Ausgabe 
30.1.1904 Zweites Blatt
 
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Nr. 25.

Zweites Blatt.

Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., In's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­jährlich Mr. 1.50.

Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich).

Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Samstag, den 30. Januar 1904.

Gießener

13. Jahrgang.

Jusertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ober Hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfs. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluk Nr. 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Ein neues elektrisches Wunder.

Aus London kommt die Nachricht, daß Edison, der große elektrische Wundermann, die Reihe seiner epochemachenden Erfindungen um eine neue Sensation vermehrt hat: Er will demnächst mit einem Apparat an die Oeffentlichkeit treten, der den Benütern des Telephons ermöglichen soll, sich gegen­seitig während des Gesprächs zu sehen.

So wunderbar die Sache dem Laien klingt, so wenig über­rascht sie wenigstens in der Theorie den Fachmann. Auch das Telephon in seiner jeßigen Gestalt wäre wohl noch, kurz bevor es in die Erscheinung trat, von den meisten als ein Fabelding aus einem Verneschen phantastischen Roman angesehen worden. Und jetzt gehört es zu den alltäglichsten Gebrauchsgegenständen, die jedem Kinde vertraut sind. In der Theorie findet das, was für den Schall möglich war, für das Licht durchaus die gleiche Anwendung. Die Aus­führung in der Praxis allerdings ist eine andere Frage, und man wird gut tun, sich vorläufig der mit Siegesgewiß­heit angekündigten Edisonschen Erfindung gegenüber fühl abwartend zu verhalten.

Ungläubig braucht man aber deshalb nicht zu sein. Sind doch in letzter Zeit auf dem Gebiete des elektrischen Fern­sehens von den verschiedensten Seiten praktische Versuche gemacht worden, die teilweise recht schäßenswerte Resultate ergaben. Der Neapolitaner Adriano Nisco z. B. ist dabei, wie es ohnehin nahe liegt, von den lichtelektrischen Eigen­schaften des Elements Selenium ausgegangen, die bekanntlich auch zur Erzielung einer drahtlosen Telephonie versuchsweise verwertet worden sind. Nisco hat sich einen sinnreichen Appa­rat erdacht. Ein Netz metallischer Drähte ist in eine Schicht von Gummilack oder einen anderen isolierenden Stoff einge­bettet. Bevor diese Masse hart geworden ist, wird durch die Mitte jeder Masche die Spike eines Kupferdrahtes gesteckt und dann das Ganze mit einer Feile geglättet. Auf die so zubereitete Fläche wird eine feine Schicht Selen gebracht und dann letztere ſoweit erhitzt, daß sie die zur Erwerbung der lichtelektrischen Eigenschaften nötige kristallinische Form an­nimmt. Die Spißen in der Mitte der Maschen sind die Enden ebensovieler Drähte, die in einer Hartgummitrommel enden. Ein Metallmesser ruht auf der Oberfläche des Zy­linders. Wenn dies Messer um die Trommel mit einer Ge­schwindigkeit von 600 Umdrehungen in der Minute gedreht wird, so kommt es nacheinander in Berührung mit allen Drahtenden des Zylinders, und zwar in einer Sekunde mit jedem einmal. Dadurch entsteht ein dauernder Strom. Einer der Pole endet im Selen, der andere durch ein Telephon in dem Messer. Wenn dieses sich dreht, so ist der Strom ge­schlossen, tritt in die Selenplatte ein, geht durch alle Drähte hindurch und gelangt zum anderen Pol, nachdem er das Telephon durchflossen hat. Es gibt ebensoviele Ströme wie Maschen. Da sich der elektrische Widerstand des Selen in jeder Masche mit der größeren oder geringeren Stärke des auftressenden Lichtwechsels ändert, so wird auch die Stärke des elektrischen Stroms entsprechend verschieden sein. Das Telephon wird also Töne erzeugen, deren Stärke der des auftreffenden Richts entsprechend ist. Die Aenderungen der Lichtstärke sind zunächst in hörbare Veränderungen umge­jormt, die im Empfangsapparat wieder in Lichtänderungen umzuwandeln wären. An der Empfangsstation wird ein anderes Telephon in gleiche Schwingungen versetzt und über­trägt diese auf einen Stromunterbrecher, der bei jedem Durchgang des Stroms einen Funken hervorruft. Der Ver­lauf der Funkenbildung muß völlig den Erregungen des Telephons durch das Licht an der Sendstation entsprechen.

Dies Experiment gibt demnach allerdings eine Möglich. feit zur Uebertragung von Lichtunterschieden. Nisco hal aber noch nicht verraten, ob er auf Grund dieser Versuche dazu gekommen ist, auch ganze Bilder gleichzeitig auf große Entfernungen dem Auge vorzuführen, wie es Edison ver­spricht. Es ist leicht möglich, daß der findige Amerikaner seine Behauptung tatsächlich wahr macht und seine Kon­furrenten um eine Nasenlänge schlägt. Ebenso leicht möglich aber ist es, daß nach dem uralten Erfahrungssay, der sich, noch bei jeder großen Neuumwälzung auf dem Gebiet mensch. licher Erfindungstätigkeit bewahrheitet hat, der elektrische Fernseher von mehreren Forschern gleichzeitig und nach ver­schiedenen Systemen der Menschheit als Angebinde der modernen Technik überreicht wird.

Geheimniffe der Kindes leele.

Man nennt mit Stolz die jetzige Zeit die goldene Zeit des Kindes". Die Tagesblätter sind voll von spaltenlangen Berichten über Komitteesizungen, die sich mit dem leiblichen und geistigen Wohle unserer lieben Kleinen befassen, das verfeinerte, vertiefte Eingehen auf die Denk- und Anschau­ungsweise hat sogar schon zu einer eigenen Kunstrichtung für das Kindesalter geführt. Und doch, wie weit sind wir noch von einem wirklichen Verständnis der Kindesseele entfernt. Das müssen sich Eltern und Erzieher täglich mit oft recht schmerzlicher Resignation eingestehen. Gibt es doch eben noch genug Fälle, in denen im tindlichen Gemüt frankhafte Regungen sich betätigen, von denen der Laie kein erständnis besitzt und die nur die Sand des erfabrenen

Nerven- und Seelenarztes auf den normalen Weg zurück­führen kann.

So mancher Lefer dieser Zeilen wird sich auf seine eigene Jugendzeit erinnern, als er noch die Schule schwänzte, viel­leicht aus Angst vor einer Strafe, oder weil er ein Ballspiel der Schule vorzog. Erfuhren es dann die Eltern, so bekam man die angemessene Strafe und man hatte auf einige Zeit vom Schulschwänzen genug. Diesem, man könnte sagen, normalen Schulschwänzen gegenüber steht das pathologische, das krankhafte Schulschwänzen, und das Davonlaufen der Kinder, vorzugsweise männlichen Geschlechtes. Abgesehen von den hysterisch oder epileptisch veranlagten Knaben gibt es solche, die gar keine zeren Merkmale einer Krankheit an sich tragen, obwohl ihr Seelenleben getrübt ist. Trotzdem besuchen sie die Schule ganz regelmäßig, kommen ihren Pflichten nach, bis sie auf einmal infolge irgend einer Verstimmung oder Mißstimmung vom Wandertrick Dromomanie lautet der wissenschaftliche Name- gepackt werden. Sie müssen fort, und feine Gewalt kann sie mehr zurückhalten. Sie irren tagelang umher, werden sehr oft in halbverhungertem Zustande aufgefunden und in das Elternhaus zurückgebracht, und dann versprechen sie, nie mehr davonzulaufen. Doch sie sind nicht imstande, ihr Ver­sprechen zu halten sie laufen wieder davon, wenn sie der Wandertrieb packt. An Wandertrieb erkrankte Kinder zu prügeln, wäre nicht nur zwecklos, sondern auch gefähr= lich, da hierdurch die Erkrankung nur gefördert würde. Durch die Schläge wird vielleicht eine neuerliche Verstim­mung hervorgerufen, und das Kind läuft abermals davon. Was hier nottut ist: auf die Seele des Kindes zu wirken. Seine Stimmung soll gleichmäßig sein, mit einem Worte findlich bleiben. Auch bei nicht allzu großer Anstrengung dürfte es den Eltern und Erziehern gelingen, die Mo­mente zu entdecken, die das Entstehen von trüben Gedanken im findlichen Gemüte verschulden. Sie zu beseitigen, wird dann nicht mehr schwer fallen.

Eine zweite Erkrankung der findlichen Seele sind die Zwangsvorstellungen. So gibt es Kinder, die glauben, beim Lernen eine gewisse Stellung einnehmen zu müssen, um Erfolg zu haben. Andere leiden an Erinnerungs­zwang"; es schwebt ihnen immer vor, daß ihnen einmal etwas unangenehmes zustoßen werde, und dergleichen mehr. Das behindert sie in der Lernfähigkeit. Diese sonst ganz gesunden Kinder müssen auch individuell behandelt wer= den. Wenn man sie an ein selbständiges Denken zu ge= wöhnen und im allgemeinen ihren Mut zu heben trachtet, so kann der Erfolg nicht ausbleiben.

Ein eigenartiges Gebiet der Geheimnisse der Kindes­seele bilden die von den Nervenärzten unter Triks zu­sammengestellten Erscheinungen. Darunter versteht man die mit den verschiedenen Körperteilen vollführten blitarti­gen Zuckungen, wie das Blinzeln, das Mundspitzen, Beißen in die Lippen, Schulterzuckungen und Drehbewegungen mit dem Kopfe. Diese Eigenschaften der Kinder, die man ge= wöhnlich nur als Unarten betrachtet, sind in Wahrheit krank­hafte Erscheinungen. Interessant ist oft die Entstehung des Blinzelns. Gelangt zum Beispiel in das Auge eines Kin­des ein Fremdkörper, so blinzelt das Kind instinktiv so leb­haft, daß der Fremdkörper dadurch entfernt wird, das Blinzeln aber gewöhnt sich das Kind nicht mehr ab. So berhält es sich auch mit den Zuckungen anderer Körperteile. Ein schlecht ſizender Kragen hat schon sehr oft den Trik, mit dem Kopfe immerfort Drehbewegungen zu machen, her­vorgerufen.

Das Kind mit der lebhaften Phantasie- wie oft drücken manche Eltern ihre Freude darüber aus, daß ihre Kinder mit dieser Eigenschaft ausgestattet sind, allein sie täten gut daran, auf diese Phantasie ein klein wenig acht zu geben. Denn es könne sehr leicht vorkommen, daß diese Phantasie zu einer pathologischen Träumerei wird; das Kind verliert dann den Zusammenhang mit dem wirklichen Leben und bildet sich etwa ein, ein Dornröschen zu sein, und zwar in einem Alter, wo eine lebhafte Verkittung mit den außernatürlichen Dingen entschieden krankhaft ist. Träumerische Kinder verfallen sehr oft in Melancholie und kehren nur selten wieder in das normale Leben zurück. Es ist daher eindringlich anzuraten, den sogenannten ,, aufge­weckten" Kindern nicht allzu phantastische Märchen zu er­zählen, sondern ihren träumerischen Hang durch Handarbei­ten und andere praktische Betätigungen auszurotten.

Ueberhaupt ruft nicht so sehr die Ueberbürdung in der Schule, als gerade das vorschulpflichtige Alter das nervöse Kind hervor. In diesem Alter ist doppelte Vorsicht und Wachsamkeit geboten.

Kunft und Wissenschaft.

FD. Zum 90. Geburtstag des Geheimrats Prof. Eduart Zeller waren gestern Abordnungen der Universitäten Berlin, Tübingen, Heidelberg, Bern, sowie von der Berliner Aka demie in Stuttgart erschienen, um dem Senior der deutschen Philosophen den Ausdruck ihrer Verehrung darzubringen. Die Universität Bonn übersandte eine Adresse. Die Universi tät Marburg sandte eine tabula gratulatoria, Rostock ein Glückwunschtelegramm. Der Kaiser übersandte dem greisen Gelehrten sein Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift und einem Handschreiben, in dem er die Verdienste des Jubilars um die deutsche Wissenschaft hervorhebt und zugleich betont, wie nahe jener dem Kaiserboor Friedrich gestanden habe

Der preußische Kultusminister Dr. Studt sprach seine Glück­wünsche in einem herzlichen Telegramm aus. Im Auftrage des Königs von Württemberg überbrachte der Kultusminister Dr. v. Weizsäcker dem Jubilar das Großkreuz des Friedrichs­ordens.

LO. Die erste Doktorin der Königsberger Universität. Zum erstenmal wurde in der Königsberger Albertina eine Dame zum Doktor promoviert. Es ist ein 1857 geborenes Frl. Pancritius. In ihrer Dissertation behandelte sie die Kriegs­geschichte. U. a. verteidigte sie gegen ihre Opponenten die These, daß die Schlacht bei Cannä am rechten Ufer des Aufidus geschlagen worden sei. Als ältestes Mitglied der Fakultät beglückwünschte Geheimrat Professor Dr. Schade Frl. Pancritius. seine fleißigste Zuhörerin", die auch in dieser prächtig geschriebenen Dissertation einen Fleiß befundet habe, wie er wohl auch, anderen zu wünschen wäre".( Al­gemeine Heiterkeit im männlichen Auditorium.) Endlich hielt als Vertreter der philosophischen Fakultät Herr Pro­fessor Dr. Rühl die offizielle Ansprache an die Doktorandin. Es sei zu wünschen, daß die erste Doktorandin nicht die letzte sei, vielmehr eine lange Reihe eröffne, und als glückliche Vor­bedeutung sei es zu begrüßen, daß das Thema nicht irgend­wie im praktischen Gebiete, sondern in einem reintheore­retischen liege

BM. Mit der Tuberkulose- Theorie Professor Behrings be­schäftigte sich der erste österreichische Molkereitag, der in Wien tagt. Behring ist bekanntlich der Ansicht, daß die Tuberkeln aus der Kuhmilch in den Darm der menschlichen Säuglinge übergeführt werden und durch die weiche Darm­schleimhaut sich im Körper verbreiten. Er empfiehlt Keim­freimachung der Milch durch Formalien. Die Mehrzahl der Redner verhielt sich der Behringschen Theorie gegenüber fühl abwartend, wie dies auch der Standpunkt mehrerer be­deutender deutscher Spezialisten ist. Ohne eine sorgfältige Erprobung des Behringschen Grundsatzes könne man zur Frage des Zusages von Formalien zu der für menschlichen Genuß bestimmten Milch noch keine Stellung nehmen.

Vermischtes.

[ Der lekte schweizerische Postillon vom St. Gotthard, I Michel Danioth in Luzern, wurde vom Bundesrat nad 53jähriger treuer Dienstzeit in den Ruhestand versetzt. Ei war der letzte, der von den einst so beliebten, von Fluelen bis Camerlata allbekannten Postkondukteuren übrig geblie ben ist. Mehr als dreißig Jahre lang begleitete er die viel besungene Post, und so manches besonderes Geschehnis hat ihn in den unwirschen Gebirgsregionen bis zum Hospiz hin­auf zum Zeugen gehabt. Die Gotthardbahn hat den roman­tischen Teil seines Lebens, den seiner Fahrten über die alte Hochgebirgsheerstraße, zum Abschluß gebracht.

A[ Die Scftierer".] Einen eigenartigen Einwand gegen die Gründung einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft teilen russische Blätter mit. Der Gouverneur versagte seine Genehmigung zu dem Statut, weil die Mitglieder Sek­tierer" seien, was ganz klar aus folgendem Paragrapher hervorgehe: Jeder, der in die Genossenschaft als Mitglied eintritt, muß folgendes unverbrüchlich beobachten: er mu sich ehrlich und nüchtern aufführen, fleißig arbeiten, wedei böse noch zanksüchtig sein, keine Schimpfworte gebrauchen, den Kameraden sowie Fernstehenden höflich entgegenkom men, die Bejahrten ehren, fremdes Eigentum achten, keine Karten oder andere schlechte Spiele spielen, ohne zureichenden Grund keinen Arbeitstag verfehlen oder sonst seine Arbeits: pflicht versäumen und stets freundlich und frohgemut sein." Solche Seftierer" sind allerdings furchtbar gefähr lich! Sie könnten den russischen Volkscharakter sonderbar beeinflussen.

A[ Ein Standbild aus Butter.] Etwas ganz eigenartiges wird der Staat Jowa zur Weltausstellung in St. Louis liefern, nämlich eine aus Butter verfertigte Statute von John Stewart, welcher der Begründer des Milchereiwesens in jenem Staate gewesen ist. Dieses Standbild wird während der Dauer der Ausstellung in einem Glasgehäuse aufbewahrt, in welchem dic Butter durch gekühlte Lust beständig auf niederer Tractalten wird.

[ Der Selftmord des Dichters.] Ueber einen merf­würdigen Selbstmord wird aus Paris berichtet: Martel Hullet war ein junger Dichter vom Montparnasse, dem es sehr schlecht ging. Da er in die tiefste Armut versunken war, nahm er das freundliche Anerbieten des Bildhauers Char­les Jolly, ihm Gastfreundschaft zu gewähren, an. Wer be­schreibt aber die Aufregung des Bildhauers, als er Montag Abend nach Hause kam und sein Atelier in eine Art Kapelle verwandelt fand. Die Wände waren schwarz drapiert, sym­metrisch aufgestellte Kerzer strahlten ein düsteres Licht aus und in den Armen einer steineren Venus lag die Leiche des jungen Dichters. Er hatte sich mit einem Strick aufgehängt, den er um den Hals der Göttin geschlungen hatte.

[ Die letzte Enkelin Andreas Hofers,] des Tiroler Nationalhelden, ist im Alter von 62 Jahren in Wien ver­storben. Sie hieß Adele v. Hofer und war die jüngste Tochter von Hofers Sohn Franz. Adele v. Hofer war völlig mittel­los, so daß nicht einmal Geld für die Krankenkosten und die Beerdigung vorhanden war.