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Nr. 17

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Zur A nimmt der Dampfer nod) an Bord: Mater tiven und vier Wagen dem werden Wassersd

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1. Tirpitz ist in Begle ringen, des Kapitäns des Kapitänleutnants zur feierlichen Verabi helmshaven eingetroff und Marinefreise red Wilhelm dem agen. Zweifelsohne m die Expeditionstei

Zwanzig Tage wi

m Bord das Weltme Das Kommando Fall it folgender: Das S in Bremerhaven in Se helmshaven Anfer wo dort ab. Unterwegs geburtstage- angel nach Swakopmund w bruar einlaufen soll. Brandung in Swafo der Expedition mitge

schlagen, weil sonst d rem Seegang mit de

Märsche in dem regen Ferner ist das Gener sucht worden, das Dr fort 300 Bidettpfähle Die Darmitadt" Raumgehalt von 5500 postdampfer nach Ditc hat sich sowohl 1897 wie 1900 während transportschiff bewähr das erste Seebataillor asiatische Infanteriere gesamt 1300 Mann,

800 Mann betragen Unterkunft.

Prinz Heinri Dem Abschied der Seinrich bei; zugleich Heinrich hielt nach der Ersazkommando für Hofe vor der Kaserne Mannschaften folgend

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daß das Seebataill Schäden zu decken

ſtanden sind. Ich fagen, ich beneide und deutsche Ehre ihr freiwillig hinar das ist alte Trad dürfen. Wenig m

und schwerste Ent an euren Eid, de feid. Seid gehor

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Außer den Manni Garnison nehmen auch noch Mannschaf regimenter teil 50 Mann, die aus d

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Hellmuth beachtete die dargereichten zwei Finger nicht,

sah dem ziemlich kleinen und schmächtigen Herrn über den Kopf weg und antwortete kurz: Natürlich empfange ich Herrn Ermshagen persönlich! Hot- sumi, ist unser Boot da?" ,, Dort kommt es schon, allergnädigster Herr!"

Ich sehe! James und Charley können mit mir kommen, du bleibst indes bei den Karren zurück und gibst keine Dumm­heiten an!"

,, Wie sollte sich dein allerdemütigster Knecht einer solchen schweren Sünde unterfangen?" fragte Hot- sumi in gekränk­tem Ton zurück und blickte, während er seines Gebieters Rock­zipfel an die Lippen führte, aus den schmalen, gekniffenen Augen, vorwurfsvoll zu ihm empor.

Hellmuth ließ sein jugendfrisches Lachen hören, und Ar­thur Fersius murmelte: Cs juckt mich ordentlich, dem ver­Logenen Schlingel meine Peitsche um die Ohren sausen zu Iassen."

Das lassen sie nur gefälligst bleiben, denn es ist mein Schlingel, und ich werde ihn behandeln, wie es mir be­liebt. vor allen Dingen immer wie einen Menschen, nicht aber wie ein bösartiges Stück Vieh! Wollen Sie denn mit in mein Boot?"

,, Wenn Sie gestatten, ja! Ich habe einen Bekannten an Bord des Cormoran, er kommt von Liverpool herüber, gleichfalls Berliner, soll hier im Deutschen Konsulat ar­beiten."

Hellmuth schien nicht erbaut von der Begleitung des jungen Spree- Atheners zu sein, er sagte nur kurz: Also kommen Sie!" und bestieg mit Fersius die geräumige Barke, während Hot- sumi hinter legterem eine charakteristische Ge­berde machte, die bei den Japanern das Gegenteil eines Segenswunsches bedeutet.

Die beiden englischen Leute ruderten die gut gebaute Barke in raschem, taftmäßiger Ruderschlag über das Wasser, - Hellmuth handhabte das Steuer so geschickt, daß sie durch das Gewirr der Kähne und Segelboote verhältnismäßig schnell zu dem Schiff gelangten, das wie ein gefesselter Koloß auf dem Wasser lag.

Als die beiden jungen Leute die Schiffstreppe empor­flommen, famen sie mitten in das rege Leben eines soeben gelandeten Schiffes. Mit frohen Gesichtern standen viele der Passagiere umher, glücklich, der langen und gefahrvollen Seereise enthoben zu sein, während andere mit bangen, fragenden Blicken nach dem unbekannten Lande hinüber­starrten, das bestimmt war, ihre neue Heimat zu werden, wieder andere in der Sorge um ihr Gepäck und ihr weiteres Fortkommen alles übrige vergessend. Ein buntes, ein wechselreiches Bild! Ein Durcheinander verschiedener Na­tionen und Gesellschaftsklassen, jetzt, da die Stunde der Aus­schiffung die strengste Ordnung der verschiedenen Schiffs­plätze gelöst hat! Hier kauert ein träger Holländer, phleg= matisch fortrauchend, auf einer starken, eisenbeschlagenen Riste, seinem Besigtum, seelenruhig abwartend, bis das Schiff sich leeren und die Reihe an ihn kommen wird, einen der kleinen Kähne, die sich beutegierig um den riesigen Rumpf des Cormoran drängen, zum Landen zu benüßen, neben ihm taucht der feine blonde Aristokratenkopf eines vor­nehmen Engländers auf, dessen Kammerdiener und Lakai drei Schritte hinter ihm stehen. Mylord kennt schon die halbe Welt und will nun auch Japan sehen, für ihn war die ganze Reise weiter nichts als eine gewöhnliche Tour", und das Treiben um ihn herum läßt ihn ganz falt. Zur Seite einer blassen, eleganten Dame präsentiert sich eine dicke Negerin von tiefschwarzem Kolorit, in ihren Armen ein etwa zweijähriges Bébé, das nach zwei großen Käfigen die Händ­chen ausstreckt: ein kleiner, seidenhaariger Affe, ein frei schender, weißer Kakadu mit hellgelber Federkrone und ein Baar bunter Papageien sind darin das Ergözzen vieler Passagiere während der langen Fahrt! Eine niedliche, tiefbrünette Kreolin unterhält sich in einem sehr mühsamen Französisch mit einem jungen Kaufmann aus der Normandie, hinter ihnen schleicht ein langer Chinese mit einem dünnen schwarzen Zopf und einem öligen, glatten Gesicht vorbei und schmunzelt über die kleine Spanierin, die, unbekümmert um ihre Umgebung, vor einem aufgestellten Spiegelchen Toilette macht. Am Boden kriechen ein paar ungarische Kinder und fauen vergnüglich an einer Zuckerstange, über sie weg steigt mit langen Schritt ein londer Herr mit kurzsichtigen Augen,... ein schwedischer Landwirt ist's, der im Gedränge seine Lebensgefährtin verloren hat. Eine verblühte

Italienerin müht sich umsonst, die Achtsamkeit ihrer vier­zehnjährigen Schülerin, die aus sehr muntern Augen unter­nehmungslustig in die Welt sieht, auf ihre Erklärungen des japanischen Volkslebens zu lenken, dazwischen treibt ein schwarzer Pudel sein Wesen, der winselnd seinen Herrn sucht und mit der Schnauze gegen einen mit Matten umwickelten Geflügelforb stößt, der umstürzt und aus dem ein ohrzer­reißendes Gackern ertönt. Behend schlüpfen die Schiffs­jungen an den Strickleitern hinauf, verschwinden in offenen Luken, rufen einander englische Neckworte zu, während die Matrosen den Zeitpunkt herbeisehnen, da das Verdeck endlich klar" wird.

Hellmuth Norden denkt, daß es kein leichtes Stück Arbeit sein wird, aus diesem internationalen Ameisenhaufen den ihm unbekannten Herrn Walter Ermshagen hervorzusuchen, und hört, während er auf gehobenen Fußspizzen scharf nach allen Seiten umherspäht, wider Willen die Begrüßung des jungen Fersius mit seinem Berliner Freunde dicht neben sich an.

Da sind Sie ja, Fersius! Erfreut, Sie zu sehen! Das also ist Ihr Land da drüben?"

" Ja, das ist's- Yokohama!"

Hm, scheint nicht übel! Aber Sie sehen elend aus, Fersius! Bekommt Ihnen das Klima nicht?"

,, Den Teufel auch, Klima! Mir bekommt hier so manches nicht, davon später! Was ich Sie fragen wollte, Wimberg: wie war die Reise?"

,, Wie sollte sie sein? Einfach scheußlich!"

Reine angenehme Bekanntschaft unterwegs gemacht, - wie?"

,, O! Was das angeht, allerlei hübsche kleine Mäd­chen, ganz plaisierliche darunter, auch sogar eine veritable Schönheit mit dabei, war aber nichts mit ihr anzufangen stolz und wortkarg und so kalt, wie ein Gletscher! Aber immerhin ein Anblick! Geben Sie einmal acht, dort steht sie, schade, sie wendet uns jetzt gerade den Rücken zu, aber schon ihre Gestalt, gestehen Sie, ungewöhnlich ge­wachsen!"

Unwillkürlich wandte auch Hellmuth den Kopf. Da stand eine hoch- und schlankgewachsene Dame in einem straff an­liegenden englischen grauen Reisekostüm, das mit äußerster Einfachheit gearbeitet war, nichts Ueberflüssiges aufwies, dafür aber um so mehr die herrlichen Linien der Gestalt her­vorhob. Sie war von vier oder fünf Kindern umringt, die Abschied von ihr zu nehmen schienen, denn ein etwa elf­jähriges Mädchen hatte Tränen in den Augen, und eine bleiche, schüchtern aussehende Frau, wahrscheinlich die Mutter dieser Kinder, verbarg gerade ihr Gesicht hinter dem Taschen­tuch. Ein kleiner Junge streckte mit bittender Miene die Arme zu der jungen Dame empor, sie neigte sich zu ihm nieder, er faßte sie mit seinen beiden kräftigen Händchen un­gestüm um den Hals und riß ihr dabei den kleinen runden Hut mit dem grauen Reiseschleier vom Kopf. Die Dame lachte und bückte sich, um ihr Eigentum aufzuheben,-da­bei sah Hellmuth Norden ihr dickes, glanzloses, schwarz­braunes Haar, das in einen funstlosen Knoten geschlungen war, ihre niedrige, schmale Stirn, ihr feines und zartes Profil, es war ein Köpfchen, das an die Antike gemahnt haben würde, wären nicht die auffallend schönen Farben ge­wesen, die dieses Gesicht wie eine junge, blühende Rose er­scheinen ließen.

Arthur Fersius drehte herausfordernd seinen Schnurr­bart.

In der Tat! Sie beweisen einen guten Geschmack, Will­berg, und es wird mir erfreulich sein, dem Gesicht recht oft hier in Yokohama zu begegnen, das läßt sich alles machen, wenn man etwas findig ist! Und was die Gletscherhaftigkeit betrifft, so weiß ich nicht... sehen Sie doch nur zu, wie sich Ihre Schönheit von diesem kleinen Volk der Reihe nach ab­füssen läßt!"

Ja, mit Kindern ist sie außerordentlich freundlich, das hab' ich unterwegs hundertmal mit angesehen. Andere Leute aber haben es nicht so gut!" murrte Willberg und warf einen unzufriedenen Blick auf die Gruppe. Aber,- pardon, Fersius, wenn ich Sie für eine Minute verlasse, dort steht jemand, dem ich einstweilen Lebewohl sagen möchte!- Herr Ermshagen, gestatten Sie mir, Ihnen die Hand zu drücken und alles Gute zu wünschen; wir werden einander da drüben in Yokohama, das sich von hier aus so hübsch bunt und malerisch ausnimmt, hoffentlich bald wiedersehen!"

Ein großer, breitschulteriger Herr mit einem tiefbrünet­ten, energischen Gesicht wandte sich Willberg zu und schüttelte fräftig dessen Rechte, während er ihm ein paar freundliche Worte sagte. Hellmuth stand und wartete; das also war Walter Ermshagen, sein Nachfolger, der ihn bei seinem Vater erfeyen sollte. Eine gute Erscheinung! Welch merkwürdige, große, tiefblaue Augen der Mann hatte! Sie strahlten förm­fich in der Unirahmung ihrer dunklen Brauen und Wimpern, im Gegensatz zu dem tiefschwarzen Haar und Backenbart und Sem bronzefarbenen Kolorit!

Herr Willberg fügte noch ein paar Worte hinzu, die Hell­muth nicht verstehen konnte, und verabschiedete sich darauf mit nochmaligem Händedruck. Jetzt trat der junge Norden an den hochgewachsenen brünetten Herrn heran.

Um Verzeihung! Ich hörte Sie soeben als Herr Erms­hagen anreden="

Der andere warf einen raschen Blick auf den Sprecher. ., Mr. Hellmuth Norden?" Derselbe!"

in

" Die beiden Männer maßen einander prüfend, Walter Ermshagen blauen Augen wachte ein bewundernder Glanz auf, als sie in Hellmuths schönes, sonniges Gesicht sahen, und er nickte leicht mit dem Kopf, als wollte er sagen: Ja, so mußtest du aussehen, so bist du mir geschildert worden!" Nun lächelten sie beide und reichten einander gleichzeitig die Hände entgegen.

Willkommen in Yokohama! Willkommen bei der Firma Norden& Sohn! ſagte Hellmuth herzlich.

Vielen Dank! Hoffen wir, daß über unserem Zu­sammenwirken ein Glücksstern steht! Aber Sie gestatten mir wohl, Hilda! Wo steckt sie denn? Richtig, wieder mitten unter den Kindern! Girl! Laß endlich einmal deine jungen Anbeter und komm' hierher! Mr. Norden junior- meine Schwester Hilda!"

Er machte ein sehr verblüfftes Gesicht- Mr. Norden junior! Weshalb in aller Welt hatte er sich denn eigentlich eingebildet, die bewußte Schwester müsse durchaus eine ältere Dame sein? Es lag doch absolut kein vernünftiger Grund zu dieser Annahme vor! Hatte denn William Hen­drichs ein einziges Wort über die Dame in seinen Briefen verloren? Nein! Nun also, warum sollte sie denn alt sein?

Hilda Ermshagen sah zu Hellmuth Norden empor, der mit abgezogenem Hut vor ihr stand und nichts zu ihr sagte, was eigentlich ungezogen war, denn sie war doch berechtigt, von ihm begrüßt und willkommen geheißen zu werden. Den­noch war sie nicht böse; sie war sehr daran gewöhnt, durch ihren Anblick Erstaunen und Bewunderung zu erregen, es hatte the manchmal geschmeichelt, zuweilen war es ihr auch fäftig, meistens gleichgiltig gewesen. Aber dieser schöne blonde Mensch sah nicht eigentlich bewundernd aus, so eigen tümlich verduẞt vielmehr, als habe er sich ganz, ganz etwas anderes vorgestellt, das wirkte komisch auf das junge Mädchen, und jetzt begannen Hellmuths Augen und Lip­pen zu lächeln, was ihn immer unendlich anziehend machte, und er fand nun auch Worte.

,, Verzeihen Sie mein Erstaunen, gnädiges Fräulein! Aber der Mangel jeder kleinsten biographischen Notiz von seiten meines Freundes Hendrichs hatte mich über Ihre Persönlichkeit gänzlich im Unklaren gelassen! Gestatten Sie mir jetzt einen wenngleich etwas verspäteten, so doch un­bedingt wohlgemeinten Bewillkommnungsgruß auf Japan!"

Er führte ihre Hand leicht an seine Lippen und sagte dann, wieder zu ihrem Bruder gewendet:

,, Können wir an Land gehen? Wie steht es mit Ihrem Gepäck? Ich habe zwei Diener mit an Bord"-

Sehr gütig! Vorerst aber einmal unser Bekenntnis, unsere große Generalbeichte, die wir sofort abzulegen ent­schlossen waren, wem von der Firma Norden, Vater oder Sohn, wir auch zuerst begegnen sollten: wir führen also einen etwas unbequemen und gewagten Artikel für Yoko­hama mit uns an Bord ein Klavier

Das heißt, ein Pianino, Walter, ein Pianino, das Klingt doch weniger bedenklich!" fiel Hilda rasch ein. Ich will niemand mit meinem Spiel und Gesang lästig fallen, gewiß nicht, Mr. Norden, ich versprechen es Ihnen. Da Sie so gütig waren, meinem Bruder eine übersichtliche Zeich nung Ihres Wohnhauses, in welchem auch wir einlogiert werden sollen, zu übersenden, so weiß ich, daß der Seiten­flügel, welcher unsere Zimmer enthält, in derartiger Ent­

fernung oon den Rumer Jbres derrn Baters und den Ihrigen liegt, daß tein Ton bis zu Ihnen herüberdringen fann. Ich trug mich dennoch mit großen Bedenken, mein Pianino mit herüberzubringen, denn immerhin ist es cine Zumutung für andere, und ich kenne gebildete Leute, die Musif für ein unangenehmes Geräusch, für eine wirkliche Heimsuchung halten, aber- aber meine Liebe für die Tonkunst war stärker als alle Einwendungen, die mein Ver­stand machte. Ich kann nicht leben, glaube ich, ohne Musik!" ( Fortsetzung folgt.)

Nur eine Negerin. Egyptisches Erlebnis von Robert Kraft. ( Nachdruck verboter)

( Schluß.)

Stand ich am Morgen auf, so war schon mein cfice fertig, und frisch gewaschene Sachen lagen für mich bereit. Mit einem Handfuß wurde ich entlassen. Drehte ich mich weitab vom Dorse noch einmal um, so wußte ich, daß ich Topsy am letzten Hofe stehen und mir nachblicken sah.

Die Zeit während meiner Abwesenheit benutzte Topsy dazu, die Decken meines Bettes auszuklopfen und meine Kleider zu waschen, denn in jenen Gegenden zieht man sich jeden Tag von Kopf bis zu Füßen frisch an. Sie machte dies mit einer Sorgfalt, daß sie zu etwas anderem überhaupt feine Zeit mehr hatte. Die Decken konnte sie hundertmal hintereinander ausklopfen, und nicht eher ruhte sie, als bis sie faltenlos und wie gebügelt auf meinem Bett lagen.

Mich bestahl sie schließlich nicht mehr, andere aber nach wie vor. Oft bot sie mir Zucker und Zigaretten an, und sie sagte ganz offen, daß sie das gestohlen habe. Nahm ich es nicht an, so steckte sie es unter meine Bettdecke oder schmuggelte es mir heimlich in die Taschen. Einmal waren diefelben bis zum Plazen mit Kandiszucker angefüllt. Zurechtweisen oder ermahnen konnte ich sie nicht, denn sie fing sofort zu lachen an.

Topsy begann sich auch zu schmücken. Sie pute sich mit gestohlenen bunten Bändern und öfter denn je tauchte sie die schmutzigen Hände in meinen Buttertopf, um sich Hände und Haare zu salben. Ob sich in das Herz der Negerin ein anderes Gefühl als Ehrfurcht, das der Liebe zu mir ge­schlichen hatte ich weiß es nicht. Aber es ist höchstwahr­scheinlich. Ich hatte nicht Zeit, es zu ergründen.

Eines Morgens öffnete mir Topsy wie gewöhnlich die Hoftür und führte meine Hand an Mund und Stirn. Es war das letzte Mal.

Die Hize war an jenem Tage unerträglich, und mich er­faßte infolge davon ab und zu ein Schwindel. Gegen Mittag blickte ich in das Kesselfeuer, die Hize schlug mir entgegen, ich fühlte, wie sich das Blut nach dem Kopf drängte und ohn­mächtig brach ich zusammen.

Als ich erwachte, war ich im arabischen Hospital in Kairo und in der Behandlung eines englischen Arztes. Zwei Tage lang hatte ich, von einem Hißschlag getroffen, schon besin­nungslos dagelegen. Ehe ich das Hospital verlassen durfte, vergingen vier Wochen. Während dieser stillen Zeit schmie dete ich neue Pläne für die Zukunft. Kam ich nach Hum- el­Bagger zurück, so war die Arbeit wohl so zientlich beendet, erspart hatte ich mir gegen zwanzig Pfund Sterling, und mit diesen wollte ich mir erst Kairo ansehen und mich dann nach dem wildreichen Oberegypten begeben, um dort den Freuden der Jagd zu huldigen, was ich später auch ausführte. Be­such empfing ich im Hospital nicht, an Topsy, die armselige Negerin, dachte ich mit keinem Gedanken.

Endlich wurde ich als geheilt entlassen. Mich des Voll­beſizes meiner Kräfte erfreuend, vermied ich die Eisenbahn­fahrt und ritt nach Fum- el- Bagger auf einem gemieteten Esel, wozu ich, immer Trab reitend, über vier Stunden ge­brauchte. Der Weg war abscheulich, steinig und durchlöchert, und an einigen Stellen hatten arabische Töpfer ihre zer­brochenen Scherben abgeladen.

Zuerst begab ich mich nach dem Werkplatz, wo ich von den Ingenieuren mit Herzlichkeit empfangen wurde. Das Ge­rücht wäre zuerst umgegangen, sagte man mir, ich sei im Hospital gestorben, was sich bei genauer Nachfrage glücklicher­weise nicht bestätigt habe. Ich nahm Abschied, ließ mir meinen rückständigen Lohn auszahlen und ritt nach Fum- el­Bagger hinein. Signor Philippi war inzwischen schon ent­