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Die Zahl der feindlichen Zusammenstöße zwischen deutschen Truppen und Herervhorden mehrt sich. Nach einer Meldung des Gouverneurs Leutwein hatte am 16. Februar eine Abteilung Matrosen und Schußtruppen unter Kapitän­leutnant Gygas am Liewenberg( nordöstlich von Stjim­bingwe in der Nichtung auf Groß- Barmen) ein Gefecht. Die deutschen Verluste sind ein Toter und ein Verwundeter. Die Herero, deren Verluste unbekannt sind, wurden zurück­geworfen.

Am 20. und 21. Februar hält die Zentralvertretung der tierärztlichen Vereine Preußens ihre 8. Plenarversammlung in Berlin ab. Es soll namentlich über die Errichtung von Tierärzte Kammern und über die Erfahrungen mit der Fleischbeschau außerhalb der Schlachthöfe verhandelt werden. Türkei.

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Aus den Parlamenten.

Ein polnisches Blatt hatte gemeldet, daß die polnische Fraktion des Reichstags den Beschluß gefaßt habe, dem Grafen Ballestrem Abbitte dafür zu leisten, daß sie bei der Präsidentenwahl weiße Zettel abgegeben hat. Diese Meldung ist unzutreffend. Weder ist ein solcher Be­schluß von der Fraktion gefaßt worden, noch ist eine der­artige Abbitte dem Präsidenten Ballestrem zugegangen.

In Konstantinopeler diplomatischen Kreisen macht man sich nachgerade auf den baldigen Ausbruch eines türkisch­bulgarischen Krieges gefaßt. Offenbar hält die Pforte einen solchen Krieg für die einzige Rettung vor dem drohenden Albanesen aufstand. Sie hat an die Signatarmächte des Berliner Vertrages eine Note gesendet, die als die letzte Mitteilung der Türkei an das europäische Konzert vor der riegserklärung an Bulgarien bezeichnet wird. Die Note beschuldigt Bulgarien, Vorräte und Rüstungsmaterial für den sofortigen Krieg aufzuhäufen, die Munitionsfabriken in Sofia arbeiteten mit doppelter Schicht, die Straßen würden für die Benutzung durch Artillerie verbreitert, alle Brücken pürden umgebaut und neu armiert, an strategischen Punkten würden Befestigungen errichtet. Die Reformvorschläge, so heißt es in der Note weiter, seien Demütigungen für die Türkei und wertlos: sie könnten nicht durch eine fremde Poliset in Kraft gesetzt werden, die die Verhältnisse nicht kenne. Die Pforte ziehe es daher vor, eher militärische Operationen gegen Bulgarien, die Quelle aller Unordnung, zu unter­nehmen, als gegen die Albanesen, die gegen die ausländischen Reformen revoltierten. Je früher diese Maßnahme ergriffen werde, desto eher würden Ordnung und Sicherheit wiederher­gestellt werden. Die Pforte treffe deshalb Vorkehrungen in ernsterem Maßstabe, um eine Viertelmillion erprobter Truppen auf die höchste Stufe der Leistungsfähigkeit zu bringen. Im Zusammenhang damit wird gemeldet, daß der Sultan zwei asiatische Divisionen nach Mazedonien diri­gierte und den Auftrag gab, größere Truppenverschiebungen vornehmen zu lassen. Die Sache sieht in der Tat so aus, als sei der bulgarisch- türkische Krieg nur eine Frage aller­fürzester Zeit.

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Hof und Gesellschaft.

In der Kommission des Reichstages zur Vorbereitung des Gesezentwurfes über die Entschädigung unschuldig Verhafteter wurde dem§ 1 folgende Fassung gegeben:« Personen, die im Strafverfahren frei­gesprochen oder außer Verfolgung gesetzt sind, können für erlittene Untersuchungshaft Entschädigung aus der Staats­kasse verlangen, wenn das Verfahren ihre Unschuld ergeben hat. Unschuld liegt auch dann vor, wenn kein dringender Verdacht mehr besteht. Der Untersuchungshaft stehen gleich die vorläufige Festnahme und die Vorführung."

* Der Abg. Graf Douglas hat die vom Regierungsrat Quensel in Köln verfaßten Belehrungskarten zur Alkoholfrage den Mitgliedern des preußüchen Ab. geo.dnetenhauses überreicht.

Ueber die Mittelmeerreise des Kaisers, die nun doch stattfinden soll, wird verbreitet, daß der Kaiser sich am 4. März von Genua aus nach Malta begeben wird, mo ihn die Hohenzollern" erwarten soll. Demgegenüber wird uns aus Berlin mitgeteilt, daß noch immer nichts Be­stimmtes über den Reiseplan beschlossen worden ist. Es wird in eingeweihten Kreisen auch behauptet, daß der Kaiser sich erst am 5. März und zwar von Hamburg aus mit einem Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie in das Mittelmeer begeben will. Die Hohenzollern" werde den Kaiser in Messina, nicht in Malta erwarten. Es wird gut sein, die Veröffentlichung des Reiseplans abzuwarten, da alles bisher doch nur Kombinationen sind.

Deer und flotte.

Deutfcher Reichstag.

( 38. Sitzung.) CB. Berlin, 20. Februar. Außer dem Präsidium und dem jeweiligen Redner sind nur noch wenige Abgeordnete im Saale anwesend. Dem Redestrom tut das keinen Abbruch, denn die Reden sind ja nicht an das hohe Haus, sondern an das verehrliche Publikum außerhalb desselben gerichtet. Die Zeitungen müssen ja doch davon Notiz nehmen und die amtlichen Stenographen haben sie sogar Wort für Wort nachzuschreiben. Die Beratung des

wird fortgesetzt.

Etats der Postverwaltung

Nab und fern.

Ein Fall à la Deditius. Der an der Schule, Zur Ein­tracht" in Höhscheid bei Solingen angestellte Hauptlehrer Praedel, welcher beschuldigt wird, einen Schüler der untersten Klasse schwer mißhandelt zu haben, ist auf Veranlassung seiner borgesetzten Behörde einstweilen seines Amtes entsetzt wor­den. Der Fall betrifft den Sohn des Schleifers Buchmüller aus Widdert. Der Knabe ist dieser Tage von dem Haupt­lehrer derart geschlagen worden, daß er laut ärztlichen Attesics am Gesäß 17 und am Rücken und Hals 15 blutunterlaufene Striemen hat, so daß der Junge weder liegen, schlafen, noch stehen kann. Die Angelegenheit wird demnächst noch ein Nachspiel vor der Strafkammer erfahren.

Abg. Molkenbuhr( Soz.) tritt für die Koalitions­freiheit der Postbeamten ein und bestreitet, daß diese Beamten ausreichend bezahlt würden. Staatssekretär Kraetke reagiert auf diesen Angriff nicht. Dagegen erwidert er auf eine bezügliche Beschwerde des polnischen Abg. v. Jadzewski, daß infolge einer von den Polen seit dem Jahre 1900 syste matisch betriebenen Agitation die Zahl der polnisch adressierten Briefe lawinenartig angeschwollen sei. Der Staatssekretär verliest unter Heiterkeit des Hauses Adressen, bei denen für Städte wie Dortmund, Eisleben polnische Namen angegeben

Ueber die diesjährigen Kaisermanöver sind jetzt die end giltigen Bestimmungen veröffentlicht worden. Danach werden das Gardekorps und das IX. Armeekorps gegeneinander manövrieren. Jenes wird durch das Leibgrenadier- Regiment Nr. 8 und das Dragoner- Regiment Nr. 2, das neunte Korps durch die 37. Infanterie- Brigade, das Husaren- Regiment Nr. 3 und die 19. Feldartillerie- Brigade verstärkt. Ferner erhält jedes Korps eine Luftschiffer Abteilung und das neunte die Maschinengewehr- Abteilung Nr. 7. Außer der Garde­kavalleriedivision werden für die Herbstübungen auch beim IX. und VII. Armeekorps Kavalleriedivisionen( A und B) aufgestellt, außerdem eine solche beim XIII.( föniglich württem­bergischen) Korps unter Zuteilung preußischer Truppen. Beim III. und VII. Armeekorps finden Angriffsübungen unter Beteiligung der schweren Artillerie des Feldheeres statt. Größere Pionierübungen werden an der Oder bei Küstrin und am Rhein bei Neu- Breisach abgehalten.

Der Wildhirt.

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Explosionskatastrophe. Auf der acht Meilen westlich von Ogden( Utah) an einer Nebenlinie der Southern Pacific Railroad liegenden Station Jackson sind zwei Wagenladungen Schießpulver explodiert. Dabei wurden 24 meist griechische Arbeiter getötet, ungefähr ebensoviele verletzt. Das Tele­graphenamt wurde zerstört.

Staatssekretär Kraetke stellte die wohlwollende Prü­fung aller in der Debatte vorgetragenen Wünsche in Aus­sicht und betonte die Hochwertigkeit des Beamtenmaterials der Post: Immer seltener würden die Fälle der Vergehungen von Postbeamten. 1871 fam ein Straffall auf 186 Beamte, 1902 erst auf 584 Beamte. Einen in der Debatte laut ge­wordenen Wunsch, die Postverwaltung möge für die von den Soldaten in die Heimat gesandten Pakete Portofreiheit be­villigen, erklärte der Staatssekretär nicht erfüllen zu können.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Hangcurt nahm sich nun auch vor, ein anderer Mensch zu werden und gar nicht mehr in die Gegend der Gemarkung zu gehen, woselbst die Wildhütte stand, in der sein böser Geist hauste.

Am Abend ging Hangcurt in Wirth's. Da es warm und lind war, so sezte er sich auf die Bank vor der Haustür. Als das Elschen bemerkte, daß er da war, fam es heraus und nahm neben ihm Plaz. Es erfaßte seine Hand und sah ihm in das Gesicht.

Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

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Schreckenstat eines Irrsinnigen. In Bamberg erschlug der Kunstgärtner Schauder seinen 70jährigen Onkel und dessen zwei in den 60er Jahren stehende Schwestern. Schau­der war erst kürzlich aus einer Frrenanstalt entlassen wor­den und hatte im Hause seines Onkels Aufnahme gefunden.

Ein Theater als Verbrecherasyl. Budapester Polizei­beamte machten dieser Tage eine überraschende Entdeckung. Das dortige Kis- Faludy- Theater war im August vorigen Jahres wegen Feuergefährlichkeit geschlossen worden. Nun machte die Polizei vor kurzem die Wahrnehmung, daß sämt­liche Gauner ihre Quartiere verlassen hatten und ,, unbekannt wohin" ausgezogen waren. Eines Nachts bemerkte ein Kon­stabler, wie ein Mann eine kleine Tür im rückwärtigen Teil des Theaters mit einem Schlüssel öffnete und hinter der Tür verschwand. Er bezief telephonisch ein großes Wache­Aufgebot, welches das Theater umzingelte, worauf Detektive mit Blendlaternen in das Gebäude eindrangen. Kaum! hatten sie den Zuschauerraum des Theaters betreten, wurde es dort lebendig, aus allen Logen eilten Männer flüchtend dem Ausgang zu, wurden jedoch sofort für verhaftet erkläri Viele Männer lagen im tiefen Schlaf und mußten erst von ben Polizisten geweckt werden. Die Polizei hat diesmal einen guten Fang gemacht, denn unter den Verhafteten befanden sich viele steckbrieflich Verfolgte.

( 24. Sigung.) RK. Berlin, 20. Februar. Heidenmäßig viel Zeit um ein Wort des seligen Herrn b. Miquel zu variieren scheinen die preußischen Volksver treter zu haben. Denn anders ist es kaum zu erklären, daß sie nicht nur einen ganzen großen Teil der gestrigen, sondern auch der heutigen Verhandlung mit völlig nußlosen Reden vergendeten. Mit nußlosen Reden, weil sie einem Gegenstande galten, bei dem der preußische Landtag nix tau seggen" hat: Der Börsen reform. Die ist ganz und gar Reichs­und Reichstagssache. Nichtsdestoweniger schlug man in paar Stunden mit erbittertem Hin- und Hergerede tot. Neues bekam man nicht zu hören: Es war das aus dem Reichstage nachgerade genügend bekannte Für und Wider. Für die Reform, und eine möglichst radikale, sprachen die Liberalen, gegen die Reform nach den Wünschen der Börse strach die Rechte. Praktisches und faktisches Resultat= 0. Ein Schlußantrag machte dem Redefluß ein Ende, und nach­dem dem preußischen Handelsminister das Gehalt endlich bewilligt worden, wurde eine Reihe weiterer Titel mit nur unwesentlicher Debatte und schließlich der ganze Handelsetat erledigt. Dann vertagte sich das Haus.

,, Hangcurt," sagte es, gelt, gehst nit wieder bei'n Gänsettophei? Stehste, Du bist ein so prächtiger Mensch; es wär schad' um Dich."

Nee, Elsche," versette Hangcurt.

Nacht zum letztemal bet ihm g'west."

Schon wieder warste bei ihm?"

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Na ja! Er begegnete mir gestern Abend, wie ich nach heim ging, und da ließ ich mich verleiten, noch mal mit ihm zu geh'n. Nun hat mein Vater heut Morgen die Leiter unter dem Fenster liegen seh'n und sich g'dacht, ich sei eing'stiegen; da hatt' ich' n schönes Unglück heut Morgen beim Kaffeetrinken."

,, Hangcurt, Hagcurt," sagte Elschen bedeutungsvoll. Du weißt doch, wie m'r uns gut sein, aber wennste nit vom Tiophel läßt, mußte von mir lassen."

,, Das könnt ich mein Leben nit und kannst auch derntwegen ett beruhigt sein, denn ich werd' mein Bebtag nit wieder die Nacht nach der Wildhütt geh'n, weil ich's hab meim Vater in die Hand versprechen müssen, da es meine Mutter so baben wollt. Ich werd'

Das Attentat des Eifersüchtigen. Ein nichtswürdiges Verbrechen verübte der Steinmetzgehilfe Jakob Rößler un der ungarischen Ortschaft Nagy- Bajom. Infolge eines Streites bei einem Tanzvergnügen, der zur Folge hatte. daß er aus dem Saal befördert wurde, sprengte er das dicht­gefüllte Wirtshaus mit Pulver in die Luft. 4 Personen wurden dabei getötet, acht andere schwer verletzt.

von eßt an gar nit mehr ins lichte Holz geh'n dahinten, wo die Wildhütt' steht."

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[ Der verhöhnte Friedensengel".] Bei der ostasia­tischen Kriegsaffäre kommt, wie immer, der Friedensstifter schlecht weg. Bertha v. Suttner, die bekannte Vorkämpferin der Friedensbewegung, hatte sich, als der Krieg in Wirklich keit schon ausgebrochen war, an den Präsidenten der Ver­einigten Staaten mit der Bitte gewandt, den Frieden auf­rechtzuerhalten. Jetzt teilt ein Witbold Roosevelts Ant wort mit:

Die Waffen sprechen, so schweige du! Taceat in ecclesia mu­

lier! Selbst nach Ostasien reisen! Dann werden die Helden sofort ausreißen!" [ Kostspielige Leckerbissen.] Auf dem Londoner Markt findet man auch zu dieser Zeit Früchte, die selbst die ver­wöhntesten Feinschmecker befriedigen. Allerdings ist dieses Vergnügen ziemlich kostspielig. Erdbeeren, die sorgfältig in Treibhäusern gezogen sind, fosten 20 bis 25 Mart das Pfund. Virnen von vorzüglichem Geschmack sind 2 Mark das Stück wert, und Muskattrauben werden für 10 Mark das Stüc verkauft. Die Spargel erreichen Preise bis zu 63 Mart für das Bund.

" Ja, bleibst am besten ganz aus der Gegend, denn steh', es fann Dein Unglück fein. Der Krug geht so lang zum Brunnen bis er bricht und wie sie neulich hier den Abend verzählten, hätt das Forstamt schon lang' n Auge auf'n Tiophel, weilse dem nit trauen und glauben, daß er als Wildhirt auch nebenbei wildern tät. Und da fannste Dir leicht denken, daß sie dem acht passen und wennse Dich bei ihm erwischen, dann heißt's mitgegangen, mitgehangen. Also wenn dann mal einer ins Zuchthaus kommt, dann ist's besser d'r Ttophel kommt allein' nein, als daß Du mit ihm gehst. Ste jagen ja doch all', er fäm' noch' mal in die Eisen, wo auch sein Vater drin g'west is."

" In die Eisen käm' der Pierersch Hangcurt nie, Elsche," sagte er mit fester Betonung. Aber brauchst Dir keine Sorgen zu machen, ich laß mich vom Tiophel nit mehr berleiten. Außerdem- wer will uns denn beweisen, daß mir gewildert hätten? Es hat uns noch Nimand d'rbei g'sehn und's is, blos Leutg'schwät."

Hangcurt, Du willst andere belügen und belügst Dich d'rbei selbit. Aber man munkelt's doch im Dorf und der Forstlaufer, der alte Dingler, wird dem Tiophel schon aufpassen, sie meinen's wenigstens. Und bedenk' doch' mal, wenn der den erwischt und Dich d'cbet-

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Ein Schuhmann als Brandstifter. Das Danziger Schwurgericht verurteilte den Schußmann Hoyer- Danzig wegen Inbrandseßung seines Grundstücks und leberver­sicherung zu 8 Jahren Zuchthaus, 6000 Mark Geldstrafe, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Seine Schwiegermutter, die Wirtin Wengrzynski, wurde wegen Beihilfe zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt.

So Gott will, nit," erwiderte der junge Bursche mit gesenktem Blick. Wenn der alte Dingler aber aufpassen wollt, dann hätt er schon längst den Nau's Bangen erwischen müssen, denn von dem spricht's doch ' s ganze Dorf, daß er auf'n Anstand ging."

Wer weiß, wie das hängt! Sie sagen auch, der Lange ständ mit dem Dingler gar gut, denn der hat' ne starke Familie und's geht ihm aar frazia. Das wird

§ Einen ganzen Rattenkönig von Wechselklagen hai z. Zt. das Dortmunder Gericht 311 entwirren. Eines der bekannter wohl der Lange ausnutzen."

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Jedenfalls wird's wohl so sein." Elschen mußte ihn die Stube und Hangcurt blieb allein. Nicht nur der Auftritt mit seinem Vater, sondern mehr noch die eindringlichen Worte des Mädchens hatten ihn in seinem guten Vorsatz bestärkt, nie mehr die Gesellschaft des Wildhirten zum Zwecke der Wild­dieberei aufzusuchen.

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Schon längst fegte der Wind durch die Stoppeln. Die Wälder prangten in jenem farbenprächtigen Kleide, das sie noch einmal anlegen, bevor der Winter sie vollständig ihres Schmuckes beraubt. Auf den weiten Flächen der fahlen Felder war nur noch hie und da ein Acker verfümmerten Kartoffelkrautes, sowie Kraut und Rüben, worin die Hasen, welche die Fülle des Sommers hinter sich hatten, kaum noch ein bergendes Plätzchen finden konnten. Auf den Wiesenflächen wei­deten die Kühe unter Aufsicht der Jungen oder Mädchen, die sich die Zeit damit vertrieben, ein Feuerchen an zuzünden, in das sie gestoppelte" Kartoffeln hinein­warfen und bei dessen Wärme sie sich behaglich fühlten, wenn die Kühle des Herbsttages zu empfindlich wurde.

Im lichten Holz, nämlich in dem umwaldeten Ackerfeld, in dem die Wildhütte Tiophels stand, sah es heute auch gar melancholisch aus. Der Buchwald leuchtete ebenfalls in gelber Herbstfarbe, das Feld war bis auf einen Acker mit Kartoffeln vollständig ab geerntet; es war somit auch nicht mehr notwendig, daß das Wild gehütet wurde, denn es befand sich fast nichts mehr auf dem Felde, das ihm hätte zur Nahrung dienen fönnen. ( Fortsetzung folgt.)

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