von Hurra begrüßt, nad) dem paradezimmer, wo der General Bogdanowitsch eine Ansprache an ihn richtete, in der er darauf hinwies, daß der General ein durch Mißerfolge auf dem Kriegsschauplas und durch Wirren im Innern gedrücktes Rußland wiedersehe. Stössel sprach in seiner Erwiderung die Ueberzeugung aus, daß die Wirren nicht von den Russen Hetorgerufen seien, sondern das Werk der Japaner seien, welche die russischen Stellungen auf dem Kriegsschauplah mit Proklamationen überschütteten.
Stössel über die Kapitulation Port Arthurs. Bevor Stössel nach Petersburg reiste, hatte er in Moskau Aufenthalt genommen. Er wohnte dort im Tschudowkloster einer Seclenmesse für den Großfürsten Sergius bei, zu der auch Großfürstin Elisabeth erschienen war. Einer Delegation der Stadt Moskau mit dem Bürgermeister an der Spike, welche ihm Brot und Salz darbrachte, erklärte General Stössel: Es war nicht unsere Schuld, daß Port Arthur fallen mußte, wir haben so lange wie möglich Widerstand geleistet. Schon seit dem Oktober hatten uns die Japaner in der Gewalt; nachdem sie alle wichtigen Forts auf einer Strecke von vier Kilometern genommen hatten, konnten sie jeden Augenblick in Port Arthur eindringen. Mit schmerzerfülltem Herzen sah ich mich gezwungen, Port Arthur zu übergeben, weil ich es für meine Pflicht hielt, das sonst unausbleibliche Blutbad zu vermeiden. Die Japmir General Nogi ſelbſt zugehaben Port Arthur nicht
- ohne große Opfer erobert, standen hat. Wir hatten auf 680 Offiziere 317 Tote und alle waren verwundet, mehrere sogar bis achtmal. Von 17 000 Mann Truppen waren uns nur noch 4000, einschließlich Verwundeter, geblieben. Von der Flotte hatten wir keine Hilfe; sie wurde durch das feindliche Feuer vernichtet. Die letzte Depesche, welche wir von General Kuropatkin am 30. Oktober erhalten haben, versprach uns Hilfe, und chinesische Kundschafter fündigten uns das Herannahen der Russen an, aber die Japaner zerstörten unsere Illusionen durch die Nachricht, daß die Flotte Roschdjestwenskys noch bei Madagaskar war und die Truppen Kuropatkins bei Mukden, wo sie noch jetzt sind. So konnten wir uns bei dem Mangel an Munition und Lebensmittel nicht länger halten.
Gapons Rachepredigt.
Der Pope Gapon, der am„ blutigen Sonntag" die Arbeiter in Petersburg zum Zaren führen wollte und sie in Wahrheit den Kugeln der russischen Soldaten entgegenführte, ist begreiflicherweise nicht eben in sanfter Stimmung. Da er selbst keinen Schaden genommen hat und sich in Sicherheit befindet, mag er das Bedürfnis fühlen, sich vor denen zu rechtfertigen, für die er ein so schlimmer Berater gewesen ist. Man kann verstehen, daß er glaubt, seinen Anhang festzuhalten und womöglich noch zu vergrößern, toenn er recht maßlose und grobe Worte braucht, gegen jede Autorität eifert und im Voraus jede Gewalttat billigt, die nicht von der Regierung ausgeht. In einer revolutionären Monatsschrift, die in Paris erscheint, veröffentlicht Gapon einen Aufruf, der zu Mord und Brand auffordert.
daß sie nichts verzeihen, daß sie nur die Gelegenheit zur Rebanche abwarten.
Nicht ohne Humor ist es wenn man unter so traurigen Verhältnissen überhaupt von Humor sprechen kann, daß die Armenier selbst die Heranziehung militärischer Hilfe aus Tiflis unmöglich gemacht hatten, weil von ihnen die Verteilung einer aufrührerischen Proklamation unter der Tifliser Garnison ausgegangen war.
Er sucht die russische Arbeiterschaft zum Ausharren in der revolutionären Bewegung anzufeuern und sie vor einer Verständigung mit den mörderischen Ratgebern des Zaren zu warnen, die nur auf Betrug ausgingen. Er fordert die Arbeiter auf, mit den Kosaken zu fraternisieren, lieber für das Glück des Volkes ihr Blut zu vergießen, als hungernd auf den Schlachtfeldern der Mandschurei zu kämpfen.
Aufreizung zu Bombenattentaten.
Der kommende 4. März gilt als
kritischer Tag erster Ordnung.
Es ist das( 19. Februar alten Stils) der Gedenktag der Bauernemanzipation. Für diesen Tag fürchtet man Plünderungen. Wenigstens hat es an Einladungen hierzu unter den Arbeitern nicht gefehlt.
Die Dolitik.
In der Budgetkommission des Reichstags hat der Reichsschatzsekretär Frhr. v. Stengel für die Herbstsession Finanzund Steuervorlagen von tiefeinschneidender Bedeutung angekündigt. Es wird sich dabei in erster Reihe um die ReichsFinanzreform handeln, d. h. darum, die Finanzen des Reichs vor Soper her Finapsitaaten unabhängig zu machen.
O Die Kündigung der sämtlichen Handelsverträge mit Desterreich- Ungarn, Rumänien, Italien, Belgien, der Schweiz und Serbien ist nunmehr zum 1. März 1906 erfolgt. Diese Kündigung ist nur eine Ueberleitung für dieneuen Handelsverträge, die an jenem Tage in Kraft treten sollen.
Er kennzeichnet die, die zu Konzessionen raten, als Spione und Lockspizel, die man ohne Erbarmen töten müsse. Aus dem Mund eines Priesters klingt die Aufforderung doppelt seltsam: Verachtet den heiligen Synod, die Bischöfe und die Priester, die den Dieben und Mördern dienen, aber die Märtyrer der Freiheit verdammen!" Gapon empfiehlt die Drganisierung von Arbeiterbataillonen, Geldsammlungen zur Anschaffung von Waffen, Waffenübungen. In seltsamer Selbstverurteilung ruft er den Arbeitern zu:„ Tötet ohne Mitleid jeden, der das Blut seiner Brüder vergieği!" Ganz besonders fordert er zur Ermordung von Offizieren, Generalen, Gouverneuren, Polizeichefs heraus, zur Vertilgung der Regierung, die er„ Bande von verruchten Mördern" nennt. Gapon gibt auch ganz präzise Anweisung zur Verwendung von Dynamit, zur Zerstörung von Wasser-, Gas-, Telegraphen- und Telephonleitungen, von Eisenbahnen, zur Niederbrennung der Staatsgebäude, zur Befreiung der Gefangenen. Schließlich nennt er den Großfürsten Sergius das erste Opfer der Rache, dem weitere folgen würden, und fordert zur Verbreitung seines Aufrufs über ganz Rußland auf.
Gleichzeitig hat Gapon einen
Brief an den Zaren
frankreich.
Die republikanische Partei in der französischen Deputiertenkammer ist allem Anschein nach noch nicht gespalten genug. Aus der Gruppe der Gemäßigten wollen 25 Mitglieder ausscheiden, um eine neue Union républicaine zu bilden, die mehr nach links neigen und der Union démocratique sich nähern will.
Belgien.
In der belgischen Kammer ist vom Ministerpräsidenten festgestellt worden, daß Belgiens Aufwendungen für den Kongostaat jährlich etwa eine halbe Million Francs betragen. Die üblen Nachreden gegenüber den im Kongostaat herrschenden Verhältnissen seien in der Hauptsache auf englische Ausstreuungen zurückzuführen. Die vorhandenen Uebelstände würden untersucht und beseitigt werden. Skandinavien.
Der Streit um die norwegischen Konsulate, die nach dem Willen der Mehrzahl der norwegischen Bevölkerung nicht mehr mit den schwedischen vereinigt sein sollen, hat zu einem teilweisen Ministerwechsel geführt. Michelsen und Schöning haben die Portefeuilles bereits abgegeben. Man rechnet mit einer baldigen Demission des gesamten Kabinetts. Türkei.
gerichtet, dessen Ton dem des Aufrufs an die Arbeiter ungefähr entspricht. Er droht mit Dynamitbomben, mit dem kollektivistischen und individuellen Terror, mit Volksaufstand, die sich gegen den Zaren und seine ganze Familie richten würden. Er ladet den Zaren ein, so schnell wie möglich für und sein ganzes Haus auf den Thron zu verzichten und eiligst dem Gericht des russischen Volkes zu entfliehen. Nach dieser Aufforderung zur Abdankung endet der Brief mit den Worten: Wisse, daß dieses Schreiben eine Rechtfertigung der revolutionären und terroristischen Ereignisse sein soll, die demnächst in Rußland geschehen werden."
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mehr hätte erreichen können. Des weiteren sprach Herr Wurm sehr ausführlich über einige sozialdemokratische Resolutionen, die sich mit den Zuständen in der chemischen Industrie beschäftigen. Kürzer faßten sich die folgenden Redner, der Abg. Blell von der freisinnigen Volkspartei, der eine Resolution betreffend die Vergebung des Wandergewerbescheins an Handelsagenten befürwortete, der süddeutsche Demokrat Stag und der Abg. Lattmann von der wirtschaftlichen Vereinigung. Eine wichtige Frage, deren Lösung aber noch in sehr weitem Felde liegt, schnitt dann der Abg. v. Gerlach von der freisinnigen Vereinigung an: Krankenversicherung der Landarbeiter und der Dienstboten.
Sultan Abdul Hamid will die Wahrheit über die Zustände in Mazedonien erfahren, will wissen, welche tatsäch= lichen Zustände die revolutionäre Bewegung dort hervorgerufen haben. Zu dem Ende läßt er den in Liverpool ansässigen mohammedanischen Rechtsanwalt Scheik Abdullah Quillam Bey eine Studienreise durch Mazedonien machen. Ein in der Türkei lebender Türke würde, so fürchtet der Sultan, ihn betrügen. Abdullah ist vom Sultan bereits mit In der Nähe von Instruktionen versehen worden. Ruflisch bei Strumniza ist es zum offenen Kampf zwischen türkischen Truppen und Aufständischen gelommen. Das ganze Dorf wurde niedergebrannt, die Einwohnerschaft ermordet. Andererseits hat eine bulgarische Bande aus dem Dorf Negovan südöstlich von Florina sechs Mordtaten verübt. Der rumänische Gesandte in Konstantinopel hat von der Pforte die Ergreifung der Schuldigen verlangt.
In einem Punkte ist Gapon mehr noch ein Scher als ein Prediger gewesen. Was er anfündigt, war zum Zeil schon geschehen, ehe seine Briefe zur Veröffentlichung gelangten. Das beweisen deutlich
die Schreckenstage von Baku, die fast über eine Woche sich dehnten. Die Regierungsgewalt hatte tatsächlich aufgehört. Sie war ohnmächtig und mußte sich verecken, damit ihre Ohnmacht nicht gar zu offenbar wurde. Die Massacres unter den Armeniern wurden tagelang geduldet, ohne daß ein Versuch zum Einschreiten gemacht wurde. Das Militär in Baku hätte nicht ausgereicht, die Perser niederzuwerfen, und der vergebliche Versuch hätte ein allgemeines Blutbad zur Folge gehabt. Aus Tiflis aber fonnte man fein Militär bekommen, weil es dort kaum weniger bedenklich aussah, als in Batu. Mit Mühe ist es ge lungen, eine Art Versöhnung zu schaffen. Doch diese Verföhnuna ist Firnik. Wer die Armenier fennt, wird wissen,
Hof und Gesellschaft.
Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten.
Die Sigung
tungsvoranschlag be gelegt und erlebig fellung der beffif bezüglich der vom 30 und 40 Dienft wünschen die Förd fein usw. Abg. iglich feiner Ne fchafte betrieb. bahngefezes und zum Eisenbahnb des Projektes Sunanzminifter Der vorgetragene Beffer direlt be Mit der fortm
( 151. Sizung.) RK Berlin, 1. März. Ohne wesentliche Debatte wurden der Rest des Elementarschulwesens und die Ausgaben für Kirchen und Pfarrer erledigt. Und bei dem Kapitel Universitäten" war die eigentlich sachliche Erörterung ebenfalls auf wenige Anregungen beschränkt. Eine lebhafte, teilweise sogar leidenschaftliche Debatte rief dagegen bei diesem Kapitel der Abg. v. Arnim( kons.) hervor, als er den Kampf gegen die Sozialdemokratie zum Ausgangspunkt nahm, um Bedenken gegen das Verhalten der Regierung in 2 Fällen auszusprechen: In Halle liegen in der Volksschule sozialdemokratische Blätter aus; dem Professor, der in dem Vorstand der Lefeballe ist, hätte der Minister die Erlaubnis verweigern sollen. In Bonn hatte der Kutator der Universität, Herr v. Rottenburg, einen Aufruf zu Sammlungen für die notleidenden Bergarbeiter erlassen; der Minister hätte ihn über das Ungehörige dieses Vorgehens belehren müssen. So, unter dem Beifall der ganzen Rechten, Herr v. Arnim. Minister Dr. Studt aber konnte sich dieser Ansicht nicht anschließen; in beiden Fällen habe er feine Veranlassung und fein Recht zum Einschreiten gehabt. Das Haus teilte sich scharf in die( durch den Mittelgang getrennten) beiden Hälften; Konservative und Freikonservative, für die Freiherr v. Zedlip in gewohnt pointierter Weise das Wort ergriff, standen auf der Seire des Herrn v. Arnim, Zentrum und die ganze Linke dagegen vertreten die Auffassung des Ministers. Nur der nationalliberale Abg. Schmieding ( Dortmund) pflichtete, wie er fiets den Arbeitgeberstandpunkt geteilt hat, der Rechten vollkommen bei, wogegen Dr. Friedberg im Namen der übrigen Nationalliberalen für Herrn v. Rottenburg den Schutz der akademischen Freiheit in Anspruch nahm. Mit heftigen persönlichen Reibereien zwischen dem Freiherrn d. Zedlitz und den Freisinnigen Eickhoff, Nosenow und Goldschmidt war die Debatte durchsetzt und endigte fie auch. Dadurch war es so spät geworden, daß- um den Kultusetat in der angesetzten Zeit zu Ende zu bringen eine Abendsitung angesezt werden mußte.
*** Nach seiner Genesung unternahm Prinz Eitel Friedrich von Preußen gestern bei dem schönen Frühlingswetter seine erste Ausfahrt im geschlossenen Wagen. Sie ging von Potsdam nach Sanssouci und dauerte eine Stunde. Das Bublifum brachte dem allgemein beliebten jungen Fürstensohne freudige Ovationen dar.
Feer und flotte.
Eine Kriegsschule für Einjährig- Freiwillige des XVI. Armeekorps zur Ausbildung von Reserveoffizieren wird am 1. Oktober d. J. in der kleinen elsässischen Festung Bitsch eingerichtet werden. Die am 1. Oktober zur Entlassung kommenden Einjährigen können die achtwöchentliche Dienstzeit gleich anschließen. Der Kursus wird jedes Jahr die achtwöchentliche Uebungszeit umfassen. Die Einrichtung ist versuchsweise und soll, wenn sie sich bewährt, auch auf andere Armeekorps ausgedehnt werden. Vorläufig bezieht sich die Einrichtung nur auf die Infanterie,
Deutfcher Reichstag.
( 152. Sizung.)
CB Berlin, 1. März.
Nan und Fern.
bahnen fördere behnvorlage fei gierung fei der Dimzen zum Eifer finem Kleinbahn des Wertes der
reife für die För Broj ft Pfungstad im preußischen Erfen Führung. Abg. N projetts Laute Berbindung m Abg. Smitt transportzugs Mi belfifchen Eisenba hir fichtlich ihrer Reinhart ist tan Schatten de gefallen sei und Wünsche nicht nu beridfichtigt wu Feffen in die Ge tinigniffe aus de bo die Betrieben poter ja eine Rei Abg. Ulrich an Sunften der Lud verhältnisse. Die teinen wirtschaftlid talismus würden Hintergrund gebrä fdaft fönne er n glaubt, daß der ligen laffe. Der jekt der Better Richfte Sigung
Das Dienstmädchen als Furie. Die Frau des Kaufmanns Bröer in Berlin wurde morgens früh im Bette von ihren Dienstmädchen namens Berta Haberecht überfallen und durch viele Messerstiche an Kopf, Brust, Armen verletzt. Nach der ungeheuerlichen Tat machte das Mädchen einen Selbstmordversuch, indem sie versuchte, sich mit demselben Messer den Hals zu durchschneiden. Der Grund zu dem Ueberfall ist darin zu suchen, daß die Frau Bröer dem Mädchen einen Verweis wegen widerrechtlicher Aneignung einer Geldsumme erteilt hatte und daß die Habrecht nun fürchtete, es werde eine Anzeige wegen Diebstahls gegen sie bei der Bolizei erfolgen. Offenbar hat das Mädchen die Frau und auch wohl die zwei im Zimmer befindlichen Kinder ermorden und einen Raub ausführen wollen. Die Attentäterin liegt in der Charité schwer darnieder.
Die unter dem Titel der zweiten Beratung des Etats für das Reichsamt des Innern gehende sozialpolitische Debatte wurde heute mit einer fünfviertelstündigen Rede des Zentrumsabgeordneten Trimborn fortgesetzt, der sich darüber ausließ, welche Punkte ihres Programms die ausschlaggebende Partei für besonders dringlich hält. Gegenüber Angriffen von antisemitischer Seite erklärte er, daß das Zentrum die Interessen des Mittelstandes allerdings für ebenso wichtig halte, wie die Interessen des Arbeiterstandes. Herr Trimborn berief sich dabei auf die Haltung der Partei gegenüber verschiedenen Fragen der Mittelstandspolitik, machte aber andererseits darauf aufmerksam, daß bei den Handwerkern, weil sie eben selbständig seien, die Selbsthilfe eine größere Rolle spielen müsse, als bei den Arbeitern. Der Redner, der einen allgemeinen Ueberblick über die sozialpolitische Lage gab, meinte, im letzten Jahre seien wir nicht viel vorwärts gekommen, knüpfte aber daran den Ausdruck der Hoffnung, daß die Fahrt unter dem„ bewährten Lokomotivführer" Grafen Posadowsky jetzt ein schnelleres Tempo erhalten werde. Der Sozialdemokrat Wurm, der nach ihm bereits zum zweitenmal in diese Diskussion eingriff, begann mit einer Polemik, die darin gipfelte, daß die ganze sozialpolitische Aktion des Zentrums eigentlich nicht ernst zu nehmen sei, da es, wenn es wirklich gewollt hätte, schon viel
Vom Luftdruck einer Lawine getötet wurde ein junger Bauer aus Latschech in Kärnten samt seinem Pferde. Er war mit einem einspännigen Fuhrwerk in Begleitung seines Knechtes ins Gebirge um Holz gefahren. Auf dem Heimwege wurden sie bei Kreuth von einer Lawine überrascht. Den Bauer schleuderte der Windstoß etwa 30 Schritte weit fort, und er blieb tot liegen. Das Pferd, ebenfalls durch den Luftdruck getötet, wurde halb vom Schnee verschüttet aufgefunden. Der Knecht war an einem Baumast hängen geblieben und mußte ins Spital gebracht werden, da ſein Bein unter der Hüfte gebrochen war. Dem Unglück Tam man durch das merkwürdige Verhalten des Hundes, den der Bauer mit
Haut davongekommen, rannte nach dem Unglück heim und
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Vermischtes.
[ Der geprellte Jägersmann.] Der Oberförster Graf bom Hagen zu Landeck hatte das Glück, in dem Belauf Brüßenwalde einen kapitalen Zwölfender zu erlegen. Während er aber mit dem Forstaufseher in Landeck ein Fuhrwerf besorgte, wurde dem erlegten Hirsch die Schädeldecke abgelöst und das Geweih entwendet. Alle Nachforschungen waren bis jetzt erfolglos.
=[ Das Rezept zu einem Temperenzlergrog] wird von einer Washingtoner Zeitung mitgeteilt. Seitdem der Kongreß vor einigen Jahren beschlossen hat, daß in den KapitolRestaurants fernerhin keine spirituösen Getränke verkauft werden dürfen, werden von den Herrschaften, die in den beiden Flügeln des Kapitols Geseze für das Volk zubereiten. gar absonderliche flüssige Erfrischungen genossen. Das un
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Frye zur Frühstückszeit brauen, und wenn der Spezialist im Es wurde be geheulichste dieser seltsamen Getränke läßt sich Senator tag über„ G Restaurant diese Mischung fabriziert, hat er zumeist eine liche Versai Ehrfurcht und mit Schauder beiwohnt, um sich versammelt. Bwed ist, Klarh
bewundernde Schar von Senatoren, die der Operation mit
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Das Rezept für das Temperenzlergetränk ist folgendes: Der Saft mehrerer Orangen wird in ein langes Glas ausgedrückt und mit Zucker und Sodawasser gemischt. Pann wird ein Weinglas dicker Sahne hineingegossen; es werden ferner noch hinzugefügt eine Quantität Muskatnuß und zwei rohe Eier. elegt.
langes Glas gegossen und im raschesten Tempo dem Privat
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Die Mirtur wird dann kräftig geschüttelt, bis alle ngre Wetzlar, dienzien vollständig ineinander aufgegangen sind, in ein Baberus sen zimmer des Senatspräsidenten zugeführt. Es ist sicherlich fet zu berufenden cin Getränk, das des Vertreters des ältesten Temperenzenwerte Lollar
staates würdig erscheint.
bas 7.
3 MM.


