfg. Sammelfletfa per fb. 50 4.50-500 M., Swiebeln per 8 8-10 f. pe Stüd, Zentner 6- Zwetschen der Zentner 6,00-7 Milch per Lite 20. Pfg. Dauer) bie 2 by nachmittags. Gegenfi bor Beginn der Marktzeit über brei Stunden der Marktjeit tr
tt. Stadttheater Gießen. Es sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß morgen Sonntag, den 8. Oktober die erste Wiederholung des Kaufmanns von Venedig" stattfindet, Darstellung wie Ausstattung haben vor dem ausverkauften Haufe der Eröffnungsvorstellung so allgemeinen Beifall gefunden, daß auch die morgige Wiederholung sicherlich ein volles Haus finden wird.
* Der Vorstand des hiesigen Ortegewerbevereins hat in seiner geftrigen Sitzung beschlossen, im Laufe dieses oder des nächsten Monats einen Schnittursus( für Kerb- und Flachschnitt) unter Leitung eines Fachlehrers einzurichten, an dem Damen und Herren( auch Nichtmitglieder) teilnehmen fönnen. Da neben dem Kerbschnitt in neuerer Zeit der Flachschnitt besonders viel Verehrer gefunden hat, steht wohl eine starte Beteiligung für den Kursus zu erwarten. Sobald der Plan in allen seinen Teilen festgelegt ist, wird im Annoncenteil eine Aufforderung zur Anmeldung erfolgen.
** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 3. und 4. Oftober stattgefundenen Marfte waren aufgetrieben 1143 Stück Rindvich, 715 Stück Schweine. Der nächste Markt findet am 24. und 25. Oftober statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt. Eine Gießener
-en. Humor aus dem Volte. Hausfrau wollte heute auf dem Markte Zwetschen taufen, um einen Zwetschentuchen zu backen. Sie erfundigte sich nach dem Preise. Dieser erschien ihr zu hoch, deshalb sagte sie:„ Da kommt aber so ein Zwetschentuchen sehr hoch." " Net heher, als bis an Euer Maul," entgegnete prompt die Bäuerin.
-
Aus dem Gerichtssaal.
Straffammer.
Gießen, den 6. Oftober 1905.
Der Agent Abraham Jatob in Gießen wurde wegen Betrugs zu einer Gesamtstrafe von 6 Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrenverlust verurteilt. Er hat ge legentlich der Vermittelung des Berkaufs der Wirtschaft nur ermania" in Bollar, von dem Verkäufer eine Provision von 3000 Mt. erhalten und zwar hat er das Anwesen für das der Verkäufer 52 000 Mt. verlangte, für 55 000 Mt. vermittelt; trotzdem er in diesem Fall nicht in Lage, war im Interesse des Käufers tätig zu sein, hat er unter falschen Vorspiegelungen von diesem auch noch 2% der Verkausssumme als Provision genommen. Aehnlich hat er bei dem Verkauf einer Bäckerei zu Wißmar mitgewirkt. In dem einen Fall wurde er vor einiger Zeit von der Straftammer freigesprochen, während in der anderen Sache Verurteilung zu 4 Monaten Gefängnis eintrat. Letzteres Urteil wurde vom Reichsgericht bestätigt aber auf Betreiben des Angeklagten das Verfahren wieder auf genommen, während das freisprechende Eckenntnis durch das Reichsgericht aufgehoben wurde. Reichsgericht aufgehoben wurde. Beide Sachen wurden heute verbunden und gemeinsam verhandelt, die das oben genannte Resultat brachten. Trotzdem Jakob eine Raution bon 10000 Mt. geleistet hat, wurde seine sofortige Festnahme beschlossen, da die Raution, soweit er sie nicht cediert hat, beschlagnahmt ist und er Gütertrennung mit seiner Frau vereinbart hat.
Geschäftliches.
Standesamt- Nachri
Gel
Am 27. September. ein Sohn, Karl Otto; 28. eine Tochter, Erneftine Ma mätter Heinrich Frigius eine aglöhner Justus Sauer ein Franz Bod ein Sohn, Fran grndarmen Delar Diggel 30. Schwimmlehrer Andr Wilhelm. Am 2. Ottobe eine Tochter; 4. Schuman
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Am 26. September. da hier mit Regina Dief 2. Oftober. Wilhelm K Eisenhausen mit Johann
VI. Selkl Biehung VI.
Alle Nummern, neben welche 2 64 86 169 277 364 6
3 201 22( 400] 303 20[ 100 78 817 58 925 78 2028( 10 68 400 632 72 827 33 400) 126( 1000] 74 82 201 50 94 642 85 90 816 67 92 210 1400] 22 62[ 400] 307 ( 4.0) 79 90 833
5111 53 67 68( 1000) [ 1000] 479 503[ 400] 749 5 61 76 312 400 400 63
44 110 40 73 262 63 67 620 93 897 8047 97[ 40
39 878 901[ 1000) 2 65[ 4 [ 400] 832[ 400] 40 41 986 10009 22[ 400] 28
34 98[ 1000] 654 76 720 8 233 67 328 57 479 82 618 186[ 1000] 227 312 26 4 828 53 93 13300 21 80 8 22 720 37 41 78 832 52 19 417
1400 78 568 610
15223 33 39 58 77 8 [ 400] 97 721 42 67 84( 400 67[ 400] 93 554 84 677
69 126 37 89 218[ 1000] 29 703 9 16 18 42 867 952( 40 410 32 53 98 511 664 67 9 [ 400] 89 485[ 400] 502 10 20082 85 199 335 50 88 822 74 77 89 903 59 14 416 52 93( 400) 510 23( 4 16 63 22034 87 142 45 6 711 76 400] 90 930 23 41 504 13[ 400] 29 34 79 17 1400] 31 98 225 43 5 56 62 1000) 99[ 400] 8 25239 589 47 98 [ 2000] 145( 1000) 259
8 54[ 400] 89 1400]
27079 81 104 15[ 2000 [ 400] 43[ 400] 83[ 40 409 61[ 1060 544 627 328 452 76 542[ 2000] 30011 18[ 1000] 900 33 400] 31011 38 606 721 63 78 89 844[ 100 50 726 86[ 400] 857 97 95 400 15[ 400] 744 76 852 90 115 234 82 95 324 88 402 2 89 92 904 34 35018 111 18 239 99 80 621 716 60 07 920 34 504 11( 460] 28[ 400] 610
905 43 37009 172 78 223 52 95 96 690 824 45 06 90 1400) 79[ 400] 111 26 39 78( 1000) 80( 400) 668 74 76 14001 87 542 90 660 14 40015 93 151[ 400] 989 41031 93 108 16 140 506[ 1000] 17 55-85[ 400] 2751 314 50 427 31 591 400 35 67 91 309 410 37 77( 1000) 79( 400] 83 905[ 72 208 63 428 563 77 618 30 58 65( 40) 81 94 418 19 45002( 400) 14[ 400 45 06 46075( 400] 143( 10 [ 400] 540 88 702 22 39 98 447 78 20( 400) 530 65 64
Dr. Thompson's Seifenpulver( Marke Schwan) ist ein seit langen Jahren in unzähligen Haushaltungen er probtes, wirklich vorzügliches Waschmittel. Es besteht in der Hauptsache aus einer Kernseife befter Dualität und enthält, wie die Analysen bedeutender Chemiter festgestellt haben, keinerlei Bestandteile, die schädlich auf die Wäsche wirfen fönnten. Bei Verwendung von Dr. Thompson's


