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Die Metallschätze des Himalaya. Die Mineralschätze des Himalaya sind nur wenig befannt und noch weniger einer Ausbeutung unterzogen worden. Der Forschung bleibt dort überhaupt noch viel zu tun, denn seit den ersten allgemeinen Studien der geolo gischen Landesuntersuchung in Indien sind eingehen= dere geologische Arbeiten nur in kleinen Teilen des Himalaya ausgeführt worden. Diese Lüde des Wissens erklärt sich durch die Unzugänglichkeit des Gebirges. Indes darf man darauf schließen, daß der Himalaya namentlich recht goldreich ist, da ja alle von ihm herabkommenden Flüsse Gold führen. Vermutlich be= sinden sich die Goldadern erst in den höchsten Teilen des Gebirges. Außerdem hat man bisher Lager von Graphit ausgezeichneter Qualität entdeckt, Gänge von Kupfer, Blei- und Silbererz, namentlich in den Beairten von Kumaon und Garwal. Die größte Schwierigkeit, die sich der Verwertung dieser Reichtümer ent= gegenstellt, ist die des Transportes. Soweit die Erzlager überhaupt in Angriff genommen sind, hat man Die Erzeugnisse fast in allen Fällen durch Träger sortschaffen müssen. Da aber Wasserkraft überall in Fülle vorhanden ist, auch ein Mangel an Arbeitern nicht besteht, das Klima für die Europäer sogar viel günstiger ist als in den meisten anderen Teilen Indiens, so dürften wenigstens diejenigen Metallschätze, die nicht allzu weit im Innern des Gebirges liegen, in absehbarer Zeit eine tätigere Ausbeutung er fahren als bisher.
Canzende Vogel. Wer da glaubt, daß nur die Menschen zu ihrer Belustigung tanzen, der irrt sich jehr; denn nach einem Berichte aus La Plata tönnen dies auch die dortigen Ribite. Sie tun dies zu dreien, sowohl bei Tage als auch in hellen Nächten. Diese gefiederten Tänzer leben paarweise. Wenn man sie eine Zeitlang beobachtet, sieht man, wie sich ein Kibit erhebt und zu einem benachbarten Paare fliegt, das freudig dem Besucher entgegengeht; nun stellen sich sile hintereinander auf und beginnen in gleichem Schritt schnell dahin zu marschieren, indem sie dabei in rich= rigem Taft trommelnde Töne ausstoßen. Plötzlich hört der Marsch auf, der Vortänzer hebt seine Schwingen und bleibt laut singend stehen; die beiden anderen gruppieren sich mit gesträubtem Gefieder hinter ihm, bücken sich vor und abwärts, bis ihre Schnabelspitzen den Boden berühren und verharren eine Weile leise murmelnd in dieser Stellung. Dann ist das Menuett beendigt, und der Gast tehrt in sein Heim zurück, um baldigst selbst einen solchen Besuch zu empfangen. Viel lustigere Tänze führt nach dem berühmten Ornithologen Naumann der Pfauentranich auf. An ihn könnte sich so mancher Ballbesucher ein Beispiel nehmen, denn er huldigt sehr eifrig diesem Vergnü gen. Wenn der Tanz bei den Sibizen menuettartig ist, so hat er hier mit dem Cancan Aehnlichkeit. Dabei springt einer der Vögel meterhoch in die Luft, breitet die Flügel ein wenig aus und bewegt die Beine rhythmisch. Im Gegensatze zu uns tanzen bei diesen Langschnäblern blos die Männchen.
Ein feltfames Säug tier. das, den bisherigen For: ichungen nach, ein Abtömmling des Helladotheriums der Tertiärperiode sein müßte, lebt in der Gegend des Victoria- Nyanza, des größten Binnengewässers Afrifas. Das Tier, das von den Eingeborenen Otavi ge= nannt wird, hat die Gestalt eines etwas schlank ge= ratenen Rindes, den Hals eines Pferdes und einen Zapiertopf mit langen Ohren. Es gehört zur Klasse der Wiederfäuer; das Gebiß ist unvollständig. Am Obertiefer fehlen die Vorderzähne gänzlich. Zum Erfassen der aus Blättern bestehenden Nahrung dient Die lange, bewegliche Zunge. Die Färbung ist schön; Der Kopf ist lebhaft rot mit schwarzen Streifen von Den Ohren gegen den Rüssel, an Hals und Ohren find tarmoisinfarbige Flecken; Beine und Klauen sind jebraartig gestreift mit orange roter Grundfarbe. Das Otapi lebt paarweise in den Wäldern um den Victo ria- See. Das Tier muß eine außerordentliche Schärfe der Sinne und große Schnelligkeit besitzen, denn sonst wäre, da es weder Zähne noch Klauen, noch sonstige Verteidigungsmittel besitzt, längst das legte Exemplar ine Beute der zahlreichen Raubtiere geworden.
Der Hungertod einer Schlange. Das Pariser naturhistorische Museum erhielt im November 1899 eine 6.5 Meter lange Pythonschlange von glänzender Färbung und großer Lebhaftigteit. Sie hatte ein Gewicht von 75 Kilogramm und es wurden ihr Kaninchen, Enten, Hühner, turz alles, was diese Schlangen in der Freiheit verzehren, angeboten. Aber das Tier nahm nichts an. Es magerte ab, die glänzende Farbe verblich und verwandelte sich nach und nach in duntles Grau. Alle Bemühungen, dem Tiere Nahrung beizubringen, auch auf tünstliche Weise durch Einführen von Giern in den Schlund, waren vergeblich; die Schlange blieb zuletzt zusammengerollt in einer Ecke ihres Käfigs. Volle 2½ Jahre vergingen auf diese Weise und erst nach dieser Zeit trat der Tod ein. Das Gewicht des Tieres betrug jetzt nur noch 27 Kilogramm, also wenig mehr als ein Drittel des Anfangsgewichtes.
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Instruktion. Dausfrau( zur Gouvernante): Vor allem haben Sie darauf zu achten, daß die Knaben sich nur salonfäbige Unarten angewöhnen-
Die dankbaren Gläubiger. Was war denn das diesen Morgen für eine schöne Musik in der Nachbarschaft?"- Ach, da hat ein Leutnant die reiche Banfierstochter geheiratet, und da haben ihm seine Gläubiger ein Ständchen gebracht!"
Aus der Rechenstunde. Lehrer:„ Wer fann mir sagen, was eine Bürgschaft ist?- Friß, Nun?" Friß: ,, Ein Gedicht von chiller."
Schlagfertig. Herr: Gnädiges Fräulein sind die Sonne und wir die Planeten, die um ste freisen." Dame: Ja, ganz wie diese auch ohne anzuhalten."
• EKUNTZO•
,, mama, da geht ein Chinale!"
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Kindlich. Mutter:" Max, dem Kaiser hat der Klapperstorch wieder einen fleinen Prinzen gebracht." Mar: ,, Dann ist der Klapperstorch ja Hoflieferant geworden,- nicht wahr Mama?"
Dom Schießplah. Unteroffizier: Meier, Ste werden im Leben fein guter Schüge, anstatt ins Schwarze zu treffen, schießen Sie immer ins Blaue hinein.'
Bedingt. Frau A.: Mein Mann hat blindes Vertrauen zu mir!" Frau B.:„ Na, meiner wenigstens furzsichtiges!"
Sein erster Gedanke. Gattin:„ Denke diz nur, Mann, unser Sohn Karl ist mit der Köchin durchgegangen!" Gatte: Allmächtiger Gott! Dann befommen wir ja heute mittag nichts zu effen!"
Na alio?
..., Aber Norbert, es heißt doch Chineſe!" ,, Aber mama, bift du noch ungebildet, man lagt doch nicht neefe, fondern Nafe."
Arg. Erste Nachbarin:„ Ich sage Ihnen, Frau Wuppdich, der Schneider ist ein ganz rober Patron."
3weite Nachbarin: Wirklich?"- Erste Nachbarin:„ Denken Sie nur, neulich stirbt seine Shwiegermutter und was tut er- er fährt mit ' nem Vergnügungszug zur Beerdigung."
weh! Chef:" Ja, wissen Sie, Herr Meier, dazu habe ich Sie doch nicht eingeladen, daß Sie den ganzen Abend nicht den Mund aufmachen." ― Kommis: Aber erlauben Sie, Herr Prinzipal, ich habe doch fortwährend gegähnt."
Triftiger Grund. Mutter( vom Begräbnis des besten Freundes ihres zwölfjährigen Sohnes mit diesem nach Hause fommend): Aber, Junge, schämst du dich denn nicht?" Nicht eine einzige Träne hast du um deinen Freund gemeint!" Sohn( weinerlich): Ronnte ich denn? Hatt' ick denn n' Schnupptuch?!"
Sie kennt ihn Bräutigam:„ Mein Nebenbubler Grollmann hat seinen ganzen Saß ießt auf mich geworfen; ich glaube, er schmiedet Böses gegen mich!" Braut: Das fönnten nur Verse sein!"
Ein neuer Reisegrund. Herr Hotto:„ Sie wollten doch in diesem Jahre eine Harzreise machen, und nun treff' ich Sie hier am Rhein!" Herr Alotto: Nur auf Wunsch meiner zu Haus ge= bliebenen Frau! Die sammelt nämlich Postkarten mit Ansichten, und vom Rhein ist ihre Kollektion noch nicht vollständig!"
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Kommentiert. Friß( bei der Leftüre einer See gefchichte): Sag mal, Mar, was sind denn das Na " Sertanten?" Max:" Sechs Tanten?" das sind' n halbes Dutzend Tanten!" ,, Hier steht doch aber: Bei einem neuerlichen hef tigen Stoß des Schiffes fielen unsere Sextanter die Kajütentreppe hinunter und brachen!?" May: Brachen?" Ja, na, dann wer'n fr jedenfalls seekrank gewesen sein!"
Allerdings. Professor:„ Sind Sie Herr Meyer?" Mein Name ist Linke." Professor:„ Danr sind Sie nicht der Rechte."
Praktisch. Gattin: Soeben habe ich etwat entsegliches gehört! Herrn Lehmanns Tochter mil mit ihrem Bräutigam durchgehen, da müssen wi sofort zu ihrem Vater und ihn warnen." Gatte ,, Was fällt dir denn ein! Bleib um Gotteswiller hier, denn wenn er sie entführt, brauchen wir dock fein Hochzeitsgeschenk zu machen!"
Ein Aufrichtiger. Schwiegermama: Hant auf's Herz, Jonny! Machen Sie am Stammtisc auch manchmal böse Wige über Ihre Schwieger mutter?" Schwiegersohn: Im Gegenteil! It sage immer: Meine Frau ist gut, aber meine Schwiegermutter ist weit besser!"
Ziemlich dasselbe. A.( einen Freund auf der Straße treffend): Willst du mein Beuge sein?" B.: Willst du dich denn schlagen?" A.: Nein aber verheiraten." B.:,,ia, das kommt ja ziem. lich auf dasselbe heraus!"
Einige neuere Heilberichte.
Seit 1 Jahr litt ich an Magen- und Leberleiden. Herr Plath aus Gießen hat mich durch 7malige Behandlung wieder vollständig hergestellt, sodaß sich die Leute hier im Orte, die meinen früheren Zustand kannten, alle hierüber wundern.
Dieses alles bescheinige ich hierdurch mit meiner Unterschrift Nieder- Weisel, 15. April 1903. G. D.
Herr Plath in Gießen hat meine Frau in wenigen Tagen von einem langi. nervösen Kopfleiden, verbunden mit Ohrensausen befreit, worüber demselben der herzlichste Dink ausgesprochen wird.
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