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risches Unternehmen, nicht um eine Expedition zur friedlichen Regelung des Handelsverkehrs handelt. Selbst­verständlich sucht man es in Lendon se darzustellen, als seien die Tibetaner daran schuld, daß aus der friedlichen eine Friegerische Expedition geworden sei. Aus alkutta be­richtet das Reuterbureau. In Tuna trafen tibetanische Ge­sandte ein. Es waren zwei Lamas( Oberpriester) von den eiden Hauptklöstern in Lhesia und ein tibetanischer General. An Rang stand diese Teputation weit über denen, die bis­her im englischen Roger ersienen waren. Die Abgesandten benahmen sich keineswegs freundlich, sondern stießen wilde Drohungen aus und erklärten, sämtlichen Eng­ländern würden die Hälfe abgeschnitten werden, falls sie nicht sofort dem Befehl Folge leiste­ten, Tibet zu verlassen. Der Führer der englischen Tibeterpedition, Oberst Younghusband, nahm diese Dro­hungen indes auf die leichte Achsel oder tat wenigstens so, denn er machte den Tibetanern sogar ohne Eskorte in ihrem Lager Gegenbesuch. Allerdings beschwerte er sich später über den ihm zuteil gewordenen unfreundliajen Empfang. Die Strafe für diesen wird den Tibetanen wohl nicht ge­schenkt bleiben, es wäre denn, daß ihnen ähnliche Bundes­genossen erständen, wie s. St. den Russen gegen Napoleon I. Mit ihren mittelalterlich bewaffneten ruppen können die Tibetaner natürlich gegen England nichts a is richten. Aber sie haben in der Kälte und ir den Schierigkeiten der Ver­pflegung und überhaupt der rückwä.ägen Verbindungen furchtbare Bundesgenossen.

Hof und Gesellschaft.

* Der Kaiser machte gestern den gewohnten Spazier­gang im Tiergarten in Begleitung des Prinzen Eitel- Fried­rich und des Wirklichen Geh. Rats Hinzpeter. Sodann sprach der Kaiser beim Reichskanzler vor, hörte um 11 Uhr den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts und ließ sich um 12 Uhr die in die Armee eintretenden Kadetten vorstellen. Abends empfing der Monarch auf dem Bahnhof das badische Großherzogspaar, das zur Feier von Kaisersgeburtstag aus Karlsruhe eintraf.

*** Aus Anlaß des Ablebens des Herzogs Friedrich von Anhalt ist eine Hoftrauer von 3 Monaten angeordnet. Bestimmungen über die Landestrauer sind noch nicht getroffen, doch wird dieselbe voraussichtlich 3 Tage bis nach der Beisetzung dauern. Die Beisetzung erfolgt am 30. d. Mts. 1 Uhr von der Schloßkirche zu Dessau nach der Auferstehungsfavelle im Mausoleumspart.

Die Zukunft Oefterreichs.

+ Wien, 25. Januar.

In letter Zeit hat die Zersegung des österreichischen Staates diesseits der Leitha einen weiteren Fortschritt ge macht, der bisher in der Presse ziemlich unbeachtet geblichen ist. Der Kriegsminister Pittreich hat nämlich in der Budget­kommission der österreichischen Delegation einen Entwurs über die Armeesprache vorgelegt, der, genau besehen, nichts anderes enthält, als die Anerkennung des Nationalitäten­prinzips im österreichischen Heere. Während seither von cinem Offizier nur die Kenntnis der deutschen als der so­genannten Armeesprache verlangt wurde, soll es fortan Vor­schrift werden, daß die Offiziere des österreichischen Heeres zwei Sprachen vollständig beherrschen, um sich mit den Mann­schaften verständigen zu können. Wenn auch die Kommando­sprache deutsch bleibt, so wird doch die Dienstsprache mehr und mehr der Nationalität der Garnison angepaẞt werden.

Das liegt offenbar auch in der Tendenz der österreichischen Regierung, denn in dem neuen Entwurf ist eine noch weit einschneidendere Bestimmung vorgesehen, als die Sprachaus. bildung der Offiziere. Bisher war es Bedingung für die Beförderung der Mannschaften zu Unteroffizieren, daß sie die deutsche Sprache vollständig beherrschen. Auch diese For­derung ist nunmehr vollständig fallen gelassen worden und soll nur insoweit bestehen bleiben, als ein Unteroffizier etwa auf Weiterbeförderung zum Sergeanten oder Feldwebel reflektiert. Die Deutschen sind naturgemäß gegen eine der­artige Verwälschung des Dienstes und befürchten davon eine vollständige Verdrängung des deutschen Einfluſſes in den Garnisonen der anderssprachigen Landesteile. Wenn der ganze Dienst mit Ausnahme des Kommandos sich in nicht­deutscher Sprache abwickelt, dann steht ja auch eigentlich nichts mehr im Wege, daß die Offiziece im Verkehr mit ihren Untergebenen wie unter sich selber die deutsche Sprache vollständig beiseite setzen und auch das Heer nach dem Nationalitätenprinzip umgestalten.

Nachdem die Monarchie in der Heeressprache vor dem gewaltigen Ansturm der magyarischen Bewegung zurückge­wichen ist, war eine Nachgibigkeit gegen die nationalen An­stürme in Cisleithanien allerdings nur eine Frage der Zeit. Aber auch hierbei kann die Entwickelung nicht stehen bleiben. Die bei den Wahlen bereits selbständig auftretenden Na­tionalitäten werden mit der Zeit auch das staatliche Selbst­bestimmungsrecht begehren und so deuten die neuesten Ereignisse, namentlich aber der slavische Erfolg darauf hin, daß der österreichische Einheitsstaat allmählich in den Hin­tergrund treten wird und daß das Gebiet diesseits der Leitha mit der Zeit ein föderatives Staatengebilde werden wird, wie das deutsche Reich. Ob dann bei der Vergebung der Zentralgewalt die Habsburger Dynastie ihre heutige Stel lung als regierendes Haus behalten wird, das ist eine Frage, die sich bei der starken Bedeutung der Imponderabilien heute auch noch nicht annähernd beantworten läßt.

Preussischer Landtag.

Haus der Abgeordneten.

RK Berlin, 25. Januar.

( 4. Sigung.) Nachdem am ersten Tage der Etatsberatungen der Mi­nisterpräsident den Standpunkt der Regierung gegenüber dem Abg. Richter auseinander gesetzt hatte, gab heute der Redner der konservativen Partei, Abg. Frhr. v. 3edlit und Neukirch, dem Minister des Innern d. Ham merstein Gelegenheit zu einer Programmre de. Bei der

Fortsetzung der Etatsdebatte

befürwortete Herr v. 3edlib einen weiteren Ausbau des Eisenbahnnetzes und Herabsetzung der Güterfrach. ten. Eine solche erscheine finanziell sicherer als die Ver.

folgung einer Wasserstraßenpolitik, die nu einem kleinen Teile des Landes Vorteil gewähre, andere Landesteile aber erheblich schädige. Was die wasser, virtschaftliche Vorlage anlangt, so unterliegt es seinem Zweifel, daß die Regierung den Wünschen des Hau jes mit der neuen Vorlage sehr weit entgegen gekommen st. Wir werden die Vorlage, wie auch die frühere rein sachlich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus behandeln und in vollem Wohlwollen prüfen.

Weiter führte der Redner aus, nach den jezigen Wahlen sei es klar, daß das Wahlergebnis der Niederschlag der Volksstimmung sein muß. Es unterliege kei­nem Zweifel, daß in Preußen der bürgerliche Liberalis= mus als solcher keine beachtenswerte Figur auf dem poli­tischen Schachbrett ist.( Große Heiterfeit links.) Im Reichs­tage ist es genau ebenso. Weiter bestritt der Redner, daß die Sozialdemokratie die Vertretung der Arbeiterschaft ist. Mit einer nationalen Arbeiterpartei würden wir gern zu­sammengehen. Herr v. Zedlig trat dann für eine Teilung übergroßer Wahlkreise und eine mäßige Vermehrung der Abgeordnetenzahl ein.

Die Programmrede des Ministers des Innern. Minister Frhr. v. Hammerstein: Ich habe schon im Vorjahre erklärt, daß ich wohl bereit sein würde, über kurz oder lang eine Aenderung des Wahlgesetes eintreten zu lassen. Auf diesem Standpunkt stehe ich noch heute. Wenn die Aenderung des Wahlgesetzes in der Thronrede nicht be rührt ist, so ist der Grund, daß das Ministerium über diese Frage noch keinen Beschluß gefaßt hat. Aber seit zwei Jahren hat sich mein Ministerium sehr ernst mit dieser Frage beschäftigt. Im vorigen Jahr hat auf meinen An trag das Staatsministerium das neue Wahlregle ment beschlossen, das meines Erachtens im großen ganzen außerordentlich fördernd auf die Wahl gewirkt hat. Es ist deshalb sehr schwer, hier zu reformieren, weil die Re gierung niemals dazu zu haben sein wird, die Grundlage dieses Wahlgesetzes zu ändern. Man hat ja von links. Iberaler Seite verlangt, daß es durch ein anderes Wahl­system ersetzt wird. Man beruft sich dabei auf das Wort des Fürsten Bismarck vom elendesten aller Wahlsysteme". Wie ich den Fürsten Bismarck kenne, würde er unter Um­ständen von jedem anderen Wahlgesch das ebenso bemerkt haben. Ich kenne kein anderes Wahlgesetz, das so genau den Ausdruck der öffentlichen Meinung wiederholt, wie unser Dreiklassenwahlsystem. Auch dieser Grundsatz kann eine Aenderung erfahren. Aber ich bin heute noch nicht in der Lage, dem Ministerium klar darzulegen, wie diese Aenderung einzurichten sei. Auch von einer Revision des Versammlungsrechtes ist gesprochen worden. Ein Mangel des jetzigen Gesetzes ist der, daß die Polizei häufig nicht in der Lage ist, auf Grund der bestehenden Bestim­mungen auch Versammlungen genügend zu überwachen, die in einer frem den Sprache geführt werden. Gelegen­heit, diesen Mangel zu beseitigen, wird Ihnen noch im Laufe dieser Session gegeben werden. Ferner ist es eine Anomalie, daß die Frauen heute nur zu Versammlun­gen zugelassen sind, die von Privaten einberufen werden. Das soll beseitigt werden. Weiter ist das Scherlsche Sparsystem berührt worden. Heute schon kann ich er­klären, daß das Unternehmen zur Zeit nicht zur Ausfüh­rung gelangt.( Hört! Hört! links.) Die Regierung hat die Angelegenheit sorgfältig geprüft. Sie ist da­von ausgegangen, daß das neue System nur dann Beach­tung verdient, menn es als ein gemeinnüßiges Unternehmen eingeführt werden könnte. In vollem Ein­verständnis mit Herrn Scherl ist im Ministerium die ganze Angelegenheit mit dem Ausschuß des Deutschen Sparkassen­verbandes eingehend und ohne jede Geheimnistuerei seit mehr als sechs Monaten geprüft worden. Jedenfalls ist zur Zeit infolge des freiwilligen Rücktritts des Herrn Scherl die ganze Angelegenheit aufgegeben.

Abg. Brömel( freis. Ver.) trat für eine Aenderung des Wahlrechts ein und erklärte gegenüber dem Abg. von Zedlit, daß im Reichstag die Parteien der Linken nach Zahl der Abgeordneten und besonders der Wähler weit stärker sind als die konservative und freikonservative Partei zusammen.( Sehr richtig! links.) Der Redner verbreitet sich dann eingehend über finanztechnische und volkswirt­schaftliche Fragen. 1. a. sagt er: Der Herr Finanzminister hat ganz besonders den Wert des inländischen Marktes betont. Er hat demgegenüber die Bedeutung unse­res hoch entwickelten Exporthandels ganz außer acht ge­lossen. Mich erinnerte das an ein Wort aus anderem Munde: Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser, da muß ich doch sagen: In den Ozean schifft mit tausend Masten der Herzog, still auf gerettetem Boot treibt in das Inland der Sat."( Heiterfeit.)

Die weitere Verhandlung, in der nach Herrn Brö­mel zunächst der Landwirtschaftsminister v. Po d bielski das Wort nahm, brachte noch eine kleine olen debatte. Abg. v. Jazdzewski brachte eine Reihe polnischer Wünsche und Beschwerden vor, die der Minister Jrhr. v. Hammer­stein in längerer Rede entschieden zurückwies.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Eine Gräfin als Diebin. Von der Darmstadter Straf­kammer wurde die 61jährige geschiedene Frau Steffen, geb. Gräfin v. Platen- Hallermund, wegen Diebstahls zu einem Monat Gefängnis berurteilt. Der Gerichtshof hielt die An­geklagte trotz ihres Leugnens für überführt, ihrer Pensions­mirtin, der Witwe Steinheimer in Eberstadt bei Darmstadt, 2600 Mart gestohlen zu haben. Bei der Strafbemessung wurde Rücksicht auf das gebrechliche Alter der bisher un­bescholtenen Angeklagten genommen.

§ Die erheblichen Unterschlagungen eines Amtsrichters fanden vor der Straffammer zu Güstrow ihre Sühne. An­gefiagt war der frühere Amtsrichter Hans Veselin von dort, Erbschaftsgelder in Höhe von 12 000 Mark unterschlagen zu haben. Beselin, der flüchtig geworden war, war in einer Heidelberger Gastwirtschaft verhaftet und nach Güstrow zurücktransportiert worden. Das Urteil gegen ihn lautete auf 2 Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust.

§ Wegen wissentlich falscher schwerer Anschuldigung gegen die eigene Mutter hatten sich zwei Gewister, die verchelichte Helene B. geb. Sch. und die unverehelichte Frieda Sch. aus Fürstenwalde a. Spree, vor der Straffammer in Frank­furt a. D. zu verantworten. Die Angeklagten hatten in einem von Frau B. der jüngeren Schwester diktierten Schrift­sate bei dem Kgl. Amtsgericht Anzeige dahin erstattet, daß ihre dort wonende Mutter die noch in ihrer Behausung be=" findlichen Töcher verkuppele. Die Verhandlung, welche bei verschlossenen Türen stattfand, eraab auch nicht den Schatten

eines Beweises gegen die eines so schweren Verbrechens be­schildigte Mutter. Das Gericht verurteilte die ältere Schipester zu drei Monaten, die jüngere zu einem Monat Gefängnis.

Nab und ferit.

Des Kaisers Dank. Der Kaiser empfing in besonderer Audienz den Hofccliisien Heinrich Grünfeld und verlich ihn als Ausdruck seines Dankes dafür, daß er ihm während seiner Krankheit durch seine Kunst so viel Freude bereitet habe, den Professortitel. Sodann empfing der Kaiser die königlichen Kammermusiker Pönitz, Erner, Brill, Lüde­mann und Fritsch in gemeinsamer Audienz. Auch diesen dankte er für die schöne Musik, durch die sie ihn während seiner Krankheit erfrent hatten", und verteilte unter ihnen kostbare Busennadeln und Knöpfe.

Der Groß ben prattischen Veter zum Kreisveterinära mit Wirkung vom 2

Pribatt

Biebung der beid folgende Gewinne Den zulegt gezogenen ( nad Offenbach); 25 10000 M. ouf Nr Mauf Mr. 9743; auf Mr. 30 897, 36 R.-B. Am 22, ( Sachfen) eine von d Reichsbantnebenstelle Giroverfehr eröffnet auf Obersachsenfeld Schwarzenberg fom welche nach den 21 bant von jest ab an

Zu der Pirnaer Duellaffaire wird jetzt weiter bekannt, daß die eigentliche Urheberin der Zweikämpfe, die Gattin des Oberleutnants Krohn, seitens ihrer Angehörigen einer Nervenheilanstalt im Rheinland zugeführt worden ist. In­zwischen ist die Untersuchung in der Angelegenheit soweit gedichen, daß die Duellanten sich im Laufe des Februar vor dem Kriegsgericht der 32. Division in Dresden zu ver­antworten haben werden. Wie schließlich noch berichtet wird, ist in dem Befinden des durch den beleidigten Gatten im Duell schwer verwundeten Artillerieleutnants eine we­sentliche Besserung eingetreten.

Wie aus Chemnitz gemeldet wird, hat auch dort ein Offiziersduell zwischen zwei Angehörigen des 177. Infan­terieregiments stattgefunden. Der eine der Duellanten wurde dabei erschossen.

Selbst gerichtet. Eine dramatische Szene spielte sich in der hannoverschen Stadt Bersenbrück am Ufer der Hase ab. Der Kreisausschußsekretär Pünger sollte sich in Begleitung des Landrats Dr. Klauser wegen Unregelmäßigkeiten im Amte und Unterschlagungen dem Gericht stellen. Unterwegs flüchtete Bünger und sprang in die Hase. Der Landrat sprang, um ihn zu retten hinterher. Während Bünger er. trank, wurde der auch in Lebensgefahr schwebende Landrat durch hinzukommende Personen gerettet.

Ein Vermögen im Ofen verbrannt. In einem Anfal von Geistesstörung warf die Witwe Reichl, Inhaberin de größten Warenhauses in Agram, einen Barbetrag von 22 000 Kronen in Noten und ein Sparkassenbuch über 6000 kroner in den Ofen und erklärte ganz lustig ihrer Umgebung, daß sie alle Schulden bezahlt habe. Die Noten verbrannten voll ständig, während das Sparkassenbuch gerettet werden konnte. Frau Reichl war seit dem Tode ihres Gatten schwermütig.

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A Postdien Januar, am Geburt die Boffchalter nur nur eine einmalige * Gammlun wird allfeitige Sym Sonntag bei einem Brüderschaft" zu den Waisenschug" a * Raufm. V Gießen. Geftern Gronau aus New­über: Amerita und

Bunte Chronik. Das Schulschiff des Schulschiffvereins ,, Großherzogin Elisabeth" ist am 21. Januar wohlbehalten in Galveston eingetroffen und segelt am 28. Januar nach Havana weiter.

- Das Berliner Fernsprechnet hat jetzt die unheuere Zahl von fast 73 000 Anschlüssen erreicht.

Elf Arbeiter ertrunken. Wie aus Saragossa gemeldet wird, schlug bei der Ueberfahrt über den Ebro eine Bark, in der sich elf Arbeiter befanden, um. Sämtliche Arbeits ertranfen.

Vermischtes.

Die Hundemassage] ist das neueste sonderbare Metier, das auf dem an wunderlichen Erscheinungen so reichen Pariser Pflaster emporgeblüht ist. Hundebesitzer erhielten in diesen Tagen einen fein ausgestatteten Prospekt zugesandt, in den das Institut für Hundemassage seine Dienste zur plastischen Verschönerung der vierbeinigen Lieblinge anbot. Darin kann man unter anderen Positionen lesen:

Aenderung der Form der Schnauze Erzeugung von Hautfalten bei Buldoggen Einen glatten Schwanz lockig zu machen. Aenderung der Haarfarbe

Ein Hängeohr in ein Stuzohr zu verwandeln ( und umgekehrt)

Formvollendete Beugung der Vorderpfoten einer

Bulldogge.

40 Franks

80

"

20

"

30

"

20

100

"

Angesichts dieser über das Hundegeschlecht aufgehenden goldenen Aera ist es wohl angebracht, endlich einmal mit der veralteten Auffassung des Ausdrucks ein wahres Hunde. leben" aufzuräumen. Jeder Mensch, der ein Pariser Hunde. leben führen kann, soll sich glücklich preisen.

A[ Ein Kleinbahn- Idyll.] Zustände, die an die Klein. bahn- Idyllen in Wißblättern erinnern, müssen auf der Lokal­bahn Erlangen- Gräfenberg herrschen, das beweist ein eigen tümliches Strafmandat, das ein in Gräfenberg ansässiger Raufmann erhielt. Er soll wegen öffentlichen groben Unfugs eine Mark bezahlen. Sein Vergehen besteht darin, daß er im Uebermut während der Fahrt den Zug verließ und ge mütlich einige hundert Meter neben ihm hertrottete, wobei er an einem Wagen schob. Während der Fahrt stieg er dann ebenso gemütlich wieder in sein Rupee ein.

Das Neueste aus den Witzblättern. Qualifiziert. Was sagst du dazu: Lehmann: Aeltester ist Kriminal- Schußmann geworden." Warun nicht? Schon auf der Schule rühmten die Lehrer seine leicht Fassungsgabe."

Mißverständnis. Untersuchungsrichter: Außer dem erstreckt sich die Anklage auf eine Reihe gelungene Taschendiebstähle." Angeklagter: Sehr verbunden für die Anerkennung!"

Beim Dorfbarbier. Herr( der sich rasierer lassen will): Warum sieht denn Ihr Hund so gespannt zu?" " Ja der denkt immer, es fällt was ab für ihn!" Ein Gemütsmensch. A.: Was freut dich dent so am Bahnhof, weil du so gern dich daselbst aufhältst?" B.: Mich freut es halt, daß ich da bleiben kann, wenr die Leut' fortfahren, und wenn sie wiederkommen, daß ic schon da bin."

Streng kaufmännisch. Eine Tochter haber wir zwar hier verheiratet, es fehlt aber in unserer Gegeni sehr an heiratsfähigen Herren." Da müssen Sie eber für die anderen Töchter neue Absatzgebiete erschließen, Heri Kommerzienrat!"

Nun wissen sie's! Feldwebel( zu den Rekruten) Ihr wißt nicht, was höherer Wille ist? Höherer Wille sind meine Befehle!"

Unter Sonntagsjägern. Habe da fomose neue Doppelbüchse, gestern auf einen Schuß zwei Treiber ge troffen."

( Dorfbarbier.)

schaulicher Weise di gewaltigen Rämpfe, beftehen hatten, die und Industrie und in Betracht gezogene Arieges zu sprechen. Dit und Stelle halt Gründen für undurch amerikanische Gefahr Marktes, nur für vorhanden. Wenn ihrer gewaltigen beffer und billiger lie lange tein Sieg auf der Redner den Am lobte besonders dere finn, sowie ihr patr berhehlte, daß im

die sozialen Gegenfe und der rüdfichtel Schluß und Bla Rollektion Lichtbilder amerikanische Städte fchon lebhaften Beifa ** Wie wir ber dieser Tage die landwirtschaftlichen Errichtung ein schule in Darmsta

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