hnanschl
Lager:
er jurist. Berson.)
rzlichste Dant erbunden mit enigen Tagen
G. D.
Unters brift lle hierüber
ute bier im
Behandlung
berleiden.
zu erfahren
ch., Lehrer.
der Mufitalien
AM
HAUSLICHEN
Merkspruch.
Klage nicht, daß Dir im Leben Ward vereitelt manches Hoffen; Hat, was Du befürchtet eben, Doch auch meist nicht eingetroffen.
HERD
Der Salmiak als Hausfreund. Wenn wir von Salmiak reden, meinen wir gewöhnlich den Salmiak- Spiritus; derselbe ist ein wertvolles Hausmittel, das man immer vorrätig haben sollte.- Wegen feines durchdringenden scharfen Geruches hat man den Salmiaf- Spiritus in der Heilkunst wohl angewandt, um Ohnmächtige und Scheintote wieder zu beleben. Unter die Nase gehalten, übt er einen so starken Reiz auf die Nasenschleimhaut aus, daß ein Niesen zustande kommt und das Atmen wieder einsetzt. Indessen ist das Mittel sehr gefährlich und kann durch eine nicht beabsichtigte Wirkung aufs Gehirn sogar den Tod herbeiführen. Dem Gesunden, der mit Salmiak hantiert, schadet das bißchen Geruch, dem er nicht ausweichen kann, schwerlich; dem Zuviel geht man wegen der äußerst unangenehmen Empfindung, die es in der Nase verursacht, schon von selbst aus dem Wege. Eine aus Salmiak und Del bereitete Salbe verordnet der Arzt manchmal mit gutem Erfolg bei Quetschungen oder Rheumatismus. Vortrefflich und fast augenblicklich hilft Salmiak gegen Insektenstiche, wenn es sofort auf die Geschwulst gestrichen wird. Man sollte im Sommer, wenn man an einen Ort geht, wo es viele Mücken gibt, ein Fläschchen mit Salmiak bei sich führen; auch bei Bienen- und Wespenstichen lindert die Betupfung mit Salmiak sofort den Schmerz. Im Haushalt schätzen wir es als besonders wirksames Reinigungsmittel. Wollinäsche, mit Seife und Soda behandelt, wird leicht filzig und läuft ein. Nimmt man statt dessen handwarmes Wasser, dem man so viel Salmiak zugesetzt hat, daß es noch schwach danach riecht, und wäscht darin ohne Seife und ohne vorheriges Einweichen die gestrickten, gewebten und Flanellsachen, wenn ohne stark auszuwringen, hängt die Gegenstände auf, wo sie sie sehr schmutzig sind, zweimal, spült in lauwarmem Wasser, möglichst schnell trocknen, nimmt sie halbjeucht ab und plättet sie sofort, so bleiben sie mild und weich. Manche geben zu der Seifenlauge, in der die tags zuvor eingeweichte Haushaltungswäsche, also weißes Baumwollenzeug und Leinenzeug, gewaschen werden soll, auf je einen Eimer Lauge einen halben Eẞlöffel gereinigtes Terpentinöl und einen Eßlöffel Salmiak und rühmen, daß die Wäsche davon schön weiß wird, ohne zu leiden. Bürstenwaren, wie Haar- und Kleiderbürsten, sowie alle Arten Besen taucht man mit den Vorsten, ohne das Holz naß zu machen, in eine Mischung von einem Teil Salmial auf 8 Teile Wasser, spült sie darin durch, bis der Schmutz heraus ist, was sehr schnell geht, und legt oder hängt sie, mit den Borsten nach unten, zum Trocknen hin. Angelaufene Iber- und Goldsachen legt man für eine Viertelstunde in emiat, dem man die gleiche Menge Brennsprit zugesezt Sot, und läßt sie trocknen, indem man sie in Sägespäne oder Aleie steckt. Mit einem weichen Bürstchen werden dann die Stren des Trockenmittels entfernt und mit einem Pugleder die Gegenstände vollends blank gerieben, worauf sie wie neu : ssehen. Weißliche Flecke, die auf gemalten und lackierten Sachen durch die Einwirkung von heißem Wasser entstanden tind, lassen sich durch Salmiak entfernen, wobei man aber vorsichtig zu werfe gehen muß, um die Farbe nicht anzuGreifen. Man befeuchtet ein weiches Läppchen mit Salmiak und reibt damit hurtig strichweise den Fleck ab, indem man darauf achtet, daß keine Ränder stehen bleiben. Den ver= lorenen Glanz gibt man der gereinigten Stelle durch Polieren mit Del oder, wenn der Gegenstand von Holz ist, mit Bohnwachs wieder. Ein roter Fleck, der auf einem schwarzen Stoff durch irgend eine Säure entstanden ist. verschwindet sofort, wenn man ihn mit Salmiak betupst Endlich sei noch daran erinnert, daß zur Kopfwäsche Salmiak ein vorzüglich wirk
sames Mittel ist, wozu sich lauwarmes Wasser, dem ein Schuß Salmiak beigemischt ist, am meisten empfiehlt. Man beugt sich mit geschlossenen Augen über die Waschschale und fährt mit beiden Händen hinein, worauf man die Kopfhaut überall tüchtig reibt und dann mit einem in reines warmes Wasser getauchten Schwamm gehörig nachspült.
Praktische Winke.
Vergoldete Bilderrahmen zu reinigen. Man schlage 150 Gramm Eiweiß und 50 Gramm Kochsalz zu Schaum und bürste mit einer in diese Masse getauchten ganz weichen Bürste die Rahmen solange, bis sie wieder rein und glänzend sind.
Holz- Schnitzereien auffrischen. Man nehme nach Bedarf für 5 oder 10 Pfg. Schellack und ebensoviel Weingeist nnd lasse die Masse eine Nacht stehen, bis sich der Schellack vollständig gelöst hat. Dann bestreiche man damit die Gegenstände mittels eines Pinsels.
Nagellöcher auszufüllen. Die nachstehende Metode, Nagels löcher in Holz auszufüllen, ist nicht blos einfach, sondern auch wirksam. Man nehme feines Sägemehl, mische es mit Leim zu einem dicken Teig und drücke oder schlage davon, soviel hineingeht, in das Nagelloch. Wenn die Füllung trocken geworden ist, wird man kaum eine Spur des Nagelloches mehr erkennen.
25
Hausparfümerie.
Brillantine bereitet man aus einer Mischung von 100 Gramm parfümiertem Weingeist und 2 Gramm Glyzerin. Brillante dient zum Geschmeidigmachen der Haare, besonders Barthaare.
Haaröl. Man vermengt 100 Gramm Spiritus, 10 Gramm Rizinusöl und soviel Kölnisches Wasser als nötig ist, dem Haaröl einen angenehmen Geruch zu geben.
Küche und Keller.
Bratwürstchen ohne Därme zum Garniren von Gemüsen. Man nimmt 250 Gramm feingehacktes mageres Schweinefleisch, 100 Gramm rohen Speck, mischt beides mit Pfeffer, Salz und gewiegten feinen Kräutern gut durcheinander, feuchtet das Fleisch entweder mit Weißwein, saurem Rahm oder leichtem Bier an, formt auf einem mit Mehl bestäubtem Brett kleine Würstchen davon und bratet sie in heißer Butter oder Fett auf allen Seiten schön hellbraun.
Gemischter Salat. Man braucht dazu zwei Teller gekochte, feinblätterig geschnittene Kartoffeln, einen halben Teller voll grüne blanchierte, weich gekochte Erbsen, ebensoviel sein geschnittene, gedünstete grüne Bohnen, viereckig geschnittene vote Rüben, weichgekochte weiße Bohnen, kleingeschnittene harte Eier, drei entgrätere zerschnittene Heringe, sechs ze teilte, länglich geschnittene Sardellen, 150 Gramm gefochten, würfelig geschnittenen Schinken und ebensoviel Pökelzunge. Man ordnet die verschiedenen Zutaten, jede Sorte für sich, nebeneinander in einer passenden Salatschale. Dann rührt man eine Remouladensauce, der man zuletzt etwas gewiegten Schnittlauch zusetzt und übergießt damit das Gemisch, dessen Oberfläche man mit Kleinen, mit Del, Essig, Zucker und wenig Pfeffer angemachten Salatherzchen garniert.
Nutzen der Salbeiblätter. Der Salbei( Salvia officinalis) wächst als kleiner Strauch im südlichen Europa wild; man findet ihn dort sehr häufig auf sonnigen Bergen und Felsen. Bei uns ziehen ihn die Landleute häufig in ihren Hausgärten, um seines starten, doch angenehmen Geruches willen. In fettem Boden ent wickelt er sich sehr üppig, verliert aber dann viel von seinem Wohle geruch; in magerem und steinigem Boden entwickelt er den ganzen Reichtum seines Aromas. Der offizinelle Salbei hat ½ Meter Hohe Stengel, die, wie seine länglichen Blätter, mit einem grau weißen Filze überzogen sind. Heute sind nur noch die vor der Blütezeit gesammelten Blätter offizinell; in früheren Zeiten waren es auch die Blüten und Früchte. Wie alle Labiate, besitzt auch der Salbei einen großen Gehalt an ätherischem Del und deshalb einen durchdringenden, gewürzhaften Geruch; außer diesem Del besitzt er Bitter- und Gerbstoff.
Nr. 43.
Mittwoch, den 24. Februar
Oberbessische
1904.
Tägliche Unterhaltungs- Beilage
Familienzeitung.
Gießener Neueste Nachrichten.
Bond und Berlag der Stefener Berlagsbenderet, verm. With. Reller'ſche Subrudensi( gegr. 1783); werentes:[ bla@lela
( 6. Fortseßung.)
Der
Goldmarder.
Original Roman von M. Behold.
Hast du Onkel Joachim lange nicht gesehen?" fragte Adolph.
„ Meinen Bruder Joachim?" erwiderte sein Vater zer streut. Jawohl, er ist ja hier gewesen wann war es doch?" „ Gestern abend," sagte Frau Minna.
„ Ganz recht, geſtern Abend in der Dämmerung, ich weiß, die Lampe war mir noch nicht gebracht worden.“ „ Was sagte er dir?" forschte Adolph.
,, Nichts Besonderes. Er kommt selten zu mir, und noch seltener besuche ich ihn, er ist ein Streber geworden, und ich kann die Menschen nicht achten, die durch Bücklinge und schöne Worte alles erreichen wollen."
„ Sprach er nicht von seiner beabsichtigten Verlobung?" Ja so," sagte der alte Herr, und seine stahlgrauen Augen hefteten sich mit forschendem Blick auf das Antlig des Sohnes, ich hatte das schon vergessen, es wird wohl ein Scherz gewesen sein."
Also sprach er selbst davon? Mir wurde es vorhin berichtet, als aus zuverlässiger Quelle stammend. Nannte er dir auch den Namen der Braut?"
" Ich glaube wohl," erwiderte der Rektor, mit der Hand seine Stirne reibend, als ob er seine Gedanken sammeln wollte, ich habe ihn vergessen-
,, Fräulein Sabine v. Derendorf!"
„ Aber das ist ja nicht möglich!" sagte Frau Minna im höchsten Grade des Erstaunens.„ Der alte Mann und die schöne junge Dame!"
„ Der Fürst soll diese Verbindung wünschen!" warf Adolph ein.
,, Aus welchen Gründen?"
„ Das ist mir unbekannt. Vielleicht ist es nur eine fürstliche Laune, durch die der Günſtling für irgend einen Dienst belohnt werden soll."
Ueber dergleichen Fragen zerbreche ich mir den Kopf nicht," sagte der Rektor mit einer ablehnenden Handbewegung; ,, was fümmert mich das alles? Mein Bruder mag tun und laſſen, was ihm beliebt, ich bin sein Vormund nicht, und er ist alt genug geworden, um ſeinen eigenen Weg gehen zu können. Damals, als er Anna mit dem Polizeirate verlobte, habe ich ihn gewarnt und darauf die unverblümte Antwort bekommen, ich täte wohl besser daran, wenn ich mich um meine Bücher bekümmern wollte. Ich rühre daher auch jetzt keinen Finger, ihn von dieser Torheit zurückzuhalten, ich glaube, ihm das geſtern mit dürren Worten gesagt zu haben, wenigstens erinnere ich mich, daß keine Eintracht zwischen uns war, als er von mir schied. Wir sind mit unseren kulinarischen Genüssen wohl zu Ende, Frau Minna?"
Nur noch etwas Obst, zum Dessert!"
,, Dafür danke ich," sagte der alte Herr, indem er sich erhob, und den beiden noch einmal zunickend, ging er hinaus. Adolph nahm aus der Obstschale einen Apfel und schälte ihn. Haben Sie Onkel Joachim gestern Abend gesehen?" fragte er.
( Nachdruck verboten.))
" Ja, aber nicht mit ihm gesprochen," antwortete Frau Minna ,,, ich sah ihn, als er fortging, er schien übel gelaunt zu sein."
,, Hin, ich hätte bei seiner Unterredung mit meinem Vater zugegen sein mögen! Der nimmt kein Blatt vor den Mund, und ich weiß, daß ihm an Onkel Joachim vieles nicht gefällt, er wird ihm seine Ansicht über die bevorstehende Verlobung sicherlich mit derben Worten gesagt haben."
„ Ich kann an diese Absicht noch nicht glauben," sagte Frau Minna topfschüttelnd. Denken Sie doch an seine großen Kinder!"
Wenn sie zustande käme, so würde das Ansehen Onkel Joachims dadurch gewinnen, das läßt sich nicht bestreiten, und von diesem Standpunkte aus werden seine Kinder sie cher befürworten, als bekämpfen."
" Ja, der Herr Polizeirat, aber Fräulein Irma sicherlich nicht," warf Frau Minna ein, dem jungen Mädchen kann es doch keineswegs angenehm sein, wenn eine Stiefmutter ins Haus kommt."
" Irma zählt einundzwanzig und Fräulein v. Derendorf vielleicht neunundzwanzig oder dreißig Jahre, die beiden würden sich vielleicht als Schwestern betrachten."
Davon mag ich nichts hören," eripiderte Frau Minna, ,, die Frau des Hauses übt immerhin eine gewisse Autorität, vor der Fräulein Irma sich beugen müßte. Wissen Sie, was ich mir oft gedacht habe?"
,, Nun?"
" Daß Fräulein Irma Ihre Gattin würde; eine bessere Wahl könnten Sie nicht treffen."
Adolph schüttelte ablehnend das Haupt. Ich habe niemals entdeckt, daß Irma ein wärmeres Gefühl, als das einer Freundin, für mich hegt. Ich selbst hege solche Gefühle auch nicht, und eine Verstandes heirat werde ich niemals schließen. Uebrigens liebt ganz unter uns gejagt- Frma auch bereits einen anderen."
Ah-- wer ist der Glückliche?"
Das Dienstmädchen trat in diesem Augenblick ein und meldete dem Doktor, daß einige Patienten im Wartezimmer seien; rasch legte Frau Minna ihre runde Hand auf den Arm Adolphs.
,, Wer ist es?" fragte sie neugierig.
" Ich sage es Ihnen später einmal," erwiderte er lächelnd, indem er sich erhob.
,, Eine gute Partie, Herr Doktor?"
ja, sehr gut, wenigstens in dieser Beziehung!" antwortete er, indem er mit Daumen und Zeigefinger die Bewegung des Geldzählens machte, und noch immer lachend, verließ er das Zimmer.
Viertes Kapitel.
Im Vorzimmer Seiner Durchlaucht stand Alfred v. Bodenlauben am Fenster und schaute mit sinnendem Blick in den Nebel hinaus, mit dem die Sonne noch immer fruchtlos
"
A
euzeit.
en oder Um
Stb. Hölzer
jegliche Naht,
Jen.
durch eine
zing.
Paris 1900.
stilgerechten


