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sagen, daß ich nicht gewollt habe, daß der Mann umfommt,| ertränkte sich, entzog sich also auf diese Weise dem und daß ich auch die Tat nicht gewollt habe. Stafforst irdischen Richter. Er hinterläßt eine Witwe mit einem Kind sagte: Ich fann nur sagen, daß es die Wahrheit ist, was ich und ist erst seit zwei Jahren verheiratet. Wie uns nach­gesagt habe. Bei Verkündung des Todesurteils brach räglich mitgeteilt wird, ist der tötlich getroffene Wirt Schmidt Stafforst in heftiges Weinen aus, Groß schüttelte nur mit dem Kopfe, als fönne er einen solchen Juſtizirrtum nicht be- bereits Mittwoch Nachmittag seinen Leiden erlegen, ohne vorher das Bewußtsein wiedererlangt zu haben.

greifen.

Lokales.

19. Mai 1904.

** Der Großherzog hat dem Stationsvorsteher 2. Klasse Konrad Wilhelm Hammel zu Grünberg, den Stationsassistenten Heinrich Albach zu Büdingen und Georg Schmitter aus Alsfeld, dem Bahnmeister Adam Müller zu Alsfeld die unfündbare Anstellung verliehen. Desgleichen den Zugführern Christian Pfeiffer zu Nidda, Heinrich Scherz zu Gießen, Adolf Bruß zu Friedberg, Emil Kallenbach zu Gießen, Johann Georg Krämer zu Nidda, Ludwig Hölzel zu Friedberg und dem Pack meister Georg Schäfer zu Gießen.

** In den Ruhestand versetzt wurde der Bahn­wärter Heinrich Schmidt zu Langsdorf, mit Wirkung vom 1. Juni 1904.

**

Schotten. Am 24. d. Mts. findet unser weit und breit bekannter Prämiierungsmarkt statt. Derselbe erfreut sich großer Beliebtheit und wird infolgedessen auch sehr zahl­reich von der umwohnenden Bevölkerung besucht. Mit dem Markt ist zugleich eine Prämiierung von Vieh der Vogels­berger und Simmentaler Rasse verbunden.

Gedern. Hier ist eine Genossenschaftemolkerei ge­gründet worden.

Klein- Linden. Der aus über 100 Mitgliedern be­stehende Turnverein gedenkt sein Anturnfest an einem der nächsten auf Pfingsten folgenden Sonntage in den dazu eigens erbauten und eingerichteten Räumen der DeutsHen Eiche" abzuhalten.

Klein- Linden.( Neubau einer Kleinkinder schule.) Der schon mehrere Jahre geplante Neubau für obige Schule muß Verhältnisse halber für dieses Jahr unter­bleiben, obgleich der Bauplatz, den die Gemeinde in bereit­willigster Weise überlassen hatte und ebenso die erforderlichen Geldmittel in ziemlich hinreichender Höhe vorhanden waren. Der Grund dieser Zurückstellung liegt hauptsächlich darin, daß der bis jetzt bestehende Ortsbauplan von Großherzog­licher Baubehörde vorerst einer Aenderung bezw. einer Er­weiterung unterzogen werden muß. Eine Anzahl Freunde der Anstalt haben sich in letzter Zeit zu einer geschlossenen Gesellschaft herangebildet, welche auch in Zukunft die not­

Nationaler Gesangs- Wettstreit zu Gießen. Der große Feftzug, welcher am Montag, den 23. cr., mittags 1 Uhr, vor dem Walltor seine Auf­stellung nimmt, wird sich durch die folgenden Straßen be­wegen: Walltorstraße, Lindenplay, Kirchenplay, Marktplatz, Schulstraße, Neuenbäue, Ludwigsplay, Grünbergerstraße bis Moltkestraße; hier Gegenzug über Grünbergerstraße, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Südanlage, Seltersweg, Kreuz- wendig werdenden Angelegenheiten unserer Anstalt regeln plag, Mäusburg, Marktplatz, Marktstraße, Bahnhofstraße, Weftanlage nach dem Festplate.-- Ein allgemeines Beflaggen der Häuser ist dringend erwünscht, und wir verweisen auch an dieser Stelle auf die diesbezügliche Annonce in heutiger

Nummer d. Bl.

*** Das Festbuch für den Gesangswett. streit zu Gießen ist fertig und wird noch vor dem Fefte durch Kolporteure zum Kauf den Einwohnern ange­boten werden. Der Inhalt der Schrift ist so vielseitig, wie nur selten ein derartiges Buch für ein gleiches Fest heraus­gegeben wurde. Ueber alles, was der Besucher des Festes wissen will, gibt es Auskunft; so daß der Preis dafür ( 50 Pfennig) nicht zu hoch ist.

B. Herr Oberbaurat Schmick aus Darmstadt, welcher die Pläne für die Kanalisation der Stadt Gießen entworfen hat und unter dessen Oberleitung die Ausführung derselben erfolgt, wird Mittwoch, den 8. Juni ds. Is., abends 8 Uhr in einem öffentlichen Vortrage die ganze Anlage und insbesondere die auf den anzuschlie­Benden Grundstücken und in den Häusern zu treffenden Einrichtungen erläutern. Nach der Einführung der allge­meinen Versorgung mit einwandfreiem Wasser ist die allge­meine Kanalisation die wichtigste Anlage, die unsere Stadt seither durchgeführt hat. Lurch die Wasserleitung ist der früher hier so häufige Typhus fast ganz beseitigt und die Kanali­sation wird den Gesundheitszustand unserer Bevölkerung noch weiter heben. Unsere Stadt hat schon jetzt nach Aus­scheidung der Sterbefälle Auswärtiger in den Universitäts­fliniten eine geringe Sterbezahl und in einigen Jahren wird sie voraussichtlich zu den gesundesten Städten Deut­schlands zählen. Bei der außerordentlichen Wichtigkeit des Gegenstandes ist jedem der Besuch des Vortrages anzuraten. Wo der Vortrag gehalten wird, soll Anfang Juni bekannt gegeben werden.

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Aus Oberbessingen wird uns Folgendes geschrieben: Unser Ort befindet sich in großer Aufregung. Tötlich verletzt wurde am Dienstag gegen 12 Uhr mittags der Wirt des Gasthofs zur Horstenburg", Herr Schmidt, ein schon bejahrter Mann, indem ihm der Arbeiter Brück aus Nonnenrod nach vorangegangenem Wortwechsel mit einem Steinklopfhammer die Schädeldecke zertrümmerte und ihm außerdem noch Schläge ins Gesicht und die Brust bei­brachte. Als der Täter eingesehen, welches Unheil er an­gerichtet, ging er zu einem der Nonnenröder Teiche und

und leiten werden.

7000 Mark zu dieser Ausstellung beisieuern; Rheinhessen selbst wird hierzu einen Beitrag von 11,000 Mark leisten. Darmstadt. Bei Reichenbach i. D. ist ein be­deutendes Kupfererzlager entdeckt worden.

> Darmstadt, 17. Mai. In der heute vom Abg. Köhler- Langsdorff einberufenen Vorbesprechung der ober hessischen Abgeordneten über die Wahlkreis- Eintei­lung wu de eine Einigung nicht erzielt.

= Aus Franken, 18. Mai. Dem Defonom Oberle von Schweinheim wurde von seinem Zuchtstier mit den Hörnern der Bauch auf eschlißt.

Gießener landwirts@ aftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 20. Mai. Windig, zeitweise heiter, fühler, besonders nachts, Regen, besonders im Osten und Süden.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Marfiberiete.

States. 19. Mai. dem beutiger Wochenmarkt fofteter Butter per Pfd. 100-1.15 r., nereler per Stüd 5-6 Pig, Cnteneier St. 7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg, Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erben ver Liter 21 Pig, Linien per Liter 32 Pfa, Lauben per Baar

T. 0.80-1.00, hühner per Sid 1.30-1.40, Hohnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stild 1.70-2.20. Gänst r Pfd. 65-70 fg., chienfleisch te ib. 70-80 St., Rindfleisch per fd. 62-68 Pfg. 1ci Pfb Ed we neflch 60--72 11. Sa weine fletsch gesalzen per Pfund 0.76 Big., stalbfleisch per Pfd. 62-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg. Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 Mt.. Zwiebeln per 3t. Mt. 7.00-1000, Wepfel per Gentner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktjeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhantt nicht, und während der ersten drei Stunden der Markizeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Groß- Felda. Das fünfzigjährige Dienst jubiläum des Herrn Lehrer Schmirmund wird am 1. Juni offiziell gefeiert. Vormittags 11 Uhr ist Festgottesdienst.( Festpredigt: Pfarrverwalter Staubach- rischer Mr. 13.25-14 25, Mais, Mixed Mt. 11.50-12.00. Alles Groß- Felda.) Hierauf: Beglückwünschung des Jubilars durch die Bertreter der Behörden und Vereine. Nachmit­tags 1 Uhr ist Festessen im Saale des Gastwirts Heinrich Völzing.

A Niederofleiden, 17. Mai. Der noch in jugendlichem Alter stehende Konrad Dörr aus Oberofleiden, der als Knecht bei dem Landwirte Johannes Böckner hier in Diensten stand und seit voriger Woche spurios verschwunden war, nachdem schon längere Zeit Anzeichen von Trübsinn bei ihm wahrzunehmen waren, hat durch Ertränken in der Dhm seinem Leben ein Ende gemacht. Heute wurde der Lebens­müde der Erde zur leßten Ruhe übergeben. In dem in der Nähe belegenen Basaltsteinbruch von Canizer u. Pistor waren vorige Woche etwa 25 Arbeiter in den Ausstand ge­treten mit der Forderung um Erhöhung des Stundenlohnes. Ihren Zweck erreichten sie aber nicht; eine Anzahl der Streifenden hat die Arbeit sehr bald wieder aufgenommen. Die übrigen sollen, wie verlautet, nicht wieder eingestellt Die übrigen sollen, wie verlautet, nicht wieder eingestellt werden.

-r. Marburg, 17. Mai. Am Sonnabend trafen 50 Rinder aus Mecklenburg- Schwerin und Mecklenburg- Strelitz hier ein, die vom Behring'schen Institut aus dort schon gegen die Tuberkulose immunisiert worden waren. Sie sollten hier in erhöhtem Grade immunisiert werden, damit die von ihnen erzeugte Milch zu Heilzwecken gegen die Tuberkulose Verwendung finden kann.

A Helpershain. Unsere im Jahre 1656 erbaute Kapelle ist dem Einsturze nahe und nur mit Gefahr fann darin noch Gottesdienst abgehalten werden. Es ist daher ein Neubau dringend notwendig geworden. Da unsere Kirche nur über ca. 4000 Mt. Barvermögen verfügt, so hat sich ein Kirchenbauverein gebildet, welcher schon 5000 Mark durch Sammlungen aufgebracht hat. Der Plan wird die Bausumme beträgt im Voranschlage 23 600 Mart. Im von Herrn Architekt Freundlieb in Friedberg entworfen, und nächsten Jahre sollen die Arbeiten beginnen.( Lauterbacher Anz.)

Mainz. Der Ausschuß des landwirtschaftlichen Pro­vinzialvereins der Provinz Rheinhessen hat beschlossen, im Jahr 1905 in Mainz eine landwirtschaftliche Landesausstellung zu veranstalten unter der Bedingung, daß die landwirt schaftlichen Vereine der beiden übrigen Provinzen dem An­trag des hessischen Landwirtschaftsrat entsprechen und je

Nationaler Gesangs- Wettstreit zu Gießen

Pfingsten 1904.

Die Herren Mitglieder des Zug, Empfangs- und Ordnungs- Ausschusses werden hierdurch nochmals höfl. um pünktliches Erscheinen am

gebeten.

Pfingstmontag, vormittags 18 Uhr am Bahnhof

Nach Eintreffen der Ertra- Züge erfolgt daselbst der Empfang der Fest­

gäfte, sowie Einzug derselben mit Musif in die Stadt.

Der Empfangs, Zug- und Ordnungs- Ausschuß.

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1 Steinhauer, 1 Installateur, 1 Wasch- und Putzfrau, 1 Bureaudiener, 1 Lagerarbeiter, 3 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Schreiner.

Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter: haltenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose.

Am letzten Samstag haben wir in unserer Unter­haltungsbeilage wieder einen neuen Original- Roman begonnen, der wirklich fesselnd geschrieben ist.

Die Rache ist mein, nannte ihn sein Verfasser Ottomar Beta und man möge die litterarische Arbeit nur aufmerksam verfolgen, der Leser wird bald finden, welch tiefer Sinn derselben zu Grunde liegt.

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