Nr. 24.
Abonnemente und bie a's Saus gebr Oratiebellag
Das Blatt
Herz Bon fachvers
allen Dingen au zuführen. Die är
Streit zwischen
Staate
an
gewi
tein freier Berui übernimmt sein Schaftliche Griſten fich unter dieser nicht die Stande schaftlichen Stell die soziale Verf gungen der We aber wurden ga ständen jogar Wettbewerb der
Raffen boten ei
lichen Studium
jich. Aus dem
a).
der Begünstigter
meinden ihre Ab einkommen und
So lange di hatten, lag für
jeits aber bot mitglieder den lichen Lebens trop der Vermi unangemessene minimum zu dem hat ja der Aerztehonorare überrascht habe
teiligten Kreifen
gemeinsamen
әшә бипвацәд
gewissenhaften
laffen dürfen.
Verweigerung d steht man vor taffen.
Und was i Merztewahl bei aus feststehend jages für das laffen. Es wi
der Volksgefund
hältnis. Denn
die
wirtschaftlic jchützt, und der n bleibt dennoch b
unferem verletzten Ehrgefühl zu genügen, wird es doch immer
das Duell für uns tun müssen," war Hellmuts Antwort, und es gibt Fälle, die man überhaupt nur mit dem Einsatz von Blut und Leben fühnen kann, der vorliegnde gehört allerdings nicht dazu! Ich sehe Ihnen doch sicher nicht wie ein Raufbold aus, und dennoch habe ich hier in Japan schon ein paar Duelle- das eine war ein haarscharfes!- ausgefochten und habe, nach meiner besten Ueberzeugung, nicht anders gefonnt! Mein Vater, wie er es erfuhr, war außer sich, aber ich bin ein geübter Pistolenschüße, und die Sache verlief gün stig. Hier, wo so viele internationale Elemente ineinandergreifen, darf man nicht ungestraft alles hinnehmen, die Deutschen stehen so schon in den Ruf, allzu zahm und friedfertig zu sein, erst der deutsch- französische Krieg hat mit diesem dummen Aberglauben aufgeräumt, aber hier in Dokohama heißt es dopelt und dreifach sein Nationalgefühl festhalten und gehörig herauskehren. Worte tun es da nicht, ich bin in die sem einen Punkt ein halber Japaner geworden, die greifen auch immer gleich zur Waffe, freilich zumeist aus dem sichern Hinterhalt!"
"
Wer waren Ihre Beleidiger?"
" Das einemal ein englischer Offizier, der da dachte, über
legte Sennor O'Vegas nicht
entfernt dieselbe Accuratesse an den Tag, und die Dame fah infolge dessen sehr übelgelaunt aus und blickte sich mißbilligend um, als halte sie das ganze Frühlingsfest für eine schlechte Einrichtung.
Hilda wandte sich lebhaft um, als die zwei jüngeren Herren herankamen.
Was sagst du, Walter? It's nicht wie in einem deutschen Märchen? Ja so, ich glaube, du hast nie eines gelesen, ich aber habe! Wie dankbar ich Ihnen bin, Herr Norden, daß Sie uns hieher brachten!"
Hellmut erwiderte ein paar verbindliche Worte, aber während derselben fiel ihm des Bruders eben gehörte Erzählung ein, und er mußte des ungarischen Magnaten gedenken, der sich auf Leben und Sterben in dies reizende Geſicht verliebt hatte. Wohl, es war wunderschön, aber für ihn, für Hellmut, hatte sein Zauber erst zu wirken angefangen, als er in der tadellosen Hülle die warm pulsierende, leidenschaftlich empfindende Seele gefunden hatte. Wie konnte der Der junge Norden Bruder von Hildas Ruhe und Gelassenheit sprechen? Hatte er sie denn nie singen gehört?-- streckte die Hand aus, bog einen tiefhängenden, mit Kirschblüten belasteten Ast zu sich nieder und brach ein paar zier
reichte; sie dankte mit einem frohen, strahlenden Blick und befestigte das kleine Bouquet in ihrem Gürtel... dem Geber desselben fielen die kostbaren Blumenspenden des Ungarn ein, und wie glücklich jener wohl gewesen wäre, wenn das reizende Mädchen einigen Blüten einen so beneidenswerten Platz angewiesen hätte! Nun- Hellmut war auch glücklich! Abgeschmackter Vergleich der mit dem störrischen Steppenpferd! Können denn Männer, die sich mit Vorliebe ,, Kavafiere" nennen, sich nicht wie solche betragen, müssen sie abſolut alles auf die eine große Passion ihres Lebens die Pferde - beziehen? Demetrius Vanescu mußte entschieden ein dummer Mensch sein, natürlich, da konnte er einem Mädchen wie Hilda unmöglich gefallen! Wenn eine, dann war sie berechtigt, Ansprüche zu erheben!
einen deutschen Kaufmann dürfe man ungestraft spottenliche Zweige davon ab, die er Hilda mit einem Lächeln überer erwies mir später die Genugtuung, zu sagen, ich hätte mich wie ein vollkommener Gentleman betragen und müſſe militärisches und adeliges Blut in meinen Adern haben,- zufällig stimmt das, von mütterlicher Seite her, ich denke aber, jeder ehrenhafte Deutsche hätte sich an meiner Stelle ebenso benommen. Der zweite Fall war ernster, die Veranlassung dazu ist meinem Vater noch heute unbekannt und soll es auch weiterhin bleiben: ein Süddeutscher, der hier mit der Korvette Neptun" ein paar Wochen vor Anker lag, machte eines Abends in unserem Klub, als er etwas angetrunken war, eine Andeutung betreffs der Motive, die meinen Vater vor nunmehr dreizehn Jahren aus Deutschland hierher geführt haben, eine Andeutung, für die ich nur eine Antwort hatte... einen Schlag ins Gesicht. Sie sehen mich ganz betroffen an, Ermshagen aber, ich bitte Sie, bedenken Sie doch nur: mein Vater, die Ehrenhaftigkeit, die goldlautere, wahrhaft vornehmſte Gesinnung in Person, für mich einfach der verkörperte Inbegriff alles dessen, was es Verehrungswürdiges gibt... und nun ein solches... noch heute steigt mir das Blut zu Kopf, wenn ich daran denke, sehen Sie, gleich werden die Pferde unruhig- ho- ho- sacht, immer sacht so ist's recht, so recht! Ja, jener Mensch, den hab' ich damals bös gezeichnet, er konnte nicht weiter mit dem Neptun", mußte hier im Spital liegen bleiben, ich hab' ihn dann verpflegen lassen, er war ein armer Teufel! Das war etwa vor zwei Jahren, er ging, nach seiner Herſtellung, nach Benares und ist dort nach kurzer Zeit gestorben!"
-
Walter Ermshagen nickte nur und ſah sich seinen Wagen lenfer mit einem ganz neuen Interesse an. Wer hätte hinter dieser heitern Stirn, diesen sonnigen Augen, in diesem ele. ganten, schönen Mann ein so leidenschaftliches Temperament gesucht? Obgleich Ermshagen das Duell im Prinzip streng berwarf, wie er soeben gesagt hatte, es gefiel ihm doch, daß der Sohn sofort mit seinem Leben eingetreten war, um den leisen Verdacht abzuwehren, der den Namen seines hochgeach teten Vaters auch nur streifen wollte.
Hier machte die Landstraße, welche man so lange befahren hatte, ein Knie, und statt der Maulbeerbäume und Kiefern, welche in unregelmäßigen Zwischenräumen bisher den Weg eingerahmt hatten, erblickte man in ziemlich geringer Entfernung etwas, das beim fllichtigen Hinblick wie eine große, tompafte Masse rosiger Wolken anzusehen war.
Walter Ermshagen drückte erstaunt die Augen zusammen. Was ist das, Norden, was dort vor uns liegt?" Cauter Obstbäume in voller Blüte, ein föstlicher AnBlta, nicht wahr? Bassen Sie uns langsamer fahren, wir steigen ohnehin bald aus, denn wir sind am Tempelpark zu Upeno angefommen!"
Sellmut hielt die Pferde, die gewaltsam vorwärts streb ten, feft im Bügel, aber dabei flog sein Blick ungeduldig zu hem borausfahrenden Wagen hinüber,... wann endlich intrbe denn dieser spanische Vizekonsul halten lassen, damit man einmal Hildas habhaft werden konnte?
Nach einigen Minuten stand der Wagen still, und Hellmut Norden konnte die Sorgfamfeit bewundern, mit welcher ber pantsche Herr der schönen Hilda vom Wagen herunter balt; er ging to langsam und umständlich dabei zu Werke, als babe er eine gebrechliche Greisin zu unterstüßen und nicht Ein gelentiges junges Mädchen. Bei der eigenen Gemahlin
Sennor O'Vegas stand indessen beiseite, und jetzt sah er mißmutig aus. Er hatte ebenfalls die Idee gehabt, seiner schönen Nachbarin ein Frühlingssträußchen darzubieten, num war Hellmut ihm damit zuvorgekommen, und sichtlich beab. sichtigten die beiden, zusammenzubleiben, denn der junge Norden hielt sich selbstverständlich an Hildas Seite; ein schönes Paar war es, das mußte ihnen der Neid lassen, und der Spanier war in dieser Stunde der Neid, das fühlte er ſelbſt! Ihm blieb nichts übrig, als seiner Gemahlin den Arm zu reichen, die Geberde fiel sehr verbindlich aus, aber auf dem Antlitz des galanten Ehemannes prägte sich die bittere Enttäuschung aus.
Norden senior bildete mit Walter Ermshagen den Be schluß des kleinen Zuges, seine Augen folgten hinter den dunkelblauen Brillengläsern mit einer Art von Angst seinem Sohn. Von der ersten Stunde an, als er Hilda sah, batte er gefürchtet, Hellmut könne dies Mädchen liebgewinnen, und mit wahrhafter Herzenserleichterung hatte er aufgeatmct, als er seines Sohnes ruhig bewundernde Höflichkeit, ſeine unveränderte Haltung gewahrte. Hellmuts Seele lag vor seinem Vater da, wie ein offenes Buch, keine tief eingreifende Bewegung konnte dem Vater entgehen, und Hellmut, das wußte er, würde das auch nicht wollen, er sah seinen besten Freund in dem Vater und würde ihn freiwillig bei einer so wichtigen Angelegenheit ins Vertrauen ziehen. Dies war bisher nicht geschehen, und der Senior, dem Hilda gleichfalls überaus fühl und reserviert erschien, sagte sich mit innerem Frohlocken, dies Mädchen sei für seinen warmherzigen, impulsiven Sohn zu kalt, sie würde ihn, trotz ihrer Schönheit, niemals anziehen. Heute aber jezt aber, wo war Hildas Kälte und Ruhe geblieben, als sie aus Hellmuts Hand die Kirschenblüten entgegennahm? Gehörte dies warme, strahlende Lächeln ihr, wirklich ihr? Und mit welchen Augen Hellmut zu ihr niedersah! Waren diese Augen bisher so bon der vermehrten Arbeit gefesselt gewesen, daß sie ihm erst heute aufgingen? Wie des Mädchens graziöse Gestalt in dem blaßblauen Kleide in diesen Frühlingszauber hinein. paßte! So wie sie da ging und stand, sah sie aus wie die Göttin des jungen Lenzes selber, die in ihren Hain hinah. gestiegen ist, um ihr schönstes Fest zu feiern!
Schwer, seltsam sdaver und ängstlich schlug dem Sentor das Herz in der Brust! War es Eifersucht, die den einzigen, geliebten Sohn feinem anderen Menschen gönnen wollte? wohl auch etwas davon... aber doch das nicht allein! Gr hatte es sich ja fagen, er hatte es als liebender Bater logos
wünschen müssen,
daß Hellmut über kurz oder lang einen eigenen Herd gründe! Nur daß ihm bisher kein Mädchen, das er kennen gelernt, auch nur annähernd dieses Glückes würdig schien! Würde das überhaupt jemals geschehen?
Dies Mädchen war jung und schön, auch schien sie flug zu sein und das geflissentlich gehegte Vorurteil über ihre Herzenstälte war heute, ihren Augen gegenüber, schwer fest zuhalten! Daß sie arm war, bildete selbstredend kein Hindernis- aberaber- Friz Norden sagte es sich deutlich in dieser bitteren Stunde: mochte Hellmut heiraten mochte die Braut nicht so schön, nicht so flug sein... alles... nur nicht gerade dieses Mädchen!
Je mehr sein Verstand ihm gebieterisch zurief: Es ist unmöglich, es kann nicht sein! desto siegreicher triumphierte das Gewissen und sagte: Sie ist es doch! Das sind die unhergeßlichen Augen, die deine Tat sahen! Und wenn sie dich nimmermehr erkennen, so erkennst du doch sie und wirst den Fluch dieser Erinnerung, diese stumme, fürchterliche Mahnung nicht los dein Leben lang.- Und sie sollte die Lebensgefährtin deines Sohnes werden, deine Tochter?
Der Bruder konnte es nicht gewesen sein, undenkbar! Er mußte zu jener Zeit mindestens schon fünfzehnjährig gewesen sein, und es war das weiche Gesichtchen eines höchstens neunjährigen Kindes gewesen, das damals über den Nand der Schlucht geblickt. Freilich standen genau dieselben merkwürdigen blauen Augen mit dem tiefen Blick im Gesicht bes jungen Mannes,... es mußte Einbildung sein, daß Friz Norden oftmals wähnte, sowohl die Augen des Bruders als auch die der Schwester seien zuweilen mit einem selt am forschenden Blick auf ihn gerichtet. Nein, nein, das gaufelte ihm seine ewig lebendige Gewissensangst vor! Aus dem vollkommen unbefangenen, höflichen Wesen des Mannes, aus dem wenngleich zurückhaltenden, so doch zwanglosen Benehmen des jungen Mädchens war es deutlich zu erkennen, die Geschwister wußten nichts, ahnten nichts... er allein hatte mit dieser unausgesezt peinigenden Erinnerung fertig zu werden, aber er wünschte von Grund seiner Seele und wünschte es jetzt, da er Hellmuts Gefühl für Hilda durch chaut zu haben glaubte, inbrünstiger denn je, daß diese Jeiden niemals japanischen Boden betreten hätten!- Indessen wurden die langsam Einherschreitenden vom ganzen, voll entfalteten Jubel japanischen Volkslebens um rauſt. Das schwirrte und girrte um sie her, lachte und Sicherte, schlüpfte und tänzelte, kokettierte und fächelte, summte und raunte neben ihnen, immer unter dem schönsten natürlichen Zeltdach, den hohen Kuppelwölbungen der blütenüberschneiten Bäume, von denen jeder einzelne wie ein Folossaler Blumenstrauß aussah. Unter dem Hellschimmernden Dach dieser prächtigen Bäume waren leichte Teebuden, aus Bambusrohr zusammengefügt, aufgestellt, hier boten niedliche Japanerinnen mit kunstvoll frisierten Köpfen, die nur jede Woche einmal den komplizierten Aufbau erneuerten, den Tee oder japanische Näschereien dar, andere hielten das bei den Japanern beliebteste Getränk, Safe, feil. Dies wird aus Reis zubereitet, aus Tassen getrunken, ist eine Art Branntwein und ungemein berauschend... der argloſe Europäer, der hier die Landesgebräuche praktisch ſtudieren will und ein paar Täßchen voll des äußerst wohlschmeckenden Getränkes zu sich nimmt, spürt alsbald erstaunt und beschämt die starke Wirkung dieses so haumlos aussehenden Saftes, und die Japaner blicken schadenfroh auf die„ Fremden", die ich so klug dünken und nicht einmal wissen, welche Kraft in den Erzeugnissen„ Dai Nipons"( des heiligen Japan!") verborgen ist! Zwischen den Bambusbuden tummeln sich zahllose kleine Mädchen, die ihre langen dunklen Kimonos, Die Oberkleider des weiblichen Geschlechts, abgeworfen haben und nun in ihren kurzen Röckchen von rotem Seidenkrepp vie buntfarbige große Schmetterlinge umherschwärmen, vier erscheinen in großen, zweiräderigen Wagen, ähnlich denen, die man in Europa für Kinder gebraucht, neue AnCommlinge, von halb entkleideten Japanern gefahren,- Die ganze Bevölkerung von Tokio ist auf den Beinen, um sich dier für den langen, trübseligen Winter schadlos zu halten; alte Männer mit schwerem Schritt und faltigen Gesichtern chieben sich langsam durch das Gedränge, aus den Teebuden öt Gesang und helles Gelächter, das Shamisen, die japasche Guitarre, läßt seinen schwirrenden Ton überall vermen junge Krieger wandeln mit stolzer Haltung, den ißen Mantel umgeschlagen, durch die Reihen der Fröh sen, japanische Mütter, ihre gelben Knäbchen an der Hand, 3 kleinste als Bündel auf dem Rücken, stehen und staunen ( Fortsetzung folgt.) Fremden an.
Dom Haar.
Eine Art Modenplauderei von Dr. Heilborn.
( Nachdrud verboten.) Was ist daz har? ein weltlich freüd," klagt ein frommer Sänger des siebzehnten Jahrhunderts im Hinblick auf die seltsamen Haarmoden jener Tage und also nicht ganz zu Unrecht. Aber der Gute vergaß, daß ohne jenes winzige Zwiebelgebilde, über dessen ureigenste Naturgeschichte die Wissenschaft auch heute noch herzlich wenig weiß, niemals die unsterbliche Madonna eines Rafael, Murillo oder Holbein gemalt worden, kein gläubiges Herz sich jemals an den herrlichen Violin- Adagios eines Bach und Händel hätte erbauen fönnen. Nun vollends die Brauchbarkeit vieler wissenschaftlicher Instrumente, sie hängt buchstäblich oft an einem Haar, und ganz neuerdings hat man gar versucht, das Menschengeschlecht nach der Haarform in Rassen zu scheiden, da die " Haarbildung sich viel konstanter als die Schädelform zu vererben pflegt." Der fromme Mann hat gleichwohl nicht ganz unrecht, wie schon betont, das wird uns eine kurze Betrachtung des Haares in Brauch und Wort bei den verschiedenen Völkern unseres Erdballs zeigen. Es ist wohl das Natürlichste, das Haar lang wachsen zu lassen; ursprünglich trug man es allenthalben so und auch heute noch tragen es die meisten Naturvölker so. Ja, bei vielen Indianerstämmen gilt langes Haar als die vornehmste Zierde der Männlichkeit und Catlin berichtet, daß die Krähen- Indianer sogar denjenigen zum Häuptling wählten, der das längste Haar im Stamme hatte,„ nämlich zehn Fuß und sieben Zoll" oder nach unserem Maße etwa 3½ Meter. Bei den alten Germanen und Gallieren durfte nur der Freie langes Haar tragen. Einer ähnlichen Sitte begegnen wir bei den alten Griechen, bei denen späterhin jedoch das Wort„ koman"( d. h. Langes Haar tragen) die Nebenbedeutung„ hoffärtig sein" erhielt. Die Nazarener duldeten als Knechte nur Gottes kein Schermesser an ihrem Haupte, desgleichen war auch bei der jüdiſchen Prieſterkaste der Leviten Brauch. Zahlreiche Negervölker flechten das lange Haar zu zahllosen Zöpfen und Zöpfchen, die rings um den ganzen Kopf herumhängen. Bei unseren LandsLeuten auf Neu- Guinea, den Papuas, wird das lange, lockige Haar von besonderen Friseuren zu den seltsamsten Gebilden aufgetürmt, die sich höchstens mit den Monstrefrisuren der Damen zur Zeit der Pompadur vergleichen lassen. Diese Frisuren werden sorgfältigst einpomadisiert bei den NuerNegern im Sudan besteht solche Pomade hauptsächlich aus Kuhmist und Asche und nachts legt man den Kopf zur Schonung des oft jahrelang nicht erneuerten Haarputzes auf ein höchst unbequemes hölzernes Kopfbänkchen. Wen erinnert solche Modetorheit nicht unwillkürlich an jene köstliche Schilderung in„ Cabanis" von Willibald Aleris, wo die Braut zur Schonung ihres hochgetürmten Lockenbaues die ganze Nacht vor dem Hochzeitstage aufrecht auf dem Sopha fizend ohne Schlaf zubringt? Während nun bei fast allen Männer es lang tragen und ursprünglich ist der Mann Naturvölkern die Frauen das Haar kurz scheeren, wenn die fast immer der Eitle- galt kurzes Haar der Frau bei den Kulturvölkern des Altertums bis in die Neuzeit hinein als entehrend. So schnitt z. B. der Büttel dem gefallenen Mädchen das Haar ab. Andererseits aber muß sich die Frau um ihrer langen Haare willen manchen Spott gefallen lassen. Das türkische Sprichwort behauptet: langes Haar, kurzer Verstand; das esthnische ebenso unhöflich: des Weibes Haare reichen bis ans Knie, ihre Gedanken nur bis zum Kinn. Der Engländer sagt sarkastisch: mehr Haar, als Verstand, und selbst der sonst so ritterliche Deutsche singt:
vil manigerlei ist frauen sid:
die hat langs har und kurzen mut.-
Die auf tieferer Kulturstufe stehenden Völker tragen, falls überhaupt, kurzes Haar meist nur aus Reinlichkeit oder anderen praktischen Gründen. Letztere sind freilich oft höchst eigentümlicher Art, so z. B. bei den übel berüchtigten SiouxIndianern, die das Kopfhaar bis auf eine einzige Scheitellocke abrasieren, um einander- bequemer skalpieren zu können. Bei den Völkern des Altertums wurde den Unfreien und Sklaven das Haar geschoren. Um ihre Demut, ihre Erniedrigung gleichsam symbolisch anzudeuten, ließen sich deshalb auch die ersten Christen das Haar nach Art der thrakischen Sklaven verschneiden, und von diesem Brauche rührt noch die Tonsur der Mönche her; der kirchlichen Tradition zufolge war der heilige Petrus der erste, der so tat. Uebrigens tragen auch die brasilianischen Bakairi- Indianer eine regelrecht,
urteilslos urteil die Höhe der S
barungen getrof
I
( 20. Sigung.
Die gestrige deutsamen Mi Ballestrem in hatte, scheinen Reichsboten gen eer! Die allge
die sich zum
des Reichsa
Abg. Gof
Der Arbeitgebe
Bu den verbot
fortgesetzt.
we
fischen Ansprad genötigt worde jammlungsrecht erfolge auf M wandte sich Untergebene, bo
Jungsstrafen
Der Urteile, je
Industriezölle t
Jetan
idge wirf daft beſtehe, u
age Weg jeien, lich sprach fich Sozialdemokrat
rade
err
Sto
das bleite dahi
nicht Herr
อา เลย
Schippel zum
Aba. Kor
jandlung der


