Ausgabe 
4.11.1905 Erstes Blatt
 
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Wahl- Aufruf.

Bekanntmachung.

Dienstag, 7. November, nachmittags 3 Uhr sollen am Weglarer Weg 12 Posten Abfallholz, darunter 11 fleinere Stämme, sodann um 4 Uhr auf dem Luther­berg 25 Posten Abfallholz, darunter( 4 fleinere Stämme, meistbietend versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist um 3 Uhr auf der Kreuzung

In wenigen Wochen finden die Landtagswahlen statt. An unsere nationalliberalen Parteigenoſſen in des Weglarer Weges mit der Friedrichstraße und um Stadt und Land ergeht daher die dringende Mahnung, mit allen Kräften in den Wahlkampf einzutreten.

Unserem stets festgehaltenen obersten Grundsay, das allgemeine Wohl zu fördern und in dem Kampfe der widerstreitenden Interessen einen billigen Ausgleich zu finden, bleiben wir getreu.

Auch in Zukunft erachten wir uns verpflichtet, für die Interessen der Landwirtschaft, dieses so wichtigen Zweiges der Volkswirtschaft, einzutreten und die hierzu erforderlichen Mittel zu bewilligen.

Ebenso werden wir auf die Förderung von Handel, Gewerbe und Industrie hinwirken und erachten die Kräftigung und Erhaltung unseres Handwerker- und gewerblichen Mittelstandes im Interesse des Staates für dringend geboten.

eintreten.

4 Uhr auf der Licherstraße am Lutherberg. Gießen, den 4. November 1905.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis ge­des Sparkassebezirks stattfinden soll. Prämien können bracht, daß wieder eine Prämiierung von Diensboten

bon 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeug. niffe ausweisen fönnen. Von Vollendung der 5 Dienst­werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zunt

Wie von jeher werden wir auch künftighin für die berechtigten Interessen des Arbeiterstandes Getreu den Ueberlieferungen unserer Partei halten wir fest an den unveräußerlichen Rechten jahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen des Staates in Kirchen- und Schulangelegenheiten.

Was die Kosten der Volksschule anlangt, so streben wir tunlichste Entlastung der Gemeinden an Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch und wünschen eine weiter gehende Unterstüßung unserer bedürftigen Gemeinden bei Schulhausbauten. Die Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Uebernahme der persönlichen Kosten der Fortbildungsschulen auf den Staat ist und bleibt eine Forderung nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben An

unserer Partei.

Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche Dem weiteren Ausbau der Verkehrswege unter Heranziehung staatlicher Mittel werden wir unsere lage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft spruch erheben zu fönnen, aufgefordert, sich unter Vor­besondere Aufmerksamkeit zuwenden. über gute Führung, sowie eines etwaigen Eparkasse­

Zu den bedeutsamen Aufgaben des kommenden Landtags gehört insbesondere die Revision der Ver- buchs( die Angabe der Nummer des Buchs genügt eben­waltungsgesete. Wir werden auf möglichste Selbständigkeit der Kommunalverbände hinwirken, aber falls) bei unserer Stasse oder der Bürgermeisterei des eine weitere Belastung der Gemeinden durch dem Staate obliegende Aufgaben zu verhüten suchen. Die Wohnorts bis zum 15. November 1. 36. zu melden. Kreis- und Provinzialverbände sind vom Staate derart zu dotieren, daß sie ein selbständiges Leben führen

können.

Die Revision der Gemeindesteuergesetzgebung bleibt nach wie vor eine dringende Notwendigkeit. Wir werden dabei im Sinne einer gerechteren Verteilung der Steuerlast innerhalb der Gemeinden, einer angemessenen Heranziehung der leistungsfähigeren Steuerzahler und Entlastung der wirtschaftlich Schwachen mitwirken. Die Revision des Gesetzes über den Urkundenstempel darf nicht länger verschoben werden. Eine hochwichtige Aufgabe bleibt uns nach wie vor die Reform unseres Wahlgesetes im Sinne des direkten Wahlrechts.

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Unsere Partei, die auf Grund der bestehenden staatlichen, Gemeinde- und gesellschaftlichen Verhältnisse die freiheitliche Entwickelung unseres Staats- und Gemeindewesens erstrebt, sucht gegenüber den internationalen gegenwärtigen politischen Lage in Land und Reich und der von jener Seite drohenden Gefahren ist dies gerade jetzt von ganz besonderer Wichtigkeit. Mögen daher alle bürgerlichen Elemente zur Bekämpfung dieser Gefahr sich mit uns vereinigen! Mögen unsere Parteigenossen ihre volle Schuldigkeit tun! Möge feiner von ihnen an der Wahlurne fehlen und möge jeder in unserem Sinne aufklärend und anregend tätig sein! Dann wird es nicht fehlen, daß in dem schweren von der Sozialdemokratie mit gewaltigem Einsatz ihrer Kräfte und ihrer rücksichtslosen Energie geführten Kampfe der Sieg der bürgerlichen Ordnung bei diesen Wahlen errungen wird.

Darmstadt, den 30. Oktober 1905.

Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei

im Großherzogtum Hessen:

J. V. Schmeel I., Justizrat, Vorsitzender.

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Da uns nicht mit angeblich vorhandenen, sondern nur mit wirklich nach hiesiger Gegend zu verkaufenden Schweinen gedient sein kann, so bitte ich unter Bezugnahme auf die in dem vorgestrigen sogenannten aufklärenden Artikel ge­machten Angaben des oberhessischen landwirtschaftlichen Verein wiederholt um An­gebote von fetten, schlachtreifen Schweinen zu den vom obigen Verein angegebenen Preisen.

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Gießen, den 30. Oftober 1905.

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