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nbäder.
I. Klaffe.
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Sießen.
thaber: Haas junior.
Sackkalk
Tossen
Diessen.
276.
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g. inderwagen,
fahrstühlen.
agen, Sport
zert b'schen Saale
3.
Rudolph.
von E. Challier.
25( nicht numr.)
Er holte aus dem bekannten Lederkoffer den blutigen Kopf des Sanitätsrates heraus und stellte ihn neben dem anderen auf meinen Schreibtisch hin. Dann öffnete er seinen Mantel; Rock und Vorhemd waren mit Blut bespritzt. Darauf geronnenem Blute bedeckt. zog er mit diabolischem Lächeln aus seiner Brusttasche ein Rasiermesser heraus und klappte es auf; es war ganz mit
Dann aber blickte er mich drohend an und fragte: „ Das ist das corpus delicti," fügte er gemütlich hinzu.
Rechtsanwalt?" Wollen Sie also meine Verteidigung übernehmen, Herr
" Sehr gern!" beeilte ich mich zu versichern. brauchen mich nur als geistesfrank hinzustellen " Sie werden es sehr leicht haben," fuhr er fort, Sie
Aber gewiß!" stimmte ich voller Ueberzeugung bei. Er erhob sich langsam, mit dem Rasiermesser spielend, und sah mich durchdringend an.
" Sind Sie etwa der Meinung, daß ich tatsächlich.?" Ausdruck an. Seine Augen nahmen einen furchtbaren, mordgrinsenden Ich zitterte. In diesem Augenblicke wurde mehrere Male hintereinander an meiner Flurglocke geflingelt. Ich atmete auf und wollte öffnen gehen. Aber der Wahnsinnige vertrat mir den Weg
Biene zu erhöhen. Allein nach den Erfahrungen des Bienen züchters Holz steht es unzweifelhaft fest, daß die in dem so genannten Giftbläschen sich absondernde Säure wegen seine fäulnis- und gährungswidrigen Eigenschaften von den Biener dem Honig hinzugefügt wird, damit derselbe sich nicht zersetz und die Waben nicht durch Gährung zersprenge.
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Der Honig, welcher von sogenannten„ boshaften Bienenvöl: kern" herrührt, besitzt stets einen herben, traßenden Geschmack, sowie einen scharfen Geruch. So seltsam es auch erscheinen mag, daß der Charakter des Bienenvolkes Einfluß auf den Geschmad und Geruch des von ihm gesammelten Honigs ausüben könnte, so hat doch die Beobachtung dies merkwürdige Verhältnis aufge Waffe klärt. Sobald nämlich die Bienen gestört werden, strecken sie ihr den Stachel hervor, welchen sie wieder einziehen, wenr die Störung vorüber ist. Das Tröpfchen Ameisensäure, das ar dem Ende des Stachels hervordringt, geht aber nicht wieder zu: rück, sondern wird an den Waben abgestreift und teilt sich dem Honig mit. Da nun leicht erregbare, nervös veranlagte Biener das Säuretröpfchen viel öfter abstreifen werden, als friedfertig Bienen, welche nicht bei feder unbedeutenden Veranlassung mit dem Stachel drohen, so erklärt sich der scharfe Geschmack ihres ten Ameisensäure. Honigs durch den reichlicheren Zusatz der in Bosheit abgesonder: Die Bienen scheinen die konservierenden
vor sich hin. Seine Stammtischgenossen waren mit_atemloser Spannung seiner Erzählung gefolgt; alle waren sichtRechtsanwalt Fliedner schwieg erschöpft und starrte düster Eigenschaften der Ameisensäure genau zu kennen; wie sorgfältig lich erregt. Als aber Fliedners Kunstpause gar zu lange dauerte, raffte sich der Bürgermeister auf und fragte:
„ Und was wurde dann, Herr Rechtsanwalt?" „ Der Wahnsinnige schnitt auch mir den Kopf ab," erklärte Fliedner mit dumpfer Stimme.
Alle blickten ihn schaudernd an; der Oberförster war der erste, der hinter die Ungeheuerlichkeit dieser Behauptung kam; er brach in ein schallendes Gelächter aus, in das auch die anderen bald mit einstimmten.
der Kreisphysikus den Anwalt. Also haben Sie das alles nur erfunden?" fragte dann
letzte Klingeln war Tatsache; alles andere hatte ich— geNein! So ganz doch nicht!" entgegnete dieser,„ das träumt. Ich war auf dem Kanapee eingeschlafen und wurde aus meinem gräßlichen Traum erst durch besagtes Klingeln aufgeschreckt. Ich ging öffnen, und vor mir stand der Schneidermeister Kühn, also richtig der andere, der mir als erster Klient prophezeit worden war."
AUS DEM REICHE
DES
WISSENS
Wie die Bienen Chemie treiben.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß der den Vienenstöcken entnommene Honig sich jahrelang unverändert hält, während der Apotheker für verschiedene Zwecke zubereiten, gar bald in burch Aufkochen und Abschäumen gereinigte Honig, wie ihn die Gährung übergeht. Man darf daher annehmen, daß sich in dem ungereinigten Naturhonig ein Stoff befindet, der denselben vor bem Verderben schützt und den Bienen den süßen Proviant für bie Dauer der blütenlosen Zeit unverändert erhält, während das Konservierungsmittel durch das Kochen verloren geht. Dieser letztgenannte Umstand deutet ferner darauf hin, daß die konservierende Substanz flüchtiger Natur sein muß und hat richtig Veranlassung zur Ermittelung derselben gegeben. Auch in unserem Haushalte bedienen wir uns häufig einer Flüssigkeit, welche in Essig gelangen? dies die Essigsäure. Wie aber sollten die Bienen wohl zum der Kochhike verfliegt, zum Einmachen von Früchten. Es ist
Eine andere, der Essigsäure verwandte Säure steht ihnen jedoch zu Gebote. Dieselbe eignet sich in verdünntem Zustande benfalls vortrefflich zum Konservieren von Früchten und würde hres milden Geschmackes wegen gewiß häufiger angewendet verden, wenn ihr Preis ein niedrigerer wäre. Es findet sich Diese Säure sowohl in den Brennhaaren der Nessel, als bei den Ameisen und den Bienen und wird schlechtweg Ameisensäure genannt. Wir bemerken beim Stiche der Bienen und Wespen am Ende des Stachels ein kleines, wasserhelles Tröpfchen, welches n die Wunde dringt und eine vorübergehende Entzündung hervorringt. Dieses Tröpfchen besteht aus starker Ameisensäure.
Man war früher der Meinung, daß dies mit dem Stachel ntleerte Gift nur den Zweck habe, die Verteidigungsfähigkeit der
sie sonst auch den Stock rein halten, so tragen sie das Tröpfchen Ameisensäure dennoch niemals aus ihrer Wohnung. Die friedfertigen Bienen fügen dem Honi; auch dann Ameisensäure hinzu, wenn sie ohne Störung ihren Arbeiten obliegen; sie müssen daher würden. wissen, daß ohne den Säurezusatz die süßen Blumenduste verderben
Ehe es dem Menschen mit Hilfe der Chemie gelang, die Ameisensäure zu gewinnen und ihre fäulniswidrigen Eigenschaften zu kennen, trieben die Bienen Chemie auf ihre Weise, und da man in Bernstein wespen- und bienenartige Insekten gefunden hat, so ist anzunehmen, daß, bevor der Mensch eine Ahnung von chemischen Dingen hatte, schon Bienen ihren Honig mit Ameisensäure zu konservieren verstanden, als noch die Bernſteinwälder vom Lichte der Sonne beschienen wurden.
Kllerlei Wissenswertes.
Die Arbeit des Herzens. Nach der Berechnung eines franzö sischen Physikers ist das Herz eine ungefähr 0,15 Meter hohe und 0,10 Meter breite Pumpe, die unter normalen Verhältnissen wenn man auf die Minute 70 Schläge rechnet in der Stunde 4200mal, im Tag 100 800mal, im Jahre 36 792 000mal und in 70 Jahren 2 575 440 000mal eine in dem Herzschlag sich manifestierende Arbeit leistet. Im Durchschnitt wirft die Herzpumpe bei je einer Kontraftion 100 Gramm Blut in die Zirkulation; das entspricht in einer Minute 7 Litern, in der Stunde 420 Litern und im Tag 10 Tonnen. Das gesamte Blut des Körpers passiert in je zwei bis drei Minuten das Herz. Mit der lebendigen Energie, die der Arbeit des Herzens entspricht, könnte man 46 Tonnen einen Meter hoch heben. Diese kleine Maschine, die rastlos Tag und Nacht arbeitet, befördert in 70 Jahren eine Blutmenge von mehr als 250 000 Rubikmeter.
Wer hat die Postmarken erfunden? Die Engländer, so heißt es, denn in Wahrheit haben diese anno 1839 zuerst sie ,, eingeführt". Erfunden aber sollen die kleinen, jetzt so unentbehrlich gewordenen Abzeichen der Frankatur bereits früher sein, nämlich durch einen schwedischen Artillerie- Offizier, Namens Trekenber, welcher im Jahr 1833 der Adelskammer den schriftlichen Vorschlag machte: ,, gestempeltes Papier auszugeben zu Kouverts für frankierte Briefe!"
Die Protokolle der Kammer melden, daß dieser Vorschlag, trog lebhafter Unterstützung des Grafen Schwerin, doch mit großer Majorität abgewiesen und verworfen wurde!
Der tiefste artesische Brunnen, der vielleicht überhaupt je gebohrt worden ist, ist vor kurzem in Neu- Süd- Wales bei dem Orte Careunga niedergebracht worden. Er besitzt eine Tiefe von fast 1300 Metern und hat bisher 17 Millionen Gallonen oder rund 17 Millionen Liter Wasser täglich geliefert. Die Erfolge der ar= tesischen Brunnen im Gebiete von Neu- Südwales haben den unge= heuren Wert dieser Bewährungsmittel, der in letzter Zeit namentlich schon durch die Versuche in Algier, an der Grenze der Wüste Sahara, nachgewiesen worden war, wieder ins hellste Licht gerückt. Sieben solcher Brunnen liefern dort genug Wasser für Leitungen von über 150 Kilometer Länge, und fast 250 000 Hektar unfrucht. worden. baren Bodens sich dadurch in ergiebiges Ackerland verwandelt
Nr. 88.
Donnerstag, den 21. April.
1904.
Oberbessische Familienzeitung.
Tägliche Unterhaltungs- Beilage
der
Gießener Neueste Nachrichten.
Band sub Berlag ber Stefierer Verlagsbruderet, verm. Bilh. Reller'ſche Buchbradarei( gegs. 1788); ser
( 17. Fortschung.)
Gewillensqualen.
Kriminal Roman von Robert Buchanan.
Der Richtung seiner Augen folgend, gewahrte ich Kathleen, die jetzt neben dem Geistlichen stand und mit unheilGestalt im Bette betrachtete. vollem Blick und gerunzelten Brauen die heruntergekommene
darf Ihnen etwas tun." Haben Sie feine Angst," beruhigte ich ihn.„ Niemand
" Und wer will ihm denn etwas tun?" rief das Mädchen. Rory, hast du gebeichtet?" " Ich will ihn gewiß gern am Leben erhalten sehen. Sprich,
Der Kranke gab hierauf keine Antwort, ließ aber erschöpft meinen Arm los und ficl in die Kissen zurück.
„ Für dich und mich gibt es auf dieser Welt keine Ruhe „ Laß mich in Ruhe," stöhnte er.„ Laß mich in Ruhe." mehr," antwortete Kathleen, und der Fluch Gottes ruht auf dir und auf diesem Hause, und nur Seine Hochwürden kann ihn abwenden. Bruder, mein lieber Rory," fuhr sie mit Tone fort, sprich doch, so lange es noch Zeit ist. Seine Hochveränderter Stimme und in einem bittenden und liebfosenden würden wird dich dann lossprechen, und er und ich wollen schleppen hast, leichter werde.' dann für dich beten, auf daß dir die schwere Last, die du zu
Der Kranke verfiel in ein dumpfes Schweigen und machte feinen Versuch mehr, auch nur noch ein Wort zu sprechen. seinem Bette stehen und gab dann seiner Schwester einen Wink Schließlich schlief er ein. Ich blieb noch eine kurze Zeit an mir aus dem Zimmer zu folgen. Sie tat dies sofort und gleich darauf trat auch Pater Antonius zu uns in die Küche.
Denken Sie an das, was ich Ihnen sagte," redete ich Kathleen zu.„ Das Leben Ihres Bruders liegt in Ihrer zu unternehmen Hand, und wenn Sie es wagen sollten, irgend etwas dagegen
sie. Fragen Sie nur Pater Antonius." ,, Euer Gnaden braucht keine Angst zu haben," antwortete
„ Sie hat recht," bestätigte der Geistliche.„ Sie können sich Unglück für uns alle sein, wenn ihrem Bruder etwas ankäme." unbedingt auf sie verlassen, denn es würde sicherlich das größte " Sie hat mir aber doch selbst gesagt, daß sie seinen Tod herbeiwünſchte,“ erwiderte ich.
Jetzt wünscht sie ihn nicht mehr," entgegnete Pater Antonius, das Mädchen scharf anſehend,„ jetzt betet sie um sein
Leben.
wie Gott lebt!" rte sie mit vor Schmerz erstickter Stimme. Kathleen neigte zur Bestätigung das Haupt.„ So wahr „ Ja, ich habe wohl gewünscht, daß er in seinem Bette ſterben möchte, das geschah aber aus Besorgnis um ihn, und an seine arme Seele habe ich dabei nicht gedacht."
Es entstand eine peinliche Pause, die der junge Geistliche mit der Frage an mich beendete:„ Darf ich Sie vielleicht nach Mylrea begleiten, Herr Doktor?"
wurde zwischen uns gesprochen, bis wir die Türe meiner WohZusammen verließen wir das Haus. Nur sehr wenig nung erreicht hatten. Meine Wirtin hatte sich zur Ruhe beauch tat. ich lud ihn ein, mir auf mein Zimmer zu folgen, was er geben, und alles war dunkel. Mein Gefährte war müde, und
WIia& Isis
( Nachbruc verboten.)
Der Kranke sank in einen Sessel und bedeckte den Kopi mit den Händen. Als er wieder aufjah, bemerkte ich, das seine Augen voller Tränen standen.
„ Es ist sehr spät geworden, Herr Kaplan, und Sie habe einen sehr weiten Weg," begann ich die Unterhaltung „ Wollen Sie es noch) wagen?"
" Ich gehe über die Verge nach Hause," antwortete er husten. Und dabei wurde ihm der Atem knapp, und er mußte heftig
" Sie seven sich zu großer Gefahr für Ihr Gesundheit aus," meinte ich. Mit Ihrem Husten sollten Sie gar nicht mehr ausgehen, nachdem es dunkel geworden."
Er lächelte traurig.„ An meinem Leben ist nichts gelegen, das ſteht in Gottes Hand. Aber ich möchte Sie gern wegen meines Bruders sprechen. Er bieli einen Augenblick inne und fuhr dann leise fort:„ Er wundert sich gemis sehr, daß ich ihn bis jetzt noch nicht dort unten besucht babe."
Ich erzählte ihn, was ich von Ellen gehört hatte. Während ich sprach, sah ich, wie ihm die Tranen in die Augen traten, und als ich zu Ende war, versuchte er vergeblich zu reden, so groß war seine Erregung.
Endlich fand er Worte:„ Herr Doftor, wenn ich Ihnen erkläre, daß ich mit Freuden an meines Bruders Stelle stehen und für ihn sterben möchte, witrden Sie es mir wohl glauben? Ich liebe meinen Bruder, und mein Herz bricht vor Kummer darüber, daß ich ihm in seiner größten Rot nicht zur Seite stehen kann. Gott aber weiß, daß ich mir selber nicht helfen kann. Ich fürchte mich, ihn zu sehen! Ich habe alle Kräfte nötig, und wenn ich ihm in die Augen jehen und dabei wissen müßte, daß ich doch das Wort nicht sagen könnte, welches ihm Rettung brächte, ich glaube, das würde mein Tod sein."
„ Ich verstehe Sie nicht, Herr Kaplan!" rief ich, ärgerlich geworden." In Gottes Namen, wozu denn diese Geheimnistuerei? Wenn Sie Ihrem Bruder helfen können, warum tun Sie es denn nicht?"
„ Ich kann ihm nicht helfen," gab er mir zur Antwort. Hierauf offenbarte ich ihm meinen Verdacht, und ich setzte ihm auseinander, zu welchem Schlusse ich gekommen wäre: daß nämlich Michael Creenan und Bournes am Morde beteiligt wären, und daß er, der Kaplan, mit seinen häufigen Besuchen bei Bournes nichts weiter beabsichtige, als letzteren zu beeinflussen, keine Aussagen zu machen, die Michael Creenan irgendwie belasten könnte.
Er hörte mich geduldig an und schien auch weiter nicht überrascht zu sein.
„ Können Sie das leugnen, was ich eben gesagt habe?" rief ich.
Er sah mir ruhig ins Gesicht, stand dann auf, knöpfte sich seine Soutane zu und schickte sich zum Gehen an. Ich leugne gar nicht," erklärte er, ich fann aber auch nichts weiter sagen. Mir ist der Mund geschlossen! Sagen Sie jedoch, bitte, Fräulein Craig, daß ich die Hoffnung habe, meines Bruders Unschuld auch jetzt noch beweisen zu können. Sagen Sie ihr, bitte, sie solle auch ferner fest auf Gott vertrauen!"
Эләләри
[ ә!! ше әрөгил чәчедип
Nr. 282,


