gewöhnlich nicht viel verändert hat. Musterhafte Sicher heit und Ordnung haben in Maroffo zu feiner Zeit ge berrscht, auch nicht nach dem englisch- französischen Abkom men, nach dem man in Paris sich mit etwas komischem Stola spreizte, als ob nunmehr im Reich des Sherif europäische Zustände Platz gegriffen hätten. Es war damals genau wie früher, und es ist jetzt nicht viel anders, jedenfalls nicht sehr merklich schlimmer. Wahrscheinlichkeit spricht dafür daß die Erregung in Tanger noch etwas steigen wird, indem sic sich der eingeborenen Bevölkerung bemächtigt, die sicher von Unruhe ergriffen sein wird, sobald die französischer Kriegsschiffe aus Toulon angekommen sein werden. Vor solcher Unruhe jedoch bis zu einer irgendwie begründeter Banik ist noch ein weiter Schritt, der voraussichtlich nich getan werden wird. Der Zweck der beunruhigenden uni übertreibenden Ausstreuungen besteht darin, daß man di Meinung hervorrufen und verbreiten will, Tanger sei keir ceeigneter Ort für die Beratungen einer internationaler. Stenferenz.
Man wird aus den angeführten Gründen die Alarm meldungen über Zusammenstöße und Erzesse mit ruhigen Blute einstweilen über sich ergehen lassen können. Wie wei cinico ausländische Blätter in dieser Hinsicht gehen, geh: wohl am deutlichsten aus dem Umstande hervor, daß Parise Zeitungen zu melden wußten, Sonntag und Muntag seier mit dem Berliner Schnellzug eine ganze Anzah Waggons mit Kanonen und Munitionen und sonstiger Waf fenladung in Rom angekommen seien, mit der Bestimmung den Weg über Neapel nach Marokko zu nehmen. Schon di Einzelheit, daß die Kanonen mit dem Schnellzug den Weç durch Italien gemacht hätten, kennzeichnet die Meldung als freie Erfindung. Tatsächlich ist keine Patrone vor Deutschland aus über Italien nach Marokko verschickt wor den.
begrüßte dort den Prinzen. Darauf stattete Prinz Heinrich dem englischen Admiral einen Gegenbesuch an Bord des englischen Torpedojägers ab. Um 1 Uhr traf Prinz Heinrich mit der Stationsjacht am Ankerplaße der englischen Flottille vor Muerwik ein und begab sich alsbald an Bord des Kreuzers Sapphire", wo der Prinz einer Einladung des Admirals Winsloe zum Frühstück folgte.
Es wäre dort auch gar feine Verwendung dafür Hoffnung auf eine gütliche Beilegung des Streitfalls zwischen Marokko und Frankreich sprach der spanische Marine minister Villanueva aus. Er sagte in einem Interview den Zusammentritt der internationalen Konferenz begrüß er mit Freuden, weil ihr Hauptzweck sei, von nun an die Schwierigkeiten zwischen Deutschland und Frankreich zu beseitigen; aber er sei skeptisch gegenüber der Wirkung der Konferenz in bezug auf Marokko selbst. Der Zwischenfall Bu Mzian werde dank der Einigkeit der Mächte zur Genug. tuung Frankreichs geschlossen werden. Spanien werde seine Rechte auf der Konferenz bis aufs äußerste verteidigen. Wenn Marokko ein zweites Algier werde, so dürfe nicht der Fall eintreten, daß Spanien dieses natürliche Absatzgebiet für seine Erzeugung und seine Tatkraft verschlossen sehe.
* In Westerland auf Sylt tagt der 46. Dentiaje Cenejenschaftstag( Verband der Schulze- Delitzschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften). Nach dem vom Verbandssekretär Dr. Crüger vorgelegten Jahresbericht ist eine nicht unerhebliche Steigerung des Geschäftsbetriebes in den zum Verbande gehörigen Genossenschaften zu verzeichnen.
Der Ort für die Konferenz ist noch nicht bestimmt, obschon sich anscheinend die diplomatischen Manöver im Augen. blick um diese Frage drehen. Der für den Gesandtenposten in Tanger bestimmte Geh. Legationsrat Dr. Rosen begibi sich in den nächsten Tagen von Berlin nach Paris, um die schwebenden Fragen persönlich mit den französischen Staats. männern zu besprechen.
Politifche Rundschau.
Deutsches Reich.
* Die in Frankfurt a. M. tagende Generalversammlung der Deutschen Mittelstands- Vereinigung nahm einen Antrag an, der die Zahlung von Anwesenheitsgeldern für Reichstagsmitglieder verlangt, damit auch Handwerker und andere Leute des Mittelstandes in den Reichstag gewählt werden könnten. Ferner wurden Resolutionen angenommen, betreffend die Abänderung des Submissionswesens und die Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker, sowie die Verschärfung der Konkursordnung, die eine g: Bere Rechtssicherheit gegenüber säumigen Schuldnern bezweckt. Eine ausgedehnte Debatte knüpfte sich an das vom Landtagsabgeordneten Hammer- Zehlendorf erstattete Rejerat über Warenhäuser und Konsumvereine; dabei wurde ein Antrag des Sächsischen Gastwirtsverbandes angenommen, betreffend das Verbot der Schanf- Konzession für Waren häuser, sowie ferner beschlossen, das preußische Abgeord netenhaus aufzufordern, die Regierung um Vorlage eines Gefeßentwurfes zu ersuchen, durch den wegen der Feuergefährlichkeit der Warenhäuser dort Verkaufsräume nur im Erdgeschoß und im ersten Stockwerk errichtet werden dürfen.
* Aus halbamtlichen Kreisen geht uns eine Auslassung über die Reichsfinanzreform zu, die wir im Wortlaut wiedergeben, ohne vorläufig zu den Einzelheiten selbst Stellung zu nehmen. Die Zuschrift lautet:
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Der steckbrieflich verfolgte polnische Reichstagsabgeord= nete Rulerski hat dem Landgericht in Graudenz mitgeteilt, er werde sich im Laufe des September dem Gerichtshoj stellen. Beigefügt sind ärztliche Atteste, nach denen Kulerski vorläufig einige Zeit der Ruhe bedürfe. Er wird wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten verfolgt.
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*** Der Bischof von Eichstätt, Freiherr von Leonrod, ist gestorben.
Zu bedauerlichen Vorkommnissen gab eine polnische Wählerversammlung in Thorn Anlaß. Die ins polnische Museum einberufene Versammlung wurde wegen Ueber: füllung des Saales zweimal aufgelöst; bei der zweiten AufYösung leistete das Militär Hilfe, welches die Menge aus der Straße mit aufgepflanztem Bajonett auseinandertrieb.
Russland.
Deer und flotte.
ofens befchäftigt. Arbeiter wurde Br Tod unmittelbar ei † Folgen der Eif fand bei seiner Se Gattin als Leide b von Eifersucht gep fonnte. Der verzi feiner Gattin in de
Herbstparade des Gardekorps. Die mehrfach abgekün digte Herbstparade der Garde hat jetzt auf dem Tempelhofer Felde in gewohnter Weise unter folossaler Beteili gung der Berliner Bevölkerung stattgefunden. Der Kaiser, die Kaiserin, die Kronprinzessin und die übrigen fürstlichen Damen, sowie die kleine Prinzessin Victoria Luise waren mittelst Sonderzuges von Potsdam auf dem Bahnhof Großgörschenstraße angekommen, wo das Kaiserpaar zu Pferde stieg. Der Kaiser hatte die Uniform des 1. Garde- Regiments zu Fuß angelegt und trug den Feldmarschallss ab, die Kaiserin truq die Uniform ihres Kücassier- Regiments mit dem Dreispiß. Die Kronprinzessin wohnte der Parade im Wagen bei. Der Kaiser führte das 1. Garde- Regiment zu Fuß seiner Gemahlin vor, bei dem der Kronprinz, Prinz Eitel- Friedrich und Prinz August Wilhelm eingetreten waren. Nach Veendigung der Parade ritt der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie zum Schlosse zurück, während die Kaiserin im Wagen dorthin fuhr, überall von der Zuschauermenge jubelnd begrüßt.
Nab und Fern
+ Hochwasser in Schlesien. Infolge heftiger Regengüsse schwollen die Flußläufe in Schlesien stark an. Stellenweise trat das Wasser über die Ufer. In Warmbrunn mußten die Bewohner eine sehr angstvolle Nacht durchmachen, da das Wasser bedenklich stieg. Inzwischen klarte das Wetter auf, und damit ist die Gefahr vorüber. Auch in Breslau trat der Zacken aus den Ufern und überschwemmte viele Häuser, so daß die Feuerwehr alarmiert werden mußte.
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† Von der Cholera. Im Zuchthause in Crone an der Brahe sind Cholerafälle vorgekommen; ein Strafgefangener, bei dem asiatische Cholera festgestellt war, ist von Crone nach Gnesen transportiert, sechs weitere Gefangene sind unter verdächtigen Erscheinungen erkrankt. Bei dem in Thorn erfrankten Pionier sind Anzeichen von Cholera festgestellt, indessen befindet er sich in Besserung. Dagegen starb ein aus Thorn eingetroffener Zugführer im dortigen Krankenhause an Cholera. An verschiedenen Orten des infizierten Gebietes sind neue verdächtige Krankheitsfälle vorgekommen. Auch in Bremen ist eine verschärfte Ueberwachung des Auswandererverkehrs angeordnet. Infolge der Schwierigkeiten, die seitens der preuBischen Grenzbehörden beim Durchlassen russischer Flößer gemacht werden, sind in Warschau die Bauholzpreise stark niedergegangen, und dadurch ist eine schwere Krisis im Holzhandel hervorgerufen. Im Gouvernement Warschau ist in allen Orten an der preußischen Grenze ebenso wie in Alerandrowo eine Quarantäne angeordnet worden. Sämtliche Passierwege sind gesundheitspolizeilich gesperrt.
* Aus verschiedenen Gegenden werden blutige Vorlo.m. nisse berichtet. In Libau fam es gelegentlich des Aus. marsches von Reservisten zu Ruheſtörungen, in deren Gerlauf ein Haus von Kosaken gestürmt wurde und es auf bei den Seiten Tote und Verwundete gab. In Rischinen gab die Beerdigung einer armen von Vagabunden error deten jüdischen Frau den Anlaß zu neuen Exzessen. Cine große Menschenmenge, bestehend aus Juden und russischen Arbeitern, gab der Toten das Geleite. Plötzlich ertönten Schüsse, und es erschienen Polizeibeamte und Dragoner mil blanker Waffe. Der Leichnam wurde mitten auf die Straße geworfen, dann aber von der Menge fortgeschafft. Zahl reiche Personen erlitten Verwundungen. Polizeibea: nte schafften die Verwundeten ins Krankenhaus, dem Publi.um wurde nicht gestattet, die Verwundeten zu geleiten. Das jüdische Krankenhaus wurde von Truppen umzingelt. Finf zig Personen wurden verhaftet. In Moskau fand in der Wohnung des Semstwomitgliedes Bajenow eine Ans: schußsizung der Vertreter der städtischen Semstwos statt Als die Sitzung begonnen hatte, traten Polizisten ein, um die Versammlung zu schließen. Als die Versammelten sic weigerten, diesem Befehl Folge zu leisten, trotzdem die Poli zisten mit der Anwendung von Gewaltmaßregeln drohten, wurde die Erlaubnis zur Fortsetzung der Versammlung unter der Bedingung erteilt, daß die Polizei ihr beiwohnen fönnte.
In neuerer Zeit ist bei dem Herannahen der Reichstags. Session wieder viel von der Reichsfinanz die Rede. Man wird gut tun, die in Umlauf gesetzten Nachrichten mit Vorficht entgegenzunehmen. Reichsschatzsekretär Herr v. Stengel hat zwar seinen Entwurf, der sehr umfassend und kompli ziert ist, im wesentlichen schon ausgearbeitet, aber eine letzte Feile und Durchsicht sich vorbehalten. Hat Herr v. Stengel die letzte Hand angelegt, so gelangt sein Entwurf an den Bundesrat, dessen Ausschüsse sich zunächst damit zu beschäftigen haben. Erst nachdem das Plenum das Bundesrats sich schlüssig gemacht hat, wird man von einem eigent lichen Entwurf, d. h. von einer Vorlage an den Reichstag sprechen können. Es ist wahrscheinlich richtig, wenn man auch nur von Vermutungen reden kann, daß Tabak, Bier und Branntwein bei der Reichsfinanzreform eine Rolle spielen werden. Es wäre sehr zu wünschen, daß auch die Steuer- Politik sich in den Dienst der Bestrebungen stellte, die auf eine Verringerung des Alkoholgenusses im deutschen Volk abzielen. Zwar ist der Alkoholgenuß in Deutschland noch lange nicht so schlimm, wie bei unseren Nachbarn im Westen, Osten und Norden, aber er ist immerhin größer. als er sein sollte und als er der Entwickelung der deutschen Nation und ihrer geistigen und wirtschaftlichen Kräfte förderlich ist. In Nordamerika ist ein neuer Volkstypus entstanden, der sich wesentlich vom Alkohol freihält und der aus diesem Grunde ganz überraschende Fähigkeiten an den Tag legt. Wenn man im Ausland über die deutsche Neigung zum Trinken spottet, so ist das vielfach pharisäischer Spott und beruht auf Verkennung der Verhältnisse oder auf absichtlicher Uebertreibung. Auch würden die Spötter selbst übel genug fahren, wenn wir ihren Spott uns willig 81: Herzen nehmen wollten; denn die deutsche Leistungsfähigkeit auf jedem Gebiet würde eine außerordentliche Steigerung erfahren, wenn dieser glückliche Fall einträte. Der pharisäische Grund des Spottes jedoch braucht uns nicht abzuhalten, das richtige Maß seiner Berechtigung zu erkennen, danach zu handeln und uns von den alkoholischen Hemmnissen freizumachen, die unserer glücklichsten Entnickelung im Wege stehen."
Oefterreich- Ungarn
** Die von so vielen Meinungsverschiedenheiten zerrissene habsburgische Monarchie soll nun auch einen Lehrerstreif erleben. In Laibach beschloß die Landeslehrerversammlung wegen Verschleppung der Gehaltsregulierung den sofortigen Ausstand aller Lehrer im österreichischen Kronlande Krain. Den Vorzug der Originalität fann man einem Lehrerstreik jedenfalls nicht abstreiten, Befriedigung wird dabei aber wohl nur die Schuljugend empfinden.
* Die Uebungsfahrt des englischen Geschwaders in der Ostsee nähert sich ihrem Ende, wenigstens insoweit, als deutsche Häfen in Betracht kommen. Die in Neufahrwasser liegende Flotte soll heute abfahren. Auf dem Admiralschiff ,, Ermouth" fand ein Essen statt, zu dem zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten Einladungen erhalten hatten. Der Die vor Flensburg lieFremdenzufluß war sehr stark. gende englische Torpedobootflottille ist durch den Bruder des Kaisers, den Prinzen Heinrich, in seiner Eigerschaft als Stationschef besucht worden. Prinz Heinrich traf mit der Stationsjacht" Carmen", von Kiel kommend, gestern mittag gegen 12 Uhr in der Flensburger Förde ein. Nachdem die Stationsjacht neben dem Schulschiff„ Blücher" geantert hatte, ließ sich der Chef der englischen Torpedobootsflottille, Konteradmiral Winsloe, der mit einem Torpedojäger dem Prinz- Admiral bis auf die Glücksburger Reede entgegengefahren war, an Bord der" Carmen" rudern und
Italien.
† Schwimmendes Wrack in der Ostsee. Bei den Schießübungen im westlichen Teile der Ostsee ist ein altes Torpedoboot, das von der deutschen Flotte als Scheibe benutt wurde, abhanden gekommen. Die Marinestation warnt die Schiffe, vor dem: nöglicherm ise umhertreibenden Wrack aus der Hut zu sein.
** Die italienische Regierung erklärte sich damit einverstanden, das Protektorat über die religiösen Kongregationen in Palästina und Konstantinopel zu übernehmen. Die Kongregationen hatten in dieser Richtung ein Gesuch an Italien gerichtet. Es hängt das mit dem Erlaß der französischen Gesetze über die Trennung von Staat und Kirche zusammen. Frankreich galt früher als berufener Beschützer der orientalischen Christen, obwohl dazu keinerlei Rechtsgrund vorlag.
Amerika.
† Auf dem Tanzboden erstochen. Im Dorfe Dalberg bei Gadebusch in Mecklenburg kam es während des Tanzes in Kruge zwischen den Tänzern zu einem Streit. Ein junger Knecht wurde dabei von einem Kameraden mit dem Messer erstochen.
** Der Präsident von Venezuela, Castro, der schon so viel von sich reder machte, ordnete die Schließung sämtlicher Bureaus der französischen Kabelfompagnie an. Jedoch soll die Schließung nur eine provisorische sein, da das Eintreffen eines französischen Untersuchungsbeamten erwartet wird. Der Präsident beschuldigt die französische Gesellschaft, die gegen die venezolanische Regierung konspirierenden Parteien zu unterstützen.
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Hof und Gefellschaft.
† Kampf im Wirtshaus. In Bommern bei Witten gcrieten italienische Arbeiter in einer Wirtschaft in Streit und weigerten sich, der Aufforderung des Wirtes, das Lokal zu verlassen, nachzukommen. Ein Gendarm, der vom Wirt geholt war, wurde von den Italienern mit Messern derartig bedroht, daß er in der Notwehr von seinem Revolver Gebrauch machte und einen Angreifer niederschoß.
† Die Gefahr des Tätowierens. In Griesheim am Main tätowierte sich ein zwölfjähriger Schüler den Arm und rieb ihn dann mit Tusche ein. Bald darauf schwoll der Arm starf an. Trotz ärztlicher Hilfe starb der Knabe an Blutvergiftung.
Der Kaiser und die Kaiserin nahmen gestern abend das Diner bei dem kronprinzlichen Paare im Marmorpalais in Potsdam ein. Mittags hatte der Kaiser im Berliner Schlosse eine Anzahl amerikanischer Parlamentarier empfangen, die auch der Parade in königlichen Fuhrwerken beigewohnt hatten.
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Der Gouverneur der abessynischen Provinz Harrar, Abdullah Pascha, weilte in Berlin, um dort Fabriken zwecks Vergebung von Aufträgen zu besichtigen.
Der Reichskanzler Fürst Bülow ist mit seiner Gemahlin in Baden- Baden eingetroffen.
† Verzweiflungstat einer Mutter. Im Nordwesten von Berlin nahm die Frau eines Arbeiters, um dem fortgesetzten Unfrieden mit ihrem Manne zu entgehen, Lysol und gab auch ihren drei Kindern davon zu trinken. Diese spieen die äßende Flüssigkeit alsbald wieder aus und sind so mit geringen Verletzungen am Munde davongekommen. Die unglückliche Mutter liegt dagegen hoffnungslos dar. nieder. Als der Mann abends von der Arbeit kam, brach er unter der Wucht der Schreckenskunde zusammen.
† Verhaftete Betrüger. Die Hamburger Kaufleute Mül ler und Becker hatten zahlreiche deutsche Fabrikanten um Waren im Werte von über 150 000 Mark betrogen. Sie waren nach Brüssel entflohen, sind aber dann nach Ham. burg zurückgekehrt und dort vor kurzem verhaftet worden. Der Mörder seines Wohltäters. Der Mörder des Adbokaten Bianchi, des Verteidigers des italienischen Leut na. ts Modugno, in Perugia ist in der Person eines Stu denten gefaßt worden. Der Ermordete hatte den junger Mann studieren lassen und erhielt ihn in seinem Hause. Da für hinterging er seinen Wohltäter mit einem im Hause lebenden jungen Mädchen, und als er hinausgeworfen wurde, fälschte er Wechsel auf Bianchis Namen. Dieser bersuchte den Ungeratenen auf den rechten Weg zu bringen, bei einer Unterredung aber schnitt der Bursche dem alten Herrn die Kehle durch. Er warf sich dann über die Leiche und tat ganz untröstlich. Die Polizei ließ sich indessen nicht tän, sondern nahm ihn und seine Geliebte in Quit Ein nener Vulkan. Drei Farmer aus Loveland in Nevada( Nordamerika) haben einen in voller Tätigkeit befindlichen feuerspeienden Berg entdeckt. Sie suchten nach er tlaufenem Vieh und stießen auf einen Lavastrom. Diesem folgten sie, und da trafen sie auf den Vulkan. Das Ausströmen der Lava war von einem dumpfen unterirdischen Rollen begleitet. Die in der Nähe liegenden Felsstücke waren so heiß, daß die Männer sie nicht anfassen konnten. † Typhus in Berlin. Im Krankenhause Wioabit befinden sich etwa 80 Typhuskrante in der Isolier- Station. Die Krankheit nimmt im allgemeinen einen gutartigen Verlauf. In Berlin und Spandau sind eine Anzahl Badeanstalten geschlossen.
† In der Eisenbahnwerkstätte auf dem Rangierbahnhof zu Kassel waren Arbeiter mit dem Transport eines Schmelz
ift fein großer M ist eine Maschine, Ausstellung custralischen Insel
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eine große internat autun, daß Neu- Se feitigen natürlichen Weltproduktion ab stellung den Besu geben, die Naturn Quellen und die lernen.
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