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folche Schallgefäße auch in anderen Ländern Europas. In Deutschland waren sie nur in zwei uralten Kirchen, in Burg­felden und in einer fleinen Stirche Oberbayerns, anzu­treffen.

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[ Gegen die Kindersterblichkeit.] Die Stadträte der Fa brikstadt Huddersfield in England haben schon vor längerer Zeit beschlossen, für jedes sind, das ein Alter von 12 Mo­maten erreicht, eine Prämie von einem Pfund( zwanzig Marf) zu zahlen. Jetzt führen sie einen sorgfältigen Ueber­wachungsdienst für die Kinder ein. Jeder Person, die zuerst dem städtischen Arzte von der Geburt eines Kindes Mittei­lung macht, wird ein Schilling gezahlt. Der Arzt hat so= dann die Eltern über die erste notwendige Behandlung zu instruieren. Im Gesundheitsdienst der Stadt angestellte Frauen besuchen die Mütter und erteilen Belehrungen über Ernährung und Pflege der Kleinen Dieselben Frauen in­spizieren die Fabriken, in denen weibliche Arbeiter angestellt find. Die Stadt errichtet außerdem eine städtische Bewahr­anstalt, die die Kinder der Arbeiterbevölkerung während des Tages aufnimmt. Die Anstalt liefert ferner für Arbeiter­finder unter einem Jahr die nötige Milch.

** Hundefleisch als Nahrungsmittel. In Gerhart Haupt­manns Weber"-Drama ist eine der eindrucksvollsten Szenen die, in der von einem Hunde- Mahl die Rede ist. Wohl ver­standen: nicht der Hund bekommt eine Mahlzeit, sondern er dient zum Mahle, und einem alten Weber, der der Fleisch­nahrung entwöhnt ist, bekommt er herzlich schlecht. Man hat dem Dichter Uebertreibung zum Vorwurf gemacht. Wir lassen dabinget, ob der Vorwurf berechtigt ist. Jeden­falls ist der Abscheu vor einer Hundemahlzeit nicht mehr

sung allgemein. Der Hund ist nicht mehr ein bloßes otgericht, das heimlich verspeist wird und nur dem wür­genden Hunger genießbar oder gar schmackhaft erscheint. Nein, der Hund ist ein amtlich anerkanntes Fleischnahrungs­mittel geworden, nach allen Regeln der amtlichen Fleisch­beschau als ordentliches Schlachttier unterworfen. In dem jüngsten Vierteljahrsheft zur Staftitik des Deutschen Reichs ist angegeben, daß im letzten Quartal 1904 nicht weniger als 1762 Hunde als Schlachttiere angemeldet und untersucht worden sind. Wie viel Hunde ohne solche amtlichen For­malitäten verspeist worden sind, darüber gibt es teine Sta­tistik. Die Heimat der Hunde- Mahlzeit im oben erwähnten Sinne ist Schlesien. Von dort ist der Brauch mit den Sachsengängern und den Wanderarbeitern in andere Pro­vinzen verzogen und wahrscheinlich auf die wandernden Schlesier beschränkt geblieben. Von den 1762 Hunde- Unter­suchungen entfielen 320 auf ganz Preußen, 232 auf Schle sien allein. Ostpreußen, Berlin, Pommern, Schleswig­Colstein, Westfalen, Hessen- Nassau und Hohenzollern haben amtliche Hunde- Schlachtungen im genannten Zeitraum über­haupt nicht geschen, Westpreußen, Posen, Hannover nur ganz bereinzelt, Rheinland 15, Brandenburg 31, Sachsen 37. Am größten ist die Zahl der Hunde- Schlachtungen im Königreich Sachsen.

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[ Bismarcks erster Elch.] Auf dem Behrschen Majora Popen bei Windau in Kurland verstarb ein alter Jäger, de Bismarck zum Schuß auf seinen ersten Elch verholfen hat Ferland so hieß der Greis- hat ein Alter von 87 Jahrer erreicht. Er war auf Popen Buschwächter, als Bismarck in September 1857 dort zur Jagd weilte, und wies dem Ge sandten Preußens beim deutschen Bundestag in den ver schiedenen Masten einen vorzüglichen Stand an, so daß der waidgerechte Jäger einen stattlichen Elch zur Strecke bringer fonnte. Bismarck erwähnt dieses Jagderlebnis in einem am 12. September 1857 in Königsberg geschriebenen Briefe, in welchem er seiner Frau mitteilt, daß es ihm bei den Feuer ländern wegen ihrer rührenden Liebenswürdigkeit sehr wohl ergangen ist". Ein Mast im Popenschen Jagdrevier wird noch heute von den Buschwächtern Bismarckmast" genannt.

[ Ein Baumwunder] ist in einem Tal bei Auscha in Böhmen zu sehen. Dort steht ungefähr 200 Schritte vom Försterhaus entfernt eine uralte Stopfweide, aus deren Mitte eine jest zwanzigjährige Fichte emporwächst. Außerdem wächst auf der Weide ein kräftiger Hainholunderbaum, der seine Nahrung ebenfalls aus dem in der Weide befindlichen Humus zieht. Alle drei Bäume blühten schon wiederholt gleichzeitig. Jetzt mußte die Nährmutter der beiden Bäume, die unter ihrer Last zu wanken begann, durch kräftige Stangen gestützt werden, da sie den Stürmen nicht mehr Stand zu halten vermochte.

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Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 4 Mai. Vorwiegend heiter, nach fälterer Nacht tags­

über wärmer.

( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Mr. 14.

merkenswerten Leistung unseres Buchhandels. | heit durchzieh n sie knallend die Straßen des Dorfes. Durch| trägt nur eine Mark und macht das Büchlein zu einer be­das Knallen und laute Rufen sollen die Hexen und dergl. böse Geister vertrieben werden. Hier und da hört man auch einen Schuß fallen. Mit dem Schlage 12 Uhr hört das Knallen auf, und die Burschen versammeln sich auf einer Anhöhe bei dem Dite. Es beginnt nun ein neuer Brauch:" Die Lie wird ausgerufen". Lie ist jedenfalls eine volkstümliche Abkürzung für Liebe. Ein besonders gewählter Pursche übernimmt das Ausrufen der Pärchen mit dem Ruf: Hier steh ich auf der Hih( Höhe) und rufe aus die Liz." Ec nennt dann den Namen eines Burschen und liest von einer Liste den Namen seines Mädchens. Unterdessen haben sich die Mädchen hinter den Gärten versammelt, um auf das Ausrufen zu horchen. Hat der Ausrufer sein Werk beendet, dann versammeln sich Mädchen und Burschen und begeben sich zu einem Tänzchen in eine Wirtschaft. Den Sonntag darauf kommen die Burschen wieder zusammen und halten eine Versteigerung der Mädchen ab. Der Hauptzweck ist wohl der, daß etwas Tühtiges zu einem Fasse Bier übrig bleibt. Diejenigen Mädchen, die keine Kaufliebhaber finden, bilden den sogenannten" Bferch", welchen jemand schon für 10 oder 20 Pfennig erhalten fann. Uebrigens ist diese Art von Mädchenhandel" fast in ganz Oberhessen gebräuchlich, findet aber gewöhnlich am Sonntag vor der Kirchweih statt und jeder Käufer muß mit seinem Mädchen am Kirchw ihfest den Ersten tanzen.

[ Das Rezept, in Amerika Grosgrundbesitzer zu wer­den] teilt ein englisches Blatt mit. Es erzählt, daß ein Mann namens Miller, der im Jahre 1850 als junger Meg­gerbursche aus Deutschland auswanderte, jezt über einen Grundbesitz von 14 539 200 Morgen verfügt, d. H. über einen Landbesig, der zweimal größer ist, als das Königreich Belgien, und größer, als die Schweiz, Dänemark oder Grie­chenland. Derartiger Landmagnaten, die sich die besten Län­dereien in den westlichen Staaten angeeignet haben, gibt es viele. Die meisten verschafften sich den Besitz durch Bestech­ung der Beamten, die mit der Aufnahme des Terrains be­schäftigt waren. Das einfachste Mittel, das zur Anwendung gebracht wurde, war, Leute auf die Landanweisungsbureaus zu senden, die das ihnen zugewiesene Land gegen eine ge­ringe Entschädigung an den landhungerigen Magnaten ab­gaben. Die Regierung glaubte natürlich, Ansiedler zu er­halten, während sie in Wirklichkeit von einzelnen Leute: be­trogen wurde, die jetzt Millionen von morgen besitzen und nur gegen schweres Geld an wirkliche Ansiedler Land ab­geben.

Cokales.

3. Mat 1905.

** Der kommandierende General des 18. Armee Korps v. Eichhorn, Exzellenz, weilt heute zur Besichtigung des 116. Inf- Regts., Kaiser Wilhelm II., in Gießen.

A Oberhessische Volksbräuche. In der Wal­purgisnacht, oder auch hynnacht genannt, bestehen in Gegenden Oberhessens noch bis heute seltsame Volksbräuche, de aus der ersten chriftlichen Zeit stammen. In vielen Orten werden unheilbringende Heren durch das Zeichen von Kreuzen vertrieben. Noch heute fann man östers am Morgen des 1. Mai drei Kreuze an Haus und Steltüren sehen. Sie sollen die in der Walpurgisnacht ung benden bösen Geister vertreiben.- Ein seltsamer Voltsbrauch besteht run in einigen Orten der Umgegend Grünberge, so z. B. in Saasen. Am Abend des legten April versehen sich die jungen Burschen mit Peitschen und bei eintretender Dunkel­

-eh Aus dem Biebertal, 2. Mai. Touristenzeit. Nun ist weder die Zeit gekommen wo aus dem Munde froher Bursyen das herrliche Mailied: Der Mat ist ge= kommen, die Bäume schlagen aus," ertönt. Alt und jung strömt, die Sorgen und Plagen des alltäglichen Lebens ver­gessend, hinaus in Gottes freie Natur, um sich an den Schön­heiten derselben zu erfreuen. Es lohnt sich in dieser präch­tigen Zeit, auch das Biebertal mit seinen romantischen Reizen aufzusuchen. Dabei wolle man nicht versäumen, dem höchsten Buntie unserer Gegend, dem herrlich gelegenen Tünsberg einen Besuch abzustatten. Mit nächstem Sonntag wird auf demselben der Wirtschaftsbetrieb mieber eröffnet werden, melch Einrichtung befanntlich für jeden ersten Sonntag im Monat sowie am Himmelfahrtstag und zweiten Pfingstag von Seiten des Tünsbergvereins getroffen worden ist.

-ch Hohensolms, 2. Mai. Die Hoffnung, daß sich die unheimliche Typhus Epidemie in der benachbarten großen Gemeinde nicht weiter ausbreiten werde, hat sich leider nicht bewahrheitet. Es sind nämlich im Laufe der Woche 3 neue Krankheitsfälle bekannt geworden. Dieserhalb hat hat man nach Ausbruch der Krankheit in der Gemeinde selber ein Krankhaus eingerichtet, worin die schwer Er­franften untergebracht werden. Kranke, die noch transport fähig sind, werden aber in die Klinif nach Gießen verbracht. 5 wurden bereits dorthin übergeführt, während zu Erda 3. 8. noch 7 Kranfe interniert sind. Da gerade die ärmeren Familien von der Krankheit betroffen sind, so hat sich ein Romitee gebildet, um diesen Unglücklichen Unterstützungen zu gewähren.

K Vom Odenwald, 2. Mai. Hofvrediger a. D. Stöcker Berlin hält am 11. Mai einen Vortrag in Michelstadt über das Thema: Christlich Sozial".

K Frankfurt a. M., 2. Mai. In Bockenheim starb ein 18jähriger junger Mensch, bei dem der Arzt Genick­starre als Todesursache feststellte.

K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.20-3.50 Mt. Stroh, 00,0-0,00 Mt. Alles per 50 kilo. Tendenz: Fest.

Hus dem Rerichtssaal.

Straffemmer.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 2 landw. Taglöhner, 1 Gärtner, 1 Bauschlosser, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner 4 Schreiner, 1 Möbelschreiner, 1 Schneider, mehrere Arbeiter, 6 Haus­burschen, 1 Installateur, eine Anzahl Bostaushelfer für Sonntags, 4 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 6 Dienstmädchen, 1 Verkäuferin.

Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Mechanifer, 2 Buch­binder, 1 Lackierer, 1 Päcker, 2 Echuhmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 1 Installateur, 1 Raufmann, 1 Rellner. Es suchen Arbeit:

1 landw. Knecht, 1 Spengler, 2 Schreiner, 1 Bureau­oder Hausdiener, Auslaufer, 1 Kassier- oder Portier 1 Kelner, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen.

Lehrlinge: 1 Mechanifer, 1 Friseur, 1 Raufmann. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin@lein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Gishon

Gegründet 1883.

Jean Dern& Co. Giessen

Telephon Nr. 21

Inh: Oscar Gutmann

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Betreff: Bachschauen im Jahre 1905.

Bekanntmachung.

In Geweinschaft mit der Großh. Kulturinspektion Gieß n werden wir in diesem Frühjahr folgende Bachschauen abhalten:

I. An der Ohm. Am 4. Mai:

Gemarkung Meilau, Zusammenkunft: an der Ohm, Grenze gegen Kirschgarten, vorm. 730 Uhr;

Gemarkung Nieder Ohmen, Zusammenkunft: an der Ohm, Grenze gegen Merlau, vorm. 830 Uhr;

Gemartung Burg Gemünden, Zusammenkunft: an der Ohm, Gemarkungsgrenze gegen Nieder- Ohmen, vorm. 1030 Uhr.

Am 5. Mai:

Gemarkungen Nieder Gemünden und Bleidenrod, Zu­sammenkunft: an der Dam, Gemaifur gegrenzen gegen Burg­Gemünden, vorm. 7 Uh;

Gemarkung Homberg mit Wäldershausen, Zusammen­funft: an der Ohm, Gemarkungsgrenze gegen Nieder- Ge­münden, vorm. 10 Uhr.

II. An der Felda

Am 10. Mai:

Gemarkung Kestrich, Zusammenkunft: Eintritt er Felda in die Gemarlung, vorm. 9 Uhr;

Gemarkung Groß- Felda, Busammenfunft: Grenze gegen Restrich vorm. 11 Uhr;

Gemalung Ermenrod, Zusammenkunft: Gemartungs­grenze gegen Groffelta, rachm. 2 Uhr; Gemarkung Hainbach, Busan menfunst: Gemarkungs­grenze gegen Ermeniod, rachm. 3 Uhr. Am 11. Mal: Gemarkung Ehringshausen, 3 sammenfunft: macfungsgrenze gegen Hainbach, vorm. 9 Uhr; Gemartung Rülfenrod, Busammenfunft: Gema: fungs grenze gegen Ehringshausen, vorm. 11 Uhr;

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Gießen, den 2. Mai 1905. Der Sattlerlehring Peter Frank von Groß- Felda war wegen fahrlässiger Brandstiftung unter Anflage gestellt. Als eines Morgens in der Decke der Werkstätte seines Meisters Böck Feuer gemerkt wurde, nahm man an, der Junge habe die Lampe zu nahe an die Decke gebracht, wo­durch das Feuer entstanden sei. Das Gericht fonnte sich nicht davon überzeugen, daß der Angeklagte fahrlässig ge­handelt habe, insbesondere konnte nicht angenommen werden, daß das Feur durch sein Verhalten entstanden ist.- Wegen Vergehens gegen die Kontursordnung wurde der Fabrikant chemischer Produkte von Röd gen, Heinrich Eugen Höfling zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt. Bei Ausbruch des Konkurses über sein Vermögen, stellte es sich heraus, daß er die Bilanzziehung unterlassen hatte, was ihn auf die Angeklagebank füzitz. Drei 15-17jährige Burschen von Ilbeshausen waren wegen versuchten Sittlichkeitsverbrechen angeklagt. Auf dem Heimwege von der Spinnstube, griffen sie ein Mädchen an, von dem sie aber, als es scheie, ablicßen. Das Gericht faßte die Sache als tätliche Beleidigung auf und verurteilte Heinrich Weißel und Heinrich Löffler zu je einer Woche Ge- Gewässer seitens der Stauanlagen und Triebwerksbesitzer fängnis. Der mitangeklagte Heinrich Gutermuth wurde wegen ungenügenden Beweises freigesp ochen.- Zum Schlusse wurde der Backsteinmacher Gustav Meyer von Ober- Bats wegen widernatürlicher Unzudt zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Meyer, der getftig minderwertig ist, hat sich im angetrunkenen Zustande in einen Ziegenstall be geben, wo er die Tat verübte.

Literarisches.

Ein kleines Schillerbuch n gebildeter Sprache, auf der Höhe der Schillerfunde st bend und zu enam so billigen Preise, daß der Verbreitung faum eine Sorante gezogen ist, erscheint soeben, gerade zur rechten Brit, von P of. Dr. Ernst Müller in Stuttgart( Leipzig und n Freytag& Tempsky), das von dem Vrfasser ausdrücklich für Soule und Haus" b. stimmt ist. In zwei Hauptabschnitten von je 15 und 11 Kapiteln wird uns in flarer, fesseinder Dar­stellung mitgeteilt, was über Echillers Leben und über seine Werke wahrhaft Wssenswertes erforscht ist. Der Preis be­

Gemarkung Niccer Gemünden, Zusammenfunst: Ge­marfungsgrenze gegen Nülfenred, m itags 12 Uhr.

Die Teilnahme an der Bachschau ist jedem Anlieger und Interessenten freigestellt. Wünsche und Einwendungen, welche sich auf die Unterhaltung vorgenannter Fäche beziehen, sowie Beschwerden gegen ein unberechtigtes unstauen der

sind uns bei dies r Gelegenheit vorzubringen.

Die Großh Bürgermeister der in Betracht kommenden Gemartungen beauftragen wir, vorstehendes in ortsüblicher Weise bekannt zu machen und die Besizer von Stauanlagen und Wassertriebwerken zur Bachschau besonders einzuladen, auch sich selbst mit einem von dem Ortsvorstand zu wählenden Gemeinderate mitglied und dem Feldschüßen zur Schou ein­zufinden.

Alsfeld, den 6 April 1905.

Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior.

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