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behandelt, das wenig Verständnis und Rücksicht des genannten Herrn für die Journalistik berriet.
ereine gingen als Sieger hervor, erhielten alle ein Ehren- 1 die fremden Sänger, namens der Stadt und wünschte| führer Gröninger mit einem sonderbaren Mißtrauen Diplom und den Resultaten entsprechend noch folgende Preise: für das noch bevorstehende Klasse la: Vereine von 60 und mehr Sängern. Borgeschriebener Chor:" Reiters Lieb", fomp. v. Jean Pauli. 1. Preis( 400 Mt.):" Thalia"-Frankfurt mit 183 Punkten. 2. Preis:„ Liederkranz"-Kirchen ." 159
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Klasse Ila: Vereine von 40-59 Sängern. Vorgeschriebener Chor: Steh' feft, du deutscher Eichenwald", tomp. v. Edmund Barlow.
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1. Preis( 250 Mt.):" Frohsinn"-Rassel- Wehlheiden
mit 198 Punkten.
2. Breis( 100 Mt.):„ Hilda". Wiesbaden 3. Preis:„ Winfridia"-Fulda..
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Klasse Illa: Vereine von 20-39 Gängern. Borgeschriebener Chor:„ Waldfrieden", fomp. v. Jos. Werth. 1. Preis( 150 Mt.):„ Frohsinn" Fechenheim mit 167 Punkten. ( 75 Mf):„ Cäcilia"-Lich
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3. Preis:„ Liederkranz"- Gelnhausen
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Preis: Gesangsabteilung des Turn
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Preis:„ Eintracht"-Hungen
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6. Preis:" Liedertafel"-Marburg
Klasse IVa: Vereine von 8-19 Sängern. Vorgeschriebener Chor:„ Ein Obdach gegen Sturm", fomp.
von Fr. Baselt.
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2. Preis:„ Liederlust"-Enkheim
3. Preis:" Frohsinn"-Assenhein
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Klasse 1b: Vereine mit 35 oder mehr Sängern. Borgeschriebener Chor:' s ist Rosenzeit", fomp. v. Jean Pauli. 1. Preis( 200 Mt.): Mäner- Gesangverein Bierstadt
2. Preis( 75 Mt.):„ Harmonie"-Rothenditmold
3. Preis:„ Liederzweig"-Balldorf
4. Preis:„ Germania" Daaden
5. Preis:" Sängerlust"-Dieburg
6. Preis( Lobende Erwähnung):„ Germania"-Lollar
mit 198 Punkten.
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Klasse IIb: Vereine von 16-35 Sängern. Borgeschriebener Chor: Zwei Blümlein", temp. v. Jean Pauli. 1. Preis( 100 Mr.): Gesangsriege des Turnvereins Kelsterbach mit 170 Punkten.
2. Preis( 50 Mt.):„ Sängerlust"-Langenfelbold
3. Preis:„ Heiterfeit"-Fechenheim
15. Preis:„ Concordia"-Windecken
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6. Preis:„ Eintracht"-Alsdorf 7. Preis:
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8. Preis: Deutsche Einheit"- Fleisbach 9. Preis:" Sängerlust" Somborn 10. Preis: Sängerluft"-Berkersheim
Gewertet wurde Klasse la und lb von Lehrer und Komponist Jean Pauli- Fechenheim, Königl. MusikDirektor Albrecht Brede- Kassel und Musikdirektor Gott fried Leber Fulda; die Klasse Ila und IVa von gl. Musikdirektor Barlow Frankfurt a. M., Musikdirektor Senff Darmstadt und Komponist Baselt- Frankfurt a. M.; idie Klasse Illa von Musikdirektor Jean Brodt Hanau, Musiklehrer Appun- Hanau und Heinemann Bonn in Vertretung für Musik- und Chordirektor Josepf WerthBonn; die Klasse Ilb von Großh. Universitäts- MusikDirektor Trautmann- Gießen, Kgl. Seminar- und Musik lehrer Karl Walter- Montabaur und Kgl. Musikdirektor Wolfram Dillenburg.- Soweit wie wir beobachten fonnten, haben die Preisrichter fast ohne Ausnahme gleich gewertet, also der Beweis, daß dieselben mit Ernst das Amt verwalteten.
-
Noch während die letzten Vereine zu singen hatten, stellten sich am Wallthor bereits die einzelnen Vereine zum Festzug. Derselbe, unter der Oberleitung des Herrn Dr. Häuser, war in drei Abteilungen gehalten, die zu formieren den Herren Franz Wigandt, Hch. Lindenstruth und Karl Schwarz und Karl Müller oblag. Gegen 342 Uhr schte sich„ das Ganze" in Bewegung. Drei Musikchöre waren etwas wenig für die Länge des Zuges, da das Bild an und für sich naturgemäß wenig Abwechslung bot. Eine interessante Gruppe bildete der Radfahrerverein„ Germania" Gießen; der Vorsitzende, Herr Rödiger hatte sein Rad in ein farbenprächtiges Schiff umgewandelt, dessen Kiel geschäftig auf und niedertauchte. Den Anfang des Zuges bildeten die ,, Wanderer", die Gail'sche Feuerwehr und in mehreren Chaisen der Festausschuß und einige geladene Herren, u. a. Herr Reg.- Rat Dr. Wagner. Auf dem Festplatz angekommen, begrüßte Herr Oberbürgermeister Mecum
Bevor Sie
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Geschäft
Ehrenpreissingen
einen gleich guten Verlauf.
Am Abend gegen 9 Uhr erfolgte die Verkündigung der Ergebnisse vom Ehrenpreissingen. Herr Oberbürgermeister Mecum leitete dieselbe durch eine Ansprache ein, Herr Wilhelm Homberger verlas die Sieger, welche aus den Händen des Herrn Helm die sehr wertvollen Preise in Empfang nahmen. Es erhielten den
2.
1. Ehrenpreis: einen großen gold und silbernen sog. Römer, gestiftet von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Klasse Ia der Gesangverein„ Thalia" in Frank furt a. M. mit 122 Punkten. Ehrenpreis: ein echt silberner Bokal, gestiftet von der Stadt Gießen, von der Klasse III a der Gesangverein Frohsinn" in Fechenheim mit 117 Punkten. Ehrenpreis: eine reich verzierte 70 cm hohe Vase, gestiftet von der Landesuniversität, von der Klasse Ib der Männergesangverein in Bierstadt mit 103 Punkten.
3.
4. Ehrenpreis: eine reich ausgestattete Bowle, gestiftet von dem Ehrenmitglied des Maschinenbauergesangvereins Herrn Rommerzienrat Heyligenstaedt, von Klasse IV a der Gesangverein Liederkranz" in Darmstadt mit 93 Punkten.
5. Ehrenpreis: ein echt silberner Becher, gestiftet von Herrn Kommerzienrat Heichelheim, von Klasse Ila der Gesangverein Hilda" von Wiesbaden mit 88 Puntten.
6. Ehrenpreis eine reich verzierte Gardiniere, gestiftet von Herrn Kommerzienrat W. Gail, von Klasse II b die Gesangsabteilung des Turnvereins zu Kelsterbach mit 83 Punkten.
7. Ehrenpreis: ein echt silberner Becher, gestiftet vom Festausschuß, von Klasse II b der Gesangverein Langenseebold mit 77 Punkten. 8. Ehrenpreis für die beste Gesamtleistung, ein Bokal, gestiftet von den beiden Vorsitzenden des Festausschusses, Herren Oberbürgermeister Mecum und Weinhändler Helm, von Klasse l'a der Gesangverein " Thalia" in Frankfurt a. M. mit 304 Bunften. Groß war der Jubel beim Aufrufen, besonders der Frankfurter Thalia", welche auf Anregung hin den Chor vom Ehrenpreis Singen in der Festhalle nochmals zu Gehör brachte.
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Nach der Verkündigung der Ehrenpreise ging eine Ergebenheits- Depesche an den Großherzog ab und traf heute Vormittag folgende Antwort ein:
Hus dem Gerichtssaal.
Beraftammer.
Gießen, den 20. Mai 1904. Gelegentlich einer Tanzbeluftigung zu Muschenheim verletzte der auf Hof Gill beschäftigte Dienstknecht Josef Hain von Münnerstadt aus Eifersucht seinen Mittnecht Gustav Jesche mit einem chagring. Dem einschreitenden Bolizeidienec widers te er sich und schlug ihm mit dem Schlagring ins Gesicht, auch ließ er es an Beleidigungen nicht fehlen. Wegen Körperverletzung, Widerstands und Beleidigung erhielt der als sehr gewalttät g geschilderte Angeflagte 1 Jahr, 3 Monate und 1 Woche Gefängnis; auch wurde der Schlagring eingezogen und dem Polizeidiener Publikationsbefugnis zugesprochen. Der Arbeiter Wilhelm Hense aus Magdeburg Neustadt gab sich zu Friedberg als Scheerenschleifer aus und verkaufte die ihm zum Schleifen übergebenen Gegenstände; auch stahl er in einem Hause verschiedene Kleidungsstücke. Wegen Betrugs und Diebstahls wurde auf ein Jahr und 2 Monate Gefängnis erkannt. Der Bergmann Friedrich Roch und dessen Thefrau, sowie deren Sohn von Hungen hatten sich zum Schlusse wegen unternommener Verleitung zum Meineid zu verantworten. Die Anklage legte ihnen zur Last, daß sie in einem gegen Karl Roth anhängigen Alimentation: prozeß eine Anzahl Zeugen zu unwahren Aussagen verleiten wollten. Karl Roth wurde schuldig erkannt und mit einer Zuchthausfirafe von einem Jahr, worauf 3 Monate erlittener Untersuchungshaft aufgerechnet werden, belegt. Bezüglich der Eltern wurde mangels ausreichender Beweise auf Freisprechung erkannt.
Gießen den 21. Mai 1904.
Das Unteil in der Strafsache gegen den Handelsmann Hermann Katz von Steinbach wegen Uebertretung der Polizeiverordnung, betreffend das Ausmelken der Kühe vor dem Auftrieb zum Marit, lautete auf Verwerfung der von dem Angeklagten eingelegten Berufung. K. wurde bekanntlich durch das Schöffengericht Gießen mit einer Geldstrafe von 10 Mt. belegt. Da es sich um eine prinzipielle Frage handelt, die für die Handelsleute von weitgehendster Bedeutung ist, wird sich eine höhere Instanz mit der Sache befassen müssen.
Litterarisches.
Was sollen wir lesen und wie sollen wir lesen? Vortrag, gehalten im Auftrage des Vereins für Voltsunterhaltungen in der Alberthalle zu Leipzig von An Oberbürgermeister Mecum Gießen. Prof. Dr. Georg Witkowski. Le pzig( Max Hesse's Herzlichen Dank und beste Wünsche für erfolgreiches Verlag. Preis: 20 Pfg. Dieses neue wohlfeile Schriftchen,
Darmstadt, 24. Mai 1904.
Streben erbitte allen Teilnehmern auszusprechen.
Ernst Ludwig.
Als wir auch dem Jupplag in später Stunde einen Besuch abstatteten, waren wir überrascht von der reich haltigen Auswahl der Vergnügungsinstitute. Wir sahen alada viele Menschen und wiele, die es waren im fröhlichem Durcheinander und echter Jurplatstimmung. Es war aber auch wirklich alles da: Eine Süßigkeitfabrik, die Waffeln fabrizierte eine immer größere und runder wie die andere ( wenn man an der kleinsten und eckigsten anfing), ein Banorama mit Originalaufnahmen vom Herero- Kriegsschauplatz, ein großartiger Kinematograph und- das ist die Hauptsache - ein gewaltiges Riesen- Dampf- Raroussel. Die Gießener, die gewohnt sind, daß die Drehung durch einen ehrsamen Klepper in solidem Tempo besorgt wird, waren entzückt von der großartigen Einrichtung, inauches tugendreiche Mägdelein saben wir an der Seite eines tatendurftigen Ravaliers gar eifrig ihr Schlachtroß tummeln- furz und gut, man amüfierte sich in der Zweigniederlage auf das Trefflichfte.
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Werfen wir nun noch einen Blick zurück über den Verlauf des ganzen Festes, so kann nur eine Stimme zur Geltung kommen und das ist die des Lobes. Das Wetter war günstig, es wickelte sich alles glatt und fonnten demzufolge einen sehr guten Eindruck mit nach programmgemäß ab, und die auswärtigen Sänger Hause nehmen. Bei unserem Rückblick set aber auch Mühen für das Gelingen des Festes gehabt haben. derer gedacht, die die Hauptarbeiten, die größeren ſizende des Feſtausschusses, Herr Helm und die beiden Mit besonderer Anerkennung seien erwähnt der 2. VorVorsitzenden des Geschäftsführenden Ausschusses die Herren Wilhelm Homberger und Eisendreher Friedrich inter.
Von einem unserer Berichterstatter werden wir am Schluß ersucht, folgender Klage Naum zu geben: Leider wurde die Presse während des Klassenfingens in der Turnhalle von dem dort eingesetzten Schrift
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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 25. Mai. Schwachwindig, meist heiter, tagesüber erheblich wärmer, trocken. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Marktberichte.
*** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmarkt, vom 21. Mai. Weizen 17,00-00,00, Rorn 14,00 bis Gerste 12,50, Hafer 14,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 5,00-00,00, Linsen 00,00 Mart. Alles per Doppelzentner.
Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unterholtenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose
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