Ausgabe 
23.3.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

r. 71.

Donnement pret: Saus gebracht 60

Hostobellagen: Obe

unb bie Cieken

Das Blatt arideint

Unter Bezugnahm

13. Dezember 1901( richtigen wir Sie, Oberfonfiftoriums da uno eine Neuauflage buch wird in der n übe haupt beffere Aus Ginband voraussichtlid tebratschen Gründen w einem Monat nach Beg pgern.

Da es nun aber dim ganzer Jahrgang ariperen als Notengeja wi: Ihnen, die in 2 Vermittelung betr. der Gebangbuch erst nach brohes anzuschaffen.

Großh. Oberkonfi ß bom Erscheinen d

is gegeben wird.

dringende Augen, stolzes, selbstbewußtes Auftreten- was ist Ihnen? Sie werden ja so blaß wie eine Leiche Nichts, nichts!" sagte Martin mit vibrierender Stimme, indem er die Hand auf die Stirne legte, ich leide oft an Schwindelanfällen, es geht bald wieder vorüber."

Mir scheint, Sie kennen diesen Herrn?" " Es ist möglich, mit Sicherheit kann ich es noch nicht be­haupten. Besizen Sie noch einen Brief von Bernauer?"

Ich habe sie alle mitgebracht, um sie Ihnen zu zeigen," sagte der Juwelier, mir liegt nicht viel an der Verbindung mit diesem Herrn, mein Hauptgeschäft sind Edelsteine; viel leicht haben Sie bessere Verwendung für geschmolzenes Gold. Ich wollte Bernauer, sobald er mir wieder schrieb, den Vor­schlag machen, mit Ihnen in Verbindung zu treten, Berlin ist ja von hier nicht weit entfernt, er kann persönlich Ihnen das Metall bringen und das Geld dafür mitnehmen."

Martin gab feine Antwort, er entfaltete mit zitternden Händen die ihm überreichten Briefe, gewaltsam mußte er sich bezwingen, um sein Entsetzen nicht durch einen Schrei zu ver­

raten.

Nun konnte er nicht mehr zweifeln, es war die markige Handschrift seines Schwiegervaters. Die Personalbeschrei­bung paßte ebenfalls auf ihn, und der Verdacht fand eine weitere Bestätigung in dem Umstande, daß er damals den Schmelztiegel geliehen hatte, in dem zweifellos die Gold- und Silbermünzen geschmolzen worden waren.

Joachim Spangenberg war der Dieb, für dessen Schuld nun der Kustos büßen sollte, das konnte nach diesen Beweisen keinem Zweifel mehr unterliegen.

Der erste Gedanke Martins galt seiner Braut. Wenn Irma das Entsetzliche erfuhr nein, nein, niemand durfte es erfahren, es mußte ein Geheimnis bleiben.

Als er, aus seinem Brüten erwachend, wieder aufschaute, begegnete er dem forschenden Blick des Juweliers; es wurde ihm sofort klar, daß er sich die Verschwiegenheit dieses Mannes sichern mußte, und das konnte er nur dadurch erreichen, daß er ihm reinen Wein einschenkte.

Ich kenne diesen angeblichen Bernauer," sagte er leise, während er sein Taschentuch hervorholte, um seine Stirne zu trocknen, auf der helle Schweißtropfen perlten, ich kann nicht bezweifeln, daß alles, was er Ihnen schickte, gestohlenes Gut war."

,, Dann muß er verfolgt und verhaftet werden!" erwiderte der Juwelier zornig, ein Schuldloser darf nicht für ihn büßen!"

Das soll auch nicht geschehen, verlassen Sie sich darauf. Aber jener Herr steht mir sehr nahe; wenn er verurteilt würde, so wäre das Glück meines Lebens für immer dahin. Eine nähere Erklärung über diesen Punkt darf ich Ihnen nicht geben, ich hoffe, Sie werden mich verstehen und mir Glauben schenken. Er soll seine Schuld bekennen, damit dem Schuldlosen Ehre und Freiheit zurückgegeben werden, das verspreche ich Ihnen auf Ehrenwort. Wie das geschehen kann, weiß ich in diesem Augenblick noch nicht, ich bin nicht fähig, einen klaren Gedanken zu fassen, nur daß es geschehen muß, ist mir völlig klar."

Sie werden sich auf mein Zeugnis berufen müssen" " Ich glaube, es wird genügen, wenn ich diese Briefe ihm vorzeige, wollen Sie mir dieselben überlassen?"

,, Sehr gerne."

Ebenso die Münzen?"

" Sie sollen sie zum Einkaufspreis haben," sagte der Juwelier, ich will nichts daran verdienen, aber Sie können auch nicht verlangen, daß ich Schaden daran leide, denn ich hatte ja keine Ahnung, daß ich gestohlenes Gut kaufe."

,, Nein, nein, Schaden sollen Sie nicht leiden," sagte Martin, der seiner furchtbaren Erregung nur mühsam noch gebieten konnte, ich schicke Ihnen das Geld, sobald die Sache völlig klargestellt ist. Sie finden es wohl natürlich, daß ich noch immer mich an Zweifel klammere, es ist ja auch jetzt manches in dieser Geschichte noch dunkel, also bitte, lassen Sie mir einige Tage Zeit, dann soll die Angelegenheit prompt geordnet werden."

Gewiß, sehr gerne," erwiderte der Juwelier, ich möchte nur wünschen, daß ich sofort den Dieb erkannt hätte, ich glaube, Ihnen wäre dadurch viel Aerger erspart geblieben."

Wahrscheinlich!" fuhr Martin starr vor sich hinblickend fort, und dennoch ist es vielleicht besser so! Nun aber kommt meine Hauptbitte! Wann reisen Sie wieder ab?"

,, Mit dem nächsten Zuge, er fährt in einer Stunde." Wollen Sie mir Verschwiegenheit versprechen? Sie erzeigen mir damit einen großen Gefallen, denn nur dann,

wenn wir beide dieses Geheimnis wahren, kann ich die Schmach von einem Namen fern halten, der mir teuer iſt. Sie haben ja keinen Vorteil davon, wenn Sie erzählen, daß der wirkliche Dieb nun entdeckt sei, ich aber verspreche Ihnen nochmals, daß dem Schuldlosen volle Gerechtigkeit wider­fahren soll."

Ich verspreche es Ihnen," sagte der Juwelier ohne Zögern, ihm die Hand reichend.

Ich danke Ihnen. Es iſt nicht unmöglich, daß die Sache dennoch an die große Glocke kommt, ja, daß ich gezwungen werde, sie dem Gericht zu übergeben, dann werde ich mich auf Ihr Zeugnis berufen müssen. Entschuldigen Sie mich einen Augenblick, ich möchte auch den letzten Zweifel beseitigen."

Er ging ins Wohnzimmer, und als er zurückkehrte, trug er ein Album in der Hand, das unter anderen Porträts auch das lithographierte Bildnis Photographien hatte man ja vor fünfzig Jahren noch nicht seines zukünftigen Schwieger­veters enthielt.

Ist dies der angebliche Bernauer?" fragte er, indem er dem Juwelier das Porträt vor die Augen hielt.

,, Wie er leibt und lebt!" lautete die Antwort.

" Dann ist kein Zweifel mehr möglich!" sagte Martin mit einem schweren Seufzer. Ich verlasse mich auf Ihr Wort, es wäre mir entsetzlich, wenn dieser Mann als der Dieb bekannt würde."

Der Juwelier hatte sein Portefeuille wieder eingesteckt, er knöpfte seinen grauen Reiserock zu, nahm den Hut vom Laden­tisch und sagte: In etwa vier oder fünf Tagen werde ich auf meiner Rückreise wieder hier durchkommen; wenn es Ihnen nicht unangenehm ist, werde ich bei Ihnen vorsprechen und mich nach dem weiteren Verlauf der Sache erkundigen."

Im Gegenteil, ich will Sie gerne erwarten, ich bin Ihnen ja weitere Mitteilungen schuldig."

Der Juwelier ging von dannen, Martin schloß hinter ihm die Türe und trug das Album ins Wohnzimmer zurück.

Ida erschrak, als sie in das verstörte Antlitz ihres Bruders blickte. Hast du Unannehmlichkeiten gehabt?" fragte sie teilnehmend.

Er fuhr mit der Hand langsam über Stirne und Augen, allmählich fand er seine Fassung wieder.

,, Die bleiben einem Geschäftsmanne niemals ganz er­spart," antwortete er mit erzwungener Ruhe. Verluste?"

Vielleicht, frage nicht weiter," bat er, dann ging er wieder hinaus, um mit seinen trüben Gedanken allein zu sein.

Der Vater Frmas ein ehrloser Verbrecher! Das war eine furchtbare Entdeckung, ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel! Wenn dies an den Tag kam, war die Familie Spangenberg für alle Zeiten entehrt, sie durfte auf keine Teilnahme, kein Erbarmen hoffen!

Joachim Spangenberg hatte viele Feinde, die nur auf seinen Sturz warteten, um ihn zu steinigen, wie mußten sie frohocken, wenn er, der eitle, hochmütige Streber, als Ver­brecher entlarvt wurde!

Mochte es kommen, wie es wollte, von seiner Braut wollte Martin nicht lassen, ihr blieb er treu um jeden Preis.

Aber die Entehrung ihres Vaters warf doch einen Schatten auf ihr Glück, der vielleicht nie wieder ganz beseitigt werden konnte, und in den Augen der Welt fiel die Unehre des Vaters auf die Kinder zurück. Was konnte er tun, um das zu ver­hüten? Schweigen durfte er nicht, denn ein Schuldloser saß im Gefängnis, der unzweifelhaft verurteilt wurde, wenn die Wahrheit nicht an den Tag kam.

Er griff mit beiden Händen an seine Schläfen, hinter denen die Pulse hämmerten, als ob sie zerspringen wollten. Konnte der Brüsseler Juwelier nicht dennoch sich geirrt haben? War es ganz undenkbar, daß es einen Mann gab, der mit Joachim Spangenberg täuschende Aehnlichkeit besaß? Wie der Ertrinkende an den Strohhalm, klammerte Martin sich an diese Möglichkeit.

Die Schlüssel zum Münzenkabinet waren ja stets im Be­size des Kustos gewesen, Heinrich Schönbach würde gegen diese Behauptung sicherlich protestiert haben, wenn sie nicht auf Wahrheit beruhte.

Und wer diese ganze Sammlung gestohlen hatte, der mußte die Schlüssel mehrmals benutzt haben, das unterlag doch auch keinem Zweifel, überdies durfte man auch annehmen, daß er nicht so verwegen gewesen war, sofort alle Schränke zu Teeren. ( Fortsetzung folgt.);

Ein verhängnisvoller Irrtum.

Novellette nach dem Englischen von Wilhelm Tha l. ( Nachdruck verboten.) Der alte Benjamin Westlake war ein sehr erzentrischer Mann. Er war reich, lebte aber einsam für sich. Er war nie verheiratet gewesen und hatte keinen Verwandten auf der Welt, außer einem Neffen, der fünf oder sechs Meilen entfernt auf einem Pachthofe lebte. Vor ungefähr fünf Jahren hatte sich der alte Mann mit seinem Neffen Allan Eastbrook entzweit, und die beiden hatten seitdem in keiner Beziehung zu einander gestanden. Allan war eine stolze Natur, der eher sein Leben zum Opfer brachte, als daß er seinem Onkel in irgend einer Weise nachgab.

Eine Zeit lang ging alles gut, dann aber folgte Unglück auf Unglück, und der junge Pächter konnte sich schließlich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß es troß seiner Be­mühungen und seines Fleißes Jahr für Jahr mit ihm bergab ging. miner und immer wieder flehte ihn Hilda, sein treues Weib, an, um der Kinder willen seinen Stolz fahren zu lassen, und den Onkel Benjamin um Hilfe zu bitten.

" Lieber sterbe ich," versezte Allan, lieber mögen die Kinder vor Hunger umkommen, als daß ich zu ihm meine Zuflucht nehme. Ich hasse ihn, und wenn ich mit ihm in Berührung fäme, so könnte mich vielleicht die Lust an­wandeln, ihn zu erwürgen oder zu vergiften."

Die Verhältnisse auf dem Pachthofe verbesserten sich nicht, und um den unmitelbaren Zusammenbruch zu vermeiden, mußte Allan schließlich seine Zuflucht zu Wucherern nehmen. Diese Verbindung half dem jungen Manne allerdings über gewisse Schwierigkeiten hinweg, doch der Verfalltag nahte, und der Seelenfrieden schwand aus Allan Eastbrooks Leben. Er wurde mürrisch und menschenfeindlich, behandelte seine Frau schroff und hart und suchte seine Sorgen schließlich im Alfovol zu ertränken. Er wurde ein häufiger Besucher im Schwarzen Ochsen", einem Wirtshause des nahen Dorfes. Die andern Farmer, die in diesem Wirtshause verkehrten, entdeckten bald die verzweifelte Lage Allans; zu wiederholten Malen gestand dieſer offen, daß er mit seinem Latein zu Ende" war.

Wenige Tage später trat ein Wendepunkt in Allan East­brooks Leben ein. Die Geldleiher wurden ungeduldig und brachten schließlich einen Pfändungsbefehl auf den Pacht­hof aus. Gerade damals war das jüngste Kind Allans schiver krank. Mit düsteren Blicken, sorgenschwer saß der Bächter an dem Bette des Vierjährigen und betrachtete das blasse Gesicht des Kindes.

Wenn er das Geld nur auftreiben könnte! Er wollte alles tun, was in seinen Kräften stand. Vielleicht war auch cine Versöhnung zwischen ihm und seinem Onkel möglich, wenn er nur diesen entsetzlichen Stolz hätte besiegen können, der so ganz und gar von ihm Besitz ergriffen hatte. Wieder blickte Allan in das rote vom Fieber verzehrte Gesicht des Kindes, bedeckte das Gesicht mit den Händen, brach in Tränen aus und beschloß, seinen Onkel am nächsten Tage zu besuchen.

Mehrere wichtige Angelegenheiten nahmen ihn am Morgen in Anspruch. Er schien mürrisch und zu Gesprächen durchaus nicht geneigt. Seine Frau beobachtete ihn sorgsam, und der seltsame Ausdruck seines Gesichtes fiel ihr auf. Er hatte ihr von seinem Entschlusse keine Mitteilung gemacht, denn er hatte so oft böse Worte über seinen Onkel gesprochen, daß er ihr nicht das Zugeſtändnis machen wollte, er suche bei seinem Onkel um Hilfe nach. Wohl bemerkte er den er­staunten Blick, mit dem sie ihn maß, und seine verdrießliche Stimmung wurde dadurch noch erhöht. Stillschweigend sat­telte er sein Pferd, indem er Hilda zurief, er würde in einer Stunde zurück ſein. Zehn Minuten später befand er sich in dem Matflecken, stieg vom Pferde und trat in die Apotheke, wo er sich ein Pfund weißes Arsenik kaufte, das er ohne Schwierigkeiten erhielt. Er erklärte, er brauche es zur Ver­tilgung von Mäusen, und da er Pächter war, so hatte der Apribeker, Mister Bolus, keine Veranlassung, ihm nicht zu glauben. Aur festgesetzten Zeit war er wieder zu Hause, schnell wenige Bissen und machte sich dann zu Fuß nach der Wohnung seines Onkels auf den Weg.

Allan Eastbrook hate keine Ahnung, daß Benjamin West­lake feit einigen Tagen erkrankt war. Dies war aber der Fall, und der alte Mann hütete das Bett. Allan überlegte sich eben, in welcher Weise er die Unterhaltung einleiten Soute, als ihm ein elegant, aber auffallend gekleideter Mann,

der ungefähr in demselben Alter mit ihm stand, auf der Landstraße ansprach. Ich habe gehört, Sie sind Allan Eastbrook," sagte der Fremde, und ich kann mir denken, daß Sie in Begriff sind, den alten Benjamin zu besuchen. Das hat aber keinen Zweck, ich bin nämlich sein Sohn. Sie haben jedenfalls keine Ahnung davon, daß der alte Mann je verheiratet gewesen ist. Er war es aber doch; in Auſtralien hat er sich_ver­heiratet, und ich bin sein einziger Nachkomme. Meine Mutter ist tot. Ich habe mich dem Alten vorgestellt, und er ist mit meinen Papieren zufrieden. Infolgedessen wird er noch heute Abend sein Testament unstoßen, und ich gehe jetzt, den Notar herbeizurufen. In dem bisherigen Testament hat er Ihnen alles vermacht, doch das ist jetzt vorbei. Ich wollte Ihnen das nur sagen, damit Sie wissen, woran Sie sind."

Mit diesen Worten ließ der Mann seinen Stock in der Luft herumwirbeln und ging schnell seines Weges.

Der junge Pächter war über das, was er von dem Frem­den gehört, so erstaunt, daß er kein Wort zu erwidern ver­mochte. Einen Augenblick hatte er die Absicht, nach Hauſe zurückzukehren, dann setzte er aber den Weg nach seines Onkels Hause fort. Die Nacht brach herein, als er dasselbe betrat. Er wurde sofort in das Zimmer des alten Westlake geführt, und der alte Man gab der Wirtschafterin ein Zeichen, sich zurückzuziehen. Diese Frau war seit langen Jahren bei ihm im Dienste, und sie hegte große Hoffnungen, sie würde von ihrem Herrn im Testamente bedacht werden. Sie schöpfte sofort Verdacht, als Allan Eastbrook eintrat und blieb an der Tür lauschend stehen.

Ich habe seltsame Neuigkeiten, als ich hierher kam, ge­hört," sagte Allan, sich an seinen Onkel wendend.

" Wohl auch unangenehme Neuigkeiten," versezte Ben­jamin höhnisch.

Onfel, ich bin ruiniert, ich habe keinen Pfennig und kam, dich um deine Hilfe zu bitten."

Also jetzt kommst du erst, wenn die Not dich hertreibt? Nein, mein Freund, du kommst ein bischen zu spät, nicht einen Pfennig ſollſt du von meinem Gelde erhalten. Ich hatte mein Testament zu deinen Gunsten gemacht, doch das ist vorbei, noch heute Abend werde ich ein anderes aufsetzen."

Allan war entsetzt über diese Worte, er tobte, raste und drohte seinem Onkel, doch ohne etwas von ihm zu erlangen. Der erzentrische alte Mann schien sich über das Unglück seines Neffen zu freuen. Plötzlich befiel ihn ein heftiger Husten, und er forderte Allan auf, ihm einen Löffel Medizin zu geben. Der junge Pächter ging nach dem Tische, nahm die Flasche in die Hand, und merkte, daß sie voll war. Er goß einen Löffel voll, und bot denselben seinem Onkel, doch der Alte stieß ihn erregt zurück und rief:

Nein, nein, ich nehme nicht, was du mir gibst, ich glaube du würdest mich vergiften, um mein Geld in die Hände zu bekommen."

Bei diesen Worten trat Mistreß Damas, die Wirtschaf­tern ins Zimmer. Der Gedanke, ein neues Testament solle gemacht werden, erfüllte sie mit Schrecken, aber trotzdem trat sie mit kaßenfreundlicher Liebenswürdigkeit auf ihren Herrn zu, während der junge Pächter das Zimmer und das Haus verließ. Draußen wurde ihm erst das Schreckliche seiner Lage so ganz klar. Aufgeregt ging er im Garten auf und nieder, zwei Stunden vergingen, und noch immer war er nicht im Stande, den Platz zu verlassen. Erst als ein Wagen vorfuhr, und zwei Männer schnellen Schrittes an ihm vorübergingen, entschloß er sich, nach Hause zurück­zukehren.

Die beiden Männer waren Westlakes Sohn und ein Notar aus Sudbury, der nächsten Stadt. Sie traten in das Haus, und niemand kam ihnen entgegen, als sie die Treppen hin­aufstiegen. Da fam plötzlich Mistreß Damas auf sie zu. Ihr Gesicht war leichenblaß, und ihre kleinen Augen traten ihr fast aus dem Kopfe. Schließlich teilte sie den beiden Männern mit, Mister Westlake wäre tot. Sie hätte sich ungefähr eine Stunde aus dem Zimmer entfernt und ihn bei ihrer Rückkehr tot in seinem Bette gefunden. Der junge Mann sattelte sofort ein Pferd, um den Doktor herbeizi­holen.

Eine kurze Untersuchung stellte fest, daß der alte Mann an Gift gestorben war. Die Polizei wurde in Kenntnis gesetzt, und die Sektion der Leiche ergab, daß der alte Ben jamin mit Arsenik vergiftet worden war.

Der Verdacht richtete sich zunächst auf drei Personen, auf den Sohn, Mistreß Damas und Allan Eastbrook, doch der Tatbestand entlastete den jungen Westlake vollständig. EA

Sa Schnete. Zu einem

Die Welf Smmer wieder geh bon Annäherung berm und dem Herzog

Lieder ein braunschw

ungen, die den Eindr Lngsversuche von Be berländer zurüd Der Herzog von E

faser Wilhelm nach S

Er reiste ab unter der Ernst August in Gm la diese sehr gutarti

breise gewesen sei, g

gan hervor, wonach

jers für den 2. A fe ich am 1. April." tes, des Königs von

Demonstration erzählt das helich früher dem Ka annt geworden, daß Beiter

Stopenhagen eine angejirebt habe, fich

Militär gegenü Reußerung getan, claufen fönne". Das Angabe unbedingt zubert

ten 10 berlegt

Die Gerüchte über ein

Jerzielt, mei en, dafür ihren Ger rung den Herzog geg tellen demgem

mit dem kaiserlicher gegriffen ſeien.

veres Berliner CB- Mi

Staiser Wilhelm nie lets eine Annäherung