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Lokales.

21. März 1904.

** Privattelegramm. Bei der heutigen Biehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 5000 Mt. auf Nr. 9905, 23 264, 28 804, 66 697, 9983, 3000 Mt. auf Nr. 7531, 7829, 1273, 22 311, 32 007, 41 063, 44 002, 49 411, 40 310, 44 267, 63 756, 6431, 42330, 87 402, 87949, 94 392, 89 307, 89 403.( Ohne Gewähr.)

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Der roßherzog hat den Kreisamtmann bei bem Kreisamt Gießen, Regierungsrat Dr. Otto Heinrichs zum Rat bei der Provinzialdirektion Rheinhessen und zweiten Beamten des Kreisamts Mainz mit dem Amtstitel Regierungsrat", den Vorstand des Polizeiamts Gießen Bolizeiamtmann Paul Hechter zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Bießen und den Regierungsassessor Heinrich Herberg in Offenbach zum Vorstand des Polizeiamts Gießen und den Amtstitel Polizeiamtmann", mit Wirkung vom 1. April ab, ernannt.

** Der Großherzog ordnete wegen Ablebens des Herzogs von Cambridge eine Hoftrauer vom 17. bis ein­schließlich 24. März an.

* Personalien. Gerichts- Assessor Balser, Grün­berg ist zum Ministerial- Sekretär beim Finanzministerium

ernannt worden.

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* Der Zweiten Kammer ist vom Abg. Köhler ein Antrag eingereicht worden betr. die Errichtung eines ständigen Wetterdienstes bei dem Landwirt schaftlichen Institut der Landes- Universität n Gießen. Köhler sagt in seinem Antrag:

Die Festlichkeit verlief auf das Fröhlichste und hielt die Mitglieder sowie deren Gäste bis zum frühen Morgen in schönster Harmonie beisammen.- Ueber das gestern stattgefundene Theater mit anschließendem Balle des Bauer­schen Gesangvereins werden wir in nächster Nummer unserer Beitung berichten.

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Stadttheater Gießen. Zu der heutigen legten Vorstellung von Zapfenstreich sowie zur morgigen Aufführung des Pfarrer von Kirchfeld haben Block abonnementsbillets ohne Zuschlag Giltigkeit. Das Klär­chen in der heutigen Zapfenstreich Borstellung wird von Frl. Hohl gespielt und dürfte auch durch diese Neubesetzung das interessante Stück wieder besonderes Interesse gewinnen. P. Der Deutsche Evangelische Kirchenaus­schuß hielt am 18. und 19. Februar in Dresden seine zweite Tagung ab. Der Ausschuß war u. a. darin einstimmig, daß er in der Aufhebung des§ 2 des Jesuitengeseßes und in der Annahme des Toleranzantrages eine drohende Gefahr für die evangelische Kirche und ihre Interessen er blickte, und ermächtigte seinen Vorsitzenden, gegebenenfalls die geeigneten Schritte in dieser Richtung zu tun.

** Frühlings- Anfang Heute treten wir offiziell in den Frühling ein, Lenzesahnen durchzieht die Menschen­brust und unsre Wiesen grünen wieder...." Freund­lich lacht die Sonne hernieder und in des Menschen Herz nicht minder; Millionen Knospen und Keime werden vom ersten Kusse der alles belebende Frühlingssonne geweckt. Das große, allgewaltige Erwachen zum Werden und Schaffen hat begonnen und Selweiden und Schneeglöckchen stehen be= reits in Blüte und schüchtern strecken die Veilchen die Blüten­fnospen; wie lange noch und alles grünt und blüht in der Natur.

Wächtersbach, 20. März. Prinz Maximilian zu Yenburg- Büdingen in Wächtersbach ist am Freitag früh um 6 Ühr nach 8 tägigem Leiden an Herzschwäche und Wassersucht auf Schloß Wächtersbach gestorben. Er war erst 37 Jahre alt.

Marburg, 16. März. Gutem Vernehmen nach soll am 1. Oktober d. I bereits eine Teilstrecke der Marburg­Süd- Dreihausen vorläufig bis Ebsdorf dem Betrieb über­geben werden.

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Groß- Felda, 19. März. Gestern hat sich ein in den 40er Jahren stehender Mann durch Erhängen das Leben genommen. Da der Mann seit längerer Zeit frank ist und vergeblich Heilung suchte dürfte Schwermut ihn zu dem Schritt bewegt haben. Eine Frau und drei kleine Kinder beweinen den Todten.

Gelegentlich der Beratung über den Hauptvoranschlag für 1904 machte ich bei Kapitel 105( meteorologische Be­obachtungen) die Großherzogliche Regierung aufmerksam auf die Bestrebungen unseres Landsmannes, des infolge feines 13 monatigen, im Interesse der Wissenschaft unter­nommenen Aufenthalts auf der Zugspitze bekannt gewordenen cand. A. Peppler aus Grünberg, die dahin gehen, einen ständigen landwirtschaftlichen Wetterdienst zu Gießen einzurichten. Ich ersuchte damals die Großher­zogliche Regierung, diesem Unternehmen ihre Aufmerksam­feit und geeignete Förderung diesen Bestrebungen zuzu­wenden. Hierauf Bezug nehmend, machte mir Herr eand. A. Peppler, Letter des Gießener Wetter­dienstes Mitteilungen, in denen er u. a. Folgendes anführte: Die Erfahrungen, die ich als Assistent der. b. meteorologischen Zentralstation, sowie an dem Obser­vatorium auf der Zugspitze gemacht habe, versuche ich seit Frankfurt a. M., 18. März. Wegen betrügerischen September 1903 zur Organisation eines hessischen Wetter- Bankeroits hinter Schloß und Riegel gesetzt wurde der dienstes zu verwerten. Die seitherige Tätigkeit des Wetter- Kaufmann Hausmann aus Mannheim, dem am 11. Februar dienstes beschränkt sich auf furze Witterungsübersichten, die auf dem hiesigen Hauptbahnhof angeblich 51 000 Mt. ab­in neun Zeitungen der Provinz veröffentlicht wurden. handen gekommen waren. Er hat, so nimmt man an, das Vom 1. April d. J. wird nun mit in Aussicht gestellter Geld beiseite geschafft und dann ,, infolge des großen Verlustes" Unterstüßung des landwirtschaftlichen Provinzialvereins seinen Konkurs angemeldet. die Tätigkeit des Dienstes folgende sein: Es werden täglich nach den Abonnement- Depeschen der deutschen Seewarte( enthaltend die Beobachtungen ca. 50 europäischer Stationen) Wetterfarten entworfen und als Zeitung schon mit den Mittagszügen versandt, sodaß sie in dem weitaus größten Teile des Großherzogtums noch rechtzeitig, also an demselben Tage eintreffen. Ferner ist die Einrichtung eines Telephons geplant, um den Landwirten die Möglich feit zu geben, in wichtigen Fällen, besonders während der Erntezeit, bei dem Wetterdienst anzufragen. Die Voraus­sagen fönnen schon vormittags 11 Uhr ausgegeben werden. Dank der Zuvorkommenheit verschiedener Kreisschulkommis­sionen der Provinz sind weiterhin mehrere Lehrer mit der Wetterberichterstattung betraut, sowie die Zahl der beob­achtenden Landwirte erhöht worden, sodaß nunmehr ein reiches Beobachtungsmaterial, direkt aus der Praxis ge­wonnen, zur Verfügung steht. Der Gießener Wetterdienst wird versuchsweise ein halbes Jahr lang( 1. April bis 1. Oktober) durchgeführt, seine dauernde Existenz und weitere Entwicklung ist nur dann möglich, wenn ihm staatliche Unterstügung zu teil wird. Gine Angliederung des Wetterdienstes an das landwirtschaftliche Institut der Universität Gießen erscheint aus praktischen Gründen

geboten.

Eine Prüfung der vom Gießener Wetterdienst versuchs­weise für Oberhessen aufgestellten Voraussagen für den nächsten Tag ergab hinsichtlich des Gesamteindrucks 91 Prozent Treffer, hinsichtlich des Niederschlags 90 Prozent, der Temperatur 92 Prozent, der Bewölkung 91 Prozent Treffer. *** Die Feier des 40jährigen Stiftungs­festes des Bauerschen Gesangvereins in Gießen nahm am vergangenen Samstag im Neuen Saalbau seinen An­fang. Zu dieser Feier waren geladen und erschienen seitens der Regierung Herr Regierungsrat Dr. Wagner und als Vertreter des Herrn Regiments- Kommandeurs Herr Haupt­mann Großmann. Außerdem erschienen waren die hiesigen Lahntalsängerbundesvereine Gemütlichkeit"," Harmonie" und " Heiterkeit", sowie die beiden Marburger Gesang- Vereine Liederkranz und Liedertafel". Durch ihre Vorstände waren vertreten sämtliche sonstigen Gesangvereine von Gießen, die Feuerwehren und der Schützenverein. Der mit Tannen­zweigen und Guirlanden festlich geschmückte Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Mit Geschenken wurde der Jubelverein auf das reichlichste bedacht und zwar wurde demselben von der Gail'schen Feuerwehr und vom Maschinen­bauer- Gesangverein je ein Fahnennagel, vom Gesangverein Gemütlichkeit" und Schützenverein Gießen einige wertvolle Kunstgegenstände und vom Gesangverein Liedertafel" in Marburg das Bild seiner Sängerschar, überreicht. Der Vorsitzende des Bauerschen Gesang Vereins sprach sodann über die Entstehung und Entwickelung des Vereins und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, den Förderer des Gesanges und Se. Königl. Hoheit den Groß Herzog von Hessen als den Förderer der Musik und Kunst, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Seitens der Regierung sprach Herr Regierungsrat Dr. Wagner und gedachte mit recht schönen Worten des Ver­eins. Die vorgetragnen Chöre waren exakt und rein.

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Mainz. Am Samstag wurde die Konsekration und Inthronisation des neu gewählten Bischofs Dr. Gg. Hrch. Kirstein vollzogen. Die Weihe nahm der Erzbischof Nörbert von Freiburg unter Assistenz der Bischöfe Keppler von Rottenburg und Endert von Fulda vor.

Darmstadt, 19. März. Zu dem Antrage Hirschel u. G. betr. eine Neuregelung der Hoffagdwesens wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Hofjagdverwaltung 180 000 Morgen Jagd, meist Wald, der dem Fiskus gehört, für 3000 Mt. gepacht. Für die gut bestandenen Jagdbezirke 3 und 4 Darmstadt bezahlt z. B. die Hofjagdverwaltung ganze 6 Mt. Bacht jährlich, während der angrenzende Jagd pächter für eine Fläche von gleicher Größe 4500 Mt. be= zahlt.

Stadttheater Gießen.

Heimat.

Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Ein Haus in dem von altersschwarzen Wänden ver­gilbte Bilder auf verschossene Möbel schauen, bequem und geschmacklos eingerichtete Zimmer deren Parfüm, Kamillentee­duft und Tabakrauch, jede antibürgerlich empfindende Nase beleidigt, eine Familie, in welcher eine philiströse Moral

die aber trop Sudermann doch immer Moral bleibt sich mit kleinstädtischem Ehrgeize selten harmonisch paart und als unbeschränkter Herrscher ein hißköpfiger Greis, ein Despot, der aufhört Mensch zu sein, wenn er glaubt, seine Ehre verletzt zu sehen. Das ist die Heimat der großen Sängerin Magda Schwarze, die, als sie um ihrer Kunst willen dem Elternhause entsagt nach ihren eignen Grundsägen, der Religion der freien Künstlerin lebt und deshalb nach ihrer Rückkehr, da die Fangarme der väterlichen Autorität erneut sie umschlingen wollen, gegen diesen Zwang kämpft, aber unterliegt, bis sie das kind, ihr Kind, der Rehabilitierung ihrer Ehre zum Opfer bringen soll. Dies bildet die Höhe des dramatischen Konfliktes, den Sudermann aber feineswegs auch gelöst hat, den dadurch, daß er den alten Schwarze einfach vom Schlage treffen läßt, führt er nur den formellen Abschluß des Dramas herbei, alles andere läßt er offen. Die äußerst dankbare Rolle der Magda hatte sich Frl. Hohl zu ihrem Benefize gewählt. Zuletzt fahen wir die Triesch hier als Magda und war ung die gestrige Vorstellung deshalb doppelt interessant. Die Triesch fommt, als sie nach so langer Abwesenheit zum erſten Male die Heimatliche Schwelle betritt, leise, unhörbar und zaghaft wie ein Kind, in dessen Stimme ein verhaltendes Weh wie überstandenes Leiden, zittert, wie Eine, die ein stilles Pläßchen sucht um einen langersehnten süßen Traum zu träumen. Frl. Hohl spielt die Auftrittsszene anders, mehr als Künstlerin. Siegreich und strahlend erscheint sie, mit einer großen hinreißenden Freude im Herzen überläßt sie sich dem Genusse des längst entwöhnten Heims, laut und geräuschvoll wie es fleine und große Künstler mitunter zu machen pflegen, hantiert sie, und erst später, als der Trok hinschwindet und die Angst, die Furcht des Kindes vor und um den Vater ihr Innerstes durchbeben, da wird sie wieder zu dem was sie war, ehe sie in die Welt ging, ein

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schwaches, willenloses Kind, in dem nur der alte leidenschaft­liche Trotz aufflackert, als man sie von ihrem fleinen Sohne trennen will. Für all dieſes fand Frl. Hohl treffenden Ausdruck, in Leidenschaft wie in entsagendem Schmerze gleich echt, war ihre Magda entschieden eine ihrer besten Leistungen der Saison, in der sie uns so manches Schöne geboten hat; Blumen und Applaus fehlten natürlich nicht. Von den übrigen Darstellern können wir noch Frl. Großmüller erwähnen, die in ihrem bedruckten Kleidchen und einfachen schüchternen Wesen ein echtes Kind ihrer kleinbürgerlichen Verhältnisse bildete. Herr Sandorff, als Heffterdings gab sich ruhig und gemessen und deshalb vollkommen richtig und den Regierungsrat von Keller mimte Herr Pichler, der ja für Stehkragenhelden ein ausgesprochenes Talent hat, wieder vorzüglich. Für die von kleinen Ehrgeizsorgen geplagte Hausmutter zeigte sich Frau Kellermann sehr geeignet und auch Frau Fischer erzielte mit ihrer bewegten" Tante Fränzi viel Wirkung, dagegen war Herr Knabe als Leutnant Max wohl etwas zu zahm und zu wenig offiziersmäßig. An Herrn Linzens Oberstleutnant Schwarze war manches auszuseßen, ebenso haben wir den spiellustigen Professor Beckmann( Herr ronert) und von Klebe( Herr Telefy) schon wirkungs­voller gesehen. Das Haus war sehr gut besucht. H. H.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 19. März 1904. Der Unternehmer des Bahnbaues zu Friedberg Emmerich Beckermann aus Coblenz wurde von der Hessischen Steuerbe­hörde aufgefordert ein Gewerbepatent zu lösen. Als er dieser Aufforderung nicht nachfam, ging ihm vom Steuer­kommissariat Friedberg ein Strafbeſcheid zu, gegen welchen er richterliche Entscheidung beantragte. Er erzielte vor dem Schöffengericht Friedberg Freisprechung, wogegen die Staats­anwaltschaft Berufung einlegte. Die Entscheidung soll Frei­tag den 25. März verkündet werden. Der Landwirt Jo­hann Hausmann von Fleschenbach wurde im vorigen Jahre vom hiesigen Schwurgericht wegen Brandstiftung in Strafe genommen. Er erstattete hierauf bei der Staatsanwalt gegen eine Anzahl Zeugen Anzeige wegen Meineid, was zur Folge hatte, daß der Spieß umgedreht und er sich heute wegen falscher Anschuldigung zu verantworten hatte. Die Kammer erkannte auf 5 Monate Gefängnis und sprach den falsch An­geschuldigten die Befugnis zu, das Urteil zu veröffentlichen.

Zum Schlusse wurde ein Urteil des Schöffengerichts Gießen, wonach der Schuhmacher Michael Helfert daselbst wegen Unterschlagung bezw. Betrugs 3 Wochen Gefängnis erhielt, aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen.

Geschäftliches.

Viele und bedeutende Gewinne, wie 100 000 Mark, 40 000 Mart, 20 000 Mark usw., weist wieder der Vera losungsplan 4. großer Freiburger Geld- Lotterie auf. Be­fanntlich dient diese zur Wiederherstellung des Münsters zu Freiburg im Breisgau, dem der zehrende Zahn der Zeit im Laufe der Jahrhunderte beträchtlichen Schaden zugefügt hat. Freudige Aufnahme beim deutschen Volfe hat das Unter­nehmen des Münsterbau- Vereins gefunden und bekundet das allgemeine Interesse an dem erhabenen Werke sich auch stets durch eine äußerst rege Losabnahme. Die Freiburger Lose, à Mt. 3.30, zur Ziehung am 23., 24. und 26. März sind bei den hiesigen Verkaufsstellen oder bei dem General- Debit Ad. Müller& Co., Lotterie- Hauptkollekte, in Darmstadt, Rheinstraße 14, zu haben.

Litterarisches.

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Das Märzheft der Flotte", Monatsblatt des Deutschen Flotten Vereins( zu beziehen durch die Post und alle Buch­handlungen zum Jahrespreise von M. 2, Einzelheft M. 0,20), beschäftigt sich naturgemäß hauptsächlich mit dem russisch­japanischen Krieg. Der Aufsatz Was lehrt uns heute schon der russisch- japanische Krieg?" hat bereits zu einer interessanten Diskussion in der Presse Veranlassung gegeben. Der mit den japanischen Verhältnissen aus eigener Anschauung vertraute Generalleutnant v. Janson bringt eine Abhandlung über Japans Wehrkraft".

Ravenstein- Peip's neue Eisenbahnkarte von Deutsch­land mit Nachbargebieten ist soeben in Ludwig Ravenstein's Verlag, Franfurt a. M., erschienen und zeigt das, was jeden Reisenden besonders interessiert und das oft langwierige Studium des Kursbuches erleichtert, auf einen Blick: Die raschefte, bequemste und kürzeste Route selbst nach der klein­sten Bahnstation. Jede Station ist auf der Karte verzeichnet und durch ein beigegebenes Verzeichnis von ca. 15000 Namen ist jeder Ort mittelst einer Quadratneßeinteilung fast augenblicklich aufzufinden. Troß des reichen Inhaltes ist die Karte durch scharfen Druck und durch die leuchtenden Farben derart klar geblieben, daß ihr schon mit Rücksicht auf den billigen Preis für das hier Gebotene weiteste Ver­breitung ist. Alle Buchhandlungen und Ludwig Ravenſtein's Verlag, Frankfurt a. M., führen Bestellungen aus.

Marktberichte.

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt, vom 19. März. Weizen 18,20-00,00, Rorn 00,00 bis Gerste- Hafer 14,00-00,00, Erbsen 18,00, Samen 00,00, Kartoffeln 0,00-00,00, Linsen 00,00 Mart. Alles per Doppelzentner.

Kirchliche Nachrichten für Gießen.

In der Johanneskirche. Montag, den 21. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Jak. 5, 13. Pfarrer Euler.

Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein ür das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechioal": Fr. Oppermann

Der heutigen Nummer unserer Zeitung liegt ein Prospekt betr. Serienlos- Gesellschaft der Firma Franz Kogge, Berlin S. 14, bei.