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und mit fieberhafter Spannung horchte man auf alle Nach­richten, die aus dem Schlosse kamen.

Man erfuhr den Sturz des Hofrats, der seinen Abschied erhielt, und die Rehabilitierung Spangenberg's, der, wie ein dunkles Gerücht behauptete, sogar in den Adelstand er­hoben werden sollte.

Von dem Jeste, zu dem die Einladungen bereits er­gangen waren, sprach schon die ganze Stadt, es fehlte dabei nicht an boshaften Bemerkungen, denn nur Wenige gönnten dem hochmütigen Manne die fast unerklärliche Gunst des Fürsten.

Man hatte ihn gekannt, als er noch ein armer Zeichen­lehrer war, man erinnerte sich noch sehr gut, wie bescheiden er derzeit auftrat, um so mehr mußte nun sein Hochmut miß­fallen und namentlich Diejenigen verlegen, die seine zer­rütteten finanziellen Verhältnisse kannten.

Und diese Verhältnisse bildeten an dem heutigen Morgen das Gesprächsthema zwischen Martin und seiner Schwester. Irma hatte am Tage vorher sich mißbilligend über das Fest geäußert, sie wünschte es nicht, zumal sie wußte, daß es die Schuldenlaft ihres Vaters vermehrte.

" Es ist nur Prahlerei," sagte sie mit einem besorgten Blick auf den Bruder, der das Wohnzimmer mit großen Schritten durchmaß. Du wirst später die Kosten zahlen müssen, und ich fürchte, daß diese Verschwendung deines Schwiegervaters dich ruinieren wird."

Sci ohne Sorge," erwiderte Martin in seiner ruhigen Weise, ich würde nicht mir allein, sondern auch Irma einen schlechten Tienst erweisen, wenn ich es so weit kommen ließe. Auch ich betrachte dieses Fest als eine Verschwendung, aber es wäre nuplos, wollte ich Spangenberg Vorstellungen des­halb machen, er würde nicht daruf hören. Und wenn die­jenigen, die ihm die Mittel dazu vorstrecken, glauben, daß ich alles zurückerstatten werde, so werden sie sich getäuscht sehen; nichts verpflichtet mich, die Schulden meines Schwieger­vaters zu tilgen.

Auf eine Mitgift will ich gerne verzichten, und wenn der Direktor verarmen sollte, so bin ich bereit, ihn zu unter­stüben, aber in seinen Bedürfnissen wird er sich alsdann ein­schränken müſſen."

" Du wirst dann nicht allein für ihn, sondern auch für deinen Schwager sorgen müssen," warf Ida ein, der junge Herr will nicht arbeiten-

Das wird sich finden!" fuhr Martin fort. Mit dem Polizeirat, meinem zukünftigen Schwager, habe ich darüber schon gesprochen, wir sind Beide nicht gesonnen, Opfer für ihn zu bringen. Für ihn ist es ein Unsegen, daß sein Vater wie­der so hoch ſteht, er bildet sich ein, der Fürst werde für ihn sorgen, und nichts Geringeres schwebt ihm vor, als das Portefeuille eines Ministers. Ach was, lassen wir das, Ida, weshalb sollen wir jetzt schon uns Sorgen machen? Es kann ja alles noch anders kommen, wie wir glauben, und trifft das, was wir befürchten, wirklich ein, so ist es dann immer doch früh genug, darüber zu beraten. Wann will Alfred abreisen?"

" In der nächsten Woche; er wünscht dringend, daß unsere Hochzeit noch vor Weihnachten stattfinden könne, da er nicht gerne den ganzen Winter über auf seinem Gute allein hausen Ivill."

Wenn ihm nur der Prozeß wegen des Duells keinen Strich durch die Rechnung macht!"

,, Das fürchtet er nicht, Baron Friedenstein will sich beim Fürsten für ihn verwenden; er hat's ja auch fertig gebracht, daß das Abschiedsgesuch Alfred's sofort genehmigt wurde." Man behauptet in der Stadt, Alfred sei höchst ungnädig berabschiedet worden!"

Was fümmerts uns, was die Leute behaupten! Unser Glück wird nicht dadurch gestört werden."

Martin war am Fenster stehen geblieben, ſinnend schweifte sein Blick hinaus in den kahlen Garten, nur hier und da hingen noch einige gelbe Blätter an den Bäumen.

Deine Aussteuer kann bald fertig sein," sagte er ,,, ich habe nichts dagegen, wenn die Hochzeit noch vor Weihnachten stattfinden soll, nur möchte ich wünschen, daß dann auch die meinige gefeiert wird. Du hast mich zu sehr verwöhnt, als daß ich mich ohne Hausfrau hier wohl fühlen könnte."

Dich hindert ja nichts, unserem Beispiele zu folgen," scherzte da.

Ich weiß nicht, wie Irma darüber denkt." Soll ich sie fragen?"

Es wäre mir lieb; sollte sie wegen der Aussteuer Ein­

wendungen machen, so weißt du ja, wie ich darüber denke. Mit Ottokar sprach ich gestern Abend, er will auch nicht lange mehr warten, seine Braut sehnt sich fort von hier, sie wollen den Winter in Italien verbringen."

Martin verließ das Zimmer und trat bald darauf in die Werkstätte, um seinen Arbeitern einige Schmucksachen zur Reparatur zu übergeben.

Nachdem dies besorgt war, trat er zu dem alten Werk­meister, der sich mit dem Brillantschmuck Sabinens be­schäftigte.

Einzelne Teile waren bereits fertig, Martin betrachtete sie prüfend.

Brav gemacht!" sagte er lobend, Fräulein v. Derendorf wird sich wundern, wenn sie den Schmuck wiedersieht. Bis wann werden Sie fertig sein?"

,, Nun, ich denke, Ende der nächsten Woche," antwortete der Werkmeister ,,, an einzelnen Stellen muß die Fassung er­neuert werden, übereilen darf man solche Arbeit nicht."

Nein, nein, wir müssen Ehre damit einlegen können. Herr v. Bodenlauben, mein zukünftiger Schwager, will eben­falls einen antiken Familienschmuck erneuern lassen; ich werde Ihnen auch diese Arbeit übertragen."

Der Werkmeister nickte zustimmend und nahm die unter­brochene Arbeit wieder auf; eine Weile sah Martin schweigend ihm zu.

Sie befahlen mir vor einigen Tagen, das alte Gold einschmelzen zu lassen," nahm der Werkmeister nach einer Pause wieder das Wort, es wäre bereits geschehen, aber ich kann den Schmelztiegel nicht finden."

Keinen Schmelztigel?" fragte Martin überrascht. Wir haben deren doch mehrere."

Das wohl, aber unter ihnen war einer, den ich am liebsten benußte, und gerade diesen vermisse ich."

,, Na, er kann doch nicht gestohlen sein?" scherzte Martin. ,, Schwerlich aber erinnere ich mich recht, so haben wir vor langer ezit einmal einen Schmelztiegel verliehen; es scheint, daß er nicht zurückgegeben worden ist. Ich kann mich leider nicht auf den Namen besinnen, wenn er mir überhaupt ge­nannt worden ist, vielleicht finden Sie in Ihren Büchern eine Notiz darüber."

Martin schlug sich mit der Hand vor die Stirn. Ich weiß schon," sagte er, es war eine Gefälligkeitssache, ich werde dafür sorgen, daß der Tiegel zurückgegeben wird. Mit dem Einschmelzen des Goldes können Sie ja noch einige Tage warten, es eilt nicht."

Die Glocke rief Martin in den Laden; während er da­hinging, erinnerte er sich deutlich, daß Joachim Spangenberg ihn vor langer Zeit um einen Schmelztiegel gebeten hatte.

Der Direktor hatte mit verschiedenen gemischten Metallen Erperimente anstellen wollen und wahrscheinlich vergessen, den Tiegel zurückzuſchicken, Martin wollte ihn bei der nächſten Begegnung daran erinnern.

Im Laden wartete ein fremder Herr auf ihn, der, nach seiner Kleidung zu urteilen, eben von der Reise gekommen zu ſein schien, und den Martin mit warmer Herzlichkeit be­grüßte. Es war der Juwelier aus Brüssel, der ihm die alten Gold. münzen geschickt hatte.

,, Sie haben meinen Brief und die Münzen empfangen?" fragte er. Wie ich Ihnen schrieb, befinde ich mich augen­blicklich auf der Durchreise," fuhr er fort, als Martin die Stunden Zeit und will sie benutzen, um entweder die Münzen Frage mit einem Kopfnicken bejaht hatte, ich habe einige oder das Geld dafür mitzunehmen."

Sie sind noch nicht verkauft," erwiderte Martin, indem er die Schachtel aus der Schublade holte, ein eigentümlicher Umstand verbietet dem Herrn, der darauf reflektiert, sie zu erwerben, so lange er nicht weiß, wie sie in Ihre Hände ge­kommen sind."

Der Juwelier zog die grauen, buschigen Brauen hoch empor. Befremden spiegelte sich in seinen Zügen.

,, Das klingt ja, als ob er an meiner Ehrlichkeit zweifle!" sagte er unwillig.

Reineswegs; über diese Frage habe ich ihn genügend aufgeklärt. Haben Sie denn aber von dem großen Münzen­diebstahl im hiesigen Museum noch nichts gehört?" ,, Keine Silbe!"

( Fortsetzung folgt.))

Bur Kulturgeschichte

des Sonnenschirms.

Skizze von Dr. A. Heilborn.

( Nachdruck verboten.) Nicht nur die Bücher haben, wie Horaz singt, ihre Schick­sale; ein jedes Ding, was Menschengeist ersann und Menschen­hand erschuf, hat seine Geschichte, reich an Wechselfällen wie nur die irgend eines großen Volkes und wert, aufgezeichnet zu werden. Heut thront es auf dem Ehrensize und schmückt des Königs Majestät, und morgen liegt es auf der Gasse und ist in jedermanns Hand. Im besonderen hat die Kultur das Beſtreben, alles auszugleichen; was im Besitz Bevorzugter nur war, iſt bald in aller Händen, wertlos, ein Nichts.

Solch eine Geschichte, reich und seltsam, hat auch der Sonnenschirm, jenes zierliche Dingelchen, das mehr gefäl­ligem Spiele denn wirklichem Schutze dient, eine Geschichte, die verdient, wieder einmal erzählt zu werden.

Er ist uralt, der Sonnenschirm, so alt wie die älteste Kultur des Menschen. Wir treffen ihn schon in Babylon an und auf manchem Relief, das die Gelehrten ausgruben, prangt er über dem Haupte des Königs. Ja, der Sonnenschirm ist ursprünglich ein Attribut der königlichen Würde und er ist es, in ein wenig veränderter Form, wie wir hernach hören werden, allenthalben bis zum heutigen Tage geblieben. Es ist uns ein Relief erhalten, das den König Tirylath- Pileser oder Pul auf seinem Galawagen zeigt; zwei Sklaven führen die reich geschirrten Rosse, der König steht zur Rechten des Wagenlenfers und hinter ihm hält eine Sklavin den Sonnen­schirm über sein Haupt, einen Sonnschirm, der dem unsrigen völlig ähnelt. Dieser Schirm, sagt Layard in seinem baby­Ionischen Werke, war ausschließlich für den Monarchen be­stimmt und wird niemals über einer andern Person getragen dargestellt. Man trug ihn im Frieden wie im Kriege über dem Könige. Er war am Rande mit Quasten geziert und an der Spitze mit einer Bekrönung geschmückt. Einen ganz ähn­lichen Sonnenschirm finden wir auf einer Skulptur aus Per­sepolis; hier tragen Sklaven den aufgespannten Sonnenschirm über dem Haupte eines Großwürdenträgers.

So scheint der sonnenglühende Orient, die Wiege der Kultur, der Schöpfer unseres Sonnenschirmes zu sein und von den uralten Kulturstätten am Euphrat, Tigris und Nil aus hat der Parasol seinen Siegeszug durch die ganze übrige Welt angetreten. Noch heute ist der Sonnenschirm im Orient das Attribut der Majestät, wie bei uns etwa Scepter und Krone. In Konstantinopel, berichtet Lennep, darf kein Schirm vor dem Palaste des Sultans geöffnet werden, weder in den Straßen noch auf dem Bosporus, wenn man nicht einen Flintenschuß von den Schildwachen riskieren will." Der Würdeschirm des Sultans ist rot. Wer in den andern Straßen einen Schirm trägt, muß ihn, wie Moltke erzählt, sobald ein Paschah vorüber führt, schließen.

Der Afrikareisende Rohlfs berichtet ganz ähnliches von den arabischen und Negerfürsten Nordafrikas. Als 1850 ein Kaufmann mit aufgespanntem Sonnenschirm in die Residenz eines dieser Fürsten einritt, mußte er 200 Taler Strafe zahlen. Der Kaiser von Marokko hatte einst in seinem Hof­staat drei Sonnenschirmträger" und diese wieder je drei Ge­hilfen. Wenn Theodor von Abessinien Audienz erteilte, wur­den allemal über seinem Haupte bunte indische Sonnenschirme aufgespannt. Barth und Nachtigall erzählen, daß sie beim Empfange den Sultan von Bagirmi unter seinen Sonnen­schirmen kaum sehen konnten; der eine Schirm war rot, der andere grün. Der Aschantifönig saß nach Bavdichs Bericht unter wenigstens hundert Sonnenschirmen, wenn er Audienz erteilte. Sie waren aus scharlachroten, gelben und den hellsten seidenen Zeugen verfertigt und auf der Spitze mit Halbmonden, Pelikanen, Elephanten, Fässern, Schwertern 1. s. f. von Gold geschmückt. Einige wenige waren mit Leopardenhäuten überzogen und mit ausgestopften Tieren besetzt." Als die Engländer später( 1873) die Residenz der Aschantifürsten zerstörten, beschlagnahmten sie auch die Staats­schirme, schafften sie nach England und stellten sie dort öffent­lich aus!

Wie in Afrika, so ist auch in Asien der Sonnenschirm ein Attribut königlicher Macht. Schon in ältesten Zeiten werden die indischen Fürsten mit dem Sonnenschirme dargestellt. Ja, Rousselet hat sogar nachgewiesen, daß der Würdeschirm als konstruierender Teil in die Baukunst eingetreten" ist. Die

biereckigen buddhistischen Altäre tragen einen auseinander­

gefalteten Schirm, das Zeichen höchster Macht. Als Saya­muni starb( 6. Jahrhundert vor Christus) wollten seine Jünger ihn über seine Vorgänger erheben und stellten deshalb über seine Denksäule 3 Schirme aus Stein, die zusammen einen Turm mit mehreren Geschossen bildeten. Eine spätere Zeit ersetzte dann die Schirme durch einen massiven Regel und deutete die immer wachsende Zahl der Sonnenschirme durch Ringe an. Eines der schönsten indischen Denkmäler zu Delhi ist solch Sonnenschirmkegel von gigantischer Höhe.

Die Bedeutung des Sonnenschirms hat sich nun in Indien bis auf unsere Tage erhalten. Meist hat der Sonnenschirm des Fürstens hier weiße Farbe. und die Schirme stehen vor dem Throne in Neih und Glied aufgepflanzt. Ein Titel des Königs von Ava lautet: Der Herr der vierundzwanzig weißen Sonnenschirme". Die Schirme der Prinzen sind von goldner Farbe, die der Hofwürdenträger von roter. In Siam iſt der Schirm nicht mehr ganz so erklusiv; er steht hier den Beamten zu, und der königliche Schirm zeichnet sich nur durch eine Mehrheit von Dächern an einem Stiele aus. Am Throne trägt dieser Schirm nicht weniger als sieben Dächer. Auf Java gibt es 27 Rangstufen von Schirmträgern; diese Rang­stufen sind wie bei uns die Uniformen durch Farbe und Ah­zeichen unterschieden. Im niederländischen Indien haben die Besizer von Würdeschirmen Obersten- und Generalmajor­rang, und die Wachen müssen vor ihnen präsentieren! Die Schirmstöcke sind bisweilen zwei bis drei Meter lang...

Von den alten Kulturstätten im Morgenlande ist der Sonnenschirm in die Kulturzentren des Orients gelangt, zu­nächst auch hier noch ein Attribut hochgestellter Persönlich­feiten, aber allmählich zu einem Gerät täglichen Gebrauchs herabsinkend und jede Bedeutung verlierend, mit Ausnahme jener Form von Sonnenschirm, die sich zum Baldachin_ver= größert und umgestaltet hat Auch diese Form des Würde­schirms stammt aus dem Orient. Der Kalif Harun- al- Raſchid schenkte Karl dem Großen den ersten Sonnenschirm dieser Art. Colche Traghimmel, führt Andree aus, dem wir in dieser Plauderei mehrfach gefolgt sind, hießen nach dem Lande ihres Ursprungs Babylonica und Baldachin, nach Baldach", der abendländischen Namensform der Stadt Bagdad." Sehr interessant ist nun, daß bei feierlichen Anlässen über dem Papste neben dem Baldachin noch ein weißer, goldrandiger Schirm getragen wird!

Doch kehren wir zur Geschichte des Sonnenschirms zurück. Bei den Griechen, namentlich in Athen, trugen die vornehmen Damen Sonnenschirme, den unsrigen ähnlich, aber nicht zu­sammenlegbar. Bei den großen Festlichkeiten der Pana­thenaeen mußten die Töchter der Schußbefohlenen( Metoiken) den Damen den Schirm überm Haupte tragen, eine Funktion, die sonst von Sklavinnen ausgeübt wurde. In einer Komödie, die auf einer Trinkschale verewigt ist, wurde diese Sitte derart parodiert, daß ein als Diener gekleideter Silen der Dame einen müßenartig gestalteten Schirm voranträgt. Auf der berühmten Hamiltonvase hält die Fürstin den Sonnenschirm mit eigener Hand. In Rom wurde der Sonnenschirm( ähn­lich wie bei uns die Staatshüte der Damen) namentlich­im Theater getragen; er bestand hier aus Leder und wurde auch von verweichlichten Männern getragen.

In der Glanzzeit der Republik Venedig erreichte der Sonnenschirm( umbrellino) noch einmal die Stufe eines Würdezeichens. Als Heinrich 111. von Frankreich die Stadt besuchte, trug ihm der Doge den Sonnenschirm vorauf. In der Stadt Ragusa stand dem Bürgermeister und Rektor der Universität des Recht zu, beim Kirchgang sich den karmoisin­roten Staatsschirm mit vergoldetem Stock vorantragen zu lassen. Das war die letzte Glanzzeit des Sonnenschirms, nur zu bald gab ihn die nivellierende Kultur jedermann in die Hand.

Im Jahre 1608 ist der Sonnenschirm in Italien schon ganz allgemein; er kostet nach zeitgenössischen Berichten einen Dukaten das Stück, und das Dach besteht aus Leder. In einer englischen Komödie wird er 1616 zum ersten Male erwähnt; aber erst hundert Jahre später spricht Phillips davon, daß jetzt allgemein von den Damen der Schirm zum Schutz gegen Regen gebraucht wurde." Im 1750 taucht der Sonnenschirm in Paris und an den deutschen Höfen auf. Wieder 30 Jahre später wird in Irland der erste Schirm bewundert.... Hatten wir Unrecht, wenn wir Eingangs behaupteten, unser Sonnenschirm habe eine Geschichte, wert, wieder ein­mal erzählt zu werden?