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Vorschlag des Herrn Bürgermeister 3 immer- Grünberg| wurden dann im Verlauf der Diskussion neben dem Herrn Moll noch die Herren Defan Wagner- Grünberg und von Lich die Herren Beigeordneten Dör mer und Dr. Löhlein beauftragt, mit der Firma Lenz& Co. weiter zu verhandeln, von denen versucht werden soll, für die Gemeinden günstigere Bedingungen für die von denselben gestellten Aktien zu bekommen. Und das mit Recht, wie auch Herr Lehrer Römer von Münster bemerkte: bei einer späteren Verschmelzung fomme dann ja dasselbe Personal und dasselbe Material zur besseren Verwendung.
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Das in furzen Umrissen der Verlauf der Versammlung, von welcher alle Anwesenden die Ueberzeugung mit nach Hause nahmen, daß mit dem Bau in nicht allzuferner Zeit begonnen werden wird.
Iwan der Schreckliche
schaurige Bilder von finsterem Tyrannenmut und blutigen Opfern entmenschter Schergen löst dieser russische Zarenname in unserer Seele aus. Doch unsere Leserinen brauchen nicht zu erschrecken, wenn sie ihn als
Titel unseres neuen Romans erblicken. Nicht an den Hof des russischen Nero, nicht Untertanen führt uns in die Kerker und an das Blutgerüst seiner geknechteten Hans Hoffmann
in diesen Meisterwerk die Erzählungskunst, sondern in die idyllische Ruhe einer deutschen Kleinstadt, die zu stören dem Helden mit dem furchtbaren Namen vorbehalten ist. Ob er ihn verdient? Wir glauben, daß das Urteil unserer Leserinnen über diesen Punkt recht günstig für ihn ausfallen wird. Mehr wollen wir aber nicht verraten, nur noch hinzusehen, daß um diese Schulleben und der bürgerlichen Gesellschaft gruppieren, Hauptfigur sich im bunten Wechsel Scenen aus dem scharf skizziert, so daß man glaubt, die Personen greifen zu können, und voll köstlichen Humors. Daß diesem wie ſtets, wenn er echt ist, auch die Träne im Auge blinkt und sich die Handlung an einigen Punkten tragisch zuspißt, verleiht dem Ganzen einen eigenartigen
Reiz.
nur 20000 Mart pro Kilometer bekommen, also ebenfalls ein Beweis, daß wenn der Staat pro Kilometer 2500 Mark mehr Zuschuß gibt in Darmstadt die Bahn eine sehr freundliche Befürwortung gefunden hat.) Von den dann noch verbleibenden 981250 Mark soll, so schreibt die Firma Lenz, die Hälfte durch Obligationen seitens der Gemeinden und die andere Hälfte durch Aktien aufgebracht werden. Das Kapital für die Gemeinden will die Hessische Landeshypothekenbank beschaffen, der Zinsfuß beträgt 334 Proz. Ein für ihn persönlich unangenehmer Zwischenfall, so bemerkte der Berichterstatter dazwischen, set am letzten Freitag durch den Landtagsabgeordneten Hirschel eingetreten." Der vom Abg. Hirschel eingebrachte Antrag um Bewilligung des 420 750 Mart betragenden Staatszuschusses an die II. Rammer sollte nach seiner Informierung am leßten Freitag im Finanz- Ausschuß beraten werden, leider habe er aber nicht gewußt, daß der Antrag vom Komité nochmals an die II. Rammer eingereicht hätte werden müssen( Abg. Hirschel habe ihm, Moll, mitgeteilt, daß es nicht nötig sei), dann wäre auch dieses geschehen und die Versammlung hätte jezt schon die Beschlüsse des Finanzausschusses in Händen. Es wurde darum am Schlusse ein entsprechender Antrag im Anschluß an den des Abg. Hirschel formuliert und, unterzeichnet von den Bürgermeistern der 7 Gemeinden: ZimmerGrünberg, Schmidt Queckborn, Keil- Ettingshausen, KühnOberbessingen, Horst- Niederbessingen, Gundrum- Münster und Heller Lich, sowie von Moll als Vorsitzender und Dekan Wagner als stellv. Vorsitzender des Komites. Der Antrag ist sofort nach Darmstadt abgeschickt worden. Hierzu bemerkte Keisamtmann Dr. Kranzbühler, daß diese Verzögerung nicht so unangenehm sei, da bis zum Beginn des Baues die Geldfrage von der II. Rammer erledigt sei. Herr Moll berichtete weiter, daß den einzelnen Gemeinden demnächst die Pläne zugehen werden, damit dieselben resp. die Gemeinderäte sich dann genau informieren könnten, wie die Trace läuft. Auch hierzu äußerte sich Herr Kreisamtmann Dr. Kranzbühler, daß dies sehr notwendig sei, damit man sich innerhalb der Gemeinden über Straßenführung, Bahnhofsfrage, Taxierung des Geländes jezt schon klar werden fönne. Was die Geldbeschaffung anbetreffe, so verwundere er sich darüber, daß die Attien nur mit 334 Proz. verzinst werden sollen, während dieselben der Strecke Butzbach- Lich auf 4 Proz. stehen. Wir wollen genau so behandelt sein wie Buzbach- Lich; sagte er wörtlich, und eine jede Gemeinde solle das voll und ganz unterschreiben, das sei unser Wunsch hierbei. Den einzelnen Gemeinden empfahl er ferner mit der Zeichnung der Obligationen etwas zurückzuhalten, da ja auch die andere Aktiengesellschaft und die Firma Lenz& Co. hierbei mit in Frage komme, denn, wird die Bahn von Lich nach Grünberg gebaut, dann wird die jetzt schon im Betrieb befindliche andere Strecke nach Buzzbach ja weit rentabler. Auf die vorher von Herrn Moll an die Versammlung gerichtete Frage: ob die Gemeinderäte der einzelnen Gemeinden schon Beschlüsse betreffs Geländestellung gefaßt hätten, was bis jetzt in Ermangelung der Pläne noch nirgends geschehen ist, tam der Kreisamtmann ebenfalls zu sprechen und äußerte hierbei seinen. wie er sagte, Lieblingswuns, daß man in den interessierten Gemeinden Bahnbau und Feldbereinigung gleich gemeinsam vornehmen solle, erstens werden die doppelten Kosten gespart, die Zerstückelung der Parzellen, wie es bei Bahnbauten vorkomme, werde vermieden und die Gemeinde, welche ja gesetzlich verpflichtet ist, das Gelände freizustellen, Lönne viel Geld sparen. Das ganze notwendige Gelände stellt die Feldbereinigung der Eisenbahn zur Verfügung; es wird dann ausbleiben, daß der für Geländeerwerb angesetzte Betrag nicht überschritten wird, wie dies z. B. beim Bau Der älteste Student von Gießen, der Butzbacher Strecke der Fall ist; dort sind 100 000 Mart stud. chem. Christian Busch, wurde am Samstag vorgesehen gewesen und jetzt stellt sich heraus, daß noch gegen Mittag von seinem Hauswirt, Herrn Restaurateur mehr wie 200000 Mark zu verausgaben sind. Man muß Koch( Kaisergarten, Seltersweg) tot im Bette auf hierbei in Erwägung ziehen, daß, ist ein Bahnbau in Aus- gefunden. Der Verstorbene, der ein Alter von 50 sicht, die Geländebesitzer gleich höhere Preise fordern. In Jahren erreichte, führte das Dasein eines Sonderlings. seinem vorgeschlagenen Falle ist das aber nicht der Fall, da Er wurde im Sommersemester 1871 an der hiesigen sämtliche Gemeindemitglieder ja die Kosten der Feldbe- Universität immatrikuliert und ist bis zu seinem Lebensreinigung tragen. Nebenbei bemerkte Herr Kreisamtmann ende Student geblieben; nebenbei war er allerdings Dr. Kranzbühler, daß die Feldbereinigung für jede Ge- am Universitätslaboratorium tätig. Trotzdem er Besizer meinde kommen wird und er glaube, daß schon in diesem des auf über 100000 Mt. bewerteten Anwesens war, Jahre eine Gesegesvorlage zustande tommt, wonach ein, wenn auf dem der„ Kaisergarten" steht, lebte er in den ärmauch milder Zwang auf solche Gemeinden ausgeübt werden lichsten Verhältnissen, und ließ höchst selten Freunde in tann, die sich ihr verschließen wollen. Und selbst wenn es sein Zimmer, das der ordnenden Hand völlig entbehrte. nicht dazu kommt, so wird die wirtschaftliche Entwickelung von allgemeinem Interesse ist die Tatsache, daß Busch es über kurz oder lang benötigen. Er sei der Ueberzeugung, die Absicht hatte, der Stadt Gießen seinen ganzen Nachdaß bei gleichzeitiger Feldbereinigung die Gemeinden nahezu laß unter der Bedingung zu vermachen, daß auf seinem umsonst zu dem nötigen Bahngelände kommen werden. Den Besitztum ein Theater- und Saalbau errichtet werde. Gemeindevertretern legte er im weiteren ans Herz, jezt schon Das Teftament sollte am Tage des Todes vollzogen sich darüber schlüssig zu werden, wo der Bahnhof hintom- werden. Nunmehr fällt der Nachlaß entfernten Vermen soll, damit nicht für die Feldbereinigung ähnliche wirt- wandten in Frankfurt bezw. Hainburg zu, die mit dem schaftliche Hindernisse entstehen wie durch den Bieberthalbahnhof Verlebten nie Beziehungen unterhielten. Die Beerdiin Heuchelheim. Wohin geht die bauliche Entwickelung gung fand heute Nachmittag 4 Uhr statt. der einzelnen Orte? ist hierbei ein Hauptgesichtspunkt, das sollen die Cemeinderäte dabei weitblickend in Erwägung ziehen. Auf
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Lokales.
25. April 1904.
*** Von der Großh. Geologischen Landesanstalt wurde ein Exemplar von Lepidodendron erworben, das Professor Dr. Schopp von Tarmstadt kürzlich in den Sandsteinen des Rothliegenden im Kreis Alzey in den sogenannten Lebacher Schichten gefunden hat. Der Stamm hat eine Länge von 3.20 Meter und einen Durchmesser von 24
Zentimeter.
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Der Gastwirtheverband Nassau und am Rhein ragt hier am 3. und 4. Mai. Unter anderen steht ein Antrag auf die Tagesordnung, der auf Bekämpfung des Flaschenbierhandels, der Hecken und Strauß wirthschaften, Winzerhallen u. s. w. gerichtet ist.
* Das Schöffengericht zu Bingen sprach einen Wirth, der einem Studierenden keine Getränke verabfolgt hatte, weil er sich unhöflich benahm, von der erhobenen Beleidigungsflage frei.
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*** Am Samstag Abend veranstaltete der Staatseisenbahn- Beamtenverein zu Gießen in Steins Garten eine gutbesuchte Abend- Unterhaltung zum Besten des Eisenbahn Töchterhorts". Eingeleitet wurde dieselbe durch einige wohlgelungene Konzertstücke, worauf der Vorsitzende des Vereins, Herr Eisenbahn- Bauinspektor Schmidt, eine Begrüßungsansprache hielt. Recht beifällig aufgenommen wurde die alsdann folgende Deklamation zweier Gedichte des Herrn Wertmeisters Schufft. Auch der zur Aufführung gekommene Schwant in 2 Aften Lismanns Erben" ließ nichts zu wünschen übrig. Sämtliche Spiele ernteten dann am Schlusse des Stückes reichen Beifall. Der Abend wurde noch verschönt durch einige wohlgelungene Lieder, vorgetragen von Mitgliedern des Bauer'schen Gesangvereins. Ein gemütliches Tänzchen bildete den Schluß des in allen seinen Teilen schön verlaufenen Festes.
▲ Grünberg, 25. April. Gestern Nachmittag hielt der hiesige Radfahrerverein Wa nderlust" eine außerordent
liche Hauptversammlung im Vereinslokal" Zum wilden Wahl eines ersten Vorsitzenden, da der bisherige seinen Mann ab. Der Hauptpunkt der Tagesordnung betraf die Wohnsitz gewechselt hat. Gewählt wurde einstimmig der Profurist der Gewerkschaft Elisenburg", Herr Hermann
eise von hier. Beschossen wurde nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten, am Sonntag, den 8. Mai, eine Sportskollegen einen Besuch abzustatten. Ferner ist eine Ausfahrt nach Gießen zu unternehmen, um den dortigen Abendunterhaltung mit reichhaltigem Programm im Vereinslofal geplant. Erfreulicherweise beteiligen sich auch die Herren Radfahrer aus der Umgegend in großer Anzahl, und zählt der Verein gegenwärtig 43 Mitglieder." All Heil!" der Dreschgenossenschaft wurde seinerzeit von den beiden A Grünberg, 25. April. Die Maschine nebst Halle Zimmermeistern G. Haas und G. D. Haas zwecks Etrichtung einer Holzschneidemühle angekauft. Die Vollendung der neuen Anlage schreitet rüstig vorwärts. Maschine, Teilwalzen und Batterwerk stehen bereits. Der Betrieb kann also bald eröffnet werden. Dem Unternehmen ist bester Erfolg zu wünschen.
noch immer der Strohwisch, ebenso fließt seit einiger Zeit A Grünberg, 26. April. In der Höfentränke steht Jauche aus den in der Nähe befindlichen Miststätten in die Wasser der Höfentränke. Hier Abhilfe zn schaffen wird wohl von der Stadt gelegten Rohre und vereinigt sich mit dem Sache der Fischpächter sein.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Dienstag, den 26. April 1904. Windig, zeitweise starkwindig, zeitweise heiter, fühler, stellenweise Regenschauer. Für die nächste Zeit Nachtfrostgefahr. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Marktberichte.
martt, vom 23. April. Weizen 17,50-00,00, Rorn 15,00 *** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtbis-, Gerste 15,52, Hafer 14,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 5,50-6,50, Linsen 00,00 Mark. Alles per Doppelzentner.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
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1 Schlosser, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 jüngerer Wagner, Es können eingestellt werden: Holzbildhauer, 2 Möbelschreiner, 3 Bauschreiner, 2 Hausburschen, 10 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, mehrere Arbeiter, 2 Lauffrauen.
Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, Lehrlinge: 2 Installateure, 2 Schlosser, 1 1 Drechsler, 1 Lackierer, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Friseure, 1 Kaufmann, 2 Kellner, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Glaser. Es suchen Arbett:
1 Steinhauer, 1 Spengler, 1 Installateur, 1 Schlosser,
1 Packer oder Lagerarbeiter, 1 Buchhalter, 1 Fahrbursche, 4 Bureaugehilfen, 1 Wochenpflegerin. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 1 Schloffer.
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