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Belgische Bürgermeister beim Vaufett. Anläßlich der Feier der Unabhängigkeit des belgischen Staates waren seitens des Landes die Bürgermeister aller belgischen Städte zu einem Bankett geladen. Der Restaurateur Smedt, der das Mahl herzurichten hatte, hat nunmehr an die Behörde eine Eingabe wegen Ersatz des entstandenen Schadens ge­richtet. Er konstatiert, daß die festfeiernden Bürgermeister ihm verantwortlich seien für 1246 zerbrochene Weingläser, 730 zerbrochene Teller, 67 Salatschüsseln und Fruchtschalen, die alle hoffnungslos zertrümmert seien. Da es sich um etwa 2000 Bürgermeister handelte, kommt auf den Mann mehr als je ein zertrümmertes Stück. Noch böser ist ein weiterer Zusatz der Eingabe: Es fehlen 17 silberne Saucen­schiffchen, 37 eingelegte Senfgefäße, 29 silberne Salzfässer. Sogar 250 leinene Servietten und 89 Serviettenringe haben die Bürgermeister als Andenken an das Fest mitgenommen.

Von Religion prosaisch. Eine ganz neue Religionsart hat jüngst vor einem Wiener Gerichte hose cine Frau angege ben, die in einem Ehrenbeleidigungs- Prozesse als Ange­flagte vor den Schranken stand. Auf die Frage des Richters nach der Konfession entspann sich folgendes Gespräch: An­geflagte: Ich bin eine Proselytin. Richter: Sie wollen wohl Protestantin sagen. Angefl.: Nein. Eine Prosely­tin. Richter: Was heißt das?- Angel.: Ich war katho­lisch, habe dann einen Israeliten geheiratet. Richter: Ah so, Sie sind also Israclitin geworden. Also: Religion mosaisch. Angekl.: Bitte, prosaisch". Ich bin eine Pro­

selytin!

Herenglauben in England. Wie stark in der Landbe: bölkerung Englands noch immer der Aberglaube grassiert, beweist ein Vorkommnis, das neuerdings aus einem Dorfe in der Grafschaft Norfolk berichtet wird. Dort war eine alte franke Frau dem Tode nabe gebracht, weil niemand ihr Nahrung brachte, aus Furcht, mit einer Here in Berührung zu kommen. Als ein Beamter davon hörte, besorgte er der ten eine Pflegerin, die jedoch nach der ersten Nacht streikte, mit der Behauptung, daß die Kranke während der Nacht eine Unterhaltung mit dem Teufel gehabt habe. Mit einer zweiten Pflegerin mach'e man dieselbe Erfahrung, und als die Frau schlich; lich starb, mußten die Magistratsbeamten sie selbst in den Sarg legen und becrdigen, da keiner der Dorf­bewohner mit der Here etwas zu tun haben wollte. = Die Ursachen der Schuler- Selbstmorde. Auf Grund amtlichen Materials hat Professor Eulenburg soeben ermit. telt, daß die Gesamtzahl der Selbstmorde, die von Schülern in Deutschland in der Zeit von 1883 bis 1890 begangen

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find, nicht weniger als 950 beträgt. Der Forscher stellt so­dann Untersuchungen in der Richtung an, welchen Anteil Haus und Schule an dem Zustandekommen der Schüler selbstmorde haben mögen, und kommt dabei zu dem Ergeb­nis, daß sich die Wagschale unzweifelhaft tief zu Ungunsten des Hauses herabsenten müsse. Gewiß sei auch die Schule mit ihrer viel zu geringen Berücksichtigung der Schülerindi­vidualitäten nicht von der Mitschuld freizusprechen, aber das Uebel, das schließlich zu der traurigen Erscheinung der Schülerselbstmorde führt, liege doch hauptsächlich in den Mängeln des Familienlebens und der häuslichen Erziehung. = wine angenehme Ehefrau. Vor dem Polizeikonimis­ariat der Leopold in Wien erschien ein aus Deutsch­and stammender Kaufmann und brachte zur Anzeige. daß er vor kurzem die ungarische Sängerin Josefine Weiner ge­jeiratet habe. Schon am Tage nach der Hochzeit war seine Frau aus der Wohnung verschwunden, und er hörte nichts on ihr, bis vor einigen Tagen ein Brief seiner Gemahlin einlief, in dem sie ihren Mann in den Prater bestellte. Neu­gierig, was seine Frau ihm zu sagen habe, ging er hin, war­ete aber vergeblich. Als er nach Hause fam, fand er seine Wohnung ausgeräumt. Seine liebe Frau war mit einem Möbelwagen gekommen und hatte das Mobiliar fort­Jeschafft, während der Mann ihrer im Prater harrte. Nun endlich sah er, daß er einer Hochstaplerin zum Opfer ge= fallen sei.

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Gegen die Spielwut in China. Der Gouverneur der hinesischen Provinz Kwangsi hat sich genötigt gesehen, gegen Die dort in unheimlicher Weise grassierende Spielwut mit größter Entschiedenheit vorzugehen, nachdem Verbote und Ermahnungen sich als fruchtlos erwiesen haben. Beamte, die beim Spielen ertappt werden, sollen entlassen, alle an beren Personen mit schweren Freiheits- und Prügelstrafen belegt und ihre Güfer eingezogen werden. Gewerbsmäßige Spieler sollen lebenslängliche Gefängnishaft, jeder, der bei einmaligem Spielen ergriffen wird, soll fünfzehn Jahre er­halten. Mit zehn Jahren soll belegt werden, wer Spiel­artikel kauft oder verkauft. Der Gouverneur hat dem Oberrichter befohlen, sofort große Gebäude zu mieten und sie als Gefängnisse einzurichten, in denen die Spieler Auf­nahme finden sollen. Nach beendeter Haft sollen die Spie­ler Besserungsanstalten übergeben werden, um dort ein Handwerk zu erlernen.

Sprechende Bäume. Die Große Oper in Paris hat für die kommende Saison eine Tondichtung angenommen, in der Bäume als handelnde Personen auftreten. Das Werk heißt Der Wald", der Tert ist von Laurant Tailhade, die Musik von Sovard, dem Direktor des Lyoner Konservato­riums. Die Eichen, Birken, Buchen, Cypressen werden, von ersten Künstlern der Comédie Française dargestellt, sich ihre Leiden und Freuden erzählen, während die Musik melo­dramatisch die Zwiesprache begleitet.

= Die Rache der Pariserin. Mademoiselle Adrianne Bel, eine pikante Pariserin von achtzehn Jahren, verstand es, einem Berliner Herren, der soeben auf der Durchreise die Freuden der Seine- Stadt genoẞ, in einem Restaurant seine Brieftasche mit 1700 Francs zu entwenden. Als man sie faßte, leugnete sie den Diebstahl keineswegs, sondern suchte denselben mit patriotischen" Gründen zu erklären. Ihre Eltern, so erklärte die hoffnungsvolle junge Dame, seien im Jahre 1870 durch den Einmarsch der Preußen völlig rui­niert, und als gute Tochter verfolge jie nun den Nacheplan, jeden Preußen, der ihr in den Weg laufe, zu schädigen.

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Auch ein Geschäftsmann. An einem besonderen Falle, der vor kurzem in einer großen Stadt Mitteldeutschland passiert ist, wird das Gebaren gewisser moderner Geschäfts: leute wie folgt geschildert: Er ist Bauunternehmer, baut Häuser, die Hunderttausende kosten, ist aber nur Geschäfts­führer seiner Ehefrau und schwört den Offenbarungseid unter Angabe des folgenden Vermögens: Zwei Hausgrund­stücke, unter Zwangsverwaltung stehend, Mieten gepfändet, zwei Anzüge, drei Paar Stiefel. vier Paar Strümpfe, zwei Röcke, Leibwäsche und sonstige Kernigkeiten, ein Porte­monnaie mit 60 Pfennige Inhalt, 44 Mark ausstehende Forderungen.

Lokales.

2. August 1904. ** Der Großherzog empfing am 29. Juli u. a. den Kanzleirat Keller von Gießen.

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in Gegenden mit Frühtracht den besten Erfolg." Lehrer Döll- Wieseck empfahl unter lebhaftem Beifall die Gründung ihren event. Beitritt zu erkennen. Die fonftituierende Ver­einer Honigberfaufégenossenschaft. 52 Imter gaben sofort sammlung findet bereits Fre tag in Gießen statt.

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wurde unser seitheriger Bürgermeister Wolff faft Berstadt, 1. Auguft. Bei der Bürgermeister­einstimmig wiedergewählt. urspreise haben abermals einen Preisaufschlag erfahren. + Butzbach, 1. Auguft. Die Schweinefleisch und

zahlreicher Beteiligung von nah und fern der Sängertag Sellnrod, 1. Auguft. Sonntag wurde hier unter des Ohm- Lumdatal- Sängerbundes abgehalten. Aus Ort des nächstjährigen Bundesfeftes wurde Dickenbach gewählt. Der Gesangverein Nieder Ofleiden wurde neu in den Bund aufgenommen.

P. Nener Tollwutfall. Vor einigen Tagen zeigte der Hund eines Gießener Einwohners verdächtige Krankheits- wahl erscheinungen, sadaß er, da er auch ein Kind des Besizers durch einen Biß verlegte, in die Veterinäranstalt geschafft werden mußte, wo er verendete. Die von dem Großh. Polizeiamt ver­anlaßte Sektion durch den Kreisveterinärarzt ergab derartigen Verdacht auf Tolwut, daß der Kopf des Tieres wecks weiterer Feststellung an die Wutschusstation des Königl. Instituts für Infektionskrankheiten in Berlin eingeschickt werden mußte. Nach einer im amtlichen Teil enthaltenen Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts Gießen ergeht deshalb die dringende Aufforderung, im Verkehr mit Hunden Beuern, 1. Auguft. Die fürzlich unter den Schwin und Kagen die größtmöglichste Versicht walten zu lassen. des hiesigen Anwohners Ph. Sommerland 7. ausgebrochene Sobald bei einem Tier verdächtige Erscheinungen wahr- Schweinesenche ist erloschen und die Sperre deshalb wieder genommen werden, ist das Polizeiamt zu benachrichtigen, damit das betr. Tier unter Beobachtung gestellt wird. Es empfiehlt sich, Kazen, welche das Haus zu verlassen pflegen und nicht unbedingt zur Mäusevertilgung gehalten werden müsser, abzuschaffen.

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** Das Goldene Rad von Gießen. Man schreibt uns aus Sporttreisen: Der Meisterfahrer von Deutsch­land, Christel Rode- Hamburg, startet fommenden Sonn­tag bei dem in Gießen stattfindenden internationalen Rad. rennen. Rode, der erst im 18. Lebensjahre steht, siegte bei den in vorigem Jahre in Hannover abgehaltenen Bundes. rennnen sowohl in den beiden Meisterschaften von Deutsch­land über 1 und 25 km wie auch im Kaiserpreisfahren über 5 km. Christel Rode errang im verflossenen Jahre 58 erfte Preise und rückt dadurch an die Spitze der deutschen Rennfahrer. Bei den Rennen im Hamburger Winter­Velodrom schlug Rode den gefürchteten Weltmeister Willy Arend und sicherte sich mit diesem hervorragenden Erfolge einen dauernden Platz in der deutschen Extraklasse.

** Die Station Großen- Lisden, resp. deren erweiterte Gleisanlage wie auch das Stationsgebäude tommen in sehr raschem Tempo ihrer Vollendung nahe, sodaß mit Beginn der Winterszeit die gesamten Erweiterungsarbeiten beendet sein werden. Den Arbeitern ist dann besonders frühmorgens bei schlechtem Wetter ein angenehmer Auf­enthaltsraum bis zum Abgang der Büge geschoffen.

*** Falsche Notiz. Vor einigen Tagen ging eine Notiz durch die Ze.tungen, daß der Turnverein Friedberg fein 60jähriges Stiftungsfest bereits festlich gefeiert habe. Das trifft nicht zu, sondern wie uns der Vorsißende dieses Vereins mitteilt, wird die Feier erst im September statt­finden.

*** Gießener Volksbad. Im Juli wurden verabreicht 15753 Bäder gegen 12777 im Juni 1905 und 16,330 im Juli 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 508 Bäder gegen 426 im Juni 1905 und 527 im Juli 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 7941 Männer, darunter 1066 zu 10 Bfg. 2545 Frauen, 441 m 10 Wannenbäder: 1. RI. 328 Männer, 240 Frauen 2. Kl. 827 732 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 159 Männer, 40 Frauen.

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Brausebäder 2350 Männer, 591 Frauen.

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Die Personenwage wurde von 300 Personen benuẞt, das Bad von 4 Personen besichtigt.

*** Gartenbesitzer und Blumenfreunde wird es interessieren, daß ein neues Gartenbuch von M. Peterseims Blumengärtnereien in Erfurt erschienen ist. Es wird ein­geleitet mit den Worten:

Grab einen Quell' in dürren Wüstensand, Pflanz einen Baum in ödes Heideland,

Auf daß ein Wanderer, der nach vielen Jahren An deinem Quell sich labt und Früchte bricht Von deinem Baume, froh dich segne nd spricht: Ein guter Mensch ist dieses Wegs gefahren. Das Katalog- Gartenbuch wird man wende sich direkt an die Gärtnereien Peterseim fostenlos versandt.

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? Gräuberg, 1. August. Gestern Abend hielt der Gemeinderat eine Sigung ab, in deren Verlauf er auch über die Bepflanzung und Einfriedigung des Plazes auf dem Burggraben verhandelte. Nach eingehender Besprechung wurde der Antrag an die Wegebautommission zur Ecledigung berwiesen. Inbetreff der Beseitigung der Höfentränke und der Schaffung von Anlagen mit einem Springbrunnen wurde die Beschlußfassung ausgefeßt. Um das Beleuchtungs­Projekt zu fördern beschloß der Gemeinderat die Besichtigung von Gas- und Elektrizitätswerfen, ohne daß Grünberg dadurch Auslagen entstehen.

Saasen, 1. Auguft. Abschiedspredigt. Pfarrer Biedenkopf- Wirberg, der noch im Laufe dieser Woche nach lezten Sonntag hier seine tief ergreifende Abschiedspredigt. Klein- Umstadt, seinem neuen Wirkungskreise übersiedelt, htelt

] Allendorf a. d. Lda, 1. August. Gesperrte Straße. Vom 2. bis 5. Auguft wird die Ditsdurchfahrt im Zuge der Landstraße Treis- Londorf wegen Rohrverlegungs­arbeiten für schweres Fusrwert gesperrt.

X Hungen, 1. Auguft. Am Sonntag und Montag wurde hier die 45. Wanderversammlung des obers hessischen Bienenzüchtervereins abgehalten, mit der ein Honigmarkt verbunden war. Eröffnet wurde die Sigung durch Bürgermeister Fendt Hungen und Defan Ellenberger­Ortenberg, als Regierungsvertreter war Kreisamtmann Hechler- Gießen auf der Tagung zugegen. Aus dem Jahres­bericht erhellt, daß die Mitgliederzahl von 890 auf 900 angestiegen ist. Die Honigproduktion war eine sehr gute. An staatlichen Zuwendungen erhielt der Verein 666 Rt. Nach Erledigung des Geschäftsberichts hielt Lehrer Köhler einen Vortrag über:" Starke Völker im Frühjahr sichern

aufgehoben.

der Offiziere dürfen in unserem Kreise laut einer An­? Langenschwalbach, 1. Auguft. Den Kraftfahrzeugen weisung des Landrats v. Köller fünftig feine Schwierigkeiten seitens Polizei und Gendarmerie mehr gemacht werden. Die Bekanntmachung bezieht sich auch besonders auf Straßen, bie sonst für den Automobil- Verkehr gesperrt sind. Hanau, 1. August. Selbümore. Heute Morgen wurde der Kassierer der hiesigen Ortsgruppe des Glaser­verbandes erhängt aufgefunden. ergab einen bedeutenden Fehlbetrag. Lie Revision der Kasse

Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer.

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Gießen, den 1. Auguft 1905. Wegen Diebstahls im Rückfall wurde der Taglöhner Daniel Gontrum von Ernsthausen zu 2 Jahren Buchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Polizeiaufsicht verurteilt. bielfach vorbestrafte Angeklagte hat zu Gießen einem Dienst­necht fast sämtliche Kleider entwendet, womit er flüchtig ging.- Auf dem Hof Winnerod stahl der Knecht Theodor Röder von Einholhain einem Schweizer ein Geldbetrag von etwa 200 Mart. Urteil: 3 Jahre, 6 Monate Buchthaus, 10 Jahre Ehrverluft, Polizeiaufsicht.- Der 17jährige Maurer Wilhelm Hedrich aus Kinzenbach versuchte sich in einem Geschäft zu Gießen ein Fahrrad zu erschwindeln, was ihm aber nicht gelang; desgleichen versuchte er von einem Gießener Geschäftsmann unter Vorzeigung einer gefälschten Bescheinigung 20 Wt. zu erhalten, was ihm ebenfalls nicht gelang. Einen Gastwirt beschwindelte er um 10 Mart und einen andern brachte er um die Beche. Urteil: 10 Monate Gefängnis. Der Kohlenhändler Eduard Klintel in Gießen erhielt durch das Amtsgericht Gießen wegen unberechtigten Fischens einen Strafbefeht. Auf seinen Einspruch kam das Schöffen, ericht zur Freisprechung. Die Staatsanwaltschaft focht das Urteil an; das Berufungs­gericht setzte die Entscheidung auf nächsten Freitag aus. Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Donnerstag, den 3. Auguft. Vorübergehende Aufheiterung und wärmer, später Gewitterregen und Abkühlung.

( Näheres durch die Gießener Betterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentei!: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gieken.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

3 landw. Knechte oder Arbeiter, 1 Kunstschlosser, 3 Spengler, 1 Schmied, 1 Wagner, 1 Strickerin, Schreiner, 1 jüngerer Rüfer, 2 Brötchenträgerinnen, 1 Friseur, Erd­arbeiter, 1 Installateur, jüngere Arbeiter und Arbeiterinnen, 2 junge Hausburschen, 1 Fuhrknecht, 1 Köchin, Lauffrauen oder Laufmädchen.

Lehrlinge: 1 Wagner, 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher.

Es suchen Arbeit:

1 Machschinenschlesser, 1 Maschinist oder Heizer, Bureaudiener, Kassiere. 1 Schneider, 2 Wäscherinnen, 1 Installateur, Haus- oder

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