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vorstand zum Bankett eigeladen waren. Um 10 Uhr fand eine bengalische Beleuchtung des Denfmals statt. Das Denkmal des Fürsten Ludwig ist von dem Bildhauer Emil Kauer- Berlin hergestellt und bildet ein Standtbild in 1/ 2facher Mannesgröße, das auf einem ca. 3 m hohen Sandstein
sockel
Die Großherzogin verließ abends
655 Uhr wieber die Stabt und fuhr per Bahn über Gießen
und Frankfurt nach Darmstdt zurück.
Die Jubelfeier des Gießener Radfahrervereins von 1885.
G. H. Gießen, 1. Juli.
,, Strömt herbei, ihr Völkerscharen", was wollte man wohl anderes aus dem( Rufe vernehmen, wenn er ergeht, daß die alte wald- und hügelumkränzte Lahnstadt Gießen Feste fiert. Und was wollte man denn auch weiter er
einen fräftigen Salamander, der von ganz guter Schulung zeugte und der Vorsißende der Werkmeister- Bereinigung, Sufft, bebiente sich bei seinen Grüßen der gebundenen Rede. Nachdem dann der Fußballklub durch seinen Vorsitzenden in recht humoristischer Weise gegen das Gewohnheitstrinken als einen gefährlichen Feind des Sports hatte Front machen lassen, endigten die Begrüßungsan sprachen, die teils in ernster und teils launiger Weise erfolgten. Ein besondere Attraktion war aber noch nach: Das Auftreten Karl Weidigs, der als Salonhumorist in Gießen sich etnes ausgezeichneten Rufes erfreut. Unter stürmischem Lacherfolg trug er den Möbel- Streit" und das „ Radfahrer- Kouplet" vor und produzierte sich alsdann auch noch als Blizdichter. Er ließ sich verschiedene Stichwörter nennen und verwandte diese dann in einer Szene des Nachtasy's", das ihm gleichfalls genannt worden war. Das Bublifum gab sich aber immer noch nicht zufrieden und so
"
Auf dem Sportplag.
Man mag nun sagen, was man will, Tatsache aber bleibt, daß Gießen eine sehr sportliebende Bebölkerung hat. Das erhellt wieder einmal klar aus während des Rennens und namentlich aus der großen der zahlreichen Anteilnahme an das up and down Aufmerksamkeit, mit dem die Schul, kunst., ReigenHerrenniederrad- Schulreigen beteiligten sich der Velocipedund Gruppenfahren verfolgt wurden. An dem AchterClub Darmstadt, der festgebende Verein, der RadfahrerVerein Schierstein und der Radfahrer- Verein Herborn. Das Publikum unterhielt sich auf das beste dabei und spendete reichen Beifall, den die schwierigen Stellungen und Gruppen des Reigens auch vollauf verdienten. Bei dem Hauptfahren starteten im ersten Lauf Zeber, Kronenberg und Mayer. Resultat: 1. Stronenberg mit 8 Minuten, 2. Zeber mit 8 Minuten 5 Sekunden. lichung" entschließen. Der Vorsitzende des festgebenden Vereins dankte für alle freundlichen Wünsche, die der zweiter. Bet dem Motorradrennen mit Maschinen Abend ebracht, insbesondere für den Fahnennagel und den über 2 PS. fiegte Karrer- Frankfurt, bet dem Rennen Trinkbecher. Nach Erledigung des cffiziellen Teiles blieben mit Maschinen unter 21/2 PS. ging Höß- Gießen als 1. und die Anwesenden noch eine ganze Weile in der denkbar beften gel- Gießen als zweiter hervor. Die Rennen zeigten ein sehr wechselndes Kampfglück. Während so die VorStimmung beieinander. Sehr viel zu dem guten Gelingen des Abends toug auch die Ulanen Kapelle bei. Der Musik. Bänge auf der Rennbahn das ganze Interesse in Anspruch direktor Urbach erwies sich wieder als der geschickte, umfichtige Dirigent und Orchester künstler. Die Halle war mit Flaggentuch reich drap ert. Sonntag, den 2. Juli.
warten, als daß ihm allerorts bereitwilligst Folge geleistet mußte er sich zu der Zugabe der Warenhäuser- ,, Verherr- Beim zweiten Lauf wurde Kellner erster und G. Kehr
werde. Gießen genießt als Feststadt einen althergebrachten und wohlbegründeten Ruf, und so ist& absolut nicht ver wunderlich, daß die Ehrentage des Radfahrervereins von 1885 der Stadt einen so starken Fremdenstrom zuführen. Allerdings spielen ja auch noch andere und recht ausschlag. gebende Momente mit, aber den Rahmen zu dem festlichen Bilde den steuert die gaſtfreie und festesfrohe Bewohner schaft Gießens bei. Und wenn ein Verein es an der nötigen Vorarbeit nicht hat fehlen lasser, so darf er seines Erfolges sicher sein. Den Beweis erhielt der Radfahrerverein von 1885 sofort am Samstag auf seinem
Kommers,
den er in der Turnhalle veranstaltete und zu dem die weitesten Einladungen ergangen waren. Bei dicht besetzten Tischen und frohester Laune ging er vor sich, flotte Mufitweisen der Hanauer Ulanen Kopelle, frisch gesungene Lieder, und heitere und ernste Ansprachen wechselten miteinander. Den Vorsitz führte Architekt Huhn, der ein Hoch auf die Festgäste aue brachte. Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert führte aus, daß er stets für ein gutes Verhältnis zwischen Behörden und Radfahrern eingetreten sei. Die Stimmung der Bevölkerung, die anfänglich wider das Rad geherrscht habe, sei im Laufe der 3 it dank der Sportvereine in das Gegenteil umgeschlagen. In wenigen Jahren, so sprach er die Hoffnung aus, werden sich ringsum Gießen die besten Radfahrerwege ziehen. Sein Hoch wurde donnernd aufgenommmen. Feurige Musifstücke folgten. Dann erhob sich der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Dann erhob sich der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Löttgen, und dankte dem Provinzialdirektor für seine warmen Worte. Mit furzen Strichen zeichnete er die Geschichte des Vereins. Der Verein ist am 1. April 1885 ins Leben getreten. Nachdem im März die Einladungen ergangen waren, traten am genannten Tage etliche zwanzig Sportsfreunde im„ Frankfurter Hof" zusammen und gründeten den Verein definitiv. Seitdem hat er sich kraftvoll weiter entwickelt, zehn Vorsitzende haben ihn während der zwanzig Jahre geleitet und bei sportlichen Veranstaltungen hat der Verein mehrere Preise errungen. Auch eine Bahn hat er eine Beit lang besessen. Sodann ging der Redner auf den Radsport im allgemeinen ein. Das Rad ist heut= zutage fein Privileg der begüterten Klassen mehr, sondern die soziale Lage hat sich soweit gehoben und die Preise sind andererseits soweit zurückgegangen, daß das Rad in den weitesten Kreisen heimisch geworden ist. Die Behauptung, daß der Radfahrsport zurückgegangen sei, ist irrig. Das Reigen- und Kunstfahren steht gegenwärtig auf einer solchen Höhe, daß es schwerlich noch zu überbieten ist. Das Schönste aber ist der Wandersport. Das Rad seßt uns erst so recht eigentlich in die Lage, unser Heimatland fennen zu lernen. Hessens Fürsten seien von jeher ifrige Anhänger und Förderer des Sports gewesen. Darum ersuchte der Redner die Festgäste, sich zu erheben und in ein dreifaches All Heil auf den Kaiser und den Großherzog einzustimmen. Brausend brach sich der Ruf an den Wänden, die Musit spielte die Nationalhymne und sämtliche Anwesenden sangen den ersten Verz. Beigeordneter Curschmann beglückwünschte, da der Oberbürgermeister verhindert war, namens der Stadtverwaltung. Er hebt die Verdienste des Rades hervor, die es sich in gesundheitlicher Hinsicht erworben. Die Radfahrervereine aber sind diejenigen, die den Eport erst in die breitesten Schichten des Wolfes getragen haben. Sein Hoch gilt dem Radsport. Rechtsanwalt Kaufmann bringt die Wünsche dr Gießener Turnerschaft dar und weist auf die Aehnlichkeit und die guten Beziehungen zwischen Turnerei und Radsport hin.- Der Vorfißende des Gaues 9 des Deutschen Radfahrer- Bundes Stift Frankfurt hebt Gießens Ruf als Feststadt hervor und wünscht dem Radsport ferneres Blühen und Gedeihen. General Inspektor Krieb bedauert, daß so viele Mitglieder des Radfahrervereins Wanderer" Gießen an der Teilnahme des Kommers verhindert stnd, da sie auf einer Gauwanderfahrt sich befinden. Der Schüßenverein ließ durch Geiße einen hübschen Fahnennagel und der Verein" Frohsinn" durch Wiesner einen prächtigen Becher überreichen. Die Glückwünsche des Liederki anz stattete Frudig ab und die Fröhlichkeit rieb dem Radfahrerverein von 1885 unter Leitung ihres Vorsitzenden des Bureauvorstehers Boe&
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Für die uns von allen Seiten erwiesenen Aufmerksamkeiten gelegentlich der Feier unseres 25jährigen GeschäftsJubiläums sagen auf diesem Wege Allen unseren herzlichen Dank.
100000
Karl Huhn u. Frau. Hoflohukutscherei.
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Frühkonzert und Festessen. überall die Fahnen auf und regungslos hängen sie in Sonntag Hauptfesttag! Schwerfällig rollen der von keinem frischen Hauche durchwehten Luft. Ging der Samstag unter Gewittererscheinungen zu Ende und berhießen einige ftwer niederfallende Regentropfen etwas Kühlung, so sandte die Sonne heute wahre Glutmassen auf die Erde. Sie meinte es gut, fast zu gut. Aber das darf rechte Sportsmen nicht abhalten. Früh morgens rief schon der Weckruf die hiesigen Radler auf ihren Posten und bald darauf trafen auch die ersten Bäste ein und wurden auf das freundlichste empfangen. Als das Frühkonzert im„ Neuen Saalbau" begann, waren bereits ganze Scharen, unter denen auch Radlerinnen sich befanden, angelangt und immer trafen noch mehr ein, zu Rad und per Bahn. Gegen 12 Trinksprüche und flotte Weisen der Ullanen- Kapelle Uhr begab man sich zum Festessen, das durch frohe noch besonders gewürzt wurde, trotzdem Küche und Keller des Hotelier Schrödel schon das nötige getan hatten. Stift- Frankfurt, der Vosigende des 9. Gaues des deutschen Radfahrer- Bundes richtet in herzlicher Weise die Grüße des Gaues aus und ebenso herzlich war auch der Dank des Gießener Radfahrervereins von 1885. Manches treffende, kernige Wort fiel noch und fand ungeteilteste zustimmung, bis die in angeregtester Weise verlaufene Festtafel aufgehoben wurde, um den Korso aufzustellen.
Der Preiskorso.
Bald nach 2 Uhr begannen sich am Ludwigsplatz die ersten Zuschauer anzusammeln, die in den nächsten die ersten Zuschauer anzusammeln, die in den nächsten Viertelstunden zu wahren Massen anwuchsen und die Viertelstunden zu wahren Massen anwuchsen und die ganze Gartenstraße, sowie Teile der Neuenbäue, Südanlage und Oftanlage besetzten. 23 1hr trafen die ersten Korso- Teilnehmer ein und bezogen ihre Plätze. Während der Korso aufgestellt wurde, hatte das Publifum, soweit es einen glücklichen Standort inne, hinlänglich Muße, die hübschen Blumenarrangements zu bewundern. Gegen 4 Uhr setzte der Preis- Korso zum Umzug durch die Stadt sich in Bewegung. In langer abwechslungsreicher Reihe folgten die verschiedenen Ausschüsse, prächtige Gruppen, Musikabteilungen und die verschiedenen Vereine in ihrem hübschen und einheitlich durchgeführten Schmuck und ihren Bannern, das oftmals Zeuge threr Stege gewesen. Die Vorzüge und Einzelheiten der einzelnen Vereine anzuführen, würde Einzelheiten der einzelnen Vereine anzuführen, würde zu weit führen, denn jeder hatte in origineler Weise zu weit führen, denn jeder hatte in origineler Weise treffliches geleistet, sodaß den Preisrichtern das Amt außerordentlich erschwert wurde. Alle Straßen, die der Korso passierte, waren mit Zuschauern dicht gefüllt und überall wurde den Radlern ein kräftiges All Heil" zugerufen. Den Glanzpunkt Glanzpunkt aber bildete die Auffahrt am Oswaldsgarten. Lange vor Ankunft des Zuges war er von einer dichten Menschenmasse umgeben, die des Schauspiels harrte. Plöglich ertönt Musik und die Augen richten sich auf die Westanlage. Aber man unterscheidet zunächst nichts als harte, weiße Stahlblige. Aber nur einen Augen blick dauert dies, dann tauchen die blumenbekränzten Radler selbst auf und die Auffahrt beginnt. Langsam schlängelt sich der Korso über den Platz hin und die Buschauer haben Gelegenheit, das Gruppenbild von ihm in sich aufzunehmen. Verschiedene Amateure werden eingestellt, um das Ganze festzuhalten. Vom Oswaldsgarten ging die Fahrt nach dem Festplatz an der Hardt zu den sportlichen Veranstaltungen.
Nieren- und Blasen
Leiden heilt und stärkt die
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bei Wildungen. Mineralwasserversandt Füllung 1. Klasse. Trintfur, Mineral- und Sonnenbäder. Hunderte Berzte trinken Reinhardtsquelle.
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uahmen, entwickelte sich
auf der Terrasse
ein buntes Treiben. Die weiten, einladenden Räume und der schattige Garten hatten eine ganze Anzahl Festgäste herangezogen, die von oben aus dem Rennen zusah n oder Feuerwehr- Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Weller. sich auf dem Volksfest vergnügten. Die Musik stellte die Abends, als die Rennen beendet waren, wurde das Leben noch intensiver, da sich auch die Radler in das Treiben mischten. Wenn ein Wizbold behauptet, die Radler seien die arms ligsten Geschöpfe der Welt, weil sie sogar die Luft " pumpen müssen" andere Sterbliche pumpen bekanntlich nur Geld und höchstens einmal Bücher, die sie nicht wieder zurückgeben so ist der Spruch sicherlich nicht unanfechtbar, denn das Radlervölfchen vergnügte sich auf das föstlichste. Leben und lebenlassen, das war die Devise. Später ging dann auch noch
die Preisverteilung
vor sich. Im Korso- Fahren erhielt Darmstadt in Klasse I. liebe" Frankfurt mit 11,30 B. den 1. und Marburg mit mit 1174 P. den Preis. In der II. Kl. errang Wander10.70 P. den 2. Preis. In der III. Kl. erftritt, Germania"- Frankfurt mit 11,02 P. den 1.,„ Germania"-Bockenheim mit 11 P. den 2. und Bllz- Kirchhain den 3. Prets. In der IV. Kl. ging Herborn mit 10,70 als 1, RadfahrerQuartett Frankfurt mit 10,56 P. als 2," Teutonia" Fcff. mit 10,56. als 3., Weidenau mit 10,02 3. als 4. und ,, Ueber Berg und Tal" mit 9,52 P. aus der Konkurrenz hervor. Bei den Schul- und Kunstreigenfahren ging der VelocepedKlub Darmstart als 1. hervor, die Radfahrer Vereine Schierstein und Herborn erhielten Ehrenpreise. Die Preise für die Bahn- und Motorwettfahrten wurden dem Ergebnis entsprechend verteilt. Bei dem Vereinsmannschaftsfahren wurde der Germania" der 1. Preis zuerkannt. Nach der Preisverteilung fuhr der Weglarer Verein in der Festhalle noch einen hübschen, figurenreichen Achter- HerrenntederradKunstreigen. Erst in später Stunde endete der Tag.
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Lokales.
3. Jult 1905.
** Vom Vilbeler Gesangswettstreit, welcher gestern fiattgefunden hat, sind zwei Gießener Gesangvereine, der Bauer'sche und der Maschinenbauer- Gesangverein, preisgekrönt zurückgekommen. Beide Vereine fangen in einer Klasse, die Punktzahl beider ist nicht weit auseinander. Der Bauersche Gesangverein errang sich mit 233 Puntten einen ersten und der Maschinenbauer- Gesangberein mit 223 Punkten einen zweiten Preis. Die beiden Lang- Gönser Vereine„ Frosinn" und" Germania" haben sich dort ebenfalls Preise errungen;" Frohsinn" mit 177 Punkten einen 3. und Ehrenpreis und" Germania" mit 188 Punften einen 4. Preis. Den vom Großherzog gestifteten Preis holte sich der Gesangverein„ Germania" von Griesheim.
Neueste Nachrichten.
Kampf dem Admiral!
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** Entgegen anderen Blättermeldungen erhalten wir heute Morgen durch unser Berliner Bureau folgende Drahtmeldung:
Odessa, 3. Juli. Der„ Fürst Potemkin" hat sich noch nicht ergeben. Das Schiff ist vielmehr in See gegangen und anfert an der rumänischen Küste bei Konstanza.
Verantwortlich: für die Politik und den Inferatenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beld in Gießen
Schwalm, Zahnarzt
praktiziert jetzt im Neubau
Plockstrasse 7
nähe Seltersweg neben Herrn J. Bach, Luxuswarengeschäft.
Schwalm, Zahnarzt.


