korps auf dem Schießplate bei Thorn statt, der der Kaiser in den letzten Tagen anwohnen wird. Sie verspricht eine außerordentlich interessante zu werden, da bei ihr den Erfahrungen, die im Festungskriege bei Port Arthur gemacht wurden, Rechnung getragen werden wird. Es wird sich bei der Uebung auch um die Frage handeln, inwieweit eine Rückkehr zum Minenkrieg, der vor Port Arthur eine so große Rolle spielte, erforderlich erscheint. Auch hat man an den maßgebenden Stellen, infolge der Ereignisse vor jener Festung, die gesteigerte Wichtigkeit der Aufgabe, die fortan den Pionieren im Festungskriege zufällt, voll erkannt, und diese Erkenntnis wird bei der Uebung bei Thorn zum Ausdruck gelongen. Ein großer Artilleriekampf wird die Uebung einleiten, das Zusammenwirken von Artillerie und Infanterie soll besonders erprobt und große Sorge auf den Aufklärungs- und Sicherheitsdienst und das Nachrichtenwesen gelegt werden.
Soziales Leben.
Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. Da das Gesetz über die Verwendung der Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben bereits einige Zeit wirksam gewesen ist, werden in einem Runderlaß der Minister Berichte eingefordert, ob auf Grund der Ausführungsanweisung eine hinreichende Ueberwachung über die Ausführung des Gesetzes hat erfolgen können und welche Vorschläge etwa zur verbesserten Ausgestaltung der Ueberwachung zu machen sind.
Schutz für Metallschleifer und Bleiarbeiter. Der Staatssekretär des Innern Posadowsky hat die Bundesregierungen um Erhebungen über die Zahl der Trocken- und der Naßschleifereien, über die Zahl der in ihnen beschäftigten männlichen, weiblichen und jugendlichen Schleifer und auch um Angaben über die Zahl der an Lungenleiden erkrankten Schleifer ersucht, soweit sich darüber aus der Statistik der Krankenkassen Auskunft geben läßt. Es handelt sich um allgemeine Vorschriften zum Schuße der in Frage kommenden Arbeiter. Cbenso soll durch die Gewerbe- Aufsichtsbeamten festgestellt werden, wieviel Bleierkrankungen der Arbeiter in Feilenhcuereien infolge der Benutzung von Unterlagen aus Blei und Bleilegierungen beim Hauen der Feilen sowie irfolge Anlassens und Härtens der Feilen in Bleibädern beobachtet worden sind. Unter Umständen sollen Blei und Bleilegierungen als Unterlagen ganz verboten werden.
Nah und Form
ist nicht in genügenden Mengen heranzuschaffen. Die Nach;- frage hat sich ganz plößlich ins Unermeßliche gesteigert, und die Produktion, so einfach sie ist, kann nicht damit Schritt halten. Mit berechnender Sparsamkeit müssen die Selterwasserfabrikanten ihren ständigen Kunden das Lieferungsquantum zumessen, um die neu sich meldenden Abnehmer nicht völlig zurückzuweisen. Sonst kam der Kutscher mit de: n kohlensauren Naß sofort auf telephonischen Anruf oder Postfartenbestellung jetzt ist die dringendste und wiederholte Mahnung vergeblich. Denn jeder neue Vorrat ist auf der Stelle wieder erschöpft. Die ältesten Ladenhüter von Mincralwassern, von„ Brunnen" mit den verschollensten Namen werden als Ersatz für Selterwasser angeboten und gern genommen. Die Kohlensäure, die im Bier dem echten Gambrinusverehrer verhaßt ist, gibt dem Wasser belebende Kraft auch für den Gaumen des normalen Kulturmenschen, der sonst grundsätzlich nur äußere Verwendung des Wassers für zulässig hält. Die Kargheit der zugeteilten Rationen wirkt überdies auf die Einbildung, die leicht für köstlich hält, was sich rar macht.
† Wißmann- Denkmal in Ostafrika. Das geplante Denkmal für den Afrikaforscher Wißmann soll, der jetzt endgültig getroffenen Bestimmung zufolge, in Dar- es- Salaam errichtet werden. Ein soeben vom Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg unterzeichneter Aufruf der deutschen Koloniaigesellschaft schildert das geplante Denkmal, wie folgt: ,, Schlicht und einfach, wie der große Tote, und doch kernhart und fest soll es sein: ein Jelsblock, der auf eingelassener eherner Plaite die Züge des kühnen und treuen Mannes der Nachwelt erhält." Beiträge nimmt die Kolonialgesellschaft Berlin W. 9, Schellingstraße 4, entgegen.
Ein brennender Bahndamm. Am Bahnhof Oberhauser: ercignete sich vor einiger Zeit ein Eisenbahn- Unfall. Die Trimmer der verunglückten Wagen wurden am Fuße der Böschung verbrannt. Dabei müssen die mit Kohlen durch;- setzten Schuttmassen des Bahndammes Feuer gefangen haben, das jetzt erst zutage getreten ist. Unter der ganzen Oberfläche glimmt es, und alle Gegenmaßregeln schlagen nicht an. Man hat schon die am Bahndamm stehenden Telegraphenstangen entfernen müssen.
† Bei der Mahlzeit vom Vlik erschlagen. In Diesdorf im Elsaß saß dieser Tage ein Gastwirt mit seiner Familie beim Mittagessen, als ein schweres Gewitter heraufzog. Ein Blis strahl fuhr in die Gastwirtschaft und tötete die beiden Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren, die bei den Eltern zu Tische saßen, während die letzteren unversehrt blieben.
So manche Brauerei sett jezt mehr Seltertwasser ab, als Vier und das Geschäft ist nicht schlecht aber der zehrende Durst läßt feinen Vorrat sich sammeln. Die Selterwassersnot ist groß!
-
Das Weißbier, aus dem vornehmen Westen seit Jahren verbannt, würde sich die erklusivsten Schantstätten wieder erobern, wenn es nur genug Weißbier gäbe. Auch das Weißbier ist knapp geworden, unzulänglich gegenüber der wachser:- den Forderung, noch knapper als das Selterwasser. Denn das Weißbier läßt sich nicht plößlich herstellen; es will gelagert sein, und eine Weißbierbrauerei, die auf Reputation hält, gibt um keinen Preis unreifes Produkt aus den Kellern. Es fehlt nicht viel, so bekommen wir eine Selterwasserteuerung, so daß nur die oberen Zehntausend sich noch den Lurus einer Flasche kohlensauren Wassers gönnen förnen. Wäre nicht die Furcht vor der Wandelbarkeit der Temperatur, es gäbe schon Syndikate für die Gründung von Selterwasserfabriken mit Prospekten, die den Mund wässern machen. Wer weiß, was noch geschehen mag. Die Verzweiflung des Durstes ist ein fräftiger Helfer für Illusionen, und wenn diese zu Wasser werden, so wird es trotzdem keine Web. flagen geben, denn dann ist auch der Durst vergangen.
† Todesfälle bei der Landwehrübung. Auf dem Truppenübungsplatz Gruppe bei Graudenz findet zurzeit eine Landwehrübung statt. Infolge der Anstrengungen bei der heißen Temperatur erkrankten dieser Tage gleich nach der Rückkehr bom Ererzieren zwei Landwehrleute und starben, der eine an Herz-, der andere an Gehirnschlag.
† Mord aus Eifersucht. In Mindowitz in Böhmen schnitt bor kurzem ein Arbeiter seiner Braut mit einem Rasiermesser die Kehle durch, da er an ihrer Treue zweifelte. Er brachte sich sodann mit demselben Messer schwere Verlegungen bei.-- Ein ähnlicher Fall ereignete sich zu gleicher Zeit in der Nähe von Jägerndorf. Dort lockte ein Zimmermann eine Kei nerin, auf die er ein Auge geworfen hatte und die von ihm nichts wissen wollte, in ein in der Nähe gelegenes Wäldchen und brachte ihr mit einem Messer tödliche Wunden bei. Der Mörder ertränkte sich in einem Wasserloch.
† Furchtbare Ueberschwemmung. Eine entsetzliche Katastrophe wird aus Meriko gemeldet. Ein heftiges Unwetter, das vor einiger Zeit über die Bergwerksstadt Guanajuate nicderging, verursachte dort eine Ueberschwemmung, der eing große Anzahl von Menschenleben zum Opfer fielen. Man spricht von Tausenden Verunglückter.
Waffersnot in Berlin.
Hus dem Gerichtssaal.
§ Lebenslängliches Zuchthaus. Der Mörder Karl Tschirner, der wegen Tötung und Beraubung der Witwe Sinnig in Berlin vor Gericht stand, wurde wegen Diebstahls im Rückfalle zu drei Jahren Zuchthaus und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht, wegen des Totschlags zu lebenslänglichem Zuchthaus und Ehrverlust auf Lebensdauer verurteilt. Die Geschworenen hatten nach 1½stündiger Beratung die Schuldfrage auf Mord verneint und den Angeklagten schuldig des schweren Einbruchsdiebstahls und des vorsätzlichen Totschlags nach§ 214 befunden. Auf die Frage des Vorsitzenden an Tschirner, ob er sich bei dem Urteil beruhige, erklärte der Angeklagte, daß er nicht wisse, was er zu dem Urteil sagen solle, er sei unschuldig.
( Eig. Bericht.) Berlin, den 5. Juli. ,, Und die Sonne versendet glühenden Brand!" Seit Tagen und Tagen verharrt die Quecksilbersäule im Thermometer auf unwahrscheinlicher Höhe, und die Nacht bringt kaum merkliche Kühlung. Kein Wölfchen am Himmel, der nicht blau, sondern fahl ist. Der Dunst, der von der Millionenstadt aufsteigt, kann sich nicht zur Regendichtigkeit sammeln, denn der Wind vertreibt ihn, ehe er zu Tropfen geworden. Aber der Wind selbst hat nichts erfrischendes, meil er vom Westen kommt und die Glut nur mit anderer Glut vertreibt.
Zu der Wassersnot von oben kommt noch eine zweite, und beide bestehen im Mangel an Wasser. Der Regen fehlt der durstenden Erde und der durstenden Menschheit fehlt das belebende Getränk. Das Bier tut's nicht mehr, man will es nicht haben, weil es das Hizegefühl nur erhöht und auch nic)! vorübergehend Labung gewährt und den Schein der Erquickung. Es kommt vom Eis und ist doch schal und abschmäckig, und wer es hinabstürzt, der empfindet ermattende Qual nur in einer wechselnden Gestalt. Das Sel. terwasser aber, das zu unerwarteten Ehren gekommen. zu einem Lieblingsgetränk nicht bloß für Kinder geworden,
§ Schwindel- Ausstellungen. Durch eine Entscheidung des Landgerichts in Düsseldorf, die durch ein Erkenntnis des Reichsgerichts bestätigt worden ist, sind die Unternehmer einer in Düsseldorf im Zusammenhange mit der Gewerbeund Industrieausstellung von 1902 veranstalteten Schwindelausstellung wegen Betrugs verurteilt worden. Der preuBische Minister für Handel und Gewerbe hat Veranlassung genommen, darauf hinzuweisen, daß in geeigneten Fällen bei Veranstaltung wilder Ausstellungen auf Einleitung des Strafverfahrens wegen Betruges hinzuwirken ist.
Raucher hinauszubefördern. Allein dieser kam ihm zuvor. Mit der ganzen Nachlässigkeit, über die er verfügte, apofto phierte er den Schaffner wie folgt:„ Sehen Sie sich doch die Fahrkarte jenes Herren an, sie ist für die dritte Klasse." Es war wirklich so, und der Engländer mußte hinaus. Einer der Mitreisenden fragte den Amerikaner, ob er etwa Gedankenleser sei, oder wie er sonst von dem Betrug des Engländers wisse. Ganz einfach," entgegnete der smarte Yankee, sie stak aus seiner Westentasche heraus und hatte dieselbe Farbe wie meine Karte."
-
Rinkler- femble, mie zu hören befommit Nummern bes Progra andert. Sie luben Sinne bes Wortes u Beifall. Die humor um die reinen Lada
als Eanger
Han
allen Lagen angene Ebenso find bind suhammer neang bes C daß fie Buhörer Der Babes Ronze Die Lahu ter Militär fchwimman 4. Komp. Der Unte
= Teures Silbergeschirr. In London kam dieser Tage ein Bosten alter englischer Silbergeräte zum Verkauf, die ihres historischen Wertes halber zum Teil ganz erorbitante Preise erzielten. So wurden für ein Paar Fläschchen für Rosenwasser, wie sie die Damen aus der Zeit der Königin Elisabeth benutzten, und die mit dem Stempel der Londoner Goldschmiedeinnung von 1597 versehen waren, 70 000 Mark bezahlt. Zwei Steingutfläschchen mit Silberbeschlag aus derselben Zeit erzielten 7000 imd 10 000 Mart, ein Becher aus den Tagen König Jacob II. 24 000 Mark, zwei Terrinen aus dem Jahre 1800, die Nelson von Lloyds erhalten hatte, 4865 Mark.
§ Tief gesunken. Wegen Betruges und Unterschlagung war der frühere Schatullensekretär der Kaiserin Rudolf Reichardt aus Charlottenburg angeklagt. Der 49jährige Angeschuldigte stand früher in Hofdiensten, er war längere Zeit Schatullensekretär der Kaiserin. Nach seiner Pensionierung beteiligte Reichardt sich an verschiedenen gewagten Spekulationen und verlor sein Vermögen. Um sich aus seinen mißlichen pekuniären Verhältnissen herauszuhelfen, verübte er mehrere Kreditschwindeleien, für die er bereits früher zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde. Später famen weitere Schwindeleien ans Licht, für die er jetzt zwei Monate Zusatzstrafe erhielt.
-
Seeräuber im hohen Norden. An der Küste von Kamschatka erschien vor einer kleinen Niederlassung vor einiger Zeit ein Schooner. Die Bewohner der weltverlassenen Kolonie nahmen die Bemannung mit Freuden auf. Zu ihrem Schrecken mußten sie wahrnehmen, daß es Piraten waren, denen sie Gastfreundschaft gewährten. Die ganze Kolonie wurde niedergebrannt und alle Bewohner ermordet. Seeräuber hatten alles mitgenommen, das auch nur den geringsten Wert hatte.
Die
= Drahtlose Telegraphenverbindung durch Südamerika. Eine gewaltige Telegraphenverbindung wird zurzeit in Südamerika geplant. Die Hindernisse, die in Peru durch die Urwälder dem Verkehr bereitet, sollen durch die drahtlose Telegraphie überwunden werden. Auf diese Weise soll es gelingen, die Hauptstadt Lima mit dem Hauptflußhafen Squitos am Amazonenstrom zu verbinden. Es handelt sich zunächst um einen Raum von 1000 Kilometern, für die drei Stationen geplant sind. Später soll dann die Verbindung bis nach Para ant Atlantischen Ozean ausgedehnt werden, so daß sie von dort nach dem Stillen Ozean reichen würde. Ein künstliches Angenlid. In Paris war einem Manne bei einem Unfalle das Gesicht derartig verfohlt, daß kein Stückchen gesunde Hant dort noch geblieben war. Doktor Lagi ange cus Bordeaux gelang es fürzlich, eine Hautaufpfropfung an dem Manne vorzunehmen, wie sie nur selten vorkommt. Er entnahm die Haut dem linken Arm des Patienten, der durch einen Apparat zehn Tage lang mit der Schläfe verbunden wurde. Nach Verlauf der Zeit hatte sich das Hautstück als Augenlid dem Organismus eingefügt.
§ Noch ein Diesseits- Prozeß. Die Staatsanwaltschaft 311 Detmold hat gegen die bückeburgisch gesinnte Detmolder ,, Lipp. Tgsztg." ein Strafverfahren wegen Beleidigung der Bestbeamten eingeleitet. Die Beleidigung wird erblickt in dem öffentlich erhobenen Zweifel, ob vor Veröffentlichung der bekannten, Aufsehen erregenden Kaiserdepeschen an den Grafregenten das telegraphische Amtsgeheimnis gewahrt worden sei. Der durch die Wiederaufrollung der Kaiserdepeschenangelegenheit alle politischen Kreise von Lippe erregende Prozeß hat bereits in Detmold begonnen.
Kunft und Wiffenfchaft.
GN. Die drahtlose Telegraphie auf Leuchtschiffen. Die englische Regierung hat mit der Marconi- Gesellschaft einen Vertrag geschlossen zur Ausrüstung sämtlicher Leuchtschiffe an den englischen Küsten mit drahtloser Telegraphie nach dem System Marconi. Die Leuchtschiffe sollen dadurch instand gesetzt werden, den gewöhnlichen Dienst untereinander und mit der Küste in Beziehung zu treten und namentlich; auch Schiffsunfälle zu melden.
-
Vermischtes
-
Deni
**
begeben und wurde b plöglich unter und fam dem die Lahn fofort a geftern Abend mit geb gelang bie Bandung wärtiger Eaglergefelle -Ein anderer t borgen Remel Dort ertran Lohr des Gartners Borel Berka von dem früheren 2 Busbaben für 187 000 ** Die Kra Rrachenburg, die folang gelegt. Das Auge gem aus dem einige der Jahr aufragen. ** Man freib einer Fran ließ die Die Frau des Bahw bei der neuen Raferne ben Nachmittage 5 Uhr forte. Un sillführlich d gewahrte zu ihrem mitten auf dem Schie tur noch 400 m weit, fernt war. Den erften die Frau auf den Bahn Beleife herunter- eine mit voller Kraft über d So hod gelegen. den Mut der Retterin pir aber auch die Aleinen nicht unbeauffi die Frau Bl. nicht zufä wäre von den Rädern A Das Hohero lubs fand am Sonntag Soberobetopf im fat Rad und Leiterwagen, Feftteilnehmer aus ganz berg, Grünberg, Lauterb jowie aus Gelnhausen, asdienen. Bald entw Gefang ein reges Tre hatte man eine fine F Odenwald, Launus un ** Photograp Bildesheim hat nämlic gefunden. ang Redh titelame Deutschland!
Teure Postverbindung. In dem unmirtlichen und noch wenig erschlossenen amerikanischen Staate Alaska ist die Postverbindung zwischen den 413 Meilen voneinander entfernt liegenden Ortschaften Valdez und Eagle einem Manne namens Oskar Fish in Valdez übertragen, der für einen zweimaligen Botengang im Monat von der Unions- Regierung in Washington die Summe von 147 000 Mark jähr lich erhält. Dasir hat er eine Post zu befördern, deren Höchstgewicht nur 300 Pfund betragen darf. Das hohe Ge halt erklärt sich durch die Mühseligkeiten und Gefahren des Betriebes. Die Verbindung kann nur durch Hundeschlitten besorgt werden, und der Postbote hält sich fast stets in ein samen und lebensgefährlichen Schneefeldern auf. Fish ist schon in Abgründe gefallen, von Lawinen verschüttet, halb erfroren, fast verhungert, hat aber noch sein Ziel, wenn auch oftmals mit Verspätung, erreicht. Er hat Geschmad an dem Abenteurer- Leben gefunden und will seine lohnenden Reisen fortsetzen, solange seine Kräfte ausreichen.
Ein vielseitiger Mann. Durch eine deutsche Zeitung in Argentinien suchte kürzlich ein Landsmann Stellung, der im Hauptberuf sich mit dem Melken des Rindviehs beschäftigt, daneben aber sogar eine Lehrtätigkeit zu entfalten verspricht. Das Inserat lautete:„ Ein tüchtiger Melker sucht Stellung. Derselbe ist musikalisch und befähigt, den ersten Klavierunterricht zu erteilen. Offerten erbeten usw."
Echt amerikanisch. Einen köstlichen Beweis von der Eigentümlichkeit, die der Amerikaner mit dem Ausdruck ..smart" bezeichnet, lieferte vor furzem ein Yankee in einem Zuge der Newyorker Stadtbahn. Er zündete sich in einem Abteil erster Klasse für Nichtraucher ganz ungeniert eine Zigarette an. Ein gegenübersiẞender Engländer verbat sich energisch das Rauchen, ohne damit auf den Amerikaner den geringsten Eindruck zu machen. An der nächsten Station rief der tiefgekränkte Enaländer den Schaffner. um den
Eine Luftschiffahrt mit Stationen. In Frankreich hat der Ruftschiffer Lebaudy dieser Tage ein Experiment ausJeführt, das der Aeronautik neue Aussichten eröffnet. Er hatte sich erboten, eine Luftreise in einer bestimmten Route zu unternehmen und dabei die ihm vorgeschriebenen Kontrollstationen anzulaufen. Das französische Kriegsministe rium hatte das Anerbieten angenommen. Der Luftschiffer stieg in Moisson auf und erreichte die erste Station Maur in 2½ Stunden, wo die Landung glatt vollzogen wurde.
Lokales.
4. Juli 1905.
Bei der
s Lotterie.( Privattelegramm.) heutigen Ziehung der 6. Hessisch- Thüringischen Staalslotterie wurden folgende Gewinne gezogen eine Prämie bon 75 000 Mt. auf Nr. 75 963, welche zuletzt mit 400 Mart gezogen wurde, der Gewinn von 25000 f. auf Nr. 72723 und 5000 auf Nr. 688.
PA. Feuerwehr Jubiläum in Gießen. Die An meldungen der Feuerwehrleute von nah und fern zu dem Feste mehren sich täglich; es unterliegt feinem 8weifel, daß trog der derzeitigen vielen Festlichkeiten eine stattliche Anzahl Wehrleute sich zu ihren Kameraden nach Gießen begeben werden. Mit der Eisenbahn- Verwaltung sind Extrazüge vereinbart worden. Der Empfangs- und Wohnungs- Ausschuß ist zur Zeit ganz besonders mit der Erledigung der ihm zu stehenden Vorarbeiten beschäftigt, wozu man ihm den besten Erfolg wünschen muß. Ueberhaupt treten nun alle Fest- Aus schüsse zu intensiverer Erledigung heran. Die Wirtschafter find an bewährte Männer vergeben, die Getränke haben eine Borprobe gefunden und deren Lieferung ist darauf Gießener Firmen übertragen worden. Die Installation des elektrischet Licht und der Quellwasserleitung nach dem Festplaß ist zu Beit im Gange. Die Feuerwehrübungen erregen das größt Interesse. Die einzelnen Vereine stehen in Beratung, auf welche Weise sie den beiden Wehren ihre Sympathie bezeuger sollen, die Gesangvereine üben unausgefeßt ihre Gesamtchöre mit vollbesetter Stimmenzahl und die Turner der Gießener Turnerschaft stehen nicht minder mit ihren Leistungen zur Verherrlichung des Festes in wackerer Arbeit. Mit Lut und Liebe geht man überall heran, um den Freunden in der Not einen Gegendienst zu erweisen.
*
** Das Schuhsche Künstler- Quartett wird am 11. Juli in Steins Garten einen Lieder- Abend abhalten. Ueber die Leistungen des Quartetts liegen uns sehr günstige Urteile vor. So wird aus Herborn geschrieben: Ausgezeichnet, ausgezeichnet!" Das war das beredte Signum des Konzertabends des Schuhschen Quartetts. En
-
?? Grünberg, 4.9 rate figang teilte B Regierung die beschloffer walde gutgeheißen habe den verwendet werd fabrichen Geländes
wenden.
? Gränberg, 4.
Heiern Donnerstag, den
Frau
Ia.
Doppelfalie
Fabrikat L. Rang
1.Sorte Mart
"
"
Ⅲ
"
"
pro 1000 Stild ab S
im Baggon billi
empfiehlt
H.Schaumb
Marburgerite Gießer
Zwiebell
jeben Dienstag,
und Samstag bon Bäder Scho Gießen, Walltorit
Es


