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3.6.1905 Zweites Blatt
 
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Nr. 129.

Zweites Blatt.

Insertionsseis: Die einspaltige Betttzeile für ganz Ober­beffen, die Kreise Bezlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Betitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Ferusprechauschink Nr. 362.

Samstag, den 3. Juni 1905.

Gießener

14. Jahrgang.

Abonnementspreis: abgebeit monatlich 50 Pfs., in's Haus gebrachi 60 Pig., durch die Best bezogen vierteljährt. f. 1.50. Graitsbellagen: Oberheffiiße Familienzeitung( täglich) und die Giekeur: Ceifenblafen( wöchentlich). Das Platt ercent an allen Werttagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Beifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Schlufs.

[ Politische Wochenschau.]

Unter

Jedes Ding muß einmal ein Ende haben, sogar eine Reichstagssession. Zwar der Deutsche Reichstag hai allmählich die Gewohnheit angenommen, seine Sessionen zu einer Länge auszudehnen, wie sie sonst kaum die Legislatur­perioden hatten. Aber diese Gewohnheit hat den Fleiß des Reichstages nicht erhöht. Eher das Gegenteil. Immer spär licher wurde der Besuch der Mitglieder, und die Debatten zogen sich zu grausamer Länge hin, weil jeder Schlußantrag die Beschlußunfähigkeit an den Tag gebracht hätte. Die Minoritäten, die kleinen und kleinsten Gruppen beherrschten den Reichstag allerdings nur den abwesenden. solchen Umständen ist es begreiflich, daß die Verbündeten Re­gierungen sich auf die Seite der abwesenden Mehrheit stell­ten und ihr die Minderheit nachschickten. Daß Schluß ge­macht und nicht Vertagung beliebt wurde, bedarf keiner be­sonderen Begründung, denn es entspricht dem älteren Her­femmen, daß man nur aus bestimmter Veranlassung auf­geben durfte. Solche Veranlassung ist zurzeit nicht vorhan­den und kann auch darin nicht gefunden werden, daß die Vertagung manchem Reichsboten freie Sommer- und na­mentlich freie Agitationsreise geboten hätte. Derartige Be­lohnung war dem Fleiß zu gönnen der erwiesenen hart­näckigen Sigungsscheu gegenüber war sie nicht angebracht. Die Debatten, die ins Uferlose gingen, drohten mit einer Versumpfung des parlamentarischen Lebens- der Schluß brachte hier Hilfe.

Nicht unmöglich, daß auch der preußische Landtag die Notwendigkeit einer ähnlichen Kur herbeiführen wird. Herrenhaus und Abgeordnetenhaus müssen über eine Vor­lage einig sein, ehe sie Gesetz werden kann. Es kommt vor, daß die eine Kammer an den Vorschlägen der anderen Modi­fifationen vornimmt. In solchem Fall muß die andere Kammer Beratung und Beschlußfassung wiederholen. Kommt sie abermals zu abweichendem Beschluß, so beginnt die Ar­beit wieder in der ersten Kammer. Bei der Novelle zum Jagdgesetz ist das geschehen. Sie ist jetzt in der fünften Be­ratung. Der Gegenstand ist nicht dazu angetan, besondere Aufregung hervorzurufen. Die Einigung kommt auch bei der sechsten Beratung zeitig genug, und wenn sie gar nicht kommt, so ist das Unglück nicht groß. Der Bestand des Staates ist nicht gefährdet. Tritt aber die gleiche Erschei­nung bei einem Gesetz von Bedeutung ein, so wird die Sache ernster. Hier kann sich die Regierung nicht auf ein wieder­holtes Hin- und Herschieben der Vorlage einlassen, sie muß ein Ende machen und die Session schließen, damit kein end­loses Verschleppen eintrete.

Die ungarische Staatskrisis ist chronisch, sie fann zu feinem Schluß kommen. Hier ist auf der einen Seite das Zögern planvoll, es hat die Absicht, die Ver­fumpfung herbeizuführen. Und einstweilen scheint es, als ob die Absicht erreicht werden sollte. Freilich nur, weil auf der anderen Seite der einheitliche und zielbewußte Wille fehlt, weil die siegreiche Opposition des ungarischen Abgeord­netenhauses nur in der Feindschaft gegen die vorige Regie­rung geschlossen ist, während ihre positiven Wünsche weit auseinandergehen. Ob verschwiegene Intriguen darüber aus sind, die Kluft zwischen Krone und Mehrheit der Volks­bertretung unüberbrücklich breit zu machen, läßt sich nur ver­muten, nicht behaupten. Das Vorhandensein solcher Intri­gun würde den Traditionen weder der Magyaren noch des Safes Habsburg widerfireiten.

Es ist manchmal gar feine üble Politik, eine Frage durch berichleppende Behandlung zur Vergessenheit zu bringen, da­mit ihre schließliche Lösung ohne Rudsicht auf die anfängliche Erregung möglich sei. Die Maroffofrage soll, scheint es, nach französischem Wunsch solche Behandlung finden, da mit Vergessenheit die ursprünglichen Ansprüche Frankreichs schon decke, wenn diese Ansprüche aufgegeben werden. Man wird dem auf deutscher Seite schwerlich entgegen sein. Denn es handelt sich nur darum, Deutschlands Rechten nichts zu ver. geben, nicht aber Frankreichs Empfindlichkeit zu verlegen.

Die schwere Niederlage der russischen Flotte, wesentlich dadurch mit herbeigeführt, daß Admiral Roschdjest. mensky gleich bei Beginn der Seeschlacht gefährlich verwun­det und damit der Fähigkeit des Oberbefehls beraubt wurde, hat die Frage des Friedensschlusses neu zur Erörterung ge­stellt. Jede derartige Erörterung scheint unangebracht, so­meit sie nicht von der russischen Regierung selbst ausgeht. Diese allein muß aus sich selbst, ohne den Rat von Neutralen oder befreundeten Mächten, zur Entscheidung darüber kom­men, ob sie Friedensanerbietungen machen, Friedensunter­handlungen beginnen will. Niemand wird die Verantwor tung auf sich nehmen mögen, die mit der Empfehlung nach der einen oder der anderen Richtung verbunden ist. Auch für den Krieg kann es eine Versumpfung geben und kann in der Versumpfung eine fluge Politik liegen. Wenn die Armee des Generals Linewitsch sich nach dem Baifalsee zu­rückzieht, so ist der Krieg für Rußland tatsächlich aus, d. h. es braucht für den Krieg keine besonderen weiteren Anstren­gungen und Aufwendungen zu machen; die Japaner dage­gen bleiben in der Flanke bedroht und müssen dauernd eine erdrückende Kriegsrüstung tragen. Die passive Kraft Ruß­

anos ut eben ungewöhnlich groß. Diese Erwägung führt vielleicht dazu, die gegenwärtige Lage Rußlands als nicht nanz verzweifelt anzusehen. Jedenfalls tut man gut, keine Soffnungen auf baldiges Kriegsende zu setzen, wenn man nicht Enttäuschungen erleben will.

König Alfons von Spanien ist in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag in Paris, als er nach beendeter Vorstellung die Oper verließ, der Gegenstand eines Bom­benanschlags gewesen. Das Ziel wurde zum Glück verfehlt. Einige Unbeteiligte erlitten Verwundungen, die erfreulicher­weise nicht schwer waren. Der junge König, der zum dritten Male die Schrecken eines Attentats über sich ergehen lassen mußte, zeigte sich ungemein gefaßt und war nur um die Verwundeten besorgt. Der erste telegraphische Glückwunsch an den Monarchen zu der Errettung aus Lebensgefahr kam vom deutschen Kaiser. Leider steht nicht fest, daß man die wirklichen Urheber des Verbrechens ergriffen hat, es hat die Pariser Polizei erst nachträglich ihre Aufmerksamkeit den ihr bekannten anarchistischen Schlupfwinkeln zugewandt. In dem Kampf zwischen Anarchismus und Ordnung ist einst­weilen nur der Anarchismus unermüdlich. Die Ordnungs­mächte verhalten sich überwiegend passiv, haben zu gemein­samem Vorgehen bisher die Verständigung nicht finden fönnen. In diesem Fall wird man die versumpfende Kriegführung kaum billigen können.

Die künftige Kronprinzeffin. ( Eig. Bericht.) Berlin, im Mai

Nach einer Reihe glänzender Abschiedsfeste in ihre Heimat hält am 3. Juni Herzogin Cecilie von Mecklenburg unter dem Feierklang der Glocken an der Seite ihres Bräuti gams, des deutschen Kronprinzen, ihren prunkvollen Einzug in die Haupt- und Residenzstadt Berlin. Durch ihre jugend frische Erscheinung, durch ihr heiteres und liebenswürdige: Naturell wird sich die künftige Kronprinzessin die Herzen der Bevölkerung Berlins und Potsdams, dessen Schloß für sie verläufig wohl den dauernden Wohnsitz bedeuten wird, sicher im Fluge erobern. Die Herzen derer, mit denen die junge Fürstin bisher ständigen Umgang gepflogen hat, hält sie fiin immer fest Ihre ganze Umgebung weiß, daß das fröhliche Lächeln, das dem Antlitz Cecilies von Mecklenburg solcher anziehenden Reiz gibt, der Abglanz ist eines goldklaren und geldechten Gemüts, das tiefer Empfindungen und echter Treue fähig ist.

Das weiß am besten Miß King, eine Deutsch- Englän derin, die dem jungen Fürstenfinde von früh auf ein strenge, aber auch gütige und liebevolle Lehrerin geweser und jetzt eine mütterliche Freundin ist. Sie leitete zusammen mit dem jetigen Pastor Ehrich in Ludwigslust den Unter richt der kleinen am 29. September 1886 geborenen Prin zessin in Cannes, in deffen mildem Klima deren Vater Friedrich Franz von Mecklenburg- Schwerin, auf den Rai der Aerzte den größten Teil des Jahres verbrachte. Die Mutter Cecilies, Großfürstin Anastasia Michailowna, eine Nichte des Zaren Alexander II., wünschte, daß ihr Töchter. chen eine ebenso einfache und strenge, wie gediegene Er­ziehung genieße. Die Lehrer hatten volle Autorität, die durch keine Tränen und Klagen erschüttert werden konnte. Die Resultate waren denn auch nach jeder Richtung vor züglich. Herzogin Cecilie ist auf allen Gebieten menschlichen Wissens sehr gut beschlagen, und spricht außer ihrem geliebten deutsch( plattdeutsch nicht zu vergessen), auch noch die Lan­dessprache ihrer Mutter, russisch, sowie fließend englisch und französisch. Mit der Entwickelung des Verstandes aber hielt die des Gemüts gleichen, harmonischen Schritt. Der deutsche Pastor Schmidt in Cannes, der die Prinzessin zur Konfirmation vorbereitete, weiß nicht genug zu rühmen, ' welch reichen Schatz von Güte und Nächstenliebe die Seele der Sechzehnjährigen barg. Schon damals war ihr der Weg der Barmherzigkeit zu den Hütten der Armut nicht fremd. Auch zeigte sie, weit über den einzelnen Fall hinausgehend, ein für ihre Jugend überraschendes Verständnis für die un­sere Zeit bewegenden sozialen Fragen.

Es ist kein Zweifel, daß die mecklenburgische Fürsten­tochter ihrem prinzlichen Gemahl nicht nur eine treue liz­bende Gattin, nicht nur eine durch Schönheit und Liebreiz ausgezeichnete meisterliche Repräsentantin seiner Hofhal­tung, sondern daß sie auch die ebenbürtige Gefährtin für ihn sein wird auf dem schwierigen Lebenspfade, der vor ihm liegt; daß sie an allen großen Aufgaben, die seiner harren, regen Anteil nehmen und sorglich an ihre Erfüllung mit­helfen wird. Auch in den traulichen Stunden, die die Ver­lobten in der Heimat der Braut miteinander verleben durf­ten, flang manch ernstes Wort in den Gesprächen der Lieben­den wieder. Die ganze Zeit seit ihrer Verlobung, die am 6. September 1904 amtlich veröffentlicht wurde, steht der Kronprinz mit Herzogin Cecilie in regem Briefwechsel und stetigem Meinungsaustausch. Daß zu der geistigen Har­monie des Brautpaares sich auch eine gleich freudige Hingabe an allem Sport, speziell dem Wasser-, Fahr- und Reitsport verbindet, ist eine Bürgschaft dafür, daß neben ernstem ziel­bewußten Streben auch heiterer Lebensgenuß im fünftigen fronprinzlichen Hause sein fröhliches Szepter schwingen wird. Gemeinsames Arbeiten, gemeinsame Feste und Freuden sind das rechte Gemisch, auf dem sich eine gute Ehe fest auf­baut, wie in Bürgerkreisen, so auf Fürstenthronen.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Der Direktor als Wechselfälscher. Der Leiter der Han­delsakademie in Leipzig, Dr. Huberti, hat seine Schüler gefährliche Schreibübungen machen lassen; er gab ihnen auf, Wechselvordrucke anzufertigen, wo aber der Name des Aus­stellers fehlen sollte. Dr. Huberti hat diese Wechsel angeb­lich zum Nachsehen mit nach Hause genommen, und da er sich in Geldverlegenheit befand, 32 solcher Wechsel ausge­füllt in Verkehr gesezt. Das Landgericht Leipzig hat Dr. : berti wegen Urkundenfälschung zu zwei Jahren Gesäng­nis verurteilt.

§ Der Prozeß Wessel hat vor der Straffammer in Thorn begonnen. Die Anflage gegen den ehemaligen Oberleut­nant Wessel lautet auf Unterschlagung, Urkundenfälschung und Betrug. Wessel leugnet jede Schuld.

§ Ein beklagenswerter Mann. Das Schwurgericht in Banken verurteilte den. Blumenarbeiter Guerth, der am 27. März seine Ehefrau aus Not und Verzweiflung getötet hatte, zu fünf Jahren Gefängnis.

§ Die Höllenmaschine. Der Urheber des im Mai 1903 regen den Cunarddampfer Umbria im Newyorker Hasen verübten Höllenmoschinenanschlags, Geßler- Roiseau, ist, wie aus Newyork gemeldet wird, zu vier Jahren Gefängnis ver­urteilt worden. Der Verurteilte steht auch im Verdacht, den Anschlag gegen das Standbild Friedrichs des Großen in Washington verübt zu hohen.

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Vermischtes.

[ Die Toilette der Ehrenjungfrauen], die an der Ein­holung der fünftigen deutschen Kronprinzessin in Berlin eilnehmen sollen, ist ein zierlich modisches Kleid aus dufti­zem, weißem Voile auf gleichfarbigem Futter aus Satin. Um vorderen und hinteren Kleiderausschnitt bildet lose ge­egter Chiffon den Abschluß, der Gürtel wird aus weißseide­nem Bande gebildet, das, mehrmals um die Taille geschlun­Jen, in einer seitlich gebundenen furzen Schleife endet. Um Den Hals ist fein Schmuck, sondern ein gleiches Band zu ragen, das hinten in furzer Schleife gebunden wird. Auf dem lose frisierten Haar tragen die Damen einen Rosen­ranz. Weiße, lange Handschuhe und weißlederne Prome­nadenschuhe vervollständigen die Toilette. In den Händen ragen die Damen Rosengirlanden. Die Toilette ist von der unstsinnigen Gattin des Bürgermeisters Dr. Reiche entwor­en worden.

[ Dresdens Erbschaft.] Die Stadt Dresden ist über Nacht zu einer reichen Erbin geworden. Der vor kurzem erstorbene, sächsische Großindustrielle Geheimer Kommer­¡ ienrat Eschebach hat sie zum Haupterben seiner hinterlasse­en Millionen eingesetzt. Der Verstorbene ist vor einigen reißig Jahren als armer Handwerksburschche zu Fuß nach Dresden gekommen.

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=[ Luise von Koburg- als Schriftstellerin.] In Paris st vorgestern die Broschüre der Prinzessin Luise von Koburg inter dem Titel Leben einer königlichen Prinzessin" erschie ien. Die kleine Schrift, die von den Zeitungsjungen auj Den Boulevards ausgerufen wird, findet reißenden Abjazz. [ Sonderbarer Widerspruch.] Die Kölnischen Han­elshochschüler naben nach studentischem Vorbild Korps und Burschenschaften gegründet. Dieser Tage wurden drei Korpsbrider auf der Straße von einem Herrn gegrüßt. Die Korpsbrüder ziehen höflich die Mützen, und es entspinnt sich folgendes Gespräch: A.: Wer war der Herr?"- B.: Einer unserer alten Herren."- C.: Und was treibt er?" B.: Er ist unger Mann" bei Tiez."

[ Der Schreibkünstler hinter dem Pfluge.] Der Minia­turschriftfünstler H. Rundshagen in Schiphorst hat anläßlich der Schillerfeier eine 2 Pig.- Postkarte mit dem Lied von ber Glocke in seiner Kleinschrift versehen. In den Buchstaben B, o, a und e des Wortes Postkarte brachte Rundshagen 321 Buchstaben unter. Herr Rundshagen ist ein einfacher Bauer, der selbst mit hinter dem Pfluge geht und seinen Ader bestellt.

=[ Eine internationale Jagdausstellung] soll im Jahre 1908 in Wien veranstaltet werden. Die Veranstaltung soll umfassen den ethnographischen und historischen Teil der Jagd, die Ausstellung von jagdlichen Trophäen, von präpa­cierten, zur Jagd gehörigen Tieren und lebendem Wild, von Jagdwaffen, von jogdlichen Bildern, von Jagdhäusern usw. Die Ausstellung soll überdies Gelegenheit bieten, internatio­nale jagdliche Kongresse zu veranstalten.

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[ Schuldenlast englischer Städte.] Nach einer soeben beröffentlichten Statistit ist Manchester die meistverschuldete Stadt Englands. Bei einer Einwohnerzahl von 400 000 hat sie fast eine halbe Milliarde Mark Schulden. Dann folgt Liverpool mit etwa 380 Millionen und Birmingham mit fast 300 Millionen. Leeds hat" nur" 270 Millionen Schulden. Wie hoch mögen in diesen Städten die Kom­munalsteuern sein?!