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[ Gin nenes Tunnelprojeti; ach der Bolleni.ing des Simplontunnels wird nunmehr der Durchstich der Ver= ner Alpen vorgeschlagen. Der projektierte Tunnel soll im Obersimmental beginnen und bis nach Frutigen durch­geführt werden. Es würde damit der ganze Gebirgsstock der Berner Alpen durchstochen sein. Drei französische Inge­nieure sind bereits mit den Vorarbeiten beschäftigt.

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[ Reiche Goldfunde auf Island] lassen die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß auf dieser steinigen, eisigen Insel ein neues Eldorado entstehen wird. Bei Reykjavik wurden so mächtige Adern des kostbaren gelben Metalls bloẞgelegt, daß sich sofort eine Aktiengesellschaft konstituieren wollte. Doch scheint es, als ob die Kommune Reykjavik den unge­ahnten Glücksfall selbst ausnuten und den Abbau der Gold­gruben in eigene Regie nehmen wird. Auch Eisen, Kupfer und Zink wurden auf der Insel gefunden.

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[ Das Abenteuer der Melancholischen.] Ein hübsches Histörchen, das, wenn es nicht wahr sein sollte, wenigstens den Vorzug hat, gut erfunden zu sein, wird aus Paris be­richtet. Dort wohnt eine junge Witwe, die über den Tod ihres Gatten und ihrer Kinder in tiefe Melancholie ver­fallen ist. Sie trägt sich mit Sterbegedanken und hat ihr Wohnzimmer in eine richtige, schwarz ausgeschlagene Toten­kammer verwandelt, in deren Mitte der Sarg steht, der sie aufnehmen soll. Jede Nacht brennen Kerzen um diesen. Die Witwe selbst schläft im Zimmer nebenan, im Sarge macht sich's aber gewöhnlich ihre schwarze Kaze bequem. Dieses Milieu wurde Einbrechern zum tragikomischen Ver­Schon beim Anblick der düsteren Szenerie er­hängnis. schrafen sie, ihr Entsetzen steigerte sich, als plöglich eine schwarze Kaze sie aus dem Sarge anfauchte, und erreichte seinen Höhepunkt, als plößlich eine weiße Gestalt- die Witwe im Nachtgewand auf der Schwelle des Zimmers erschien. In eiliger Flucht rannten die Böservichter davon. Die junge Witwe aber soll, als sie den Zusammenhang be­griffen hatte, zum erstenmal seit langer Zeit wieder gelacht haben, und es besteht Hoffnung, daß sie von ihrem Gram wieder gesundet.

[ Carnegies Millionen.] Der bekannte amerikanische Milliardär Carnegie stiftete dieser Tage 40 Millionen Mark als Pensionsfonds für bejahrte oder franke Universitäts­professoren. Mit dieser Schenkung hat Carnegie im gan­zen 200 Millionen für wohltätige Zwecke aufgewendet. Man nimmt an, daß dies der vierte Teil seines Vermögens ist. Die ihm übrig bleibenden 600 Millionen Mark sichern dem amerikanischen Menschenfreund immer noch das schöne Sümmchen von ca. 83 000 Mark Zinsen pro Tag.

[ Die Konfirmation des erstgeborenen deutschen Helgo länders] hat, wie jetzt bekannt wird, am Palmsonntage statt­gefunden. Der 1890 geborene Knabe Karl Hornsmann ist ein Patenkind des Kaisers. Er will später in die Marine eintreten. Zugleich mit ihm wurde auch der letzte unter englischer Regierung geborene Helgoländer, namens Mar Aendens, konfirmiert.

Lokales.

4. Mat 1905.

** Der Großherzog bat dem Forstwart der Forst­wartei Hainbach, Förster Chriftian Nahrgang, aus Anlaß seiner Verseßung in den Ruhestand, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Phlilipps des Großmütigen ver­liehen.

wirtschaften bezüglich Beschäftigung von Gehilfen und Lehr­lingen, der Steinbrüche und Sandgruben sowie der Back steinmachereien in hiesiger Stadt und Gemarkung stattge funden.

P Geistesgestört. En von auswärts hier zuge­zogener junger Mann, dessen Geist sich vor einigen Tagen plöblich umnachtete, entfernte sich gestern Abend barfuß aus seiner Wohnung in der Richtung nach Großen- Linden. Der dem Kranten in Cvil nachgesandte Schußmann traf denselben am Walde hinter Klein- Linden in einer Wiese, wo er über­nachten wollte. Alle gütliche Versuche, denselben zum Mit­gehen nach Gießen zu bewegen, blieben ohne Erfolg, so daß ein Wagen mit zwei weiteren Schußrännern von der Stadt requiriert und der Bedauernswerte unter Anwendung von molt in die Psychiatrische Klinik verbracht werden mußte.

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Feuerwehrjubiläum zu Gießen. Mit viel Arbeit sind die Vorbereitungen zu diesem Feste verknüpft und doch wird dieselbe von den Mitgliedern der einzelnen Ausschüsse gern getan in dem vollen Bewußtsein, daß unsere beiden Wehren stets opferwillig sich in den Dienst der Allge meinheit stellen und ihnen darum auch ein würdiges Fest bereitet werden muß. Hoffen wir, daß auch eine gleiche Sympathie innerhalb der ganzen Bürgerschaft zum guten Gelingen des Festes mit beiträgt. Für heute sei berichtet, daß die Erbauung der Festhalle dem Herrn 8 mmer­Das Arrangement meister Schubeder übertragen ist. auf dem Festplatz wird für dieses Fest ein ganz anderes werden, man wird in Gegensatz zu früheren Festen ein anderes Bild zu sehen bekommen, welches auch auf den Fest­Für ein besucher seine Wirkung nicht verfehlen wird. recht angenehmes Amusement auf dem der Lahn zu liegenden Jugplatz ist ebenfalls schon Sorge getragen. Die Ein neues Jagdgesetz für Hessen. Regierung hat der Zweiten Kammer den Entwurf über das Jagdrecht zugehen lassen. U ber die allgemeinen Gesichts. punkte, von denen dies r Entwurf ausgeht, hißt es in der Begründung: Für die Bearbeitung des Geseßentwurfs mußte, schon mit Rücksicht auf die ablehnende Haltung der Ersten Rammer gegenüber dem Beschluß der Zweiten Kammer, der Grundsatz leitend sein, daß die Grundlagen der diesseits und jenseits des Rheins geltenden Gesetzgebung, insoweit sie übereinstimmen, im allgemeinen aufrecht zu erhalten, Aende­rungen aber nur insoweit vorzunehmen seien, als ein Be dürfnis im Laufe der Zeiten hierfür sich geltend gemacht hat. Demgemäß hält der vorliegende Gesezentwurf an dem Prin­zip der Uebertragung des Jagdrechts an die Grundeigen tümer im allgemeinen feft, folgt aber dann hinsichtlich des Rechts der Ausübung der Jagd durch die Grundeigentümer selbst mehr dem in dem Gesetz vom 26. Juli 1848 einge­haltenen Grundsay, wonach Wald und Feld gleich behandelt werden und der eigentümliche Besiß einer zusammenhängenden Grundfläche von bestimmter Größe( hier 300 Morgen 75 Heftar) nicht ein( höchst persönliches) Mitbejagungsrecht neben der die Gesamtheit der Grundeigentümer vertretenden Gemeinde, wie zurzeit in Rheinhessen, sondern ein das Recht der legteren ausschließendes Recht des Grundeigentümers gewähren soll. Im übrigen ist an dem Grundsatz feftge= halter, daß ein Jagdrecht auf fremden Grundstücken nicht bestellt werden darf und insoweit noch bestehend, ablösbar sein soll. Dem 23 Artikel umfassenden Ges sind eingehende Erläuterungen beigegeben.

*** Schiller- Feier. In allen Gauen unseres deutschen Vaterlandes und weit darüber hinaus, in der ganzen Kultur­welt, trifft man dieser Tage die legten Vorbereitungen, die 100. Wiederkehr des Todestages Friedrich Schillers feierlichst zu begehen. Wie fein zweiter ist Schiller der Dichter des Menschentums geworden. Ihn fennt jeder, ihn liest jeder und jeder trägt ihn in dem Herzen, jeder hat aus ihm neue Hoffnung und neue Kraft geschöpft, wenn bange Zweifel nahten und der Arm ermattet sant. Darum ist die Teil­nahme an seinem Gedenktage eine so allgemeine, durch alle Schichten der Bevölkerung gehende. In Gießen nehmen die Gemäß seinem Festtage bereits morgen ihren Anfang. Charakter als Universitätsstadt hat Gießen vertrauensvoll unserer Landeshochschule die Initiative zur würdigen Ge­staltung der Schiller- Gedenkfeier überlassen und sich denn auch nicht, wie ein Blick auf das Programm lehrt, getäuscht. Von vornherein ist man darauf bedacht gewesen, der Feier ein volkstümliches Gepräge zu geben und alles aus­zuscheiden, daß diesem störend in den Weg treten könnte. Aus diesem Grunde ist man auch Universitäts- Räumlichkeiten übergangen. Alle Feierlichkeiten gehen im Stadttheater und in der Turnhalle vor sich. Am Freitag, Sonntag und Montag- Abend veranstalten Studierende im Stadttheater diamatische Aufführungen, von denen die Sonntags- Aufführung die Volts- Borstellung ist. Der 2. Feftaft geht am Samstag Nachtragt. mittag in Gestalt eines Konzertes in der Turnhalle vor sich. Wir zweifeln feinen Augenblick, daß alle Kreise durch ihre rege Beteiligung, wie sie einer Schiller- Feier zukommt, das Fest­bild wirkungsvoll abrunden werden. Denn das ist der schönste Dank an Schiller, ihm zu zeigen, daß er Eigentum des Volkes ift.

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A An der Landesuniversität zu Gießen fand gestern Mittwoch Nachmittag 4 Uhr die Eröffaung des 5. wiffent. schaftlichen Fortbildungskursus für Bolksschul­lehrer flatt; der Kursus ist wiederum gut besucht. lefen: Professor Dr. Gros über Schiller als Philosoph", Prof. Dr. Sauer über Die klassische Kunst Griechenlands und ihre Beziehung zur Jeztzeit" anschließend daran finden Lichtbildervorführungen statt- und Prof. Dr. Hansen über Pflanzengeographie Amerikas".

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P Jmpfung. Vor einigen Tagen wurden wieder etwa 50 ausländische Arbeiter von den Arbeitsstellen ab­geholt und zur Impfung dem Gr. Kreisarzt im Polizei­gebäude vorgeführt.

P Schlafstellen Revision. Gestern fand eine poli. zeiliche Revision in Bezug auf Raum- und Reinlichkeits­verhältnis derjenigen Schlafräume statt, in denen fremd­ländische Arbeiter logieren. Der Befund war im ganzen gut.

P Gewerbe- Polizei. In letzter Zeit haben wieder­tehrende Revisionen der Bäckereien, der Gast- und Schant.

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][ Gastwirte- Tag. Am Dienstag fand in Lauter­bach der 22. Delegiertentag des Rhein- Main- Gastwirtever­bandes statt. Die Versammlung war gut besucht, ca. 20 Ver­eine waren durch 40 Delegierte vertreten. Außerdem wohnten u. a. noch die Herren Kreisrat Dr. Wallau und Bürgermeister Stöpfer den Verhandlungen bei. Zunächst er­folgte die Beratung des Antrages Gießen betreffend die Verwendung der Ruhepausen der Kellnerlehrlinge zur Er teilung der Unterrichsstunden der Fortbildungsschule. Kreis. rat Dr. Wallau macht darauf aufmerksam, daß es feineswegs angehe, die Ruhepausen, die ebenso wie die Fortbildungs­schulen auf gef Blicher Basis beruhten, für den Unterricht zu schulen auf gef Blicher Basis beruhten, für den Unterricht zu benußen. Man möge Fachschulen einrichten und habe damit die Festlegung des Unterrichts in der Hand. Nach weiterer Erörterung wird der Verbandevorstand beauftragt, in der Angelegenheit vorzugehen. Ehrenpräsident Reinemer referierte über den von der Regierung den Kammern der Stände über­sandten Gesezentwurf betreffend Abänderung des Stempelge setzes, sowie über die in dem neuen Abänderungsgesez borge­schlagene tommunale Tanzsteuer und die neue Billetsteuer. Der Verbandsvorstand wurde mit weiteren Schritten beanf­Gastwirt Jastowsty- Gießen vertrat einen Antrag Gießen, der den Verband ersucht, bei den gesetz­gebenden Fattoren Schritte zur anderweiten Regelung des Einfommensteuer- Berhältnisses zu tun. Er führt aus, daß in Hessen schwerer sei, besseres Dienstpersonal zu erhalten, da es schon mit 500 Mt., in Preußen dagegen erst mit 900 Wt. steuerpflichtig sei. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Sodann wurde noch über die Stellungnahme zur Deutschen Mittelstandsvereinigung und über das Kohlen. fäure- Wert des Verbandes berichtet. Auf Antrag Jaskowsky­Gießen wird hierauf der Verbandsvorstand durch Zuruf ein­stimmig wiedergewählt. Als Drt des nächsten Delegierten­tages wurde Bingen bestimmt.

§ Ein Blick hinter die Koulissen des reellen" Ausverkaufs. Das Schöffengericht Lahr verurteilte fürz­lich den Schuhhändler Karl Kaufmann- Pforzheim wegen un­lauteren Wettbewerbs zu 400 Mt. Geldstrafe, 7 Tagen Haft und Veröffentlichung des Urteils. Der Angeklagte hatte legten Herbst einen großen reellen" Ausverkauf in Lahr abgehalten und sich infolge seiner unlauteren Reflame eine Anklage von seiten der Staatsanwaltschaft zugezogen. Die Verhandlung bot ein interessantes Bild, wie in deratigen Schleudergeschäften gearbeitet wird und wie groß oft der Razen trotz des angeblich enorm billigen Preises" ift. So fanden z. B." Chevreauxftiefel", die in Pirmasens für 3,75 Rt. angekauft wurden, flotten Absatz zu 7,50 Mt., also mit einem Verdienst von 100 Prozent. Der Sachbei=

| fändige, A. Bea, Vorsitzender der Handwerkskammer in Freiburg, hellte allerdings fest, daß die echten Chevraugstiefel aus Schaffeder hergestellt und in feinem reellen Geschäfte In der solche Stiefel als Chevreaux verkauft werden. Urteilsbegründung wurde besonders darauf hingewiesen, daß der öfters vorbestrafte Angeklagte schon zweimal wegen unlauteren Wettbewerbs bestraft worden, also kein Neuling auf diesem Felde sei.

P. Warnung vor Vichpulvern. Seit einigen Jahren wird im Großherzogtum ein schwunghafter Handel mit sog. Viehpulvern und ähnlichen Geheimmitteln( Freß-, Mast, Kraft, Milch u. dergl. Pulver betrieben. Dies muß aber als ein die Interessen des Bauernstandes in hohem Maße schädigender U belstand bezeichnet werden. Eine martt schreierische und wahrheitswidrige Reflame, mit der solche Mittel angepriesen werden, ist darauf berechnet und geeignet, die Landwirte irre zu führen und sie zu veranlassen, Mittel zu kaufen, deren Wert und Wirkung in gur teinem Verhältnis stehen zu den dafür gezahlten Preisen. Da die in Betracht tommenden Mittel vielfach als Heilmittel gegen Tier­frankheiten vertrieben werden, fann dies leicht die bed nf­lichen Folgen haben, daß deren Anwendung die sachgemäße und rechtzeitige Behandlung der ertranften Tiere verzögert oder verhindert. Die Landwirte werden deshalb vor dem Ankauf dieser Geheimmittel gewarnt.

K Wetzlar, 3. Mar. En Erda hat die Typhus­Epidemie das vierte Opfer gefordert. Ein 19 Jahre altes Mädchen erlag der Krankheit.

§§ Aus dem Vogelsberg, 3. Mai. Ein sehr lebhafter Kartoffel- Handel findet zur Zeit statt. Am verflossenen Samstag war die Nachfrage darnach in Grünberg so start, daß der Preis für den Doppelzentner auf 8 Mt. und 8,50 Mt. stieg. Erfahrungsgemäß ist dieser Preis stets um die Set­zeit am höchsten, da der Vogelsberg in jedem Frühjahr Saottartoffeln zumeist aus der Wetterou bezieht.

? Bad Nauheim, 3. Mai. Hohe Kurgäste. Montag früh traf die Herzogin- Mutter von Anhalt und am Nachmittag die Fürstin von Schwarzburg- Sondere hausen zu längerem Rur gebrauch hier ein. Ende der vergangenen Woche tam die Fürstin von Ysenburg und Büdingen nebst Prinzessin- Tochter zum Kurg brauch hier her.

? Friedberg, 3. Mai. Attentat auf das Groß­herzogliche Baar. Wie erst jetzt bekannt wird, wurde, als das Großherzogliche Paar am vorigen Donnerstag zwischen 12 und 1 Uhr nach Lich fuhr, in der Nähe Fried­bergs von der Burgmauer oder einem Turm aus, ein schwerer Stein nach dem Automobil geworfen. Der Stein fuhr mit großer Wucht in das Automobil, glücklicherweise ohne das hohe Paar zu treffen. Die Durchfahrt war vor­her nicht bekannt. Die bis jetzt angestellten Ermittelungen haben auch Anhaltspunkte, daß dem Werfer des Steins die hohen Reisenden bekannt waren, nicht ergeben. Es handel: sich, wie es scheint um einen ruchlosen Bubenstreich von Schuljungen. Diese äußerst rohe und gemeine Handlung er­regt überall die größte Entrüstung.

-bd Herborn, 1. Mai. Auf dem heute abgehaltenen 4. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 169 Stück Rind vieh und 784 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen I. Qual. 73 bis 75 t. II. Qual. 71 bis 72 Mt. Kühe und Rinder I. Qual. 66 bis 68 Mt., II. Qual. 60 bis 65 t. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 50 bis 70 Mt. Läufer 80 bis 90 Mt. und Einlegschweine 100 bis 120 Mt. das Paar. Der nächste Markt findet am 29. Mai statt.

Brieftasten.

S. Nieder- Ohmen. Die Gewerkschaft Louise wird mit der Bahn von Dreihausen gewinnen und der ganze Verkehr in diesem Bezirk bis an die preußische Grenze ein weit an­genehmerer werden.

L. in Alten Bused. Die letzte Stadtverordneten- Sigung war mit der Oftroi. Debatte so ausgefüllt, daß der auf der Tagesordnung mit vorgesehene Bunft: Bahnprojekte zur Erschließung des Vogelsbergs" nicht zur Beratung fam.

Marktberigte.

Gießen, 2. Mai. Auf dem heutigen Wechenmartt kosteten Butte: per fb 1.10-1.20 mt., Hühnereler per Stüd 5-6 Pfg., Enteneter St. 6-7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg Erbsen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per st 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfg., Rindfleisc per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 66-76 Bfg. Schwetne Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.00 b. fleisch gesalzen per fund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 000 Mr., Zwiebeln per 3t. Met. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Bf. pe: Stück, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüffe 100 St. 00-00 fg. Milch per Lite: 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vo: Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erste:

brei Stunden der Marktjeit im Umberziehen feilgeboten werden.

Börseubericht des Baukhauses R. Müller& Mayer, Berlin.

Credit 209 Diskonto 180,25 Deutsche Bant 238,87 Handelsgesell. 167,87

Dresdner Bank 155 Bochumer 244,90 Consolidation 426

Kurse von 3 Uhr: Darmst. Bank 141,90 Nat. Bank 129 Baltimore 105,60 Kanada 147,30 Laurahütte 268 Gelsenkirchen: 30 Rheinstahl 207,60

Berlin, 1. Mai 1905.

Tyn. Trust 193,60 Nordd. Lloyd 123,25 Hamb. Vac. 154,1: 3% Reichs. 90,40 Dortmunder 90,60 Harpener 214,10 Edison 238,50

Clepener landwirtschaftlicher Wetterbienn Boraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 5 Mai. Trüb und mehrfach Regen, nach milder r Nacht tagsüber Temperatur keine Aenderung( ziemlich warm). ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Berantwortli&: für die Politik und den Inseratente Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beis in Gießen.