iglich zu benachric
emeinden, wenn Ant
rarzt Hofmann von
Gemäßheit des Artitel nrod, Schadenbach, Ha Dfleiden angeordne
Söingen, Maulbach, D die Orte Hombu
ere und zu den erweitigen Festlegung de n aber getöteten mit
en, Mauleseln, Rinder and oder Rauschbrand on zu entschädigender
- mit deren Buftima er Großh. Kreisveter
praktischen Veterinära
dung.
4.
nt Alsfeld.
ingen
In diesem Jahre a..
Kontrol
enhausen. ornholzhausen, C nach Rechtenbad
dorf, Launsbach, Odes
gs für Reserve unl
of( Wirtschaft Brid enhausen, Salzböden Erfahreserbe bon f( Wirtschaft Brit
chtenbach, Vollntie Hochelheim, Hörnsher
usgang nach Webla
mar.
Hauptmeldeamt einzu
en, diefelben find bis
it Atteften des Arztes
nur in den dr in gen
nen Füßen und reiner Jen daher sämtlich utenhofen, Kinzenba ungen werden Fu
, am 16. April 9 1
d franko.
Marktstr. 5.
ige Bedarfsartikel. -Vidil- u. Block
The Apparate
esucht. nes Del mobius Sohu Hannover
Kronach.
er, Teppiche, entfer Per Dose 25 P Dosen 1 Mk., Por m, Leder, Schuh
Email, Marmor, I
Gold, Silber, Mes
ben.
Basel
HÄUSLICHEN
ader
Iz
AM
HERD
In gewisser Art lernen wir von den Kindern mehr, als die Kinder von uns. Wer ein Auge hat, lernt hier den Menschen. Wenr die Sonne aufgeht, kann sie der Blid umfassen. Wer yen, wenn es hoch Mittag ist?
fann
Selbst ist die Frau.
Ich war durch allerlei Verhältnisse allmählich in die verzweifelte Lage gekommen, mich nach einer Stellung als Stütze des Dienstmädchens" umsehen zu müssen, da sich unsere Familie und dementsprechend Bisher war auch unser Wohnung vergrößert hatte. ich selten oder nie mit jener Gattung von weiblichen Wesen zusammengekommen, welche heutzutage die Familien und im weiteren somit die Welt regieren. Sie können sich also denken, wie mir das Herz schlug, als ich den schweren Gang nach dem Mietsbureau einschlug, um mich mit Leib und Seele zu verkaufen. Ich hatte mich, um einen möglichst vorteilhaften Eindruck zu machen, so einfach wie denkbar in Schwarz gekleidet und jeden Schmuck beiseite gelassen, denn mir war von einer älteren, durch bittere Erfahrungen gewizigten Freundin bereits gesagt, daß man nur durch äußerst bescheidenes Auftreten an jener Stelle sich die Gunst der maßgebenden Personen zu erringen hoffen dürfe.
So stand ich denn bald, demütig in eine Ecke gedrückt, in den von einer eleganten weiblichen Dienstbotenwelt erfüllten Räumen und harrte ängstlich der Dinge, die mir bevorstanden. Es dauerte auch nicht lange, da trat ein sehr geschäftsgewandter junger Mensch auf mich zu mit der Frage:" Sie nünschen?" Ich setzte demselben nun mit möglichst zu Herzen gehenden gutgestellten Worten auseinander, in welch bedauerlicher Situation ich mich befände und wurde von ihm zunächst durch eine Handbewegung einer älteren, strengblickenden Dame vorgestellt, welcher man die Gewohnheit des Herrschens auf den ersten Blick ansah. Dieselbe musterte mich von oben bis unten durch ein Pincenez, und als ich ihr einigermaßen zu gefallen schien, hatte sie die Güte, folgende Worte an mich zu richten:
Sie sind wohl heute zum erstenmal hier?" Ich gestand dies zitternd ein. " Ja," fuhr sie alsdann mit Kennermiene fort,„ das merkt man gleich. Wohl noch nicht lange verheiratet?"
" doch!" wagte ich schüchtern zu entgegnen, fast sechs Jahre hindurch. Ich habe mir aber bisher noch immer so allein durchgeholfen!"
Das Gesicht der Gestrengen wurde erheblich länger. Das spricht allerdings nicht besonders zu Ihren gunſten!" meinte sie darauf, am Ende sind Sie auch schon im Besitz von Kindern?"
Ich errötete über und über bei dieser Frage, denn ich war darauf nicht gefaßt gewesen, und schwieg.
Ob Sie Kinder haben?!" wiederholte sie in höchst energischem Tone, verschweigen dürfen Sie hier nichts!"
Ich sah ein, daß es unter solchen Umständen wohl am besten sei, ein offenes Geständnis abzulegen und so hauchte ich denn leise:„ Allerdings! Vier an der Zahl, zwei Knaben und zwei Mädchen; aber," fügte ich gleichsam entschuldigend hinzu, das jüngste ist noch ganz klein!"
D! hätte ich diese verhängnisvolle Aeußerung nie getan! Ein Hohnlachen, so schrill, so durchdringend, daß es mir heute noch in den Ohren gellt, war die einzige Antwort, deren mich die augenscheinlich auf das höchste empörte Dame würdigte. Dann wandte sie sich entrüstet von mir ab und, indem sie halb nach rückwärts mit dem Finger auf mich zeigte, rief sie einer samtstroßenden Freundin zu:„ Du, Jette, hier is eene, die vier janz Kleene Jöhren hat! Wie wäre et damit? Haſte nich Mumm Jufernante zu spielen?"
Dieser föstliche Wiz wurde natürlich rings umher auf das denkbarste belacht und im nächsten Augenblick war ich der ausschließliche Gegenstand der eingehendsten Beobachtungen. Ich glaubte vor Scham über meine ungeheure Taktlosigkeit in den Boden sinfn zu müssen und hätte wer weiß was dafür gegeben, wenn ich diesem Moment draußen vor der Tür gewesen wäre; aber das ging nicht an, der Rudrang von engagements
suchenden Herrschaften war ein zu großer. Ich lie meinen Schleier herunter, denn ich wollte mir nicht m lassen, daß mir aus Reue über m. Vergehen Tränen in die Augen getreten waren, und drücie mich wieder still in meine Ecke, in Ergebenheit das weitere abwartend.
Es kamen denn auch wirklich im weiteren Verlauf der Dinge noch verschiedene Damen an mich heran, die sich für mich zu interessieren schienen, aber die Unterhandlungen zerschlugen sich stets wieder. Der einen lag meine Wohnung zu hoch, der andern paßte diejenige Modezeitung nicht, welche in meinem Hause gehalten wird u. s. w. u. s. w., ja, ein sehr kokett dreinschauendes, verhältnismäßig junges Fräulein fragte mich sogar auf den Kopf nach dem Aussehen meines Gatten, ob derselbe blond, brünett oder schwarz sei, was er für Augen habe u. s. w.; da ich aber leider bedauern mußte, keine Photographie von ihm mitgebracht zu haben, so ging auch diese achselzuckend davon. Wer kann denn aber auch immer an alles denken? So mußte ich denn in meiner Verzweiflung von ferneren Bestrebungen ablassen, denn ich glaubte auch zu bemerken, daß hauptsächlich meine schwächs liche Körperkonſtitution überall einen höchst ungünſtigen Eindruck machte und Aeußerungen, wie:„ Na, ob das Ding auch ordentlich wird anfassen können?" oder:„ Die scheint auch nicht an schwere Herrschafts- Arbeit gewöhnt zu sein!" hatten mehrfach mein Ohr erreicht.
Ohne zum Resultat gekommen zu sein, verließ ich das her in tiefen Gedanken über das sociale Elend der Herrschaften das Kontor und bin dort auch nie wieder hingekommen. Ueber meiner Küchentür prangen seit jenem Tage in großen Lettern die Worte:„ Selbſt iſt die Frau!"
Eine Gewißigte.
Küche und Keller. ,, Eine halbe Zitrone noch da, du brauchst also keine mitzubringen", sagt die Hausfrau zum Mädchen, als sie dieselbe zum Einkaufen ausschickte. Zder wie fatal! Als sie hernach die Zitrone gebrauchen, ht sie total verschimmelt. Leicht hätte sie diese Verlegenhet vermeiden und die angeschnittene Zitrone wochenlang halten önnen, ohne daß sich Schimmel bildete, wenn sie dieselbe mit der Schnittfläche auf ein Töpfchen mit etwas scharfem Essig gelegt hätte.
Honig zu prüfen. Die sparsame Hausfrau wird in der Zeit; in der die Butter sehr teuer ist, gern zwischendurch Honig zum Bestreichen des Brotes verwenden, zumal das kleine Volk die süßen Honigbrötchen gar gern ißt. Da wird es der Mutter willkommen sein, ein einfaches Verfahren kennen zu lernen, welches es ihr ermöglicht, Honig auf seine Reinheit zu prüfen. Man tut zu diesem Zwecke einen Eßlöffel Honig und zwei Eßlöffel Spiritus in ein Fläschchen, schüttelt es tüchtig, bis sich de Honig gelöst hat, und setzt es ruhig nieder. Nach kurzer Zeit zeigt sich bei gefälschtem Honig ein Satz in der Flasche, während dies bei reinem Honig nicht der Fall ist.
*
Für fleißige Hände.
Ob es wohl möglich ist, Katis Puppe neu aufzupuzen, denkt Mutter, als sie dieselbe prüfend betrachtet. Sonst ist sic noch sehr schön erhalten, aber der Wachskopf ist eigentlich nich. mehr anzusehen, Katis zärtliches Streicheln und Küssen hat ihm alle Farbe und Frische genommen. Solche Wachsköpfe frischt man auf, indem man das Gesicht mit ungesalzener Butter mittelst Watte abreibt, die Wangen etwas mit rotem Puder betupft und Augenlider und Brauen mit Delfarbe vorsichtig nachzieht. Der Kopf wird wie neu, und Püppchen von Mutters geschickten Händen neu geputzt, wird von Kati jubelnd begrüßt werden.
Büchergestell. Wer keinen Schrank für die Bücher und Spielsachen der Kinder hat, kann sich leicht als Ersatz kleine Gestelle aus großen leeren Garnrollen herstellen. Zwei oder drei gleichgroße Brettchen werden an jeder Ecke durchbohrt, durch jedes Loch zieht man eine starke bunte Schnur, wenn das Gestell an der Wand hängen soll, oder einen starken Eisendraht zum Stehen auf dem Boden. Auf die Schnur oder den Draht reiht man zwischen je zwei Brettern an jeder Stelle gleichviel Garnroüen auf, verbindet oben die Schnur und lackiert das Gestell schwarz oder braun.
9
Nr. 72.
Donnerstag, den 31. März.
1904.
Oberbessische Familienzeitung.
Tägliche Unterhaltungs- Beilage
der
Gießener Neueste Nachrichten.
Band and Beslag ber Softener Berlagadradoret, vorm. Bilh. Reller'sche Bugbraderei( gegs. 1788); ser: Ibis@lois
1. Fortsetzung.
2.
Gewissensqualen.=
Kriminal- Roman von Robert Buchanan.
Obgleich diese Erzählung zum überwiegenden Teile von Dingen handelt, bei denen ich nur die Rolle eines Zuschauers spielte, so möchte ich doch, bevor ich fortfahre, ausdrücklich erklären, daß ich durchaus nicht abergläubisch bin. Ich wußte recht gut, daß an der Beunruhigung und dem Unbehagen, das ich empfand, mein überangestrengter Geist und meine überreizten Nerven die Schuld trugen, obwohl ich sonst nervöſen Wahnvorſtellungen nicht unterworfen bin. Ich glaubte damals nicht eben so wenig wie ich es heute glaube--, daß mein wiederholter Traum und die merkwürdige Begegnung, die ich später hatte, einem übernatürlichen Einflusse zuzuschreiben sind; es gibt dafür auch natürliche Erklärungen. Tatsachen indessen bleiben Tatsachen, und ich will sie hier getreulich berichten.
Da ich in Dublin ein paar Stunden Aufenthalt hatte, fuhr ich nach einem Gaſthause und erfrischte mich dort durch ein Bad und eine gute Mahlzeit. Neu gestärkt begab ich mich wieder nach dem Bahnhofe und kam gerade rechtzeitig zum Zuge nach Ballina. Es war dies ein sogenannter gemischter Zug, der nur von wenigen Personen besetzt war, und es fiel mir daher nicht schwer, ein Abteil für mich allein zu bekommen. Als ich in meinem Abteil das Gepäck untergebracht hatte, machte ich es mir behaglich, hüllte mich in meinen Mantel, setzte mir meine Reiſemüße auf und überließ mich meinen Träumereien.
Ich muß wohl eine ganze Weile geschlafen haben, denn als mein Bewußtsein zurückkehrte und ich noch immer mit geschlossenen Augen auf das Rumpeln und Rasseln des sich langsam fortbewegenden Zuges lauschte, war es mir, als ob ich ganz dicht in meiner Nähe einen Seufzer vernähme. Ich ſchlug die Augen auf, und mein Blick begegnete dem zweier anderer, großer Augen, die sinnend auf mir ruhten. Unwillkürlich ſprang ich auf. Eine in Schwarz gekleidete Dame saß mir gegenüber, die bei meiner Bewegung heftig zusammenfuhr, dann wandte sie ihr Gesicht ab, zog ihren Schleier herunter und ſah zum Fenſter hinaus.
" Ich
ich... bitte um Entschuldigung", stammelte ich. Ich bedauere unendlich, daß ich Sie erschreckt habe; ich glaubte jedoch, ich wäre allein."
Die Fremde antwortete nicht, und ich nahm wieder meinen Siz ein und betrachtete meine Reisegefährtin. Sie war in tiefſter Trauer, und nach ihrer Gestalt und dem flüchtigen Blick zu urteilen, den ich auf ihr Gesicht hatte werfen können, mußte sie noch sehr jung sein. Ich machte noch ein paar Versuche, eine Unterhaltung anzuknüpfen, sie ging jedoch nicht darauf ein. Zwei Stunden Fahrt lagen noch vor mir, und der Gedanke, einen Teil dieser Zeit in angenehmer Unterhaltung mit einer Nachbarin zu verbringen, war zu verlockend, als daß ich ihn ohne weiteres aufgegeben hätte.
Noch einen anderen Fühler streckte ich aus, um ihre fühle Zurückhaltung zu überwinden; ich legte ihr die Zeitung hin, die ich mir in Dublin gekauft hatte. Zu meinem Erstaunen machte sie jedoch mit der Hand eine abwehrende Bewegung und saate:
( Nachdruck verboten.))
" Ich danke sehr, ich möchte nicht lesen; haben Sie die Güte, die Zeitung wieder fortzunehmen."
Verlegen zog ich mich in meine Ecke zurück, und nun selbst die Zeitung vornehmend, ließ ich meine Augen über deren Inhalt gleiten. Ich hatte kaum zehn Zeislen gelesen, als eine Bewegung meiner Reisegefährtin von neuem meine Aufmerksamkeit auf sie lenkte. Sie hatte den Schleier zurückgezogen, und ich konnte jetzt ihr Gesicht deutlich sehen. Sie sah sehr jugendlich aus und besaß besondere Schönheit; das war aber weiter nicht auffallend, merkwürdig war der Umstand, daß es mir so bekannt vorkam, obwohl ich mich nicht erinnern konnte, wann und wo ich die Dame schon einmal geſehen hatte. Ihre runden Wangen waren leichenblaß, ihre großen schwarzen Augen waren mit Tränen gefüllt und starrten gedankenlos vor sich hin.
Augenscheinlich befand sich meine Gefährtin in großer Betrübnis und ich brachte ihr sofort mein Mitgefühl entgegen. Ich stand auf, setzte mich ihr gegenüber und war eben im Begriffe, ſie anzureden, als sie ihne Augen zu mir erhob; stumm sahen wir uns einander an. Und plötzlich durchzuckte mich der Gedanke, daß sie ja eine verblüffende Aehnlichkeit mit der Erscheinung besaß, die mich dreimal im Schlafe besucht und die allein mich aus meinem Heim auf Reisen geschickt hatte.
Das erschreckte mich nicht wenig. Diese wirkliche oder vermeintliche Aehnlichkeit erschien mir geradezu unheimlich, und mein Erstaunen und meine Verwunderung müssen wohl in meinem Gesichte zum Ausdruck gekommen sein; denn auch meine Gefährtin schien überrascht und einigermaßen erschrocken zu sein.
Verzeihung", begannn ich das Gespräch, haben wir uns vielleicht schon früher einmal gesehen? Ihr Gesicht kommt mir so bekannt vor, und doch kann ich nicht sagen, wann und wo wir uns bereits begegnet sind."
"
Sie zögerte einen Augenblick mit der Antwort und entgegnete dann mit leiser, deutlicher Stimme, die einen schwachen Anflug des musikalischen irischen Accentes verriet: Nein, mein Herr, ich kenne Sie nicht, und ich glaube auch nicht, daß wir schon einander gesehen haben." Indem sie das sagte, wandte sie sich ab, als ob sie der Unterhaltung ein Ende zu machen wünschte.
Aber ich wollte sie durchaus fortsetzen. Ich bedaure aufrichtig, daß Sie Kummer zu haben scheinen."
Sie wurde rot und sah mich fast ärgerlich an, sprach aber kein Wort. Wiederunm brachte ich eine Entschuldigung vor, und dann, von der Aussichtslosigkeit aller Versuche, eine Unterhaltung anzuknüpfen, überzeugt, ergab ich mich der Lesung meiner Zeitung.
Aber die Buchstaben tanzten vor meinen Augen, und meine Gedanken kehrten zu dem schrecklichen Traume, der mich so geängstigt hatte, zurück. Entweder war mein Kopf nicht ganz klar oder ich sah hier leibhaftig in Fleisch und Blut die Erscheinung meines Traumes vor mir ſizen, und um das Zusammentreffen noch ähnlicher zu machen, war auch sie gleich ihrem Urbilde in tiefste Trauer gekleidet. Das blasse, ver


