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Vermischtes.

+[ Eine Storchenschlacht] in großem Stile wurde dieser Tage auf einem Bauernhause in dem ostfriesischen Dorfe Moorfleth ausgefochten. Nicht weniger als sechs fremde Störche suchten das dort brütende Paar zu verjagen, und es war rührend anzusehen, mit welcher Liebe die beiden ihr Nest und Gehege verteidigten, obwohl sie bald aus tiefen Wunden bluteten. Endlich siegte die gerechte Sache, und die An­greifer mußten das Feld räumen; ihnen nach schallte- aller­dings recht matt das Freudengeflapper der Sieger. Be­sonders interessant war, daß auch eine in der Nähe nistende Krähe den benachbarten Störchen, mit denen sie sonst nicht gerade auf gutem Fuße lebt, zu Hilfe kam und die fremden Störche verscheuchen half.

[ Ein kostspieliges Vergnügen] sind die Automobil­wettfahrten, wie sie jetzt wieder um den Gordon- Bennett­Bofal veranstaltet werden. Der Direktor einer der ersten französischen Motorwagenfabriken hat fürzlich erklärt, er hoffe, daß die jetzige Wettfahrt die letzte sein werde. Abge­sehen von den Ausgaben müßten sie fünfzig oder sechzig ihrer besten Leute fortschicken, die für die Wagen unterwegs zu sorgen hätten. Die Kosten der Probefahrten, die zur Aus­wahl der französischen Wettbewerber um den Gordon- Ben­nett- Preis in dem Ardennenbezirk stattfanden, stellen sich nach der Schätzung eines Sachverständigen wie folgt: Dreißig Rennwagen, die besonders für die Wettfahrt gebaut, für an­dere Zwecke ganz unbrauchbar und deshalb nachher ganz un­verkäuflich sind, je 40 000 Mark, zusammen 1 200 000 m.; Aufwendungen für Bewachung der Wege 120 000 Mark, Ausgaben und Versicherung gegen Unfälle, 8000 Mark für jede der zehn Firmen, 80 000 Mark. Allein die französi­schen Firmen hätten danach für ihre Probefahrten nicht we­niger als 1 400 000 Mark aufzubringen gehabt.

+[ Das teuerste Kleid der Welt.] Besondere Anziehungs­kraft auf die Damenwelt übt in der Weltausstellung von St. Louis das eleganteste und teuerste Kleid der Welt aus. Dies Gewand fostet 120 000 Mark und wird als die herr­lichste Schöpfung der Pariser Schneiderkunst betrachtet. An­gefertigt wurde es für die Kaiserin Josephine. Das Kleid wiegt 75 Pfund und hat eine 15 Fuß lange Schleppe. Der schwerste, kostbarste Sammet vom allerfeinsten Fabrikat wurde dazu verwendet und der Hermelin, mit dem es besetzt ist, repräsentiert an sich ein kleines Vermögen. Rock, Mieder und Schleppe sind mit handgestickten goldenen Bienen ge­schmückt. Kostbare Juwelen sind geschmackvoll über das ganze Kostüm verteilt.

[ Einem tiefgefühlten Bedürfnis"] scheint ein russischer Erfinder entsprochen zu haben, über welchen die Petersb. 3tg." berichtet: Der Angestellte der Expedition zur Anferti­gung der Staatsnoten Strushkoff hat eine Vervollkommnung der Schnelldruckpresse erfunden, vermittelst welcher die Leistungsfähigkeit der Presse vervierfacht werden kann. Der Erfinder ist mit 20 000 Rubeln belohnt und zur Dekorierung borgeschlagen worden."

[ Wie Kriegsnachrichten fabriziert wurden,] schildert ein englischer Berichterstatter, der sich zurzeit in Tschifu aufhält. Vor kurzemi stieg ein lustiger und trinkfester Schiffskapitän in Tschifu ans Land und erklärte mit munterem Augenzwin­fern, es schwämmen in Tschifu in der Nachbarschaft so viele Leichen umher, daß es gefährlich sei, Wasser zu trinken. Er erläuterte denn auch seine Behauptung durch die oft wieder­holte standhafte Weigerung, seinen Alkohol anders als in durchaus unverdünntem Zustande zu sich zu nehmen. Ein findiger Berichterstatter, der sich verschiedentlich in der Ge­sellschaft des fröhlichen Seemanns befand, hatte denn auch nichts Eiligeres zu tun, als seinem Blatte die wichtige Kunde zu übermitteln, es seien zahlreiche japanische Leichen in Tschifu und Weihaimei ans Land getrieben. Einmal sank der Baro­meterstand sehr bedeutend, so daß man schlimmes Sturm­wetter erwartete. Später aber wurden die Wetteraussichten wieder rasch bedeutend günstiger. Ein Yankee, der ver­schiedene amerikanische Blätter vertritt, bemerkte bei dieser Gelegenheit im Kreise vergnügter Zecher, er werde her­nach seinen Blättern telegraphieren,

ein furchtbarer

Sturm habe in seinem letztern Stadium auch die Küsten der Halbinsel Liaotang und die japanische Flotte heimgesucht und die letztere weit auseinander getrieben. Dar­auf bemerkte einer von derLondoner Brigade: Ich kann Ihnen dazu noch eine andere Neuigkeit liefern, die zwar für Lon­don nicht gut genug ist, aber in Amerika immerhin noch ver­zapft werden kann: Ich höre, daß Pawlow, der frühere rus­fische Gesandte in Korea, der vor ein paar Tagen hier durch­reiste, sich nach Peking begibt, um die chinesische Regierung zu überreden, sich im Bunde mit Rußland am Kriege zu be­teiligen. Die Einverleibung Koreas in das chinesische Reich soll die Lockspeise sein, wodurch China bewogen werden soll, zugunsten Rußlands seiner Neutralität sich zu begeben." Ausgezeichnet", rief der Yankee erfreut, das wird sofort mittelegraphiert."

Lokales.

26. Mai 1904.

Hessische Handwerkskammer. Die VIII. Sigung der Handwerkskammer findet Montag, 6. Juni 1. J., vormittags 10 Uhr zu Darmstadt in dem Sigungssaal der Stadtverordnenversammlung im Rathaus statt. Aus der umpfangreichen Tagesordnung heben wir hervor: Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes, Prüfung und Abnahme der Jahresrechnung 1903/04, Feſtſtellung des Haushalts­

plans für 1905; nach demselben betragen die von den Kreisen und dem Staate getragenen Kosten etwa 18000 Mt., sodaß auf den Kopf der Bevölkerung der geringe Betrag von etwa 1,5 Pfennig entfällt. Errichtung der Gesellen­prüfungsausschüsse für 1904/07 und Wahl der Mitglieder dieser Ausschüsse, Anstellung von Beauftragten, Gesellen­und Meisterprüfungen. Handwerkerzentralgenossenschaft. Etwaige Anträge müssen in bestimmt formulierter Weise bis spätestens 30. Mai schriftlich eingereicht sein.

Beauftragte der Handelskammer. Für die Handwerker von großer Wichtigkeit ist die von der Handwerkskammer in Ausführung der Vorschriften zur Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens auf Grund der §§ 103n resp. 94c der Gewerbeordnung getroffene Ernennung von Beauftragten. Dieselben sind von der Rammer mit Legitimation und Dienstanweisung verschen und haben in den ihnen zugewiesenen Betrieben während der De­triebszeit die Gefolgung aller gefeßlichen Vorschriften für

Gesellen, Arbeiter und Lehrlinge zu überwachen und von der Einrichtung der Betriebsräume und der für die Unter­funft der Lehrlinge bestimmten Räume Kenntnis zu nehmen. Ebenfalls wird der Besuch der Schulen seitens der Lehrlinge kontrolliert. Die Betriebsinhaber haben den als Beauftragte der Handwerkskammer legitimierten Personen den Zutritt zu den Werkstätten und Unterkunftsräumen, sowie zu den sonst in Betracht kommenden Räumlichkeiten zu gestatten und ihnen Auskunft über alle Gegenstände zu geben, welche für die Erfüllung ihres Auftrages von Bedeutung sind. Es mag bei dieser Gelegenheit noch darauf aufmerksam ge­macht werden, daß bei den Betriebsunternehmern, welche Lehrlinge halten, auch darauf gesehen wird, ob ordnungsmäßige Lehrverträge abgeschlossen und die Lehrlinge zur Lehrlings­rolle der Handwerkskammer gemeldet sind. Bekanntlich ziehen Verstöße hiergegen Strafen nach sich. Ueber ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen berichten die Beauftragten an die Handwerkskammer. Mit Versehung der Dienstver­richtungen eines Beauftragten sind betraut: 1.) Leonhard Kehl zu Worms für die Provinzen Rheinhessen und Starten­burg mit Ausnahme des Kreises Offenbach a. M. und 2.) Franz A. Nessel II. zu Offenbach a. M. für die Provinz Oberhessen und den Kreis Offenbach a. M.

*** Das Museum des Oberhessischen Geschichts­vereins im Gießener alten Rathhause wird am Sonntag außer der üblichen Besuchszeit Mittag von 11 bis 1 Uhr, das erste Mal auch am Nachmittag von 2 bis 4 Uhr für jedermann unentgeltlich offen sein. Wir können die Besich­tigung der hochintressanten Samlungen unsern Lesern nur auf das wärmste empfehlen.

§ Das Eisenwert Lollar beabsichtigt in der Ge­martung Lollar eine Fabrik gußeiserner Heizkessel zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen auf der Bürgermeisterei Lollar zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Ein­wendungen sind daselbst baldigst vorzubringen.

*** Züchtigungsrecht der Lehrer an Volts­schulen. Mit einer neuen Verfügung Großherz. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten ist eine gefeßliche Bestimmung des Schulgeseßes vom 16. Juni 1874, wonach bei Mädchen und bei Kindern in den beiden ersten Schuljahren überhaupt fetne törperlichen Strafen angewendet werden durften, fortan aufgehoben. Durch diese neue Ver­fügung steht dem Lehrer das Recht zu, in besonders schwierigen Fällen auch die Mädchen und die Kinder unter 8 Jahren förperlich zu strafen. Nach der früheren Be­stimmung standen oft Lehrer und Lehrerinnen verlogenen, trozigen Schülerinnen, die zehnmal schlimmer als viele Knaben waren, machtlos gegenüber, und wie häufig mußten Lehrer ein eigenmächtiges Vorgehen vor dem Gericht bitter bereuen. Wer aber glaubt, Lehrer und Lehrerinnen würden nunmehr die reinsten Prügelpädagogen werden, der dürfte sich doch sehr irren. Ein vorsichtiger Lehrer wird nur in Ausnahmfällen, da, wo es sich um grobe Bergehen handelt, von der förperlichen Züchtigung auch bei Schülerinnen Ge­brauch machen.

th. Schuß prämie. Der Verband deutscher Brief­tauben- Liebhaber- Vereine( Allerhöchster Protektor Se. Majestät der Kaiser), hat für das Abschießen und Fangen von Wander­falten, Hühnerhabichten und Sperberweibchen auch für dieses Jahr eine Prämie von 3000 Mart ausgesetzt, welche An­fang Dezember zur Verteilung kommen. Für jedes Paar Wanderfalkenfänge wird eine Zusagprämie von 1 Mt. vor­abgezahlt. Zur Erhebung eines Anspruches an dieser Prämie müssen die beiden Fänge" eines Raubvogels, nicht der ganze Raubvogel, bis spätestens Ende November an den Vorstand des Brieftauben- Klub Gießen abgeliefert werden. Die Läufe sind bis furz über dem ersten Gelent abzuschneiden, sodaß ein kleiner Federkranz stehen bleibt. Es wird gebeten, die Fänge zu sammeln und zusammen einzusenden, bei fleineren Posten empfiehlt sich Briefsendung oder Muster ohne Wert. Vor der Absendung wolle man die Fänge gut dörren. Sendungen, die irgend welche Spur von Verwesung verraten, müssen ohne weiteres dem Feuer überwiesen werden und kommen deshalb nicht in Anrechnung. Eine möglichst weitere Verbreitung dieser Bekanntmachung ist dringend erwünscht.

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Garbenteich. Zu dem in diesem Jahre von dem hiesigen Gesangverein Vittoria aniäßlich dessen 25jährigen Stiftungsfestes und 20jährigen Fahnenjubiläums veranstal­teten Gesangsfest ist die Teilnahme einer großen Anzahl aus­wärtiger Vereine, insbesondere die der benachbarten Orte, sicher. Garbenteich mag sich nur bei Zeiten rüsten.

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§ Stockhausen. Am 24. April, abends, wurde zwischen den zwei legten Zügen zwischen hier und Mücke ein etwa 1 Zentner schwerer Stein auf das Schienengeleise gelegt, um dadurch den Zug zum Entgleisen zu bringen. Glück­licherweise hatte der Lokomotivführer das Hindernis noch rechtzeitig wahrgenommen. Die Untersuchung ist im Gange. Ulrichstein. Die am 4., 5. und 6. Juni hier statt­findende Geflügel- Ausstellung umfaßt Wassergeflügel, Nuzhühner, Zierhühner, Tauben, Sing- und Ziervögel, sowie Geräte und Literatur, welche sich auf Haltung und Pflege von Geflügel beziehen. Es fönnen ausgestellt werden Ge­flügel, paarweise oder auch in Kollektionen von 1, 2-3 oder 1, 4-5; außerdem Tauben paarweise, Vögel einzeln. Für Großgeflügel und Tauben stellt der Verein seine eigenen Käfige. His Preisrichter ist Herr Knaup- Klein- Karben gewonnen, ein tüchtiger Geflügelkenner, dessen Ruf weit über die Grenzen des Hessenlandes hinausreicht. Eine stattliche Anzahl wertvoller Ehrenpreise ist bereits geftiftet. Aus­stellungsberechtigt sind nur Mitglieder des Vogelsberger Ge­flügelzuchtvereins. Für Sonntag, den 5. Juni, ist die Musik der Hanauer Ulanen engagiert.

Windhausen. Der vor einigen Jahren hier ge­gründete Kriegerverein beschloß im Laufe des ver­gangenen Winters, eine Fahne anzuschaffen und zu diesem Zweck im Ort eine Sammlung zu veranstalten. Dank der Freig bigkeit unserer Einwohnerschaft ergab diese Sammlung 500, sodaß der Verein in der Lage war, die gewünschte Fahne sofort anzuschaffen. Die dem Kriegerverein seitens

der hiesigen Bevölkerung bei Anschaffung der Fahne so frei­gebig gespendete Beihilfe verdient alle Anerkennung. Aisf. 3 g.

** Lich, 20. Mai. Gestern fand die Beerdigung des fürstlichen Kammerdirektors i. P. Kutsch statt, der im hohen Alter von 84 Jahren verstarb.

** Lich, 26. Mai. Die Trauung der Prinzessin Caroline zu Solms- Hohensolms- Lich mit dem Prinzen Chlodwig von Hessen- Philippstal Barchfeld fand heute am 26. Mai wegen der tiefen Trauer des fürstlichen Hauses um die verewigte Fürstin Hermann in aller Stille im hiesigen fürstlichen Schlosse statt. Außer dem Fürsten und seinen Geschwistern nahmen nur die hohe Mutter des Bräutigams, die Prinzessin Wilhelm von Hessen und der Bruder desselben Prinz Christian teil.

[:] Ober Ofleiden, 24. Mai. Am Sonntag den 12. Juni sell dohier das diesjährige Gustav Adolf- Fest unseres Homberg- Kirtorfer Zweigvereins gefeiert werden.

Groß Felda. In unserer Gegend hält man noch zäh an dem alien Brauch fest, daß die Konfirmation der Kinder zu Pfingsten geschieht und ebenfalls an dem weiteren Brauch, vor dem Hause des Konfirmanden oder Konfirmandin ein mit Bändern geschmücktes Fichtenstämmchen aufzurichten, während die Kirche mit Kränzen und Birken gesmückt ist.

× Aus dem Kreise Alsfeld. Eine Vereinfachung des Dienstes der Großh. Gendarmerie hat in unserem Kreise durch Anbringung von Kontroluhren stattgefunden. In jedem, selbst dem kleinsten Ort, ist seit dem 1. April ds. Je. eine solche Kontroluhr am Rathaus, und wo kein solches existiert, an einem anderen Gebäude angebracht. Die Gen­darmerie brauch also bei Ausübung ihres Dienstes während der Nachtzeit die Bürgermeister der ein zelnen Orten nicht zu wecken, es wird nur die Uhr gestochen und die Vorges zte Behörde hat die Gewißheit, daß die erforderliche Zahl Nachtpatroullien stattgefunden hat.

+ Aus Ruppertenrod. Der älteste Mann unserer Gemeinde ist der 84 Jahre alte Küfermeister Johann Seim. Trotz seines den Arbeiten in der Landwirtschaft noch sehr nüßlich. Ec hohen Alters ist derselbe noch sehr rüstig und macht sich bei liest noch ohne Brille. Mehreremale des Tags über sieht man ihn in das gegenüberliegende Deutsche Haus" wandern, um ein halbes zu genehmigen. Sollte einer oder der andere Leser einmal Gelegenheit haben, als durstiger Zecher im Deutschen Haus" einzukehren, so darf er ungeniert dein Alten unter dem Namen V.tter Johann" Bekannten ein Halbes kreditieren, was ihm gewissenhaft verabsolgt wird. des Redakteurs Ramsped, eines geborenen Friedbergers, (:) Darmstadt, 25. Mai. Die Beiseßung der irdischen Hülle fand heute unter zahlreicher Beteiligung statt. Zahlreiche Leidtragende aus allen Kreisen gaben dem zu früh Dahin­Worneweg erschienen.- Der Großherzog besuchte geschiedenen die lette Ehre, u. a. war auch Oberbürgermeister gestern Abend das Ausstellungsrestaurant der Darmstädter Künstler Kolonie und nahm daselbst das Souper, zu welchem noch 8 Einladungen ergangen waren.

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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. 27. Mai. Meist schwachwindig, meist heiter, wärmer und Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den schwül.

Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Marktberichte.

Gießes, 26. Mai. Auf dem heutigen Wochenmartt steten Butter per Bfd. 1.00-1.15 M., fübnereier per Stüd 5-6 Pfg., Enteneter St. 7 Big., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg.. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linjen per Utter 32 fg., Tauben per Paar 2. 0.80-1.00, Sühner per Etüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enter per Stüd 1.70-2.20, Gänse der Pfd. 65-70 Pfg., Dosenfleisch per Pf. 70-80 Pig., Rindfleisch per Pfc. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 19. Sa wetne fleisch gesalzen per Bfund 0.76 Big., albfleis per fd. 68-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00., 3wiebeln per 3t. Mt. 7.00-10.00, epfel pe: Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Bfa. Dauer der Marktzek von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände dee Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhantt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Frankfurt a. M., 25. Mai. Fruchtmarkt, Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mr. 17.10-17.20, furhessischer Mr. 17.10-17.20 Roggen, hiesiger Mr. 13.40-13 50, russischer Mr. 13.75-14.20. Gerste, hiesige Mf. 15.05 bis 15 50, Pfälzer Mt. 15.75 bis 16.00, fränkische Mr. 15.70-15.90, Riedgerste Mk. 15.50 bis 15.75, Hafer, hiesiger und Wetterauer Mk. 13.00-14.00, furhessischer Mt. 12.75-14,00, bay­rischer Mt. 12.90-14 00, Mais, Mixed Mr. 11.60-12.10. Alles pro 100 kilo ab hier. Mehl unverändert. Es notierten nach wir. 28.50-29.00, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.00 bis 24.50, feinere Qualität: Weizenmehl hies. O, mr. 26.00-26.50, feinere Marken, Marken Mk 25.25-25 75, hiesiges Nr. 2, Mt. 23.00-23.50, feiner, Marken Mt. 24.00-24.50, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50 feiner Marken 20.00-20 50, Roggenmehl, hiesiges, 0, f. 22.00­22.50, do. 1, Mt. 19.50-20.00, do. 2, Mt. 15.00-16.00, Alles per 100 kilo inkl. Sac. Futterartikel gefragt. Weizenschalen Mt. 4.50 4.60, Weizenkleie Mk. 4.50-4.60, Roggenkleie Mt. 4.80-500 Weizen futtermehl Mt. 6.75-7.25, Biertreber, getrocknet M. 5.40 b. 5.50, Malzfeime 5,30-5.40, Rapskuchen 5.50-5,75, Palmkuchen 5.60-5.80 Mt. Alles per 50 Kilo.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Cartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landwirtsch. Knecht, 1 jüngerer Schmied, 1 Spengler, bursche, 1 Stallbursche, 5 Dienstmädchen, 1 Köchin, 3 2 Schreiner, 1 Schneider, mehrere Arbeiter, 1 Haus­

Lauffrauen.

Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Schreiner, 2

Bäcker, 2 Friseure, 1 Kaufmann, 2 Kellner.

Es suchen Arbeit:

1 Steinhauer, 1 Bauschlosser, 1 Installateur, 1 Wagner, 1 Wasch oder Puzzfrau, 1 Bureaudiener, 1 Lager­arbeiter, 1 Dienstmädchen, 3 Bureaugehilfen.

Lehrlinae: 1 Schreiner.

haltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter: Karl Klose, Grünberg.