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Seufzer. Lehrling( seinen Kopf im Spiegel betrach tend): Man kann vorher noch so hübsch aussehen, aber die Lehrzeit bringt einen doch aus der Proportion!"

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Kunit und Wissenschaft.

NL. Die Neuerwerbungen des Berliner Zeughauses wurden gestern im großen Lichthof vom Kaiser besichtigt, der nach der großen Paroleausgabe um 1 Uhr dort erschien. Das kostbarste Stück bildet ein Longobardenhelm, den der Monarch selbst in Frankfurt a. M. für 15 000 mt. ange­fauft und dem Zeughause überwiesen hat. Das alte Pracht­stück ist, mit olivengrünem Plüsch verziert, unter einer Glas­glocke auf grauem Marmorsockel aufgestellt. Hervorzu­heben sind ferner die Feldmarschallſtäbe Wrangels( rot mit gold) und des Grafen Blumenthal( blau mit gold). Da sind weiter ein alter Turniersattel, Hellebarden und ein paar seltene Schwerter; eines davon trägt im Knauf das Wappen des Deutschmeisters Konrad, Landgrafen von Thüringen( um 1200). Eine Menge alter Sporen und auch Steigbügel befinden sich unter den Neuerwerbungen, sowie der obere Teil einer Rüstung( Helm, Brustharnisch und Arme). Pistolen, Gewehre, Pulverhorn und zwei Kanonen alten Kalibers aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts reihen sich an. Auch ein paar alte Dreimaster sind da, einer mit Federbusch. Fünf farbige Bilder kleineren Formats stellen Offiziere und Mannschaften aus der Zeit von 1806-1814 dar. Ueber diesen interessanten Erwerbungen, die rings um das Postament der Borussia angebracht sind, wehen Fahnen und eine kleine seidengestickte Standarte, neu hergestellte Nachbildungen von Feldzeichen, welche die Russen 1806 aus dem Zeughause mitgenommen haben.

MR. 100 000 wertvolle Bücher verbrannt. Wie aus Turin gemeldet wird, sind bei einem großen Brande in der dortigen Bibliothef etwa 100 000 Bücher verbrannt. Auch set, c wertvolle Manuskripte wurden ein Raub der Flammen, darunter arabische, koptische, türkische und lateinische. Die Codices der Abtei Bobbio, sowie sehr seltene Sammlungen aus dem 15. Jahrhundert sind gerettet. Die Turiner Uni­bersität ist geschlossen, da einige Hörsäle einzustürzen drohen.

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Lokales.

28. Januar 1904.

Ter Großherzog begab sich am Mittwoch von London nach Windsor zum Besuch des Königs von England. ** Militärdienst nachricht. Oberleutnant Giese im Inf- Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116, wurde zum überzähligen Hauptmann befördert.

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Infolge Genusses verdorbenen Bohnensala ts in der Kochschule des Alice- Frauenvereins in Darmstadt find bis jetzt 16 Erkrankungsfälle bekannt geworden, von denen 4 bis heute tödlich verliefen. Im städtischen Kranken­hause befinden sich noch 5 Personen in ärztlicher Behandlung. Eine Behandlung mit Antitoxin war in Aussicht genommen, dasselbe fonnte jedoch nicht rechtzeitig beschafft werden( da nach den bis jeßt gemachten Erfahrungen eine günstige Wirkung nur zu erhoffen ist, wenn die Anwendung inner­halb kurzer Zeit nach dem Genuß der verdorbenen Speise erfolgt); übrigens liegen nur spärliche Erfahrungen mit diesem Mittel vor. Mit der wissenschaftlichen Untersuchung des mutmaßlichen Erregers der vorliegenden Bergiftungsfälle sind die Universitätsprofessoren Geheimen Medizinalräte Dr. Gaffty Gießen und Dr. Bost roem-Gießen betraut worden. Im Laufe des gestrigen nachmittags wurde eine weitere Sektion einer Verstorbenen vorgenommen, zu der auch Herr Dr. Gaffty- Gießen zugegen war.

Aus Darmstadt wird uns heute vormittag zu dem traurigen Vorkommnis in der Aliceschule noch ge- drahtet, daß zwei weitere Todesfälle eingetreten sind, und zwar verstarb gestern Abend Frau Hüfner, die Mutter von 3 unmündigen Kindern, und heute früh das Dienstmädchen Elise Klingner. Mit diesen zwei neuesten Fällen sind im ganzen bis jetzt 7 Personen verstorben, während 8 Personen noch frank darniederliegen.

* Die Eisenbahn- Verwaltung beabsichtigt auf der Strede Gießen Köln eine Anzahl Bahnwärterposten ein gehen zu lassen. An Stelle der Bahnübergänge sollen ent­weder Ueber- oder Unterführungen angelegt werden.

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Alice Frauenverein für Krantenpflege zu Gießen. Die schon seit einigen Jahren veranstalteten Vorträge über Krankenpflege hab.n auch für diesen Winter wieder ihren Anfang genommen. Herr Stabsarzt Dr. Ehrlich hat wie früher, in hoch anzuerkennender Liebens­würdigkeit die Aufgabe übernommen, dieselben zu halten. Sie finden jeden Montag und Donnerstag von 5-6 Uhr in der höheren Töchterschule statt. Der Zutritt ist frei und man sollte nicht versäumen, sich wertvolle Kenntnisse auf dem so wichtigen Gebiete der Krankenpflege anzueignen.

** Die Osterferien der Gießener höheren Lehr­anstalten beginnen am 26. März und beschränken sich auf 14 Tage.

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Ein Teilnehmer an der Kaisers- Geburtstags­feier der 7. Kompagnie in Lony Bierkeller in Gießen schreibt uns: Die Arrangierung der Feier gereicht der Kompagnie zu besonderer Ehre, die theatralischen Aufführungen gaben zu reißendem Beifall Anlaß und die Männerchöre waren tadellos; es herrschte unter den Vorgesezten und der Mannschaft eine ausgezeichnete Feststimmung."

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* General von Spiß, der Vorsitzende des Preußischen Landes- Kriegerrerbandes erläßt folgenden Aufruf: In Deutsch- Südwestafrifa fämpfen unsere Deutschen Brüder, unter ihnen unsere zur Fahne einberufenen Kriegervereins­fameraden, den Verzweiflungskampf gegen tausendfach über­legene Horden gut bewaffneter rebellischer Eingeborenen. Se. Majestät der Kaiser hat sofort die nötigen Hilfstruppen entsendet, aber schwere Sorge lastet auf uns, was bis dahin aus den hart bedrängten Kameraden und ihren Familien werden wird. Viele Kameraden haben bereits Hab und Gut verloren, manche werden ihr Leben für Kaiser und Reich hingeben müssen. So ist bereits mit unter den ersten unser hochverdienter Kamerad, der Vorsitzende des Krieger­vereins Windhuk, Leutnant d. R. der Schußtruppe Raimund

Boysen, im Kampfe gegen die Hereros bei Okahandja gefallen. Kameraden, wie wir immer ein Herz zeigten für Bedrängte, so werden wir jetzt unsere deutschen Brüder und Kameraden im fernen Afrika nicht im Stiche lassen. Wir bitten für sie um Gaben, die jeder nach seinen Verhältnissen gern geben wird, und ersuchen die Kameraden, etwaige Beiträge an den Vorstand des Preußischen Landes Kriegerverbandes, welchem durch Kyffhäuserbeschluß die Kriegervereine in Deutsch- Süd­westafrifa bis auf weiteres angeschlossen worden sind, einzusenden. Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Wir werden in der Parole" über die von den deutschen Krieger vereinen eingegangenen Gelder quittieren, sie vor­läufig deponieren und, sobald die Zeit gekommen, eine möglichst schnelle und sachgemäße Verwendung veranlassen. Wie im verflossenen Sommer für die durch Hochwasser ge= schädigten Kameraden in Schlesien die Beiträge verwendet worden sind, so sollen auch diesmal die von den Krieger­vereinen gesammelten Gelder ausschließlich für die Mitglieder der Kriegervereine Südafrifas Verwendung finden."

** Postverkehrs- Notiz. Der Meistbetrag für Bostanweisungen wie für Nachnahmen auf Einschreibsendungen, Bostpaketen und Postfrachtstücken ist im Verkehr mit Deutsch­

Neu- Guinea von 400 Mt. auf 800 Mt. erhöht worden.

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Siebente deutsche Lehrerfahrt nach Italien. Die während der legtjährigen Osterferien aus­geführten Spezial- Reisen deutscher Lehrer nach Rom und Neapel hatten einen so wohlgelungenen Erfolg, daß auch in den Osterferien dieses Jahres eine gleiche Reise und, wie vorweg bemerkt wird, mit ganz dem gleichen Programm ausgeführt werden wird. Dieselbe beginnt am Balmsonntag den 27 März in Luzern. Die gemeinschaftliche Reise endet in Neapel am Freitag den 8. April. Nicht- Lehrer fönnen unter gewissen Bedingungen an der Reise teilnehmen. Wer sich für die Sache interessiert, kann den ausführlichen Pro­speft( gratis und franko) von der Neuen Badischen Schul­zeitung" in Mannheim erfordern.

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Es sei wiederholt zur Vorsicht gegenüber unbekannten Darlehnsvermittlern gewarnt, die durch an­scheinend vorteilhafte Zeitungsinserate ihre Dienste anbieten, da es sich hier häufig um bestrafte, übelbeleumundete und vertrauensunwürdige Personen handelt, denen es nicht um die Beschaffung eines Darlehens, sondern um die Erlangung der Auskunftsgebühr zu tun ist. Wir sehen uns veranlaßt, diese Warnung zu wiederholen, da erst neuerdings wieder ein Darlehnsvermittler in vielen auswärtigen Zeitungen inseriert hat, welcher im Jahre 1902 wegen gewerbs- und wechselmä igen Wuchers mit 6 Monaten Gefängnis, 500 Mt. Geldstrafen und 2 Jahren Ehrverluft bestraft wor­den ist.

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Lich, 26. Jan. Gestern fand in den fürstlichen Waldungen die erste Holzversteigerung statt. Die Preise standen nicht sehr hoch. Für Buchen- Scheiter wurden bezahlt 30-32 Mt., Prügel 20-24 Mt., Stockholz wurde mit 10-12 Mt. abgelassen. Die Preise verstehen sich per Angebot von 4 Meter.

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Hungen, 28. Jan. Dieser Tage hat sich hier eine Attiengesellschaft gebildet, die eine Ziegelet erbauen und einen Ringofen anlegen will.

Lauter, 28. Jan. Wie alljährlich, so wurde auch gestern wieder der Geburtstag unseres Kaisers gefeiert. Es hatten sich zu der Feter der Krieger- und Gesangverein, so­wie Herr Lehrer Kredel mit den Schulkindern und außerdem noch zahlreiche andere Teilnehmer im Saale des Gastwirts Biz eingefunden. Herr Lehrer Kredel hielt eine zündende, patriotische Rede; passende Lieder wurden vom Gesangverein und den Schulkindern gesungen, sowie einige Gedichte von mehreren Schülern sehr schön und perfekt vorgetragen und von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen. Nachdem Herr Kredel ein dreifaches Hoch auf den Kaiser ausgebracht, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten, wurde zuin Schlusse das Lied, Deutschland Deutschland über alles" von sämtlichen Teilnehmern gesungen. Gemütlichkeit hielt eine große Zahl der Erschienenen noch einige Stunden beisammen bis man sich trennte mit dem Wunsche, Kaisers Geburtstag in 1905 in ähnlicher Weise zu feiern.

* Butzbach, 28. Jan. Der zur Disposition gestellte Generaladjutant des Kaisers, Generalleutnant v. Scholl stand s. 3 als Rittmeister hier in Garnison.

A Rotenburg a. d. F., 27. Jan. In Schwarzenhasel wurde vor einiger Zeit der Typhus eingeschleppt. Es ers frankten in einem Hause zugleich 3 Personen, von denen eine starb. Seitdem haben sich die Typhusfälle gemehrt, und es wurde jetzt festgestellt, daß das Trinkwassen infizirt ist, indem aus dem erwähnten Hause die Jauche, die auch die Ausscheidungen der Kranken enthielt, auf das Quellge­biet der Wasserleitung durchgelassen worden war.

+ Offenbach, 26. Jan. In seiner Belle erhängt hat sich gestern der wegen Blutschande verhaftete Maurer Prasch.

Frankfurt a. M., 28. Jan. Der Leiter des Frauen­stifts in Eckenheim übergab gestern einer Dienstmagd 225 Mt., um sie auf der Post hier in Frankfurt einzuzahlen. Statt auf die Post begab sich der 34 jährige Dienstbare Geist in ein Konfektionsgeschäft, kleidete sich von Kopf bis zu Fuße wie eine große Dame und begab sich dann auf den Hauptbahnhof, um nach Hannover abzudampfen. Dort nahm sie ein Schußmann aus irgend einem Grunde feſt, und dabei entpuppte sich die feine Dame als Durchbrennerin. 100 Mart hatte sie noch bei sich.

X Mühlheim a. M., 28. Jan. Heute Vormittag ex­plodierte in der chemischen Fabrit ein Kessel, zwei Schlosser wurden schrecklich verstümmelt und waren sofort tot.

-- Mainz, 27 Jan. Staatssekretär Kraette aus Berlin und Oberpostdirektor Kobelt aus Darmstadt waren gestern mit mehreren höheren Postbeamten hier. Der Besuch bezweckte eine Besichtigung der Postgebäude mit dem weiteren Zweck, festzustellen, ob ein neues Hauptpostgebäude errichtet werden soll. Anscheinend ist hierfür nicht viel Geneigtheit vorhanden.

+ Darmstadt, 28. Jan. Prinz Franz Joseph von Battenberg, befindet sich nach den letzten ärztlichen Berichten erfreulicherweise etwas besser.

Holz: Versteigerungen.

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Stockhausen. Samstag den 30. Januar wird am sogen. Klopphommer, Berg- und Oberstube versteigert: 29 Kiefernabschnitte 2,81 m., 30 Raummeter Nadel­Knüppelholz, 11 Raummeter Eichen- Reisig, 242 Raummeter Nadel- Reisig, hierunter zirfa 125 Roummeter Schichthoufen, zu Bohnenstangen geeignet. Zusammenkunft nachmittags 2 Uhr am Klopp hammer beim alten Teich.

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Wetterbericht.

( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Mittwoch bis Donnerstag.

Ein träftiges Hoch lagert über Ungarn, sich südwest­wärts nach Oberitalien erstreckend. Ein Tief unter 730 mm zieht im Nordwesten vorüber. Bet dieser Luftdruckverteilung wehen meist südöstliche Winde, unter deren Einfluß vielfach in unserm Gebiet heitres, faltes Weiter herrscht. Bei dem zu erwartenden Vordringen des Tiefs würde der Wind nach Süden, später Südwesten drehen. Erwärmung und Trübung bedingend. Daher voraussichtliche Witterung für meist trüb, zeitweise windig, etwas milder, aber noch Froſt­

wetter; etwas Schnee.

Schneefälle, Tauwetter.

Freitag

Samstag

Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

Am Sonntag Septuagesima e, den 31. Januar Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus­gemeinde. Pfarrer Dr. Schlosser.

Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.

Donnerstag, den 4. Februar, abends 8 Uhr, im Konfir­mandensaal der Matthäusgemeinde Bibelstunde. Ps 93. Pfarrer Dr. Schlosser.

In der Johannes firche.

Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. 11 Uhr Kindergottesdienst für die Jo­hannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Beichteund heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesge= meinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Montag, den 1. Februar, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Galaterbrief Kap. 4, 1-11. Pfarrer Dr. Naumann.

Die Brautleute, die ihre Trauung vorbereiten, werden gebeten, ihr kirchliches Aufgebot so früh­zeitig bei dem Pfarrer zu bestellen, daß es an einem Sonntag vor der Trauung vorgenommen werden fann.

Die vier Pfarrer richten an ihre Gemeinde­mitglieder die herzliche Bitte, in den öffentlichen Dant­sagungen nach Begräbnissen die Namen und Troft­worte der Pfarrer fünftig nicht mehr erwähnen zu wollen. Katholische Gemeinde.

Samstag, den 30. Januar. Nachmittags um 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 31. Januar. Septuagesimae. Vorm. von 6,30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil Kommunion.

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um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

um 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 5,30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Am Dienstag findet die Wachsweihe statt.

Am Mittwoch wird der St. Blasiussegen erteilt um 7, 72, 8 u. 11 vormittags u. 5 Uhr nachmittags. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 30. Januar 1903. Vorabend 4.50 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr.

Sabathausgang 6.05 Uhr.

Wochengottesdienst: Morg. 7.00 Uhr, Ab. 5.00 Uhr.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Opperman 1

Blutreinigungs- Thee

von Apotheker Franz Wilhelm, t. und t. Hoflieferant in Neunkirchen, Nied.- Deft.

Daß ein unzweifelhaftes Bedürfnis nach einem guten und wirksamen Blutreinigungs- Thee besteht, beweisen die zahlreichen Versuche, ein solches Mittel herzustellen. Herrn Apotheker Franz Wilhelm ist es bermöge seiner Fachkennt niffe gelungen, einen Blutreinigungs- Thee aus den wirk­samsten Bestandteilen zusammenzuseßen; nicht weniger als 21 einzelne Droguen enthält sein Thee, der nach einem be= sonderen Verfahren zubereitet ist.

Für die Wirksamkeit dieses Thees bei Gicht und Rheumatismus sprechen zahlreiche Danksagungen Gebeilter. Wir verweisen nur auf die Danksagung der Gräfin Butsch n- Streitfeld, Oberftlieutnants- Gattin.

estandteiie: Innere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemus blätter 75, Bimmstein 150, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carup­wurzel 3-50, Radic. Cariophyll. 350, Chinarinde 850 Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 15, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, rom. 350, weiß Senf 3-50, Nachtschatten­ftengel 75.

Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ift. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware.