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peherzigen und im gegebenen Augenblick den Yankees die Quittung für ihre" guten Dienste" als Vermittler aus­stellen.

Aus den Parlamenten.

* Die bessische 3 weite Rammer hat einstimmig einen Antrag angenommen, durch den die Regierung auf­gefordert wird, im Bundesrate zu beantragen, daß den Reichstagsabgeordneten Anwesenheits­gelder sowie freie Eisenbahnfahrt durch das ganze Reich während der Legislaturperiode gewährt werde.

Hof und Gefellschaft.

Der Kaiser wohnte gestern abend einem Maifäfer­herrenfest" bei, d. h. einem Herrenfest bei dem Garde- Füsilier­Regiment, den Maikäfern". Dabei wurden humoristische Vorträge gehalten und Musikstücke vorgetragen. Der Kaiser zeigte glänzende Laune.

** Prinz Joachim, der jüngste Sohn unseres Kaisers, befindet sich unter dem Namen eines Grafen Ravensberg auf einer italienischen Reise. Zur Zeit hat er im Hotel Ber­tolini in Neapel Wohnung genommen und machte Ausflüge nach dem Bejuv, Pozzuoli i to.

Deutfcher Reichstag.

( 39. Sitzung.) CB. Berlin, 22. Febritar. Mit dem heutigen hat der Reichstag noch 27 Beratungs tage bis Ostern zur Verfügung. Wenn die Etatsberatung in dem jezigen Tempo fortgeführt wird, ist garnicht daran zu denken, daß der Etat rechtzeitig fertig wird. Trostlos" nannte heute Präsident Graf Ballestrem im Seniorenkonvent die Geschäftslage. Das Komische bei der Sache ist, daß von der Regierung beinahe in jeder Sigung neue Vorlagen ver­langt werden, während man vor lauter Reden nicht einmal Zeit findet, die notwendigsten Arbeiten zu erledigen! Heute ist die Novelle zum Börsengeset eingegangen; wenn diese nicht unter den Tisch fallen soll, müßte die Session bis in die Hundstage hinein dauern.

Die Beratung des Poste tats wurde heute fortgesetzt. Der Titel ,, Ostmarkenzulage" führte zu einer ausgedehnten Polendebatte. Die Kommission hat die Streichung dieses Titels beantragt. Ein Antrag v. Normann will sie wieder herstellen. Ein Antrag v. Liebermann will dasselbe, aber mit der Maßgabe, daß die Zulagen nicht als widerrufliche( wie dies der Etat vorschlägt), sondern als unwiderrufliche zu bewilligen seien. Nachdem Abg. v. Tiede­mann( Reichsp.) die Bewilligung empfohlen, erklärte Abg. Frizen namens des Zentrums, dieses lehne die Gewährung der Zulagen unter allen Umständen ab. Staatssekretär raette trat als einziger Regierungssprecher für Bewilligung cin. Abg. Singer erhält, als er die Polenpolitik der preußischen Regierung als eine Dummheit bezeichnete, einen Ordnungsruf.

Die Ost markenzulage wurde schließlich gegen die Stimmen der Konservativen, der Reichsparteiler, der wirt­schaftlichen Vereinigung und der Nationalliberalen abge= lehnt. Im Ertraordinarium hat die Kommission die ge­forderten 300 000 Mark für die Telegraphenlinie Tabora­Udjidje abgelehnt.

Preufsifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 25. Sigung.) RK. Berlin, 22. Februar. Eine Sache, die mehr als nötig Staub aufgewirbelt und zu ungerechtfertigten Angriffen auf die preußische Regierung Veranlassung gegeben hat, beschäftigte heute die preußische Volksvertretung: Der Königsberger Geheimbundprozeß mit seinem Drum und Dran. Eine Interpellation des National­liberalen Friedberg, die dieser sachlich und verständig begründete, gab der Regierung die erwünschte Gelegenheit, sich über diese im Reichstage schon kurz gestreifte Angelegen­heit einmal vor dem zuständigen Forum, dem Landtage, ver­nehmen zu lassen. Man kann es nur lebhaft bedauern, daß das, was der Justizminister Schönstedt dem Hause sagen konnte, nicht schon längst durch die offiziöse Presse der Deffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist: Dann wäre mit einem Schlage all' den Reden, Preußen leiste Rußland Schergendienste, und was dergleichen dummes Zeug mehr war, ein Ende gemacht worden. Herr Schönstedt schilderte eingehend, wie die preußischen Behörden dahinter gekommen seien, daß von der Schweiz aus über ostpreußische Grenz­städte ein lebhafter Schmuggel mit Schriften in russischer und lettischer Sprache getrieben wird, Schriften, deren anarchisti­schen Charakter der Minister durch Verlesung einiger Proben außer Zweifel stellte. Aufreizungen zur Ermordung des Zaren, zu Revolver- und Bombenattentaten sind der Haupt inhalt dieser Schriften! Das iſt, wie der Minister ironisch bemerkte, die Aufklärung", der nach Behauptung der So­zialdemokratie diese Schriften dienten! Weiter wies der Minister nach, daß das auf die Entdeckung dieser Schriften gegründete Verfahren der preußischen Behörden streng gesetz­lich war: daß es unabweislich geboten war durch das deutsche Strafgesetzbuch und durch das Völkerrecht, und nicht zuletzt auch durch die Solidarität aller Staaten gegenüber dem Anarchismus. Mit lebhaftem Hört! hört!" wurde die Fest­stellung des Ministers aufgenommen, daß alle wegen des Vertriebes dieser Schriften Angeklagten Mitglieder der So­zialdemokratie seien.

Dann nahm der Minister des Innern Frhr. v. Ham- merstein das Wort, der sich in der Hauptsache auf die Zu­rückweisung der Beschuldigung beschränkte, als trieben rus­sische Lockspitel mit Unterstützung der deutschen Behörden in Deutschland ihr Wesen. Flunkerei und Klatsch", so fenn­zeichnete der Minister das Gerede über das russische Lock­spiteltum. Auch der von sozialdemokratischer Seite gegen unsere Postbeamten erhobene Vorwurf, sie verletzten im Auf­trage der russischen Polizei das Briefgeheimnis, sei als völlig haltlos erwiesen.

Die Debatte war nur kurz, in der Sache selbst erklärten alle Redner von der äußersten Linken bis zur Rechten mehr oder minder ihre Billigung der Regierungshaltung. Dann vertagte sich das Haus.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Ein Vier- Millionen- Konkurs bildet gegenwärtig das Münchener Tagesgespräch. Bei dem über das Vermögen ves

Baumeisters Josef Köppe eingeleiteten Konkurs hat sich das folgende Endresultat ergeben: an bevorrechtigten Forde rungen, die sich aus Gehalts- und Lohnansprüchen zusammen­sezen, wurden angemeldet 9656 Mark und an nicht bevor rechtigten Forderungen( Wechsel- und Hypothekenschulden) 4 005 302 Mart. Es ergibt sich somit unter Einrechnung der borberechtigten Forderungen eine Gesamtschuld von 4014 958 Mart. Unter den nichtbevorrechtigten Gläubigern befinden sich ein Realitätenbesiger und ein Baumeister, die allein 1597 866 bezm. 1 265 400 Mart, zusammen also 2 863 266 Mark zu fordern haben. Und die Aktiva?- Darüber schweigt des Sängers Höflichkeit!

§ Die Bestie im Menschen. Ein unmenschlicher Vater hatte sich in der Person des 48jährigen Hausierers Franz Schultze vor der Strafkammer in Mannheim zu verantworten. Der Angeklagte wurde für überführt erachtet, in zahlreichen Fällen sich gegen seine 13jährige Tochter schwer vergangen zu haben. Er band dieser die Füße zusammen und hing sie mit dem Kopf nach unten auf, worauf er an dem Kinde un­züchtige Handlungen vornahm. Das Gericht verurteilte das Scheusal zu der verhältnismäßig geringen Strafe von Jahren Gefängnis. Es wurden ihm mildernde Umstände zugebilligt ,,, weil er an der Schwindsucht leidet"!!

§ Mit der viel besprochenen Bebelschen Erbschaftsangelegen heit beschäftigte sich die Zivilkammer des Landgerichts in Ulm. Als Klägerin trat auf: Frau Rosa Hauer, Gattin eines Oberſten in Augsburg; Beklagte waren der sozialdemo Fratische Reichstagsabgeordnete Bebel und die Oberinge­nieursgattin Walpurga Kollmann in München. Der der Klage zu Grunde liegende Tatbestand sei in Nachstehendem kurz wiederholt. Der im vergangenen Jahre verstorbene Leutnant Kollmann hatte laut Testament die beiden Beklag­ten zu Erben seines etwa 800 000 Mark betragenden Ver­mögens je zur Hälfte eingesetzt und die übrigen gesetzlichen Erben, und zwar 2 Brüder, 1 Schwester( die obenerwähnte Frau Hauer), sowie die Kinder von zwei verstorbenen Schwestern enterbt. Diese haben nunmehr ihrerseits das Testament gerichtlich angefochten. Die Parteien beschränkter sich in der Verhandlung darauf, bei Gericht die Einholung der militärischen und sonstigen Akten zu beantragen, au welche im Laufe des Prozesses Bezug zu nehmen ist. Di Dauer des Rechtsstreits ist vorläufig nicht abzusehen.

§ Goldene" Jugend. Das Ratiborer Schwurgericht ver­urteilte neun junge Leute aus Benkowiß, Söhne angesehener und wohlhabender Eltern, wegen Meineides bezw. Anstiftung hierzu zu Strafen von einem Jahre Gefängnis bis zu drei Jahren Zuchthaus. Der mitangeflagte siebzehnjährige Sohn des Landtagsabgeordneten Galda erhielt acht Monate Ge­fängnis.

Nab und Fern.

Ueberschwemmungen und Unwetter werden aus den verschiedensten Gegenden gemeldet. In Deutschland gibt das Hochwasser des Rheines und der Mosel noch immer zu Befürchtungen Anlaß. Auch im Warthe- und Nebedistrikt wächst die Gefahr. Aus Frankreich laufen zahlreiche Nachrichten von Ueberschwemmungen, Dammbrüchen und Verheerungen aller Art ein. In vielen Hafenorten, so in Nantes, Lorient u. s. w. sind ganze Viertel überschwemmt, so daß eine Arbeitsstockung eingetreten ist, die natürlich viel Elend im Gefolge hat. Die größten Befürchtungen werden bezüglich der Rhone gehegt, die an verschiedenen Orten be­reits aus ihrem Bette getreten ist und deren fortwährendes Steigen wahre Katastrophen herbeiführen könnte. Nach einer Meldung aus Petro- Alexandrowsk am Kaspischen Meer verursachten große Eismassen ein Austreten des Amu­Darja. Die Umgebung der Stadt ist überschwemmt. Eine sehr große Zahl von Wohnhäusern ist zerstört, viel Vieh ver­nichtet. Die Telegraphenlinie ist auf einer großen Strecke beschädigt. Der Verkehr auf dem Fluß ist unterbrochen. Auch Menschen haben durch die Ueberschwemmung das Leben eingebüßt. In Wien wütete ein orfanartiger Sturm, durch welchen zahlreiche Personen, unter ihnen einige schwer, berletzt wurden. Der an Gebäuden angerichtete Schaden ist groß.

Nach Meldungen aus Tsinanfu ist der Huangho- Damm gebrochen, hunderte von Menschen sind umgekommen, meh­rere Dörfer verwüstet.

Die Sammlungen für Aalesund haben bisher das statt­liche Ergebnis von 1,5 Millionen Kronen gehabt. Darunter figuriert das Ausland mit 900 000 kronen.

Einen frechen Erpressungsversuch gegen den Propst der Berliner russischen Botschaft unternahmen bisher noch nicht ermittelte Verbrecher. Sie forderten den Propst in einem Schreiben auf, an einem bestimmten Grabhügel des seinem Garten in Tegel gegenüberliegenden Friedhofes der russischen Kolonie die Summe von 250 000 Mart niederzu­legen. Für den Fall, daß der Propst dies unterlassen oder die Polizei von dem Brief Kenntnis zu geben wagen würde, werden die bis an die Zähne mit Revolvern und Dolchen bewaffneten fünf Mann nicht nur sein Haus in Brand setzen. sondern auch ihn und seine Familie vergiften. Der Droh­brief, der die Zeichnung eines Totenkopfes enthielt, trug die Unterschrift Fünf Räuber". Die Kriminalpolizei ist eifrig mit Ermittelungen beschäftigt.

Ein Aufsehen erregender Fall von religiösem Wahnsinn wird aus Westpreußen gemeldet. Der Schuhmacher Gudopp in Rosenberg, dessen Ehefrau und Schwiegermutter, eine Frau Plötz, verließen vor Tagesanbruch, leicht bekleidet die Plög sogar nur mit einem Hemd angetan ihre Be­hausung und gingen, fromme Lieder singend, den sogenannten Kirchensteg entlang nach dem Kirchdorfe Raudnitz. In dem zwei Kilometer entfernten Walde bei Wolfsberg fehrten die Gudoppschen Eheleute um und ließen die Frau Plötz allein im Walde. Nachdem sie über 30 Stunden im Freien zuge­bracht, fand man sie in halberstarrtem Zustande und brachte sie vorläufig in das Krankenhaus zu Dt. Eylau. Die Gudopp­schen Eheleute fand man in ihrer Wohnung teilnahmlos und Gebete murmeind vor.

[ Vom Dienstknecht zum Doktor der Theologie.] Die Universität Bonn ernannte Herrn Nommensen, früheren Tienstknecht auf der Nordsee- Insel Nordstrand, der jetzt als Missionar auf Sumatra wirft, für seine Uebersetzung der Vibel in die Sprache der Battas zum Doktor der Theologie.

[ Die Abenteuer des Propheten Elias] in Sydney füllen einen großen Teil der Spalten sämtlicher australischer Blätter. Dem armen Propheten, den die Einwohner Sidneys absolut nicht für voll nehmen wollen und mit konstanter Bosheit nur als Mr. Dowie titulieren, ist es bei seinem Kreuz­zuge in Sidney so schlecht gegangen, daß er bereits nach wenigen Tagen den Staub der undankbaren Stadt von seinen

Füßen schüttelte und jetzt Melbourne mit seiner Anwesen­heit beglücken will. Wenn er von seinen Meetings" zurück­fehrte, in denen er für das neue Zion vergeblich die Werbe­trommel rührte, fand er eine nach Tausenden zählende Menge vor seinem Hotel, die ihn heulend und johlend empfing. Das ging dem guten Mann schließlich so auf die Nerven, daß er sich gar nicht mehr nach Hause wagte und die Nacht in einer Droschke zubrachte. Das Maß seines Unwillens aber lief über, als in einer Versammlung, in der er über die austra­lischen Politiker schimpfte, ein bekanntes Parlamentsmitglied ihm mit Ohrfeigen drohte. Mit der nächsten Gelegenheit dampfte der verkannte Prophet ab. Ob es ihm in Melbourne besser ergehen wird?

[ Diamanten im Kursbuch.] Im Hauptpostamt in New­york erregte ein aus Deutschland eingetroffenes, an einen Herrn Thomas in Denver adressiertes, vorschriftsmäßig ver­packtes Eisenbahnkursbuch die Aufmerksamkeit des Hilfs- Zoll­tollektors Reinhardt. Eine Untersuchung ergab, daß in der Mitte des Buches eine Höhlung gemacht war, in der sich ein Türkisenring und Tiamantennadeln im Werte von 2000 Dollars befanden. Natürlich wurde die Sendung beschlag­nahmt.

[ Der Hofkapellmeister des Kaisers von Javan] ist ein Deutscher namens Eckert. Er wurde vor etw. 25 Jahren Hoboist bei der Marinekapelle in Kiel. Damals erhielt sein Kapellmeister einen Ruf nach Japan, den er jedoch nicht an­nahm. An seiner Stelle ging Eckert nach Tokio, wo er aus kleinen Anfängen heraus ein tüchtiges Musikkorps_schuf. Später verlieh der Mikado ihm den Titel eines Hofkapell­meisters.

A[ Einschienenbahn.] In der Umgegend von Paris fin­den zur Zeit Versuche mit einer Einschienenbahn statt, die ausschließlich für die Beförderung von Briefen, Zeitungen und Postpaketen bestimmt sein soll. Man gedenkt zunächst eine Linie Paris- Marseille herzustellen, auf der man Sen­dungen von der Hauptstadt nach dem Mittelmeerhafen und umgekehrt in sieben bis acht Stunden bewerkstelligen zu önnen hofft. Man verspricht sich von dieser Anlage eine böllige Umwälzung im Geschäftsverkehr und in der Zufuhr von Blumen, Frühgemüsen, Frühobst u. s. w.

Lokales.

23. Februar 1904.

Nach den neuesten Dispositionen ist die Rückkehr des Großherzogs aus Kiel in der nächsten Zeit nicht zu erwarten. Wie wir erfahren, ist im Zustande des ertranfien Prinzen in letzter Zeit feine wesentliche Ver­änderung eingetreten.

** Der zweiten Kammer der Stände ist eine Anfrage des Abg. Dr. Buff zugegangen, betreffend die Ein­richtung von Realgymnafialtursen für Mädchen in Darmstadt.

** Hochwasser. Infolge der dieser Tage nieder­gegangenen Schnee- und Regenwetter sind die Flußläufe wieder angeschwollen und sind über die Ufer getreten.

** Zum ersten Mal trat am Samstag Abend im Café Ebel der Lehrer- Sängerchor Gießen uf seinem Familienabend vor die Deffentlichkeit und verkörperte mit seinen Leistungen ein großes Können. Der Chor scheint sich besonders dem Volkslied gewidmet zu haben, denn die zum Vortrag gebrachten schlichten Volkslieder zeichneten sich durch eine vorzügliche, abgerundete Wiedergabe aus, die ber den Zuhörern wohlverdienten Beifall fand. Im übrigen nahm der Familienabend einen zwanglosen Verlauf.

** Evang. Bund. Der Familienabend des Gießener Zweigvereins nahm am Sonntag Abend im Neuen Saalbau einen guten Berlauf. Nach einem interessanten Vortrag des Privatdozenten Herrn Dr. Köhler über Friedrich III, in Aufklärer im Mittelalter" erfreute der Gesangverein des Evangel. Arbeitervereins unter Leitung des Herrn Gernhardt mit mehreren Liederchören, sowie Herr Belloff mit einigen Solis, welche, wie die ausgezeichneten Violin- Solis des Herrn Professor Dr. Krüger, mit reichem Beifall auf­genommen wurden. Der Besuch des Familienabends war ein recht guter.

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X Die am Sonntag Nachmittag in Frankfurt a. M. stattgehabte Vertreterversammlung der abelsberger'schen Stenographen des Main Rhein- Gaues und von Hessen- Nassau wählten für das nächste Jahr als Voroit den Berein Friedberg mit Professor Kramer als Vorsigenden, an welchen man sich in allen wichtigen stenographischen An­gelegenheiten wenden möge. Von den Beschlüssen ist als wichtigster der Antrag Winkler- Darmstadt auf Vereinigung der im Verbandsgebiet wirkenden Verbände hervorzu­heben. Zur Zeit bestehen im Großherzogtum Hessen 48 Gabelsberger'sche Stenographen Vereine mit 1550 Mitgliedern und 1184 im Vorjahre neu Unterrichteten ( davon 603 an Lehranstalten); daneben bestehen 31 Stolze­Schreysche Vereine mit 615 Mitgliedern und 509 Unter­richteten( davon 184 an Lehranstalten).

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** Verbilligung des Telephonverkehrs. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, nach der die Gebühr für eine während der Tagesdienststunden ausgeführte Gesprächsverbindung von nicht mehr als drei Minuten Dauer im Nachbarortsverkehr vom 1. April d. J. ab auf 10 Pfennig, im Vorortsverkehr auf 20 Pfennig herabgesetzt wird. Für die Nachtzeit beträgt die Gebühr Nachbarortsverkehr 20 Pfennig.

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Auf der Hunde- Ausstellung zu Frankfurt, welche am Samstag stattfand, wurde unter anderen Herrn Heinr. Buzen Gießen ein Preis für einen russ. Windhund und Herrn H. Stanz- Steinbach ein Preis für ein Collies zuerkannt. Die Ausstellung war gut beschickt und hatte sich auch eines guten Besuchs zu erfreuen.

** Nicht bezahlte Steuern. Im Jahre 1903 konnten im Großherzogtum Hessen troß Zwangsmaßregeln M. 90881 Staats- und Kirchensteuern nicht eingezogen werden. Im Ganzen waren M. 4189559 zu erheben. ** Konfessionelles. Zur evangelischen Kirche find im letzten Jahre nach den Mitteilungen der Zentralstelle für Landesstatistik im Großherzogtum übergetreten: von der fatholischen Kirche 133, von anderen christlichen Konfessionen 42, Sonstige 13, zusammen 188; aus der evangelischen

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