Seehandlung. Aber auch hier hatte die Debatte, die namentlich gegen den Schluß, bei einem Rededuell des Konservativen Abg. v. Erffa mit Eugen Richter recht lebhaft wurde, lediglich das Ergebnis, daß das Gesetz nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen wurde.
Nah und Fern.
Typhusepidemie. In dem Ansiedlungsdorf Liebau bet Gresen sind zahlreiche Typhusfälle vorgekommen, die auf den Genuz typhös infizierter Milch zurückzuführen sind. Im Krankenhaus zu Gnesen befinden sich 47 Typhustranke, meist Ansiedler aus Liebau. Die Stadt Gnesen selbst ist von der Frankheit nicht berührt. Der Verkauf von Milch aus Liebau ist verboien.
Zum Charlottenburger Leichen fund liegt jetzt das ausführliche Geständnis des Masseurs Köhler vor. Nach seiner Darstellung fam Frau Radatus zu ihm, weil sie sich mit ihren Mann wieder verständigt hatte und deshalb die Folgen des Verkehrs mit dem inzwischen verstorbenen Musiker beseitigen wollte. Er hatte kein rechtes Zutrauen zu ihr und Tehnte die erbetene Hilfe ab. Frau Radatus hatte aber durch ein Dienstmädchen Kenntnis von seinem Treiben und drohte ihm mit einer Anzeige, wenn er ihr nicht auch helfe. Daraufhin ließ er sich zu der verbrecherischen Operation bereit finden. Die Radatus starb ihm unter den Händen. Er zerstückelte die Leiche mit einem Küchenmesser, den Rumpf packte er in einen Sack und legte diesen mit den Gliedmaßen und den Kleidungsstücken in einen Reisekorb. Den Kopf verbrannte er im Ofen. Den schweren Korb schleppte er zur nächsten Stadtbahnstation, von wo er bis zur Station Beußelstraße an der Jungfernhaide fuhr. Dort setzte er den Korb in einer Gastwirtschaft ab und kehrte, um Verdacht zu vermeiden, nach Hause zurück. Abends holte er den Korb wieder ab und schleppte ihn nach einer Müllabladestelle, wo er ihn, nachdem er den Sack mit dem Rumpf herausgenommen hatte, verbrannte. Dann warf er den Sack in den Kanal, wo er am nächsten Morgen gefunden wurde. Nach einigen Tagen wurde ihm der Boden in Berlin unter den Füßen zu heiß und er floh nach Basel unter dem Vorgeben an seine Frau, daß er eine Geschäftsreise machen müsse. Da es ihm nicht gelang, in Basel Stellung zu finden, kehrte er, als sein Geld zu Ende war, wieder nach Berlin zurück, wo er von Kriminalbeamten verhaftet wurde.
Der Schlächter seiner Frau. In Italien beschäftigt man sich noch immer mit dem Buchhalter Domenico Oliva, der vergangenes Jahr seine Frau totschlug und in 114 Stücke zerschnitt, aber neulich, wie erinnerlich, von den Mailänder Geschworenen freigesprochen wurde. Die Angelegenheit ist nunmehr auch in der Kammer zur Sprache gebracht worden. Oliva hat in Mailand sofort wieder Stellung gefunden. Höchst erbittert zeigt sich Oliva gegen den Kriminalanthro pologen Lombroso, der ihn als Epileptiker und anormalen Menschen hingestellt und dadurch viel zu seiner Freisprechung beigetragen hatte. Oliva behauptet in einem offenen Briefe an die Zeitungen, daß er durchaus nicht an Epilepsie leide und ein völlig normaler Mensch sei. Er bereut seine Tat aufs tiefste und hat sogar eine lange Ode„ Auf den Tod meiner Frau" gedichtet. Auch die Mordtat selber hat er in Verse gebracht. Das Gedicht trägt den Titel Jener Tag". Der Verfasser schildert seine Tat, als ob sie von einem andern ausgeführt worden sei, der in ihn eingedrungen sei und sich seines Willens bemächtigt habe.
Der
[ Gegen die Schleppkleider der Lehrerinnen.] Brünner Bezirksschulrat ließ dieser Tage den Schulleitungen ber ihm unterstehenden Mädchenschulen einen Erlaß zukommen, der im Interesse der Gesundheit der Schuljugend auch anderswo Nachahmung verdient. In dem betreffenden Schulerlasse heißt es, daß der Behörde sonst wohl das Recht, in Modesachen den Lehrpersonen Vorschriften zu machen, eigentlich nicht zustehe, aber im Interesse der Schulhygiene Lönne es der Bezirksschadrat nicht statthaft finden, daß die Lehrerinnen in den Schulen Kleider mit Schleppen tragen, da pierdurch die Staubentwickelung, über die in den Schulen obneies so viel Wagen laut werden, nur gefördert wird.
O Ueber eine eigenartige Belästigung des Kaiserpaares auf der Rennbahn Hoppegarten wird nachträglich folgendes bekannt. Schon seit mehreren Jahren wurde an dem Tage des sogenannten Kaiserrennens seitens der Gendarmerie ein Fremder beobachtet, der bei der Einfahrt des Kaiserpaares ein Rennprogramm nebst Bleistift in den kaiserlichen Wagen warf. Man legte dem allerdings seltsamen Vorgange seiner Harmlosigkeit wegen wenig Bedeutung bei und ließ es stets bei der Feststellung der Persönlichkeit und einer Verwarnung des Mannes bewenden. Für den jüngsten Kaiserbesuch in Hoppegarten wurden jedoch besondere Maßnahmen gegen eine etwaige Wiederholung dieser Aufdringlichkeit getroffen. Der , Attentäter" wurde nämlich kurz vor der Ankunft des Kaifers und der Kaiserin in sicheren Gewahrsam gebracht und so lange festgehalten, bis die hohen Herrschaften ihre Pläge in der Loge eingenommen hatten. Er fügte sich auch willig in sein Schicksal.
Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete sich auf der Strecke Schlottau- Halle. Infolge falscher Weichenstellung entgleiste ein Personenwagen vierter Klasse und fiel um. In dieser umgestürzten Lage wurde der Wagen noch etwa sechzig Meter fortgeschleift, bis der Zug zum Stehen fam. Von den in diesem Wagen befindlichen Personen wurden 15 Personen jedoch anscheinend nur leicht verlegt. Sie wurden nach Halle weiterbefördert, wo zwei in das Elisabethkrankenhaus sich begaben, während die anderen nach Hause gingen.
* Leopold Wölfling als Preisschüße. Am Jubiläumsschießen der Schüßengesellschaft der Stadt Zürich nahm der frühere Erzherzog Leopold von Desterreich teil, der sich als Leopold Wölfling in der nahen Stadt Bug eine Villa ge. fauft hat. Man begegnet seinem Namen in der Liste der besten Resultate, indem er beim Mörserschießen einen Preis babongetragen hat.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Ein Opfer desSpiritismus. Vor dem Versailler Gericht Steht ein sonderbarer Fall zur Verhandlung. Frau Chappuis, eine Dame bon 71 Jahren, 30g nach dem Tode ihres Gatten, eines Brüsseler Musikers, Ende 1901 nach Marin bei Paris. Sie war eine fanatische Spiritistin und geriet bald in Verbindung mit einer Frau Martin, die dicht bei der prächtigen Villa ihrer Freundin ein kleines Häuschen gemietet hatte. Seitdem sie auf dem Schauplatz erschienen war, hatte fie einen rätselhaften Einfluß auf die alte Dame. So wollte
on
Frau Chappuis einmal das Tabier ihres verstorbenen einer ihrer Nichten schenken, doch Frau Martin, die als Medium bei einer deswegen veranstalteten Seance den Geist des verstorbenen Herrn Chappuis verkörperte, erklärte, daß der Musiker auch noch in der anderen Welt seine himmlische Kunst ausübe, und daß des Nachts seine Spektralfinger dem geliebten Instrument noch Harmonien entlockten. Die Witwe horchte des Nachts vergeblich auf die Geistermusik, doch von nun an begehrte der Geist des Herrn Chappuis von seiner Frau Geschenke für das Medium, die auch stets gegeben wurden. Dann erfolgte schließlich so lautet die Daritellung in der gerichtlichen Anklage ein legter Streich von höchster Frechheit: Du mußt dein Haus an Frau Martin al3 Geschenk geben," erklärte Herr Chappuis durch den Mund des Mediums. Dieser Befehl wurde pflichtgemäß sogleich im Beisein eines Notars vollzogen und folgerichtig war das Medium auch zur Universalerbin eingesetzt. Seitdem rief der „ Geist des Herrn Chappuis" bei jeder Sigung lauter seine Frau an, ihm bald nachzufolgen, und das Medium gesteht selbst zu, sie mit den Worten: Komm, komm!" am Arm gezogen zu haben. Die arme alte Dame, die tiefen Herzensfummer empfand, wurde immer kränker und schwächer von den Folgen solch aufregender Szenen und starb schließlich plötzlich eines Morgens im vergangenen Dezember. Das Geheimnisvollste an der Geschichte ist, daß nicht nur Frau Chappuis an einer plöglichen inneren Blutung starb, wie das Medium vorausgesagt, sondern, daß sie augenscheinlich den Tag ihres Todes gewußt haben muß, denn alles war bis auf das Kleinste geordnet. Die Anklage, die gegen das Medium erhoben worden ist, lautet auf Erpressung von Geld durch Vorspiegelung falscher Tatsachen.
Lokales.
21. Juni 1904.
*** Prinz Heinrich von Preußen fuhr gestern Abend um 8 Uhr 43 Min. nach Kiel, um die Vorbereitungen zur Kieler Woche zu treffen. Die Prinzessin Heinrich bleibt mit ihrem Sohn in Wolfsgarten zur Erholung.
+ An die Kammer gelangte eine sehr zeitgemäße Anfrage des Abg. Wolf, betreff. die Zigeuner plage. Abg. Wolf verlangt darin: 1. Bessere Absperrung der bayerisch- böhmischen Grenze gegen den Einzug von Zigeunern ins Reichsgebiet, weil die Zigeuner diese Grenze einzeln überschreiten, um sich im Reichsgebiet wieder zusammenzufinden. 2. Verbot des Gewerbebetriebs im Umberziehen für Zigeuner, weil der Gewerbebetrieb dem Gesindel nur die Gelegenheit zum Stehlen und Leutedrangsalieren gibt. 3. Berbot des Waffen- und Munitionsbefizes für Zigeuner. Ebenso Verbot des Waffen- und Munitionsverkaufs oder -Tausches an Zigeuner. 4. Berbringung der schulpflichtigen Kinder von Zigeunern in Reichszwangserziehungsanstalten. 5. Berbot des längeren Haltens auf öffentlichen Straßen und des Kampierens zur Nachtzeit.
** Ertrunken ist gestern Nachmittag in der Lahn das 8jährige Töchterchen eines Landwirts von Gießen. Der Mann war auf seinem Acker in der Nähe der Militärschwimmanstalt beschäftigt und hatte das Kind bei sich; nach einiger Zeit entfernte es sich von seinem Vater, um nach Hause zu gehen. Als der Vater nach Hause fam, war das Kind nicht da, die sofort von dem Vater angestellte Recherchen waren ohne Erfolg bis es heute Morgen als Leiche in der Lahn gefunden wurde.
X Bei der gestern Abend auf dem Trieb in Gießen abgehaltenen Kirschenversteigerung wurden sämtliche Loose zusammen an Dachdeckermeister Lapp zum Preise von 557 Mt. verkauft. Ein Loos, welches im vorigen Jahre 22 Mt. tostete, tam auf ca. 170 Mt.
* Der Männerturnberein zu Rodheim a. B. wird seine Fahnenweihe, so schreibt die neueste Nummer der„ Turnzeitung für den Gau Hessen", am 26. und 27. Juni feiern und wie man entnehmen fann mit einem recht umfangreichen Programm, wobei der turnerische Teil nicht zu kurz kommt. Als offizieller Vertreter des Gauausschusses wird der 1. Gauturnwart WillWeglar der Feier beiwohnen und soweit wir unterrichtet wurden, steht die Ortsobrigkeit von Rodheim, wie auch die Bürgerschaft dem Feste sympatisch gegenüber, sodaß bei einigermaßen gutem Wetter ein recht befriedigender Verlauf desselben sicher ist. Und warum das alles auch nicht, Turner; der Männer- Turnverein zu Rodhetm besteht nun schon über vier Jahre und hat in dieser Zeit gezeigt, daß er lebensfähig ist. Gegenwärtig zählt der Verein 104 Mitglieder, bei größeren Wetturnen innerhalb des Gaues haben Mitglieder des Vereins immer Preise errungen und was die Hauptsache ist, zu Hause auf dem Turnplage ist ein verhältnismäßig guter Turnbetrieb anzutreffen( es wird durchschnittlich mit 25% geturnt). Die Vereinsleitung hat seit Bestehen wenig Aenderung erfahren( Turngenosse Deufer steht seit Bestehen des Vereins als Vorsitzender an der Spize), also auch nach dieser Richtung hin ist Erfreuliches zu berichten. Darum Turner des zweiten Bezirks, laßt uns am 26. Juni, sofern Euch im Heimatsort feine wichtigeren Begebenheiten zurückhalten, einen Spaziergang, einen Turngang nach unserem im Biebertal so schön gelegenen Rodheim unternehmen, unterstüt den Verein durch recht zahlreiches Erscheinen in seinem Bemühen: ein Fahnenweihfest, ein Turnfest zu feiern wie es einem Turnverein des Gaues Hessen geziemt.
+ Die Stadt Wormsrüstet sich zur Abhaltung des Deutschen Kongresses für erziehliche Knaben handarbeit, der in den Tagen vom 1.- 3. Juli stattfinden wird. Das Interesse für diese Veranstaltung geht über die pädagogischen Kreise hinaus, wiewohl sie natürlich in allererster Binie berührt werden. Worms als Drt des Kongresses wird vor allem auch die praktischen unterrichtlichen Vorführungen des in der Volksschule eingerichteten Wertunterrichts" das Interesse der Schulmänner in hohem Maße in Anspruch nehmen. Dieser Unterricht soll darlegen, wie der Handfertigteits- Unterricht, wenn er worwiegend unterrichtliche Zwecke verfolgt, mit der Volksschule verbunden
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werden fann. Auch weitere Kreise werden zu der Uebe zeugung kommen, daß damit nach vieljähriger Vorarbeit Worms unter Scherer Leitung ein durchaus gangban Weg gefunden ist. Der jetzt abzuhaltende XVI. Kongr
Frankfurt a Doll aus Darm Bereinshause bes No
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dürfte nach allen Anzeichen sehr zahlreich besucht werden; ttroffen. Er verlor d wird, wie die vorliegenden Anmeldungen befunden, feie pital gebracht werben
Beschickung aus allen Teilen Deutschlands finden. Die dri letzten Kongresse, über welche umfangreiche Berichte vorliege wurden 1896 in Kiel, 1898 in Dresden und 1899 Karlsruhe abgehalten. So liegt zwischen dem legten Ro greß und ist also eine fünfjährige Arbeit des Deutsch Vereins, die nun zum Gesamtausdruck kommen soll. Baldie Anmeldung aller Gäste, die auf ein mehrtägiges Unterkommen rechnen, wird vom dem Kongreß- Ortsausschuß erbeten. Diese, wie Herr Seminardirektor Dr. Pabst in Leipzig, fin bereit, auch jede weitere gewünschte Auskunft zu erteilen. [ Prinz Heinrich, dessen Ankunft zum Gordon. Benett Rennen vollkommen geheim gehalten wurde, hatte in Begleitung des Generalsekretärs des Deut.
Weglar. Di
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felligaft We Rind war fehr gut b eröffnete als Vorfigent Binterfchuldirektor Co Bereinsjahr erflattete. die Einnahmen für B
fahre 1899,59 Mr. fobaß ein Bestand vo perwähnen, daß der B wirtschaftlichen Ausf perrungen hat, von 48
schen Automobilklubs, v. Brandenstein, in einem Opel im Gesamtbetrage von Darracq Wagen die Strecke vorher abgefahren. Von Herrn Staatsmebaille, währ Adolf Daimler empfangen, stellte derselbe dem Prinzen die seiner Stimme- Mehrhe
Fahrer vor und während der Unterhaltung meinte der
gut schnitt die Gemei
Prinz: So interessant der Motor auch ist, so fann ich wurden in das Herbb doch nicht einsehen, wohin uns der Bau dieser Rennungeheuer 1121 Rühe, 108 Rin führen soll. Wenn auch der Sieg der Menschheit über Raum der Mitglieder beträg und Zeit etwas Faszinierendes hat, so ist die Ausgestaltung daß die Hoffnung au
dente, daß die internationale Rommission der Automobilklubs damit die Vorzüge di sich darüber einigen wird, um neue Bestimmungen zu schaffen. nerfannt würden, allfe
Man muß die Kraft des Motors begrenzen und den Ramen sowie den übrigen Teilen ein bestimmtes Gewicht vorschreiben.
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einem Frankfurter Gasthof hielt am Tage vor dem Rennen ein Automobil
Prinz Heinrich und der Schuhmann. Bor Azbach und Vorstehe Die Insassen waren ausge Hochelheim und Vor
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stiegen und ins Hotel gegangen. Der Chauffeur stand bei der Maschine und sah dem hübschen Springbrunnen zu. Ein Schutzmann naht. Bem gehört der Raften?" fragt er, aus irgendwelchem pflichteifrigen Motiv. Lautes Schweigen. Die Polizei tränkt sich, wird wild und schreit den Chauffeur an:" Sie! Wem gehört denn der Kasten?"
Das Schweigen wird noch verschwiegener, und der Schutzgeist ist im Begriff, andere Maßregeln" zu ergreifen,
da erscheint auf der Bildfläche Prinz Heinrich von Breußen mit seiner Gemahlin, und sie besteigen den besagten Rasten. Der Chauffeur grinst, der Schuhmann etbleicht und entfleucht.
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Klein- Linden. Der neue Radfahrerverein, welcher den Namen„ Potentia" führt, zählt bereits 30 Mitglieder. Vor 8 Tagen unternahm er eine Tour nach Bad Nauheim, wovon die Teilnehmer noch recht frisch zurückkehrten.
A Lang- Göns, 20. Juni. Von dem gestrigen Gesangs" wettstreit zu Ober- Mörlen tehrten die beiden hiesigen Gefangvereine preisgekrönt zurück." Frohsinn" errang mit 197 Punkten den 2. Preis in der II. Klasse,„ Germania" den 5. Preis in der III. Klasse. Am Gesangswettstreit bea teiligten sich 13 Vereine, den 1. Preis der I. Klasse erhielt Frohsinn"-Assenheim, der auch in Gießen einen Preis erungen hatte.
Homberg a. d. Ohm. Unter zahlreichen Glückund Segenswünschen, Beweisen der Dankbarkeit schieden am rerflossenen Sonntage Herr Pfarrer Port und Familie nach einer zwölfjährigen Wirksamkeit hierselbst Homberg, um in den neuen Wirkungsfreis Dieburg in Startenburg überzusiedeln.
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× Strebendorf. Konrad Schmitt III. ist zum Bürgermeister unserer Gemeinde wieder bestätigt worden.
*** Ans Oberhessen, 19. Juni. Ein auf dem Hofe des Oberamtmanns Flemming in Büdingen bediensteter Knecht geriet unter die Mähmaschine und wurde fürchterlich zugerichtet. Er liegt hoffnungslos im Mathildenhosspital in Büdingen darnieder.
Bad Nauheim, 21. Juni. Bis zum 16. Juni d. J. find 9417 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5933 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 16. Juni 99 269 abgegeben.
× Aus dem östlichen Odenwald, 21. Juni. Aus Anlaß der Zigeunerschlacht" bei Köngernheim in Rheinhessen wurde in verschiedenen Blättern das Bedauern ausgesprochen, daß man de gefährlichen Treiben der Zigeuner machtlos gegenüberstehe. Das dürfte nicht zutreffen. Im östlichen Odenwald ist die Bigeunerplage seit etwa drei Jahren vollständig von der Bildfläche verschwunden. Das energische Einschreiten der Gendarmerie und der Gemeindebehörden verleidet den diebischen Nomaden den Aufenthalt in unserem Gebirge. Auf freisamtliche Anordnung dürfen nämlich Zigeunerbanden, wenn sie sich in die Kreise Dieburg und Erbach wagen, feinen Augenblid ohne Gendarmeriebewachung sein. Ist zur Uebernachtung ein Aufenthalt in ciner Gemarkung nicht zu umgehen, dann wird die Bande unter Zuziehung von Mannschaften aus der nächsten Gemeinde fort während bewacht. Forst, Feld- und Jagdfrevel werden dadurch unmöglich gemacht. Müssen die Zigeuner, besonders die zu Diebereien vorzüglich abgerichteten Damen" die Ortschaften zu angeblichen Einkäufen betreten, so geschieht dies nur in Begleitung von Polizeibeamten. Nach Besorgung der Geschäfte haben sie die Ortschaften sofort zu verlassen. Die Bevölkerung ist dadurch vor Belästigungen durch Bettelei u. dgl. m. geschüßt. In mehreren Fällen erfolgten Ver urteilungen von Bigeunern wegen Obdachlosigkeit und Landstreicherei u. s. w.
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+ Aus dem Rodgau, 21. Juni. Die ersten Heidelbeeren werden bereits gepflückt und auf den Markt nach Offenbach und Frankfurt verbracht. Die Ernte ift heuer ungemein reich. Dasselbe wird aus dem Odenwald gemeldet, wo die Ernte in diesem Jahre eine recht gute Einnahme verspricht. Die Beeren werden zur Zeit mit 10 bis 15 Bfg. für den Schoppen bezahlt.
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Weglar: Spart Bürgermeisterei Herr Fourtin noch mit, daß die A prüfungen mit Bogel um zu sehen, welche v > Darmstadt. unferer Umgebung, Trautheim, ist dem lag zum Opfer gefal *** Wehrheim
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