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Sehr flug ist es, daß der zarische Ukas, der die Verfassung verkündet, ausdrücklich bestimmt, daß die vorausgesehenen Wahlen zur Reichsduma nicht verzögert, richt aufgeschoben werden sollen. Sonst hätte das Mißtrauen sich regen und die Vermutung aufkommen können, man wolle nur weitere Frist gewinnen, um gar nichts zu tun.

Die Reichsduma, die Pobjedone w zu einem blutlosen Schemen machen wollte, ist durch den Ufas des Zaren zu einer gesetzgebenden Körperschaft eingesetzt worden. Kein Gesetz soll in Rußland gelten, das nicht die Billigung der Reichsduma gefunden hätte. Endlich ist der Reichsduma die Kontrolle der gesetzlichen Tätigkeit der Behörden einge räumt.

Damit sind die Wünsche des russischen Volkes erfüllt." Wasser in den Wein der Begeisterung

gießen demgegenüber andere aus Rußland einlaufende Met­dungen, die vorläufig noch kein Abflauen der revolutionären Bewegung erkennen lassen. In Petersburg verbreitete sich in den Abendsfunden die Nachricht vom Erscheinen des Mani­festes wie ein Lauffeuer. Das Volk äußerte wenig Dank­barkeit. Die ganze Nacht zog eine große Volksmenge unter Absingung der Marseillaise durch die Straßen. Das Volk hatte sich bei dem Alexandergarten gesammelt und zog über den Newski- Prospekt zu dem bei dem Bezirksgericht belege­nen Untersuchungsgefängnis, wo revolutionäre Lie der gesungen wurden. Als es bei der Rückkehr an dem Hause Pobjedonoszews vorüberfam, wurde gepfiffen. An einem Punkte des Newski wurde haltgemacht, um einen Redner anzuhören, der das Manifest einer Kritik unterzog und aus dessen Ansprache neben der Genugtuung über die Zugeständnisse der Regierung, Mißtrauen gegen deren Erfüllung hervorklang. Der Umzug dauerte bis in die bierte Morgenstunde; an der Spize der Prozession fuhr eine Mietsdroschke, in der ein Student mit einer roten Fahne stand. Die Polizei mischte sich nicht ein.

Gestern vormittag zogen die Massen wieder mit roten Fahnen durch die Straßen. Eine Kundgebung fand vo der Kasankathedrale statt. Das Publikum salutierte die Fahnen durch Händeklatschen und Tücherschwenken. Die Schuyleute blieben untätig, mehrere Redner, die hestige Ansprachen gehalten hatten, wurden auf den Schultern ge­tragen.

Ein Gegenkonp.

In den Mittagstunden erschien ein Manifest der sozial demokratischen Partei, in dem darauf hingewiesen wird, daß durch das kaiserliche Manifest der Kampf des Proleta riats nicht zum Stillstand komme. Die Taktik des Proletariats habe zu bestehen in der Ausnutzung der unter feinen Schlägen gewährten Rechte, ferner in der Veranstal tung von Arbeiterversammlungen zur Entscheidung der Tauer des Ausstandes, sowie in der Organisation einer Miliz zur Wahrung der erkämpften Rechte und in der Forderung einer Amnestie.- Pessimistisch äußern sich auch ausländische Korrespondenten in Peters. burg. Sie stellen durchweg fest, daß die Revolutionäre viel mehr verlangen als bürgerliche Freiheiten, beschränktes Wahlrecht und eine gesetzgebende Neichsduma. Sie ver langen nichts weniger als allgemeines Wahlrecht und die Einführung einer beschränkten Monarchie, so daß die sou­veräne Gewalt in den Händen des Parlaments wäre. Einige Führer erklären den Zaren für regierungsunfähig und fordern seine Absetzung.

Witte als Reformator.

Schon oben wurde gesagt, daß der erfolgreiche Friedens unterhändler und hervorragendste russische Staatsmann der Gegenwart, Graf Witte, als Vater des Verfassungsmani festes anzusehen ist. Das wird bestätigt durch die Veröffent lichung eines Berichts, den Witte an den Zaren richtete und der diesem die unmittelbare Veranlassung zu seinem Vor­gehen gab. In dem Bericht heißt es: Ich glaube, daß die Tätigkeit der öffentlichen Gewalt von den nachfolgenden Grundsägen geleitet sein muß: 1. Gradheit und Aufrichtig keit in der Bestätigung der bürgerlichen Freiheit und Schaffung einer Garantie dafür; 2. Bestrebung, die aus. schließenden Gesetze zu beseitigen; 3. 1ebereinstimmung der Tätigkeit aller Regierungsorgane; 4. die Vermeidung von Repressivmaßregeln gegen nicht offenbar die Gesellschaft und den Staat bedrohende Handlungen; 5. Entgegentreten gegen Handlungen, die offenbar die Gesellschaft und den Staat bedrohen, wobei man sich auf die Gesetze und die moralische Gemeinschaft mit der vernünftigen Mehrheit der Gesellschaft stüßen muß."

Das klingt recht wohlwollend, aber dennoch ist ein ge wisser Unterton nicht zu verkennen, eine Reservation, die Im Notfalle immer noch eine Tür offen hält, durch die man nach allen Richtungen davongehen kann. Vielleicht ist der gewiegte Diplomat nur zu vorsichtig, um direkt mit der großen Pose des Volkstribuns die Befreiung Rußlands von den bisherigen Zuständen anzufündigen. Ob Witte und sein Verfassungsdekret endlich der Markstein in der Ent wickelung Rußlands werden wird, muß also abgewartel werden. Das gärende Drachengift der Empörung ist vor. läufig durch den Zusatz der Freiheitsversprechungen zum wallenden und brausenden Most geworden, in dem Enthu siasmus und Mißtrauen miteinander kämpfen. Das end. liche Resultat kann heute noch nicht vorausgesehen werden.

Politifche Rundschau.

Deutsches Reich.

* Mehrere siegreiche Gefechte in Deutsch- Ostafrika bestan­den die deutschen Truppen. Das Bezirksamt Langenburg meldet, daß die Aufständischen aus Upangwe durch Askari­Abteilungen unter Feldwebel Franz und Sergeant Pietsch 3er prengt wurden. Hauptmann Nigmann hat mit einer Sabteilung der Kompagnie Fringa die Missionsstation Mbe­jera erreicht und marschiert jetzt auf Songea. Die Station Iringa meldet, daß für die Missionen im Bezirk keinerlei Gefahr bestehe.

Seiten bemängelten Mißstände nicht zu denken. Im ein­zelnen empfiehlt die Denkschrift u. a. die weitere Ausdeh­nung der 4. Klasse im Interesse der Minderbemittelten über das Gebiet der preußisch- hessischen Eisenbahngemeinschaft hinaus.

Mus Muanza wird gemeldet, de ein Einschreiten gegen afongolo, zwei Stunden von Muanza, not­wendig geworden sei. Die ausgesandte Abteilung, bestehend aus 12 Europäern und 24 Askaris stieß auf Widerstand. wobei der Feind 25 Tote hatte. Der Sultan soll auf der Flucht ertrunken sein.

Dem preußischen Landeseisenbahnrat hat der Minister bon Budde eine Denkschrift über die geplante Reform der Personen- und Gepäck- Tarife zugehen lassen. In der Denk­schrift wird darauf hingewiesen, daß die Tarifreform für das ganze Deutsche Reich einen einheitlich klaren, von jeder­mann leicht zu übersehenden Tarif schaffen werde. Falls die jetzt sich darbietende Gelegenheit wiederum unbenutzt gelassen werde, so sei im gesamten Gebiet des Deutschen Reichs auf absehbare Zeit an eine Beseitigung der von allen

Der japanische Minister des Auswärtigen hat dem deutschen Gesandten Grafen Arco mitgeteilt, daß der Kaiser von Japan der Zurückziehung der Truppen der vereinigten Mächte aus Tschili mit Ausnahme der Gesandt­schaftswachen gern zustimmt. Die japanische Regierung ist beauftragt, die Fristen und sonstigen erforderlichen Maß­nahmen mit Deutschland und den übrigen beteiligten Mäch­ten zu vereinbaren.

Spanien.

** Unter dem Vorsitz des bisherigen Präsidenten Montero Rios ist das neue Ministerkabinett gebildet worden. Es setzt sich wie folgt zusammen: Montero Rios Präsident, Inneres Garcia Prieto, Finanzen Echegaray, Aeußeres Gullon, Handel Romanones, Unterricht Egui Krieg und Marine Weyler, Justiz Puigcerver.

Frankreich.

** Die Deputiertenkammer nahm den Gesetzentwurf einer Amnestie mit 534 gegen 3 royalistische Stimmen an. Zwanzig Royalisten enthielten sich der Abstimmung. Dadurch wird allen vom Staatsgerichtshof und den in der bekannten Denunziationsaffäre der Armee Verurteilten Strafnachlaß

gewährt.

Afien.

** Ein plöglicher Ausbruch des Fremdenhaffes in China gibt die Ursache zu einem amerikanisch- chinesischen Zwischen­seinem ein Kanonenboot befehligenden Sohne, Kapitän fall. Der amerikanische Admiral Train befand sich mit Train, auf der Jagd. Dabei schoß er aus Versehen eine chinesische Frau aus einem Dorse in der Nähe von Nanking an. Die Dörfler umringten unverzüglich die Offiziere, nahmen ihnen ihre Flinten weg, schlugen den Admiral nie­der und nahmen den Kapitän als Geisel gefangen. Der amerikanische Arzt erklärte die Verletzungen des Weibes für äußerst geringfügig, doch die Chinesen weigerten sich, den Kapitän freizulassen, und griffen die starke, zur Be­freiung gesandte amerikanische Eskorte an. Auf beiden Seiten famen Verwundungen vor.

Soziales Leben.

Pensionsfonds- Stiftung. Der Geheime Kommerzien­rat Rudolf Henfell, Seniorchef der Seftfellerei Henkell u. Co. in Mainz, stiftete für die Arbeiter seines Betriebes 50 000 Mark zu einem Pensionsfonds.

Der sächsisch- thüringische Textilarbeiter- Ausstand. Der Vorstand des christlichen Arbeitervereins in Greiz ist auf die Seite der Arbeitgeber getreten. Er fordert in einem an die Textilarbeiter von Greiz und Umgebung gerichteten Auf­rufe auf, die Arbeit zu den neuen von den Fabrikanten ge­botenen Lohnbedingungen aufzunehmen. Der Lohnkampf verschärft sich durch den Beschluß der Vorarbeiter in Mee­rane, sich mit den bisher Ausgesperrten solidarisch zu er­klären und die Arbeit niederzulegen.

Bahnarbeiterstreik in Böhmen. Die auf dem Frachten­bahnhof in Pilsen beschäftigten Arbeiter haben sich dem Streif angeschlossen. Dagegen sind die Bodenbacher Eisen­bahner bei ihrer Tätigkeit verblieben.

Hof und Gesellschaft.

*** Der Prinzregeni Luitpold von Bayern hat an läßlich seines Namensfestes zu der im Jahre 1901 errichteter Prinzregent Luitpold- Stiftung" für arme Kinder der Ge meinden Berchtesgaden, Salzberg, Ramsau, Schönau uni Rönigssee eine Zuwendung von 5000 Mark gemacht. Die Stiftung besitzt bereits ein Kapital von 20 000 Mark.

Der Kaiser weilte zur Jagd in Liebenberg als Gast des Fürsten zu Eulenburg. Ende November gedenk: der Kaiser als Jagdgast des Fürsten von Pleß in Ober Schlesien einzutreffen.

*** Zum Bischof von Eichstätt ist der Abt Leo Mer. gel in Metten vom Prinzregenten von Bayern ernann worden.

Nab und fern.

Durch giftige Dünste getötet. In einer chemischen Fabrik in Lübeck waren Arbeiter beim Reinigen eines Tanks, der zur Aufnahme von Schwefelsäure dient, beschäftigt. Zwei der Arbeiter kamen dabei ums Leben.

Durch Leuchtgas gefährdet. In Mülheim am Rhein wurde die Familie eines Klempnermeisters infolge Ein atmens von Leuchtgas bewußtlos aufgefunden. Zwei der Familienmitglieder schweben in Lebensgefahr.

Auf der Lokomotive verbrüht. In Göttingen platte das Siederohr an der Lokomotive des Schnellzuges Frank­furt a. M.- Hamburg. Das Lokomotiv- Personal wurde schrecklich verbrüht. Der Zug erlitt eine Verspätung von einer Stunde.

Gerüst- Einsturz. Auf einem Neubau in der Luruper Chaussee in Altona stürzte ein hohes, schweres Baugerüst ein. Drei Arbeiter wurden unter den Trümmern be. graben. Mit vieler Mühe gelang es der Feuerwehr, die Verschütteten ans Tageslicht zu bringen. Sie sind lebens. gefährlich verletzt.

Aus Versehen erschossen? In Pforzheim geriet ein Mechaniker mit seiner jungen Frau in einen unbedeutsamen Wortwechsel, in deren Verlauf er sie mit einem Gewehr ängstigte. Plöglich ging der Schuß los, und die Kugel drang der Frau in die Lunge, so daß der Tod sofort eintrat Der Mann behauptet, nicht gewußt zu haben, daß das Ge wehr geladen war. Er wurde festgenommen.

Schweizer, abzumachen. Er hat sich in die Rekrutenliste einschreiben lassen und übt mit seinen Kameraden lang samen Schritt und Gewehrübungen. Jüngst fam er in einer Bluse zum Dienst, von der ihm seine Kameraden di Knöpfe abgeschnitten hatten, um ein Andenken an den frühe ren Erzherzog zu haben.

Einst Erzherzog, jekt Rekrut. Leopold Wölfling, det dereinstige österreichische Erzherzog Leopold Salvator, jezi ger Schweizer Bürger, hat als solcher auch die Verpflich tung, als Soldat seine Waffenübungen, wie jeder andere

Erdbeben in Desterreich. In Kaltenbach im Zillerthalt wurde in der Nacht ein heftiger Erdstoß gespürt. Die Fen ster klirrten, und die Stubenvögel flatterten auf. Die Er scheinung war von einem leichten Rollen begleitet.

An Tollwut gestorben. In Dürnstein in Nieder- Dester­reich starb ein junges Mädchen infolge Tobsucht. Vor einem Jahre war sie von einem fleinen Spitzhunde, den sie streichelte, in die Lippen gebissen worden. Niemand hatte der geringfügigen Verlegung geachtet. Nach Jahresfrist brach plötzlich bei dem Mädchen die Wutkrankheit aus. Die Unglückliche mußte unsägliche Schmerzen leiden und konnte in ihren Tobsuchtsanfällen kaum gebändigt werden. Am bierten Tage der Krankheit erlöste der Tod die Bedauerns. werte von ihren Leiden.

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Kampf im Eisenbahn- Kupee. Im Schnellzuge von Rom nach Albano brach in einem Abteil der dritten Klasse ein Streit zwischen Reisenden aus. Das Messer spielte da bei seine Rolle, und eine Person wurde durch einen Stich ins Herz getötet, sechs andere wurden verwundet. Auch ein Gendarm, der Ruhe schaffen wollte, erhielt eine schwere Verlegimg.

Artisten- Unglück. In einem Lokale in Brixton in Eng land trat ein Leipziger Artist in einer Truppe auf. Er kletterte an einer Stange zur Decke hinauf, um elektrisch Lampen abzunehmen. Als er das elektrische Kabel anfaßte erhielt er plötzlich einen Schlag der 220 Volt starken Leitung. Er konnte sich nicht selbst befreien, sondern mußte herab gerissen werden und fiel dabei herunter. Außer schweren Verlegungen erlitt er einen Rippenbruch. Trotz der sorg fältigsten Pflege ist er im Krankenhause gestorben.

Durch eine Hängelampe verbrannt. Im Dorfe Wolfa in Galizien rissen die drei Kinder eines Bauern, die allein im Hause waren, die Hängelampe herunter. Die Flammen ergriffen die Kleider der Kinder, und alle drei verbrannten. Als der Vater auf dem Felde die Flammen sah, eilte er nach dem brennenden Hause, fand aber die Kinder bereits ver brannt. Er erlitt selber schwere Wunden.

Amerikanische Bankräuber. In Ridgeville im Staate Indiana haben Räuber eine Tat vollbracht, wie sie eben nur in Amerifa vorkommen kann. Sieben Desperados über wältigten den Dorfgendarm, besezten die Bank, sprengten den Geldschrank mit Dynamit und erbeuteten über 30 000 Mark. Die Beamten, die auf die Explosion erwachten, wurden erschossen. Dann hielten sie das ganze Dorf in Schach und schossen jeden nieder, der sich auf der Straße zeigte. Ein Bankbeamter, dem es gelang, zu entkommen, schlug Feuerlärm und schaltete das elektrische Licht ein. Darauf kamen die Bewohner zusammen und schlossen die Räuber ein. Es fand ein richtiges Gefecht statt, wobei die Desperados die elektrischen Lampen ausschossen. Man glaubt, daß bei dem Rückzugsgefecht wenigstens zwei Räu­ber verwundet wurden, aber es scheint wenig Aussicht zu sein, die ganze Bande gefangen zu nehmen.

Neue Eisenbahnentgleisungen. In der Nähe von Kan­sas City in Amerika entgleiste infolge Schienenbruches ein Bug der Atchison- Topeka- Santa- Eisenbahn, der mit einer Geschwindigkeit von 60 Meilen in der Stunde daherraste. Dreizehn Personen kamen bei dem Unfalle ums Leben, 25 wurden verlegt. Weit weniger schlimm ging eine Zug. entgleisung bei der Station Bockau in Sachsen ab, wo der Personenzug Adorf- Chemnitz aus den Schienen sprang. Dort trugen nur einige Passagiere und Bahnbeamte leichte Ver. Jegungen davon.

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Vermischtes.

Dito dito. In den Londoner Geschäften haben dt. Angestellten infolge der weiten Entfernungen mit dem Er­scheinen im Geschäft etwas Spielraum. In einem großen Schiffsgeschäfte müssen alle, die zu spät kommen, in einem Buche die Ursache ihrer Unpünktlichkeit eintragen. Der erste der Zuspätkommenden beginnt nun meistens mit den Worten: Zugverspätung"," Omnibuspferd gestürzt" oder wie der Fall gerade liegen mag, und die anderen seben dann darunter ebenso regelmäßig ein Dito". Und so gewöhnt sind sie an diesen formellen Eintrag, daß sie sich kaum je die Mühe nehmen, nachzusehen, was für eine Entschuldigung am Kopfe der Liste steht. Eines Morgens nun schrieb der erste Anfömmling gewissenhaft die Worte nieder: Frau be­fam Zwillinge", und zu seinem äußersten Erstaunen fand der Chef diese außerordentliche Entschuldigung die ganze Liste abwärts prompt geditot".

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Eine Fleischteuerung aus Irrtum. In St. Mary in angetrieben verzeichnet. Infolge dieses geringen Auftriebs Desterreich waren an der Markttafel nur 2619 Kälber als gingen die Viehpreise beträchtlich in die Höhe, Schlächt und Gastwirte mußten sich bequemen, diese Preise zu bezah­len. Eine Zeit danach berichtigte das Marktamt, daß in Wirklichkeit 3619 Kälber, also eintausend mehr angetrieben seien. Nun mußten die Verkäufer mit den Preisen herab­gehen, und infolgedessen entstand unter den Käufern, die schon Vieh eingekauft hatten, starker Unmut. In dem Tu­mult wurde die Markttafel zertrümmert.

Stiftung für ein Schwimmbad. Der Stadt Mann­heim hat der dort verstorbene Stadtrat Herschel die Summe von 500 000 Mark zur Errichtung eines Hallen- Schwimm­bades vermacht.

Lokales.

1. November 1905.

treffen am 6. November zum Besuch des Großherzoglichen ** Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen Paares in Darmstadt ein.

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und bis auf den heut Lenz 1. Er war d und hat ein Alter vor ein fehr friedliebender fonfervativen Partei a jeglichen religiöfen Barte aller Barteien in anwesend. Möge ihm * Lollar. Die Sammlung für die a Bezlar, dem Portland beschäftigten Kontrol Termin abgehalten. das Bezirkskommando Lollar beschäftigten einen besonderen Term * Basbad. Da

im nächsten Jahre hie gefeiert. Ein historis Feffpiel mit Darstellu fowie eine Ausstellung Anschauung bringen fol dem fog. Büttenberg noch sehr große Verbre lebhaften Freude über Helten alle Förderung d Beibgestern, der f chon sehr verdient Bereins für hessische B ge gaben dankenswerte An anstaltungen. Als

Kreisrat Fey, als Stel und Bürgermeister Aud gefchäftsführenden Aus Butzbach. De befahren. Bezahlt w Enlegjgweine 130­

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Es wird hier bracht, daß wieder e Ses Sparkassebezir bon 5 zu 5 Jahren f erhalten, welche bei de

und sich darüber, sowi

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Die Sigungen des Schwurgerichts der brudh erheben zu fönner

Militär, durch Auflösun Gründung eines eigenen Es werden hiernach nach diesen Bedingungen age der Dienstbücher, e ber gute Führung, fo buchs( die Angabe der Falls) bei unserer Staffe Wohnorts bis zum 15. Gießen, den 30.

Provinz Oberhessen für das 4. Duartal werden Montag, den 4. Dezember unter dem Vorfize des Land­gerichtsrats Schmeckenbeche: ihren Anfang nehmen.

* Zur Landtagswahl. In der gestrigen Ver­bezirks Eberstadt- Pfungstadt Gernsheim, zu der sammlung der Vertrauensmänner des 10. Landtagswahl­auch der seitherige Abgeordnete Geh. Regierungsrat paas

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