Nab und fern.
† Von der Cholera. Die verdächtigen Erkrankungsfälle mehren sich, und zwar nicht nur unter den aus Rußland kom menden Flößern. Auch bei Kindern, die in Kulm und in For don im Krankenhause liegen, ist die Cholera festgestellt wor den. In der Umgegend von Rastenburg sind ebenfalls meh rere Personen unter verdächtigen Erscheinungen erkrankt. Dort handelt es sich um eine mit ihrer Familie aus Bochum über Berlin nach Ostpreußen zurückgekehrte Arbeiterfrau na mens Duddey. Die Familie besuchte zunächst den Vater der Frau Duddey, den Gutskämmerer Hellmig in dem Orbe Baaris, und siedelte dann an dem gleichen Tage nach Warnifeim über. Frau Duddey ist in der Nacht vom 30. zum 31. August gestorben. Aerztlicherseits wird angenommen, daß die Familie während der Eisenbahnfahrt auf irgend einer Station verseuchtes Wasser getrunken hat. Auch in einer Vorstadt von Lemberg sind Cholerafälle vorgekommen, die dorthin verschleppt sind. In der Familie eines Flußschiffers, der im Weichselgebiete in brengen gearbeitet hat und erst fürzlich heimgekehrt war, erkrankten drei Personen, davon ist eine genesen, zwei sind gestorben. Zu gleicher Zeit ist ein wandernder Uhrmacher, der in der Familie des Flußschiffers verkehrte, gestorben.
† Eine Fabrik abgebrannt. In Bramsche wurde die große Tapetenfabrik von Gebr. Rosch u. Co. ein Opfer der Flammen. Das Etablissement, das zweihundert Arbeiter beschäftigte, brannte vollständig nieder.
† Tod durch Fliegenstich. Ein in der Mühle zu Wolters. dorf in Baden angestellter Aufseher ist infolge eines Fliegen stiches gestorben. Durch die Obduction der Leiche wurde festgestellt, daß durch den Stich der Fliege Milzgift auf den Unglücklichen übertragen war, so daß er an Milzbrand sterben mußte.
† Mord aus Eifersucht. Ein Schlossermeister in Reichenberg in Böhmen erschoß mit einem Revolver seine frühere Wirtschafterin, eine 47jährige Frau. Der Mörder stellte sich selber dem Staatsanwalt, gab als Motiv seiner Tat Eifersucht an und schloß seine Selbstanklage mit den Wor ten:„ Sie wollte glücklich mit anderen leben, mich jeden Tag verhöhnen, und das ertrug ich nicht." Der Mörder ist ver heiratet, lebt jedoch von seiner Frau getrennt.
† Vergiftungen durch Bilze. In Mühlau in Tirol ist der Schloßkaplan Padueni infolge Genusses giftiger Pilze ge sterben, und auch seine Wirtschafterin, die von dem Gerichte gegessen hatte, ist schwer erfrankt. In Weilheim hatten ein Kaufmann und seine Gattin sich ein Gericht Pilze selber gesammelt. Als sie daven aßen, erkrankten beide tödlich.
† Unglück beim Marisc- Manöver. An der Küste von Bela stieß bei einen Nachtmanöver das österreichische Torpedoboot 38" mit dem Hochsee- Torpedoboot„ Satellit" zusammen und sank sofort. Von der aus 16 Mann bestehenden Besatzung wurden 9 Mann durch das Hochsee- Torpedo boot gerettet. Sieben stürzten ins Meer, darunter zwei Offiziere und drei Matrosen, die im Laufe der Nacht auch noch gerettet wurden.
† Blutige Familien- Tragödie. In Budapest schlug ein Gastwirt seine Ehefrau zweimal mit der Art über den Kopf. Dann schnitt er ihr mit einem Küchenmesser die linke Wange auf und stieß sich das Messer selber in die Brust. Die beiden Eheleute wurden in sterbendem Zustande in das Hospi tal gebracht. Schlechter Geschäftsgang und fortgesetter Ja milienzwist sollen den Mann zu der Schreckenstat veran laẞt haben.
† Mord an einem Verteidiger. In Perugia wurde der
Advokat Bianchi ermordet aufgefunden. Er hatte seiner zeit den aus dem Chinafeldzug befannten italienischen Leut nant Modegno verteidigt, der beschuldigt war, seine eigen Ehefrau ermordet zu haben.
† Bücherdiebstahl im Vatikan. In einem Landhause ir den vatikanischen Gärten wurden Bücher im Werte vor 40 000 Lire entwendet. Der Dieb soll ein Gendarm de: Vatikans sein.
† Einsturz eines Zirkus. In Silles in Spanien stürzt ein Zirkus ein, der dort Vorstellungen gab. Bei der Katastrophe wurden zwei Personen getötet und eine groß Anzahl anderer verletzt, darunter achtzehn schwer und sieben tödlich.
† Gesunkenes Schiff. An der Küste von Florida ist de Dampfer Peconic" gesunken. Dabei ertranken zwanzig Mann der Besa'
† Vom Spremberger Eisenbahnunglück. Bei dem Eisen: bahnunglück von Spremberg sind mehrere Gepäckstücke der Reisenden teils gestohlen, teils ihres Inhalts beraubt worden. Eine Reihe wertvoller Gold- und Silbersachen werde. bermißt.
† Vom Altenbekener Tunnel. Für die Arbeiten im eingestürzten Altenbekener Tunnel hat die Eisenbahnbehörde militärische Hilfe erbeten. Ein starkes Kommando der Eisenbahnbrigade wird unter Führung mehrerer Offiziere nach Altenbeken abgehen, um dort bei den ziemlich gefährlichen Abbauarbeiten tätig zu sein.
† Ein spätes Geständnis. Vor fünfzehn Jahren war in Schildesche bei Bielefeld ein Bauernsohn Voß verschwunden. Alle Untersuchungen führten nicht zum Ziele. Jetzt hat, bon Gewissensbissen getrieben, der Vater des Verschwundenen einem Nachbar erzählt, der jüngere Bruder, der mit seiner Familie in bitterer Feindschaft lebte, sei eines Nachts bom Militär auf Urlaub gekommen und habe den Bruder mit dem Seitengewehr im Bette erschlagen. Dieser jüngere Bruder ist bald nach seiner Entlassung vom Militär gestorben.
† Neue Defraudationen in Paris. Ein dreißigjähriger Beamter einer französischen Bank verstand es, sich 98 000 Francs auf Schecks auszahlen zu lassen, während das Depot einen ganz unbedeutenden Betrag aufweist. Der Betrüger ist mit seinem Staube flüchtig.
† Verhaftete Einbrecher. Die Pariser Polizei hat die Mörder, die den Nachtwächter in der Goldwarenfabrik Crossac ermordet und für 60 000 Francs Goldwaren geraubt hatten, ermittelt und zwei bereits verhaftet. Es sind zwei junge Burschen im Alter von 18 und 19 Jahren aus anständigen Bürgerfamilien. Der dritte Täter, ein junger Mann von 18 Jahren, ist noch nicht gefunden. Er war früher in dem Geschäft beschäftigt und ist der Anstifter der Mordtat.
Hus dem Gerichtsfaat.
§ Der Streit um das Kind. Die geschiedene Gattin des Professors von Lenbach, die sich mit dem Prof Dr. Schweninger wieder verheiratet hat, hatte gegen die Witwe des Künstlers einen Prozeß auf Herausgabe ihres erſtehelichen Kindes, Marion, angestrengt. Das Landgericht München hatte der Klage stattgegeben. Auch in der Berufungsinstanz ist Frau v. Lenbach jetzt zur Herausgabe des Kindes verurteilt worden.
§ Verurteilung französischer Kolonialbeamter. Die Grausamkeiten in Französisch- Kongo, die von den Beamten Hans und Toque an Eingeborenen begangen wurden, erregten bei ihrem Bekanntwerden vor einiger Zeit allgemeine Entrüstung. Jetzt sind die beiden Unmenschen vor dem Gerichtshofe in Brazzaville abgeurteilt worden. Sie erhielten je fünf Jahre Kerker.
Vermischtes.
= Aus Angst die Sprache wiedergewonnen. Die Frau eines Kaufmannes in einer holsteinischen Ortschaft hatte durch einen Blißschlag die Sprache verloren. Um einen Spezialisten zu konsultieren, reiste die Frau in Begleitung ihres Mannes nach Kiel. Im Wartesaal des Bahnhofs fragte sie der Mann, ob sie eine Erfrischung wünsche, und die Frau antwortete mit einem kräftigen Ja!" Die Angst vor der bevorstehenden Untersuchung hatte ihr die Sprache wiedergegeben.
Unfreiwilliger Humor. In einer ländlichen Ortschaft in der Provinz Sachsen wurde der von dem Schweineversicherungsverein gefaßte Beschluß, der die Mitgliedschaft auf die einheimischen Besitzer des Borstenviehs beschränkte, durch den Ausrufer wie folgt bekannt gegeben:" In der gestrigen Schweineversammlung wurde beschlossen, auswärtige Schweine nicht mehr in den Verein aufzunehmen!"
§ Sonderbare Feuerwehrleute. Vierzehn Mitglieder der Feuerwehr zu Thalheim im Erzgebirge standen vor dem Schöffengericht. Sie hatten bei ihrer Rettungsarbeit aus der brennenden Niederlage eines Handelsmannes Klei dungsstücke, Tücher u. a. gestohlen. Auch ein Faß Wein mor verschwunden, über dessen Verbleib nichts bekannt ist. Die braven Wehrmänner erhielten Gefängnisstrafen von 10 Tagen bis zu einem Monat und 5 Tagen,
§ Der Geheimbundprozeß in Gleiwik. Den Angeklagten in dem beim Landgericht in Gleiwig anhängig gemachten polnischen Geheimbundprozeß ist den Angeklagten zugegangen. Außer dem verhafteten Agitator Johann Wycisk aus Zabrze sind noch 23 Personen, darunter Frauen, Mädchen und Lehrlinge, angeschuldigt.
werden kann.
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Lokales.
2. September 1905.
*** Manöver. Die Brigade Manöver werden heute zu Ende geführt und die Divisions Manöver nehmen Montag ihren Anfang. Die 49. Infanterie- Brigade, der auch unsere 116er angehören, manövriert heute im Gelände von Kronstein, Eppstein und Wehen. Die gestrigen Uebungen wickelten sich in Gegenwart des Generalinspekteurs v. Lindequist und des kommandierenden Generals des 18. Korps- v. Eichhorn ab. Kaiserparade. Von zuständiger Seite gehen uns einige Mitteilungen zu, mit deren Bekanntgabe allen denjenigen gedient sein wird, welche am 5. Sept. der Kaiserparade als Buschauer beiwohnen. Vor allem ist die vielfach aufgeworfene Frage zu beantworten, welche besonders die Damen beschäftigt: Was ziehe ich an?" Hierzu sei gesagt, daß für Herren sowohl als auch für Damen Promenadenanzug sich empfiehlt. Schwarzer Anzug ist möglichst zu vermeiden, ebenso Cylinder und aroße Federhüte. Da Restaus ration nicht vorhanden, empfiehlt es sich, das nötige in einem Körbchen mitzunehmen, das unter dem Sitz abgeftelt Ein frühes Hinausfahren ist angeraten, da unterwegs bei solchem Riesenverkehr erfahrungsgemäß immer Stockungen eintreten. Die Pläße auf der offiziellen Tribüne müssen bis 349 Uhr eingenommen sein, die Berade beginnt um 9 Uhr. Das Rauchen auf der Tribüne ist wegen der Feuersgefahr polizeilich verboten. Die auf der Tribüne ftationierten Unteroffiziere haben daselbst die Ordnung zu überwachen, vor allem auch das Stehen in den Gängen oder gar auf den Bänken zu verbieten, da die Tribüne nur nummerierte Sigpläge hat. Die Parade dauert ca. 32 Stunden und schließt mit dem zweiten Vorbeimarsch. Danach pflegt der Kaiser die Generalität und die Kommandeure vor der Tribüne um sich zu versammeln zur Abhaltung der Kritik, welche etwa 10 Minuten in Anspruch nimmt. Vor dem Abritt des Kaisers darf fein Wagen wegfahren. Ueber das Paradebild sind wir in der Lage folgende Details mitzuteilen. Der Kaiser nimmt mit der Kaiserin und dem Gefolge vor der Tribüne Aufstellung. Die an der Parade teilnehmenden Truppen stehen in zwei Treffen. Das erfte Treffen umfaßt die Infanterie, die Fußartillerie, die Maschinengewehrabteilung, die Pioniere, die Unteroffizierschule Biebrich und die Telegraphen- Abteilung. Im zweiten Treffen stehen die Kavallerie, die Artillerie und der Train. Der Vorbeimarsch erfolgt von Südwest nach Nordost und zwar der des ersten Treffen in folgender Reihenfolge: 1. Leibgendarmerie.
2. Inf. Reg. Nr. 87, Garn. Mainz.
3.
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88,
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4. Füs. Reg. Nr. 80, Wiesbaden, 3. Bat. Homburg v. d. H. 5. Inf. Reg. Nr. 81, Garn. Frankfurt a. M.
6.
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166,
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Hanau.
7. Leibgarde- Inf. Reg. Nr. 115, Garn. Darmstadt.
8. Inf. Reg. Raiser Wilhelm Nr. 116, Gießen. 9. Inf. Reg. Nr. 168, 2. Bat. Offenbach, 1. Bugbay.
10. Inf. Leibreg. Großherzogin Nr. 117, Mainz. 11. Inf. Reg. Nr. 118, Garn. Worms.
12. Bab. Leib- Gren.- Reg. Nr. 109, Karlsruhe.
18. Unteroffizier- Schule Biebrich.
19. Fuß Art. Reg. Nr. 3, Garn. Mainz. 20. Pion.- Bat. Nr. 21, Garn. Mainz. 21. Telegr. Abt., 18. Armee- Rorps.
Das zweite Treffen defiliert folgendermaßen: 1. Garde- Drag. Reg. Nr. 23, Garn. Darmstadt. 2. Leib24,
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3. Bad. Leib- Drag.- Reg. Nr. 20, Karlsruhe. 4. Bab. Drag. Regt. Nr. 21, Garn. Bruchsal.
5. Bayr. Ul. Reg. Kaiser Wilhelm II. Nr. 1, Bamberg. König Nr. 2, Garn. Ansbach.
6.
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7. Drag. Reg. 6, Garn. Mainz.
8. Ul.- Reg. Nr. 6, Garn. Hanau.
9. Schles. Drag.-Reg. Nr. 15, Garn. Hagenau. 10. Nass. Feld. Art. Reg. Dcanien Nr. 27, Mainz 11. Frantfurt Nr. 63, Frankfurt. 12. Heff. Feld- Reg. Nr. 25, Garn. Darmstadt.
13.
15.
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61,
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14. Bad. Feld. Art. Reg. Nr. 14, Garn. Karlsruhe. 50, 16. Ruths. F.-A.-R.( Reit. Abt) Nr. 11, Frizlar. 17. Train- Bat. Nr. 18, Garn. Darmstadt.
* Veteranen- Zusammenkunft. Die Angehörigen der 7. Komp. des 2. Großh. Inf. Reg. Nr. 116, welche den Feldzug von 1870/71 mitgemacht haben, hatten der " Darmst. 8tg." zufolge auf Sonntag, den 10. September, eine Zusammenkunft in Bußbach vereinbart. Der Kaisermanöver wegen soll nun die geplante Versammlung erst Sonntag, den 17. September, nachmittags 3 Uhr stattfinden.
Rohrbach und Düb die je eine fornge einäfferten.
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** Von Seiten einiger Gastwirtsverbände wird der Busammenschluß aller Verbände und Vereinigungen zu einem Reichsverband der Gastwirte angestrebt.
*** Fleischteuerung. Heute tritt der Vorstand des hessischen Städtetages in Hersfeld zu einer Sigung zusammen, um über die Aufhebung der Grenzsperre für Schlachtvieh zu beraten.
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** Nene Mineralquellen. In letzter Zeit sind bei Selters an der Linie Stockheim- Gedern zwei neue Mineralquellen freigelegt worden, die man Benediktussprudel und Klosterbrunnen benannt hat. Während letzterer eine Sole ist, gleicht der Benediktussprudel hinsichtlich seiner Busammensetzung dem von Kissingen. Da die Quellen sehr anmutig liegen, geht man mit dem Plane um, an ihnen eine Trint- und Badekur einzurichten. In Gießen ist bereits eine Gewerkschaft„ S: lters" in der Bildung begriffen, die dem Projekte näher treten will.
* Neue Marken. Am 1. Oftober steht die Ausgabe neuer Postwertzeichen für Deutsch- China und Kiautschou in Aussicht. Die Aenderung wird darin bestehen, daß an Stelle der bisherigen Wertangabe in Mark und Pfennig die bem chinesischen Münzsystem näherstehende Bewertung nach Dollar und Cent tritt. Es steht überhaupt eine große Umwälzung auf dem Gebiete der deutschen Reichs- und Kolonialpostwertzeichen bevor, insofern in der Reichsdruckerei Versuche mit dem Druck der Marken auf Wasserzeichenpapier borgenommen werden sollen. Seit den ältesten preußischen Marken, die vor mehr als 50 Jahren in Gebrauch waren und als Wasserzeichen einen Eichenfranz hatten, sind auf den Freimarken der preußischen, norddeutschen und Reichspoftverwaltung Wasserzeichen, ein gutes Mittel gegen Nachahmungen und Fälschungen, nicht mehr zur Anwendung gekommen.
*** Gießener Volksbad. Im August wurden verabreicht 10170 Bäder gegen 15753 im Juli 1905 und 10513 im August 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 328 Bäder gegen 508 im Juli 1905 und 339 im August 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4633 Männer, darunter 721 zu 10 Pfg. 1702 Frauen,
401
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Wannenbäder: 1. Kl. 260 Männer, 157 Frauen"
2. RI. 640
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Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 132 Männer, 36 Frauen.
Brausebäder 1689 Männer, 370 Frauen. Die Personenwage wurde von 320 Personen benußt, das Bad von 11 Personen besichtigt.
?? Reiskirchen, 1. September. Unglück. Beim Einsteigen in den Zug wurde einem kleinen Kinde auf hiesiger Station durch die zuschlagende Coupeetür eine Hand vollständig zerquetscht.
** Laubach, 1. September. Gaszentrale. Der Süddeutschen Gasgesellschaft ist behördlicherseits die Konzession erteilt worden in, Laubach die geplante Gaszentrale zu errichten. Es wird jezt unverzüglich mit der Errichtung begonnen werden.
? Hungen, 1. September. Im Defanate Hungen sollen 2 Gemeindeschwestern für Krankenpflege angestellt werden. Die Defanatskasse übernimmt erforderlichen Falles die Ausbildungskosten.
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Hungen, 1. September. Fohlenweide Tiergarten. Wegen der außergewöhnlichen Dürre und des ungünstigen Futterstandes auf den Weideschlägen ist der Schluß der diesjährigen Weideperiode bereits am 16. September.
§ Bad Nauheim, 1. September. Diebische Mengergefellen. Hier sind zwei Meßgerges llen verhaftet worden, die längere Zeit hindurch bedeutende Fleischdiebstähle verübten. X Biedenkopf, 1. September. Der Geigendieb als Händler. In Breidenstein entwendete ein Handwerksbursche dem Lehrer die Geige und verkaufte sie hier für 35 Pfg.
K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.40-3 80 mt., Stroh 2.30-2.40 Mt.
13. Bad. Gren.- Reg. Kaiser Wilhelm I, Nr. 110, Garn. Alles per 50 kilo. Mannheim, 2. Bat. Heidelberg.
14. Inf. Reg. Nr. 25, Garn. Rastatt.
15.
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16. Maschinengewehr- Abt." Nc. 2," Garn. Bitsch.
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§ Mainz, 1. September. Defizit der Krankenkasse. Die Rechnung der hiesigen Ortskrantenfasse für das letzte Jahr schließt mit einem Defizit von 43 000 t. ab.
? Rohrbach, 1. September. Blikschläge. Vor einigen Tagen zog über unsere Gegend ein heftiges Gewitter. In
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