betrunken!" Herrscht ihn der General an.- ,, Man kann sich schon einen Rausch anlegen, Erzellenz, wenn wochenlang geschossen wird, einem die Häuser in Brand gesteckt werden und doch keine Hilfe kommt..." Der General drehte sich um, ließ den Sprecher stehen, und die Audienz war zu Ende.
Bei solchen Zuständen im eigenen Lande suchen die Berater des„ weißen Zaren" die Welt mit der Einberufung einer Friedenskonferenz zu blenden. Frieden zu Hause können sie nicht schaffen.
Nab und Fern.
† Tot aufgefunden. In Berlin wurde ein Schuhmacher und seine Braut, ein Dienstmädchen, vermißt. Die Eltern des Mädchens, die aus Wittstock nach Berlin gereist waren, fehrten nach Hause zurück, ohne die Tochter gefunden zu haben. Jetzt sind die Leichen der jungen Leute in der Jungfernhaide entdeckt worden. Sie haben sich durch Gift das Leben genommen.
† Eine gastronomische Ausstellung. In Frankfurt a. M. wurde eine große internationale Ausstellung für Kochkunst, Hotel- und Wirtschaftswesen, verbunden mit einem Weinmarkt, eröffnet
† Von der Cholera. Bei dem in Brandenburg a. H. erfranften Schiffer ist Cholera festgestellt worden.- In den russischen Weichselprovinzen sind 50 Cholerafälle amtlich festgestellt worden, davon 28 mit tödlichem Ausgang.
† Cisenbahn- Zusammenstöße. Auf der Industriebahn der Siebenbürger Holzindustrie- Gesellschaft bei Kczdi- Vasarhely stieß eine Lokomotive mit einem Personen befördernden Wagen zusammen. Von den zwölf Insassen wurde eine Frau getötet, fünf Personen wurden schwer verletzt.- Auf der dänischen Insel Falster stieß ein von Nyköbing kommender Personenzug bei Eskildstrup mit einem Güterzug zusammen. Zwei Personen wurden getötet, mehrere verletzt.
† Ein Apotheker als Schmuggler. In Lindau wurde beim Landen eines Passagierdampfers ein Apotheker aus Rorschach am Bodensee verhaftet, weil er Sacharin über die Grenze schmuggelte. Diese Tätigkeit ist zwar in jener Gegend nichts seltenes. Allein bislang waren es Knechte und Arbeiter aus dem bayerischen Walde, die sich dort mit dem Schmuggel befaßten.
† Im Feuer umgekommen. Im Dorfe Hojslew in Dänemark brannte der Krug nieder. Von den Bewohnern des Hauses, die im tiefen Schlafe lagen, fanden der Krugbesizer, feine beiden Kinder und ein Mädchen den Tod in den Flammen. Nur die Frau konnte sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten.
† Orkan und Hagelschlag. In Groskanisza in Ungarn richtete ein mit Hagelschlag verbundener Orkan großes Unheil an. Die Schlossen erreichten die Größe von Taubeneiern. Fenster wurden zerschlagen und Firmentafeln abgerissen. Sogar eine Frau wurde von dem Hagel erschlagen. Die tiefer gelegenen Wohnungen wurden vom Wasser überflutet. Dabei herrschte tiefe Finsternis, da die Leitungen der elektrischen Straßenbeleuchtung unterbrochen waren.
† Das Unglücksfahrzeug. Im Lippeschen zwischen Barntrup und Alverdissen wurde ein Automobil infolge BremsenBruchs gegen einen Baum geschleudert. Die Maschine wurde zertrümmert, und sämtliche fünf Insassen wurden schwer berlegt.
† Ernteschaden durch Blikschlag. Auch über den Kreis Zauch- Belzig ist ein schweres Unwetter niedergegangen. In Schlalach bei Treuenbriegen zündete der Blizz. Es brannten drei Gehöfte mit voller Ernte ab. In der finsteren Nacht mußte man sich auf das Retten des Viehs beschränken. Trotzdem verbrannten zwei Pferde.
† Die Millionen- Beute des Scheck- Fälschers. In der CityNational- Bank in Newyork präsentierte ein unbekannter Herr, der einen durchaus vornehmen Eindruck machte, einen Scheck, ausgestellt von einem bekannten Newyorker Bankhause. Er erhielt daraufhin Wertpapiere im Betrage von 1 Million 300 000 Mark ausgezahlt. Erst nach 48 Stunden machte man die Entdeckung, daß der Scheck außerordentlich geschickt gefälscht war.
Waffe. kraft und Elektrizität. ( Von unserem technischen Mitarbeiter.) Das eifrige Suchen nach Verbilligung des elektrischen Stroms namentlich für praktische Zwecke hat die Blicke der Technifer schon lange auf die gewaltigen im Wasser aufgespeicherten und nuglos verloren gehenden Kräfte gelenkt. Hier und da sind schon entsprechende Anlagen entstanden, obwohl eine allgemeinere Anwendung noch immer, nament lich in Deutschland, unterblieben ist. In Oberitalien, in der Schweiz und in Frankreich hat man während der letzten Jahre große Fortschritte in der Ausmuzung von Wasserkräften zur Erzeugung von elektrischem Strom gemacht. Der Grund für das Zurückbleiben Deutschlands besteht zum Teil darin, daß Deutschland mit natürlichen Wasserkräften weniger gesegnet ist als andere Länder. Man muß sich ver. gegenwärtigen, daß es nicht so schr auf die Zahl und Wasser. menge der Ströme ankommt als auf ihr Gefälle. Ein ein drückliches Beispiel dafür liefert außer den eigentlichen Ge birgsländern das Königreich Schweden, das allerdings gleichfalls große Anstrengungen zur Verwertung von Wasserfräften gemacht hat.
In Deutschland kommen hauptsächlich Donau und Rhein mit ihren Zuflüssen in Betracht. Innerhalb des Gebiets der Donau sind es vorzugsweise die aus den Bayerischen Alpen kommenden Nebenslüsse, im Bereich des Rheins namentlich die Mosel, aus der etwa 100 000 Pferdestärken zu gewinnen sein sollen, vorausgesetzt, daß man die wegen des verhältnismäßig geringen Gefälles erheblichen Kosten der Anlage nicht scheut. In Bayern besteht seit 1899 ein staatliches hydrotechnisches Bureau, das planmäßige und gründ liche Messungen in allen Flußgebieten ausgeführt hat. Die sicheren Ergebnisse umfassen freilich zunächst erst etwa ein Drittel des Königreichs, schließen aber gerade die vom Nordabhang der Alpen kommenden Flüsse ein. Die Messungen sind in der Weise vorgenommen worden, daß die einzelnen bayerischen Flüsse in Abständen von 20-50 Kilometer aus ihre mittlere Wassermenge und auf das Gefälle geprüfi wurden. Daraus ließen sich dann die wirklich vorhandenen und die für die Ausnutzung in Frage kommenden Pferde
stärken berechnen. Um eine Verwertung überhaupt zu gestatten, muß ein Wasserlauf mindestens ein Gefälle von einem halben Meter auf ein Kilometer besitzen. Bezüglich der Donau ist bisher festgestellt worden, daß ihre auf Bayern entfallende Strecke nebst all ihren alpinen Zuflüssen eine rohe Wasserkraft von etwa 1,9 Millionen Pferdestärken aufweist. Davon wäre aber nur etwa ein Drittel, genauer 37 Proz. oder 700 000 Pferdestärken in nutzbare Kraft umzusetzen. Schäßungsweise ist die Wasserfraft am gesamten Nordabhang der Alpen auf 6 Millionen Pferdestärken bestimmt worden. Von jenen 700 000 Pferdestärken, die in Oberbayern verfügbar wären, ist bisher erst rund ein Zehntel, nämlich 75 000 zur Verwendung gefommen, während in der Schweiz und in den Desterreichischen Alpen schon 350 000 Pferdestärken oder 15 Proz. aus den natürlichen Wasserkräften gezogen werden. Es kommt für die weitere Entwickelung sehr darauf an, daß man von bornherein für eine der Wasserkraft abgerungene Elektrizitätsmenge auch die geeignete Verwertung finden kann. Obgleich ihre Verwendung in der neuesten Zeit, seit die Mittel für elektrische Kraftübertragung in großem Maßstab sich bedeutend entwickelt haben, viel günstigere Aussichten besitzt, als früher, so muß die Industrie doch immer ein Bedürfnis und ein Entgegenkommen für solche Unternehmungen zeigen. Bergbahnen, die an sich eine besonders vorteilhafte Ausnutzung der Wasserkraft darstellen, sind in ihrer Anlage an besondere Naturschönheiten und auch an das Vorhandensein sonstiger bequemer Verkehrsmittel gebunden; sie kommen daher nicht für alle Dertlichkeiten in Frage, wo sich die Wasserkraft gerade darbietet. Im übrigen haben die elektrochemische und die elektrometallurgische Industrie das meiste Interesse an Wasserkraftanlagen. Bekannt sind in dieser Hinsicht die Fabriken am Lech, am Rheinfall u. s. w. Immerhin sind die Flüsse der Bayerischen Alpen im Vergleich zu den Schweizerischen und Desterreichischen erheblich benachteiligt, weil die Höhe ihres Gefälls bedeutend geringer ist. Die Turbinenindustrie hat daher besondere Wege einschlagen müssen, um die Ausnukung von Wassermassen auch bei geringem Gefälle in befriedigender Weise zu ermöglichen. Als ein Muster auf diesem Gebiet wird die Kraftanlage der Carbidfabrik Lechbruck am Lech bezeichnet. Es ist anzunehmen, daß dies Kraftwerk bald mehrfach Nachahmung finden wird, um so mehr, als das Apengebiet an Steinkohlen arm ist.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Die Mädchenmörder von Hannover. Wegen Ermorbung der Mädchen Erna Schaere und Else Kassel wurde vom Schwurgericht zu Hannover der Postschaffner Büther zum Tode und 17 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Schut macher Paul erhielt wegen Begünstigung 2½ Jahre Gefängnis. Büther leugnete bis zum letzten Augenblick die Tat und nahm das Urteil mit zynischem Gleichmut entgegen.
§ Eisenbahnprozeß in Schneidemühl. Nach 14 Tage ardauernden Verhandlungen wurde in dem wegen groß Unterschleife auf der Cisenbahn angestrengten Prozeß das Urteil gesprochen. Der Bahnmeister Belke erhielt fünf Jahre zwei Monate Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust, die übrigen Angeklagten, Frau Belke, Viktor Friedeberg und Materialienverwalter Geburczyk wurden sämtlich freigesprochen.
§ Schlechte Bezahlung ein Verstoß gegen die gnten Sitten. Das Kaufmannsgericht in Berlin gab in einem Streitfall folgendes Urteil ab: Die Vertragsvereinbarung eines Gehalts von 25 Mark monatlich verstößt angesichts der Tätigkeit der Klägerin als Verkäuferin gegen die guten Sitten, sie ist daher unsittlich."
§ Postdefraudationen durch einen Zeitungsverleger. Wegen Hinterziehung von 4531 Mark, begangen durch Beförderung des Breslauer Generalanzeigers" mittels Erpreßboten längs der Glazer und Freiburger Bahnstrecke, wurde der Verleger Werle zu 34 964 Mart, sein Expedient zu 17 482 Mark und zwei Botenehepaare zu kleineren Geldstrafen, zusammen über 60 000 Mark Strafen verurteilt. § Herenglauben strafmildernd. In Zschocken in Sachsen schlug ein älterer Mann auf seinen Nachbar mit der Hacke ein und brachte ihm schwere Verlegungen bei, weil er ihn beschuldigte, daß er sein Vich behert habe. Das Gericht nahm den krassen Aberglauben des Angreifers als strafmildernd an und verurteilte ihn nur zu 200 Mark GeldStrafe und 500 Mark Buße an den Geschädigten.
§ Ein wegen Meineids verhafteter Bürgermeister. Bei einer Schöffengerichtsverhandlung in Fulda über eine ganz geringfügige Jagdpolizeiübertretung wurden der Bürgermeister einer der Landgemeinden des Kreises Fulda und ein reicher Bauer aus dem Biebergrund unter dem Verdacht des Meineids und der Verleitung dazu, vom Fleck weg berhaftet.
§ Das eigene Kind entführt. Der verwitweten Frau Amtsrichter Elteste war durch das Berliner Vormundschaftsgericht die Fürsorge für ihre zwölfjährige Tochter entzogen worden. Das Kind wurde in einer Pensionsanstalt in Groß- Lichterfelde untergebracht. Aus dieser entführte die Mutter es in Gemeinschaft mit ihrem Verlobten, dem Kaufmann Grimmling nach Amerika. Die Angeklagten mußten aber wegen Eristengsorgen nach Deutschland zurückkehren. Hier wurden sie wegen Entführung einer Minderjährigen in Berlin vor Gericht gestellt. Das Gericht nahm mildernde Umstände an, da die Frau aus reiner Mutterliebe gehandelt hätte, und verurteilte sie zu zwei Wochen, ihren Verlobten zu einer Woche Gefängnis.
§ Sechs Jahre Zuchthaus. Der Arbeiter Paul Schulze in Berlin wurde vom Schwurgericht wegen Raubanfalls zu sechs Jahren Zuchthaus und zehnjährigem Ehrverlust ver. urteilt. Der 21jährige Verurteilte hatte am 12. April d. I. die 68jährige Schankwirtin Krüger am Stralauer Plat in Berlin überfallen, sie durch Schläge mit einem scharfen Gegenstand schwer verletzt und dann den Inhalt der Kasse geraubt.
§ Kammerfrau und Prinzessin. Die Beleidigungsklage des Fräulein Milewska gegen die Prinzessin Henriette von Schleswig- Holstein, die vor dem Schöffengericht in Kiel zum Austrag kommen sollte, ist nicht zum Abschluß gelangt. Längere Vergleichsverhandlungen scheiterten. Die Prin zessin soll Frl. Milewska in einem Briefe beleidigt haben. Das Gericht beschloß die Vertagung, um den Gewährsmann der Prinzessin, den nach Korea abfommandierten Leutnani Eichborn, fommissarisch darüber zu vernehmen, ob der Inhalt des Briefes der Prinzessin mit seinen Angaben über einstimme. Die Prinzessin war nicht erschienen. Fräulein Milewska war anwesend. Frl. Milewska war früher Kam
merfrau und Gesellschafterin bei der Herzogin Amalie von Schleswig- Holstein. Im Jahre 1901 wurde sie in Kairo, wo sie mit der Herzogin weilte, durch Herrn von Blumenthal verhaftet und nach Port Said gebracht. Als Grund für die Verhaftung wurde angegeben, sie habe die Herzogin Amalie bestohlen, obwohl diese selbst die Unschuld der Milewska beteuerte. In dem Diebstahlsprozeß, bei dem übri gens eine Freisprechung fast sicher ist, kam der Brief der Prinzessin Henriette zur Verlesung. Darauf strengte Frl. Milewska die Beleidigungsklage an.
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** Der Großherzog farrer zu Burg- Gemünden Dedborn übertragen. ** Der Großherzo Aranmunalforftwart Softe as Anlaß feiner mit folgenden Berfegung in Ehrenzeichen mit der Inf Auszeichnung. Regiments Nr. 116, D6 ft vom Mikado bas
§ Verurteilung eines Mörders. Der Mechaniker Karl Martin, der am 16. September die 24jährige Ehefrau Loll in Halle mit einem Beile erschlug, wurde vom Schwurge richt zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt.
§ Graf Pückler verurteilt. Von der zweiten Straffammer des Landgerichts I zu Berlin wurde Graf Pückler wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeit, begangen in einer Rede zu Bernau, zu 600 Mark Geldstrafe verurteilt. Auf Grund des seinerzeit von dem Gerichtshofe gefaßten Beschlusses er. folgte die Vorführung des Angeklagten durch den Gendarmerie- Wachtmeister von Klein- Tschirne, weil der Graf zu dem ersten in dieser Sache anstehenden Termin nicht er. schienen war.
Kunft und Wilrenichaft.
Dldens der aufgehenben b. Lindenau, der bis vor Generalftabe war, hat nac Feldzuges ein Wert verf Erieges einer eingehenden R ihre Anhänger und e egner Schriftsteller weithin befann ihr entgegentrat, bezeichnete in Unterhause als das eing Das Feldzuges richtig geo Freifen erfannte man gleidfa übertrug fie in Japan fche des Studiums. Zweifellos rlich beendeten, für die erlaufenen ruffifch- japanisch Mabo fich veranlagt fich einen so hohen Orden aus v. Bindenau die Genehmigu ** Das Schwu Camstag den Arbeiter Südingen einen Landwi aus. Das Urteil wu gesprochen. Wir fommen Landlung zurüd.
LM Neue Polar- Forschungen. Die berühmtesten Geographen und Polarforscher haben vor kurzem in einer Zusammenkunft in Mons in Belgien und unter Zustimmung der übrigen, dort nicht erschienenen Forscher beschlossen, eine doppelte Expedition nach dem Nordpol und nach dem Südpol zu veranstalten. Die Beihilfe einer Anzahl Regierungen steht schon jetzt fest. Im nächsten Jahre beabsichtigt die belgische Regierung, sämtliche Polarforscher nach Brüssel einzuberufen, um das Programm für die Expeditionen feſtstellen zu lassen. Die Ausfahrt wird ungefähr nach drei Jahren erfolgen.
LM Antiker Fund. In Mainz wurde bei Erdarbeiten ein sehr wertvoller Fund aus der Römerzeit zutage gefördert. Es ist eine Jupiter- Statue aus Bronze, von der allerdings nur einzelne Teile vorhanden sind. Diese aber sind mit Skulpturen von großer fünstlerischer Schönheit bedeckt. Vollständig erhalten ist der Sockel, der einen bedeutenden Umfang und eine Höhe von weit über 8 Meter hat. Die an dem Sockel befindlichen Bildhauerarbeiten zeigen fünf reich mit allerlei Götterdarstellungen verzierte Säulentrommeln; ferner sind drei weibliche Gottheitsgestalten noch ziemlich gut erhalten. Auf der Vorderseite des Sockels befindet sich eine lateinische Inschrift, aus 22 kleineren und größeren Steinen zusammengesetzt.
AR Der Preis des Königs Humbert. Der vom König Humbert ausgesette internationale Preis von 2500 Lire für die beste Arbeit oder die beste Erfindung auf dem Gebiete der orthopädischen Chirurgie aller Länder während der legten fünf Jahre ist dem Dr. Oskar Vulpius, Professor der orthopädischen Chirurgie in Heidelberg, für seine Arbeiten auf dem Gebiete der Lähmungstherapie zuerkannt, insbesondere für sein Buch„ Die Sehnenüberpflanzung und deren Verwertung in der Behandlung der Lähmungen". Professor Vulpius hat die Summe zum Besten eines im Großherzogtum Baden zu errichtenden Krüppelheims zur Verfügung gestellt.
Vermischtes
= Zum Alter der Vögel. In München hat ein Bürger drei Vögel im Besitz, die sich eines für ihre Art recht statt lichen Alters erfreuen. Es sind das eine Turteltaube, die 26 Jahre, eine zweite, die 22 Jahre, und ein Sperling, der neun Jahre alt ist. Alle drei Vogel- Senioren sind noch lustig und freuen sich ihres Daseins.
=
Nach
Eine verirrte Kleinbahn. In der böhmischen Station Tannenberg hatte der Weichensteller eines Abends die Weiche falsch gestellt, und der Zug lief auf die Strecke der Kleinbahn Kamnit- Tetschen statt nach Nöhrsdorf- Leipa. dem das Züglein eine ganze Weile fortgedampft war, kam dem Lokomotivführer die Gegend doch einigermaßen anders bor, und er hielt an. Die Passagiere, die in der Dunkelheit bom falschen Wege nichts bemerkt hatten, kamen in Aufregung. Bald verständigte man sich aber, und der Zug lies rückwärts, bis er in der Station auf den rechten Weg gebracht werden konnte.
=
Ein Blinder sehend geworden. In Nordhampton ging ein vollständig erblindeter Mann tastend über die Straße. Dabei lief er mit dem Kopf derartig gegen einen Briefkasten, daß er das Bewußtsein verlor. Als er wieder zu sich kam, bemerkte er, daß er über die Straße sehen konnte. Der Mann soll tatsächlich durch den Stoß das Augenlicht wiedergewonnen haben.
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Eine riesige Brücke. Die große Brücke über den Zambesi- Strom in der Nähe der Victoria- Fälle ist fürzlich eröffnet worden. Sie ist eine englische Meile lang und befindet sich 130 Meter über dem Wasserspiegel. Die Höhe ist eine geradezu schwindelerregende. Die Wassermasse, die über die Felsenwände hinabfällt, ist so schwer, daß sie in der Tiefe nebelförmige Massen bildet, die sich Hunderte von Metern in die Luft erheben, als ein ständiger Brunnen, der meilenweit, je nach dem Stande der Luft, das Land mit Feuchtigkeit versieht.
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Rudolf Goll, Held Herbert Gerders, Sugo Freytag, Se Reinhold Lüttjohar Sermann Steingoet Georg Wittmann, Georg Mendel, 1. Adolf Lippert, 1. Hans Föhle, jugent Sugo Neuert, Väter Balentin Rauninger) Mor Herrscher, ö Rudolf Franz, Char Ferdinand Räsmann, Sugo Areyfing, Klein
= Die größte Handelsstadt der Zukunft. In Frankreich faßt man die Vereinigung der drei großen Industrieſtädte Lille, Tourcoing und Roubaix ernstlich ins Auge. Um den grandiosen Plan zu verwirklichen, soll Lille mit Tourcoing und Roubaix durch eine große Straße verbunden werden, die der Ausbreitung von Handel und Verkehr in den drei Städten des nördlichen Frankreich förderlich und auch vom hygienischen Standpunkte aus empfehlenswert sein würde. Der Generalrat hat schon das Projekt eines 50 Meter breiten Boulevards genehmigt, der, von Lille ausgehend, nach Wasquehall abzweigen und auf der einen Seite in Tourcoing, auf der anderen in Roubair enden wird. Dieser Boulevard soll von einem Tramway durchlaufen werden, der auch die inneren Teile der drei Städte verbinden wird. Sicherlich werden auf beiden Seiten des Boulevards bald große und schöne Gebäude entstehen, so daß sich die Verschmelzung der drei großen Induſtrieſtädte schnell vollziehen wird,
Rarl Frey, Kleine R
Elfriede Bayrhammer, Lia Maurice, Heroinen Lily Donecker, Sentime Bilhelmine Schellenber Dora Schuh, Luftfpielfe Marga Ruf, Soubretter


