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( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) In dieser Zeit des Karnevals", in der auch in Gegenden, Geselligkeit in höchster Blüte steht, wird mit Recht darüber getlagt, daß eine hypochondische Unfitte in immer weitere
Bremerhaven auf der Kreise dringt. Es ist förmlich Mode geworden, sich in Gehört der Hamburgesellschaft mit besonderer Vorliebe nicht nur über die postLiebe". Eine inter über die mehr negativen Fragen der Heilkunde und überefannte Abendgeber bei den Tischgesprächen den inneren Menschen in philosoSchlei. 3tg.". haupt über Krankheiten zu unterhalten. Während man früher ter, daß in der Zeit phischen Tiraden hervorzukehren pflegte, zieht man ihn jetzt -59), dem Gebet ein medizinisch und gar anatomisch in Betrachtung. Zunächst ist Macht der Liebe" 8 dagegen einzuwenden, daß es höchst geschmacklos ist, wenn
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man sich in der Unterhaltung über allerhand körperliche Funktionen ergeht. Viel wichtiger aber ist die unausweich liche Folgerung, daß die betreffenden Menschen in einer etwaigen Neigung zur Hypochondrie verstärkt werden, wenn sie Gelegenheit erhalten, mit aufgeschnappten Fachaus: drücken von allen möglichen einzelnen Beschwerden ihres Körprs zu sprechen. Jedes kleine Mißbehagen wird dabei wohl gar als ein Krankheitssymptom hingestellt, und man verhandelt mit mehr oder weniger gelehrten und mehr oder weniger verstandenen medizinischen Bezeichnungen über die verschiedenen Formen der Entzündungen, der ner. bösen Störungen usw. Es ist dies etwas Aehnliches, wie arme Leute unter Umständen ihre beste Unterhaltung darin finden, sich gegenseitig eine Wunde oder ein schlimmes Bein zu zeigen.
So ganz neu ist jener Brauch in der guten Gesellschaft freilich nicht. Ein berühmtes Werk von Thackerau schildert bereits vertrauliche medizinische Unterhaltungen von Damen, allerdings mit der mildernden Beschränkung, daß es sich in diesen Gesprächen hauptsächlich um Kinderkrankheiten handelt, an denen die Mütter ein besonderes Interesse zu nehmen berechtigt und verpflichtet sind. Außerdem wird freilich noch hervorgehoben, daß die Ladies auch jede Gelegenheit benußen, sich ihre eigenen Krankheiten zu klagen. An einer Stelle des berühmten Romans heißt es beim Bericht über ein Diner bei Joseph Sedley:„ Die Politik sezte furz nach dem Dessert ein, während die Damen sich zurückzogen, um ihre und ihrer Kinderleiden zu besprechen."
Ein Fortschritt der neuesten Zeit auf dieser schiefen Ebene scheint nun aber darin zu bestehen, daß man solche Unterhaltungen schon an die Tafel selbst verlegt und auch dabei keine Rücksicht mehr auf das Zusammensein beider Geschlechter nimmt. Zum großen Teil mag das mit der Emanzipation der Frauen zusammenhängen, die ja jetzt ein besonderes Intereffe für Medizin haben oder heucheln. Tischunterhaltungen über ein so delikates Thema wie die Appendicitis sind durchaus nichts Seltenes und mögen noch hingehen, wenn nicht allzu gründlich auf die Eigenschaften des Blinddarms und seiner Krankheitserscheinungen eingegangen wird. Daß aber auch sogar Frauenleiden zum Thema für eine Konversation bei der Tafel gemacht werden kann man wohl ohne Uebertreibung als den Gipfel der Geschmacklosigkeit bezeichnen, der eigentlich schon unter den Paragraphen des groben Unfugs gehört.
So weit wie in Paris haben es die oberen Zehntausend bei uns anscheinend allerdings noch nicht gebracht. Hat doch in der„ Lichtstadt" neulich eine Gerichtsverhandlung die erfreuliche Tatsache zu Tage gefördert, daß dort in einer Gesellschaft eine ausführliche Unterhaltung über eine Unterleibsoperation gepflogen wurde, und zwar nicht etwa von einigen Herren in einem Winkel des Salons, sondern unter allgemeiner Teilnahme sämtlicher Anwesender. Glücklicherweise kann man mit Bestimmtheit voraussagen, daß auch diese Mode vorübergehen wird wie schon so viele andere Mißbräuche in der vornehmen Gesellschaft, und es ist nur die Frage, ob etwas noch Schlimmeres an ihre Stelle treten wird.
Lokales.
7. März 1905.
** Das Ministerium des Innern hat der II. Kammer einen Gesebentwnrf zur Förderung der Boden. fultur im oberen Vogelsberg nebst Begründung zugehen lassen.
*** Am Mittwoch, dem 8. d. M., vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzialaus- schusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages ordnung statt: Enteignung für das Hauptfiel und die Kläranlagen der Stadt Gießen, hier die Entschädigung be= treffend.
** Die Sigung der siebenten ordentlichen evangelischen Landessy node sindet in Darmstadt, am Dienstag, den 14. März statt.
tt Stadttheater Gießen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß am nächsten Mittwoch ausnahmsweise eine Abonnementsvorstellung stattfinden muß und zwar ist die 15. Dienstagsaufführung auf diesen Tag verlegt worden. Zur Aufführung gelangt Kadelburgs Familientag", der bei der Premiere einen so schönen Erfolg errungen hat. Mittwoch Nachmittag wird für die Kleinen nochmals Mox und Morig" wiederholt.
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F Theater- Verein Gießen. In den beiden zum Benefiz der Direktion des Stadttheater stattfindenden Zugabe- Borstellungen werden zwei neue Schauspiele zur Aufführung kommen, die in diesem Winter über einen großen Teil der deutschen Bühnen gegangen sind: Maria Friedhammer" von Heinrich Lilienfein und Masterade" von Ludwig Fulda. Als Maria gastiert am Dienstag, den 14. d. M. Frl. Lilly Donecker vom Hoftheater in Mannheim, für„ Maskerade" ist Herr Hacker vom Darmstädter Hoftheater als Gast gewonnen. Die Bestimmung des Aufführungstags erfolgt in Kürze.
*
Sängertag des Lahutal- Sängerbundes. Am Sonntag fand in Gießen unter dem Vorsitz des Hauptlehrers Schneider- Marburg ein Sängertag des Lahntal- Sängerbundes statt, der von 15 Bundesvereinen besucht war. Der Gesangverein Kirchhain wurde in den Bund neu aufgenommen. Den Mitgliedern Karl Schneider
und August Stuhl aus Weilburg sowie Gustav Richard aus Grünberg wurden für ihre 25jährige ununterbrochene Mitgliedschaft in feierlicher Weise Diplome überreicht. Sobann wurden auch die Lieder für das nächstjährige Bundesfest, das in Gießen abgehalten werden soll, ausgewählt und zwar die Hymne" von Herzog Ernst und„ Das Deutsche Lied" von Gernhardt- Gießen mit Orchesterbegleitung, ferner Weihe des Gefanges" von Mozart.„ Schifferlied" von Eckert und das Volkslied" Der Soldat" zum Vortrag ohne Begleitung.
GH. Auf dem gestern von dem Kaufmännischen und dem Ortsgewerbeverein Gießen im Café Leib veranstalteten Vortrags- Abend sprach Herr Dr. MarcuseMannheim über„ Krankheiten aus den Gewohnheiten und Mißbrancheu des täglichen Lebens". Zu Eingang seines Vortrags wies der Referent in einem furzen Abriß der Geschichte nach, daß der Begriff der Krankheit und deren ursächliche Wirkung keineswegs ein feststehender, sondern ein durch alle Epochen gemodelter ist. Dem kampffrohen Geschlechte der alten Sermanen galt der Kampf als höchfte Lebensbetätigung und die Ruhe als Krankheit, während die folgenden Epochen, die das düstere, asketische Mittelalter über die europäischen Völkerschaften peitschte, das Absterben von der Welt als Weg zur höchsten Glückseligkeit und das Leben als Krankheit ausgab. Der Zeit des gewaltigen Aufstiegs des römischen Reiches, in der seine sieggewohnten Adler an alle Gestade des Mittelmeeres flogen, war der zähe Wille zum Leben höchstes Gut und das Leben galt als berwirft, sobald seine Spannkraft versagte. Es war alsdann dem Individuum freigestellt, die drückend und überflüssig gewordene Bürde abzuwerfen-vae victis! Im selben Maße wie sich die Auffassung von dem KrankheitsBegriff in den verschiedensten Epochen verschob, mußten sich natürlich auch die Ursachen ändern. Bald waren es feindliche Einflüsse, die störend in das Leben eingriffen, dann wieder böse Seifter, die auf Vernichtung sannen und endlich der rächende Gott, der strafend seinen Arm gegen das frevelnde Geschöpf ausreckte, und erst in den vorgeschrittenen Zeitaltern floß die Erkenntnis, die Krankheit im naturwissenschaftlichen Lichte zu betrachten, langsam in das Geistesleben der Völker. Man übertrug die vier Elemente der Alten auf das Leben und wurde auf all' den Frrfahrten auch schließlich an die Klippen der Astrologie verschlagen, an denen auch das Lebensschifflein Wallensteins zerschellte. Die Menschheit damaliger Zeit schrieb den Sternen einen Einfluß auf das Leben zu und mühte sich, aus ihrer Konstellation abzulesen, wieviel Zeit noch zu verstreichen habe, bis der Gang, der uhrwerksmäßig ablief, vollendet.
Eine gänzliche Umwälzung der Auffassung von der Krankheit trat aber mit Beginn des vorigen Jahrhunderts im gleichen Schritt mit der gewaltigen Entfaltung der modernen Naturwissenschaften ein, namentlich der oft angefeindete und mißverstandene Darwinismus stellte sie auf eine ganz neue Grundlage. Die heutige Wissenschaft erblickt feine bösen Dämone und feine ftrafende Gotteshand mehr in der Krankheit, für sie ist die Krautheit die Störung der Lebensbetätigung. Diese ist nie größer gewesen, als gerade zu unserer Zeit, wo der Kampf ums Dasein aufs heftigste brennt, wo die moderne wirtschaftliche Organisation die Menschen eng zusammenpfercht und in die Fabriken heßt. Und wir können dem Beitgeifte fein Halt entgegendonnern, wir können dem in rasendem Laufe dahinschießenden Wagen nicht in die Speichen fallen und wir wollen es auch nicht! Wehe uns auch, wenn er plößlich stünde, wenn die riesenhafte Güter- Erzeugung und deren Verbrauch aufhörten! Über dem heutigen Geschlecht ist es in die Hand gegeben, die schädlichen Wirkungen dieser Organisation zu einem großen Teile auszutreisen: es muß das gesunde Berhältnis zwischen Arbeit und Ruhe wieder hergestellt werden, jedem Arbeiter, einerlei ob er die scharfen Klingen des Geistes führt oder mit nerviger Faust den wuchtigen Hammer auf den funkensprühenden Stahl niederfallen läßt, muß eine längere Erholungszeit verschafft werden, in der er die aufgearbeiteten Kräfte wieder erseßen kann, wenn er nicht anders das große Heer der Nervösen, das unsere Zeit als ein so grauenhaftes Heer der Nervösen, das unsere Zeit als ein so grauenhaftes Wesen durchzieht, vergrößern soll. Man sieht also, daß medizinische und soziologische Fragen zusammenfallen, Daneben ist aber noch eine Fülle anderer Umstände zu berücksichtigen. So empfahl Redner, namentlich den reichlichen Fleisch und Alkoholgenuß einzuschränken. Es bleibt alles beim alten und das Wahrwort, mag es den verfeinerten Ohren des modernen Geschlechts auch etwas hausbacken flingen, das sagt:" Arbeit, Mäßigkeit und Rub schließt dem Arzt die Türe zu", bewährt sich auch hier wieder, wobei zu beachten ist, daß uns heute mehr Ruhe als Arbeit not tut.
* Fahrpreisermäßigung für Taubstumme. Auf Beschluß der Taristommission der deutschen Eisenbahnen haben mit Genehmigung des Ministers der öffentlichen Arbeiten von jest ab unbemittelte Taubftumme für den Besuch fleinerer Busammenfünfte an den Taubftummenunstalten und für den Besuch eines behördlich gebilligten oder überwachten Taubstummengottesdienstes Fahrpreisermäßigung.
K Weilburg, 6. März. Im Bergrevier Weilburg betrug die Produktion an Eisenerzen im Jahre 1904: 151 893 t Braun- und 120 489 t Roteisenerz( gegen 1903 mehr 67 574 t). Die Manganerzprobuftion betrug 1053 t ( gegen 1903 mehr 54 t) und de Bleierzproduktion 9,5 t. Beim gesamten Erzbergbau wurden 1848 Arbeiter beschäftigt ( gegen 1903 mehr 203). Die Gruben„ Friz“ bei Eſſers: hausen,„ Klöserweide" bei Philippftein und Anna- Kohlhaag" bei Hirschhausen- Drommershausen erreichten die höchsten Forderungen an Eisenerzen mit 50 555, bezw. 28 729, bezw. 26 947 t, im abgelaufenen Jahre. Die Dachschieferproduktion betrug 44 465 laufende m( gegen 1903 weniger 6450 m), hier wurden 167 Arbeiter beschäftigt( gegen 1903 weniger 32).
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K Vom Westerwald, 6. März. Der Große Stein" bei Niederdreßlendorf, ein beliebter Ausflugspunkt, ist in Gefahr, der Industrie zum Opfer zu fallen. Wie man hört, suchen ihn 2 Gesellschaften zu kaufen, um den Basalt zu
berwerten.
Aus dem Gerichtsfaal.
Salvatorbier. Die Paulaner 8acherl- Brauerei in München, die für ihr Frühlingsbier den Namen„ Salvator" allein beansprucht, stellte Strafantrag gegen die Münchener Großbrauerei zum Spaten, weil diese in geschriebenen Rechnungen und gedruckten Bestelkarten ihre Produkte als ,, Salvatorbier" bezeichnet hatte. Es wurde nun wegen Bergehens gegen das Reichsgesetz zum Schuße der Warenbezeichnungen gegen die Besitzer der Brauerei zum Spaten, die Kommerzienräte Karl und Anton Sedlmayr, sowie gegen den Leiter des Flaschenbierdepots der Epatenbrauerei, den Kaufmann Karl Dürrwanger, öffentliche Anklage erhoben. Das Urteil lautete für beide Augeklagte wegen Vergehens nach§ 14 des Gefeges zum Schuße der Warenbezeichnungen auf eine Geldstrafe von je 250 Mt. Die Angeklagten wußten, daß das Wort, Salvator" für die Paulaner Brauerei geschützt ist, sie behaupten aber, sie hätten das Recht, das Wort " Salvatorbier" weil dieses durch ein Warenzeichen für sie geschützt ist zu gebrauchen.
Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 8. März. Trüb, noch etwas milder, zeitweise windig, vielfach geringe Regenfälle.
( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)
Marktberichte.
Gießen. 7. März. Auf dem heutigen Wochenmarit lofteten Butter bet fb. 0.95-1.05 M., Hühnereter per Stitd 7-8 Pfg., Enteneter St. O fg., Käse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbien per Liter 21 Bfg., Zinsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00, Sühner per Stüd r. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enter per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfb. 00-00 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Big., Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pig. per Pf. Schweinefleisch 60-72 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Bfunt 0.76 Big., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 llo 6.00 ɓ. 6 50 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 f. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 fg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktjett im Umherziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 6. März 1905.
Ochsen Kälber
Fleischpreise
in Gießen
/ kg 70-80 f.
1/2 11
"
Schweine
do.
Höchste Schlachtbiehpreise in Frank urt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 69-71 m. 80-82 Pf. 64-65
Getreidepreise in Mannheim
18.75 M. 14,65
"
do. 70-74 do. 60-72 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f. Schwarzbr. do. 48
"
" 1
Weizen 100 kg Roggen do.
Verantwortlich für die Politik und den Inseratentell Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Glegen.
Schwach und fümmerlich
-
jett gesund und kräftig.
„ Schwach und fümmerlich" ist die Einleitung und „ kräftig und gesund" der Schluß der Erzählungen von Scotts Emulsion, und es ist das Resultat, das aus den Worten „ kräftig und gesund" besteht, was den Eltern so viel Freude bereitet. Und wohl selten ist das Resultat ein anderes, wenn Ecotts Emulsion es herbeigeführt hat, denn Scotts Emulsion enthält die besten Kräftigungsmittel zur Belämpfung von förperlichen Schwächen. Für die Wirkungskraft des Lebertrans sind neue Beweise nicht erforderlich, und der Wert der Kalt- und Natronhypophosphite wird von der modernen Heilkunde ebenfalls hoch anerkannt. In Scotts Emulsion sind diese Bestandteile nur in vorzüglichster Qualität enthalten, der üble Geschmack und Geruch des Lebertrans jedoch verdeckt, und der gute Erfolg, den Scotts Emulsion herbeiführt, macht sich rasch bemerkbar. Herrn Stadlers Brief bringt dafür deutlichen Beweis:
München, Steinstraße, 65, den 23. November 1903.
Ja erlaube mir, Ihnen über das gute Resultat, welches meine Tochter Johanna durch Scotts Emulsion erzielte, folgendes zu berichten: Das Kind kam im Juli 1900 vorzeitig zur Welt und war so schwach, daß wir stündlich sein Ableben erwarteten. Es blteb uns erhalten, doch war es so fümmerlich und tränklich, daß es selbst im zweiten Jahre kaum aufrecht ſizen fonnte. Die englische Krankheit trat dann in so hohem Grade bei der Kleinen auf, daß Arme und Füße gekrümmt waren; zwei Zähne, die sie nach vielen Beschwerden bekam, fielen bald wieder aus kurz, sie blieb in jeder Beziehung weit zurück und bereitete und große Sorge. Da begannen wir Ende lezten Jahres mit dem Gebrauche von Scotts Emulsion, als Kräftigungsmittel, und unsere Kleine ist durch sie tett gänzlich hergestellt. Nach feder Flasche ließ sich deutlich ein Schritt zur Besserung wahrnehmen, und dem ausgezeichneten Bräparat haben wir es zu verdanken, daß das Kind nun frisch und munter ist, seit Mai allein läuft und den ganzen Tag plaubert; die Rückgratsverkrümmung ist gänzlich verschwunden, die Zähne sind dem Alter angemessen vollzählig da, und die vorher so kränkliche Kleine ist jetzt ein gesundes, kräftiges Kind.
Dankbar ergebenst( gez.) Johann Stadler.
Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern in versiegelten Originalflaschen in Starton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Bestandteile: Feinster Medizinal- Bebertran 150,0, prima Glyeriu 50,0, unter phosphorigsaurer Salt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, deftill. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emu sion mit 8imt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen.
NAUMANNIA- SEIFE.
mit dem Beste Seifenah undern!


