Einzelbild herunterladen

ng.

ändischen

Impfung in

uni,

digen aus frühe

im vorigen Ja

Den. Impfpflid

Mittwoch, na

enftadt 61-5

Cermine zur Rah

Een Kinder mi auf Wunsch ihn uch Kinder, wel

afandrohung gef chentliche Frist

igenfalls ihm t resschluffe auf fe muß die Impfu

eltlich find.

B alle in denselb

dieser öffentlic

hner, welche im

Cerminen bageftellt

fönnen gefalle Jon der Imping

e aus dem Landes Gracht werden. G

er Wäsche und rein

Termine gebracht

ansteckende Arant

erei Gießen.

n.

ng. entner Nußloh'en

rift Angebot au

bis zum 10. Jul ei, Zimmer Nr. 15

Bedingungen liegen alten für das Red

Gießen.

Ben.

en öffentlich bergeben

ng der Kläranlage

AM HÄUSLICHEN

HERD

** Erinnerung. Ich ging unter Erlen am kühlenden Bach Und dachte vergangenen Zeiten nach. O, Traum meiner Jugend, wie bist du so weit, Wo liebend die Mutter sich zu mir geneigt.

Mir schwebte vor Augen, so traut und so mild, Im Hause der Eltern ein liebliches Bild. Die Mutter, wie immer, so herzlich, so gut, Die Mutter, die längst in der Erde nun ruht. Zum Hügel des Grabes, mit Epheu umrankt, Zog hin mich die Sehnsucht, das Herz, ach, so bany. Da schaut' ich zum Himmel, mit tränendem Blick: Ach, gib mir noch einmal die Mutter zurück!

Glück und Glücklichmachen. Wenn es wahr ist so sprach der Großpapa- und es ist ja wahr, daß alles Frdische vergänglich und nur die Idee unsterblich ist, dann ist es auch wahr, daß das Ideale allein das Reale ist, und daß also das wirklich reale Glück sich ganz anderswo aufhält, als wo die meisten Menschen es suchen. Was ist denn aber reales Glück? Auf diese Frage gibt es so viele Antworten und Auslegungen, wie es Men­schen gegeben hat und geben wird; es scheint jedem so unend­lich schwer, glücklich zu werden, und doch ist es so leicht: man braucht nur zu glauben, daß man es ist.

Nach unabänderlichen Naturgesetzen kann nur der Mensch den Menschen, aber nicht die Menschheit glücklich machen. Wenn nun jeder einen glücklich machte, wären da nicht alle glücklich? Da liegt's!

Darf ich ein wenig erläutern, wie ich's meine? Herr Wild hat eine geringe Anstellung in einem kleineren kauf­männischen Geschäfte. Trotz seines kleinen Einkommens ist er zufrieden und fröhlich, und deshalb sind es seine Frau und Kinder auch, denn die Heiterkeit ist eine ansteckende Ge­sundheit. Eines Tages aber fam er in besonders fröhlicher Stimmung nach Hause, umarmte sein Weib und rief: Heute wollen wir einmal einen extra lustigen Tag haben. Unser guter Chef soll leben! er hat zu uns gesagt: Kinder, es geht mir gutes soll meinen Leuten auch gut gehen. Ihr sollt von nun an einen kleinen Anteil an meinem Geschäfts­gewinne habe, und, weil heute gerade so ein guter Tag ist, so bekommt ihr heute eine Extravergütung. Ich habe zwanzig Mark bekommen, Frau, und wenn's weiter gut geht, können wir nächstes Jahr schon etwas ersparen. Nun wollen wir mal ordentlich fidel sein!" Und dir, Miez­chen," wandte er sich an seine älteste Tochter, die schon lange begierig auf ein Paket in der Hand des Vaters geblickt hatte, ,, dir, Mießchen, habe ich auch was mitgebracht. Weißt du, das schöne Märchenbuch, das du neulich in dem Bilderladen gesehen hast"

Miezchen stieß einen lauten Freudenschrei aus.

Bald darauf saßen Vater und Mutter am Tische, jeder ein kleines auf dem Schoße, und Miezchen las gravitätisch eine wunderschöne Geschichte aus dem Märchenbuche vor. Und die Eltern wußten nicht, auf welches ihrer Kinder sie Da flin­ihre glückstrahlenden Augen zuerst richten sollten. gelte es an der Haustüre. Es war die Brotfrau. Die Mutter ging hinaus, ihren Einkauf zu machen. Sie fehrte gleich wieder zurück und sagte: Mann, weißt du, ich habe dir ja neulich von der armen Brotfrau erzählt, die fünf Kin­der hat, die immer alle so zerlumpt herumlaufen. Wir sind heute so vergnügt soll ich ihr die alten Kleider unserer Kinder geben? Ich könnte freilich noch manches da­von zurechtflicken."

,, Gib sie ihr, Frau, und laß uns froh sein, daß wir's ent­hehren können.'

Die arme Brotfrau eilte mit einem großen Bündel nach ,, Kinder, freut euch ach, die guten Leute Hause. heut ist ein glücklicher Tag hier bringe ich prächtige neue Kleider morgen könnt ihr wieder zur Schule gehen, und wenn ich euch indessen die alten wieder heil gemacht habe, tragt ihr diese für Sonntags."

Jetzt erst gewahrte sie ein altes Bettelweib in einer der dunkeln Ecken ihres Kellers. Hunger und Elend stierten aus den hohlen Augen.

,, Ach gebt mir ein Stück Brot, mich hungert so! Die arme Frau reichte der Bettlerin schnell eine frische Semmel. " Ich danke, es war die höchste Zeit." Sie schob das Brot hastig unter ihr zerlumptes Tuch und wollte davoneilen. ,, Mein ,, Warum eßt ihr nicht, wenn ihr so hungrig seid?" franker Mann hat's nötiger." Ach, um Gotteswillen, nehmt noch dieses mit ich bin so froh heute wegen meiner Kinder kommt morgen wieder und holt euch Brot,- frei­lich, ob ich immer das frische geben kann-

Wenn ich nun diese Erläuterung meiner Meinung statt in einem kleinen Kaufmannshause an einem Fürstenthrone begonnen hätte, um wie viel länger hätte ich dann den Glücks­faden spinnen können? Und hätte ich statt eines nur guten einen zugleich edlen Menschen zu meiner Beweisführung ge­nommen, um wie viel mehr edleres, realeres Glück hätte ich schildern können, als das durch ein Zwanzigmarkstück hervor­gerufene ideale? Denn dabei bleibe ich: das Glück der Liebe, der Hoffnung, der Freundschaft, das Glück der Gesinnung tst allein das reale Glück. Wer zum Glücke der Welt bei­tragen will, der mache sein Haus glücklich!

Küche und Keller.

Licht und Butter. Man darf die Butter nicht dem Tages­lichte aussehen, wenn dieselbe sich frisch erhalten soll. Professor Dr. Soxhlet in München hat nachgewiesen, daß das Butterfett im Lichte rasch talgig wird und zwar im Tageslichte, sowie im blauen und violetten am leichtesten. Es empfiehlt sich daher, Butterglocken aus rotem oder gelbem Glase zu benuken, welche die wirksamen Lichtstrahlen abhalten. Das Bedecken der Butter mit grünen Blättern, wie dies auf den Märkten zu geschehen pflegt, ist durchaus zweckentsprechend, weil der grüne Farbstoff die schädlichen, brech­baren Lichtstrahlen in unwirksame verwandelt. Die Bauernpraris hat also einmal wieder, lange vor der theoretischen Begründung, das Rechte getroffen.

Am

#

Toilettentisch.

Eine unschädliche Farbe zum Braunfärben der Haare, welche gleichzeitig den Vorteil großer Billigkeit besikt, kann man sich sehr leicht aus den grünen Schalen der Wallnüsse selbst anfertigen. Man nimmt zu diesem Zwecke die frischen, grünen Schalen, zer­stößt sie in einem steinernen Mörser( Eiſen darf nicht mit den Schalen in Berührung kommen) und gibt die zerstoßene Masse mit dem gleichen Gewichte Spiritus in eine Flasche. Nach acht Tagen filtriert man das Flüssige ab, welches ausgezeichnet braun färbt.

Der Edelstein der Familie.

Die Mutter ist ein Juwel in dem gold'nen Reif der Familie. Geht dieser Stein verloren, so schwindet mit ihm der kostbarste Teil des gesamten Kleinods. Selbst ein neuer Stein, in die alte Fassung eingefügt, vermag die entstandene Lücke doch nie so aus­zufüllen, daß der Verlust seines Vorgängers zu Zeiten nicht schmerz­lich empfunden werden könnte. Ein schönes Mutterwort ist das folgende: Eine Mutter verliert ihr einziges Kind durch den Tod. Der Geistliche sucht die Unglückliche zu trösten und bringt dabei das biblische Beispiel der Opferung Isaaks durch Abraham vor. Hier, meint der Geistliche, hätte sich der Vater auch dem Willen Gottes gefügt. Ja, ruft die Mutter mit tiefem Schmerz aus, das war auch ein Vater. Einem Mutterherzen hätte Gott dieses Opfer nie zugemutet, denn eine Mutter würde es nie gebracht haben.

2%

Nr. 137

Montag, den 20. Junt.

1904.

Oberbessische Familienzeitung.

Tägliche Unterhaltungs- Beilage

der

Gießener Neueste Nachrichten.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein.

( 4. Fortsetzung.)

Die Adjaren.

Originalroman von Arthur Gundaccarv. Suttuer,

,, Das, lieber Freund, ist etwas anderes," unterbrach der Pascha, sichtlich unangenehm berührt. Ich vertrete hier un­und wer gegen diesen seren hohen Herrn, den Padischah ein ähnliches Verbrechen begehen würde, der wäre freilich flir den Galgen reif. Doch es ist spät, und ich möchte mor­gen zeitig auf den Beinen sein, um den guten Leuten Gehör zu schenken und ihre Wünsche entgegenzunehmen. Habe Dant, Freund Djambek, das war heute ein prächtiger Tag und gute Nacht!"

Es war bestimmt worden, daß der Gouverneur am nächsten Morgen mit dem Kaimakam und Gefolge nach dem nahen Distriktssize aufbrechen würde, wohin die Abgesandten und Sprecher der verschiedenen Gemeinden beordert worden paren. Die übrigen Gäste sollten mittlerweile unter Djam beks Führung das Gehöft eines ihm eng befreundeten Nach­barn aufsuchen, der dortselbst seine Hochzeit feierte.

Gegen mittag erst brach die fröhliche Gesellschaft auf, nachdem Cherif- Pascha schon längst des Haus verlassen hatte, um in Begleitung Ali- Begs, Hassan- Begs und Totias nebſt Gefolge die versprochene Inspektion abzuhalten.

Djambek und seine Schußbefohlenen hatten einen fröh­lichen Tag im Nachbargehöfte verbracht. Mit Einbruch der Dämmerung waren sie aufgebrochen, von Elisbar, dem Neu­vermählten, und dessen Gästen ein Stück Weges begleitet.

Der Gouverneur kam fast gleichzeitig mit ihnen an. Er war vortrefflich gelaunt und versicherte Djambek, daß alles prächtig von statten gegangen sei. Die Leute sind ja alle ganz zufrieden," sagte er laut genug, um von Ali- Beg gehört zu werden, der mit befriedigter Miene seinen Bart ſtrich und dem Gegner einen triumphierenden Blick zuwarf. Er hatte allen Grund, sich seines Sieges zu freuen, der ihm dadurch leicht geworden, daß er selbst die Abgeordneten wählte, welche im Namen der übrigen zu sprechen hatten. Diese wußten freilich keine Klagen vorzubringen, sondern ergingen sich in Lob über die vortreffliche Verwaltung des Kaimakam, der nach ihrer Versicherung ein gerechter Mann war und den friedliebenden Einwohnern immer hilfreich zur Seite stand.

Djambek begnügte sich, die Achsel zu zucken. Daß man ihm einen Streich gespielt, lag auf der Hand, aber heute konnte er nicht wissen, wie es Ali- Beg zu stande gebracht, die Klagen zum Schweigen zu bringen; was sollte er also dem Pascha erwidern? Aber bitter war es immerhin, sich so viele Kosten verursacht zu haben, einzig und allein nur zu dem Zwecke, um seinem Feinde einen Triumph zu verschaffen.

Er begab sich mit dem unangenehmen Gefühle eines Mannes zur Ruhe, der sein Hab und Gut auf eine Karte ge­sezt hat und zusehen muß, wie sein Gegner schmunzelnd den großen Gewinn einstreicht. Wie er den Pascha kannte, war dieser nun für alle Zeiten beruhigt und gesichert; keine Hoff­nung mehr, ihn überzeugen zu können, daß sein Untergebener die Amtsgewalt mißbrauchte, daß er Bestechungen zugänglich war, um im Laufe der Zeit bedeutende Summen aufzuhäu­fen, die ihm eine sorgenlose Zukunft sichern sollten. Wollte man jetzt Gerechtigkeit suchen, so hieß es weitergehen als nach Batum und selbst da wäre das Unternehmen mehr als

(( Nachdruck verboten.) ein zweifelhaftes gewesen, denn wer kümmerte sich in Stam bul um eine armselige kaukasische Provinz, die man vielleicht kaum dem Namen nach kannte. Und selbst, wenn man ge neigt wäre, ihm Gehör zu schenken, so würde der erste Schritt der sein, Cherif- Pascha zu einem Berichte aufzufordern­wie aber dieser Bericht ausfallen würde, darüber brauchte man sich wohl keine Illusion zu machen.

Djambek erhob sich früh am folgenden Morgen in der Hoffnung, mit Cherif- Pascha noch vor dessen Abreise eine Unterredung haben zu können, allein auf seine Frage ant­wortete man ihm, daß der Gestrenge noch sanft schlummere.

Er schritt einstweilen vor dem Haufe auf und nieder, als er an einem der offenen Fenster seinen Verwandten Art­schil erblickte, der ihm grüßend zuwinkte. Djambek bat ihn mittelst eines Zeichens, herunterzukommen, und nun trug er diesem seine Beschwerden vor.

Artschil hörte ruhig zu, und als der andere endlich schwieg, sagte er:

,, Was willst du? Ali- Beg ist ein schlauer Fuchs, der die Sache zu seinem Vorteile auszunüßen verstanden hat. Jetzt ist durchaus nichts zu machen, denn du darfst nicht hoffen, Cherif- Pascha für dich zu gewinnen, nachdem er sich selbst, wie er glaubt, vom Stande der Dinge überzeugt hat. Ihm gegenüber würdest du dadurch nur zum Verleumder und zum Wühler, den man am besten im gemessener Entfernung hält. Willst du meinen Rat, so ist es der, dich gegen Ali- Beg ver­söhnlich zu zeigen und vorläufig die Dinge gehen zu lassen, wie sie wollen."

" Niemals!" rief Djambek erregt. So weit werde ich mich nicht erniedrigen, mit einem Menschen gemeinschaftliche Sache zu machen, den ich als Dieb und Erpresser kennen gelernt habe und welchen ich von Grund meines Herzens verachte."

Artschil schwenkte nach Art der Eingeborenen die Hand hin und her:

Was willst du tun? Du wirst die Dinge nicht ändern und die Bäume nicht nach unten wachsen machen. Cherif­Pascha hat über den Kaimakam nur Gutes vernommen, du siehst also, daß dich deine eigenen Genossen im Stich gelassen haben. Glaube mir, es ist immer eine schlimme Sache, sich für andere aufzuopfern."

Der andere schüttelte unwillig den Kopf:

Es wäre feige, sich von der Verfechtung der guten Sache abschrecken zu lassen, weil für den Augenblick der Gegner die Macht auf seiner Seite hat. Möge Ali- Beg sich in acht neh­men, denn finde ich nicht Gerechtigkeit bei jenen, die zur Aus­übung derselben bestellt sind, so werde ich sie mir und meinen Landsleuten selbst zu verschaffen wissen."

Du bist ein Heißsporn, Djambek," versetzte Artschil. Hüte dich, der Gewalt mit Gewalt begegnen zu wollen; sie ist dir weit überlegen, und du müßtest unterliegen, ehe du das mindeste erreicht hast." Er beschattete die Augen mit der Hand und blickte nach der Richtung, wo eben ein Trupp Be­rittener sichtbar wurde. Was sind das für Leute?" fragte er den Neffen.

gang,

albeton, rkleidung mit

ten Plättchen,

nde

lenftftunden zur Ein

ner zu liefern. Städtische Tiefbauamt en und sonstige Ver cmulare ausschließli 6 bezogen werden. - und bestellgeldfree

Trak, Klinker, Plätt

vie Sand, Ates, Holz

der Bauberwaltung

Oberbaurat Schmid

Termine erfolgt.

., nahm. 3 Uhr,

1, wofelbft die Gröff

im Beisein etwa er

nlage" bis spätestens

nd mit der Aufschrift

quamt.

DON