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Eine neue Stinkbombe ist von einem österreichischen Militärarzt erfunden worden. Die Bombe, die aus einer gewöhnlichen Kanone abgeschossen werden kann, besitzt einen Zeitzünder. Wenn sie an ihrem Ziel einschlägt, so explo­diert sie nicht, aber sie erfüllt die Luft derart mit betäuben­den Gasen, daß sie nach der Angabe des Erfinders, wenn sie mitten in einem Regiment niedevfallen würde, etwa 2000 Mann für mehrere Stunden bewußtlos machen könnte. Der menschenfreundliche Militärarzt meint dann weiter, daß die betroffene Abteilung dann in aller Gemütlichkeit ge­fangen genommen werden könnte und, abgesehen von diesem Schicksal, feine weiteren üblen Folgen davon verspüren würde, als etwas Kopfschmerzen. Was würden die Japaner darum geben, wenn sie solche Bomben schon bei der Belage rung von Port Arthur benutzen könnten.

Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

( 85. Sitzung.) RK Berlin, 18. Juni. Wahlprüfungen, nichts als Wahlprüfungen standen heute auf dem Arbeitsprogramm des Abgeordnetenhauses. Große Debatten gab's nicht: mit einer Ausnahme wurden sämt liche zur Erörterung stehenden Wahlen für gültig erklärt. Die Ausnahme betraf die Wahl des Abg. Bartling. Wiesbaden, die für ungültig erklärt wurde. Dann vertagt sich das Haus, um am Montag dieselbe herzerfreuende Wahl. prüfungsarbeit und einiges andere parlamentarische Klein. zeug zu erledigen.

Nah und Fern.

A Eine Schwimmtour des Prinzen Eitel Friedrich durch den Rhein wird in Bonn viel besprochen. Der Prinz legte die 1 Kilometer betragende Strecke trotz der starken Strö mung sicher und schnell zurück: Ohne die geringste Spur vor Ermüdung zog sich Prinz Eitel am anderen Üfer rasch an dann stieg er ins Boot, das ihm gefolgt war, nahm die Ruder zur Hand und fuhr, kräftig einlegend, mit seinen Be gleitern nach Bonn zurück, wo ein gesatteltes Pferd zu einem längeren Ritt bereits seiner harrte.

* Unwetter im Harz. Ueber den ganzen Harz zogen schwere Gewitter hin, die durch Wolkenbrüche und Hagel schläge großen Schaden anrichteten. An vielen Plätzen pras jelten Hagelförner nieder, die die Größe von Tauben-, viel fach sogar von Hühnereiern und ein Gewicht bis zu 40 Gramm hatten. Unzählige Vogelleichen bedeckten Gärten und Felder. Der größte Teil der Ernte ist vernichtet. Auck in den Wäldern ist großer Schaden angerichtet. In der Gegend von Schierke allein wurden 400 Morgen Wald ver nichtet. In den Straßen Blankenburgs stand das Wasser einen Viertelmeter hoch. Die Brockenchausseen sind auf Tage hinaus unpassierbar.

Auch im Rheinland richteten Hagelwetter schwere Verwüstungen an, namentlich im Eisfelgebiet. Zwanzig Mi­nuten lang fielen auch hier Schloßen in der Dicke von Hüh nereiern, die in Montjoie halbzöllige Scheiben zertrümmer­ten. An vielen Orten hat der Blitz gezündet. Strichweise find die gesamten Feldfrüchte vernichtet, auch aus dem ber­gischen Lande kommen Hiobsposten über Verheerungen, die das Unwetter angerichtet hat; unterhalb Opladen wurden auf freiem Felde zwei Personen vom Blitz erschlagen. Die gesamten Telephonleitungen mit Nord-, sowie Süddeutsch­land sind zerstört.

Die Aufklärung des ersten Berliner Leichenfundes ist jetzt erfolgt. Die in Charlottenburg am Verbindungskanal am 3. Juni aufgefundene Leiche ist als die der Puzmacherin Radatus geb. Gummelt aus Berlin festgestellt worden. Sie ist nicht ermordet worden, sondern ist einer Manipulation zur Abtötung des keimenden Lebens, die der Masseur Köhler aus Berlin an ihr vorgenommen hatte, zum Opfer gefallen. Köhler ist geständig, nachdem er anfangs, als nach dieser Seite hin Nachforschungen stattfanden, hartnäckig geleugnet hatte. Als die Radatus kurz nach Vornahme der Operation verstarb, hat Köhler in seiner Angst, um der Entdeckung zu entgehen, die Leiche zerstückelt und einzelne Teile zu ver­brennen gesucht, andere ins Wasser geworfen.

Aus einer kleinen Garnison. Böse Folgen hat der Ro­man des Leutnants Bilse jetzt für einen der darin auftreten­den Helden gezeitigt. Ein Oberleutnant gemeint war der Oberleutnant Witte vom Forbacher Trainbataillon- wurde darin als Schuldenmacher hingestellt. Witte hat nun in dem Bilse- Prozeß unter Eid in entgegengesetter Richtung aus­gesagt. Ermittelungen, die daraufhin gegen den inzwischen zur Disposition gestellten Offizier vorgenommen wurden, führten zur Einleitung einer Untersuchung wegen Meineids. Witte befindet sich jetzt in Frankfurt a. M. in Untersuchungs­haft, während sein glücklicher früherer Kamerad Bilse als Villenbesizer in Zehlendorf von den Zinsen des großen Ver­mögens leben kann, das ihm die Schilderung der intimen Verhältnisse seiner Umgebung eingebracht hat. Er soll bis­her 150 000 Mark aus dem Vertrieb seines Romans heraus­geschlagen haben, wird aber wahrscheinlich in einem gegen seinen Verleger angestrengten Prozeß noch weitere Einnah­men erzielen.

Attentat auf einen Eisenbahnzug im Kaukasus. Das kaukasische Räuberwesen hat in der letzten Zeit einen un­heimlichen Aufschwung genommen. Die Ueberfälle von Banken, Postwagen und Bahnzügen sind zu einer stehenden Rubrik der Berichterstattung geworden. Jetzt wird aus Mladikowkas wieder ein kühner Ueberfall auf einen Eisen­bahnzug gemeldet. Die Näuber hatten die Schienen aufge rissen, so daß der Zug entgleißen mußte. Dann stürzten sie sich auf die Postwagen. Die militärische Wache, die jedem Zuge beigegeben ist, setzte den Räubern heftigen Widerstand entgegen und diese mußten schließlich, als bewaffnete Bauern herbeieilten, das Feld räumen, ohne geplündert zu haben. Sie hinterließen bei ihrer Flucht breite Blutspuren, ein Zei­chen, daß mehrere von ihnen schwer verwundet sein müssen.

Zu der Schiffskatastrophe bei Newyork wird weiter gemeldet, daß sie nach den bisherigen Feststellungen etwa 1130 Opfer gefordert hat. Um die lutherische St. Markus: firche war eine große Menschenmenge versammelt, die auf die Aushängung der Namenlisten der Verunglückten wartete und betete. Beim Erscheinen jeder neuen Liste singen alle gemeinsam das Lied: Ein' feste Burg ist unser Gott!" Taucher berichten über schreckliche Erlebnisse. Im Wrad fanden sie ein kleines Kind im Kinderwagen eingeschnallt, ferner eine Mutter mit drei Kindern fest an die Brust ge

preßt, so daß die Trennung dieser Zeichen unterlassen wurde. Die Taucher glauben, daß sich weitere Leichen in einem Teile des Schiffes befinden, der völlig zertrümmert ist, so daß ei nur noch eine Masse Balken und Bretter bildet. Die Unter. suchung ergibt schwere Verfehlungen der Geschäftsleitung des Schiffes. Der Spritzenschlauch an Bord platte laut Zeugnis des ersten Offiziers an sechs Stellen, als er in Gebrauch genommen wurde. Der Leichenbeschauer Berry zeigte dem Berichterstatter zwei vom General Slocum" genommene Rettungsgürtel, welche mit Korkspänen gefüllt waren und deren Ueberzüge fast bei jeder Berührung zerrissen. Die Gürtel trugen den mittels Stempel aufgedruckten Vermerk, daß sie von den Bundesinspektoren vollständig in Ordnung befunden worden seien.

Vom Gordon Benett- Rennen ist unseren Berichten noch hinzuzufügen, daß der dritte Plaz ebenfalls einem deutschen Mercedeswagen, den der Baron de Caters fuhr, belegt wurde, so daß der Tag für die deutsche Automobilindustrie immer­hin recht gut abgeschnitten hat. Jenazy bezeichnete übrigens als Grund, weshalb der Franzose Théry ihn überholt habe, einen Unfall, der ihm kurz vor Usingen passierte. Ihm ging das Benzin aus, und er mußte in ganz langsamem Tempo an den Ort heranfahren. Dadurch verlor er 11 Minuten. - Von den am Tage vor dem Rennen verunglückten Auto. mobilisten ist ein zweiter, der Berliner Hotelier Mühling, seinen Verlegungen erlegen. Bei dem eigentlichen Rennen sind dank der umfassenden Vorsichtsmaßregeln feine Un­glücksfälle vorgekommen. Der Kaiser hat dem Oberpräsi benten von Windheim für die mustergültigen Anordnungen seinen Dank und zugleich der vorzüglichen Haltung der rie. sigen Menschenmenge seine Anerkennung ausgesprochen.

Ein Militärballon vom Blik getroffen. Von einem schweren Unglück wurde das Luftschifferbataillon, von dem 3. 3t. ein Detachement auf dem Truppenübungsplatz Senne in Rheinland weilt, betroffen. Während eines Gewitter: schlug der Blik in einen 450 Meter hoch in der Luft schwe benden Hesselballon und brachte ihn zur Explosion. Zwei Unteroffiziere und ein Mann wurden dabei schwer verletzt.

Automobilunglück in Frankreich. Das Plazen eines Ruftreifens an seinen Automobil fostete dem Sohn des Her. zogs von Audiffret Pasquier das Leben. Er fuhr mit der rasenden Geschwindigkeit von 90 Kilometer auf der Straße bon Brezolles, als der Unfall sich ereignete. Das Automobil schlug um, und der junge Herzog erlitt so schwere innere Ver. letzungen, daß er nach 24 Stunden starb.

Eine Zittercpidemie ist unter den Schülerinnen der Töchterschule zu Basel ausgebrochen. Die Mädchen werden mitten im Unterrricht plötzlich von konvulsivischem Zucken befallen. In raschen, vollständig regelmäßigen Bitterbewe­gungen beben Arme und Beine. Kein Zureden und Mah­nen half. Die gutartigsten und fleißigsten Schülerinnen vermochten der Anfälle nicht Meister zu werden und wurden ichlicklich nach Hause geschickt. Erst befiel die merkwürdige Erscheinung nur ein Kind in einer Klasse. Bald folgten andere Mischülerinnen und bald auch andere Klassen nach. Auf ärztlichen Rat wurde beim ersten Anfall das Kind vom Schulbesuch dispensiert. Aber obwohl manche Klassen bis jekt jast um die Hälfte dezimiert sind, ist es nicht gelungen, der Epidemie Einhalt zu tun. Die Erscheinung ist für Basel nicht nen. Schon im Frühjahr 1903 trat sie, wenn auch in vermindertem Maße, in der Töchterschule auf. Aber vor der immensen Ausdehnung der gegenwärtigen stehen Vehörden und Aerzte ratios da. Man hofft, daß die Som­merierien dem Uebel Einhalt tun werden. Die Aerzte füh= ren die Fälle auf Anämie und auf Suggeſtion durch den Anblick Erkrankter, auf Angst, Schreck oder körperliche An­strengungen beim Turnen z. B. zurück. Sie weisen den Verdacht der Simulation streng zurück. Nach der Heilung sollen die Schülerinnen von Turnen, Schreiben und Hand­arbeiten befreit werden. Mermere Kinder sollen auf Schul­fosten ernährt werden. Möglichst viel Aufenthalt im Freien wird anbefohlen. Freundlich ernstes Zureden kann Ein­fluß haben. Schroffes Vorgehen und Drohungen können intensivere Anfälle erzeugen.

Eybankdirektor Eyner, unter dessen Leitung die Leip­ziger Bank verkrachte, ist jetzt aus der Strafanſtalt_in wickau entlassen worden, nachdem er dort die ihm aufer­legie Strafe von Jahren Gefängnis verbüßt hat. Erner hat sofort über Leipzig die Weiterreise nach Glasgow in Schottland angetreten, wo sich gegenwärtig seine Frau bei ihren Verwandten aufhält. Um seine Eristenz braucht sich Erner nicht zu sorgen; denn seine Frau besitzt ein Baar­vermögen von 200 000 Mart und bezieht ferner aus ihrem Anteil an den Erträgnissen eines Glasgower Schiffs= reedereibetriebes pro Jahr etwa 20 000 Marf. Erner selbst hat in Schottland die Direktoritelle in einem großen Unter­nehmen erhalten.

Ein verheerender Wirbelsturm, begleitet von Wolken­brüchen, hat in Santiago de Cuba gewütet. Gegen hun­dert Menschen werden bisher als getötet angegeben. Großer Schaden an Hab und Gut der Einwohner wurde angerich­tet. Infolge Zerstörung der Wasserleitung herrscht Wassermangel.

Zum lezten Berliner Lustmorde wird weiter mitgeteilt, daß jetzt sämtliche fehlenden Gliedmaßen der unglücklichen tleinen Lucie Berlin aufgefunden worden sind. Die beiden Verhafteten, Lenz und Berger, bestreiten bisher ihre Schuld, doch ist der letztere sehr schwer belastet.

Eine russische Stadt in Flammen. Wie aus Petersburg gemeldet wird, steht die russische Stadt Minsk an drei Stellen in Flammen. Es ist Gefahr vorhanden, daß die Stadt voll­kommen durch das Feuer vernichtet wird. Man vermutet, daß gegen die jüdische Bevölkerung gerichtete Brandstiftung vorliegt.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Der Leichenschänder von Debisfelde. Der Dachdecker. geselle Selzner aus Groß- Apenburg, der am ersten Pfingst tage ein Sittlichkeitsverbrechen an einer Leiche, der verstor benen 14jährigen Gastwirtstochter Müller zu Debisfelde be ging, hatte sich vor dem dortigen Schöffengericht zu verant­worten. Das Strafgesetzbuch enthält leider keine Straf­bestimmungen für derartige bestialische Untaten, und so konnte von dem Gastwirt Müller nur Klage wegen Haus­friedensbruch erhoben werden. Das Schöffengericht verur­teilte Selzner zu drei Monaten Gefängnis. Das Gerücht, daß Selzner wegen Blutvergiftung in die Göttinger Klini eingeliefert sei, ist unzutreffend. Selzner ist gar nicht er­franft.

Die neue hessische Wahlkreiseinteilung.

Broß- und Klein-) bardehain, Reistircher Wirberg, Solms- Fleb Trais a. d. Lumba,

XI. 28 Appenrod, Arneh Büßfeld, Burg- Gemün Dedenbach, Coringeha haufen, Ermenrod, G Hainbad, Seimertsha Rittorf, Lehrbach mit Nieder- Ofleiden, Nied Ober Ofleiden, Ober Ralfenrod, Rupperte Wäldershausen, Wal XII. Wahlfrei

Der fünfte Ausschuß der Zweiten Rammer hat seinn Bericht über die Regierungsvorlage, betreffend den Gese entwurf der Landstände( das ist die Wahlrechtsvorlag, durch Druck veröffentlicht. Der Ausschuß sett voraus, d die Vorlage im ganzen noch überall im Lande erinnerli sein wird und veröffentlicht daher nur die Abänderunger. Wir müssen uns natürlich der Voraussetzung des Ausschussa anschließen. Die Abänderungen sind im wesentlichen le Vermehrung der Mandate und die neue Wahl. freiseinteilung. Gegen eine Vermehrung der Mandate um 5, die nur den Städten auf Grund ihrer Entwicklung zugute kominen sollte, um nur einigermaßen dem schreiend Unrecht der alten Zusammensetzung der Landstände Rechnung zu tragen, wehrten sich die ländlichen Vertreter im voriga Landtag mit Händen und Füßen. Lieber keine direkte Wahl, als diese Vermehrung der Städtemandate, sagten sie- und Kammerausschuß und Regierung haben vor dem Beharren der ländlichen Abgeordneten fapituliert. Mit fnapper Not gelang es dem Ausschuß, in der neuen Vorlage einem Ver mittelungsvorschlage, nämlich: neben der Vermehrung der Städte- Mandate um 5, auch die Landmandate um 5 vermehren, die Zustimmung der Land- Abgeordneten zu gewinnen. Und so wird die hessische Kammer der Abgeordneten" wie sie später heißen soll statt seither 50, in Zukunft 60 Mitglieder zählen, und zwar:

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Startenburg statt seitheriger 20 Abg. 24 Rheinhessen statt seitheriger 14 Oberhessen statt seitheriger 16

18

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18

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Summa statt seitheriger 50 Abg. 60

สิน

Durch die Erhöhung der städtischen Mandate um 5 fam je eins mehr auf Darmstadt, Offenbach, Mainz, Worms und Gießen. Zur Unterbringung der neuen ländlichen Mandate aber war eine neue Wahlkreiseinteilung notwendig. Hier bot sich nun dem Ausschuß die Gelegenheit, alte Zöpfe abzuschneiden und wie das Wahlrecht, so auch die Wahl­treiseinteilung zeitgemäß umzugestalten. Und in der Tat wurde in den Verhandlungen laut Ausschußbericht hervorgehoben, ob es nicht angängig sei, das ganze Land in eine entsprechende Anzahl von Wahlbezirken durch Stadt und Land bei Annahme von durchschnittlich etwa 20 000 Seelen für jeden Wahlbezirk durchzuteilen, wobei die großen Städte in einzelne Wahlbezirke zu zerlegen seien. Hiergegen standen wieder die Landherren in einmütiger Opposition, weil diese Wahltreiseinteilung eine erhebliche Verschiebung zugunsten der großen Städte bedeuten würde. Also nein! Es blieb beim Alten, die Städte blieben für sich und das Land blieb für sich. Die Stadt Friedberg einschließlich Fauerbach mit 7802 Einwohnern behielt einen Abgeordneten und die Stadt Wisfeld mit 4364 Einwohnern behielt eben­falls einen Abgeordneten. Die durchschnittliche Be völkerungsziffer eines Wahlkreises in Oberhessen wird 15532, in Starkenburg 20180, in Rheinhessen 18 796 be tragen. In der seitherigen Einteilung ist die Durchschnitts ziffer für Oberhessen 17523, für Starkenburg 24145 und für Rheinhessen 24128.

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Es kommen für die Provinz Oberhessen

nach der Vorlage folgende 18 Kreise in Vorschlag: I. Wahlkreis Gießen Stadt I

II.

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III.

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IV.

Gießen Stadt II mit Wieseck Alsfeld Stadt

Friedberg Stadt.

V. Wahlkreis Vilbel. Dortelweil, Harheim, Holzhausen, Klein- Karben, Kloppen­heim, Massenheim, Nieder- Erlenbach, Nieder- Eschbach, Nieder­Eschbacher Hohemartwald, Ober- Erlenbach, Ober- Erlenbacher Wald, Ober- Eschbach, Ober Eschbacher Hardwald, Ober- Esch­bacher Hohemarkwald, Ofarben, Betterweil, Betterweiler Bald, Rendel, Rodheim v. d. Höhe, Rodheimer Wald, Bilbel.

VI. Wahlkreis Bad Nauheim. Bad- Nauheim, Bauernheim, Beienheim, Beinhards, Dor­heim, Dorn- Assenheim, Melbach, Nieder- Rosbach, Ober- Ros­bach, Ober- Wöllstadt, Ddstadt, Ossenheim, Reichels heimi. d. W., Rödgen, Schwalheim, Södel, Steinfurth, Straßhein, Weckes­heim, Wisselsheim.

VII. Wahlkreis Buzbach. Bergheim, Bodenrod, Bodenrod fiskalischer Wald, Buz bach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hasselbecke, Hausen, Hoch- Weisel, Holzheim, Kirch- Göns, Langenhain mit Biegenberg, Maiba 1, Münster, Münzenberg, Nieder- Mörlen, Nieder- Weisel, Ober- Mörlen, Des, Oppershofen, Ostheim, Ostheimer Wald, Pohl- Göns, Rockenberg, Rockenberger und Oppershofer Markwald, Trais- Münzenberg.

VIII. Wahlkreis Lich.

Albacher Hof, Arnsburg, Bellereim, Berstadt, Betten­hausen, Birtlar, Colnhausen, Dorf- Güll, Eberstadt, Ettings hausen, Feldheim, eraß, Grüningen, Hattenrod, Hof- Güll, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lich, Weilbach, Mühlsachsen, Münster, Muschenheim, Nieder- Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober- Bessingen, Ober- Hörgern, Rodheim v. d. S., Röthges, Steinheim, Trais- Horloff, Utphe, Villingen, Wölfersheim, Wohnbach.

IX. Wahlkreis Heuchelheim. Allendorf a. d. Lahn, Alten- Buseck, Annerod, Daub­ringen, Friedelhausen, Girbenteich, Großen- Buseck, Großen­Linden, Hausen, Heibertshausen, Heuchelheim, Klein- Linden, Lang- Göns, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg, Trohe, Waßen­born- Steinberg.

X. Wahlkreis Grünberg. Albach, Aulendorf a. d. Lumda, Alertshausen, Appen born, Azenhain, Beltershain, Bersrod, Beuern, Burkhards­felden, Climbach, Flensungen, Flensunger- Hof, Geilshausen, Göbelnrod, Groß- Eichen, Grünberg, Harbach, Jlsdorf, Kessels bach, Lauter, Lehnheim, Lindenstruth, Londorf, Lumda

Altenburg, Ang thürms, Brauerschwe rod, Gulersdorf, Fi Felda mit Schellnha dorf, Hopfgarten, R Oberod, Meiches, M

Breidenbach, Ober­Reimenrod, Renzend Schwarz, Seibelabor rod, Udenhausen, Un dorf, Windhausen, 8

XIII. 38 Almenrod, Ang bach, Frau- Romba Hemmen, Huzdorf, Stoll, Ober- Wegfu Saffen, Reuters, R Schlitz, Schlitzer S Meghausen, Unter­Ballenrod, Bernges

XIV. 9 Altenhain, Alte haufen II, Crainfe Engelrod, Feldfrücke hain, Gunzenau, He Holzmühl, Hopfman Rölzenhain, Lanzen Moos, Nösberts, hainer- Hof, Rad- Mi Salz, Schadges, S furt, Stockhausen, feld, Wünsch- Moos

XV. Bezenrod, Br fachsen, Eichelsdor Gedern mit Schönh hain, Herdhenhain Laubach, Laubache Mittel- Seemen, Ni Rainrod, Ruvings hausen, Stockhäuf Wenings, Wernin

XV

Bad Salzhau faute, Bergheim, Bleichenbach, Bobe Echeller Martwa

6. N., Geis- Nidda burg), Bettenau, C Grund- Schwalbeim Hirzenhain, Rohde Ridda, Dauernhei Schmitten, Dber­Rabertshausen II, Bingenheimer Ma hausen, Selters, Unter Widdersheir berger Wald, Bal

XVII Alt- Wiederm Bindjachsen, Bös

mit Tiergarten, Diebach am Haag Ecartshausen, Ed

wald, Eberstädter Gründau, Harded Höchster Wald, Lorbach mit He

Gründau, Mittel Bierdebach, Rin Rommelhausen,

Unter- Diebach, B

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