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Das Testament des Hauptmanns. Auf dem franzoischen Truppen- Uebungsplatz Sissonne stürzte auf einem einsamen Ritte der Kapitän Hardy und trug so schwere Ver= legungen davon, daß er fern von aller menschlichen Hilfe verstarb. Man fand in den Händen des Toten ein Schriftstück, das offenbar von dem Sterbenden mit der letzten Kraft geschrieben war. Danach vermachte der Offizier sein ganzes Geld, einschließlich des fälligen Soldes, dem 1. Bataillon jeines Regiments mit der Bestimmung, dafür Material für rissenschaftliche Forschungen, einen Lichtbilder- Apparat und einen Phonographen anzuschaffen. Seinen Körper stellte er der medizinischen Fakultät der Universität für alle Erperimente, die der Wissenschaft nüßen könnten, zur Verfügung. Rührend wirkt der Schluß des Testaments:„ So vollzogen auf dem Felde von Sissonne. Indem ich festen Sinnes meinen lezten Moment erwarte, richte ich meine legten Grüße an das schöne Regiment, dem anzugehören ich die Ehre habe."
= Der Ausbau des Suez- Kanals. In den zwanzig Jahren seiner Benutzung hat der Suez- Kanal eine stete Verbesserung erfahren, so daß er jetzt doppelt so breit und jo tief geworden ist, wie er zu Anfang war. Die Ausgestaltung wird fortgesetzt, bis der Kanal in der ganzen Ränge eine gleichmäßige Tiefe von 9,5 Metern erreicht hat. Tie Breite am Boden ist auf der Hauptstrecke schon von 36 auf 38,5 Meter gewachsen. Auch die Krümmungen sind verbessert, so daß die Breite im Wasserspiegel in der nördlichen Hälfte 90 bis 110, in der südlichen 70 bis 90 Meter beträgt.
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Ein Hotel mit 42 Stockwerken. In Newyork wird ein Bauwerk errichtet, das das bislang größte Gebäude der Stadt übertrifft. Es handelt sich um ein Hotel. In 42 Stockwerfen soll es 500 Zimmer mit Bädern haben und 2200 Gästen Unterkunst bieten. Dazu kommen eine ungezählte Reihe sonstiger Räume für alle möglichen Zwecke, Speise- und Tanzsäle im obersten Stock, und zu ebener Erde türkische Schwimmbäder mit Personal aus den Hammambädern in Paris und khedivischen Bädern in Kairo. Zum Betrieb des Hotels hat sich eine Gesellschaft mit einen Vermögen von 20 Millionen Mark gebildet. Der eigentliche Macher des Riesen- Unternehmens ist ein Herr Adams.
Lokales.
7. September 1905.
*** Der Großherzog erlegte gestern Morgen im Wildpart Kranichstein einen Edelhirsch und einen Schaufler. Am Nachmittag fuhr der Großherzog im Automobil nach Friedberg, um sich von dort aus zur Kaiserparade zu begeben.
** Der Großherzog hat den Bureaugehilfen Kari Raspar Rüffer aus Höchst i. D. zum Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Schotten ernannt.
*** Manöver. Sehr interessante Momente boten die Dienstag zu Ende gegangenen Manöver innerhalb der Division, Brigade operierte gegen Brigade und beide Truppenörper suchten einander die Stellungen streitig zu machen oder sich zu umfassen. Es erfolgten Umgehungsversuche und Frontanguiffe. Das Gelände der 25.( hessischen) Division dehnte sich zwischen Wiesbaden, Soden und Höchst. Mitt woch nahm die Division die Linie Oberurses, Cronberg, Soden, Sossenheim, Höchst ein. Die 116er und 168er hielten bei Höchst und Soffenheim den rechten und die 118er bei Bommersheim den linken Flügel. Der Division gegenüber hatte die 21. Stellungen bezogen. Heute Morgen rückte die badische Infanterie von Bilbel aus vor.
*** Kaiserparade. Endlich ist der Tag des großen militärischen Schauspiels in unmittelbare Nähe gerückt und alle Welt ergreift das Parade fieber, Militär wie Zivil. Für die Truppen ist heute ein allgemeiner Ruhetag angordnet, das ist aber nicht die Ruhe im bürgerlichen Sinne verstander, sondern das ist ein Arbeiten und Schaffen, ein Bürsten und Puzen und Appell auf Appell, denn alles muß blinken und blißen und nur so seine Art haben, wenn morgen der oberste Kriegsherr die Parade abnimmt. Doch auch die Musit bleibt nicht müßig. Im Laufe des heutigen Tags versammeln sich sämtliche Kapellen des 18. Armee- Korps, 2000 Mann, im Kurgarten, um die Hauptprobe zum großen Bapfenftreich zu halten. Die Kriegervereine haben gleichfalls alle Vorbereitungen zur Parade vollendet. Der Gießener Krieger Verein tritt morgen früh 3 Uhr 30 am Bahnhof an und begibt sich 3 Uhr 55 nach Homburg. Für das Publikum hat die Eisenbahndirektion Frankfurt durch Einlegung von Sonderzügen gesorgt, die teilweise schon vor dem ersten Morgendämmer fahren. Die möglichst frühzeitige Benutzung ist zu empfehlen, da mit dem Vorrücken des Tages das Gedränge auf den Wegen von Bonames und Homburg nach dem Paradefeld zunimmt. Die Pläße auf der Tribüne müssen bis 349 Uhr eingenommen sein. Die Barade beginnt Bunft 9 Uhr. Hoffentlich beteiligt sich der Himmel mit echtem Kaisermetter ebenfalls an der Parade.
?? Ein roher Batron mißhandelte gestern Abend beim Tempelchen" in der Südanlage derartig seine Frau, daß sie laut aufschrie und die Passanten stehen blieben. Der Wüterich suchte sich das Publikum durch wohlgesetzte Reden vom Halse zu halten, trobem traten aber zwei beherzte Männer hinzu, die die Frau aus ihrer peinlichen Lage befreiten.
eintretenden Arbeitslosigkeit zu leiden. Als Ort des nächsten Verbandstages wurde Frankfurt a. M. gewählt.
** Gegenwärtig tagt die 6. Hauptversammlung des Dentischen Forstvereins in Darmstadt.
* Wichtig für Abiturienten! Für die Abiturienten, die im Herbst das Gymnasium verlassen, ist eine Mitteilung von Wichtigkeit, die der„ Tgl. Rdsch," von wohlunterrichteter Seite zugeht: Danach behält der amtliche Erlaß des Reichsfanzlers vom Jahre 1903 vollauf seine Gültigkeit, der die geringen Aussichten der Jurastudierenden auf Anstellung im Justiz oder Verwaltungsdienst nachdrücklichst betonte. Die guten Aussichten der Philologen haben sich inzwischen geändert: Es herrscht nämlich zurzeit nur noch Mangel an klassischen oder Altphilologen, während der Bedarf an Neuphilologen, Mathematikern besonders und Naturwissen schaftlern im höheren Schulamt zurzeit bereits hinreichend gedeckt ist.
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** Radferufahrt Köln- Breslau des Deutschen Radfahrer- Bundes. Man schreibt uns aus Sportkreisen: Eine Fernfahrt quer durch Deutschland von der ansehnlichen Länge von 938 Kilometern findet in den Tagen vom 7.- 10. September statt. 29 der bekanntesten Dauerfahrer haben sich zu dieser Fahrt gemeldet. Die Linie geht über Hagen, Baderborn, Raffel, Eisenach, Naumburg, Halle, Torgau, Görlig, Liegnig nach Pöpelwitz bei Breslau, wo die Fahrt am Gasthaus Zum legten Heller" ihr Ende findet. Seit den letzten großen Fahrten Mitte der neu ziger Jahre, wie Wien- Berlin und Mailand- München, ist dieses das erste radsportliche Unternehmen von größerer Bedeutung, welches auf der Landstraße zum Austrag kommt. Der Fahrt wird deshalb in allen rad sportlichen Kreisen das größte Interesse entgegengebracht, zumal sie eine klassische Prüfung der Qualität der heutigen Fahrräder und Reifen darstellt.
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Zur Fleischnot. Selbst in dem wesentlich landwirtschaftlichen Ostpreußen ist das Schweinefleisch von 40 und 50 Pfg. auf 80 Pfg. pro Pfund gestiegen. Es kommt vor, so schreibt das„ Göttinger Tageblatt", daß an manchen Tagen bei den Schlächtern nicht ein Pfund Fleisch erhältlich ist. In Elsaß notiert das Pfund Schweinefleisch mit 72 Pfg., Rindfleisch mit 72 Pfg., Kalbfleisch mit 84 Pfg. Da in der Schweiz das Fleisch um 12 Pfg. billiger ist, deckt die Grenzbevölkerung ihren Bedarf jenseits der Grenze, zumal 4 Pfund Fleisch zollfrei eingeführt werden dürfen. In Gotha macht sich die Fleischnot dermaßen bemerkbar, daß hunderte von Personen und zwar nicht nur Leute, die den sog. niederen Ständen angehören, dort oft stundenlang auf den Moment lauern, wo das Verkaufsfenster sich auftut und die Abgabe beginnen darf. Wilden Tieren gleich stürzt dann alles den schmalen Aufgang hinauf, und es entwickelt sich dabei jedesmal um eines minderwertigen Stückes Fleisch willen ein Käufer erhält nur bis zu zwei Kilogramm
ein Kampf, wie er häßlicher und rücksichtsloser taum gedacht werden kann.- Aber-„ Es gibt keine Fleischnot."
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Unterdessen arbeitet die Regierung unermüdlich in „ Erhebungen". Aus Thorn wird beispielsweise gemeldet, daß die Regierung von den Guts- und Gemeindevorstehern Nachweisungen verlangt über die in den ländlichen Haushaltungen vorhandenen Bestände von geräuchertem Speck, an Schinken, Wurst und anderem Rauchfleisch. Hoffentlich, 10 bemerkt die Berliner Boltsztg.", läuft dem schlechtbezahlien Hilfsarbeiter bei Aufarbeitung dieser Wurststatistik nicht das Wasser im Munde zusammen. Auf dem Markte in Hannover notieren: Schweine pro 100 Pfund Schlachtgewicht 1. Qual. 73 Mt, 2. Qual. 72 Mt. und 3. Qual. 70-71 Mr. Was das für eine Steigerung bedeutet, zeigt am besten folgende fleine Tabelle:
72 72 73
1. Qual. 2. Qual. 3. Dual. Auftr. Preise am Mt. Mt. Mr. Stück 52-55 1. Aug. 1904 55-57 48-51 589 31. Juli 1905 67-78 64-66 60-63 561 70-71 3. Aug. 1905 62-68 542 70-71 28. Aug. 1905 63-69 527 31. Aug. 1905 72 70-71 404
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Bostsekretär özel XHungen, 6. September. Boftsekretär özel dahier trut demnächst in den Ruhestand. Weylar, 6. September. Die Straffammer verhandelte Heute u. a über folgenden Fall: Von dem Bürgermeisteramt Krofdorf wurde dem Gastwirt Gerhard K. von Launsbach eine Geldstrafe von 10 Mt. auferlegt, weil er am 30. April d. J. bei einer geschlossenen Tanzmusit Leute, welche nicht in den Verein gehörten, duldete. Gegen diese Strafe legte K. Berufung ein. Bei der Verhandlung des Schöffengerichts hierselbst am 28. Juli d. I. wurde die obengenannte Geldstrafe aufrecht erhalten. Gegen dieses Urteil legte R. nochmals Berufung ein. In der heutigen Verhandlung wird der Angeklagte freigesprochen und die Koften des Verfahrens der Staatstasse auferlegt.
( Wetzl. Anz.)
* Alsfeld, 6. September. Die letzte Stadtvorstandssigung befaßte sich u. a. mit einer Eingabe der Rühl Buchdrudereibefizer Ehrenklau, Gellarius. Die genannten Buchdruckereibefizer geben ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, daß städtische Drucksachen in auswärtigen Druckereien hergestellt werden, u. a. die Lose für den Prämienmarkt. Ferner wünschen die beschwerdeführenden Buchdruckereibesizer eine gerechtere Verteilung der städtischen Druckarbeiten.
*** Leßten Sonntag tagte in Frankfurt die Hauptversammlung des Landesrechnerverbandes des Groß herzogtums Hessen, die über eine ganze Reihe wichtiger Gegenstände verhandelte, u. a. wurde bekannt gegeben, daß die Regierung das Recht der Gemeinderechner auf Pensionierung Beigeordneter Kurz verweist auf seinen mit der und Hinterbliebenen. Versorgung anerkenne. Um die weiteren Stadt abgeschlossenen Vertrag, wonach er für sämtliche Interessen der Gemeinderechner zu vertreten, wurde eine für den Prämienmarkt notwendigen Drucksachen zu Kommission zur genauen übersichtlichen Zusammenstellung sorgen hat, und es ganz seine Sache ist, wo er dieselben der Wünsche der Gemeinderechner, soweit sie bei der neuen herstellen läßt.- Zu dem zweiten Punkt, gerechtere Landgemeindeo: dnung Berücksichtigung finden sollen, gewählt. Verteilung der städtischen Drudarbeiten, teilt Bürger** Gegen die Fleischuot. Der in Leipzig ab- meister Arnold mit, daß er stets darauf bedacht sei, gehaltene Verbandstag der Gehülfen- Organisation der jede Druckerei nach Möglichkeit zu berücksichtigen.- Fleischer und Berufsgenossen beschloß, an die Reichsregierung G.-M. Ramsped äußert sich in dem Sinne, daß man eine Betion zur Beseitigung der Fleischnot zu richten. hier kein Monopol schaffen dürfe, indem man der AnTausende von Meistern seien bereits existenzlos geworden, regung der Gesuchsteller, abwechselnd jedem ein Jahr regung der Gesuchsteller, abwechselnd jedem ein Jahr wurde angeführt, und die Gesellen hätten schwer unter der lang die Drucksachen zu bestellen, stattgebe. Im übrigen
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spricht auch er für eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Drucksachen. im Zuhörerraum anwesenden Buchdruckereibesitzer Post, G.-M. Gg. Bücking VIII. fragt den wie er sich zu dieser Sache stelle, worauf letterer erwidert, er wisse von der ganzen Eingabe nichts. Dazu bemerkt die„ Alsfelder Oberheff. 3tg.", daß die Aeußerung des Buchdruckereibesizers Post nicht recht verständlich ist. Die Eingabe wurde ihm zur Unterschrift vorgelegt, doch weigerte er sich zu unterschreiben.
* Lauterbad), 5. September. Herbes Geschic. Gestern nachmittag um 4 Uhr fand unter außerordentlicher Beteiligung von nah und fern die Beerdigung des Kaufmanns Wilhelm Finger, Mitinhaber der Lederhandlung H. C. Finger, statt. Finger, der 45 Jahre alt war, ist plötzlich einem Schlaganfall erlegen; dasselbe Geschick hatte 6 Wochen vorher seinen Vater getroffen.
> Schlüchtern, 6. September. Gransiger Fund. Bei Oberzell wurde in einem Waldrevier das Skelett eines 10-12jährigen Mädchens gefunden. Die Behörden haben Schritte eingeleitet, um zu ermitteln, wo ein Mädchen in diesem Alter vermißt wird.
§ Worms, 6. September. In Oktober kann unsere Schuhmannschaft auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken.
Kriegserlebnisse in Klein- Linden aus dem Jahre 1797.
( Von unserem Spezial- Korrespondenten.) In einer von dem ehemaligen Schullehrer Frank zu„ Klein- Lindes" geführten Ortschronik findet sich nachstehende Aufzeichnung, die wir in unverändertem Wortlaut in Folgendem wiedergeben wollen.
" Pro memoria: Nachdem der Kriegsschauplatz schon verschiedene Jahre in hiesiger Gegend gewesen und die Kaiserlichen und französischen Armeen wechselsweise abanciert und retiriert waren, drangen die Franzosen den 18. April 1797 bei Neuwied über den Rhein und zwar so geschwind, daß sie am 21. April die Kaiserlichen von dem ganzen Lahnstrom bis an die Nidda verdrängten. Um 3 Uhr nachmittags waren die Kaiserlichen noch in Klein- Lindes, aber schon 3½ Uhr famen die ersten französischen Dragoner ins Dorf, die in der Lindner Mark ins Handgemenge gerieten. Bald darauf fam es zwischen Steinberg- Grüningen zu einer Schlacht, die zum Nachteil der Franzosen ausfiel, wobei auch der französische General Ney gefangen wurde. In der nämlichen Nacht bekam das hiesige Dorf 600 Mann Dragoner in Quartier, welche aber am anderen Morgen wieder abrückten. Am 22. April, morgens 6 Uhr, fiel eine französische Armee, welche sich bei Gießen in den Gärten gelagert hatte, hier zum Plündern ein und dies dauerde bis abends 7 Uhr. Wenn eine Partte fort war, kam die andere, sodaß in manchen Häusern nicht die geringsten Lebensmittel übrig blieben und die meisten Leute haben in 3 Tagen feinen Bissen Brot gehabt. Der Schaden, den der Ort erlitten, wird auf 14 000 Gulden gerechnet; nicht allein Lebensmittel, sondern auch Kleider und Weißzeug nebst vielem Geld haben die Feinde genommen.
Der Schullehrer Frank hat nach seiner geringen Haushaltung einen Verlust von 250 Gulden.
Es ist doch auch ungleich bei der Plünderung hergegangen. Einige der reichen Häuser in der Obergaß hatten sich durch eine Partie Kanoniere Sicherheit verschafft, daß sie nichts dabei verloren. Gleich nach der Schlacht bei Grüningen fam ein Waffenstillstand zuwege, Die französischen Truppen der 22 Monate dauerte. wurden in das ganze Oberfürstentum repartiert, wo Das Land ist dadurch endlich alles drauf gegangen. so auf- und abgezehrt worden und hat so viele Schulden gemacht, daß Kindesfinder sie nicht bezahlen können."
Wie sehr der Chroniksa, reiber in seiner Schlußbemerkung recht hat, beweist die Tatsache, daß heute rechnung für Klein- Linden eingestellt sind. noch 1742 W. ältere Kriegsschulden in der Gemeinde
Warttberigte.
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icken, 7. Sepbr. Auf dem hertigen Wochenmarti tefieten Buttes per Pfb. 115-1.20 M., Hühnereier per Stück 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar Mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb 00-00 Pfa., Osenfleisch per fb. 72-82 Big., Rindfleisc per fb. 70-72 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 76-86 Big. Sowetne fletsch gesalzen per Pfund 0.90 g.,#albfleisch) per fb. 70-80 Pfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.0-800 mt., 3wiebeln per 31 mr. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Pf. pe Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6--10 Mt.. Zwetschen des Zentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg Milch per Lite: 20 Pfg. Dauer der Marktzet: bon 7 Uhr morgens bis 1 lb nachmittags. Gegenfiände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten brei Stunden der Marktzeit im Umberzieben fellaeboten werben.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Es können eingestellt werden:
1 landw. Knecht, 1 Spengler, 5 Schlosser, 6 Schreiner, Schneider, 1 Tüncher, 1 Erdarbeiter, 1 Hausbursche, Hausoder Dienstmädchen, Laufmädchen und Lauffrauen.
Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Schreiber.
Es suchen Arbeit:
2 Schmiede, 1 Spengler, 1 Maschinist, 1 Striderin, 1 Buchbinder, 1 Weißbinder, 1 Schreiner, Maurer oder Taglöhner, 1 Fahrbursche, 1 Taglöhrer für leichtere Arbeit, Haus- oder Bu caudier er, Auslaufer, Kassierer.
Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: 1bin Klein, für den übrigen Jrhalt: Georg Horn, beide in Gießen.


