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27.2.1904 Erstes Blatt
 
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( Fortsetzung folgt.)

Bilder aus Korea. II.

In Korea herrscht Bielweiberei, doch kann nur eine rechtmäßige Gattin sein. Die Frauen leben in strenger Abgeschlossenheit; Adoption von Mindern ist sehr gebräuchlich. Dfizielle Religion ist der Buddhismus, dem das Volk allgemein an­hängt; doch hat derselbe unter dem jezigen Herrscherhause, das mit den höhern Ständen der Lehre des Konfutse folgt, viel von seiner Bedeu­tung verloren. Buddhistische Klöster, auch für Nonnen und meist auf Bergen errichtet, daher oft als Festungen benutzt, sind überall zahlreich. Eine Raste der foreanischen Priesterschaft nimmt eine eigenartige Stellung ein: die sogen. Kriegsmönche, pelche die foniglichen Festungen in den Gebirgen der Umgegend von Soul bewachen. Sie tragen ne besondere Kleidung und erfreuen sich unbe­Dingten Vertrauens bein Herrscher und bei dessen Hofstaat. Römisch- katolische Missionare faßten seit 1837 festen Fuß, sahen sich aber später großen Bedrückungen ausgesetzt. Die Schulen sind jämt­lich Privatanstalten, doch kann das niedere Volk durchweg die Landessprache lesen und schreiben.

Die Stadt Halefund,

der Hauptplatz der retben norwegischen Dorsch fichereien, ist in der Nacht zum 23. Januar das Opfer einer gewaltigen Feuersbrunst geworden, die in wenig mehr als zwei Stunden die auf kleinen Inseln rings um den geräumigen Hafen gelegene Stadt, deren Häuser meist aus Holz aufgeführt rvaren, in Asche gelegt hat. Das Feuer entstand

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Uhr nachts im westlichen Stadtteil auf der usel Nörvö und griff mit so rasender Schnellig­fit um sich, daß die Bevölkerung, mehr als zehn= Tausend Seelen, nur das nackte Leben zu retten vermochte. Ein Teil der plöglich völlig mittel­und obdachlosen Einwohnerschaft wurde notdürftig auf dem Lande untergebracht, litt aber bei starker Kälte und stürmischem Wetter größten Mangel an

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Kleidung, Nahrung und Arzneien, denn wie fast sämtliche öffentliche Ge­bäude, so waren auch die beiden Kliniken und die Apotheken abge­brannt. Selbst auf die Schiffe im Hafen griff das Feuer über; zwei kleinere Dampfer ver­brannten, dreiundzwanzig Fischerfahrzeuge mußten versenfi werden, um sie zu retten. Stehen ge­blieben sind nur das Zollwachthaus, die Ex­peditionspackhäuser, die kleinste Volksschule, einige Privathäuser; auf der Insel Buholm stehen noch zehn Privathäuser, vier Fabriken und einige Backhäuser. So groß aber auch das Unglück ist, das Aalesund be= troffen hat, so umfassend und schnell ist hier auch geholfen worden. Von Stavanger, Bergen und Christiansund gingen noch am 23. Damp, er mit Lebensmitteln und Klei­dern ab. Die Brigade in Drontheim erhielt Be­fehl, sobald wie möglich Mannschaftszelte, Betten und Proviant zur Ver­fügung zu stellen; wenn erforderlich, sollte die Brigade in Bergen das Der Nötige schaffen.

schwedisch- norwegisch und der dänische Hof stellten sich sofort an die Epiße einer tatkräftigen Hilfsaktion, an der sich auch das dänische Kriegs­und Marineministerium

Eine Halelunderin in Nationalkostüm.( Photographische Aufnahme.)

Hatcfand vor dem Brande( Photographische Aufnahme.)

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beteiligten. Tief gerührt und mit Dank erfüllt hat das norwegische Volk besonders das warm­herzige, rasche und ent schlossene Auftreten des Deutschen Kaisers, der dem hamburgischen Hilfs. fomitee für Aalesunc zur Beschaffung Kleidungsstücken und Le­bensmitteln die Summe von 10 000 Mark über­wies, und die großartige Hilfsleistung der beiden

Don

reichen Hansastädte Hamburg und Bremen. Am 24. Januar gingen der Dampfer Phönicia" der Ham. burg Amerifalinie und der Dampfer, Weimar" des Norddeutschen Lloyds mit Proviant, Betten, Zelten, Medikamenten, Verbandzeug, Kleidung und Bauholz nach Aale. sund in See; auch be­fand sich eine Anzahl Aerzte, Krankenpfleger

und Barmherzige Schwestern an Bord der beiden Schiffe, die gleich. zeitig zur Unterkunft von Tausenden von Personen eingerichtet sind.

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und die Katzbalgeret.] Craf ichstag am 20. Februar den Aus­den Worten: Hier sind doch keine erei hat mit den Streitigkeiten von Kluge, bekanntlich eine der ersten ogischen Dingen, sagt in seinem Sort folgendes: Kazbalgen, schon emein üblich, daneben im 16. Jahr­Satzbalg liegen: wohl eigentlich Bild rin Hunde sich um ein gefundenes ithin hätte Graf Ballestrem allen­: haben hier keine Hunde! Eine Bortes ist die folgende: Kazbalger knechte Söldner, die, mit zweihändi­bewaffnet, vor der Lanzenlinie des en und die Aufgabe hatten, ihren 1 der geschlossenen Lanzenwehr des . Ebenso verfuhr natürlich auch der vor dem allgemeinen Kampfe zu ch das Wort Razbalgerei bezeichnet r ist ein Mensch, der seinen Balg, wie ein Katzenfes kauft hat. Da fampf war, so ist sich herumhauen algen oder auch balgen genanni Neutralitätserklärung,] die nichts an aber manches an Höflichkeit zu wün. st ein türkischer Großherr ab, als ihm gen Krieges der Ausbruch der Feind­ifreich und Preußen angezeigt wurde. te hatte ihm mündlich die Nachricht orientalischer Gelassenheit entgegnete s vollkommen gleich, ob das Schwein Hund das Schwein!"--Mittler­er der Gläubigen" doch etwas liebens­

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16. März 1904, vormittags, findet igen nächst der Rodheimerstraße Pferde= en in der Nähe des Marktes ist aus= egen derselben wolle man sich an Herrn wenden. Auskunft über sonstige Markt­Weinhändler August Schwan dahier. ist eine

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