hätten. Der Dienst der Ottomanbank, welche auf Wunsch der Mächte mit den Geschäften betraut sei, funktioniere aut und bis jetzt sei keine Störung zu befürchten.
Amerika.
** Bei einer Reise von Oysterbai nach Washington kam Präsident Roosevelt mit seiner Familie in Lebensgefahr. Infolge Achsenbruches wurde der Salonwagen des Präsibenten 100 Meter weit neben den Schienen hergeschleppt. Der Sohn und die Gattin des Präsidenten erlitten leid; te Hautabschürfungen, während die übrigen Familienmitglieder mit dem bloßen Schrecken davonkamen.
Soziales Leben.
Arbeitsnachweise. Die diesjährige VerbandsversammTung und Arbeitsnachweiskonferenz des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise findet vom 9. bis 11. November 1905 in Wiesbaden statt. Das Hauptthema bildet die Frage des gewerbsmäßigen Arbeitsnachweises.
Bewegung in der sächsisch- thüringischen Textil- Industrie. Troß des kürzlich beigelegten Streits gärt es im Textilgewerbe weiter. Der Verband der sächsisch- thüringischen Webereien veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt, die Arbeiter hätten die Verantwortung für einen etwa entstehenden aussichtslosen Kampf selbst zu tragen, da sie die neuen Lohntarise trog weitgehender Zugeständnisse abgelehnt hätten. Die Lage des Weltmarktes und die Lebensfähigkeit der Industrie schrieben den Fabrikanten ihre Stellung vor.
Nennstürdiger Arbeitstag auf füddeutschen Eisenbahnen. Die Eisenbahnverwaltung Württembergs hat mit dem 2. Oktober die neunstündige Arbeitszeit eingeführt. In. Baden soll man beabsichtigen, diesem Beispiel zu folgen. In Bayern besteht die neunstündige Arbeitszeit im Bahnbetriebe schon.
Hof und Gesellschaft.
** In Nominten weilte bei dem Kaiser die letzten Tage der Landwirtschaftsminister von Podbielski zu Gaste. Er nahm auch an der vom Kaiserpaar und der Prinzessin Victoria Luise veranstalteten Bewirtung der Insassen des Kinderheims mit Kaffee und Kuchen teil und wohnte der Besichtigung des neu erbauten Johanniter- Krankenhauses bei.
Die Kaiserin hat der Lehrerin an der allgemeinen Deutschen Schule in Antwerpen, Fräulein Mathilde Gerhardt, das silberne Frauen- Verdienstkreuz am weißen Bande berliehen.
Der deutsche Kronprinz ist von Homburg v. d. H., wo er seine dort noch weilende Gemahlin besucht hatte, im Dambachshaus bei Thale eingetroffen, um dort der Jagd obzuliegen. Morgen reist der Kronprinz nach Kreuth und trifft auf der Reise mit seiner Gemahlin in München zu ſammen.
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Die Königin Wilhelmine der Niederlande und der Prinzgemahl haben sich zu fünfwöchigem Aufenthalte nach Mecklenburg begeben.
fortfchrittlicher Frauentag.
( Eigener Bericht.)
Berlin, 2. Oktober.
Die radikalen Frauenrechtlerinnen haben heute hier ihren Kongreß. Es ist die dritte Jahresversammlung des Verbandes fortschrittlicher Frauenvereine. Der große Saal des Architektenhauses ist überfüllt; aus allen Teilen des Reiches sind die Mitglieder herbeigeeilt. Auch das„ starke Geschlecht" ist, wenn auch in wenigen Exemplaren vertreten. Unter den anwesenden Damen sieht man die bekannten weib lichen Doktoren Anita Augspurg, Käthe Schirmacher, Helene Stoecker, sowie die Veteranin der Frauenbewegung, Frau Lina Morgenstern; unter den Herren fallen besonders der Abgeordnete v. Gerlach und Graf Hoensbroech auf.
Fau Schulrat Minna Cauer führt den Vorsiz. Gleich in der Einleitung fündigt sie an, daß der heutige„ Tag" eine Kampftagung sein solle und sein werde.„ Wir wollen," so sagt die Vorsitzende,„ wir wollen Politik, wir wollen Sozialreform, wir wollen in einem gewissen Sinne sogar die soziale Revolution. Denn wir wollen eine Umbildung und Umwälzung der Geister von Grund aus." An der Spize der heutigen Tagesordnung steht
Die Reform der Ehe.
Zu diesem Gegenstand wird eine Erklärung des Frl Dr. Augspurg berlesen. Diese hatte in der Zeitschrift " Frauenbewegung" einen offenen Brief veröffentlicht, der nun mißverstanden worden sei. Es würde behauptet, das sie die ,, freie Liebe" gefordert habe; das ist unrichtig: sie habe nur für die„ freie Ehe" plaidiert im Sinne des römischen Rechts:„ Ehe ist die Verbindung von Mann und Frau zu völliger Lebensgemeinschaft und Gemeinsamkeit des gött lichen und menschlichen Rechtes." In diesem Sinne rufe sie alle, die den Kampf mit der Gesetzgebung aufnehmen inüßten, um Besserung in diesem Sinne zu erzielen, zur opferwilligen Tat auf.
Das Referat über diesen ersten Punkt hat die Volks: schullehrerin Marie Lischnewska- Spandau übernommen. Rednerin erklärte für das Hauptobjeft der Frauenbewegung nicht das junge Mädchen, sondern das Gros des weiblichen Geschlechts, die Ehefrau. Sie glaubt, daß die Ehefrau nur dann den gebührenden Plaz in der Ete einnehmen könne, wenn sie mitverdiene. Sie ist deshalb gegen den Ausschluß der Frau aus der Fabrik, wünscht vielmehr, daß die Frau im Hause entlastet werde. Diese Entlastung scheint ihr ähn lich wie der Sozialdemokratin Lilly Braun durch Einrich tung von Zentralfüchen, Zentralwaschanstalten u. s. 1. möglich.
Sehr lebhaft geht es im Saale her während des Vortrags der Korreferentin, Frl. Dr. Käthe Schirmacher- Paris. Diese wandte sich in teilweise recht scharfen Ausdrücken gegen Frl. Lischnewska, deren Ansichten sie als theoretisch unrichtig, praktisch undurchführbar und verhängnisvoll für das ganze Familienleben bezeichnete. Was sie gesagt habe, seien Utopien aus den Anfängen der Sozialdemokratie, die diese selbst heute in allen Teilen verwerfe. Die im Hause tätige Frau sei es, welche das Haus, die Familie geschaffen habe, nicht die außerhalb des Hauses erwerbstätige Frau. Sie nehme gegenüber Hrl. Lischnewska die etwa 80 Prozent der Frauen in Schutz, die jeden Tag Millionen von Suppen fochten( Gelächter), täglich Millionen Betten machten( Ernutes Gelächter) und in jeder Minute der Welt 70 Kinder schenkten.( Stürmischer Beifall und Zischen.) Wer da zische, verkenne die gewaltigen Leistungen, die auch in dieser Arbei
lägen. Ohne die geduldige Mitarbeit der Hausfrau un Mutter hätten wir nicht unsere hohe intensive Kultur, und unsere Männer hätten niemals in dieser Kultur so viele Erfolge erzielen können, wenn ihnen die Hausfrau gefehlt hätte.( Stürmischer Beifall und Widerspruch.) Es sei ein großer Fehler, der Hausarbeit der Frau jeden Wert ab. zusprechen. Sie habe auch materiell denselben Wert wie die mit flingendem Lohn bezahlte der außerhalb des Hauses ar beitenden Frau. Gerade die Hausfrau leiste eine nationale Produktion ersten Ranges, und deshalb sollte für sie eine ent sprechende Bezahlung gefordert werden, damit die Frau den Wert ihrer Arbeit schätzen und der Mann sie verstehen lerne. ( Beifall.) Das Ideal des Fri. Lischnewska sei das Ge: nossenschaftshaus, die Mietskaserne, über die Gott sei Danl das Urteil gesprochen sei und vor der sich heute jeder be: freuzige.( Beifall und Widerspruch.) Ebenso danke sie für die gemeinsame Küche. Weshalb heirateten so viele Jung: gesellen schließlich noch im höchsten Alter? Weil sie der Restaurationsfüche müde seien, wenn man von dieser Sorte Menschen auch sagen müsse, daß sie nicht mit Rosenketten, sondern nur mit Bratwürsten an den Venuswagen zu spannen seien.( Große Heiterkeit, Beifall und Widerspruch.) Was soll ferner aus dem Arbeitsmarkt werden, wenn die 12 Mill. Hausfrauen auch noch auf ihm erscheinen? Sie erinnere an die großen Mütter, des Altertums, die nicht hinter dem Ladentisch gestanden hätten. Auch die Frau Nat Goethe sei cine Nur- Hausfrau" gewesen, und ihre Kinder seien trop. dem nicht schlecht gefahren.
Beifall und Zischen begleiteten die Rednerin, als sie von der Tribüne auf ihren Platz schritt. In der hierauf folgenden Debatte gewannen und behielten die Anhänger des Frl. Dr. Schirmacher die Oberhand. Nicht ohne Eindruck blieb es, als die letzte Diskussionsrednerin, die greise Lina Morgenstern, erklärte, daß sie alles in ihrem langen Leben nur mit Hilfe ihres Mannes erreicht habe und deshalb an der Zufammen- und gemeinsamen Arbeit des Mannes und der Frau festhalten müsse.
lab und Fern
† Herbststürme. Aus verschiedenen Gegenden wird über Sürme berichtet, die mancherlei Unheil im Gefolge gehabt haben. An der Küste von Ostende wurde ein Kaimauer in einer Länge von 600 Metern zerstört. Auf See hat es viele Unglücksfälle gegeben.- Ueber die italienische Stadt Porto d'Argio ging ein heftiger Zyklon nieder, der Häuser zerstörte, Menschen verletzte und die Eisenbahnlinie besch idigte. In Como kamen zwei Schafhirten durch den Sturm ums Leben.
† Brücken- Einsturz. Von der im Bau befindlichen eisernen Brücke über den Neckar bei Heidelberg stürzte der dritte Bogen ein. Menschen sind dabei nicht verunglückt.
† Eine Liebestragödie. In Luzern verlegte ein in einem dortigen Gasthofe weilender junger Berliner, der Sohn eines reichen Fabrikanten, seine Geliebte, die Gattin eines Fabrifanten aus Posen, durch einen Revolverschuß lebensgefährlid). Dann gab er auf sich selber einen Schuß ab und erhängte sich schließlich am Türpfosten.
† Erdbeben in Süditalien. Auf Sizilien haben sich die Erdstöße wiederholt. Die Ortschaft Mezzaro del Vallo wurde durch ein starkes Erdbeben erschüttert, indessen ging das Ereignis diesmal ob, ohne beträchtlichen Schaden anzurichten.
† Cholera und Pest in Rußland. In Warschau sind drei choleraverdächtige Fälle festgestellt worden; in der War. schauer Vorstadt Braga wurde ein Fali der asiatischen Cho. Tera Konstatiert. In Lodz breitet sich die Cholera imnie mehr aus. In der Mandsarei herrscht die Beulempeſt ard sie ist durch Kosaren auch nach Transbeifalien eingeschleppt worden. In Dalai cur sind 20 Föllergekommen, ven dearn zehn tödlich verliefen. Der erste Bestfranke in Dalai- nor war ein von der Station Mandschuria eingetroffener Kosak, der einen Monat lang in der Steppe gelebt hatte. In Aerztekreisen ist deswegen die Annahme aufgetaucht, der Kosak sei durch Murmeltiere infiziert gewesen. unter denen mehrfach Pestepizootie beobachtet worden ist. Der letzte Ausbruch der Pest aus dieser Ursache erfolgte 1902 in der Nordmongolei und raffte über 200 Menschen hin. Die Behörden der an die Mongolei und Mandschurei angrenzenden Kreise sind beauftragt worden, festzustellen, ob unter den Murmeltieren die Pest herrscht.
† Von einer Mine in die Luft gesprengt In der Nähe der Schantung- Halbinsel geriet ein japanischer HandelsDampfer auf eine der noch vom Kriege herrührenden, in der See herumtreibenden schwimmenden Minen. Der Dampfer, der eine wertvolle Ladung hatte, flog in die Luft. Fünfzehn Mann der Besatzung famen um das Leben..
Fener in den japanischen Militär- Werkstätten. In den Militär- Werkstätten zu Hiroshima brach ein Brand aus. der lange anbielt und 27 Gebäude vernichtete Man nimmt an. daß das Feuer auf Brandstiftuma zurückzuführen ist.
† Wieder ein Eisenbahnunglück. Auf dem Bahnhofe Czernig in Schlesien beachtete ein Personenzug das Haltesignal nicht, fuhr gegen einen Prellblock und zertrümmerte ihn. Die Lokomotive, der Packwagen und vier Personenwagen vierter Klasse stürzten die Böschung hinab. Ein Lokomotivführer und ein Heizer waren tot, ein Zugführer und zwei Reisende sind schwer, eine Reihe anderer Personen leichter verletzt.
† Einbrecher im Postamt. Im Hauptpostamt zu Steglitz hatten Polizisten mit einem Einbrecher einen schweren Kampf zu bestehen. Ein Schlosser aus Berlin hatte mit seinem Bruder, dem Postboten Girndt, eine Beraubung des Hauptpestamts in Steglitz geplant, als dort eine größere Summe, gegen 96 000 Mart, im Geldschrank lagerte. Die Brüder zogen einen anderen Postbeamten ins Vertrauen, der scheinbar auf den Plan einging, indessen davon Anzeige erstattete. Infolgedessen wurde der Schlosser, den der Beamte in den Kassenraum eingelassen hatte, bei der Arbeit von der Polizei überrascht. Er setzte sich energisch zur Wehr und zertrümmerte die elektrische Lampe des Polizisten. In der Dunkelheit gab es nun ein schlimmes Durcheinander, mehrere Postbente fielen irrtümlich über den einen Polizisten her, und der Einbrecher wäre entwischt, wenn nicht einer der Kriminalbeamten ihn durch einen Streifschuß, der aber auch einen anderen Beamten an der Hand verwundete, unschädlich gemacht hätte. Der Postbote Girndt, der Schmiere gestanden hatte, war auf den Lärm nach Hause geeilt, wo ihn die Polizei scheinbar in tiefem Schlafe im Bette fand. Er legte aber bald nach seiner Verhaftung ein Geständnis ab.
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Asphalt.- 13.
Eine Erbin in der Volksschule. In eine Volksschulem Deutschen, Irländer und Polen besucht wird, ist vor kurzem luß die kleine Katharina Macay aufgenommen, die einst ein bule. Vermögen von 50 Millionen Dollars ihr eigen nennen wird. Die junge Erbin hat aber daneben auch eine felh verständige Mutter. Mrs. Clarence Mackay, die einen der
in Newyork, die besonders von Kindern der eingewanderter Genehmigung von
an Sonntagen.
17. Beitrag zu
er Anftalt für Epileptif
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Das Infanterie
schönsten Paläste Newyorks und ein kaum minder prächtigeschreiben des Kaifer Landhaus in Long- Island besitzt, erklärte ganz offen, es fit der Büfte des ober
stünde den reichen Leuten besser an, ihr Geld für öffentlihe Schulen herzugeben, als immer Privatinstitute zu errichten Ich denke, sagte die Dame, die Hauptsache bleibt doch immer baß Knaben und Mädchen zur Zeit an die Arbeit gewöhm † Ein blutiges enfontre. Als der Rentner Perlet, ei Sohn des früheren Präsidenten des Gothaer Landtages, bo einem militärischen Abschieds- Essen nach Hause ging, hatte
einrahmen loffen und i
Runfthandlung am Selt ** Samstag, ben
verden, mit der sie sich im spätern Leben fortbringen sollem wird das neue Mus
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plak burch Dber Bürge
bergeben. Die Anfpr
auf der Straße in Gotha einen Zusammenstoß mit drei hessischen Geschichtsverein beitern. Perlet eilte in seine Wohnung, bewaffnete sich mi Besichtigung des Museu einem Gewehr und feuerte auf die flüchtenden Arbeiter de vereinigen fich die Teilne Schüsse ab. Die Arbeiter wurden verwundet und mußten des Gesellschaftsvereins.
ch in die Klinik begeben.
,, Gegen die guten Sitten".
Das neue Kaufmannsgericht in Berlin hat ein beme
A Geometer 1. Ria Einwohner Gießens blidt auf fein 100. Leb 1. Oftober 1805 als Gob
feit 1841- in Gieße
( Von unserem juristischen Mitarbeiter.) im Bogelsberg geboren fenswertes Urteil gefällt. In einem Berliner Partieware burtstags liefen geftern a geschäft war eine zwanzigjährige Verkäuferin angestellt, dwunschreiben und Telegr ihre Entlassung erhielt, weil sie am Sonntag ausgeblieb ahlreichen Gratulanten aus Sie beanspruchte eine Entlohnung von 40 Wen Jubilar persönlich auff
war.
monatlich als den beim Engagement verabredeten Betra Der Firmeninhaber behauptete, daß ein Gehalt von n
pirettor Geheimrat Dr. Br
25 Mark vereinbart sei, dazu ein Prozent Verkaufsprovisione Abordnung des Sta die sich für eine sechswöchige Frist auf 57 Pfennig bereitgermeister Mecum und nete. Zu einer Beweiserhebung, die die Klägerin dur Borstand des Vereins hatte, kam es nicht, da das Kaufmannsgericht erklärte, da bes Pfarrers Strad von Zuschiebung des Eides an die beklagte Firma angebote den etwa 100 Glüdwün eine Gehaltsvereinbarung von 25 Mart monatlich al aus dem Kirchenbuch b gegen die guten Sitten verstoßend ungülteburtsort Wenborn fell sei und der Klägerin die geforderte Entschädigung von 4 Die Gießener Geometer Mark monatlich als angemessen zugebilligt werden müsse bemerkenswert. Sie schränkt die Vertragsfreiheit ein, aber
Die Entscheidung des Kaufmannsgerichts ist ungemein das tut jebe Sozialgeſeggebung. Bertragsfreiheit einer
die solchen„ Lumpenlohn" wie einer der Kaufman richter sich ausdrückte zuläßt, keine Träne nacheina Es ist überaus erfreulich, daß das Berliner Kaufmanngericht sich über die Bedenken hinweggesett hat, die m einer Rücksicht auf die Vertragsfreiheit herzuleiten wären und daß es den übermäßigen Lohndruck als unsittlich gefenn zeichnet und demgemäß einen darauf basierenden Vertrag als des Rechtsschutzes unwürdig und ungültig erklärt hat Ein junges Mädchen, das ordentlich gekleidet sein muß fann mit 25 Mark monatlich seinen Lebensunterhalt ni bestreiten, es mag seine Ansprüche noch so sehr herabsezer und sich mit einer Schlafstelle begnügen. Es wird zu einer unordentlichen Lebenswandel förmlich gezwungen. Gin Berliner Kaufmann weiß das, und deshalb verstößt er gege die guten Sitten, wenn er einer Verkäuferin solche Entloh nung anbietet. Selbst 40 Mark monatlich sind für den be scheidensten Unterhalt in der Großstadt kaum ausreichend Ist es nun nicht überaus bedauerlich, daß inge Mädchenz sich einem Beruf zuwenden, der ihnen solche Entbehrungen zumutet und sie solchen Gefahren aussetzt? Wäre es niet biel flüger von ihnen, sie entschlössen sich dazu, sich dem dienenden Beruf zu widmen? Köchinnen und Hausmädchen werden absolut viel besser bezahlt, haben bessere Wohnung bessere Nahrung, sie genießen den Schutz der Familie, un die Arbeit, die sie zu leisten haben, ist sicher nicht schwere als die Arbeit, die eine Verkäuferin zu leisten hat. Sogar der freie Sonntagnachmittag wird für weibliche Dienstboten mehr und mehr zur Regel. Es ist ja begreiflich, daß ein
geftern Abend im Hotel
Bergauer hielt die Ansp deutschen Geometer her
Wirken und die Verdie
Freude der Gäfte e das Wort und bant Der Verein deutscher L Etui und ein namhaftes Geometer 1. Al. einen pr beschreibung des Jubile wohnte dem Fefte bis Jubilars fei noch entno sich seit 1820 dem Geome als Geometer 2 Al. und Von 1831-71 wat e Preußens tätig, dann wi der Brivatproris. Bon dann zog er nach Gi gemeiner Achtung und Be
e Turnverein Gi einsjahres feierte der S am Sonntag sein Abt turnen in drei Ab fehr gute Leiftungen brachte ein Schautur sowie der Damenabte den zahlreich erschien der Turnsache aufmer Intereffe erregten abteilung unter Leitu bestehend aus Frei
junges Mädchen eine gewisse Scheu hat, in den dienenden Stand einzutreten und auf die Vorrechte des Fräulein" zu verzichten. Aber im Grunde sind diese Vorrechte sehr ein gebildeter Natur, ohne jeden realen und am letzten Ende am Barren. Man me fogar ohne jeden idealen und sittlichen Wert. Die aan, mit welchem Eife dauernde wirtschaftliche Not, die fortgesetzte Sorge um Nah Sache waren und ga rung und Obdach, der bitterste Lebenskampf in seiner robesten Frauen und Mäd Form find gewiß nicht dazu angetan, den inneren Stol zu schwunden sein. Am stählen, das aufrechte Bewußtsein zu erhalten. Das kann ein Preiſe ftatt, wobei der Mädchen im ehrbaren dienenden Stand weit leichter umann 2. Althoff, t sicherer, zu ihrem Heil und zum Nußen des Hausſtandes Rückblick auf das vert
dem sie ihre Dienste widmet.
Die vielen Frauenvereine, die sich in praktischer Fürsorg der Frauenfrage widmen, sollten ihre Aufmerksamkeit und Tätigkeit nach dieser Richtung lenken, durch eindringliche Be lehrung, durch nachdrückliche Anleitung. Sind erst einig Beispiele vorhanden, so werden diese die beste werbende Kra zeigen und zur Nachahmung führen. Das hier angeführ Urteil des Berliner Kaufmannsgerichts wirft auf die Ver hältnisse namentlich der weiblichen Angestellten im Stau mannsgewerbe ein grelles Licht, denn der behandelte Fall i sicher nicht vereinzelt. Was wäre auch geholfen, wenn de Verkäuferinnen ein Mindestgehalt von 40 Mark monatli gesichert würde? Sie hätten dann immer noch weniger al eine Köchin, eine Wirtschafterin und selbst als ein gute Dienstmädchen, und müßten trotzdem mehr auf ihre kle dung ausgeben.
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Lokales.
3. Dltober 1905.
edle Turnfache trefflid bermeidliche Länzchen nach Mitternacht zufa
P. Ein Grobia gegen 8 Uhr wurde a Häusern entfernt, ein Radfahrer, der ohn gerannt und zu B das Rad padte, um et von dem Radfa
worauf fich der gr * In Gieß Ritglieder Tiern
haben müffen.
*
** Die lette
zwangs gegen di
Bielowski von der
Die Tagesordnung für die nächste Sigung d Journalisten- und Stadtverordneten Versammlung Donnerstag, dem Bersammlung wiede 5. Dttober, nachmittags 4 Uh, ift: 1. Neubau de Rach einem umfang 2. Baugesuch des B. Seip 3 nahm die Versamml
Stadttheaters.
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dahier für die Roonstraße; hier: Dispens
3. Desgleiden
des Georg Bichler für die Balltorstraße; hier vispens.
Der Frankfu
Berein proteftiert
-4. Desgleichen des Rarl Beil für die Marburgerstraße Brugniszwangs ge - 5. Desgleichen der L. Rothenberger Witwe für be bei Beröffentlichung 6. Gesuch des J. Azbach um Pflasterun unterliegen, sollte
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Neuenweg.
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7. Wieder
eines Uebergangs in der Marburgerstraße. herstellung der Holzfassade om Frey'schen Hause, Neun Bäue 98. Benugung des Bürgersteige vor dem Kaife hof durch. Harnitel; hier Gesuch um Erlaß der Pad 9. Baufluchtlinie in der Sonnenstraße. 10. Erbauun eines zweiten Unteroffizierwohngebäudes. 11. Unte haltungsarbeiten am Gewerbeschulhaus.
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-
Befchloffen fein, der
als Later haftbar
aber fehlt ihm jeb fprechenden Beftimmun
die bor die ordentlic
Везид
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12. Abgabe vor Breffe für seinen eig
Los geblieben ift, b


