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eater Giessen

Rr. 232.

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Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362.

Dienstag, den 3. Oftober 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 ta's Haus gebrad Pfs.. Durch die Vost bezogen vierteljährl. P 1.0. Cretiebeilegen: Obecheff he amilienzeitung( 6) und die Gießener Seifenbleiwöchen le Tas att ad eant an eagen nachmitty

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

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Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberseifen.

Der Elektrizitätskampf in Berlin.

Die gestern fortgesetzten Besprechungen zwischen den Ver­tretern der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, der Aktien­gesellschaft Siemens u. Halske, der Siemens- Schuckert­

für diese Abonnements beträgt Werke und den Arbeiterausschüssen haben zu einem voll:

in I. Parkett Mt. 20.­

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eraebuna.

15.­

Während seiner dreißig Berlin um 90 000 Gin­stieg auf 4000. Er hatte

t zu bauen. Er ließ sich

zu Zeit Verzeichnisse von

e Mittel zu Häuserbauten diese Verzeichnisse unter­bauen, sie mochten wollen Marschall einmal wagte, verden, fand er sich selbst, auf der Liste. Ob das Sumpf war, war dem Geheimrat v. Nüßler ein auen, in welchem Starpjen Aufhebung des Befehls entschied ,,, er habe einen onder Raisonnement auf Friedrichstadt ein Haus tät Allerhöchste Ungnade das Haus gebaut.

Keller

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Fischreste aus der Suppe t fie sehr fein, tut dann Kasserolle, fanie eine ie gar, gibt zwei Löffel

ft und das Fleisch dazu Man gibt ihn abwech

fel und beftreut die Ober­

gericht.) Man streicht 8 Löffel geriebene Sardellen in reichlich te Bratenreste, etwas e Kräuter und etwas Lockere Farce davon. eine recht dicke Schicht it Butter und läßt sie

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öhnt, und nun ruht do

Herr Doktor, eben haben en das Küssen gesprochen,

wollen Sie von mir einen btes Mädchen, scheue ich

das ich mir wunderschön zu große Villa in Thi Blumen am Fenster und e, wo allerhand C gut fönnte man diese

3h werde Alabier n!"- Soul: Dann llen und eben Sie das

it night pielt werden

gern,

Be Herrn; Speisekammer,

rger und Jammer, mag dies wohl sein! Rummer.)

ft und den Wein,

ständigen Mißerfolg geführt. Der Magistratsrat v. Schulz, der die Verhandlungen mit eifriger Hingabe leitete, bezeich nete die Einigungsversuche als vorläufig gescheitert und ver­tagte die Besprechungen auf unbestimmte Zeit. Damit ist die Fortdauer des Streiks und die Riesen- Aussperrung Tat­suche. Zum Teil wurden die Arbeiter schon mit Schluß der lepten Woche entlassen, im ganzen etwa 33 000. Es ist noch nicht abzusehen, wie weit freiwillige und gezwungene Ar­beitsniederlegungen diese Zahl vergrößern werden.

Der Abbruch der Verhandlungen.

Die Arbeiter hatten in einer Vorbesprechung betont, sie fönnten nur dann Vorschläge zur Einigung machen, wenn die Berfe bereit seien, über die vor Ausbruch des Streits ge­währten Zugeständnisse hinauszugehen. Darauf gaben die Vertreter der Firmen eine Erklärung ab, daß über die vor Ausbruch des Streits eingeräumten Zugeständnisse bei den Lohnfäßen nicht hinausgegangen werden fönne, da keinerlei neue Gesichtspunkte beigebracht seien. Berlin ohne Kraft und Licht?

Ein Teil der Arbeiter bei den Berliner Elektrizitäts. merken, den Quellen für die Beleuchtung der Stadt und den Bedarf an elektrischer Kraft, hat beschlossen, die streifenden und ausgesperrten Arbeiter durch Arbeitsniederlegung zu unterstützen. Die Wirkungen dieses Beschlusses machten sich gestern schon geltend, obwohl vorläufig nur ein kleiner Teil der Heizer und Maschinisten feierte.

Einschränkung des Straßenbahnbetriebs.

Der elektrische Bahnbetrieb mußte bereits reduziert wer­den. Die Einsagwagen der Großen Berliner Straßenbahn­Gesellschaft haben den Verkehr eingestellt. Die Wagen ein­Belner Linien fahren in doppelt so langen Zwischenräumen wie in normalen Zeiten. Bis Montag mittag hatte die Straßenbahn den Betrieb infolge der schwächeren Strom­zuführung um ein Viertel eingeschränkt. Diesen Ausfall machte die Verwaltung dadurch wett, daß sie auch auf den Linien, auf denen es sonst nicht üblich ist, mit polizeificher Erlaubnis Anhängewagen einstellte. Im Straßenbilde machte sich der verminderte Betrieb recht bemerkbar, und der Fahrplan fonnte nicht aufrecht gehalten werden. Die An­jammlungen von Fahrgästen an den Haltestellen waren stärker als sonst.

Abwehrmaßregeln.

Die Elektrizitätswerke teilen mit, daß der Betrics der Straßenbahn aufrecht erhalten und die Straßenbeleuch tung feine Unterbrechung erleiden wird. Vorläufig, treten die Beamten und Meister der Werke als Ersatleute ein, auch ist von der Abkommandierung von Militär die Rede. Die Rückkehr des militärs aus dem Manöver, die erst für nächsten Sonnabend in Aussicht stand, ist insofern be­schleunigt worden als infolge höherer Anweisung das 2. Garde- Ulanen- Regiment und die zweite Abteilung des 1 Garde- Feld- Artillerie- Regiments Order, erhalten haben, ofort nach Berlin zurückzukehren. Die Ankunft erfolgte im der legten Nacht mit der Eisenbahn.

Die Elektrizitätsfirmen suchen durch Inserate und Be­fanntmachungen geeignete Kräfte als Maschinisten und Hei 50 Feuerwehrleute sind bereits zur Hilfeleistung nach den verschiedenen Kraftstationen der Elektrizitätswerte ent­andt.

er.

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Der Umfang der Arbeitsniederlegung.

Im ganzen feierten gestern vielleicht 40 000 Arbeiter. Bon den 1000 Arbeitern der für Kraft und Licht sorgenden Elektrizitätswerke sind drei Viertel in den Wusstand ge­reten. Um den Generalstreif wirksam durchführen zu fön­hen, hat die Streifleitung beschlossen, daß alle Streifenden, uch die nichtorganisierten, vom Zentralstreiffomitee Unter­tübungen erhalten sollen. Die Zahl der feiernden Arbeiter pird sich voraussichtlich in den nächsten Tagen noch ver­tärfen, so daß sich dann die Zahl der Ausständischen bis auf 30 000 erhöhen wird. Der Arbeitskampf hat die Bedeutung iner Stataftror' für Stadt. Werke und Arbeiterschaft, wenn er richt alsbald beigelegt wird.

Der englisch- japanifche Vertrag.

Der englisch- japanische Vertrag vom 12. Auguſt d. J. bildet fortgesezt den Gegenstand lebhafter Erörterungen in der Presse aller Völker. Man stimmt darin überein, daß der Abschluß des Vertrages zunächst England großen Vorteil ge­bracht und seine Stellung in Ostajien gebessert, d. H. mehr als bisher gegen mögliche Angriffe gesichert hat. Man ist sich ferner darüber im klaren, daß durch jenen Vertrag Ruß­land aus der führenden Stellung in Ostasien zugunsten Ja­

pans verdrängt ist. Wenn französische Blätter die Meinung vertreten, daß der Vertrag sich mehr noch gegen Deutschland als gegen Rußland richte, so sprechen sie das nur der Lon­doner Times" nach, die das gern glauben machen möchte, weil die englische Regierung immer noch die merkwürdige Hoffnung hegt, Frankreich und seinen russischen Verbündeten gegen Deutschland aufzuhezen. Schon in Portsmouth ist man mit solchem Versuch an den jezigen Grafen Witte her­angetreten, und Männer der amerikanischen Großjinanz haben den Versuch durch Anerbietungen unterstützt, die sie selbst jedenfalls für sehr verlockend hielten. Der russische Staatsmann hätte viel weniger flug sein müssen als er ist, er hätte beschränkt sein müssen wie ein Redakteur des Pariser Figaro", um nicht zu erkennen, daß es für Rußland unter den gegenwärtigen Verhältnissen Heil einzig in vertrauens­voller Anlehnung an Teutschland geben kann. Für jeden Kenner der asiatischen Dinge, also in erster Reihe für Herrn von Witte, ist es außer Zweifel, daß in der Rivalität um den asiatischen Einfluß gegenwärtig England einen Vorsprung erlangt und ihn sich gesichert hat, indem es Japan gewisser­maßen als seine asiatische Leibwache engagierte und dafür die Verpflichtung übernahm, Japan gegen jeden ungerecht­fertigten Angriff Hilfe zu leisten. Was etwa in geheimen Stipulationen ausgemacht ist, entzieht sich natürlich der Er­örterung.

Man kann es den Engländern nicht verdenken, daß sie das Mögliche tun, von ihrem indischen Besiße Angriffe fern zu halten. Sie sind dazu aus eigener Kraft nicht imstande. Es ist unfraglich ihr gutes Recht, sich einen Bundesgenossen zu gewinnen, der die ihnen fehlende Landmacht zu ihrer Ver­fügung hält. Daß sie gerade den Japaner sich hierzu auser­sehen haben, wird man ihnen zuerst und am nachhaltigsten in England selbst verübeln. Denn der Engländer ist im Durch= schnitt ein Gentlemen, der es peinlich und als eine Herab­setzung seiner Würde empfindet, daß er sich gleichsam unter den Schutz der gelben Rasse" begeben soll. Dem englischen Stolz kann ein solches Verhältnis nicht zusagen, und das wird bei den nächsten Parlamentswahlen vermutlich so zum Ausdruck kommen, daß die Herren Balfour und Chamberlain Gelegenheit erhalten werden, das Werf ihrer Regierungs­funst sich einmal vom Standpunkt der Regierten aus anzu­schen. Dadurch wird freilich der Vertrag nicht aus der Welt geschafft. Seine Beseitigung muß die Arbeit der- Japaner sein, die natürlich nicht doran denken, die schweren Opfer, die der Krieg ihnen auferlegt hat, um der Engländer willen auf sich zu nehmen. Mit andern Worten: die Japaner denken nicht daran, die Vormachtstellung in Ostasien einzig und allein deshalb errungen zu haben, damit die Engländer in In­dien sich sicher fühlen und in Asien sich noch weiter aus­breiten können als bisher. Denn das nächste Ziel der eng lischen Politik ist darauf gerichtet, in Südasien die alleinige Herrschaft zu gewinnen, das in Siam sich bildende fran­zösische Kolonialreich aufzulösen, Afghanistan und Persien dem ausschließlichen englischen Einfluß zu unterwerfen. Die Japaner müßten von recht eigentümlicher Gemütsverfassung sein, wollten sie eine Befriedigung ihres Ehrgeizes darin erblicken, daß hunderttausende ihrer Landsleute auf den mandschurischen Schlachtfeldern gefallen sind, für die Eng­länder diesen Erfolg zu gewinnen. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Japaner eigene Absichten haben und daß sie richt dauernd gewillt sein werden, die gehorsame asiatische Libwache Englands abzugeben. Die Leibmache könnte unter Umständen recht unbequem werden, nämlich den Eng ländern selbst, die ihrem guten Willen fast völlig überant. wortet sind.

Einstweilen ist es so weit noch lange nicht. Einstweilen ist die englische Regierung darüber aus, durch Befestigungen bei Singapore sich die Herrschaft über den Hauptweg nach Ostasien zu sichern. Es handelt sich aber auch nicht um Tagespolitik die nur bis morgen und übermorgen rechnet. Der er lisch- japanische Vertrag wird seine Konsequenzen haben, für die Vertragschließenden selbst und für die anderen. Die Vertragschließenden werden auf die Dauer faum so ai te und vertrauensvolle Freunde bleiben, wie es jetzt den Anschein hat. Die Flitterwochen dieser nenester volitischen Che werden schnell vorübergehen. Was aber die anderer betrifft, so brauchen sie sich nicht zu überſtürzen, etwa sofort einen Gegenbund zu schließen. Es genügt, daß sie einander nähergerückt sind, daß sie ihre gegenseitigen fleinen Misstimmungen vergessen und die Ueberzeugung ge­monnen haben, aufeinander angewiesen zu sein. Das Wei­fere ergiebt sich ganz von selbst. Danach handelt man, ohne viel zu reden. Vielleicht findet sich nach einiger Zeit, daß der englisch- japanische Vertrag ein so übermäßiges Glück für Gancewejen ist, daß die Medaille eine un­erquickliche Steyrjeite bat.

Politifche Rundschau.

Deutsches Reich.

* Die Novelle zum preußischen Einkommensteuergesetz soll dem Vernehmen nach dem Landtage alsbald nach seinem Zu­sammentritt zugehen. Wahrscheinlich soll sich auch eine No­velle über die Wahlkreiseinteilung und die Aenderung des Wahlverfahrens anschließen.

Der Abgeordnete Bruhn beabsichtigt, ein neues anti­semitisches Wochenblatt in Berlin herauszugeben, nachdem er von der Leitung der Staatsbürger- Zeitung" zurückgetreten ist. Das neue Organ soll den Titel Die Wahrheit" tragen und an jedem Mittwoch erscheinen.

* Der Postdampfer Eleonore Woermann" mit den von der Studienreise nach Togo und Kamerun zurückkehrenden Reichstagsabgeordneten an Bord ist im Hamburger Hafen wieder eingetroffen. Alle Mitglieder befinden sich in bester Gesundheit. Sie äußerten sich befriedigt über den Verlauf der Reise.

* Die hessische Kommunalstener- Reform kann als vor. läufig gescheitert angesehen werden. Der Finanzausschuß der ersten hessischen Kammer hat mit großer Majorität be schlossen, die Gesetzesvorlage über die Steuerreform abzu lehnen und an die Regierung zurückzuweisen.

Ein Mandat im sächsischen Landtag haben die Sozial­demeraten errungen. Im 37. ländlichen Wahlkreis wurde der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Goldstein mit 52 gegen den konservativen Mühlenbesitzer Modes, der 44 Stimmen er ielt, in den Landtag gewählt. Mitte der neunziger Jayre wurden die Sozialdemokraten durch die Aenderung des Wahlgesetzes aus dem Landtag entfernt. Bisher gelang es ihnen nicht, wieder einen Sitz zu erhalten. Russland.

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In der Eisenfabrik Ostrowiec bei Warschau ist ein großer Dynamit- Diebstahl verübt worden. Es sind dort 180 Pfund samt Kapseln entwendet worden. Die Tat wurde von einem bewaffneten Haufen unter Anwendung von Ge­walt verübt worden. In Eriwan fam es zwischen Ar­meniern und Tataren zu neuen Zusammenstößen, bei denen zahlreiche Personen getötet wurden. Der Gouverneur stellte an der Spitze zahlreicher Truppen die Ordnung wieder her. Oefterreich- Ungarn

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In Brünn fam es anläßlich eines Volkstages der Deutschen Mährens zu schweren Stroßenunruhen. Während eines Fackelzuges griffen die Tschechen die Deutschen an und eröffneten ein Steinbombardement, wodurch an zahlreichen Gebäuden die Fenster zertrümmert und verschiedene Per­jonen verlegt wurden, darunter der Vizebürgermeister Nohrer und sein Sohn. In der Nacht wiederholten sich die Ausschreitungen. Zahlreiche Verwundete suchten die Ret­tungsstationen auf. Im allgemeinen Strankenhaus wurden sechs erheblich Verletzte aufgenommen. In verschiedenen Stadtteilen fanden Zusammenstöße statt, welche miteinander gar nicht im Zusammenhang standen. Professor Hellmer wurde in seinem im zweiten Stockwerk der technischen Hoch­schule gelegenen Arbeitszimmer durch einen Steinwurf am Auge verlegt. Die Wut der Tschechen richtete sich namentlich deshalb gegen die Deutschen, weil sie gegen die Errichtung einer tschechischen Universität in Brünn protestierten. Auch in Prag wurden Angriffe auf von Deutschen bewohnte Ge­bäude unternommen, da ein national- tschechisches Meeting durch die Polizei verboten worden war.

frankreich.

** Der Minister der Landwirtschaft Ruau gab eine Er flärung über die Haltung Frankreichs im Marokkokonflikt ab. Ruau hielt bei der Einweihung einer landwirtschaft. lichen Schule eine Rede, in welcher er ausführte, daß Frank­reich nach 1870 einen bedeutenden Aufschwung genommen habe. Er schloß daran an, daß Frankreich bei einem fürz. lichen Anlasse hinsichtlich der äußeren Politif gezeigt habe, daß, wenn es auch Freundschaften besitzt, es doch keine ge heimen Verträge habe. Rouvier habe die angemessene Sprache gefunden und habe gezeigt, daß das Einvernehmen, welches er geschaffen habe, auf lange Zeit hinaus den Frie­den zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern herge­stellt habe. Mit einer solchen Bekundung der Friedensliebe der französischen Regierung fann man in Deutschland zu. frieden sein.

England.

** Die britische Marine- Verwaltung beabsichtigt, die Hafen­stadt Dover zu einer befestigten Flottenstation auszubauen. Innerhalb achtzehn Monaten wird die große südliche Mole fertig und der Hafen dadurch vollständig gegen See geschützt sein und auch den darin liegenden Flotten Schutz gegen Tor­pedoangriffe gewähren. Sobald der Hafen vollendet ist, wer­den die in Chatham, Portsmouth und Plymouth stationierten Reservedivisionen nach Dover übersiedeln und eine gemein­same Flotte bilden.

Türkei.

** Die Pforte bezeigt wenig Lust, den Reformvorschlägen der Mächte für Mazedonien Folge zu leisten. In einer dem österreichisch- ungarischen Botschafter zugesandten Note lehnt die türkische Regierung es ab, die Behörden in Mazedonien zur Anerkennung der fremden Finanzdelegierten anzuwei sen, und bittet, von der Entsendung als zwecklos abzusel, en. Die von den Mächten projektierten Maßnahmen griffen in die interne Verwaltung und in die Souveränitätsrechte ein, meldje die Müchte wiederholt zu respektieren versprochen