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Mai 1904

Des 116. Ju

fenheit des neur

Festhalle hat, wenn wir richtig unterrichtet sind, Herr Gast­pirt Carlé übernommen.

× Die Gießener Contentia" hält heute Samstag, abends 91/2 Uhr, im Wigandt'schen Sälchen eine General­

en fonnte fer laurer Menschedruwel de Gigang net finne. ( Forts. folat.)

Laubach. Unser Verkehrsverein darf für sich in| met Brärrer zugenogelt en mer läife e halb Stonn erimm Anspruch nehmen, daß seine Bemühungen zur Hebung des Fremdenverkehrs in hiesiger Stadt von bestem Erfolg gefrönt sind.

des Divisions persammlung ab. Verschiedene wichtige Angelegenheiten stehen Böt hier ist von 1. Juni an nach Lumda, Strecke

adefommandeurs

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& Rumpf Los

in Gemeinich

mit Rt. 10120

term 2. Mai an

auf der Tagesordnung, welche ein recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder bedingen.

zu

* Im Einvernehmen mit der Berliner Feuerwehr wurde bie Athaltung des deutschen Feuerwehrtag Mainz nunmehr auf die Tage vom 3. bis 6. September bestimmt. * 2ehrvertråge. Diejenigen Handwerksmeister,

**

Rückstande sind, mögen hiermit nun nicht mehr länger fäumen,

(:) Nieder- Ofleiden, 25. Mai. Herr Bahnvorsteher Grünberg- Lollar, verseßt. Mit seinem Weggang verlieren wir einen Beamten, der durch sein biederes Auftreten und sehr gefälliges Wesen im Dienst jedermanns Hochachtung und Freundschaft hervorgerufen. Möge er mit seiner Familie recht glücklich in der Rabenau wohnen.

*** Weglar, 27. Mai. Die 63 jährige Witwe Rupp von Erda öffnete sich mit einer Sichel die Pulsader der linken Hand. Sie wurde tot aufgefunden. Fulda, 26. Mai. Heute früh haben hier alle

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.

Aufgebote.

Um 21. Mai. Friedrich August Hermann Krause, Lokomotivhilfsheizer dahier mit Auguste Johanna Stauß hierselbst. Emil Moriz Kindler, Handlungsgehilfe dahier mit Maria Börb in Großen- Linden. 24 Karl Friedrich Wilhelm Scheumeister, Tapezier und Dekorateur dahier mit Elisabeth Wilhelmine Berg hierselbst. Johann Hammon, Schuhmacher in Offenbach mit Anna Katharine Noll hierselbst. 25. Georg Kreis, Fuhrmann dahier mit Margarete Aßmann in Weidenhausen. 26. Wendelin Klepper, Hilfsbahnsteig­

5. Mai fand i welche zu Ostern Lehrlinge angenommen und mit der Ab­des Labutan hließung des gesetzlich vorgeschriebenen Lehrvertrags noch im ingabe betreffend andernfalls sie Strafe zu gewärtigen haben. Der Lehrver. auf Kündigung arbeitenden Maurer ihren Meistern ge- schaffner in Nieder- Olm mit Anna Marie Magdalene ferwirtschaftlig trag ist binnen 4 Wochen nach Beginn der Lehre schriftlich fündigt gemäß des Beschlusses, den gestern eine Ver- Elisabeth Schwarz dahier. alle in Betrag und in 2 Exemplaren abzuschließen und vom Lehrherrn oder sammlung von 200 Maurern im Verband christlicher Bau­

re Buftimmungs

dessen Stellvertreter, vom Lehrling und dessen Vater oder

handwerker faßte.

*** Kassel, 27. Mai. Der Kaiser kommt nach seinem don Bennet- Woche residirt, nach Wilhelmshöhe.

esjährige Haupt Bormund zu unterschreiben. Ein Exemplar erhält der Vater Sonntag, der des Lehrlings und das andere der Lehrherr. Lehrverträge Aufenthalt in Homberg v. d. H., wo er während der Gor­

Eheschließungen.

Am 21. Mai. Wilhelm Best, Zahlmeister- Aspirant dahier mit Luise Klotz hierselbst. Otto Paul Hoffmann, Kaiserl. Landrichter in Babern mit Elisabeth Schäcker dahier. Rudolph Peter Johannes Rieße, Architeft in Eiberfeld mit Elsa Regina Franziska Steinhäuser dahier. Gottlieb Daniel dahier. 25. Friedrich Wilhelm Mörsch, Sanitätssergeant dahier mit Katharine Friederike Hengst hierselbst. Ferdinand Friedrich Karl Hermann Werner, Großh. Lehramtsassessor in Laubach mit Emma Elise Johanna Krauße dahier. Geborene.

burg anberaumt find stempelfrei; Formulare zu denselben werden von der Diez die Aus Handwerkskammer geliefert. Mitglieder einer Innung haben En Besoch uff dem Gäßer Sengerstreit.**) Reßler, Lagerist in Offenbach mit Karoline Laura Gerndt tigstellung vad den Lehrvertrag in 3 Exemplaren abzuschließen, das dritte tig übertragen Exemplar erhält die Innung.

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Wafferstraße in

** Hoffen und Harren. Vor etwa 28 Jahren fam in die Wirtschaft der Burg Gleiberg bei Gießen ein junger Kellner, namens Tavernaro aus Desterreich, von den Gästen, wie die Kl. P." schreibt, nur der" Peter" genannt. Peter, ein schmucker Gauymend, war bald gern gesehen, auch bei den Schönen des Dorfes, von denen ihm on für die Lahe time ihr Herz zuwandte, beide trafen auch Borbereitungen Suni findet i gur Hochzeit. Beter schrieb an seine Heimatabehörde um ng statt, in de bie zur Berehelichung nötigen Papiere, aber immer vergebens. die Lahnkanali Auch die verschiedenen Bemühungen des Bürgermeisters, geworden, daj der sich des Paares annahm, blieben ohne Erfolg. Peter die Wasserbau und Braut lebten inzwischen als Mann und Frau, es fehlte luguſt b. F. feft ihnen auch nicht an Nachkommenschaft, eine Tochter und ein Sohn entsprossen dem Verhältnis. Das Paar tam aber auch, rfolgten Bestreb spar- und arbeitssam wie es war- Beter lellnert" heute Millionen Mar och flott weiter zu einem gewissen Wohlstand, es besitzt des Lahnkanal to Haus und Hof und dazu einiges Ackerland. 8war wurde, wenn ein neuer Bürgermeister fam, das Zusammen­leben der Beiden regelmäßig beanstandet, es war aber nichts daran zu ändern, denn jedes Gemeindeoberhaupt mußte sich überzeugen, daß troß seiner Bemühung von der österreichischen Behörde nichts zu erreichen war. Dem jezigen Bürgermeister erst gelang es, die Papiere zu bekommen, sie sind jetzt ein­getroffen und die beiden Brautleute werden nun heute Samstag auf dem Standesamt getraut werden. Wenn die Papiere seinerzeit rechtzeitig eingetroffen wären, hätten die jungen in bedenkliches Eheleute vor zwei Jahren bereits die silberne Hochzeit feiern Position wieder tönnen anstelle der silbernen Brautschaft, die übrigens viel geordnete Joutseltener, vorkommt.

ot hat die Ver nde angeordnet, bangelischen Drte Kofthein ericht, das über ten wurde, hatte

des genannten

teiligten Dörfer ften zu veran rfer, darunter latt abgelehnt, ewinnen ließen ünschten Erfolg§ Krofdorf. 17 hiesige Burschen waren angeklagt, am ande gekommenen 6. Februar ds. J. in Krofdorf unbefugt einen Fastnachts­uf der Hand. zug veranstaltet und durch denselben den dortigen Bürger­rigen Stifmeister beleidigt zu haben. Die Angeklagten behaupten, wie er: Gesang, der. Anz." schreibt, daß ihr Zug zu dem vorhergehenden, Dem Verlauf des zu dem die Erlaubnis eingeholt war, gehörte und wollen nur morgen auf dem durch verschiedene Umstände von dem ersten Bug getrennt Programm zeigt worden sein. Eine Beleidigung des Bürgermeisters habe auch am Abend ihnen fern gelegen; sie wollten nur die Einführung der geboten werden, Simmentaler Rasse- in dem Zuge wurde von loftümierten Der Eintrit Burschen ein Simmentaler Ochs einhergeführt, während fich dort einige andere Schilder usw. trugen- verherrlicht haben. Das dem Verein für Gericht kommt durch die Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung, standekommen de daß die Angeklagten sich strafbar gemacht haben. In dem Besangswettstreits Erlaubnisschein zum ersten Zuge habe ausdrücklich geftanden, iſt, ſeinen Dan daß derselbe ohne Unterbrechung vor sich gehen sollte, auch war die Zeit zwischen 2 und 3 Uhr festgesezt. Der unter Anklage stehende Bug habe sich erst in Bewegung gesetzt, als der erste sein Ziel schon erreicht hatte und zwar gegen 1/24 Uhr. Weiter nimmt das Gericht die Beleidigung für erwiesen an, denn jeder hätte die zugrunde liegende Absicht erkannt. Sämtliche Angeklagten werden deshalb zu 10 Mt. Geldstrafe ev. für 5 Mt. 1 Tag Haft und in die Kosten des Verfahrens verurteilt.

Grünberg. An den Neubekleidungen so vieler Häuser in Grünberg merft man die Nähe des Sängerfestes. Der Wohnungsausschuß geht seit Tagen, um Wohnungen für die Eänger zu suchen. Wir wünschen guten Erfolg.

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wen..( D) De liegt's, Glady

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Von Guschtav Velten aus L....

' s woar Himmelfo ahrtsmaad en Gäße en weil m'r sfält doch e wint Geschäfte harre, so mocht ech mich met meiner Ahle uff die Lappe en fuhr nach Gäße uff de Maad. Wäi mer nu fält aus d'r Eisebooh growinn däre, soh ech, doaß oam Bohnhoob alles verännert is, se hun sogor e Im­zeunung imm die Schienegleißer gemacht, en' s bläib us naut annersch iwrig, als driwer se klärern, wann m'r außem Bohnhoob winrig, are brier de flären, wann er ärmert, en wollt' groat üwer die Schiene laafe, packt mich uff amol aaner mit'r rure Stapp em R'nick en jaht ech hätt mich strofboar gemacht en mißt durchs Quell gieb. De führt us dann so' r Trepp enoab en se'n Räller en uff amol foame m'r uff d'r anner Seire wirrer eraus en wearn gleich berm Wohnhoob, wäi de Sach ower sesamme heng, woas ech haut noach net.

M'r ginge dann uff de Maad en wäi m'r us Geschäfte besorgt harre, hat mei Ahlt, m'r wollte aach emol en die Stodt Berlin" geh', en äbbes Wormes esse. Wäi m'r nu doa hintoame, bestellt ech gleich zwo Bortione Solwerflasch en nach e wink woarme Wäirscht, en wanns sei fennt, noach öbbes Semf dabei.

Wäi m'r nu groat enfinge se ässe, schwagte se uff amol vo em große Fest en Gäße. Ech riß die Noge uff, dann dovo hatt ech noch naut geharrt, en befregt mich, wäi de Geschicht mit dem Fest wehr, en do sahre se, doaß ez die Pingste uff Oswaldsgorte en große Sängerstreit obgehaan det wern, wo se sich imm die Preiße reiße dere. Doas mußt ech seh, en aach mei Ahlt wollt do debei sei.

Wäi m'r nu hernoch bezohn dere, saht us d'r Wirt aus d'r Stodt Berlin, doaß d'r Gesangverein Eintracht" vo Alsdorf bei ihm ässe det. M'r trunke ußer Bäier aus, en ginge zum Christian Wallenfels uff de Maadplatz, tiefe us e Fomilieforte fersch Fest, mochte us dann so langsam uff die Eisebooh en fuhre haam.

En d'r Woch fer Pingste fäif sich dann mei Ahlt noch en naue bloe Moze en an bondische Innerrock en broacht m'r noch vo d'r Lepse Marie en naue Schleps fersch Feft met.

De Samstag mettog mochte mer us gerecht en fuhre noach Gäße uffs Fest. Wäi m'r nu fält aussteie däre, maant ech mei Ahlt wolle narrisch wern, so dert se, wäi se de väile Fohne en den Krohm vam Bohnhoob soah, se sahre all,' wehr schu wege dem Fest. M'r ginge wirrer inner d'm Käller her en moachte us so langsam noach d'r Stoadt. Wäi mer nu häi owe o die Bohnhoodſtroß komme, seeh ech, doaß do so e gruß Durchfohrt gebaut, de mit grine Reiser zaugedeckt, doa fregt mei Ahlt gleich, wozau hu' s dann doas Ding do higestellt. Ei, sei doch net so dumm, ſahr ech, doa ställe sech die Senger druff en sänge. M'r drifte us weirer en ginge e mol uff de Lonys Bierkeller, ſe ſabre, doa wehr de Gesangverein" Frohsinn" vo Langgöng en wäi mer hiekomme, häiß es, se feme erscht de Mundog. Mer trunke e flaa Schnäpse en moachte us dann uff de Weg noach dem Dswaldgoarte. Wäi mer do hiekoame, woar alles

**) Wenn auch verspätet, bringen wir im Nachstehenden einen Artikel eines unserer Mitarbeiter vom Lande über den nationalen Gesangswettstreit, welcher infolge seines oberhessischen Dialektes und derben Aussprache doch sicher Interesse und Beifall bei den Lesern finden wird.

Wilhelm Amend

66

Am 14. Mai. Dem Weißbindermeister Konrad Dürr eine Tochter, Marie Luise. Kutscher Heinrich Völpel eine Tochter, Ontonie Margarete Anna. 19. Fuhrmann Karl der ein Sohn. 20. Kaufmann Ludwig Lazarus eine

Tochter, Hedwig. 21. Gärtner Viktor Bechtold eine Tochter, Lydia Wilhelmine Elfriede. 23. Rechtsanwalt Ludwig Raab ein Sohn, Hellmut. Tapezier und Polsterer Wilhelm Glock ein Sohn. 25. Taglöhner Johannes Emmerich ein Sohn, Johannes Otto.

Gestorbene.

Am 21. Mai. Marie Anna Urmersbach, geb. Röser, 63 Jahre alt, Witwe des Landwirts Johann Urmersbach, dahier. Elisabethe Walther, geb. Petri, 81 Jahre alt, Witwe des Schmiedemeisters Philipp Walther dahier. Louise Labroisse, 74 Jahre alt, Rentnerin dahier. Friedrich Römer, 1 Mt. alt, Sohn des Eisendrehers Friedrich Römer dahier. Katharine Mahr, geb. Pfeiffer, 54 Jahre alt, Ehefrau des Schaffners i. P. Johannes Mahr dahier. 22. Louise Herr, 1 Jahr alt, Tochter des Hilfsbremsers Heinrich Herr dahier. 25. Kathariae Margarete Louise Kloos, 5 Mte. alt, Tochter des Formers Georg Karl Kloos, in Offenbach. 27. Anna Roß, 2 Jahre alt, Tochter der Arbeiterin Charlotte Roß, dahier.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 29. Mai. Meist schwachwindig, zeitweise heiter, bei etwas fühlerer Nacht tagsüber wärmer, stellenweise geringe Ge witteregen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Marttberichte.

Gießen, 26. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarit fosteten Butter per fb 80-1.00 Mt., Hühnereter per Stück 5-6 Pfg., Enteneier St. 7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00. Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stild 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse der Pfd. 65-70 Bfg., Dchsenfleisch per Pfd. 70-80 fg., Rindfleisch

per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 60-72 Pig. Sd meine fleisch gesalzen per Pfund 0.76 Big., Kalbfleisch per Pfd. 68-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfa.. Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, lepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktjeit bon 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhant nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­martt, vom 28. Mai. Weizen 17,00-00,00, Rorn 14,00 big, Gerſte 12,50, Safer 14,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 4,80-5,00, Linsen 00,00 Mark. Alles per Doppelzentner.

Verantwortlim: für den politischen, vermischten und unter­haltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Karl Klose, Grünberg.

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